Sie sind nicht angemeldet.

Das Forum ist wieder verfügbar. Im Zuge des DSGVO wurde folgendes geändert:

- Eine neue Datenschutzrichtlinie wurde hinzugefügt
- Die Seite verfügt nun über eine SSL-Zertifikat
- Die Speicherung von IPs wurde angepasst
- Mögliche personenbezogene Daten wurden "unsichtbar" geschaltet
- Einbindung von Bildern ist nicht mehr möglich (BBCode deaktiviert)

Bei Problemen meldet euch bitte bei uns!

Wir wünschen weiterhin frohes Posten :)
Das Admin-/Mod-Team

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Das James Bond Forum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Mister Bond

Felix Leiter

Beiträge: 1 262

Registrierungsdatum: 26. Mai 2013

  • Nachricht senden

61

Montag, 9. Dezember 2013, 23:40

Hehe, ich habe einen neuen Freund. Kananga! :D
Deine Top 8 gefällt mir, so ziemlich identisch mit meiner :prost: Auch die Wahl der Darsteller, nur dass ich Craig vor Lazenby einordne.

kananga

MI6 Staff

  • »kananga« ist männlich

Beiträge: 108

Registrierungsdatum: 26. November 2013

  • Nachricht senden

62

Dienstag, 10. Dezember 2013, 12:31

dann sei das der beginn einer wunderbaren freundschaft;), kollege mister bond. ich finde es toll, dass es doch soviele zustimmende meinungen zu dieser bestenliste gibt...

Spree

Bondforumswissenschaftlicher Forscher & Mitglied der QOS-Splittergruppe

  • »Spree« ist männlich

Beiträge: 987

Registrierungsdatum: 25. Mai 2013

  • Nachricht senden

63

Donnerstag, 26. Dezember 2013, 14:06

Hier mal meine neue Bestenliste nach dem letzten Sichtungsdurchgang.
Gewinner: DAD, QOS, LTK, SF, GE, TND, FRWL
Verlierer: TWINE, OP, MR, YOLT

Top-Filme, wenig bis keine Kritik:

1. Casino Royale
2. Goldfinger
3. Quantum of Solace (Der Gewinner der letzten Sichtungsrunde, mal wieder)
:kneel: :kneel: :kneel:


Immer wieder gerne: 8)
4. Octopussy
5. Skyfall (steigt)
6. Licence to Kill (ebenfalls klarer Gewinner)
7. The World is not enough (Der Verlierer der letzten Runde)
8. The Living Daylights
9. Moonraker
10. The Spy who loved me
11. The Man with the golden Gun


Muss ich in Stimmung für sein: :party:
12. Die Another Day (neben QOS der Gewinner der Runde, steigt 7 Plätze, die erste Hälfte macht sehr viel Spaß)
13. Tomorrow Never Dies
14. Live and Let Die
15. A View to a Kill
16. For your Eyes Only
17. GoldenEye
18. Diamonds are Forever
19. On her Majesty's Secret Service
20. From Russia with Love


Nur wenn's sein muss: :pinch:
21. Thunderball
22. Doctor No
23. You Only Live Twice
24. Never Say Never Again

I never left!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Spree« (26. Dezember 2013, 15:14)


Rico Royale

The Man behind the GunBarrel

  • »Rico Royale« ist männlich

Beiträge: 383

Registrierungsdatum: 11. Juli 2013

  • Nachricht senden

64

Donnerstag, 26. Dezember 2013, 17:41

Sehr interessant das GF soweit oben ist und TB das genaue Gegenteil. Das gibt mir Kraft zu gestehen, dass das bei mir nicht anders aussehen würde. Zumindest ist TB bei mir weit unten, im Gegensatz zu den ersten drei Filmen der Reihe.
Agent 007030

Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

  • »Don-Corleone« ist männlich

Beiträge: 964

Registrierungsdatum: 26. Mai 2013

  • Nachricht senden

65

Donnerstag, 26. Dezember 2013, 17:47

Und genau DAS ergibt keinen Sinn :D
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Spree

Bondforumswissenschaftlicher Forscher & Mitglied der QOS-Splittergruppe

  • »Spree« ist männlich

Beiträge: 987

Registrierungsdatum: 25. Mai 2013

  • Nachricht senden

66

Donnerstag, 26. Dezember 2013, 18:08

Das ergibt sehr wohl Sinn: Ich sehe TB - mit Verlaub an alle Fans - als müdes Geplänkel, das versucht stimmungsmäßig GF zu kopieren, dabei jedoch in beinahe jeder Kategorie scheitert. Sorry! :ka:

Im übrigen ist GF der einzige Film der Conneries der nur einigermaßen oben steht, der Rest nimmt incl. OHMSS und NSNA aber komplett hinten Platz. Aber das hatten wir schonmal ein bißchen bei den unorthodoxen Meinungen thematisiert, ich weiß, dass ich da ein ziemlicher Einzelgänger bin.

Ich bin eher ein Fan der Serie seit Sir Rogers Zeiten, die hochgelobten Klassiker aus den 60ern geben mir bis auf GF nichts. Am ehesten trifft DAF hin und wieder durch seinen Hunor noch meinen Geschmack.
GF war vor CR auch übrigens immer meine unangefochtene Nr. 1.
Was ich zugebe, ist, dass er sich zwischen CR und QOS etwas beißt.

PS: Ich freue mich ja immer, wenn mein eigentümlicher Geschmack Diskussionen auslöst. Ihr seid herzlich eingeladen zu versuchen mich zu bekehren. :pop:

I never left!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Spree« (26. Dezember 2013, 18:16)


Rico Royale

The Man behind the GunBarrel

  • »Rico Royale« ist männlich

Beiträge: 383

Registrierungsdatum: 11. Juli 2013

  • Nachricht senden

67

Donnerstag, 26. Dezember 2013, 18:10

Und genau DAS ergibt keinen Sinn :D

Eben, das ist sehr merkwürdig. Aber das ewig sonnige und unter Wasser und ansonsten irgenwie ein gemischter Abklatsch aus den ersten drei Filmen aber eben schwächer und uninteressanter, weshalb TB für mich der schwächste Connery ist, lediglich das Remake steht dann noch weiter unten. YOLT brachte frischen Wind und unterschied sich dann noch mehr von den anderen Filmen als es die ersten drei unter sich tun.
Agent 007030

Mister Bond

Felix Leiter

Beiträge: 1 262

Registrierungsdatum: 26. Mai 2013

  • Nachricht senden

68

Donnerstag, 26. Dezember 2013, 22:54

Und genau DAS ergibt keinen Sinn :D

Finde ich aber auch. TB ist für mich der Film, welcher GF einfach am nächsten steht.

Und nachdem ich in diesem Monat die ersten sechs Filme begutachtete, wäre es ein Frevel von mir zu behaupten, TB wäre der schwächste Bondfilm.
Hallo...ich kann immer noch nicht kapieren und werde es NIE, weshalb DN bei einigen noch so hoch im Kurs steht.
Der stinkt gegen die anderen fünf Filme dermaßen ab. Honey Rider ist in meiner Gunst auch gesunken. Zu naiv, zu einfach finde ich Sie. Tanya, Pussy, Domino, Fiona, Paula, Tracy...alle erotischer und interessanter.
DN kann meiner Meinung nur was wegen Connery. Momentan reiht sich DN eher in meine Flop 3.

kananga

MI6 Staff

  • »kananga« ist männlich

Beiträge: 108

Registrierungsdatum: 26. November 2013

  • Nachricht senden

69

Donnerstag, 26. Dezember 2013, 23:17

für mich als überzeugtem Moorianer ist es völlig logisch und nachvollziehbar, dass am meisten Connery Filme unter den Top 10 sind. Es wäre verwunderlich, wenn da das Niveau nicht am höchsten wäre, weil man aus dem Vollen schöpfen und unter den Flemingschen Stories sich die besten und verfilmbarsten aussuchen konnte. In der Moore-Ära hatte man es da viel schwerer, TSHLM und TMWTGG sind z.B. miserable Romane.
Thunderball ist m.E. ein wunderschöner, stimmungsvoller Film solange wirklich geschauspielert wird, sind alle in absoluter Topform. Das Duell Connery-Paluzzi ist for mich Weltklasse. Leider sind für mich persönlich einige Längen vorhanden, bei GF passt einfach alles. Ich stimme Dir auch bezüglich DN zu Mr. Bond, für mich hat aber auch Connery in seinem ersten Film erst seinen Stil gesucht.

Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

  • »Don-Corleone« ist männlich

Beiträge: 964

Registrierungsdatum: 26. Mai 2013

  • Nachricht senden

70

Freitag, 27. Dezember 2013, 00:28

@Spree:

Mich überrascht ehrlich gesagt was anderes. TB ist mein Lieblingsfilm - da bin ich jetzt auch nicht sonderlich objektiv und die 60er Jahre mit den Filmen FRWL,GF, TB und OHMSS inkl der Darstellung Connery sind für mich einer der absoluten Höhepunkte der Franchise. Wenn dir das nicht gefällt habe ich überhaupt kein Problem damit, aber Connery für tendenziell überbewertet zu halten, FRWL, TB und OHMSS sehr schwach zu bewerten (19-21) und gleichzeitig Goldfinger als Lieblingsbond oder Nr. 2 (ist ja auch egal) zu bewerten das finde ich höchst bemerkenswert und das ergibt für mich keinen Sinn bzw. verwundert mich wie man alles aus den 60ern nicht besonders mag und gleichzeitig findest du Goldfinger genial (nicht das mich das stören würde, da ich GF selbst genial finde). Aber was ist an GF soviel besser als an dem ganzen Rest der 60er Jahre ? Das würde mich wirklich interessieren, hättest du GF irgendwo im Mittelfeld wäre deine Liste für mich viel nachvollziehbarer.

@Mister Bond: Sehe ich ähnlich, DN wirkt auf mich - obwohl er sehr gute Szenen hat und eine tolle Thrilleratmosphäre in der ersten Hälfte besitzt (Jamaika ist auch toll eingefangen) - als einziger Bondfilm "alt" und die sehr hohe Wertschätzung (die er vor allem bei Kritikern besitzt) kann ich mir nur dadurch erklären, das es der erste Film der Franchise ist und somit einen Sonderbonus hat.

@Kananga: Ja das stimmt, man konnte zuerst die Romane verfilmen die man auch als die besten bewertet hat, aber im Gesamtergebnis - und das sage ich als jemand der Connery minimal vor Moore sieht - war die Mooreära meiner Meinung nach qualitativ nahezu auf Augenhöhe und das lag u.a. auch an Sir Roger.
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

  • »Kronsteen« ist männlich
  • »Kronsteen« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 317

Registrierungsdatum: 17. Mai 2013

  • Nachricht senden

71

Freitag, 27. Dezember 2013, 01:27

Bestenisten sind immer subjektiv und man kann nicht darüber streiten. Und gerade hier im Forum sollten wir über die Vielfalt an Meinungen froh sein, die unser Lieblingsfranchise so interessant und ausgewogen macht.
Nichtsdestotrotz überrascht mich, wie man gerade das klassische Bond-Zeitalter so weit hinten einstufen kann.
Die Connerys 2 bis 5 sind die Filme, die das Franchise geprägt haben und sich in das kollektive Filmgedächtnis eingebrannt haben. Gerade weil diese so typisch Bond sind, mag ich sie besonders. Nicht weil ich unbedingt einen typischen Bondfilm oben haben will, sondern weil die typische Ausrichtung jene ist, die mir am meisten zusagt.
TB ist für mich all das, was Bond heißt, was Bond ausmacht und das in einer übersteigerten hochstilisierten Form. Eine zeitlos schöne Reise in eine Welt, die auch heute noch exotisch wirkt, obwohl sie für (fast) jedermann erreichbar ist, weil sie diese Exoktik lebt.
Mein Augenmerk bei Bondfilmen gilt hauptsächlich der Opulenz, dem Eintauchen in eine andere Welt. Ich hab das ja schon öfter näher ausgeführt.

Bezüglich QOS bin ich immer wieder (oder besser gesagt: immer mehr) erstaunt, dass ein so untypischer Bondfilm gerade unter Fans einen so hohen Zuspruch zu haben scheint.
Mich verwundert v.a., dass QOS scheinbar erst nach mehrmaligem Anschauen seine Klasse offenbart. Spricht das nun für den Film oder gegen ihn? Das ist natülrich auch wieder rein subjektiv...
Aber gerade dadurch, dass QOS - wie auch LTK - so extrem untypisch ist, wird er bei mir vermutlich nie wirklich landen können.
Mich interessieren weder moderne Schnittechnik noch sonstige Rafinessen, die man scheinbar "verstehen" muss, um sie gut zu finden. Mir fehlt der Glamour, das "Große" und Einmalige.
Aber ich bin offen und lasse mich gerne eines Besseren belehren, wenn ich wider Erwarten irgendwann doch noch auf den Trichter kommen sollte.
Ich bin ohnehin sehr gespannt, wie es mit QOS weitergeht. Mich erinnert seine momentane Statuswerdung im Forum als "Liebhaber-Bond" etwas an die Zeit vor 10 Jahren im alten Razyboard, als OHMSS und FYEO jene "Liebhaber-Funktion" eingenommen haben. Damals hatte ich immer etwas das Gefühl, als ob man sich im Fandom dieser Filme besonders verpflichtet fühlen würde, da sie außerhalb der Fans weniger Reputanz fanden. So weit will ich bei QOS nun nicht gehen, aber er scheint sich doch etwas in die Richtung des "Intellektuellen-Bonds" zu entwickeln. Und das meine ich jetzt überhaupt nicht so negativ, wie es sich vielleicht anhört. Es ist nur eben nicht meine Art von Bond(!)-Film.

Im Rahmen der Neuausrichtung der Bond'schen Figur im Craig-Zeitalter gibt es analog dazu auch eine neue Bewertung der Filme, wie mir scheint. Wo im Brosnan-Zeitalter die Messlatte noch die gleiche war, wie es bei Bond immer der Fall war, haben die Craig-Filme nun neue Gewichtungen geschaffen.
Wo Brosnans Bondfilme noch scheiterten, da die Handlungsstränge den Tiefgang nur angeschnitten haben (Freundduell mit Alec in GE, Ex-Liebhaberin Paris in TND, Bonds Interesse an Elektra in TWINE,...), werden dem Zuschauer nun die tiefen Konturen unter der Oberfläche deutlich schärfer angezeigt. Diese neue Betrachtungsweisen rücken die komplette Figur James Bond in ein andere s Licht. Die stetige Leichtigkeit gilt nicht mehr als modern. Modern ist hingegen ein überlegender und zweifelnder Bond (zweifelnd nicht an sich, sondern an seinem Umfeld). Und deshalb müssen sich auch die alten Filme nun einer anderen Bewertung stellen, da sie zwangsläufig mit dem modernen Bond verglichen werden. Da sich QOS vielleicht am meisten vom klassischen Bondmuster wegbewegt hat, tiefe Einblicke in Bonds Seelenleben offenbart und zudem auch inszenatorisch weit weg ist von den großen Klassikern, ist es schon fast zwangsläufig, dass man ältere Filme eher negativer bewertet, wenn man QOS mag.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Spree

Bondforumswissenschaftlicher Forscher & Mitglied der QOS-Splittergruppe

  • »Spree« ist männlich

Beiträge: 987

Registrierungsdatum: 25. Mai 2013

  • Nachricht senden

72

Freitag, 27. Dezember 2013, 02:11

Chapeau, Kronsteen, ich glaube du hast mit deinem letzten Absatz den Nagel auf den Kopf getroffen, ohne, dass ich mir selbst dieser Begründung bewusst gewesen wäre. Gerade DAF, der ganz früher mal auf Platz 2 bei mir war, lockt mich heute nicht mehr so hinter dem Ofen hervor, auch weil die Figurenzeichnung Bonds heute so anders ist und langfristig mehr hergibt.
Allerdings muss ich sagen, dass die 60er Filme außer GF bei mir noch nie so gezündet haben, seitdem ich die Filme vor 15 Jahren wiederentdeckte. Opulenz und Glamour waren mir schon immer weniger wichtig. Bei mir kam es schon immer eher auf Nachvollziehbarkeit der handelnden Personen an, gewürzt mit einigen Prisen Humor - ebenfalls sehr subjektiv - an den richtigen Stellen.

@Don: Tja, so richtig erklären kann ich das nicht, wie Kronsteen schon schrieb, ist der persönliche Geschmack rein subjektiv, ich möchte daher per Kurzkritik an den Filmen nur die gröbsten Dinge nennen, die schon immer verhindert haben, dass ich mit ihnen wärmer werde:
DN: Wie schon geschrieben schlecht gealtert und speziell ab Crab Key für mich der reinste Langeweiler.
FRWL: Oft zu trocken, zu langatmig, nicht mein Humor. Trotzdem noch erträglich, wenn er auf einige überflüssige Stellen (Zigeuner, Hubschrauber) verzichten würde.
TB: Ui, über den hab ich schon soviel geschrieben ... zu wenig stringent in Handlung und Charakterzeichnung, mal ernst, mal spaßig (m.E. aber immer an den falschen Stellen, außerdem trifft es nicht meinen Humor), mal einfach nur langweilig.
YOLT: Enthält keine einzige sympathische Figur, Pleasance und Connery sind okay, der Rest ist entweder langweilig oder albern.
OHMSS: Ich weiß nicht genau warum, aber hat mir noch nie annähernd so gefallen wie dem Rest des Fandoms. Das liegt v.a. an der Liebesgeschichte, die mich mit diesen Schauspielern einfach nicht anspricht. Bis auf das Ende lässt mich der Film zu oft kalt, auch hier ist für mich die richtige Mischung aus Spannung, Ernst und Humor nicht gefunden worden (Bond der das ganze Institut durchnudelt, ohne etwas zu erfahren, obwohl er schon unsterblich verliebt ist, alberne Stockcarstunts, wo der Film eigtl. spannend sein sollte). Besser kann ich es leider nicht erklären.
DAF: Naja, Wint & Kidd gefallen mir immer wieder. Sonst leider fast nichts. Zuviel Humor, zu albern.

GF ist für mich der einzige Film dieser Epoche, wo diese schon mehrmals zitierte Mischung stimmt: Spannende Stellen sind wirklich spannend, auch wenn sie am Ende augenzwinkernd aufgelöst werden, der Humor ist nicht zu platt, der weitgehende Verzicht auf veraltete Actionszenen, die den Plot nur aufhalten und heute eh niemanden mehr vom Hocker reißen (siehe Drachen, Hubschrauber, Zigeuner, Unterwasser, Vulkanschlacht, Stockcarderby, alle großen Endkämpfe mit Beteiligung ganzer Garnisonen), ein Connery in Topform, der sich mit Fröbe und Blackman die Bälle zuspielt, und die Handlungen der Figuren wirken auf mich nachvollziehbar und stringent.

Ich würde mir ja selbst wünschen, besseren Zugang zu FRWL, TB und OHMSS zu finden, aber es ist wie in der Liebe: Des einen Traumfrau ruft beim anderen nur Kopfschütteln hervor. Manchmal macht es sofort Klick, manchmal erst auf den zweiten Blick, manchmal gar nicht. Und das kann man dann auch nicht ändern. :ka:

I never left!

  • »Mr. Fogg« ist männlich

Beiträge: 915

Registrierungsdatum: 4. August 2013

  • Nachricht senden

73

Freitag, 27. Dezember 2013, 05:59

"Über Geschmack läßt sich nicht streiten." ist ein altbekanntes Sprichwort. Hier jedoch sollte diese Maxime nicht zu hoch bewertet werden, da sich sonst jede Debatte in Wohlgefallen auflösen würde. In diesem Zusammenhang muß ich Spree das Kompliment machen: Deine sehr originelle (aber auch argumentierte) Meinung belebt die Diskussion beachtlich! Der Ansatz, in den Craig-Bonds die psychologischen Tiefen auszuloten und zu bewerten, ist nicht unangebracht - und tatsächlich: Wer Bond besser kennenlernen will, ist in den letzten drei Filmen gut aufgehoben. So gesehen sind die Klassiker nicht besonders ergiebig. Bei ihnen ist es die Kunst der Ästhetik, die besticht. Die Angebotsbreite der Bond-Filme hat in den letzten Jahren stark zugenommen.
God save the Queen!

AnatolGogol

Supernase

Beiträge: 212

Registrierungsdatum: 20. November 2013

  • Nachricht senden

74

Freitag, 27. Dezember 2013, 09:38

Ich bin überrascht, dass DN bei vielen von euch im Vergleich zu den folgenden Connery-Filmen recht schlecht wegkommt – ist er für mich doch nicht nur einer der prägenden Filme der Serie sondern in seiner straffen Inszenierung und liebevollen Umsetzung auch im oberen Drittel meiner Bondfilmrangliste angesiedelt. Gerade auch was die Besetzung der Schlüsselrollen Bond-Schurke-Bondgirl anbelangt ist DN für mich bei den Allerbesten dabei. Connery prägt die Rolle bereits in seinem Erstling dermaßen durch seine Ausstrahlung und sein Charisma, wie es gerade für einen relativen Neuling schon außergewöhnlich wenn nicht sogar einmalig ist. Seine natürliche, harte und maskuline Ausstrahlung kombiniert mit dem Charme und der Eleganz, die Young der Rolle und Connery verordnet hatte prägte die Figur in einer Weise, die ihn für viele auch heute zu „dem Bond“ schlechthin machen. Das einzige Manko, dass seine Darstellung gegenüber den in meinen Augen noch etwas besseren Leistungen in FRWL und GF hat ist die Tatsache, dass Connerys Bond in DN noch nicht den Witz späterer Filme hat. Das kann man natürlich aber auch genauso gut als Vorteil ansehen, da Bond gerade dadurch wesentlich härter und zynischer rüberkommt (so gesehen kann man eigentlich auch nur zu dem Schluß kommen, dass die Besetzung von Kindler auf Connery innerhalb der deutschen Synchro letztlich doch die bessere Variante gegenüber GGH war, da dadurch das humorlosere und zynische Auftreten Connerys auch in der deutschen Version sehr gut transportiert wurde).

Als fast genauso großer Glücksgriff kann die Besetzung von Ursula Andress als Honey Rider angesehen werden. Sie verkörpert im wahrsten Sinne des Wortes das wilde Naturkind Honey und versprüht eine Erotik, wie es keiner ihrer Nachfolgerinnen auch nur ansatzweise gelang (umso bemerkenswerter dass dies in einem Film des Jahres 1962 geschah!). Die Chemie zwischen Andress und Connery ist famos, das Knistern in der ersten Szene am Strand mit dem launig vor sich hin singenden Connery ist nahezu spürbar! Dass die Figur der Honey eigentlich kaum mehr als eine oberflächliche Männerphantasie ist tut der Wirkung und der Bedeutung von Andress für den Film keinerlei Abbruch, im Gegenteil reduziert gerade diese Klischeehaftigkeit die Figur auf ihre eigentlichen Stärken ohne irgendwelchen pseudoanspruchsvollen Schnickschnack. Auch Joseph Wiseman kann in der Rolle des titelgebenden Doktor No überzeugen. Dies ist alles andere als selbstverständlich, da seine Figur ja über ¾ des Films als gesichtslose Gefahr perfekt aufgebaut wurde und diese innerhalb der Fantasie des Zuschauers aufgebaute „Überfigur“ leicht durch die Enthüllung des wahren Dr No hätte zerstört werden können (Pleasences Blofeld in YOLT ist hier für mich das Paradebeispiel). Aber Wiseman gelingt es praktisch durch eine einzige Szene, nämlich der Dinnerszene, seiner Figur gleichermaßen Charisma und Gefährlichkeit zu verleihen ohne die zuvor aufgebaute gesichtlose Figur zu beschädigen. Auch das chinesische Makeup und die Metallhände tragen zur Stilisierung des Dr No als fast schon übermenschliches Wesen bei.
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

  • »Don-Corleone« ist männlich

Beiträge: 964

Registrierungsdatum: 26. Mai 2013

  • Nachricht senden

75

Freitag, 27. Dezember 2013, 09:53

@Spree: Danke für deine Erklärung und der Vergleich mit der "Traumfrau" ist sehr passend :thumbsup:

@Kronsteen: Interessanter Ansatz bzgl der "neuen" bzw. "anderen" Bewertung der Klassiker durch die Craigära, da ist was dran, zu mal sich die Sehgewohnheiten der Zuschauer ja auch immer wieder verändern. Aber man muss auch feststellen, das viele die QOS top finden gerade die 60er Jahre sehr hoch einschätzen, als wir haben hier nicht zwingend ein entweder oder.

Inhaltlich sehe ich LTK und QOS auch eher als "untypischer", stilistisch sehe ich die Filme und ihre Charaktere aber nicht soweit am Rande des Bonduniversums, da Bondfilme sich immer stilistisch verändert haben. Wenn ich mir die Kombination YOLT - OHMSS - DAF anschaue könnten die Unterschiede kaum größer sein. OHMSS, ist bei aller Wertschätzung, eigentlich der Film der zu seinem Entstehungszeitpunkt sich überhaupt nicht harmonisch in die Franchise einfügt hat. Aber ich glaube das genau diese Unterschiede, machen den Erfolg der Franchise aus. Ein Bondschema F kann man nicht 50 Jahre durchziehen und gleichzeitig Erfolg haben Zeige ich einem DN und danach MR, dann wirkt das wie eine andere Franchise. Für mein Empfinden wird ein LTK oder auch QOS ein größerer Aussenseiterstatus zugesprochen als sie überhaupt haben.

Zum Thema "intellektueller Bond": Wenn ich mir die Reaktionen des Feuilleton in der Craigära so anschaue, dann sind die eher auf CR und SF angesprungen als auf QOS. Letzterer polarisiert eher, manche Filme gewinnen mit der Zeit an Ansehen, vielleicht ist ein QOS so ein Kandidat (OHMSS ist hierfür ja auch ein schönes Beispiel).
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

  • »Kronsteen« ist männlich
  • »Kronsteen« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 317

Registrierungsdatum: 17. Mai 2013

  • Nachricht senden

76

Freitag, 27. Dezember 2013, 10:15

@ Don
Klar, es ist schwierig, eine eindeutige und zuordenbare Struktur unter den Bondfans auszumachen, sprich "wer diesen Film gut findet, muss auch jenen gut finden, und findet jenen dritten nicht gut". Zu unterschiedlich sind die Bewertungskriterien und zu individuell ist das Empfinden. Und das ist ja auch gut so. :)
Für mich wird z.B. neben dem von Dir aufgeführten GF-TB-Vergleich (den ich ähnlich sehe) auch unverständlich bleiben, wie man TSWLM und MR auseinander dividieren kann. Und wir haben ja durchaus einige User, die hier starke Qualitätsunterschiede empfinden.

Bei LTK kann ich den klassischen Bondfilm in seiner Inszenierung durchaus noch erkennen, obwohl der Inhalt etwas komplett Neues darstellt (wir hatten das Thema ja schon häufiger: Erstmals nach OHMSS erfährt Bond eine persönliche Note). Vielleicht lags an John Glen, dass eine komplette Neu-Ausrichtung stilistisch weniger griff. Zumindest nach meinem Empfinden.

QOS sehe ich da etwas anders. Der ist sowohl inhaltlich als auch inszenatorisch sehr weit vom klassischen Muster (falls dieses wirklich definiert werden kann?) entfernt. Inhaltlich ist Greene ein untypischer Villain, Camille ein völlig untypisches Bondgirl und Elvis hat den Titel Henchman noch nicht mal verdient. Das Wasser-Thema konterkariert all die großen Bedrohungsszenarien der Vergangenheit. Und Bonds persönliche Mission konnte ich emotional nie wirklich erkennen.
Aber auch durch die Inszenierung in Form der Schnittechnik, durch die künstlerisch anmutenden Sequenzen (z.B. Tosca oder auch in der Wüste) und durch die Skurrilitäten, die sich teilweise im Hintergrund abspielen, ist QOS für mich gefühlt "anders".
Weit mehr als ein OHMSS, bei dem sich bei mir ein extrem bondiges Flair einstellt, auch wenn wir mit Lazenby die Bond-Eintagsfliege haben und zudem einen Heirats- und einen Winterbond. Ob es an Bond-Veteran Peter Hunt lag? Oder an der Fleming'schen Vorlage? Ich weiß es nicht.
Wenn ich tief in mich reinhöre, ist für mich QOS der Bondfilm, der bei mir das sprichwörtliche Bondfeeling am wenigsten herstellt. Auch wenn ich ihn zumindest besser finde als die 3 Brosnan-Filme nach GE, so erkenne ich diese noch als (Versuch eines) typischen Bondfilm an. Bei QOS tu ich mir da verdammt schwer.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

kananga

MI6 Staff

  • »kananga« ist männlich

Beiträge: 108

Registrierungsdatum: 26. November 2013

  • Nachricht senden

77

Freitag, 27. Dezember 2013, 11:34

Tja, mit dieser Tiefenforschung habe ich eben persönlich meine großen Probleme, dh. zumindest muss man beim Durchlöchern der beliebten Bond-Klischees aufpassen, nicht in flachere und zeitgeistigere Klischeefallen zu tappen, die nichts mit Bond zu tun haben. Bond ist für mich, und dagegen wurden noch keine wirklichen Sachargumente gebracht, eifnach ein durch und durch eindimensionaler Charakter, der von seiner Grundkonzeption bereits völlig unrealistisch ist. Schon das Genre des Actionhelden ist ja etwas völlig Unrealistisches, und einen Held zu schaffen, der das Actiongenre und das Spionagenre derartig verbindet, einen derartig exorbitanten, snobistischen Lebensstil pfleg, derartig überzogene Superschurken bekämpft und derartig unreale "Bondgirls" rumkriegt, das ist ansich schon ein durch und durch parodistischer Ansatz. Ich bin immer wieder überrascht, wieviele Fleming-Bücher sich schon als Selbstparodie lesen lassen, nicht zuletzt OHMSS fällt mir da ein, wo viel von der Flemingschen Ironie auch dem Film die oft angesprochene große Klasse verleiht. Bond mit medizinischen Problemen, Bond auf der Couch, das ist doch höchstens einen selbstironischen Ansatz wie in NSNA wert. Insofern finde ich es ja auch bedenklich, dass die Craigfilme beim gewissen Feuilleton so gut ankommt, das, wir erinnern uns, Flemings Bücher ebenso wie Connery und Moore (am wneigsten noch in den USA) so gut wie einhellig verissen hat.

Wer einen Kunstfilm will, einen US-Actionthriller, einen linksliberal-geheimdienstskeptischen Film, auch eine Romanze für ein postfeministisches Publikum, der hat, was ich jetzt ohne dogmatischen Anspruch so in den Raum stelle, Grundlegendes nicht verstanden.

Rico Royale

The Man behind the GunBarrel

  • »Rico Royale« ist männlich

Beiträge: 383

Registrierungsdatum: 11. Juli 2013

  • Nachricht senden

78

Freitag, 27. Dezember 2013, 12:17

@Anatol
Volle Zustimmung. DN ist für mich wahrscheinlich der beste Connery, womöglich soger der beste Saltzman-Film.
Auch ich wunderte mich schon des öfteren über den Stand des Erstlings in diesem Forum.
Agent 007030

  • »Mr. Fogg« ist männlich

Beiträge: 915

Registrierungsdatum: 4. August 2013

  • Nachricht senden

79

Freitag, 27. Dezember 2013, 12:17

@kananga: Wie ich bereits einmal erwähnte, muß die psychologische Auslotung Bonds als Weiterführung des flemingschen Gedankens betrachtet werden. Aus dieser Perspektive sind die Craig-Filme durchaus konsequent. Sie sind wie ein Palimpsest: Flemings Papier wurde benutzt als Grundlage für recht kreative Weiterentwicklung. Warum sollte eine Figur wie Bond das nicht zulassen können? Die geschilderten Erlebnisse sind zwar nicht realistisch, insofern gebe ich Dir Recht - ein Charakter wie der des Protagonisten ist mir aber schon im realen Leben begegnet. Und da interessiere ich mich schon für Herkunft, Voraussetzungen, Motivationen und Perspektiven eines so schillernden Typen. Die Craig-Filme bieten da eine Menge an - und, wie gesagt - sehr konsequent.
God save the Queen!

Rico Royale

The Man behind the GunBarrel

  • »Rico Royale« ist männlich

Beiträge: 383

Registrierungsdatum: 11. Juli 2013

  • Nachricht senden

80

Freitag, 27. Dezember 2013, 12:31

Zum Thema:
GE ist bei mir sehr weit oben, DAD im oberen Mittelfeld, TWINE im unteren und TND ist für mich der schwächste Film überhaupt.
Verstehe das mal einer, grade die Brosnans die sich zugegebenermaßen eigentlich ähneln wie keine andere Ära.

QOS
ist für mich von der reinen Handlung her wesentlich typischer als CR
und SF, die beide viel neues bringen, insb. Bonds Geschichte und
Charakter. Die Handlung von Craigs zweitem Einsatz ist für mich
eigentlich genau das was der Brosnan-Bond tat. Die beiden anderen Filme
enthalten zwar wesentlich mehr bondtypische Elemente, welche für mich
aber sehr aufgesetzt, erneuert und verändert wirken und nicht die
lässigkeit mit sich bringen die die Einsätze des DB5 oder der kurze
Martini an der Bar in Bond 1-20 hatten. Hier ist das alles viel besonderer und Detailverliebter.
Zwischen
LTK und QOS gibt es für mich eigentlich keine Verbindung, das Gefühl
von Rache und das auf sich allein gestellt sein habe ich nur bei LTK.
Agent 007030