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Mister Bond

Felix Leiter

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101

Dienstag, 24. Dezember 2013, 00:35

Überraschenderweise war dies aber kein Bezug auf deine Statements im CR-Thread, welchen ich erst danach las ;)
Für mich funzt OHMSS einfach (und ;) ich, wir wissen ja, dass du leider viele schöne Bondsongs nicht magst :( ).
Diana Rigg steigt übrigens in meiner Bondgirl Gunst noch ein paar Plätze. Ist nun hinter meinen Schnuggis Solitaire und Domino auf Platz 3.
Ich hege für ihren Charakter, welcher dramatisch endet, einfach große Sympathien. Dazu noch ihr Emma Peel Bonus, ja Lady Rigg hat einfach Charme und diese Portion Keckheit.

Spree

Bondforumswissenschaftlicher Forscher & Mitglied der QOS-Splittergruppe

  • »Spree« ist männlich

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102

Dienstag, 24. Dezember 2013, 00:45

wir wissen ja, dass du leider viele schöne Bondsongs nicht magst :( ).
Jedenfalls wir mir das Herz bluten, wenn TLD morgen der Stecker gezogen wird :yawn: und You only live 8 times weiter drin bleibt. Vielleicht ist YOLT ja eine Katze und nach dem neunten Leben ist dann wirklich Schluß?
Und außerdem fürchte ich, ist YKMN auch bald fällig. ;(
I never left!

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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103

Dienstag, 24. Dezember 2013, 06:09

(...) Dazu noch ihr Emma Peel Bonus, ja Lady Rigg hat einfach Charme und diese Portion Keckheit.
Eine unglaubliche Schauspielerin!!! OHMSS ist der einzige Grund, den ich akzeptieren kann, weshalb Mrs. Peel nicht bei Mr. Steed geblieben ist! ;)
Nummer 007 in der Mitgliederliste!
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00Beisser

Grand Slam

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104

Sonntag, 29. Dezember 2013, 14:16

Passend zur Weihnachtszeit - OHMSS im O-Ton


Am Anfang hatte ich das Gefühl der Film wird in meiner Bestenliste abrutschen (derzeit Platz 5), das Gefühl währte aber nur kurz. Eher Platz 3 nun.


Positives:
+ Einführung eines neuen Darsteller. Zugegebenermaßen hatte Connery auch eine geniale Einführung und die von Dalton und Brosnan war auch nicht schlecht.
+ Der Soundtrack ist natürlich einer der besten überhaupt, gar keine Frage.
+ Schauspieler. Ich finde Lazenby ganz in Ordnung, vor allem auch wenn man bedenkt, dass es sein erster Film war. Ilse Steppat und Telly Savalas bilden ein sehr gutes Duo. Draco ist einer der sympathischten Helfer.
+ einige Szenen: Bond slidet auf dem Eis mit seinem Maschinengewehr, dazu das rau wirkende Bond Thema. Bond in Ms Villa
+ Ich glaube Mr. Fogg titulierte diese Szene als die wichtigste in der ganzen Bondreihe. Für mich gehört sie ebenfalls zu einer der besten Szenen. Bond ist leicht verängstigt und versucht sich unaufällig in seinem Stuhl zu verstecken. Zahlreiche Kameraschnitte welche verschiedene Beine der Eisläufer darstellen und dann kommt Tracy. Die Kamera schwenkt langsam nach oben. Einfach Wahnsinn diese Szene.
Ich finde die Liebesgeschichte von Bond und Tracy bis zu dieser Szene auch etwas komisch, aber ab hier klickts. Vorher ist sie die kühle taffe Frau, die sich stark gibt und hier offenbart sie sich nahezu Bond.
Ich finde auch, dass Rigg in dieser Szene als Tracy am Hübschesten aussieht mit den offenen Haaren.

Neutral:
o Der Film ist ja neben CR und SF der Längste. Allerdings merkt man den Craig Bonds diese Längen auch an. Dieses Gefühl habe ich bei OHMSS zu keiner Zeit.
o Die Synchro von Bond während er als Sir Hillary agiert. Ich denke es hätte gereicht, wenn Lazenby einfach etwas anders gesprochen hätte.
o Beim Ende bin ich mir uneins. An sich zeigt die Szene einen Tiefgang, welchen man in Bondfilmen fast nirgends findet, aber andererseits wünscht man sich doch meist ein Happy End. Auf jeden Fall nicht das obligatorische Friede, Freude, Eierkuchen.

Negatives:
- Teils wirken die Schnitte viel zu hastig
- Bei den Outfits wurde teilweise etwas daneben gelangt. Kein großer Punkt und wahrscheinlich auch etwas dem Zeitgeist geschuldet.
- Teilweise zu viel Close-Ups bei den Actionszenen. (und die einhergehenden Rückblenden) Meiner Meinung nach etwas unnötig.

"Gert Fröbe war der beste Gegenspieler, den ich je hatte." - Sean Connery

Feirefiz

The Other Fellow

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105

Samstag, 10. Mai 2014, 09:22

Dies vorweg: OHMSS ist – wie oft und oft erwähnt – mein Lieblings-Bond! Dennoch frage ich mich immer mal wieder: Wäre der Film nicht auch ein perfektes Ende für die Reihe gewesen (das offizielle Reboot hätte dann mit neuem Darsteller unter anderen Vorzeichen in den frühen 70ern stattfinden können)? Die Überlegung bezieht sich auf beide möglichen Enden; a) Hochzeit (Bond verabschiedet sich nach dem finalen Sieg über Blofeld ins Privatleben), b) Bond besiegt Blofeld, ist am Ende aber selbst besiegt. Hätte Connery die Hauptrolle gespielt -wobei ich George nicht missen möchte -, um wieviel größer wäre – je nachdem – Bonds Triumph oder tragische Fallhöhe gewesen, gerade weil dann Bonds Unnahbarkeit so oder so in seiner Person hätte aufgebrochen werden müssen …
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are —
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
To strive, to seek, to find, and not to yield.

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106

Samstag, 10. Mai 2014, 16:52

(...) Wäre der Film nicht auch ein perfektes Ende für die Reihe gewesen (...)
Ich hatte immer den Eindruck, dass in OHMSS (sicher vor allem durch den zwangsläufigen Verzicht auf Connery) auch die Option verarbeitet ist, mit der Reihe Schluss zu machen. Angefangen beim Titel-Vorspann und seinen Rückblenden über die Schreibtisch-Szene mit Bonds Andenken-Sammlung bis zu Bonds Entscheidung, sich "einen anderen Beruf" zu suchen, spricht alles für eine "Der-Letzte-macht-das-Licht-aus"-Stimmung. M. E. ist dieser Film - unabhängig von chronologischen Einordnungen - der letzte Bond-Film (nicht qualitativ gesprochen - er ist auch meine Nr. 1!), so wie SF der erste Bond-Film sein soll/ ist.
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Kronsteen

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107

Sonntag, 11. Mai 2014, 12:27

ch hatte immer den Eindruck, dass in OHMSS (sicher vor allem durch den zwangsläufigen Verzicht auf Connery) auch die Option verarbeitet ist, mit der Reihe Schluss zu machen.

Interessant in diesem Zusammenhang wäre dann aber, dass man trotz aller Umstände dann doch weiter gemacht hat.
Denn obwohl diese "Der Letzte macht das Licht aus"-Stimmung herrscht, der Film nicht sonderlich erfolgreich war und zudem auch noch der Hauptdarsteller Lazenby nicht mehr weitermachen wollte, hat man die Serie in einem neuen Jahrzehnt mit neuen Herausforderungen fortgeführt.
Das würde eigentlich eher dafür sprechen, dass die Bond-Macher es nicht so empfunden haben, als wolle man evtl. nach OHMSS Schluss machen.

M. E. ist dieser Film - unabhängig von chronologischen Einordnungen - der letzte Bond-Film (nicht qualitativ gesprochen - er ist auch meine Nr. 1!), so wie SF der erste Bond-Film sein soll/ ist.

Du meinst CR, oder?
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

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108

Sonntag, 11. Mai 2014, 13:31



Interessant in diesem Zusammenhang wäre dann aber, dass man trotz aller Umstände dann doch weiter gemacht hat.
Denn obwohl diese "Der Letzte macht das Licht aus"-Stimmung herrscht, der Film nicht sonderlich erfolgreich war und zudem auch noch der Hauptdarsteller Lazenby nicht mehr weitermachen wollte, hat man die Serie in einem neuen Jahrzehnt mit neuen Herausforderungen fortgeführt.
Das würde eigentlich eher dafür sprechen, dass die Bond-Macher es nicht so empfunden haben, als wolle man evtl. nach OHMSS Schluss machen.

M. E. ist dieser Film - unabhängig von chronologischen Einordnungen - der letzte Bond-Film (nicht qualitativ gesprochen - er ist auch meine Nr. 1!), so wie SF der erste Bond-Film sein soll/ ist.

Du meinst CR, oder?
Nun, sie bekamen Connery für den nächsten Film. Zumindest das dürfte jeden Zweifel am Erfolg weiterer Filme hinweggefegt haben.

Und Ja, ich meinte CR! Entschuldigung!
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Maibaum

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109

Sonntag, 11. Mai 2014, 15:27

Da sie mit Lazenby mehr als einen Film geplant hatten war es sicherlich nicht als der Letzte gedacht. Außerdem war vom Ende her auch klar daß es mit Blofeld weitergehen soll.

Im übrigen war OHMSS ja trotzdem ein Erfolgsfilm, nur eben gemessen an den Vorgängern eine kleine Enttäuschung.

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110

Sonntag, 11. Mai 2014, 16:13

Gute Argumente!
Dennoch: Die o. a. Attribute vermitteln "Endzeit-Stimmung", oder?!
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Mister Bond

Felix Leiter

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111

Sonntag, 11. Mai 2014, 21:02

Diese "Endzeitstimmung" wird aber mit dem Tod von Tracy zunichte gemacht.
Und warum musste Tracy sterben? Damit es mit Bond eben weitergeht.
Da habe ich eher bei AVTAK das Gefühl von Endzeitstimmung. Da habe ich immer das Gefühl, das Ende einer Ära, in welcher ich nicht nur Moores Schaffen zähle, sondern eben auch Connerys und Lazenbys.
Weshalb? Nun, das Thema Alter spielt da schon eine Rolle und, auch wenn Moore erst Ende 1985 seinen Rücktritt erklärte, die Vorahnung, dass es eben sein letzte Bondfilm ist und nun ein jüngerer Darsteller kommt.

Maibaum

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112

Sonntag, 11. Mai 2014, 21:44

Gute Argumente!
Dennoch: Die o. a. Attribute vermitteln "Endzeit-Stimmung", oder?!


Finde ich jetzt eigentlich nicht. OHMSS vermittelt eher das Gefühl eines Aufbruchs, der dann aber nicht gekommen ist.

Bei AVTAK sehe ich davon aber ebenfalls überhaupt nichts. AVTAK vermittelt mir eher eine "wir sind verdammt müde und haben alle keinen Bock mehr" Stimmung.

Kronsteen

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113

Sonntag, 11. Mai 2014, 22:05

Ich kann mich Mister Bond nur anschließen. Bei AVTAK schwingt eine permanente Nostalgie mit. AVTAK ist bei weitem nicht der beste Bondfilm, aber das Gefühl der zu Ende gehenden Ära macht ihn für mich so wertvoll.
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114

Sonntag, 11. Mai 2014, 22:34

1. Die Reminiszenzen, die in OHMSS eingebaut wurden, erinnern mich an Winnetou III: Als der Titelheld tödlich getroffen wurde und Old Shatterhand weinend an dessen Seite sitzt, blendet der Film Szenen aus Winnetou I ein. Das hat mir einen Recht ähnlichen Eindruck verschafft, wie der, den ich später bei OHMSS gewann.

2. Dass Tracy stirbt, hat innerhalb von OHMSS auf jeden Fall nicht zu einer Rücknahme von Bonds Plan geführt, sich "einen anderen Beruf" zu suchen.

3. Die "Nostalgie" von AVTAK basiert auf Umständen, die den Film handlungsextern begleiten, während jene bei OHMSS handlungsintern verarbeitet sind.
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Don-Corleone

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115

Sonntag, 11. Mai 2014, 23:11

Sehe das ähnlich wie Mister Bond und Kronsteen, wenn ich AVTAK anschaue dann hat das ganze für mich ebenfalls eine "nostalgische Endzeitstimmung" weil man genau weiß hier endet eine Ära die 1962 anfing. Für mich ist diese - wenn auch gefühlte - Kontinuität mit AVTAK beendet und mit TLD beginnt Bond 2.0, auch wenn sich TLD in seinem Inszenierungsstil - im Vergleich zu den Nachfolgerfilmen - noch am ehesten dem "klassischen Bondschema" entspricht.

OHMSS hat für mich diese Stimmung nicht obwohl er im Vergleich zu seinen Vorgängern ein radikaler Stilbruch in der Bondhistorie darstellt (wenn auch ein verdammt genialer). Waren die Filme davor noch eine homogene nachvollziehbare Entwicklung so wirkt OHMSS auf den ersten Blick wie ein Fremdkörper in der Bondfranchise, mit DAF hat man OHMSS eigentlich komplett ignoriert, verstärkt durch die Rückkehr Connerys wirkt DAF eher wie ein Nachfolger von YOLT. BTW ist für mich wenn überhaupt DAF eine Art "Abschlussfilm". Ein "Post-Bond", in seiner fast schon anarchischen Art - ein Abgesang auf die 60er. Dank Moore ging diese Ära aber noch viele länger als man sich damals wahrscheinlich dachte.
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Don-Corleone« (11. Mai 2014, 23:26)


  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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Montag, 12. Mai 2014, 00:05

Nun ja, OHMSS war und ist in der Tat ein außerordentlich ungewöhnlicher Bondfilm (wenn auch ein besonders interessanter und gut fotografierter!)

Gerade für mich als einen zu frühen Craig-Zeiten noch Kind gewesenen Menschen wirken die stock-konservativ und teilweise auch albern wirkenden Modeerscheinungen aus OHMSS sehr gewöhnungsbedürftig und man legte plötzlich Wert auf den Verzicht auf Gadgets, sodass ein altmodisches Werk entstand.
Ein nicht schießender Aston Martin (ein DBS, wie ihn Sir Roger als Lord Sinclair fuhr), keine bis kaum Spielereien aus Abteilung Q.

Doch gerade dies macht den Film besonders und zeichnet ihn aus. Miss Rigg repräsentierte Ende der 60er außerdem auch einen interessanten -da neuen- Typ Frau: sie war Bond in vielerlei Hinsicht ebenbürtig.

Als einen Film der ein Ende andeutet habe ich den Film nie empfunden. Wäre diese Vermutung hier nicht zur Sprache gekommen, hätte ich ganz und gar nicht daran gedacht. Wenn der Film eines endgültig abschließt, dann allenfalls die 60er :)
Es sind die verspielten Details, die OHMSS individualisieren, also Nebencharaktere wie "Grunther", oder eben die arg fröhliche Weihnachtsmusik im Hintergrund...
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld." - Aus des Problembeseitigers Spiegelbilde sprach die Stimme sanften Verwesens!
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Maibaum

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Montag, 12. Mai 2014, 10:29

Gerade in Bezug auf die Mode sieht OHMSS für mich mit am modernsten aus von allen alten Bonds. Auch stilistisch ist er allen alten Bonds überlegen, oft weit überlegen. Er ist der, den ich momentan als am besten gealtert einstufen würde.
Während AVTAK, da wir gerade bei dem sind, ästhetisch und modisch der Unangenehmste ist.

Das was ihr über AVTAK sagt könnte ich nachvollziehen wenn es um OP gegangen wäre, wenn dieser der letzte Moore gewesen wäre, aber bei AVtaK vermag ich nichts davon wahrzunehmen. Zumal auch TLD meist da weiter macht wo Moore aufhörte.

Mister Bond

Felix Leiter

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Montag, 12. Mai 2014, 11:44

Deine kleine Abneigung gegenüber der 80er Jahre habe ich vernommen, Maibaum ;)
Aber ich bitte dich, inszenatorisch ist OHMSS wirklich top, aber modisch ist er ganz klar so was von Spät 60's. Das ist keine Geschmacksfrage, das sieht auch ein Blinder mit Krückstock.
Dagegen ist die Connery Ära davor in Sachen Mode fast zeitlos!

  • »Martin« ist männlich

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119

Montag, 12. Mai 2014, 14:18

Bei AVTAK kann ich nirgendwo eine Null-Bock-Stimmung spüren. Roger wirkt auf mich hier teilweise sogar etwas frischer als in OP, und Macnee, Walken und Jones versprühen auch Spielfreude. Auch Lois Maxwell scheint froh zu sein, für ihren Schwanengesang mal das olle Büro verlassen und sich mit extravagantem Kostüm auf der Rennbahn herumtreiben zu dürfen. Barrys Score mag ich auch wesentlich lieber als den von OP. Das (externe) Gefühl einer gewissen Nostalgie stellt sich hier auf jeden Fall ein.

Beim Nachfolger TLD sehe ich dann das Paradoxon eines handlungsintern gefühlten frischen Neubeginns, vermischt mit dem Gefühl, aus heutiger Sicht den letzten nach klassischem Cubby-Muster gestrickten Bondfilm zu sehen...

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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120

Montag, 12. Mai 2014, 17:24

Auch ich konnte in dem letzten Einsatz von Roger Moore keine zu starken Ermüdungserscheinungen feststellen und auch keine Stimmung fehlender Lust.
Dies vermag aber eher an der m.E. nach sehr gelungenen und vor allen Dingen turbolenten Einstiegssequenz und dem zeitgeistigen Titelsong zu liegen.

Mich stört in diesem Film eher der recht dünne Plot. Die Story entstammt mehr oder weniger einer Fleming´schen Kurzgeschichtensammlung und diese hatten in meinen Augen nie die Qualität der "eigentlichen" Romane, wobei die Geschichte von AVTAK zumindest zeitgemäß erschien und Tibbett wurde von Hoffmann synchronisiert :)

Ein Plus stellt definitiv Mister C. Walken dar, denn den Inbegriff des fiesen Größenwahns verkörpert er gar nicht mal unglaubwürdig.
Wie wir sehen also durchaus ein akzeptabler Moore-Bond, doch ich muss gestehen: in gewisser Weise sieht man ihm seine 57 bis 58 Jahre dann doch an...
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