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Mister Bond

Felix Leiter

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41

Samstag, 17. August 2013, 12:46

Ich finde eben bei Brosnan den Unterschied am größten. Wie du schon ausgeführt hast, im Original softer als durch Glaubrechts markant männliche Synchro.
Riedel, finde ich, trifft auch die dunklen, harten Töne.

Ach ne, was quatschen wir da, auch wenn es der Synchro-Gott ist: G.G. Hoffmann hört sich ja alles andere als der originale Sean an (Gott sei dank. Wie will man das auch synchronisieren?) :D

Und eben, DAF hat wohl die klamaukigste Synchro spendiert bekommen. Verträgt sich mit so einem Film aber besser als mit einem knallharten, ernsten Beitrag.

Feirefiz

The Other Fellow

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42

Samstag, 17. August 2013, 14:31

@ Mr. Bond und Kronsteen: Besten Dank! :prost:
"How do you make a hero logical? You don't, and you must accept that.
The illogic is what makes something like Superman. The more rational a
story you try to write about Superman, the more you kill him."
(Dan Barry)

43

Montag, 19. August 2013, 19:47

Eigentlich könnte man hier für die Synchronisation mal einen eigenen Thread anlegen, oder?

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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44

Montag, 19. August 2013, 20:18

Eigentlich könnte man hier für die Synchronisation mal einen eigenen Thread anlegen, oder?


Jepp, bin auch dafür! :thumbup:
Machst Du einen auf?
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

45

Montag, 19. August 2013, 21:10

Ja, ich versuch mich mal dran. :)

kananga

MI6 Staff

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46

Samstag, 30. November 2013, 10:58

Der wohl schrägste Bondfilm. Das fällt mir zu DAF als erster Punkt ein. Und obwohl er nicht zu meinen Favoriten gehört, den Nachfolger fand ich um einiges besser, "irgendwie mag ich ihn". Ich stimme dabei gerne all jenen zu, die an DAF die Logiklücken, die verworrene und viel zu langsame Handlung, den viel zu unklaren Ednkampf mit Blofield u.v.m. bemängeln.

Aber dieser Humor, bitte!! Ich meine, an dem Thema "Bond und Humor" scheiden sich eben die Geister. Wem dazu nur die Begriffe "Albernheiten" und "Klamauk" einfallen, der wird sich wohl für die gesamte Ära Moore, als auch für die letzten drei Connery-Filme (inklusive NSNA) nicht erwärmen können. Ich selbst liebe allerdings auch keinen echten Bond-Klamauk. Aber den versuche ich scharf von den m.E. grundverschiedenen Themenkomplexen "Selbstironie" " geistfunkelndem Bonmot" und "surrealer Übersteigerung" zu trennen, in all diesen Punkten kann man sich, wie ich bereits mehrfach argumentierte, auch auf Fleming selbst berufen.

Unter Klamauk verstehe ich persönlich ständig ineinanderkrachende Polizeiatuos, zu stark in den Mittelpunkt rückende dümmliche Sheriffs, Tarzanschreie, liebender Beißer und andere Geschmacksverirrungen, die auch ich diesen von mir grundsätzlich so geschätzten Filmen der 1970er und frühen 1980er auch als Sünden vorwerfe. Auf das kann auch ich verzichten. Aber doch nicht auf diesen köstlichen Wortwitz, bitte;)! Ich möchte hier eine Lanze für die deutsche Synchro brechen (wenn in diesem Zusammenhang der Zusammenhang mit den Arbeiten Rainer Brandts auf abfällige Weise hergestellt wurde wurde: der Mann ist doch ein Genie). Schade finde ich allerdings, dass dem im englischen so genialen O´Toole Dialog in der Tat etwas dümmlich Gewalt angetan wurde.

Ich möchte hier, neben allen skurril-genialischen Szenen mit Mr. Wint und Mr. Kid auch lobend auf die Konfrontationen zwischen Connery und Jill St. John verweisen "Hübsch ist es, das kleine Nichts, das sie da beinahe anhaben", die Dialoge mit den Ganoven nach der Ankunft Bonds in Amerika "Ich habe auch einen Bruder. Na sehen Sie, wie klein doch die Welt ist", die Szene in der Hochzeitssuite "der Wolf wird von den sieben Geißlein beschützt", die Konfrontationen zwischen Blofield und Bond , natürlich die unvergleichliche Rattenszene u.v.m. Ich fand es ehrlicherweise auch toll, dank Blofeld Larochefocault zitieren zu können: "Bescheidenheit ist die schlimmste Form der Eitelkeit"...ein Wort noch zur Connerys Darstellung: m.E. eine seiner besten, nach GF und TB. Er wirkt hier nicht so müde und ausgelaugt wie in YOLT, sondern so, als hätte er eine ähnliche lustvoll-selbstironische Distanz zu der Figur gefunden wie später Roger Moore. Supercool und abgehoben wie selten. Dazu noch der geniale Score von Barry, der Song DAF, für mich neben GF und dem leider abgelehnten Mr. Kiss Kiss Bang Bang das Highlight von Shirley Bassy. Persönliches Fazit: trotz einiger zurecht kritisierter Schwächen dennoch ein sehenswerter und unterhaltsamer Film, der gut den Zeitgeist der 70er vermittelt.

AnatolGogol

Supernase

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47

Samstag, 30. November 2013, 12:01

Verblüffend Kananga, wie deckungsgleich unsere Beziehung zu DAF ist. Ich hab vor einiger Zeit im Parallelforum schon mal was dazu geschrieben, ich "recycle" den damaligen Post hier einfach nochmal weil es wie ich finde so gut zu deinen Beobachtungen passt:

Der Film wird ja nur von wenigen Fans geliebt und gemeinhin als einer der schwächsten eingestuft. Vermutlich ist er das auch – zumindest wenn man ihn als „normalen“ Bondfilm betrachtet. Der zusammengestückelte GF-meets-YOLT-Plot wirkt so abgegriffen und bietet keine wirkliche neue Variation des Ganzen. Die Inszenierung von Handlung und Actionszenen ist schon sehr behäbig, vor allem direkt nach dem in diesen Disziplinen enorm auftrumpfenden OHMSS. Die Figuren sind nicht wirklich das, was man gemeinhin von ihnen in einem Bondfilm erwarten würde. Die Darsteller passen sich diesem „charakterlichen Ausbruch“ aus dem Standardschema mit ihrem Spiel an und so ist es nicht verwunderlich, dass sich mancher Bondfan verwundert die Augen reibt ob der Darbietungen von Figuren wie Blofeld, Wint & Kidd oder selbst old Jimbo.

Aber: sieht man über all das mal hinweg, so gibt es in DAF enorm viele Sachen, die einfach tierischen Spass machen. Das beginnt mit der Rückkehr von Connery. Es wird so viel immer geschrieben über seine lustlose, unmotivierte Darstellung. Manche wünschten sich sogar lieber einen Zweitauftritt des glücklosen Big Fry Lazenby. Kann man sicher alles so sehen, aber sieht man mal von Connerys satter und träger physischer Konstitution ab (die wirklich nicht „bondgerecht“ ist), so muss man konstatieren, dass ungeachtet aller Befindlichkeiten vor und während des Drehs zu DAF der gute Sean einfach „liefert“. Selten wurde es für mich so deutlich wie hier, dass Connery einfach Bond IST. Nimm ihm seine Fitness, nimm ihm sein blendendes Aussehen (zumindest teilweise), nimm ihm seine Jugendlichkeit, nimm ihm seine gepflegte Erscheinung: es spielt nicht wirklich eine Rolle, Connery wirkt in der Rolle wie jemand, der sich in seinem Wohnzimmer (oder wohl eher in seinem Schlafzimmer) bewegt. Es tut einfach gut jemanden in der Rolle zu sehen, bei dem jede Bewegung, jede Nuance seines Spiels, jede Facette des Charakters wie selbstverständlich wirkt, eben natürlich und nicht steif und angeleitet. Connery war zeit seiner Karriere Profi genug, um auch in Produktionen die er in erster Linie aus finanziellen Überlegungen heraus angenommen hat immer eine Topleistung zu bringen, er hat sich nie zu solchen Extravaganzen wie zB Brando hinreissen lassen, sondern bewahrte immer eine professionelle Einstellung zu seinem Beruf – so auch in DAF. Ich kann die Enttäuschung vieler Fans ob seines trägen Äusseren, seiner weit weniger ernsthaften Rolleninterpretation oder der allgemein niedrigeren Qualität des Films gut verstehen, aber Connery deswegen eine unmotivierte Darstellung zu bescheinigen geht eindeutig am Ziel vorbei. Zumal es viele Szenen im Film gibt, in dem sein Spiel einfach nur fabelhaft ist. Um nur einige zu nennen: die Szenen mit Jill St. John sind durch die Bank wunderbar laidback und unverkrampft gespielt oder die Szene mit M zu Beginn, als Connery voller Desinteresse und Überheblichkeit spielt. Für mich bleibt Connery unterm Strich ein großes Plus von DAF.

Die größte Stärke von DAF sind für mich aber die herrlich spritzigen Dialoge, der fabelhafte Wortwitz, diese völlig unverkrampfte und lässige Art - alles vermutlich ein Verdienst von Mankiewicz. Für mich – das mag für viele sicherlich schwer nachvollziehbar sein – ist DAF in der Disziplin Dialoge zusammen mit GF unter den Bondfilmen absolut führend. Man hat nahezu während des ganzen Films den Eindruck, dass da jeder Spruch, jede Pointe, jeder Schlagabtausch absolut perfekt sitzt und nie aufgesetzt wirkt. Gerade zwischen dem sehr schablonenhaften Humor der späten Moorefilme oder der zotigen Kalauer der Brosnanfilme liegen Welten zu dem leichtzüngigen Humor von DAF. Man kann hier auch die deutsche Synchro nicht oft genug loben, dass es ihr gelang dies völlig verlustfrei ins Deutsche zu übertragen bzw. durch brillante Besetzungen und Übersetzungen sogar noch zu übertreffen. GGH passte eigentlich – vielleicht mit Ausnahme von NSNA – mit seiner unverkrampften Lässigkeit nie besser auf Connery bzw. Bond als hier. Die Besetzung selbst von Kleinstrollen durch Szeneikonen wie Borchert, Marquis oder Lukschy adelt den Film. Herausragend sind Thormann/Gentzen auf Wint/Kidd. Die Szenen mit letzteren sind für mich das absolute Sahnehäubchen, die "lauwarmen" Überbetonungen sind zum schreien komisch – und das ohne ins „Standard-Getucke“ a la Bullyparade zu verfallen. Für mich haben Mankiewicz und die deutsche Synchro hier großartiges vollbracht, ich komme regelmäßig aus dem Lachen gar nicht mehr raus. Hier nur einige ausgewählte Beispiele:
„ein hübsches kleines Nichts, das sie da beinahe anhaben“
„gut wäre etwas übertrieben – aber ich bin äußerst befriedigt“
„Mir kommen die Tränen!“ - „ein Mann weint nicht, Mr Wint!“ - „hier wird´s ja immer wärmer!“
„Ich habe auch einen Bruder!“ - „Wie klein ist doch die Welt!“
„Ich heisse Penny!“ - „Die Auslage ist mehr wert!“
„Penny O´Toole!“ - „Oh du irisches Milchgeschäft!“
„Einer von uns beiden stinkt nach Nuttenparfum – im Zweifel ich, entschuldige alter Knabe“
„Mrs Whistler wollte den Kindern doch ein paar Bilder mitbringen“ - „Sie sind eine Seele von Mensch, Mr Kidd!“
„Ihre armselige kleine Insel hab ich ja noch nicht einmal bedroht!“
„Ein Skor-pi-on!“ - „Mutter Naturs liebster Killer“
„Doktor Tynan ist krank geworden!“ – „Eine Biiiiiene hat ihn gepiiikst“
„Kurios – dass jeder der mit den Diamanten in Berührung kommt gleich ins Gras beisst“
„Moneypenny, jeder der das Land verlassen will und dich in dieser schmucken Uniform sieht wird sofort umdrehen wollen“
„Ihr wart ein scheiss Publikum, also haut ab – bis später!“
„Tiffany Case!“ – „Ein kostspieliger Name!“
„Ich bin bei Tiffany´s geboren – meine Mutter suchte sich gerade den Trauring aus als die Wehen einsetzten“ – „Na dann seien sie froh dass es nicht bei Woolworth war!“

Und natürlich mein Lieblingsspruch, von Bond an eine nur mit Slip und BH bekleidete Tiffany gerichtet: „ach – so lange die Garderobe geschmackvoll gewählt ist“ :thumbsup:
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

kananga

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Samstag, 30. November 2013, 13:04

perfekte Liste, General;). Vielleicht noch zu ergänzen das Bedauern von Wint u. Kid, als sie erkennen, Shady Tree überflüssigerweise umgebracht zu haben "das ist aber ärgerlich" sowie die wenn auch nicht politisch korrekte Überführung der beiden Killer duch den Claret. Aber so viel wie Du habe ich nicht abrufbar
im Kopf und Du regst mich dazu an, mir bei Zeit und Gelegenheit den Film wieder einzuverleiben;). Einziger kleiner Eiwand als überzeugter Moorianer: den Humor Moores finde ich auch in den späteren Bonds wie OP noch köstlich, wie auch andererseits der von mir angesprochene Dualismus Klamauk/ Wortwitz in DAF erstmals auftaucht. Aber das ist in diesem Thread wohl Off Topic

Kronsteen

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Montag, 2. Dezember 2013, 10:01

Danke für Eure gelungenen Rezensionen, General und Kananga! :thumbup:
Schön, dass die DAF-Liebhaber-Fraktion hier deutlich anwächst (hatten wir in einem anderen Thread vor kurzem auch schon mal festgestellt, dass DAF quasi ein Revival erlebt).
Gerade der Abschnitt zu Connery spricht mir aus der Seele, Anatol! Die vorgeworfene Lustlosigkeit Connerys bei DAF war schon fast so etwas wie eine nicht mehr hinterfragte Gewissheit. Ich konnte diese nie erkennen...
DAF ist der vielleicht unterschätzteste Bondfilm überhaupt - und das nicht nur, weil er meiner Meinung nach besser ist als es die meisten finden (was als subjektive Betrachtungsweise ja nachvollziehbar wäre). Nein, vielmehr wegen seiner historischen Bedeutung. Er hat die leicht angestaubte 60er-Ikone in das neue jahrzehnt geführt und das vorgezeichnet, was Moore in seiner eigenen Art in den kommenden anderthalb Jahrzehnten ausbauen sollte.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

largo

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Montag, 2. Dezember 2013, 21:11

DAF ist auch bei mir unterdurchschnittlich: Sean Connery ist wirklich gewohnt klasse,aber die Handlung und die Villains nicht ernstzunehmen (Wint und Kidd,Blofeld als Frau verkleidet,Bambi und Klopfer).Warum der Titelsong bei vielen so einen hohen Status hat,konnte ich noch nie verstehen und das unspektakuläre Finale tut sein übriges,DAF zu einem totalen Flop werden zu lassen.Für sehr gelungen halte ich dagegen die Pretitle-Sequenz mit Marie.
Aber insgesamt ist DAF für mich neben MR von allen Bondfilmen,die ich gesehen habe,der schlechteste.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »largo« (25. Mai 2014, 08:29)


Maibaum

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Dienstag, 3. Dezember 2013, 09:49

Connery ist schon gut in DAF. Nicht mehr so gelangweilt wirkend wie in YOLT steht er hier locker ironisch über den Dingen. Manchmal aber färbt seine Haltung etwas zu sehr auf den Film ab.

Wint und Kidd nicht ernst zu nehmen? Hmm, die waren doch großartig, und hatten die besten Szenen und Dialoge im Film. Schon allein wegen den Beiden ist die 1. Hälfte von DAF die klar bessere.

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Montag, 23. Dezember 2013, 20:02

Ein sehr amerikanischer Bond-Film mit allem, was dazu gehört, wenn man in einer "Detektiv-Rockford-Phase" ist: blauer Himmel, Wüste, und dann diese wunderbaren, aus dem Boden gestanzten Gewerbe-Gebiete, wo jeder Ramsch angeboten wird. Jedes Klischee wird bedient - und daher kommt er in gewisser Beziehung dem Roman nahe, der ja auch sehr amerikanisch ist. In seiner Konsequenz - bis hin zu den Anzügen - schätze ich den Film sehr. Desweiteren verfügt er über so viele Kabinett-Stückchen, die zu nennen hier den Rahmen sprengen würde. Daher nur einige wenige: Allein schon der Name Klaus Hergesheimer zeugt von einem Witz, der sprachliche Eigenarten nutzbar zu machen weiß. Dann Shady Tree, der verdächtig den "Sunny-Boys" ähnelt und , wie sie, seit 40 Jahren nichts an seiner Nummer geändert hat. Die herrlichen Klischee-Gangster - allen voran Marc Lawrence, der schon seit den Tagen Al Capones auf der Leinwand zu sehen war und uns ein weiteres Mal in TMWTGG zeigt, wie ein Mafioso auszusehen hat. Mit DAF bekommt man das, was man von den Staaten erwartet - und wenn man nicht erheblich mehr erwartet, wird man gut bedient.
Der Film motivierte mich, meinen paar hundert Tory-Krawatten eine in Pink hinzuzufügen, die ich mich aber nicht zu tragen traue - da man mir vermutlich das Vertrauen entzöge.
God save the Queen!

Maibaum

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Montag, 23. Dezember 2013, 20:13

Mr Fogg, bist du in einer Rockford Files Phase?

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Montag, 23. Dezember 2013, 22:38

Mr Fogg, bist du in einer Rockford Files Phase?
@Maibaum: So direkt eigentlich nicht mehr, seit ich den geliebten Junggesellenstatus ablegte. Davor allerdings lehrte mich Rockford, wie man ehelos lebt. Toller Typ!!! Wenn ich ihn jetzt noch sehe, werde ich mitunter von Wehmut ergriffen. Dieses spezielle kalifornische Ambiente aber liebe ich noch immer - besonders gut kommt das zur Geltung in dem großartigen Film Eine total, total verrückte Welt - aber eben auch in DAF.
God save the Queen!

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Sonntag, 29. Dezember 2013, 14:25

Nach OHMSS habe ich mir DAF im O-Ton angeschaut.
Um mich kurz zu fassen - der Film kann mich weder im O-Ton noch in der deutschen Synchro begeistern.
Der Film hat für mich eine fade Stimmung (Die USA Schauplätze finde ich in den meisten Bondfilmen schlecht und unstimmig) und schafft nie den richtigen Spagat zwischen Leichtigkeit und Ernsthaftigkeit.

Positives:
+ Selbstverständlich wieder ein klasse Score von Barry. Rangiert zwar bei den Barry Scores bei mir eher unten, aber das liegt schlichtweg daran, dass mir andere Werke von ihm in der Bondreihe noch besser gefallen und in DAF sind ein paar Cues doch etwas zu zirkus- bzw. casinoartig. Highlights vom Score: die Bondmelodie bei Willard Whytes Sommerhaus sowie "Diamonds Are Forever - Source Instrumental"
+ einige One-Liners. Vor allem im Gegensatz zu OHMSS gibt es hier m.E. bessere: "That's quite a nice little nothing you're almost wearing", "There's something I'd like you to get off your chest". Die deutsche Snychro hat aber auch einige gute abgewandelte One-Liners.
+ Szenen wie: Tiffany Case ihr "Abgang". Bonds Blick als Willard Whyte sagt: "Tell him he's fired"

Neutral:
o Mr. Wint und Mr. Kidd sind irgendwie schon kultig und herrlich skurril. Dennoch gibt es m.E. bessere Henchmen.
o Connery ist mein Lieblings-Bonddarsteller. Aber ich finde seine Darstellung in den anderen Filmen (YOLT ausgeschlossen) besser.

Negatives:
- oben schon angesprochen - die Sets. Lediglich Amsterdam finde ich gut eingefangen. Ansonsten wenig atmosphärische Orte. Wobei ich generell sagen muss, dass nach OHMSS erst TSWLM mich diesbzgl. wieder entzücken kann.
- Ich finde Tiffany Case ist eines der weniger attraktiven Bondgirls in der Reihe. Und an der Haarfarbe liegt's nicht ;)
- Blofeld und Leiter wurden schauspielerisch schlecht besetzt.
- die ganze Handlung wirkt auf mich unausgegoren und kann mich nur wenig überzeugen, vor allem wenn man den Film nach OHMSS anschaut.
- das ganze Finale, sowie die "Laserattacken" zuvor.


Für mich der mit Abstand schlechteste Connery und auch sonst gibt es nur ein paar Bondfilme, welche hinter DAF rangieren.
Der Film funktioniert bei mir einfach nicht, auch nicht wenn man sich auf die/den Leichtigkeit/Sarkasmus stützt. Das kann GF, TB und die Moore-Bonds deutlich besser.

"Gert Fröbe war der beste Gegenspieler, den ich je hatte." - Sean Connery

Mister Bond

Felix Leiter

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Montag, 30. Dezember 2013, 21:43

Nachdem ich meinen Senf zu OHMSS gegeben habe und 00Beissers Beitrag dort im Großen und Ganzen zustimmen vermag, mit einigen Abstrichen, unterstreiche ich auch hier seine Meinung.
Ich sah DAF auch erst gestern wieder mit O-Ton.
Andererseits verstehe ich auch hier die Begeisterung einiger User eher als die Begeisterung zu DN.
DAF ist halt komplett "cheesy". Das muss man schon mögen, selbst ich als hier sogenannter Moorianer, welchen dies oft vorgeworfen wird, ist einiges zu viel. Wirkt bei Moore etwas besser.
Wahrscheinlich funktioniert DAF für mich auch nicht ganz, weil er meiner Meinung nach recht Höhepunkt arm ist.
Die Actionszenen wirkten schon in den Vorgängern frischer und spannender als hier. Das Finale auf der Bohrinsel, es wurde schon oft genannt, ist lahm.
Connery macht seine Sache sehr gut, wenn gleich ich seine Darbietungen in FRWL, GF und TB klar vorziehe.
Und Jill St. John finde ich äußerst gutaussehend...und ja, ich stehe auf Frauen ;)
Barrys Score ist gut, aber wie schon 00Beisser anmerket, zu Zirkus und Casino-lastig. Und ich persönlich finde gerade die beiden Scores vorher (YOLT, OHMSS) und nachher (LALD) klar besser.
Was ich nicht so unterschreiben möchte sind die US-Szenen in den Bondfilmen.
Las Vegas und die Wüste drumherum finde ich schon etwas spröde, aber gerade New York, New Orleans (LALD) und San Francisco (AVATK) wirken auf mich sehr gut.
Und GF, da sollte man nicht so streng sein. Dort spielt sich doch fast alles auf Goldfingers Gestüt und Fort Knox ab. Und Fort Knox hat Ken Adam genial konstruiert.
Nun, DAF rangiert mit DN in der Bond-Bestenliste wohl eher hinten und die anderen Connery-Bonds, inklusive NSNA, finde ich besser.

An unseren Toupet-Spezialisten im Forum:
Ja, ich finde Connerys Frisur in DAF besser als in YOLT :P

AnatolGogol

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Montag, 30. Dezember 2013, 23:37

An unseren Toupet-Spezialisten im Forum:
Ja, ich finde Connerys Frisur in DAF besser als in YOLT :P
Nun, zumindest ist unbestritten, dass Connerys Toupet in DAF der "Reiseweltmeister" unter den Haarteilen ist - bei den vielen unterschiedlichen Positionen die es den Film über auf des Schotten Haupt einnimmt. :D
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

Mister Bond

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Dienstag, 31. Dezember 2013, 01:28

Das musst du mir nochmal beweisen, denn auf deinen früheren Fotos sieht man Connerys Scheitel immer in der selben Position. Dass sich längeres Haupthaar bei Wind und Wetter bewegt, ist ganz normal.

Fotos Connery in DAF

AnatolGogol

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Dienstag, 31. Dezember 2013, 10:00

Das musst du mir nochmal beweisen, denn auf deinen früheren Fotos sieht man Connerys Scheitel immer in der selben Position. Dass sich längeres Haupthaar bei Wind und Wetter bewegt, ist ganz normal.

Fotos Connery in DAF
Hier noch mal die drei Beispiele, die ich vor einiger Zeit gepostet hatte:

https://s-media-cache-ec0.pinimg.com/736…8e18a1f2833.jpg

http://www.elysium-uk.com/site/wp-conten…-forever_1.jpeg

http://static.guim.co.uk/sys-images/Film…Forever-008.jpg

Achte mal weniger auf den Scheitel als mehr auf den Haaransatz und den Abstand zwischen Haaransatz und Augenbrauen und die sich dadurch vergrößernde bzw. verkleinernde Stirn. Vor allem zwischen Bild 1 und 3 ist der Unterschied enorm, in Bild 1 ist der der Haaransatz fast waagrecht, während er in Bild 3 schräg verläuft und deutlich weiter in die Stirn hineinreicht - der Haaransatz sollte auch bei stürmischem Wetter keine Wanderung durchführen. ;) Bild 2 ist ein Mittelding und entsprechend wirkt der Sitz des Haarteils hier halbwegs korrekt, aufgrund der nahezu identischen Pose zu Bild 1 kann man hier aber auch gut erkennen, dass der Ansatz schräger und tiefer verläuft als in Bild 1.
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Mister Bond

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Dienstag, 31. Dezember 2013, 13:06

Verehrter Genosse Gogol, gerade dass mal Haare in die Stirn verlaufen, macht das Ganze natürlich. Passiert mir auch mal, wenn ich mir die Haare nicht streng forme ;)
Und da das Toupet ja sein echtes Haupthaar darstellen soll, passt es schon.