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Spree

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121

Montag, 12. Mai 2014, 17:36

Der Film AVTAK hat doch mit der Kurzgeschichte, in der es um einen Auftragsmord geht, nullkommanix zu tun, oder täusche ich mich da? ?(
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Django

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Montag, 12. Mai 2014, 17:49

Die Story entstammt mehr oder weniger einer Fleming´schen Kurzgeschichtensammlung

Also so kann man das nicht sagen... Die Kurzgeschichte "From A View To A Kill" hat bis auf den Handlungsort und natürlich den Namen des Protagonisten rein gar nichts mit dem Film AVTAK zu zun. Auch waren die Kurzgeschichten von Fleming nie "tragend" bei einem Bondflim-Polt. Einzig bei FYEO wurden grössere Elemente der beiden Kurzgeschichten *For Your Eyes Only" und "RIsico" verwendet (und das sehr gelungen, wie ich finde). Ansosnten wurden lediglich einige kleine Episoden (OP, TLD) oder gar nur Namen von Personen (OP, LTK) verwendet.

Zudem ist der Plot von AVTAK ohnehin nur ein Remake von GF.

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123

Montag, 12. Mai 2014, 19:13

Ja, tatsächlich bedient sich der Film nur weniger Elemente der Kurzgeschichte, das habe ich wohl falsch formuliert.

Gemeint war dass weder AVTAK als Lesestoff, noch AVTAK als Darbietung bewegter Bilder sonderlich tiefgründigen Plot liefert.
Der Film lebt eher von seinen wie immer interessanten Schauplätzen, von der Präsenz des Bösewichts und von der nicht unpassenden Musik.

Das mag insgesamt überzeugend sein, aber ich finde es schade dass Tanya Roberts eines der unaussagekräftigsten Bondgirls aller Zeiten verkörpert hat :thumbdown:
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld." - Aus des Problembeseitigers Spiegelbilde sprach die Stimme sanften Verwesens!
Bond '89 - Robert Davi

Spree

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124

Freitag, 30. Mai 2014, 17:08

OHMSS hätte so gut sein, können, wenn die Liebe zw. Bond und Tracy besser erzählt worden wäre, so hebt sie sich zuwenig von anderen Liebeleien ab und bleibt schwer nachvollziehbar.

Beste Szenen: Bonds Skiflucht vom Piz, Gumboldts Safe, Finale
Schlechteste Szenen: Stockcar-Auto-Flucht, PTS
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Kronsteen

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125

Donnerstag, 7. August 2014, 10:32

Schade, dass es die Phidian-Szene nie in den Film geschafft hat. Eine Mann-gegen-Mann-Verfolgung durch die Straßen Londons wäre sicher sehr geil gewesen.

"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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Donnerstag, 7. August 2014, 10:59

Als bekennender OHMSS-Fan, war mir von der Existenz dieser Szene nie etwas geläufig, aber tatsächlich schade dass dies der Schere zum Opfer zu fallen vermochte. Überhaupt scheint es mir, als würden generell oftmals -zu oft- Szenen gekürzt...
Ein Punkt, der den Film auch recht interessant macht, ist der, dass trotz des weitestgehend vorhanden gewesenen Fehlens von Ken Adam eine phänomenale Fotografie und Raumgestaltung zustande gekommen ist. Zwar sehr lilalastig, jedoch glamourös.
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chrimarx

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Dienstag, 19. August 2014, 22:21

Großartige Aufnahmen von den Dreharbeiten zu der Skiverfolgung im Berner Oberland. Noch nie gesehen. Faszinierend!

http://www.tagesanzeiger.newsnetz.ch/kul…8649/print.html
"Darf ich mal meine Freundin hierhersetzen? Sie belästigt sie nicht, sie ist nämlich tot."

Scarpine

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Donnerstag, 21. August 2014, 15:37

Angeregt durch die interessante Diskussion im George Lazenby-Thread habe ich mir nun als zweiten Bondstreifen nach längerer Pause "On Her Majesty’s Secret Service" im Originalton vorgenommen. Er gehört insgesamt zu jenen Bondfilmen, die ich mir am seltensten ansehe. Es dürfte insgesamt sogar der seltenste Bondstreifen sein. Und ich muss sagen, dass die Fassung im Originalton der deutschen Version (und nicht nur der verhunzten) einiges voraus hat. Amüsant auch, wie oft das Trio um Blofeld, Bunt und Grunther auf deutsch kommuniziert. Am lustigsten ist hier wohl die oft wiederholte Phrase "Der Engländer ist abgehauen!", die wohl auch jeder nicht deutschsprachige Zuschauer verstehen dürfte. Insgesamt muss man feststellen, dass "On Her Majesty’s Secret Service" in der Originalfassung frischer, dynamischer und geschlossener wirkt. Die deutsche Mischmasch-Synchronisation beeinträchtigt den Filmgenuss doch sehr, weshalb ich in Zukunft vollkommen auf sie verzichten werde.

Zusammengenommen hat mich der Streifen dieses Mal sehr für sich einnehmen können und das obwohl ich mit ihm viel Jahre – trotz in objektiver Hinsicht unbestreitbarer Qualität – nicht soviel anfangen konnte. Die wesentlichen Gründe hierfür waren zuviel Leerlauf in der ersten Hälfte, die nicht vollständig überzeugende Liebesgeschichte und die Besetzung der drei Hauptcharaktere Bond, Tracy und Blofeld. Mit einigen dieser Probleme habe ich mich mittlerweile versöhnt. Vor allem die Liebesgeschichte wird für Bondverhältnisse doch recht glaubhaft vorgetragen. Wenn man diese kritisieren will, muss man eigentlich gleich auf Fleming verweisen. Lazenby und Rigg können die Gefühle füreinander glaubhaft auf die Leinwand transportieren, auch wenn richtig stark emotionale Szenen wie bei "Casino Royale" nicht im Übermaß vorhanden sind. George Lazenby macht seine Sache für eine (Schauspiel-)Anfänger doch sehr ordentlich, vor allem wenn man bedenkt, dass er als erste Hauptrolle Bond als erster Connery Nachfolger und auch noch in diesem Film spielen muss. Freilich muss man Peter Hunt für das Gelingen dieses Debüts ebenso loben; in gewisser Hinsicht glaube ich, dass er Lazenby ähnlich prägte wie Terence Young den jungen Sean Connery 1962.

Lazenbys insgesamt etwas frischlingshafte Art und Unsicherheit in einigen Szenen lassen – da würde ich vielen Fans des Films zustimmen – die Liebesgeschichte noch authentischer und direkter wirken: "I will never met a girl like you." Diesen Satz hätte ich den zwei großen Bonds Sir Sean Connery und Sir Roger Moore nicht so ohne weiteres abgenommen, weil sie die Frauen mit einer Coolness und Selbstsicherheit verschlissen haben, die George Lazenby eher abgeht. Deshalb kann ich mir Connery und Moore auch nur bedingt in diesem Ausnahme-Bondfilm vorstellen. Timothy Dalton, Pierce Brosnan und Daniel Craig hätten hingegen vom Prinzip her auch in einer Verfilmung von "On Her Majesty’s Secret Service" glänzen können. Auch die Agilität und Dynamik in den Action-Szenen sprechen für Lazenbys Einsatz. So physisch treten ansonsten wohl nur Dalton und Craig in ihren jeweiligen Filmen in Erscheinung. Somit vollbringt der Australier Lazenby zwar keine Spitzenperformance, aber unter Hunts Führung macht er seine Sache doch sehr ordentlich. In einem Film wie "Goldfinger" oder "Thunderball" hätte Lazenby es wohl schwerer gehabt. Diana Rigg hat mir als Tracy eigentlich schon immer gefallen, weil bei ihr die schauspielerische Klasse einfach stimmt. Man denke nur an ihren emotionalen Ausdruck, als Bond das Missverständnis aufklären will oder den wunderbaren Moment, als sie und Bond sich auf der Eisfläche wiedertreffen. Nur optisch war sie nie meine Tracy, weil ich den Roman zuerst gelesen hatte und von Teresa als einer wunderschönen Blondine eine ganz andere Vorstellung hatte. Mittlerweile stört mich dass auch nicht mehr. Die einzigen zwei Dinge, die mir immer noch nicht so zusagen, sind der zähe Fortgang der ersten Filmhälfte und Telly Savalas als Blofeld.

Zunächst einmal zum Letzteren. Ich muss vorausschicken, dass mir Savalas durchaus gefällt. Er liefert schauspielerisch eine makelose Leistung ab. Besonders mit Savalas` Originalstimme wirkt Blofeld noch düsterer und kälter. Was mir allerdings nicht so gut gefällt, ist die Figurenzeichnung durch Maibaum, Hunt und folglich auch Savalas (auch wenn der Schauspieler dafür natürlich am wenigsten kann). Irgendwie erscheint mir Blofeld in "On Her Majesty’s Secret Service" mit am beliebigsten. Da hilft es auch nichts, dass er es auf Tracy abgesehen hat und so eitel ist, dass ihm die Anerkennung als französischer Graf wichtiger ist als Geld. Dass Blofeld eine private Seite bekommt, macht seine Charakter zwar authentischer, aber trägt eben auch zu dessen beliebiger Wirkung in diesem Film bei. Blofeld wirkt hier über weite Strecken wie ein typischer Gangster oder Mafioso ala Emilio Largo oder Franz Sanchez. Das ist für einen standardmäßigen Bondvillian mit dieser Qualität zufriedenstellend, aber nicht für Ernst Stavro Blofeld: Bonds Nemesis, die Nummer 1 von SPECTRE, das Verbrechergenie, das die Welt in Angst und Schrecken versetzt! Viele kritisieren ja gerne Donald Pleasance` Darstellung im Vorgängerstreifen, weil die ja später oft verulkt wurde (Austin Powers und Co.). Ich muss aber zugeben, dass diese Interpretation meiner Vorstellung von Blofeld deutlich näher kommt als Savalas` Performance. Natürlich ist die Narbe klischeehaft, aber ansonsten trifft die Zeichnung eines nervös-linkischen, aber dennoch eiskalt manipulativen Verbrechergenies mit Mabuse-Touch, das vom Schreibpult mit schneidender Stimme seinen Untergebenen Befehle erteilt oder Versager exekutiert, einen Nerv. In "On Her Majesty’s Secret Service" sieht man von der Ikonenhaftigkeit dieser Figur praktisch nichts, außer vielleicht in den zwei kurzen Szenen, wo Blofeld in seinem Kommandobereich mit der Katze von oben gezeigt wird. Es gibt keine großen Aha-Szenen. Selbst die Konfrontation mit Bond mit der anschließenden Plan-Erläuterung wirkt nicht so wirklich eindrucksvoll. Hier hatten Maibaum und Hunt nicht so recht das Gespür dafür, wie man einem großen Bondschurken auch ein paar große Szenen verschafft. Auch der aktive Einsatz bei der Ski-Verfolgungsjagd passt einfach nicht zu einem Schreibtischtäter wie Blofeld. Das alles schmälert Savalas` darstellerische Leistung nicht, aber er gehört für mich im direkten Vergleich eher zu den nicht so erinnerungswürdigen Schurken der Reihe.

Zum ersteren Kritikpunkt muss ich sagen, dass er sich auch bei diesem Filmkonsum bemerkbar machte. Die erste Filmhälfte zieht sich nach der energetischen Pretitlesequenz doch sichtlich. Das ist schon eine gewisse Durststrecke, weshalb ich eigentlich ganz froh bin, dass man Elemente wie die berüchtigte Phidian-Sequenz herausgeschnitten hat. Diese Sequenz bringt die Handlung gar nicht voran und hätte die erste Filmhälfte noch zusätzlich in die Länge gezogen. Vielleicht hätte man die ganze Geschichte rund um Draco und seine Handlanger bzw. deren Handgreiflichkeiten etwas komprimieren können. Ab Piz Gloria und insbesondere ab Bonds Enttarnung nimmt der Streifen dann zusätzlich Fahrt auf und hat dann ein sehr ausgewogenes und stimmiges Tempo bis zum ergreifenden Finale.

Ansonsten ist fast alles an dieser Produktion erstklassig: Production Design, Locations, Score, Titelsequenz, Drehbuch und die Regie. Die Action-Szenen, insbesondere die Mann gegen Mann-Kämpfe sind wirklich herausragend. Hier können eigentlich nur der Orientexpressfight aus "From Russia With Love" und der Treppenhauskampf aus "Casino Royale" von der Intensität her mithalten. Die Rückprojektionen bei den Ski-Verfolgungsjagden finde ich nicht weiter schlimm, weil sie in den Dämmerungsszenen weniger auffallen und auch sonst sorgfältiger gearbeitet sind als praktisch alle anderen Rückprojektionen der Bondfilme bis in die Achtziger Jahre hinein. Auch die Erstürmung von Piz Gloria mit der anschließenden Bob-Verfolgungsjagd ist ein echter inszenatorischer Leckerbissen. John Barrys Soundtrack gehört zu den allerbesten und die Dekors sind – wenn auch nicht ganz so spektakulär wie im Vorgänger – ein einziger optischer Triumph. Insgesamt hat Peter Hunt wirklich einen herausragenden Bondstreifen gedreht. Man kann durchaus sagen, dass er neben Marc Forster der einzige Bondregisseur ist, der seinem Bondfilm eine eigene künstlerische Vision zugrundelegte. Vielleicht war es dahingehend sogar von Vorteil, dass er nicht für weitere Bondstreifen verpflichtet wurde, obwohl die Hamilton-Filme der frühen Siebziger leider einen deutlichen Rückschritt im Hinblick auf die Rasanz von Action-Szenen und Schnitt bedeuteten. Aber auf diese Weise bleibt Hunts einmaliger Regie-Einsatz so außergewöhnlich und unverwechselbar wie das Bondwerk, das er geschaffen hat.
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Spree

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Donnerstag, 21. August 2014, 15:57

Danke für diese Analyse, in der ich mich fast komplett wiederfinde. Lediglich Hunts Inszenierungsstil wirkt auf mich wenig geglückt, weshalb ich mit dem Film nach wie vor meine Problemchen habe. Aber da habe ich einfach auch eine andere subjektive Wahrnehmung vieler Elemente als die Fans des Films (bestes Beispiel ist die PTS, die ich unter aller Kanone finde, andere als eine der besten empfinden).
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Django

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Donnerstag, 21. August 2014, 16:26

Zitat

Auch der aktive Einsatz bei der Ski-Verfolgungsjagd passt einfach nicht zu einem Schreibtischtäter wie Blofeld. Das alles schmälert Savalas` darstellerische Leistung nicht, aber er gehört für mich im direkten Vergleich eher zu den nicht so erinnerungswürdigen Schurken der Reihe.

Hatte ich mir gar nie überlegt, aber irgendwie hast Du recht... Ein physisch aktiver uns sogar Frauen anbaggernder Blofeld passt nicht so recht zum Bild der grauen Eminenz im Hintergrund, das in FRWL und TB aufgebaut wurde. Das ist aber m.E. auch durch die literarische Vorlage von Fleming so vorgegeben und daher nur bedingt die Schuld der Drehbuchautoren. Von daher stimme ich Dir auch zu, dass der YOLT-Blofeld näher "an der Vorstellung" ist, als Savallas' Blofeld in OHMSS. Blofeld ist bzw. war in seiner Urform ein Grosskrimineller, ähnlich eines Mafiabosses, der weltweit tätig ist und überall seine Handlager hat. Er ist nicht der Typ, der sich ohne offensichtlichen, externen Grund mit einer Handvoll Leute auf einen Berg zurückzieht...

  • »katzenkreis« ist männlich

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131

Donnerstag, 21. August 2014, 20:02

Die deutsche Mischmasch-Synchronisation beeinträchtigt den Filmgenuss doch sehr, weshalb ich in Zukunft vollkommen auf sie verzichten werde.

Mit ein Grund, warum bei mir, wenn ich den Film auf deutsch schauen will, grundsätzlich nur die alte SE-DVD in den Player kommt. Wobei ich die neuen Synchrostimmen bei der Unterhaltung zwischen Draco und Tracy jetzt nicht so schlimm finde. Sie reißen einem zumindest nicht so raus, wie die von Bond. Allerdings ist in der besagten Draco/Tracy-Szene auch ein derber Schnitzer drin, Stichwort Malone. Ganz zu schweigen von dem Nina/Ebstein-Mischmasch, als Bond von Blunt am Bahnhof abgeholt wird.

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132

Donnerstag, 21. August 2014, 23:28

Die Special Edition ist in vielerlei Hinsicht das Beste, was bezüglich Im Geheimdienst Ihrer Majestät auf dem Markt vorzufinden ist (auch wenn die O-Tonspur fehlt).
Allerdings merkt man meiner Meinung nach nicht nur, wie wunderbar hier doch einiges ist, sondern auch, dass der Ton recht dumpf ist. Alles andere als 5.1...
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Mister Bond

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133

Donnerstag, 21. August 2014, 23:56

Der Malone-Schnitzer ist nicht zu verzeihen.
Ich möchte meine Filme aber auch in bestmöglicher Qualität gucken, so kommen mir keine DVDs mehr in den Player (es sei denn es gibt noch keine BDs zum entsprechenden Opbjekt) und schon gar nicht die olle SE-DVD. Dann eben O-Ton.


Obwohl OHMSS mein drittliebster Bondfilm ist, verstehe ich nicht, weshalb immer die Mann gegen Mann Kämpfe gelobt werden? Ja, Lazenby erscheint fit, aber die Schnitte sind etwas zu hektisch, siehe TB und so viele Erinnerungswürdige Mann gegen Mann Kämpfe gibt es hier nicht. Am ehesten noch im Pre-Title.
Da ist der Kampf Bond vs. Shaw schon auf ganz anderem Niveau und sträflich vernachlässigt wird der Kampf zwischen Bond und Trevelyan!
Selbst Bond gegen Beißer im Zug hat eine höhere Intensität oder Bond gegen Odd-Job. Klar, Aufgrund der Staturen von Beißer und Odd-Job gibt es keinen schnellen Fight, dennoch erinnerungswürdiger als die in OHMSS. Necros gegen den Blayden Agenten/Butler...das ist auch was erstklassiges oder sogar Bond gegen den blonden Hans in YOLT und gegen Franks in DAF.

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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134

Freitag, 22. August 2014, 05:05

(...) aber die Schnitte sind etwas zu hektisch (...)
Ich glaube auch, dass die Schnitte massgeblich für die Rasanz dieser Zweikämpfe sind. Allerdings war m. E. OHMSS ein Pionier in dieser Methode. Sehe ich einen moderneren Action-Film im Kino, fällt es mir inzwischen schwer, dem Ablauf solcher Szenen zu folgen. Es wird zuviel geschnitten und damit eine Schnelligkeit erzeugt, die nicht mehr nachvollziehbar ist.
Ich erinnere mich noch sehr gut, dass wir als Internats-Schüler gern Kampf-Szenen aus den Bond-Filmen nachgespielt haben (untermalt durch die entsprechenden Soundtracks). Bond vs. Grant (FRWL) war eine der bevorzugten! Sie war eben nochvollziehbar. Jede Bewegung, jeder Schlag, jeder Hebel, etc. baute auf dem vorhergehenden auf und war eine Reaktion auf die "Züge" des Gegners. Das erscheint mir nach einer Verfälschung durch Schnitt nicht mehr möglich.
Nummer 007 in der Mitgliederliste!
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AnatolGogol

Supernase

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135

Freitag, 22. August 2014, 08:59

Für mich leidet OHMSS bei aller Wertschätzung unter einem ähnlichen Problem wie TB: Tempo und Handlungsaufbau sind nicht durchgängig stimmig. Beiden Filmen merkt man meines Erachtens deutlich an, dass sie eigentlich ursprünglich länger konzipiert waren und im Schneideraum nachträglich auf eine vermarktbarere Laufzeit heruntergekürzt werden mussten. Dadurch entsteht für mich immer der Eindruck, dass der Rhythmus der Filme nicht ganz in sich stimmig ist. Bei OHMSS merke ich dies eigentlich immer am meisten bei den Szenen auf dem Piz Gloria. Entwickelte sich die Geschichte zuvor recht zügig und vergleichsweise straff, wird sie mit Ankunft von Bond/Bray in der Schweiz doch erheblich ausgebremst. Das ganze Techtelmechtel im Berginstitut – so amüsant es durchaus auch sein mag – nimmt dem Film doch einiges an Schwung und lässt zumindest meinem Empfinden nach die eine oder andere Länge zu (gleiches lässt sich interessanterweise auch trotz der spannenden Inszenierung über den wiedereingefügten Gumbold-Einbruch sagen). Auch empfand ich die Länge der Actionsequenzen (namentlich in erster Linie die Skiverfolgung und der abschliessende Angriff auf den Piz mitsamt Bobverfolgung) als zu ausufernd, hier wären m.E. kürzere, aber dafür knackigere Szenen von Vorteil gewesen.

Scarpines Einwände gegen die Charakterisierung von Ernst Stavro Blofeld kann ich sehr gut nachvollziehen, entspricht der agile und tatkräftige Gegenspieler, den Savalas verkörpert doch so gar nicht dem gesichtslosen kriminalistischen Mastermind, welches in den früheren Filmen so effektiv aufgebaut wurde. Ich sehe das aber als keinen Nachteil an, da OHMSS für mich in vielerlei Hinsicht eine Art Sonderstellung innerhalb des Film-Kanons (wenn man davon sprechen will) einnimmt. Genauso wie der OHMSS-Bond für mich trotz aller filmischer Kniffe wie der kurzen Flashback-Szene in Bonds Büro nur sehr wenige Berührungspunkte mit dem Connery-Bond der ersten fünf Filme und allem, was nach OHMSS kommen sollte hat und wie auch Stil und Atmosphäre des Filmes sich deutlich vom Rest der Serie abheben, so ist halt auch Blofeld in OHMSS eine absolut eigenständige Figur, die nicht notwendigerweise auf zuvor eingeführtem aufzubauen hat. Für mich war OHMSS noch nie der Nachfolgefilm zu YOLT bzw. der Vorgänger zu DAF, sondern eher eine spannend-fremde Episode aus einem alternativen Bond-Universum. Da passt dann der Einmalbond Lazenby genauso gut rein wie der komplett anders charakterisierte Blofeld, der hier eben Bond auch nicht notwendigerweise kennen muss.

Lazenby ist und bleibt für mich der große Schwachpunkt innerhalb des Films – zumindest für sich alleine genommen. Sein Spiel ist mir zu hölzern und angeleitet, es fehlt mir hier einfach das natürlich wirkende, selbstverständliche Auftreten seiner Rollenkollegen. Es gibt aber glücklicherweise etliche Faktoren, die Lazenbys eigentlich unzureichende Leistung für mich kaschieren: angefangen von Hunts Inszenierung, die ihn immer wieder gekonnt in Szene setzt. Dann wäre da die tolle Besetzung, die Lazenby über diverse Hürden mitzieht (wenngleich die darstellerische Diskrepanz in den Szenen mit Savalas, Ferzetti und Rigg schon sehr deutlich wird). Und last not least natürlich der unbezahlbare Vorteil ihn auf deutsch mit der wohl besten Stimme aller Zeiten hören zu dürfen, da wird dann plötzlich auch aus dem steifen Schauspielnovizen ein elegant-gewandter Profi – jedenfalls zumindest beinahe. Unbestreitbar ist allerdings auch, dass Lazenbys Äusseres und seine Präsenz in den Actionszenen erstklassig sind und gerade letzteres in den Bondfilmen vermutlich ihresgleichen sucht. Lazenbys Actioneinlagen wirken echt und hart, da ist nichts gestelltes daran – vermutlich auch deshalb, weil er hier wenig Rücksicht auf Verluste nahm , was bekanntermaßen seine Stuntmen mehr als nur einmal schmerzhaft erfahren durften. Dieser ganz große Pluspunkt wiegt in Kombination mit den vielen kaschierenden Faktoren letztlich so schwer, dass unterm Strich Lazenby für mich eben doch in Ordnung geht in der Rolle, mehr aber aufgrund seiner darstellerischen (Nicht-)Leistung dann auch nicht. Ich muss unter Berücksichtigung aller Tatsachen daher zu dem Schluss kommen, dass es sowohl für Lazenby als auch für die Bondserie gut war, dass er nur einen Film gedreht hat, da er einfach nicht über die darstellerische Ausbildung und Qualitäten verfügte die Rolle dauerhaft und vor allem prägend spielen zu können. Wie es im Lazenby-Thread vor kurzem schon treffend sinngemäß formuliert wurde: einen schwächeren Bondfilm hätte Lazenby sicher nicht auf seinen Schultern stemmen können.

Leider liegt aktuell wie bereits vielfach beklagt keine zeitgemäße Veröffentlichung des Filmes vor, in welcher man die deutsche Fassung geniessen könnte. Die SE ist hier sicherlich eine halbwegs akzeptable Notlösung, allerdings ist der Unterschied in Bezug auf die Bildqualität gegenüber der BD natürlich immens und in Kenntnis dessen nur sehr schwer zu schlucken. Der Monoton der SE mag etwas „dumpf“ sein, es wäre allerdings ein leichtes ihn mit subtilen, aber gekonnten Eingriffen aufzufrischen (und ich rede hier natürlich nicht von den leider allzu oft betriebenen Filterexperimenten, welche die alten Tonspuren gleichermaßen um jegliche Störgeräusche wie Atmosphäre berauben und ihr dafür im Gegenzug unerträgliche Artefakte spendieren, sondern vom subtilen Einsatz von EQ und Masteringtools) – leider wurde dies im Zuge der Erstellung der 5.1-Spuren eben auch nicht bzw. unzureichend gemacht, wodurch die – immer noch dumpfe - Originalsynchro in Mitten der neuabgemischten „state-of-the-art“ M&E-Spur wie ein anachronistischer Fremdkörper wirkt. Allein das ist für mich schon Grund genug der Monospur der SE-Veröffentlichung den Vorzug gegenüber der nicht homogenen deutschen 5.1-Abmischung zu geben, ganz abgesehen von dem Flickenteppich, zu dem die deutsche Fassung durch die teils notwendigerweise, teils unnötig nachsynchronisierten Passagen verkommen ist. Die Frage muss in diesem Zusammenhang erlaubt sein: warum werden die deutschen Tonspuren seit jeher bei digitalen Veröffentlichungen der Bondfilme derart stiefmütterlich behandelt? Die Liste der Fehler und Unzulänglichkeiten, welche innerhalb der deutschen Audiospuren der klassischen Bondfilme im DVD- und BD-Zeitalter gemacht wurde ist mittlerweile abendfüllend, hier kann von Schlampigkeit schon fast keine Rede mehr sein, das ist vielmehr mutwillige Ignoranz. Daher mal die Frage in die Forenrunde: sehe ich das nur alleine so drastisch oder empfinden das auch noch andere ähnlich? Um es noch etwas zu verdeutlichen: ich spreche von Passagen der Originalsynchro, die ganz weggelassen wurden oder die durch die englische Spur ausgetauscht wurden. Stört es niemand, dass zB in TB mehrfach plötzlich englisch gesprochen wird? Oder dass Maud Adams plötzlich in der Schlussszene von OP eine andere Stimme hat (nämlich ihre eigene statt der von Viktoria Brams)? Unter Berücksichtigung aller derzeit bestehenden Fehler innerhalb der deutschen Tonspuren ist das Synchrohopping bei OHMSS dann eigentlich auch nur die Spitze des Alpengipfels – allerdings eine ziemlich gewaltige.
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Kronsteen

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Freitag, 22. August 2014, 09:27

Sehr schöne Beiträge, Scarpine und Anatol! :thumbup:

Mit dem physischen Blofeld geht es mir ähnlich wie Scarpine. Diese graue Eminenz ist für mich kein Action-Held.
Daher ist für mich, wenn ich nur den Namen "Blofeld" höre, eher der Blofeld Dawsons oder der Pleasences im Kopf.

Ein physisch aktiver uns sogar Frauen anbaggernder Blofeld passt nicht so recht zum Bild der grauen Eminenz im Hintergrund, das in FRWL und TB aufgebaut wurde.

Ich stelle mir bei dieser Szene imer die Frage, ob Blofeld ein wirkliches Interesse an Tracy hat, oder ob es ihm nur um das Spiel geht, besser als Bond zu sein. Wenn man die (zugegebenermaßen etwas weit hergeholte) Brücke zu DAF schlagen will, dann sieht man dort, dass es Blofeld Freude bereitet, Bond eifersüchtig zu machen.

Tempo und Handlungsaufbau sind nicht durchgängig stimmig. Beiden Filmen merkt man meines Erachtens deutlich an, dass sie eigentlich ursprünglich länger konzipiert waren und im Schneideraum nachträglich auf eine vermarktbarere Laufzeit heruntergekürzt werden mussten. Dadurch entsteht für mich immer der Eindruck, dass der Rhythmus der Filme nicht ganz in sich stimmig ist. Bei OHMSS merke ich dies eigentlich immer am meisten bei den Szenen auf dem Piz Gloria. Entwickelte sich die Geschichte zuvor recht zügig und vergleichsweise straff, wird sie mit Ankunft von Bond/Bray in der Schweiz doch erheblich ausgebremst. Das ganze Techtelmechtel im Berginstitut – so amüsant es durchaus auch sein mag – nimmt dem Film doch einiges an Schwung und lässt zumindest meinem Empfinden nach die eine oder andere Länge zu (gleiches lässt sich interessanterweise auch trotz der spannenden Inszenierung über den wiedereingefügten Gumbold-Einbruch sagen).

Das Problem mit dem Tempo habe ich auch - bei aller Wertschätzung und Bewunderung für den Film.
Für mich ist der Film immer irgendwie zweigeteilt. Und zwar so stark wie kein anderer. Es gibt den Film "vor der Schweiz" und den Film "ab der Schweiz". Und da ab der Schweiz die Geschichte -wie Du schon richtig schreibst - an Tempo erstmal verliert, habe ich ein gewisses Problem (oder nennen wir es eher ein "Problemchen") damit, dass Bond und Tracy in ihrem Verliebtsein schon so weit sind. Das Turteln im Park usw. hätte es noch nicht gebraucht. Da passt es dann nicht so wirklich rein, mit welcher Nonchalance Bond die Mädels auf dem Piz vernascht, um nähere Infos zu bekommen. Dem Spannungsaufbau, v.a. in Bezug auf die Liebesgeschichte, hätte es gut getan, wenn Bond und Tracy nicht quasi schon vor seinem Schweizabenteuer ein Paar gewesen wären. Das hätten Sie auch später erst noch werden können, nachdem Tracy Bond ebenso gerettet hat, wie er sie.

Daher mal die Frage in die Forenrunde: sehe ich das nur alleine so drastisch oder empfinden das auch noch andere ähnlich? Um es noch etwas zu verdeutlichen: ich spreche von Passagen der Originalsynchro, die ganz weggelassen wurden oder die durch die englische Spur ausgetauscht wurden. Stört es niemand, dass zB in TB mehrfach plötzlich englisch gesprochen wird? Oder dass Maud Adams plötzlich in der Schlussszene von OP eine andere Stimme hat (nämlich ihre eigene statt der von Viktoria Brams)? Unter Berücksichtigung aller derzeit bestehenden Fehler innerhalb der deutschen Tonspuren ist das Synchrohopping bei OHMSS dann eigentlich auch nur die Spitze des Alpengipfels – allerdings eine ziemlich gewaltige.

Mich stört das auch! Besonders nervig ist dieser Dilettantismus z.B. in TB, als Bond das im Buch versteckte Tonband nochmals laufen lässt und sich selber "Paula" sagen hört. Als ich den Film als Kind erstmals gesehen habe, habe ich das gar nicht auf Anhieb mit Bond in Verbindung gebracht, da es ja eine andere Stimme war.
Grundsätzlich bin ich eben mit den deutschen Synchros aufgewachsen, so dass es mir schwerfallen würde, eine komplett neue Synchro zu akzeptieren. Und da viele der einstigen Synchronsprecher nicht mehr leben, bleibt vermutlich nicht mehr viel anderes übrig als diese Flickschusterei. Es sei denn, jemand entwickelt ein ähnliches Gerät wie Blofeld oder Q in DAF. :D
Ist halt die Frage: Wie geht man mit diesen "zusätzlichen" Szenen um, also jenen Szenen, die früher nicht synchronisiert wurden?
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Django

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Freitag, 22. August 2014, 09:27

Stört es niemand, dass zB in TB mehrfach plötzlich englisch gesprochen wird?

Echt? Darin kann ich mich gar nicht erinnern...

Trotzdem ziehe ich die Verwendung der originalen - also in diesem Fall englischen - Tonspur bei tatsächlich nicht vorhandener Originalsynchro jeglicher Art von Neusynchro (egal ob der ganze Film oder nur einzelne Passagen) in jedem Fall vor. Besonders schlimm im Falle der "neuen" OHMSS-Synchro: Es wurden sogar einige Passagen overdubbed, welche in der Originalsynchro enthalten sind/waren!

Django

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Freitag, 22. August 2014, 09:32

mit welcher Nonchalence Bond die Mädels auf dem Piz vernascht, um nähere Infos zu bekommen.

Ja, klar: Es geht Bond natürlich nur um die Infos, nicht um den S*x :angel: . Ein Schelm, wer Böses denkt :D

Mister Bond

Felix Leiter

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Freitag, 22. August 2014, 10:37

Bezüglich der Ski-Szenen: Die hätten für mich noch viel länger ausfallen können, so eine Gaudi ist es für mich, untermalt von John Barrys feiner Musik.

Bezüglich den Synchros: Eigentlich nur in OHMSS extrem störend und leicht bei TB. In zwei Passagen wird da "deutlich" englisch gesprochen. Bei der Junkanoo Verfolgung hört man Fiona englisch sprechen und als Bond & Leiter mit dem Helikopter übers Meer schweben, bevor Bond runtertaucht, spricht Leiter einen Satz auf englisch.
Das hat das ZDF geschmeidiger gelöst. Bei der Junkanoo Szene hört man Fiona gar nicht, so war die deutsche Erstsynchro auch, denn die Musik ist eh viel lauter. Und bei Leiter hat man einen anderen Synchronsprecher genommen. Da es eh nur ein kurzer Satz ist und die Szene auch von lauten Propeller- und Motorgeräuschen untermalt ist, da stört dies nicht.

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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Freitag, 22. August 2014, 10:43

@Mister Bond:
Sehr schön. Bei mir ist es ebenfalls der drittliebste Bondfilm. In der Tat toll, dass OHMSS bei nicht wenigen Menschen sehr weit vorn im Ranking steht.
Und "zu hektisch" sind die Schnitte womöglich schon, gemessen an dem sonstigen Tempo des Films. Allerdings kann man darin auch einen Vorläufer der neuen Bonds sehen, was wiederum den Pionierstatus bekräftigt, den Mister Fogg ansprach. Ein perfekter (Schnitt-)Kontrast zur insgesamt langsamen Erzählung.

And @ Kronsteen:
Du sagtest, dass du ebenfalls das "Tempoproblem" spürst, bei OHMSS dann ab der Schweiz. Das finde ich interessant, weil ich dies (womöglich zu Unrecht) genau umgekehrt betrachte, was aber auch an meiner Begeisterung für die Schweiz zu liegen vermag. Ich finde das erste Drittel sehr müde, die gesamte Einführung.

...Casino, Hotelzimmer, Ranch, sich aufbauende Liebesverbindung, Kündigung, das volle Programm. Erst der "Anwaltseinbruch" vermochte mich zu packen.
Manchmal machte ich es gar so, dass ich mir die SE-DVD zur Hand nahm, sie einlegte und sofort zu der Szene sprang, in welcher 007 in Mürren eintrifft.
Dort beginnt wie ich finde der Reiz des Films deutlich zu werden und ich vermisse keinen Hauch von Tempo, da trotz langsamer Erzählweise Spannung herrscht.
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld." - Aus des Problembeseitigers Spiegelbilde sprach die Stimme sanften Verwesens!
Bond '89 - Robert Davi