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Felix Leitner

Witwe Bolte

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21

Donnerstag, 8. August 2013, 19:03

Soviel zum Thema "Bond, der Sprücheklopfer":



"Mr. Bond, nein! Ein altes chinesisches Sprichwort besagt..."
"I don't like your manner." "I'm not selling it."

Dalton ist Bond

Agent ohne Rückendeckung

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22

Dienstag, 13. August 2013, 16:30

Hallo Bond-Fans!

Ich habe mal wieder eine Frage zu Bond. (Ich lerne so gerne dazu)

Und zwar interessiert mich brennend: Wieso kettet sich die jeweilige Person die mit dem ATAC arbeitet an? Das haben mich schon viele Leute gefragt die den Film bei mir geschaut haben. Aber da wusste auch ich keine Antwort.

Ich sehe da irgendwie keinen Sinn darin. Ist das ein Diebstahlschutz? Obwohl ich das bei ehrenhaften Marine-Soldaten für unwahrscheinlich halte.
"Ich helfe Menschen, die Probleme haben." - "Ein Problemlöser." - "Ich würde sagen, mehr ein Problembeseitiger." 8)

Rico Royale

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23

Dienstag, 13. August 2013, 16:38

Hmm wahrscheinlich für genau den Grund der eingetreten ist. Immerhin schafft er es ja fast noch das ATAC zu zerstören. Wäre er nicht angekettet gewesen dann wäre er erst recht weggespült worden und hätte garkeine Chance mehr gehabt. Allgemein denke ich das man so wirkliche Gewissheit hat das es jederzeit zerstört werden kann. Im Falle einer Geiselnahme bzw Kaperung des Schiffes hätte man ihn zwingen können den Bereich zu verlassen und so kann er nicht weg.
Naja-It´s a movie.
Agent 007030

Hubert Bonisseur

Il est auto-suffisante ...

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24

Dienstag, 13. August 2013, 16:39

Soviel zum Thema "Bond, der Sprücheklopfer":



"Mr. Bond, nein! Ein altes chinesisches Sprichwort besagt..."
Ich denke, Bond hat seine beiden Gräber geschaufelt. Seines ist nur bisher leer geblieben. Das heißt nicht, dass er selber die Rache ablehnt. Nur, dass derjenige, der Rache übt damit rechnen muss, dass auch er wieder Opfer einer Rache wird. Bond hat vielfach Rache geübt. Aber er war bisher schneller oder cleverer als seine Gegner ...
The question still stands Mr. Bond...did you touch her? ...

Felix Leitner

Witwe Bolte

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25

Dienstag, 13. August 2013, 17:53

Trotzdem steht ihm der Mahner und Oberlehrer in diesem Fall nicht besonders gut.
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Mister Bond

Felix Leiter

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26

Mittwoch, 14. August 2013, 11:11


Ist das ein Diebstahlschutz?

Kurz und knapp: JA.

Dalton ist Bond

Agent ohne Rückendeckung

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27

Mittwoch, 14. August 2013, 11:28


Ist das ein Diebstahlschutz?

Kurz und knapp: JA.
Gut, dann wurde meine Vermutung bestätigt. Jetzt weiß ich endlich genau warum das so ist.
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Hubert Bonisseur

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28

Donnerstag, 15. August 2013, 10:46

Trotzdem steht ihm der Mahner und Oberlehrer in diesem Fall nicht besonders gut.
Einspruch Euer Ehren: Ich sehe das wirklich nicht als "Oberlehrer". Bond fragt Melinda letztlich mit dieser "Mahnung" einfach, ob sie ein solches Leben führen will und kann, wie er es tut. Sich immer der Gefahr aussetzen, dass jemand seinerseits an ihr Rache übt. Er lebt so. Und hat bisher überlebt. Von dort führt ein direkter Weg zu einem Dialog in "Goldeneye": Bond: "Deshalb bleibe ich am Leben". Natalya: "Nein, deshalb bleibst Du allein" ... und so ist es tatsächlich auch ...
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Count Villain

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29

Donnerstag, 15. August 2013, 14:00

Einspruch Euer Ehren: Ich sehe das wirklich nicht als "Oberlehrer". Bond fragt Melinda letztlich mit dieser "Mahnung" einfach, ob sie ein solches Leben führen will und kann, wie er es tut. Sich immer der Gefahr aussetzen, dass jemand seinerseits an ihr Rache übt. Er lebt so. Und hat bisher überlebt. Von dort führt ein direkter Weg zu einem Dialog in "Goldeneye": Bond: "Deshalb bleibe ich am Leben". Natalya: "Nein, deshalb bleibst Du allein" ... und so ist es tatsächlich auch ...


Man denke nur an OHMSS. Blofeld nimmt Rache an dem frisch verheirateten Paar und Bond steht am Ende tatsächlich allein da. Aber Bond wollte Blofeld ja unbedingt zur Strecke bringen, dabei war er von dem Fall schon abgezogen.
Vernichte alles, was wir bei uns haben. Man hat uns enttarnt.

Dalton ist Bond

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30

Donnerstag, 15. August 2013, 14:04

Aber Bond wollte Blofeld (anfangs) nicht aus Rache töten. Es war eher eine Besessenheit die Bond nicht mehr losließ. Den größten Kriminellen der Welt zu besiegen.

Ich frage mich wie Bond sich gefühlt hat, nachdem er Blofeld in FYEO endgültig getötet hat. Hat er Freude empfunden? Erleichterung, oder nur eine große innere Leere?
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Felix Leitner

Witwe Bolte

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Donnerstag, 15. August 2013, 17:34

Zitat von »"Bonnisseur"«

Bond fragt Melinda letztlich mit dieser "Mahnung" einfach, ob sie ein solches Leben führen will und kann, wie er es tut. Sich immer der Gefahr aussetzen, dass jemand seinerseits an ihr Rache übt


Ich verstehe deinen Standpunkt, finde aber, dass das nicht so richtig rüberkommt.

Zitat von »"Dalton ist Bond"«

Ich frage mich wie Bond sich gefühlt hat, nachdem er Blofeld in FYEO endgültig getötet hat. Hat er Freude empfunden? Erleichterung, oder nur eine große innere Leere?


Ich finde, dass der Comedy-Ansatz dieser Szene jede Deutung ins Tiefgründige ad absurdum führt.
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Dalton ist Bond

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Donnerstag, 15. August 2013, 19:02

Die Szene ist natürlich eher humorvoll gemacht, aber trotzdem. Ich denke für Bond ist es etwas ganz Besonderes Blofeld zu töten. Offiziell ist es zwar nicht Blofeld in diesem Film, aber wir wissen ja alle das er es ist. Sicher ist das er scheinbar Querschnittsgelähmt ist, und wahrscheinlich viel von seiner Macht eingebüßt hat.

Ich frage mich nur. Hat er es vielleicht doch überlebt? Ist er wieder entwischt? Hat ihn jemand gerettet. Ich glaube zwar, dass die Macher bei dieser Szene keinen tieferen Sinn haben wollten, aber ich hingegen schon. Schließlich geht es um den Bad-Guy Nr.1!
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  • »Mr. Fogg« ist männlich

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33

Donnerstag, 15. August 2013, 19:39

Zitat

Ich frage mich wie Bond sich gefühlt hat, nachdem er Blofeld in FYEO endgültig getötet hat. Hat er Freude empfunden? Erleichterung, oder nur eine große innere Leere?


Ich finde, dass der Comedy-Ansatz dieser Szene jede Deutung ins Tiefgründige ad absurdum führt.
In der Belletristik muss man sich entscheiden, ob man sie "tiefgründig" ausloten oder als oberflächliche Zerstreuung beiseite tun will. Beides ist möglich. Im erteren Fall beträfe es natürlich das gesamte Genre des Bond-Films. Persönlich neige ich eher dazu, "Lebensweisheit" bei jeder Gelegenheit zu tanken, besonders da, wo es Freude macht, wie z. B. in den Bond-Filmen. Die Frage von Dalton ist Bond umgreift die ganze Spanne der Gefühle bei Abschluß einer jahr(zehnt)elangen Jagd. Sie ist sehr berechtigt und ihre Beantwortung würde mich auch interessieren.

Die Szene ist natürlich eher humorvoll gemacht, aber trotzdem. Ich denke für Bond ist es etwas ganz Besonderes Blofeld zu töten. Offiziell ist es zwar nicht Blofeld in diesem Film, aber wir wissen ja alle das er es ist. Sicher ist das er scheinbar Querschnittsgelähmt ist, und wahrscheinlich viel von seiner Macht eingebüßt hat.

Ich frage mich nur. Hat er es vielleicht doch überlebt? Ist er wieder entwischt? Hat ihn jemand gerettet. Ich glaube zwar, dass die Macher bei dieser Szene keinen tieferen Sinn haben wollten, aber ich hingegen schon. Schließlich geht es um den Bad-Guy Nr.1!
Ich schließe mich dem an und hoffe, dass dieser Charakter uns nochmal begegnen wird. Die Option ist mit FYEO gegeben.
God save the Queen!

Feirefiz

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Donnerstag, 15. August 2013, 22:26

Ich finde, dass der Blofeld-Abgang in FYEO ziemlich verschenkt ist, wobei man natürlich berücksichtigen muss, dass EON aus rechtlichen Gründen eine würdige "Abwicklung" von Blofeld und Spectre nicht möglich war, nachdem man selbige in DAF versäumt hatte. Dennoch hätte man die Pretitle-Sequenz, ohne Namen zu nennen, sicher ernsthafter gestalten können - noch dazu nach dem stimmungsvollen Einstieg an Tracys Grab -, und das hätte zum Ansatz des Films ja auch durchaus gepasst.

Ich frage mich, wie man Blofeld heute noch sinnvoll verwenden könnte, wenn man denn wollte. Durch das Reboot mit CR sind direkte Rückgriffe auf die Zeit davor jenseits popkultureller Anspielungen wie in SF - Aston Martin, Qs Kommentar zu explodierenden Stiften etc. - faktisch nicht möglich. Craigs Bond war noch nie verheiratet, und seine Tracy heißt Vesper. Es wäre maximal denkbar (wie es ja auch schon häufiger diskutiert wurde), Blofeld zum Kopf der Quantum-Organisation zu machen. Aber selbst wenn Quantum wieder ein Thema werden sollte, wonach es im Moment ja nicht aussieht, warum sollte man zu ihrem Kopf einen spätestens seit Mike Myers' Dr. Evil zur Klischeefigur gewordenen Charakter bestimmen, der zuletzt vor 30 Jahren zwei "inoffizielle" Auftritte (FYEO: Pseudo-Blofeld in einem offiziellen Film; NSNA: offener Blofeld in einer Konkurrenzproduktion) hatte und dessen letzter namentlicher Auftritt innerhalb des Franchise nun schon über 40 Jahre zurückliegt? Zumal er an Vespers Ermordung nicht selbst beteiligt und so Bonds Rachewunsch auf ihn nicht wirklich übertragbar gewesen wäre. Natürlich könnte man die Figur neu gestalten, aber dann muss sie auch nicht mehr Blofeld heißen, zumal, wie gesagt, auch in dem Fall ein Rückgriff auf sein Verhältnis zu Bond, wie es sich im ersten Jahrzehnt der Reihe entwickelt hatte, keinen Sinn ergeben würde. Auch für die Zeit nach Craig sehe ich das nicht anders, denn selbst wenn man dann wieder zu einem etwas "abgehobeneren" Bond zurückkehren sollte, wird der "biographisch" mehr mit Craigs Bond zu tun haben als mit Connerys oder Moores, schließlich wird man ja nicht eine extrem erfolgreiche und noch aktuelle Ära des Franchise negieren wollen, um direkten inhaltlichen Bezug auf dann gut 40 bis 60 Jahre alte Filme nehmen zu können. Bereits bei Daltons Bond, der immerhin ausdrücklich verheiratet gewesen war, hätte ich eine Wiederkehr Blofelds zumindest problematisch gefunden, bei Brosnan ebenso, denn schon zwischen ihnen und ihren Vorgängern vollzog sich rein generationstechnisch ein Bruch, den Craig dann offen vollzog. Es brächte nichts mehr, einen großen Blofeld-Film zu drehen. Blofeld aber über mehrere Filme zur alten, neuen Nemesis aufzubauen, würde auch nicht gerade in die Zukunft weisen. Um nicht missverstanden zu werden: Blofeld ist ein ikonographischer Schurke der Kinogeschichte, nicht umsonst immer wieder zitiert und parodiert, er hatte zwei kultige Inkarnationen (den gesichtslosen Dawson und den abgefahrenen Pleasance), eine genial-geerdete (Savalas), eine eher enttäuschende, wiewohl unterhaltsame (Gray), dazu zwei Abwicklungen (s.o.). So wirkungsmächtig Blofeld war, seine Zeit ist vorbei.
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are —
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Feirefiz« (16. August 2013, 00:12)


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Donnerstag, 15. August 2013, 22:48

Das ist zweifellos eine bestechende Argumentation! Sehr gut analysiert und geschlußfolgert.
Für einen weiteren Film mit Blofeld läßt sich in Folge dessen kaum noch etwas ins Feld führen. Dennoch möchte ich dafür plädieren, indem ich eine für Bond innovative Möglichkeit anspreche:
Eine Verfilmung, die sich so streng an die literarische Figur (nicht unbedingt die Handlung) hält, dass die Zeit, in der die Bücher spielen 1:1 zu Grunde gelegt wird. Die 50-er Jahre. Mit allem, was dazugehört: Autos, Technik, politische Verhältnisse, etc. So etwas wurde schon gemacht, ist bislang bei Bond nicht vorgekommen. Bond war immer jetzt.
Das ist natürlich ein bißchen viel an Voraussetzungen, das muß ich zugeben. Auch wird das den Produzenten zu riskant sein. Aber ich denke an die Parodie OSS 117, die ich erst kürzlich sah. Dieser Film hat mir schon Appetit auf die alten Connerys gemacht und ich könnte mir gut vorstellen, auf so einer Basis einen guten Bond-Film zu erleben. Ich gestehe allerdings, dass das zu weit führen würde. Dann hat Feirefiz schon Recht: Blofeld ist Geschichte.
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Feirefiz

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Freitag, 16. August 2013, 01:17

Besten Dank!

Ich glaube, über die Möglichkeit werkgetreuer Bond-Verfilmungen wurde hier ja vor gar nicht allzu langer Zeit diskutiert (auch von Dir?), ich finde den Thread gerade nicht, aber an anderer Stelle habe ich schon meine Skepsis geäußert, ob das für mehr als drei Filme im Kino funktionieren würde. Alle anderen als period pieces konzipierten Überheldenfilme der letzten fast dreißig Jahre sprechen kommerziell leider dagegen (Rocketeer, Dick Tracy, The Shadow, Das Phantom etc.), zumal es nicht immer an der Qualität der Filme lag. Bonds Erfolgsrezept ist ja seit den 1970er Jahren nicht zuletzt die stetige Anpassung an den jeweiligen Zeitgeist. Dennoch wäre ein an der Entstehungszeit der Romane orientierter Bond etwas, was auch ich sehr gerne sehen würde. Doch das wäre heutzutage, ob man sich nun an Flemings Figuren oder auch an seinen Plots orientiert, wohl eher ein Fall für's Qualitätsfernsehen (und auch das ist, glaube ich, hier schon vorgeschlagen worden; der Aufwand bestünde in der Rekonstruktion der 50er/60er, aber das leistet z.B. Mad Men auch, die Spezialefekte wären, gerade wenn man sich direkt auf Fleming bezöge, eher Hausmannskost, und dem TV verzeiht man sichtbare CGI ja viel bereitwilliger als Kino, schlechter als in DAD würde das dieser Tage auch nicht mehr ausschauen). Und im TV darf man ja inhaltlich wesentlich mutiger sein, eben weil es nicht um Aberhunderte Millionen von Dollars geht. In diesem - und, wie ich glaube, nur in diesem - Kontext hätte eine vorlagengetreue Präsentation Blofelds vielleicht noch Chancen und Sinn. Aber wie wir wissen: Solange Bond im Kino auch nur einen Groschen Gewinn macht (also für alle Zeit, und deshalb verzichte ich gern auf andere Ableger), wird es dazu wohl niemals kommen, denn es gibt für EON keinen Grund, vom bewährten Konzept des zeitlosen Bond abzuweichen oder eine Parallelreihe zu starten und sich selbst Konkurrenz zu machen.
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are —
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
To strive, to seek, to find, and not to yield.

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Kronsteen

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Freitag, 16. August 2013, 08:08

Ich finde, dass der Blofeld-Abgang in FYEO ziemlich verschenkt ist, wobei man natürlich berücksichtigen muss, dass EON aus rechtlichen Gründen eine würdige "Abwicklung" von Blofeld und Spectre nicht möglich war, nachdem man selbige in DAF versäumt hatte. Dennoch hätte man die Pretitle-Sequenz, ohne Namen zu nennen, sicher ernsthafter gestalten können - noch dazu nach dem stimmungsvollen Einstieg an Tracys Grab -, und das hätte zum Ansatz des Films ja auch durchaus gepasst.


War das wirklich so, dass dies bei FYEO aus rechtlichen Gründen nicht möglich war? Warum?
Gabs zwischen 1971 und 1981 rechtliche Änderungen oder lags daran, dass in den Kurzgeschichten Blofeld nicht vorkam? Aber auch bei TSWLM hatten wir ja bereits eine völlig andere Geschichte als im Buch - genauso bei MR. :ka:

Davon abgesehen bin ich aber genau Deiner Meinung. So sehr ich Blofeld verehre und die Filme mit ihm als Villain bei mir ganz hoch im Kurs sehe so sehr ist für mich seine Zeit vorbei. Er war der Schurke der 60er und v.a. der Gegner Connerys. Man sollte es dabei bewenden lassen, auch wenn sein Abgang in FYEO unwürdig war (diesen ehrenhaften Gegner entsorgt man nicht so flapsig nebenbei). Aber er passt nicht mehr in die heutige Zeit.


Ich glaube, über die Möglichkeit werkgetreuer Bond-Verfilmungen wurde hier ja vor gar nicht allzu langer Zeit diskutiert (auch von Dir?), ich finde den Thread gerade nicht, aber an anderer Stelle habe ich schon meine Skepsis geäußert, ob das für mehr als drei Filme im Kino funktionieren würde.


Du meinst vermutlich diesen Thread. Ich habe den Post Scarpines verlinkt, der die Diskussion anstoß.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Felix Leitner

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Freitag, 16. August 2013, 08:31

Zitat von »Kronsteen«

War das wirklich so, dass dies bei FYEO aus rechtlichen Gründen nicht möglich war? Warum?


Die Rechte an SPECTRE/Blofeld lagen damals bei McClory wg. dessen Mitautorschaft an Thunderball. Deswegen wurde Blofeld schon in TSWLM zugunsten der neuen Figur Stromberg fallengelassen.
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Kronsteen

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Freitag, 16. August 2013, 08:35

Zitat von »Kronsteen«

War das wirklich so, dass dies bei FYEO aus rechtlichen Gründen nicht möglich war? Warum?


Die Rechte an SPECTRE/Blofeld lagen damals bei McClory wg. dessen Mitautorschaft an Thunderball. Deswegen wurde Blofeld schon in TSWLM zugunsten der neuen Figur Stromberg fallengelassen.


Danke für die Info!
Durfte die Figur dann nur in jenen Filmen verwendet werden, bei denen sie in der Romanvorlage auch vorkommt?
Aber wie war das dann bei DAF? Ist zwar ewig her, dass ich das Buch gelesen habe, aber ich meine, dass es dort keinen Blofeld gibt?!
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Dalton ist Bond

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Freitag, 16. August 2013, 08:39

Warum man Blofelds Namen nicht in FYEO benutzen konnte verstehe ich auch nicht. Ich dachte die Produzenten hatten sich alle Rechte an den Figuren gesichert. Vielleicht sind die Rechte an Blofeld ja abgelaufen, und man hielt es für unnötig diese wegen eine Pre-Title-Sequenz zurückzukaufen. Vielleicht lag es auch an "Sag niemals nie". Der Film konkurrierte dann ja mit dem Nachfolgefilm. Die haben sich dort die Figur von Blofeld ja zu eigen gemacht. Das wäre zumindest eine mögliche Erklärung.

Und was Blofeld in den heutigen Bond-Filmen angeht. Ich fürchte auch, dass die Zeiten von SPECTRE einfach vorbei sind. Alleine schon der Spruch vom (unsympathischen) neuen Q zeigt deutlich das man mit den alten Filmen nichts mehr zu tun haben will. Die Tatsache ist halt auch die, dass Blofeld oft was mit dem Kalten Krieg zu tun hatte. Seine Ziele sind heute schon veraltet. Und ihn als Anführer von Quantum zu machen wäre zwar möglich aber unwahrscheinlich. Andererseits ist noch lange nichts ausgeschlossen. Vielleicht kehrt Quantum ja im nächsten Film zurück. Schließlich hat Bond Quantum nicht mal ansatzweise besiegt in QoS.

Ich muss aber zugeben, dass ein Katzen streichelnder Glatzkopf heute möglicherweise etwas unfreiwillig komisch wirken würde. Man müsste Blofeld dann komplett neu Designen. Und am Ende würde er außer dem Namen nichts mehr mit der originalen Figur zu tun haben.
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