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Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

  • »Kronsteen« ist männlich
  • »Kronsteen« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 317

Registrierungsdatum: 17. Mai 2013

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1

Montag, 27. Mai 2013, 00:08

Einige Informationen zu Kevin McClorys 'Warhead'

Hier bitte alles rund um "Warhead", das nie realisierte Connery-Bond-Abenteuer in den 70ern, posten.

Hier der passende Thread im archivierten razyboard.

Und hier die bisherigen Beiträge im einzelnen:

Zitat von »Photographer«

Das legendäre nicht verfilmte "Warhead"-Drehbuch, welches in Hollywood Ende der Siebziger auch als "Star Wars Unterwasser"-Bondfilm bekannt wurde


"Warhead" war der Name eines eigenständigen Bond-Drehbuch-Entwurfes vom irischen Produzenten Kevin McClory welcher 1976 unter der Mitarbeit Sean Connerys und Len Deighton entstanden war.

Der ursprüngliche Titel des Skriptes "James Bond of the Secret Service" musste verworfen werden, da er Ian Flemings 10. Romantitel zu sehr ähnelte. Der Kostenvoranschlag an einer damalig angedachten Verfilmung belief sich 1978 schätzungsweise auf rund $ 22 Millionen, für die als Verleihfirma Paramont aufkommen wollte, wobei ausgemacht war, dass Sean Connery auch die Hauptrolle übernehmen sollte.
Da sich dieses Drehbuch jedoch nicht ausschließlich an den Ursprungsentwürfen der "Thunderball"-Drehbuchvorlage von Jack Whittingham, Kevin McClory und Ian Fleming aus dem Jahre 1958 gehalten hatte, stand die Rechtsgrundlage einer möglichen Verfilmung vom juristischen Standpunkt auf mehr als wackeligen Beinen gegen die sowohl United Artists, Eon Ltd. als auch die Fleming-Erbengemeinschaft sofort vor Gericht angingen.
Obwohl Kevin McClory 1965 mit den Eon-Produzenten Harry Saltzman und Albert R. Broccoli einen Passus in den Vertragsabschluss zu einer Kooperationsarbeit hinsichtlich gemeinsamer Dreharbeiten zu "Thunderball" hatte einfügen lassen, der dem Iren zehn Jahre danach erlauben würde weitere Filme auf Basis des "Thunderball"-Skriptes zu fertigen, beinhaltete dieses fertige Drehbuchtraktat zu wenige wirkliche Parallelen zu den Ursprungsskripten von 1958. Bis auf einige wenige Handlungsaspekte und einen Teil der Rollen-Namen hatte sich die "Warhead"-Geschichte zu einer neuen eigenständigen Geschichte entwickelt, die zusätzlich in verschiedenen Bereichen abstruser Weise einigen Entwürfen Christopher Woods sehr ähnelte, die dieser gerade für Albert R. Broccolis späteren 10. angehenden Bondfilm "The spy who loved me" (1977) fertigte. Ähnliche Paralellen wie das Verschwinden von Kriegsschiffen, den Raub von Nuklearraketen aus selbigen oder Blofeld als agierenden Mastermind von S.P.E.C.T.R.E. führten schliesslich dazu , dass Christopher Wood den Hauptbösewicht in Broccoli Verfilmung in Sigmund Stromberg mit entsprechender Privatarmee abändern musste und EON gerichtlich untersagt war, alles was mit S.P.E.C.T.R.E zu tun hatte, in weiterer Zukunft in ihren Filmen in irgendeiner Form zu verwerten. Christopher Wood beschreibt in seiner 2006 erschienenen Biographie "The Spy I loved" sehr schön wie Produzent Albert R. Broccoli und Regisseur Lewis Gilbert ihren ahnungslosen Autoren zu Gericht gehen liesen, der sich gar keine Schuld bewußt war, da er die auszuarbeitenden Grundideen unter anderem diesen beiden und Stiefsohn Michael G. Wilson zu verdanken hatte.
In dem anschliessenden juristischen Schlagabtausch erzielte Kevin McClory ironischer Weise somit einen Teilerfolg hinsichtlich der Handlung seines Drehbuchs. Dies erwies sich aber im nachhinein als ad absurdum, als klar wurde, dass das "Warhead"-Skript nicht mehr auf dem ausgehandelten Ursprungsvertrag der jetzigen Streitparteien basierte. Sowohl Paramount als auch Sean Connery machten dann erst einmal einen Rückzieher solange die Rechtsgrundlage im angelsäsischen Verständnis nicht bona fides war.


Mit dem Auftauchen des ehemaligen Juristen Jack Schwartzman Anfang der Achtziger kam dann wieder Bewegung ins Spiel, wobei dieser schnell erkannte welche Schwachpunkte ausgemerzt werden mussten, damit eine Verfilmung überhaupt rechtlich freigegeben werden konnte. In dem Jack Schwartman sich ausschließlich auf ein Remake von "Thunderball" beschränkte, welches nur in upgedateter Form entstehen würde, waren der Gegenseite im Endeffekt die Hände gebunden. Aus diesem Grunde kaufte Jack Schwartzman diese "speziellen Rechte" als einmaligen Nutzungsvorgang dem Iren Kevin McClory ab und stieg damit in den Range des verantwortlichen Hauptproduzenten auf. Obwohl Jack Schwarztzman bei Albert R. Broccoli anfragte eine gemeinsame Produktion zu machen lehnte dieser ab - sicherlich nicht völlig unverständlich. So entstand im Endeffekt "Never say never again" (1983) - bei dem übrigens MGM/UA zusammen mit Albert R. Broccoli am Ende 20 Prozent von den Einnahmen bekamen, die der Film weltweit einspielte, da dies in dem 1965er Ursprungsvertag mitfestgelegt worden war. Nach einem recht respekttablen Boxoffice-Erfolg von "Never say never again", der sich auf rund $ 160 Millionen weltweit belief, liebäugelte Kevin McClory damit weitere Verfilmungen zu "Thunderball" in die Kinos zu bringen. Im Februar '84 verkündete er, dass sein nächstes 007-Projekt den Titel "S.P.E.C.T.R.E." tragen solle.

Danach wurde es jedoch jahrelang sehr still um den Iren, so dass erst Ende der Achtziger Kevin McClory wieder versuchte auf sich aufmerksam zu machen.
Diesmal stellte er sein Projekt als upgedateten "Warhead 8" -Titel vor wobei er Pierce Brosnan als seinen Wunschkandidaten für die zu vergebende Hauptrolle bezeichnete. Auch diesen Worten folgten bekanntlich keine wirklichen Taten und das Gespinnst tauchte schließlich nach der Revitalisierung der offiziellen 007-Serie mit "GoldenEye" noch mal unter dem klangvollen Titel "Warhead 2000" wieder auf. Nun brachte Kevin McClory den geschassten Timothy Dalton als seinen neuen Wunschkandidaten im "Gegen"-Bond ins Spiel, wobei davon auszugehen ist, dass an all' seinen verbreiteten Gerüchten wenig dran war und beide heute ehemaligen Bond-Darsteller kaum ernsthafte Gespräche hinsichtlich einer inoffiziellen Bondfilm-Produktion mit ihm geführt haben dürften.

Trotz zahlreicher abstruser Verlautbarungen hatte Kevin McClory es am Ende seines Lebens sogar geschafft einen Multimillionendollarprozess mit Hilfe eines Konkurrenzstudios in die Wege zu leiten, der sich über mehrere Jahre zog, bevor ein endgültiges Urteil verkündet worden ist.
Was dabei eine Verfilmung des "Warhead"-Skriptes anbetrifft, darf dieses Drehbuch zwar filmisch umgesetzt werden, jedoch darf der Film nicht in den USA und Kanada starten, bzw, in sonstiger Form von dort finanziell finanziert und ausgewertet werden, so dass höchstens eine nationale Produktion in Europa oder Asien dieses Projekt finanzieren könnte, da die Hollywood-Studios damit außen vor sind.


Ob man nach dem Tode Kevin McClorys (20. November 2006) je etwas von "Warhead" wieder hören wird, bleibt abzuwarten. Ausgeschlossen ist nichts, so dass der Slogan "Never say never again" auch hier unter künftigen Umständen seine ganz besondere Gültigkeit behalten mag.


Zitat von »Kronsteen«

Habe im Buch "Bond über Bond" ein paar Details zum Inhalt gefunden.

Zitat von »Roger Moore«

"Sean willigte ein und fand seine neue kreative Aufgabe (als Drehbuch-Co-Autor) äußerst reinzvoll. "Kevin, Len und ich kamen beim Drehbuchschreiben auf die verrücktesten Ideen. Erinnern Sie sich an das Flugzeug, das über dem Bermuda-Dreieck verschwand? Das wollten wir SPECTRE in die Schuhe schieben. Es sollte eine Flotte von Unterwasserflugzeugen geben, die sich durch die Kanalisation von New York bis zur Wallstreet vorarbeiten sollten - was tatsächlich möglich wäre -, um das gesamte Bankenviertel zu zerstören. Es war die Rede von künstlichen Haien in der Bucht, von einer Übernahme der Freiheitsstatue, von Ellis Island als Truppenstützpunkt und der gleichen mehr.
Das Projekt erhielt einen neuen Titel: Warhead (Sprengkopf) und man munkelte, neben Sean Connery als 007 würden Orson Welles als Bösewicht und Trevor Howard als M zu sehen sein."

Quelle: Sir Roger Moore - "Bond über Bond"

Wow, was hätte das für ein Film werden können. [img]imageshack.us/a/img211/9788/daumen.gif[/img]
2 der Hauptfiguren aus "Der dritte Mann" neben Connery in einem Bondfilm.

Mal sehen, ob Warhead jemals wieder ein Thema werden wird, nachdem McClory ja inzwischen verstorben ist.
Überraschend fand ich jedenfalls, dass Connery Mitte der 70er schon wieder mit einem Bond-Engagement geliebäugelt hat.
Man stelle sich nur vor, der Film wäre 1977 als Konkurrenz zu TSWLM ins Kino gekommen...


Zitat von »felixleitner«

Zitat von »Kronsteen«


Mal sehen, ob Warhead jemals wieder ein Thema werden wird, nachdem McClory ja inzwischen verstorben ist.
Überraschend fand ich jedenfalls, dass Connery Mitte der 70er schon wieder mit einem Bond-Engagement geliebäugelt hat.


Dafür, dass er nicht mehr nur "Knöpfe drücken" wollte, wie seinerzeit in YOLT, scheint mir das WARHEAD-Script recht over-the-top zu sein.

Meine Sympathien für McClory halten sich insgesamt in Grenzen. Er hat seinen verdienten Produktionsanteil an TB, er hat aus der gleichen Story nochmal einen Film gemacht, schön und gut. Aber dann noch verzweifelt versuchen, auf Basis eines Drehbuchs und ein paar Entwürfen von selbigem ganze TV- oder Filmserien auf die Beine zu stellen, mutet reichlich albern an.

Außerhalb von Bond hatte er jedenfalls wenig vorzuzeigen.


Zitat von »Kronsteen«

V.a. störend waren eben seine jahrzehntelangen Rechtsstreitigkeiten, die die Serie gestört haben. Aber klar: Jeder schaut, wo er bleibt.
Nur wundert mich, dass er immer der Meinung war, rechtlich EON ebenbürtig Bondfilme drehen zu dürfen.

Aber von Warhead hatte ich vorher herlich gesagt noch nichts gehört gehabt. Hätten die Fleming -Erben nicht geklagt, dann hätte alles u.U. einen ganz anderen Verlauf genommen.
Ich denke, dass Moore nach seinen ersten beiden Filmen noch nicht das Standing hatte, das er nach TSWLM hatte. Wäre zu diesem Zeitpunkt ein Connery-Konkurrenz-Bond mit einem tollen Aufgebot an Stars und einer interessanten Geschichte (und so klingt es) erschienen, wer weiß, wie es dann um EON / Danjaq bestellt gewesen wäre.


Zitat von »Volante«

aber äusserst interessante Informationen!!! Vielen Dank!!!


Zitat von »Django«

Zitat von »Kronsteen«


V.a. störend waren eben seine jahrzehntelangen Rechtsstreitigkeiten, die die Serie gestört haben. Aber klar: Jeder schaut, wo er bleibt.
Nur wundert mich, dass er immer der Meinung war, rechtlich EON ebenbürtig Bondfilme drehen zu dürfen.

Finde ich auch: Der Typ störte einfach - vor allem das mit dem TSWLM-Drehbuch, das seinetwegen geändert werden musste, ist doch sehr unschön. Aber auch Connery spielte in McClorys Filmplänen eine nicht ganz saubere Rolle: Zuerst treibt er die EON-Franchise durch seinen Rückzug in eine schwere Krise, dann lässt er sich seine einmalige Rückkehr vergolden, um dabei eine schauspielerische Leistung abzuliefern, die nicht ernstzunehmen ist, posaunt die ganze Zeit in der Welt herum, wie sehr in Bond langweile etc. Und dann will er wenige Jahre darauf bei der Konkurrenz erneut als Bond anheuern? Erinntert mich etwas an das heutige Verhalten gewisser Fussballprimadonnas...


Zitat von »Kronsteen«

Zitat von »Django«


Finde ich auch: Der Typ störte einfach - vor allem das mit dem TSWLM-Drehbuch, das seinetwegen geändert werden musste, ist doch sehr unschön. Aber auch Connery spielte in McClorys Filmplänen eine nicht ganz saubere Rolle: Zuerst treibt er die EON-Franchise durch seinen Rückzug in eine schwere Krise, dann lässt er sich seine einmalige Rückkehr vergolden, um dabei eine schauspielerische Leistung abzuliefern, die nicht ernstzunehmen ist, posaunt die ganze Zeit in der Welt herum, wie sehr in Bond langweile etc. Und dann will er wenige Jahre darauf bei der Konkurrenz erneut als Bond anheuern? Erinntert mich etwas an das heutige Verhalten gewisser Fussballprimadonnas...


Zitat von »felixleitner«

Zitat von »Django«


Finde ich auch: Der Typ störte einfach - vor allem das mit dem TSWLM-Drehbuch, das seinetwegen geändert werden musste, ist doch sehr unschön.


Fairerweise muss eingeräumt werden, dass Fleming an der Sache nicht ganz unschuldig war: Er hatte zusammen mit McClory, der nun mal viele Ideen eingebracht hat, besonders, was die Kinotauglichkeit Bonds betrifft, das "Thunderball"-Script erstellt und danach ohne McClorys Wissen seinen TB-Roman veröffentlicht. Vielleicht war Fleming auch einfach naiv, er soll ja aus allen Wolken gefallen sein, als McClory geklagt hat.


Zitat von »felixleitner«

Zitat von »Kronsteen«


Ich verstehe auch nicht, dass Connery bis heute einen Groll gegen das offizielle Bond-Franchise zu hegen scheint. Sollte der sture schottische Griesgram nicht auf seine alten Tage hin mit jenem Teil seines Lebens Frieden schließen, der ihn zu dem Weltstar gemacht hat, der er heute ist?!
Klar, Bond wäre ohne Connery nicht das geworden, was er heute ist, aber das gilt umgekehrt genauso.


Und zumindest für DAF ist er doch fürstlich entlohnt worden, mit Option auf zwei Filme seiner Wahl.


Zitat von »Django«


Ich finde zudem, dass McClory völlig übertrieben "belohnt" wurde, nachdem er Ende der 1950er "nur" einen Plot für einen Roman Flemings beigeseteuert hatet. Alles andere hat ja Fleming gemacht: Die Idee umgesetzt, den Roman geschrieben und James Bond und alles drum und dran überhaupt "erfunden" und etabliert. McClory hätte daher m.E. nur einen finanziellen Anteil aus den Erträgen (inkl. Filmrechte) des Romans TB erhalten sollen - nicht mehr. Sonst hätte er konsequenterweise auch die Figur James Bond gar nicht verwenden dürfen, denn die stammt von Fleming...


Zitat von »Spirit54«

Zitat von »Kronsteen«


Ich verstehe auch nicht, dass Connery bis heute einen Groll gegen das offizielle Bond-Franchise zu hegen scheint. Sollte der sture schottische Griesgram nicht auf seine alten Tage hin mit jenem Teil seines Lebens Frieden schließen, der ihn zu dem Weltstar gemacht hat, der er heute ist?!


Ich glaube manchmal, dass es Connery einfach anstinkt, dass Bond auch ohne ihn bis heute erfolgreich ist. Seine Position in den Gaganverhandlungn damals war sicher, dass er einen Großteil des Erfolges ausmacht. Die Zeit hat aber gezeigt, dass die Rolle tatsächlich größer ist als der jeweilige Schauspieler, und Cubby damit rechtgegeben.


Zitat von »Kronsteen«

Zitat von »Spirit54«


Ich glaube manchmal, dass es Connery einfach anstinkt, dass Bond auch ohne ihn bis heute erfolgreich ist. Seine Position in den Gaganverhandlungn damals war sicher, dass er einen Großteil des Erfolges ausmacht. Die Zeit hat aber gezeigt, dass die Rolle tatsächlich größer ist als der jeweilige Schauspieler, und Cubby damit rechtgegeben.

Ich fand es auch extrem unfair von Connery, dass er in einer Talkshow Cubby als den größten Bondbösewicht bezeichnet hat. Zumal Connery eher mit Saltzman Probleme hatte und Cubby ihn immer in Schutz genommen hat. Mittlerweile glaube ich, dass der Stolz bei Connery größer ist als die Einsicht.


Zitat von »Photographer«

Wenn man Kevin O'Donovan McClory (1926–2006) im Ansatz gerecht werden möchte, empfiehlt es sich das sehr ausführliche "The Battle for Bond" von Robert Sellers zu studieren.

Auch wenn der Hauptteil des Buches seine Beweisgrundlage aus Schriftverkehr zieht, der seinerzeit vor Gericht freigegeben wurde, so kann man zwischen den Zeilen hinsichtlich der Entwicklung des Drehbuches zu „Longitude 78 West“ folgendes vereinfacht sagen:


Der Ire Kevin McClory wurde als Regisseur von einer Gruppe filmischer Amateure, wie Ivar Bryce und Ian Fleming sie waren, mit der Entwicklung des Drehbuches für einen Leinwand-Bondfilm beauftragt, welches er dann mit dem Drehbuchautoren Jack Whittingham zusammen begann zu entwickeln.
Mc Clory hatte 1959 den preisverdächtigen Film „The boy and the brigde“ gedreht, wodurch Fleming und Bryce glaubten den passenden Mann für ihr „Bond-Abenteuer“ an Bord geholt zu haben. Als der Spielfilm aber an der Kasse zum echten Drama wurde und floppte beschlossen die beiden McClory auszubaldowern. Statt den Iren für seine geleistete Arbeit auszubezahlen untergrub man anstehende Finanzierungsversuche und glaubte damit den Regisseur und Produzenten unentgeltlich aus dem Vertrag zu entlassen. In dem arroganten Glauben dass ein Gerichtsprozess für McClory nicht finanzierbar spielte man im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Feuer. Das spätere Urteil ist bekannt.

Gemäss der Vorstellung das die Entwicklung ihren ursprünglich angedachten Verlauf genommen hätte und die Finanzierung bereit gestellt worden und es zum Drehen des Films gekommen wäre, wäre Kevin McClory dann derjenige gewesen der James Bond 007 als erster auf die große Leinwand gebracht hätte. Wie der Film geworden wäre - muss dahingestellt bleiben, jedoch geben Produktionsentwürfe schon eine Richtung vor, von der man nicht weiß, wie stark sie die Arbeit von Eon Productions beeinflusst haben.

Wie bekannt sein dürfte wollten ursprünglich Harry Saltzman und Albert R. Broccoli als erstes sogar „Thunderball“ verfilmen. Es gab auch ein Treffen zwischen den EON Produzenten mit Kevin McClory, bei dem der Ire die ausstehenden Filmrechte für - ich meine - 250.000 US-Dollar angeboten hat, wo Saltzmann dann wutschnaubend den Raum verlies und das Gespräch für beendet erklärte.
Im Nachhinein sind die 20 Prozent Produzentengehalt, die Kevin McClory dann für „Thunderball“ (1965) aus dem weltweiten Boxoffice-Netto gesehen hat, ein weitaus höherer Betrag geworden als was 1962 als Rechte noch zum Verkauf anstand.


Zitat von »Spirit54«

Zitat von »Kronsteen«


Hat er das so gesagt?
Ist ja echt übel.


Ja den Ausschnitt sieht man kurz in der Doku Everything or Nothing. Da wird auch gesagt, dass Cubby das persönlich getroffen hat.]


Zitat von »Django«

Dafür war dümpelte Connerys Karriere seit seinem Bond-Ausstieg bis weit in die 1980er hinein auf arg niedrigem Niveau. Ausgleichende Gerechtigkeit ?


Zitat von »felixleitner«

Zitat von »Photographer«


Der Ire Kevin McClory wurde als Regisseur von einer Gruppe filmischer Amateure, wie Ivar Bryce und Ian Fleming sie waren, mit der Entwicklung des Drehbuches für einen Leinwand-Bondfilm beauftragt, welches er dann mit dem Drehbuchautoren Jack Whittingham zusammen begann zu entwickeln.


Ich habe BATTLE OF BOND zwar nicht gelesen, meine mich aber (anhand anderer Publikationen) zu erinnern, dass Fleming auch zusammen mit McClory gearbeitet hat.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"