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Martin

Brosnans Last Line of Defense

  • »Martin« ist männlich

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61

Mittwoch, 16. August 2017, 16:05

Ja, das Thema Blofeld kann ruhig noch in ein, zwei weiteren Filmen abgehalndelt und dann endgültig abgeschlossen werden (peinlicher umsetzen als in SP kann man's ja eh' nicht mehr - von daher kann's nur besser werden). Aber die Idee mit Bolfeld als Helfer geht für mich gar nicht. Das ist Bond und weder "Schweigen der Lämmer" noch "Fluch der Karibik"


Blofeld als Stiefbruder geht eigentlich auch gar nicht, aber man hat's trotzdem durchgezogen. Insofern würde ich mich da nicht wundern.

Man könnte aber auch einfach ganz darauf verzichten und wie nach MR - als man nach dem vierten Film mit dem gleichen Darsteller merkte, dass eine Masche ausgereizt war - die Reihe, gerne ohne Darstellerwechsel, behutsam neu ausrichten. Dem Franchise hat in den 70ern auch nicht geschadet, dass ihm Blofeld nach Connerys Abgang gewissermaßen abhanden kam, warum soll man jetzt also 1 oder gar 2 Filme für die Abwicklung eines Films verschwenden, der zwar seine Fans haben mag, aber jedenfalls nicht allgemein als Höhepunkt des Bond-Kosmos gilt? Wenn die Blofeld-Handlung wirklich ausdrücklich zu Ende gebracht werden muss, möge Bond ihn in der PTS des nächsten Abenteuers wie weiland in FYEO in einem Fabrikschlot entsorgen und sich dann bitte nach einem gescheiten Titellied ohne Gezicke einer von M aufgetragenen Mission widmen. Aber das bleibt wohl ein Traum.


Nachdem sich jahrelang um die Rechte an Blofeld und Spectre bemüht hat, denke ich schon, dass man es nun auch ein wenig ausschlachten will. Die Einführung in SP war zwar leider schon eher ein Schuss in den Schornstein, aber die drei vorherigen Filme haben ja durchaus gezeigt, dass man auch mehr drauf hat. Sehr schön fände ich es, wenn man beispielsweise Elemente aus dem Roman YOLT umsetzt, allen voran den Todesgarten. Nachdem die Ära Craig mit einer würdigen Umsetzung von CR begann, wäre ein etwas originalgetreuer umgesetztes YOLT für mich ein sehr schöner Abschluss. (Man muss den Ernst ja nicht gleich verrückt werden lassen und mit Dr. Vogel in Samurai-Rüstungen herumspazieren lassen...)

Feirefiz

The Other Fellow

  • »Feirefiz« ist männlich

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62

Mittwoch, 16. August 2017, 18:02

Mein Beitrag war ja keine Prognose, sondern ein frommer Wunsch. Ursprünglich dachte/hoffte ich seinerzeit, die umfassende Rechtesicherung an Blofeld diente vor allem dazu, etwaige zukünftige Konkurrenzproduktionen à la NSNA ein für alle Mal definitiv auszuschließen. Aber nachdem EON jetzt den Startschuss gesetzt hat und SP zwar kein Triumph, aber alles andere als ein Reinfall war (wenngleich ein Rückschritt gegenüber SF in der allgemeinen Wahrnehmung), wird das Thema wohl weiter ausgeschlachtet werden, das sehe ich ähnlich wie Du.

Die einzige Möglichkeit, dem zu entkommen, wäre wohl ein Ausstieg Craigs gewesen,was sich ja seit heute erledigt hat . Und deshalb sehe ich seine Rückkehr mit einem lachenden und einem weinenden Auge – bei seinem Abschied wäre es genauso gewesen, nur hätten die Augen die Rollen getauscht.

Das Problem für eine Fortführung der Blofeld-Handlung ist, dass man
a) die Neuinterpretation Blofelds sowie die Etablierung der Organisation Spectre ziemlich in den Sand gesetzt hat und
b) aufgrund des nach QOS aufgegebenen, dann durch SP wieder behaupteten Seriencharakters der Craig-Ära den guten Ernst (wenn wir Oberhauser denn so nennen wollen) nicht so munteren und ständigen Neuinterpretationen aussetzen kann wie bis einschließlich DAF.
Und da ist der SP-Murks nach meinem Empfinden schon eine schwere Hypothek. Unter diesen Umständen hielte ich Deine Idee des YOLT-Romans als Vorlage (Madeleine müsste dann wohl recht schnell über die Klinge springen) spontan noch für den ansprechendsten ernsthaften Lösungsweg (denn eigentlich plädiere ich immer noch für den
Fabrikschlot ;)). Auch das Ende des Romans wäre an sich keine schlechte Abschiedsszene für den Craigschen Schmerzens-Bond. In der PTS des nächsten Films könnte Bond dann unbelastet mit neuem Gesicht und eingespieltem Team zurückkehren und nach all den persönlichen Dramen einfach mal wieder die Welt retten …
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are —
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
To strive, to seek, to find, and not to yield.