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Andy007

Agent

  • »Andy007« ist männlich
  • »Andy007« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 79

Registrierungsdatum: 27. Mai 2013

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1

Montag, 16. Dezember 2013, 21:17

Bonds Trinkverhalten

Ich habe auf Spiegel Online einen nicht ganz Ernst gemeinten Artikel über Bonds Trinkgewohnheiten gefunden.

In vielen Filmen fällt es eigentlich gar nicht auf, aber gerade in der Craig-Ära wird das Trinken von Bond wieder mehr kultiviert.

http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehr…r-a-938836.html

  • »Mr. Fogg« ist männlich

Beiträge: 942

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2

Dienstag, 17. Dezember 2013, 20:01

In einem der Romane (mir fällt nicht mehr ein, welcher) habe ich mal gelesen, dass M den Alkohol-Genuss Bonds wohl als Schwäche bezeichnet, "jedoch nicht im Übermaß". Ich weiß nicht, woher die medizinischen Würdenträger, die den o. a. Artikel verfasst haben, ihre Kenntnisse bezogen. Paracelsus sagte: "Alle Dinge sind Gift - allein das Maß macht, dass sie kein Gift sind." Der einzige Fall im Film, der Bond vielleicht in die Nähe der Fahr-Untüchtigkeit gebracht hätte, dürfte TND sein - im Hotel-Zimmer, kurz bevor Mrs. Carver den Raum betritt. Da hatte er mehr als eine halbe Flasche Wodka konsumiert. Ach, und wahrscheinlich auch seine "Aus-Zeit" in SF. In beiden Fällen ist der erhöhte Konsum allerdings auf nachvollziehbare äußere Einflüsse zurückzuführen - zur Betäubung des (seelischen) Schmerzes.
God save the Queen!

3

Dienstag, 17. Dezember 2013, 20:45

Gestern kam im Radio, daß Bond medizinisch analysiert wurde.
Ergebnis: Impotenter Alkoholiker

Hab mal schnell den Sender gewechselt ;-)
Viele Grüße
Benno-Imn

=> Benno-Imn: Meine James Bond 007 Collection

Feirefiz

The Other Fellow

  • »Feirefiz« ist männlich

Beiträge: 562

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4

Dienstag, 17. Dezember 2013, 22:57

In QOS gibt sich Bond auf der Reise mit Mathis auch ziemlich die Kante. In den Büchern wird sein starker, aber eben nicht pathologischer Alkoholgenuss, glaube ich, öfter erwähnt, so auch, wenn ich mich nicht irre, zu Beginn von FRWL im Dossier der Russen. Am Anfang von YOLT (Roman) hangelt er sich dann von Drink zu Drink, das ist aber seiner desolaten psychischen Verfassung nach Tracys Tod geschuldet.
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are —
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
To strive, to seek, to find, and not to yield.

  • »Mr. Fogg« ist männlich

Beiträge: 942

Registrierungsdatum: 4. August 2013

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5

Mittwoch, 18. Dezember 2013, 06:31

Man muß zugeben: Die Darstellung von Alkohol-Genuss ist eine ambivalente Sache. Allerdings betrifft das die meisten Erscheinungen und Ereignisse im Leben. Mir fällt spontan überhaupt nichts ein, was nicht - wenn das Maß nicht beachtet wird - ungesund wird. Politik, Religion, Friedensbemühungen, Kriegsgeschehen, Spiel, Arbeit, Reden, Schweigen, Sex, Geld,... Die Liste ist endlos! Die allgemeingültige Richtschnur ist eben - wie auch durch Paracelsus formuliert - das Maß.
Aristoteles definiert "Maß" so: Die Mitte zwischen Extremen.


Der Kathechismus der Katholischen Kirche rezipiert das wie folgt:
"
Die Mäßigung ist jene sittliche Tugend, welche die Neigung zu verschiedenen Vergnügungen zügelt und im Gebrauch geschaffener Güter das rechte Maß einhalten läßt. Sie sichert die Herrschaft des Willens über die Triebe und läßt die Begierden die Grenzen des Ehrbaren nicht überschreiten. Der maßvolle Mensch richtet sein sinnliches Strebe-Vermögen auf das Gute, bewahrt ein gesundes
Unterscheidungsvermögen (...) (KKK, 1809)


Alkohol an sich ist als geschaffenes Gut neutral - wie z. B. ein Hammer. Der Hammer hilft, den Nagel in die Wand zu bekommen. Er kann allerdings auch zum Zwecke des Mordes verwendet werden. Man würde über das Ziel hinausschießen, wenn man den Hammer in Folge letzteren Gebrauchs abschaffte. Denn der Hammer ist nicht schlecht. Er kann nur schlecht verwendet werden. So auch Alkohol: Falsch gebraucht führt er ins Verderben. Was aber ist "falsch"? Auf genau diese Frage gibt die Tugend des Masses Antwort: Falsch ist ein zuviel oder eben auch zuwenig. Das Finden der richtigen Mitte ist der Inhalt der Haltung, die durch ständiges Üben zur zweiten Natur werden kann: Das Maß!

Bei James Bond habe ich den Eindruck, dass dieser ein sehr reflektierter Mensch ist. Er kennt das Maß. Was die Quantität angeht, dürfte der Wert des Verträglichen bei allen Menschen verschieden sein. Der eine trinkt eine Flasche Scotch und man merkt ihm nichts an - andere wiederum sind nach einem Glas Sekt beschwipst. Dieser Aspekt des individuellen Vermögens wurde m. E. in dem o. a. Artikel nicht berücksichtigt.
God save the Queen!

Django

Der Andere

  • »Django« ist männlich

Beiträge: 659

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6

Mittwoch, 18. Dezember 2013, 09:29

Nun ja, als ich damals - Mitte 1990er - Flemings Bond-Romane gelesen habe, fiel mir schon auf, dass der Konsum von Amphetaminen, Zigaretten und insbesondere Alkohol von Fleming an diversen Stellen verherrlicht wird. Dass Bond einen anderen unter den Tisch zu saufen vermag, wird als heroisch, als Stärke dargestellt und nicht ernsthaft kritisch hinterfragt. Einerseits gehört das irgendwie zum Roman-Bond, andererseits finde ich solche Auswüchse ziemlich unreif... In den Bond-Filmen sehe ich das Problem hingegen weniger, obwohl Bond da auch oft beim Konsumieren von Alkohol gezeigt wird. Und wenn sich Bond in SkyFall Monate lang die Lampe füllt, ist dies zumindest nicht verherrlichend dargestellt (erst als er mit dem Saufen aufhört, kann er wieder ein brauchbarer Agent werden).

Prost!

  • »Mr. Fogg« ist männlich

Beiträge: 942

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7

Mittwoch, 18. Dezember 2013, 13:32

(...) andererseits finde ich solche Auswüchse ziemlich unreif... (...)
Prost!
Wenn ich eines aus der Geschichte der Menschheit gelernt habe, dann ist das, dass Unreife zu ihrem Wesen gehört. Der tägliche Umgang mit meinen Kindern läßt mich keine Überraschung mehr empfinden über die Verirrungen, Kämpfe, Kriege und, und, und, denen man zunächst mit Unverständnis begegnet. Unreife auf jeder Ebene! Da kommt mir ein gelegentliches Wett-Trinken vergleichsweise harmlos, auf jeden Fall aber unterhaltsamer vor! Und was wäre das Show-Business ohne "Sprit"? Man denke an Nick und Nora Charles (die "Dünner-Mann-Filme"), an John Steed und Emma Peel, an Ernest Hemingway oder - als Krönung: Dean Martin, der daraus mit seinen Rat-Pack-Kumpels ein Markenzeichen machte. Gefahren lauern überall - das Maß ist es, das die Reife endlich ausmacht. Bond trinkt und raucht, er tut eine Menge an Dingen mehr, die wesentlich ernstere Vorwürfe rechtfertigen könnten, - aber die durch diese Figur geschaffene Freude sollte nicht mit diesen modernen Gesundheits-Skrupeln vergällt werden.

"Ich werde meine Tage nicht damit vergeuden, sie zu verlängern. Ich werde meine Zeit nutzen."
(Vorschlag für Bonds Grab-Inschrift, Ian Fleming: Man lebt nur zweimal, Kap. 21)
Prost, Django! :party:
God save the Queen!

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

  • »Kronsteen« ist männlich

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8

Sonntag, 21. September 2014, 14:00

"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Feirefiz

The Other Fellow

  • »Feirefiz« ist männlich

Beiträge: 562

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9

Mittwoch, 23. September 2015, 19:35

Und hier eine neue Übersicht über das unterschiedliche Trinkverhalten der einzelnen Darsteller. Wenig überraschend säuft Craig sie alle unter den Tisch:

http://www.sueddeutsche.de/kultur/alkoho…hicks-1.2659152
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  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

Beiträge: 1 644

Registrierungsdatum: 18. Februar 2014

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10

Mittwoch, 23. September 2015, 20:07

Ich habe doch immer gesagt, dass Dalton der nüchternste Bond ist - und somit auf den eigentlichen Job konzentriert :)
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld." - Aus des Problembeseitigers Spiegelbilde sprach die Stimme sanften Verwesens!
Bond '89 - Robert Davi

00Beisser

Grand Slam

Beiträge: 270

Registrierungsdatum: 25. Mai 2013

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11

Donnerstag, 24. September 2015, 11:21

Eigentich verwunderlich, dass die Craig und Brosnan Bonds am meisten Trinken.
Hat man doch aus political correctness und als Vorbildsfunktion bzgl. "Gesundheitsgründen" (typisch Bond *hust, hust*) nach den Dalton Bonds auf das Rauchen in den Filmen verzichtet.

Vermutlich musste man das dann mit erhöhtem Alkoholkonsum wieder ausgleichen. :P

"Gert Fröbe war der beste Gegenspieler, den ich je hatte." - Sean Connery

  • »TheSilencer« ist männlich

Beiträge: 392

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12

Donnerstag, 24. September 2015, 12:40

Das ganze Gehabe um weiche und harte Drogen in Filmen ist doch ohnehin schizophren.

Einerseits hat man das Rauchen fast gänzlich verbannt *) , andererseits werden Drogen wie Crystal Meth wie beispielsweise in Breaking Bad als nette Konsumdroge ohne größere Nebenwirkungen dargestellt. Jack Bauer läßt in 24 das Kokain einfach weg und ist - konzeptbedingt - innerhalb von Stunden clean. In anderen Serien wie Nashville oder Navi: CIS wird im Minutentakt ein Scotch oder Whiskey weggezogen.

Zumindest bei Bond hält man sich dabei an die Romanvorlagen. Und die entstanden ja zu Zeiten, als man sich über die Gesundheit keine Platte machte.

*) Es sei denn, die Serie spielt weit vor den 90igern. In Narcos oder Mad Men wird das visuelle Passivrauchen zur Nervensache.