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  • »TheSilencer« ist männlich
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Montag, 10. Februar 2014, 18:59

Maniac (VOD/ 2012)

Ich lasse mich mal dazu hinreißen, diesen kranken Streifen als Filmkunst zu bezeichnen. Ich war nach all' der hochtrabenden Werbung auf alles vorbereitet, was ich dann aber sah, überzeugte mich.

Ein Psycho-Thriller, eng und Atem raubend. Immerhin schaffte er es in den Recall meiner Träume. :think:
Dürfte nicht jedem gefallen - gut so.

8/10


Machete (VOD/ 2010)

Oh, Mann, was'n Dreck. Egal, ob da wieder irgendwas oder -wer zitiert wird oder ob da Tarantino Geburtshilfe geleistet hat.
Schön brutal, ja, aber wenn auch gewollt trashig bleibt man vielleicht die erste halbe Stunde bei der Stange, dann reicht's. Habe den Rest durchgezappt.

Wegen Rodriguez gibt es einen Punkt mehr.

2/10


R.I.P.D. (BR-3D/ 2013)

Nette Idee. Kevin Bacon (mal wieder) als Arschloch. Jeff Bridges wurde wohl nur besetzt, weil er optisch so hervorragend paßte, denn er wirkte auf mich wie ein Fremdkörper in dem Streifen.
Und Ryan Reynolds ist mittlerweile zu einem Negativ-Stempel für miserable Filme verkommen. Bis auf Buried kann ich mich spontan an keinen guten Film mit ihm erinnern.

Die 3D-Effekte sind endlich mal wieder sinnvoll eingesetzt. Alles andere bleibt dann aber auch lau. Schade.

3/10


Cabin Fever 3: Patient Zero (BR-3D/ 2012)

Ich habe da wohl eine geschnittene Fassung erwischt. Splatter-Effects, 3D-Effekte und Handlung - zack - einfach mal rausgeschnitten.

Flog nach 40 Minuten gähnender Langeweile und dem Wachhalten mit Quizduell auf dem iPhone aus dem Player.

0/10


Revenge - Season 1 (VOD/ 2011)

"Guck' doch mal, wie Du die Serie findest", hat'se gesagt. Wäre bestimmt was für mich, hat'se gesagt. Daß ich süchtig nach diesem Dallas-Denver-Kram werde, hat'se nicht gesagt.

Zumal ich diese Püppchen-Serien um eine Blondine sowieso nicht haben kann. Aber nach dem Piloten wollte ich mehr.

Handwerklich ist die Serie etwas geschludert und verläßt sich zu sehr darauf, daß man sich die Episoden über Wochen jeweils einmal wöchentlich im TV anschaut und sich an viele Dinge nicht mehr erinnert. Aber das geschied bei anderen Serie auch. Ich erinnere mal an 24 und an Fleischwunden, die innerhalb von Stunden verheilten.

Ansonsten ist dieser Serie überraschend. Angelehnt an den Graf von Monte Christo zieht eine Tochter in die Racheschlacht, um den Tod ihres Vaters zu sühnen. Der wurde nämlich von einem bösen Multi-Millionär als Bauernopfer für einen Terroranschlag benutzt und kam im Knast um. Der Multi-Millionär hat's aber auch nicht einfach, denn seine Frau liebte nicht nur den besagten Vater, sondern hat auch eigene Intrigen unterzubringen. Und so weiter und so fort.

Wie gesagt, ich bin kein Freund solcher Plots, aber die Nebenhandlungen und die ständigen Wendungen unterhalten hervorragend.

Madelein Stowe, bei der ich schwul werden könnte, spielt übrigens die eiskalte Ehefrau: die Rollte ihres Lebens.

9/10

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »TheSilencer« (17. Februar 2014, 07:00)


Mister Bond

Felix Leiter

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Montag, 10. Februar 2014, 19:02

@Scarpine:
Also als ich Watchmen gesehen habe, stellte ich mir dieselben Fragen wie im Comic auch. Ich finde Snyder hat Ausnahmsweise den Kern der Geschichte absolut getroffen.
Nun ja, ist halt meine Meinung.
Andererseist bin ich absoluter Verfechter davon, Bücher/Comics und deren Verfilmungen zu trennen.
Wie ich schon oft erwähnte: Filme sollen für sich stehen.

Deshalb finde ich Nolans Batman Trilogie auch wesentlich besser als den, imo, überschätzten Batman: Year One Comic, welcher mich beinahe zum Gähnen brachte.


@Silencer:
Welche(r) Rodriguez? :)

Feirefiz

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Montag, 10. Februar 2014, 19:08

The Tourist
Zum ersten mal gesehen und ich muss sagen - ich fand den Film langweilig.
Angelina Jolie halte ich eh für überbewertet, lediglich Depp konnte mich von den Schauspielern überzeugen.

Ansonsten ist der Film für mich weder Fisch noch Fleisch. Wandelt ständig zwischen Action (stellenweise zum Fremdschämen siehe "Bootsverfolgung"), Romantik und teils scheiternden Komikversuchen.
Von der Optik hat mich der Film auch nicht vom Hocker gehauen.

4/10
Sehr wahr, 00Beisser. Der Film will klassisch-elegisch sein, ist dabei aber nur epigonal-lahm, die Action peinlich und die Stars ... Ja nun, sie sind anwesend. Depp ist extrem gelangweilt, Jolie unfreiwilig komisch als fleischgewordene Jessica Rabbit. Ich bin damals vor allem ins Kino gegangen, um Timothy Dalton mal auf der großen Leinwand zu sehen. Das habe ich auch in einigen wenigen Szenen, ansonsten gibt es ein paar schöne Bilder, deshalb mit Wohlwollen: 3/10.
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are —
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
To strive, to seek, to find, and not to yield.

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Montag, 10. Februar 2014, 19:13


@Silencer:
Welche(r) Rodriguez? :)


Uups. Michelle Für-die-ich-töten-würde-Rodriguez. :love:

Immer diese Details ...

00Beisser

Grand Slam

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Montag, 10. Februar 2014, 19:26


Sehr wahr, 00Beisser. Der Film will klassisch-elegisch sein, ist dabei aber nur epigonal-lahm, die Action peinlich und die Stars ... Ja nun, sie sind anwesend. Depp ist extrem gelangweilt, Jolie unfreiwilig komisch als fleischgewordene Jessica Rabbit. Ich bin damals vor allem ins Kino gegangen, um Timothy Dalton mal auf der großen Leinwand zu sehen. Das habe ich auch in einigen wenigen Szenen, ansonsten gibt es ein paar schöne Bilder, deshalb mit Wohlwollen: 3/10.



Volle Zustimmung! Dalton kam leider viel zu kurz.

"Gert Fröbe war der beste Gegenspieler, den ich je hatte." - Sean Connery

Mister Bond

Felix Leiter

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Dienstag, 11. Februar 2014, 00:50


@Silencer:
Welche(r) Rodriguez? :)


Uups. Michelle Für-die-ich-töten-würde-Rodriguez. :love:

Immer diese Details ...

Habe ich mir fast gedacht ;) Dabei fand ich Alexa Vega noch knackiger :D


Gesprengte Ketten
Klasse, Supi, Hammer. Alleine von der Musik habe ich noch ein Ohrwurm und der Film ist von der ersten bis zur letzten Minute spannend (ja, Maibaum, finde ich).
Klar, Steve McQueen und James Garner waren eigentlich nur für die Hollywoodsche Ami-Quote dabei, aber es sind nun mal zwei der coolsten Hollywood-Socken.
Und wenn man das reale Schicksal der entflohenen Häftlinge betrachtet, ist es zugleich ein Drama.
Das war eben noch eine der ganz großen, klassichen Glanztaten von United Artists!
10/10
Mein liebster Action/Abenteuerstreifen um das Thema 2. Weltkrieg.


Der Marathon Mann
Eigentlich kein weltbewegender Plot, alles im allem aber ebenfalls eine makellose, straffe Inszenierung. Man merkt diesem Film auch die Machart der 70er an. "Gesprengte Ketten" sah ich direkt davor. Eine ganz andere Herangehensweise.
Dustin Hoffman, Laurence Olivier, Roy Scheider, aber auch William Devane, spielen großartig. Dazu noch die subtile Musik. Solche Filme findet man heute selten.
Eine Frage: "Sind sie außer Gefahr?" :D
10/10


The Wolf Of Wall Street
Mich hat der von Anfang bis Ende unterhalten.
Mir gefällt Leonardo Di Caprio in solchen Rollen, genau wie bei Django Unchained, wo er die Sau rauslassen kann am besten!
Endlich unterhält mich auch ein Scorsese Film wieder! Sein bester seit "Casino".
Alles dazwischen bot Gutes, aber auch langweiliges.
Jonah Hill hat mich auch sehr überrascht oder der Kurzauftritt von Matthew McConaughey. Scorsese weiß wie er seine Darsteller einbringen muss. Das hat er eigentlich nie verlernt.
Und wie geil ist eigentlich diese Margot Robbie? Auch darstellerisch wusste Sie zu überzeugen...und mein Gott, ich dachte ich explodiere als ich Sie sah :mrgreen
Mich erinnerte Di Caprios Off-Stimme auch an die von Liottas Henry Hill in Goodfellas.
Aber auch das Ende, als er nach Drogeneskapaden keinen Ausweg mehr sieht, als seine Kompagnons zu verpfeifen.
Für mich eine glatte 9/10 mit Tendenz nach oben.
Dumm nur, dass Leo mit McConaughey wohl eine harte Konkurrenz bei den Oscars hat.

Ahab

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Dienstag, 11. Februar 2014, 23:56

Habe The Wolf Of Wall Street am
Sonntag gesehen und ich muss erst mal sagen, dass ich ihn nicht zu lang fand (was ja so mancher kritisiert hat). Ich finde der Film hätte nicht annähernd seine Wirkung entfalten können, wäre er kürzer gewesen. Überhaupt halte ich ihn für ein ziemliches Meisterwerk bei dem die ganze Finanz-Geschichte nur die Oberfläche der Handlung darstellt. Das dient doch eigentlich nur als
Verpackung. Der Kern des Films war wohl eher die Figur des Jordan Belford mit seinen Abgründen und all den Facetten seines Handelns (nicht Handels!).

Leichte Spoiler:
Der langsame Wandel des Tonfalls in dem der Film erzählt wird, hat mir mehr und mehr das Lachen im Hals stecken bleiben lassen, bis ich mich irgendwann fast dafür geschämt habe, worüber ich anfangs noch gelacht habe. Diese Art Komplizenschaft die der Film seinem Zuschauer quasi mit der Zeit anhängt hat mich so sehr beeindruckt, wie mich lange schon nichts mehr im Kino beeindruckt hat. Der Film ist gerade in der ersten Hälfte gespickt mit absolut witzigen Szenen, Situationen und Charakteren. Aber gerade das lässt das Kippen des Films in der zweiten Hälfte so grandios funktionieren. Ein von Anfang an distanzierter Ton hätte nicht annähernd diese Dynamik entwickelt.

Dass jedoch mindestens die Hälfte des Kinos bei der 'Verzögerte-Pillen-Szene' immer noch wie wild am Johlen war hat mich mehr oder weniger fassungslos gemacht. Gut, die Grenzen von Humor sind bei jedem sehr verschieden, aber - selbst wenn es eingebildet klingt - wer bei der Szene nicht ins Grübeln kommt, kann den elementarsten Teil des Films irgendwie nicht so recht verstanden haben. Der hat den Sinn des Films wohl komplett nicht verstanden. Okay, dass es ein paar Kids gibt, die das feiern ist normal. Aber so viele Leute? - Oder diese Ebene ist denen einfach völlig egal. Kann ja auch sein.

Wie auch immer. Für mich einer der besten Filme die ich die letzten Monate im Kino gesehen habe, auch wenn ich den jetzt nicht sofort wieder sehen müsste. Dazu hat er letztlich doch ein viel zu unangenehmes Gefühl hervorgerufen. Das braucht schon mal wieder einen speziellen Moment.

Würde ich eine Schwäche benennen müssen, dann wäre es höchstens, dass die Wandlung von Belfort anfangs schon ziemlich schnell geht, gemessen an der Zeit die sich der Film berechtigterweise im Gesamten nimmt. Allerdings soll der Film wohl auch noch ziemlich von Scorsese gekürzt worden sein, um unter die vermarktungstechnisch wichtigen 3 Stunden zu kommen. Die zusätzlichen Szenen hätten dem Film gewiss nicht geschadet, eher ist schade, dass Scorsese sowas überhaupt noch für nötig erachtet. Der könnte doch eigentlich machen was er
wollte. Wahrscheinlich müssen bei so dimensionierten Filmen jedoch auch einfach die nötigen Gelgeber zufriedengestellt werden.

Wir hatten das Thema Länge ja schon auf der letzten Seite. Durchaus leidig.

Mister Bond

Felix Leiter

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Mittwoch, 12. Februar 2014, 10:13

Ich habe bei der verzögernden Pillen Reaktion auch gelacht und trotzdem den Sinn verstanden. Der Film ist eine klare Ansage gegen Drogen, trotzdem feiert der Film ja schon fast einige Slapstick Momente.

JamesBond

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Mittwoch, 12. Februar 2014, 10:14

Prisoners, zweifellos der beste und spannendste Thriller der letzten Jahre!! schon interessant wie weit Eltern gehen, wenn ihre Kinder verschwinden und es einen Verdächtigen gibt. Der Film wirkte im ganzen auch sehr natürlich und Menschlich. Was man auch bei der beeindruckenden Cast merkt.

Ahab

MI6 Staff

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Mittwoch, 12. Februar 2014, 12:18

Ich habe bei der verzögernden Pillen Reaktion auch gelacht und trotzdem den Sinn verstanden. Der Film ist eine klare Ansage gegen Drogen, trotzdem feiert der Film ja schon fast einige Slapstick Momente.
Dass einige Drogen-Szenen durchaus zum Brüllen sind, sehe ich ja auch so. Wie auch vieles andere im Film. Mir ging es jedoch einfach so, dass ich - je mehr ich während dem Film über das Gesehene nachgedacht habe - immer nachdenklicher wurde und sich echt ein unangenehmes Gefühl eingestellt hat. Vor allem auch, weil trotz der intensiven Thematisierung der Drogensituation auch das - neben dem Börsen-Business - für mich nicht den zentalen Kern des Films dargestellt hat (falls es den überhaupt gab). Dass Koks, Pillen, Crack, Alkohol & Co. (zusätzlich noch alles zusammen) schädlich sind, braucht man ja eigentlich nicht 3 Stunden lang gezeigt bekommen um es zu wissen. Beeindruckend war für mich vor allem das Zusammenspiel der verschiedenen Faktoren und der Einfluss dessen auf das Handeln und Entwickeln der Figuren.
Der Film funktioniert einfach auf so vielen verschiedenen Ebenen welche perfekt miteinander verwoben sind... Ich bin immer noch beeindruckt.

Okay, vielleicht war ich bei dem Film einfach etwas seltsam aufgelegt und hätte das ständige Gelächter nicht irgendwie interpretieren sollen oder wollen sollen ;). Nur kam es mir bei diesem Film so deplatziert vor wie in wenig anderen Filmen zuvor. Vielleicht am ehesten vergleichbar mit den Kinoreaktionen bei Inglourious Basterds.
Am besten ich mache mir in Zukunft keine Gedanken mehr bei über Reaktionen und schalte meine Wahrnehmung dessen im Kino ab. Das hätte bei The Wolf Of Wallstreet allerdings einen sehr mächtigen Schutzschild erfordert.

Maibaum

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Samstag, 15. Februar 2014, 10:51

Schon vor ein paar Wochen:

Blau ist eine warme Farbe - Abdellatif Kechiche

Die deutsche Fassung ist nach der abgeänderten Comic Vorlage benannt, eigentlich heißt er Das Leben von Adèle - Kapitel 1 & 2

Ich mag diese Filme in denen ich fast das Gefühl bekomme das alles was auf der Leinwand passiert real und nicht gespielt ist, die das "richtige" Leben ausschwitzen. Allerdings ist Kechiches Stil nicht ganz so faszinierend wie z.B. die Filme von Cassavetes. Deshalb nur 8/10 für diesen höchst unterhaltsamen und spannenden Film.

Mister Bond

Felix Leiter

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Sonntag, 16. Februar 2014, 12:18

Der mit dem Wolf tanzt Director's Cut
Ein Augen- und Ohrenschmaus ist das. John Barrys ohrenschmeichelnde Musik zu den großen Landschaftsaufnahmen, wenn die Musik mit dem visuellen verschmilzt und richtig unterstützt, ist es mit das Schönste was ich an Filmen mag.
Die Geschichte kann sich auch sehen lassen, auch wenn die Liebesgeschichte zwischen Dunbar und "Steht mit einer Faust" für manche aufgesetzt wirkt, für mich ist es absolut kein störendes Element.
Die größten Emotionalen Momente sind aber wohl die, in denen Dunbar erkennt, wie die Weißen mit der Natur umgehen, so dass er auch zwei Liebgewonnene Mitstreiter durch die pure Mordlust dieser verliert. Aber auch das Ende, in der sich Dunbar von seinen neuen Freunden verabschieden muss.
Außerdem ist der Film auch in den Nebenrollen gut besetzt, vor allem mit Graham Greene als "Strampelnder Vogel" und Rodney A. Grant als "Wind in seinem Haar" kann man sich identifizieren.
10/10



Heat
Al Pacino und Robert DeNiro sind meiner Meinung nach hier auf ihrem Zenit des Könnens! Für mich ist Neal McCauley und nicht ein LaMotta, ein Travis Bickle oder ein Vito Corleone, die stärkste Darbietung DeNiros. Auch heute noch ist es für mich unverständlich, dass DeNiro in einem Jahr mit zwei herausragenden Interpretationen in zwei Meisterwerken (diesen & Casino) nicht für den Oscarnominiert wurde. Für mich ist aber "Heat" der stärkere Film und eben auch DeNiros beste Performance, welche völlig im Kontrast zu Pacinos Charakter Hannah steht.
Auch daraus schöpft der Film Kraft. Nebenbei ist es auch Michael Manns stärkste Arbeit, er lässt sein Schauspiel Ensemble zur Entfaltung kommen.
Keiner der Nebencharaktere verblasst neben den beiden Giganten, sei denen auch nicht so viel Spielzeit vergönnt (etwa Jon Voight).
Auch hier verschmilzt der hervorragend passende Soundtrack mit der visuellen Kraft von Los Angeles. Einige Momente, wie zum Beispiel die Szene in der McCauley Nachts in sein Haus kommt, alles abgedunkelt ist und er auf den Ozean blickt, sind wahrlich fürs Kino gedacht.
Leider noch ein Ton zur Blu-ray: diese ist zwar besser als die DVD, aber leider keine Großtat. Gerade da der Film große optische Momente hat, kann das Bild nicht ganz mithalten. Viele Szenen wirken leider zu weich und teils muss man Unschärfe hinnehmen.
Der Film an sich aber: 10/10



Der Zirkus
Ein leider vergessener Titel Charles Chaplins. Der wird auch nie im TV gezeigt, dabei kann der sich mit den bekannten Klassikern sehr wohl messen lassen.
So auch die sehr gute Bewertung bei IMDb. Und ich stimme ein, dieser Film hat fast alles was Filme wie "Goldrausch", "Lichter der Großstadt" oder "Moderne Zeiten" ausmachen.
Wie bei Chaplin üblich sind die Themen Liebe & Hoffnung auch hier essentiell. Dabei wirken Chaplins Filme nie zu prätentiös, garniert er sie doch immer mit tollem Humor und Slapstick.
Sehr schön hier, die Flucht vor der Polizei, welche unter anderem im Spiegelkabinett stattfindet, oder Charlie als mechanische Puppe, die dem wahren Dieb eine überbrät.
Oder auch Charlie als Seiltänzer, welcher sich plötzlich tatsächlich der Gefahr des Seiltanzens entgegenstellen muss und dabei von kleinen Affen alles andere als Hilfe erwarten darf.
Allerdings fehlt diesem Film womöglich die größere Aussagekraft als bei seinen anderen großen Werken. So zieht der Tramp am Ende wieder ins Ungewisse.
Übrigens, dass zeigt auch das Bonusmaterial, ist dieser Film das Stiefkind, weil Chaplin diesen als einzigen mit keiner Silbe in seiner Autobiografie erwähnt hat.
Man ist sich jedoch einig, dass dies eher mit den sehr widrigen Umständen bei den Dreharbeiten zu tun hat, Unfälle und die Scheidung der Mutter seiner Kinder, weshalb er sich nicht so gerne an diese Zeit (1925-1928 ) erinnern möchte.
9/10

Maibaum

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Sonntag, 16. Februar 2014, 13:18

Ja, The Circus zählt auch für mich zu Chaplins Schönsten. Und Witzigsten.

Maibaum

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Sonntag, 16. Februar 2014, 13:20

Frances Ha - Noah Baumbach

Im August im Kino, gestern Abend schon im TV. Sehr charmanter Film über eine New Yorkerin die nach Orientierung sucht und am Ende sich halbwegs gefunden hat.
Greta Gerwig spielt die Hauptrolle und hat zusammen mit Baumbach auch das Drehbuch geschrieben. 8/10

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Montag, 17. Februar 2014, 07:21

Side Effects - Tödliche Nebenwirkungen (BR/ 2013)

Träge beginnt er, zäh geht's weiter, um sich dann zu einem recht cleveren Ende vorzuarbeiten. Unterm Strich unterhält das leider nur mäßig.

Rooney Mara als depressive Ehefrau. Hervorragend gespielt. Ihr wünsche ich eine lange Karriere ohne Höhenflug. Die 29jährige hat beeindruckendes Potential. Wird Zeit für Verdammnis!

5/10


Flight (BR/ 2012)

Tja. Hier machte der Trailer ein X für'n O vor. Simulierte der zumindest für mein Verständnis einen klugen Gerichts-Thriller, enttäuschte das Ergebnis schlichtweg.

Klar, der Film ist gut inszeniert, hervorragend gefilmt und bestens besetzt. Schaue ich aber einen Film, von dem ich falsche Erwartungen habe, leidet halt das Gesamturteil.

Robert Zemeckis' Werk ist ein Portrait über einen Alkoholiker (Denzel Washington), der instinktiv das Richtige getan hat, aber genau darüber stolpert. Der sich selbst ankotzt und seinen Dämon nur halbherzig bekämpft. US-mäßig umgesetzt.

5/10

Maibaum

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Montag, 17. Februar 2014, 10:32

Side Effects fand ich stark. Nur das Ende war dann wieder zu versöhnlich, zu konventionell. Ein typisches Soderbergh Problem.

Thunderball

Harry Palmer

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Montag, 17. Februar 2014, 10:47

Heat
Al Pacino und Robert DeNiro sind meiner Meinung nach hier auf ihrem Zenit des Könnens! Für mich ist Neal McCauley und nicht ein LaMotta, ein Travis Bickle oder ein Vito Corleone, die stärkste Darbietung DeNiros. Auch heute noch ist es für mich unverständlich, dass DeNiro in einem Jahr mit zwei herausragenden Interpretationen in zwei Meisterwerken (diesen & Casino) nicht für den Oscarnominiert wurde. Für mich ist aber "Heat" der stärkere Film und eben auch DeNiros beste Performance, welche völlig im Kontrast zu Pacinos Charakter Hannah steht.
Auch daraus schöpft der Film Kraft. Nebenbei ist es auch Michael Manns stärkste Arbeit, er lässt sein Schauspiel Ensemble zur Entfaltung kommen.
Keiner der Nebencharaktere verblasst neben den beiden Giganten, sei denen auch nicht so viel Spielzeit vergönnt (etwa Jon Voight).
Auch hier verschmilzt der hervorragend passende Soundtrack mit der visuellen Kraft von Los Angeles. Einige Momente, wie zum Beispiel die Szene in der McCauley Nachts in sein Haus kommt, alles abgedunkelt ist und er auf den Ozean blickt, sind wahrlich fürs Kino gedacht.
Leider noch ein Ton zur Blu-ray: diese ist zwar besser als die DVD, aber leider keine Großtat. Gerade da der Film große optische Momente hat, kann das Bild nicht ganz mithalten. Viele Szenen wirken leider zu weich und teils muss man Unschärfe hinnehmen.
Der Film an sich aber: 10/10

Schön, dass noch jemand in letzter Zeit "Heat" gesehen hat. Ich habe ihn mir vor ca. einer Woche auch einmal mehr angesehen und war wieder aufs Neue beeindruckt - was für ein toller Film! :kneel:
Danke auch für den Kommentar zur Blu-Ray - damit fühle ich mich darin bestätigt, weiterhin auf die DVD zu bauen und mir die Blu-Ray zu verkneifen. Ich hatte bereits in diversen anderen Filmforen darüber gelesen, dass man hier leider keine ausreichende Qualität zu Gesicht bekommt.

Interessant finde ich, wie konträr Michael Mann den Showdown in diesem Film im Vergleich zu seinem "letzten Mohikaner" inszeniert hat. Während beim "Mohikaner" die Musik eine sehr große Rolle spielt, besteht bei "Heat" die einzige Geräuschkulisse lange aus den vorbeidonnernden Flugzeugen - sonst dominiert die nervenzerfetzende Stille.
Beide Showdowns finde ich auf ihre Art jedoch genial! :kneel:

JamesBond

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Montag, 17. Februar 2014, 12:35

Nach meinen Kinobesuch, 2012? - ist das wirklich schon solang her? zum zweiten mal Prometheus. Gefallen hat er mir zwar, wie beim ersten mal auch. Aber es sind einige Fragen weiterhin offen.
- warum sehen die Eier so metalisch aus?
- wieso wollten sie die Menschen vernichten? Wenn das Schiff so viele Jahrzehnte da liegt - war die Entwicklung des Menschen doch noch nicht so weit (um evtl. Fehler zu machen)
-spielt Alien auf dem selben Planeten? wegen dem Schiff und dem Alien
-ist das Alien gegen ende für die Entwicklung der Eier etc. zuständig?
- welche Absicht hatte David? Wieso vergiftet er den einen Professor? geht es ihm aus neugier oder um zusehen, das es eine Heilung für Weyland ist?

total mies, aber trotzdem amüsant, finde ich die Operations Szene. Voller schmerzen spritzt sie sich (Morpheum?) ein Medikament und wird voller schmerzen operiert! Nach dem zutackern kann sie ohne Probleme laufen. :D
Ich hoffe ja, das hierzu noch ein zweiter Teil kommt. genauso wie mit Robin Hood.

Friendship
hab ich mir jetzt nur angesehen, da der Film in Amerika spielt und eine Roadtrip-Komödie ist. Beides mag ich total gerne. :)
Die Deutsche Geschichte interessiert mich weniger - irgendwie kann ich mich mit Schweighöfers Figur vergleichen. :D

Den Film fand ich nicht schlecht, aber er hat einen sehr großen Fehler und das merkt man erst, wenn dieser in Amerika spielt. gemeint ist die Zeit...alles was in Amerika spielt, sieht, schaut nicht nach 1989 aus - da der Film ja nach dem Mauerfall spielt.
Nichtmal die Kleidung der Amis schaut nach dieser Zeit aus. Sehr schade

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »JamesBond« (17. Februar 2014, 21:04)


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Dienstag, 18. Februar 2014, 07:04

Chucky 6 - Curse Of Chucky (BR/ 2013)

Jaaa, "Fortsetzungen", "schon nach dem x-ten Teil nicht mehr gut", "Wiederholungen", bla - geschenkt.

Neun Jahre nach der letzten Folge mußte der einfach sein.

Beliest man sich nicht im Internet, wähnt man sich in einem Reboot.
Für eine 16er Freigabe geht's zwar blutig zu, allerdings ist die Anzahl jener Szenen recht sparsam eingesetzt. Auch das Vulgär-schnodderige, das bisher alles andere als jugendfrei war, bleibt an der Leine. Chucky ist leider auch irgendwie im Zeitgeist angekommen.

Die Freak-Show ist kurzweilig, nix für Genre-Gegner und hätte etwas mehr Chucky sein dürfen.

Absoluter Hammer ist aber das Ende, das einem um die Ohren haut, daß man die ganze Zeit "im falschen Film" war.

5/10

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »TheSilencer« (19. Februar 2014, 07:32)


ollistone

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Dienstag, 18. Februar 2014, 15:09

Im finsteren Tal

Österreichischer Alpenwestern mit Sam Riley und Tobias Moretti. Extrem atmosphärisches, großartig fotografiertes Drama, nicht ganz ohne Härten, mit klassischem Shoot-out am Ende. Ich bin begeistert.