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Zardoz

MI6 Staff

  • »Zardoz« ist männlich

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Registrierungsdatum: 25. Mai 2013

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21

Dienstag, 3. September 2013, 19:13

Deswegen wiederhole ich ja ständig, dass TB der beste Film ist, damit das irgendwann mal jeder so akzeptiert. :whistling: :D

Hör bloß auf mit dieser psychologischen Kriegsführung - ich ordne ja jetzt schon TB gedanklich weiter oben in meiner Liste ein. :D
Der Streifen führte mein Ranking sogar einmal an, by the way... 8o

@Kronsteen: Toll formuliert! Wo kann ich unterschreiben?

Mir ist dein Herz für TB, YOLT und DAF und der Verzicht auf jegliche logische Argumentation diesbezüglich auch sehr sympathisch. Ich fand, dass es früher (so 2000-2006) im alten Forum tatsächlich eher so einen Kanon gab, was als gut/"anspruchsvoll" und was als misslungen zu gelten hat (OHMSS und FRWL, Connery und Dalton über allem anderen). Vielleicht war es nicht so krass, wie ich es in meiner Wahrnehmung/Erinnerung empfand, aber der neue Kurs des Forums (so es ihn denn überhaupt gibt) ist mir deutlich lieber

Ja, lass mal gleich Platz für eine zweite Unterschrift.

Aber im Ernst: Mir graut es schon vor dem Bondmarathon. Wenn man am Ende das "Desaster" vor Augen hat ("Wie, DAD ist auf Platz Eins??? :D ), entscheidet man doch ohnehin im Zweifelsfalle, und als Korrektiv, nach Sympathie. Nun ja, dafür ist ja auch u. a. die Bauchnote gedacht.

Wie dem auch sei: Dieses Forum schätze ich ebenfalls deshalb, weil viele unterschiedliche Charaktere/Meinungen aufeinandertreffen, die i. d. R. fundiert sind und dabei den hiesigen "Standard" weiter ausbauen. Dabei ist es egal, ob man nun die Meinung teilt, oder eben nicht. Wie Spree ja schon schrieb, kann man sich von manch einer Ansicht/Analyse durchaus in eine andere Richtung "stupsen lassen" - will meinen, sich von seiner vermeintlich etablierten "Ordnung", zumindest zum Teil, lösen. In jedem Fall schätze auch ich, dass in dieser Community vorrangig nicht missioniert wird, sondern ein Jeder seine Meinung "behalten" darf - unabhängig davon, dass man im Einzelnen darüber diskutiert.
"Fuck you, I'm going to Hollywood!"

Thunderball

Harry Palmer

Beiträge: 164

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22

Mittwoch, 4. September 2013, 08:58

Unterschiedliche Meinungen machen ein Forum ja erst so richtig interessant!
Klar mag es vllt. manchmal schmerzen, wenn man in den Texten anderer Mitglieder nicht die gleiche Begeisterung (oder gar Ablehnung) für einen Film herauslesen muss, den man selbst sehr gerne mag, aber jeder soll seine Meinung haben und sie auch frei sagen/schreiben dürfen!

Zum Thema OP:

@ Scarpine:
Ich liebe solche langen, gut formulierten und interessanten Reviews einfach! Danke erneut an dieser Stelle! Im alten Forum habe ich mich gelegentlich auch an längeren Filmbesprechungen versucht (Thread "Thunderballs Review-Ecke"), aber leider fehlt mir inzwischen oft die Zeit und die Lust dazu. Umso mehr Spaß macht mir jedoch das Lesen deiner Reviews!

Ich sehe OP ebenfalls als einen guten, wenn auch nicht hervorragenden Bondfilm an.
Maud Adams ist eindeutig mein Lieblings-Bondgirl aus der Moore-Ära. Niemand hat so gut zu ihm gepasst wie sie, finde ich - sowohl im Film als auch auf Fotos.
Die Verwirrung um die Eier ist für mich (neben dem Dschungel-Klamauk) eine der wenigen größeren Schwächen des Films. Ansonsten sehe ich ihn gerne, aber er gehört nicht zu meinen Favoriten.

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

  • »Kronsteen« ist männlich

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23

Mittwoch, 4. September 2013, 09:07


Ich fand, dass es früher (so 2000-2006) im alten Forum tatsächlich eher so einen Kanon gab, was als gut/"anspruchsvoll" und was als misslungen zu gelten hat (OHMSS und FRWL, Connery und Dalton über allem anderen). Vielleicht war es nicht so krass, wie ich es in meiner Wahrnehmung/Erinnerung empfand, aber der neue Kurs des Forums (so es ihn denn überhaupt gibt) ist mir deutlich lieber


Ja, so empfand ich es auch irgendwie.
Wie eine Art "allgemeine Forumsmeinung" galten seinerzeit z.B. OHMSS, FRWL oder FYEO per se als gut, da irgendwie anspruchsvoller (warum auch immer).
Es gab da eine gewisse Zeit, in der es schon fast schick war, eine Meinung zu haben, die sich nicht mit der eines "normalen" Kinogängers deckt. Es war schon fast "in", GF nicht gut zu finden. Wie eigentlich die ganzen Connerys außer FRWL, dem eben ein gewisser Anspruch zugeschrieben wurde.
Aber damals waren wir halt noch jünger. ;) Mit "wir" meine ich, dass der Altersdurchschnitt damals wesentlich niedriger war als heute (klar, viele User von damals sind noch dabei und mit dem Forum "gealtert"). Wir hatten mal eine Umfrage, wie alt die User sind. Damals war der Schnitt gefühlt Anfang 20 (mit einigen Ausreißern, versteht sich). Heute dürfte er mindestens um die 30 sein. Und die schlägt sich eben auch darin nieder, dass man niemandem mehr beweisen muss, dass man die Welt verstanden hat, da man nur die (vermeintlich!) anspruchsvollen Filme toll findet, sondern darin, dass jeder frei Schnauze bevorzugen kann, was er will.
Und so finde ich es klasse, dass wir von nahezu allen Epochen Fans haben. Wobei selbst ich als bekennender Brosnan-Nichtmöger es bedauere, dass wir so wenig Brosnan-Fans haben (ich weiß, dass ich Dir das nicht sagen muss ;) ). Darüber hinaus ist für meinen persönlichen Geschmack (bei aller Begeisterung für Craig) die Ära Craig schon fast ein wenig zu einseitig positiv dargestellt. Andere Meinungen haben es da schwer. Dies ist einer der wenigen Punkte, bei dem die Toleranz im Forum nicht besonders ausgeprägt ist.
Aber ich schweife ab... :rolleyes:

Zurück zu OP und seiner Betrachtung im alten Board:
OP war auch einer jener Filme, die eher gegensätzlich zu den angesprochenen "anspruchsvollen" Bonds wie FRWL, OHMSS oder FYEO standen. V.a. wurde er zum Vorgänger FYEO verglichen und dabei wurde ihm die Klamaukhaftigkit unterstellt - und das ganz ohne Bibi Dahl, ohne einen in einen Schornstein stürzenden Blofeld und ohne einen Kriegler, der während eines Biathlon-Wettkampfs aussteigt, um Bond mit einem Motorrad zu erwerfen (hat nur noch gefehlt, dass es ihm in Beißer-Manier auf den Fuß gefallen ist). ;)
OP ist aber inzwischen von vielen lockerer angesehen.
Ich mag ihn auch und finde die Ost-West-Geschichte spannend und es gefällt mir, dass in diesem einen Film das geteilte Deutschland eingefangen wurde. Es wäre schade gewesen, wenn dieser Abschnitt der Geschichte in keinem Bondfilm Erwähnung gefunden hätte.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Maibaum

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24

Mittwoch, 4. September 2013, 10:19

Ich würde sogar behaupten daß in FYEO mehr übler Klamauk drin ist als in OP. Und daß FYEO ernsthafter sein soll als OP oder als jeder andere Moore Bond, das hat mich auch schon immer amüsiert. OP ist sicherlich auch der intelligentere und besser inszenierte und konstruierte unter den Beiden. Und in Bezug auf die Action würde ich mittlerweile OP klar favorisieren. Die PTS ist viel besser und das Ende sowieso. Und während die damals spektakuläre Skiverfolgung viel von ihrem einstigen Reiz für mich verloren hat, ist die lange Szene im und auf dem Zug in OP eine erfreuliche Abwechslung.

Rein inszenatorisch und auch atmosphärisch stellt OP gegenüber FYEO einen großen Fortschritt dar, dem dann allerdings mit AVTAK wieder ein bemerkenswerter Schritt zurück folgte.

Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

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25

Mittwoch, 4. September 2013, 10:44

Beim Vergleich OP und FYEO geht es mir genauso, ich finde OP ebenfalls einen Tick besser und zum Thema Klamauk, sehe ich bei OP auch nicht mehr "Unsinn" als bei FYEO. Den Vorwurf den man OP immer macht sich nicht zwischen ernsthaften und humorvollen Bond entscheiden zu können, finde ich eigentlich eher einen Pluspunkt. Mir gefällt die Abwechslung zwischen "Abenteuerfilm in Indien" und eher spannenden ernsthaften Szenen in der 2ten Hälfte. Des weiteren gefällt mir - bei aller Verwirrung um die "Farberges Eier" - auch das Bedrohungsszenario besser (Orlovs Plan) im Gegensatz zum "Finden einer Schreibmaschine" (ATAC-System).
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

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26

Mittwoch, 4. September 2013, 10:52

Und ganz abgesehen davon, dass er für uns Europäer viel exotischer ist als sein Vorgänger. Intensiviert wird der Eindruck noch durch den Kontrast der Locations: Bond hat sich noch nie so lange in Deutschland aufgehalten!

Aber helft mir doch bitte nochmal: In den Fluss ist m. E. zu Beginn die Fälschung gefallen, die dann in die Botschaft gelangte und somit in Ms Büro, oder? Der russische Schatzmeister musste nun das Original wiederhaben, woraufhin Kamal Khan es sehr teuer ersteigerte, da dieses bei Sothebys verkauft werden sollte. Die Fälschung zeigte Bond Khan dann beim Backgammon. Bei Q wurde sie mit einem Peilsender ausgestattet und dann durch diese Kleine mit dem Octopussy-Tattoo gestohlen. Im Palast ist dann die Fälschung vernichtet worden, während das Original sich noch in Kamals Besitz befinden musste. Was geschah dann später mit diesem Original? Ich bin da nie so ganz hintergestiegen.
God save the Queen!

Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

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27

Mittwoch, 4. September 2013, 10:58

Im Palast wurde das Original vernichtet, genau das ist ja das verwirrende an der ganzen Geschichte, weil im Original befand sich ja der Peilsender, den Kamal - nach dem Orlov das Ei zerschlagen hat -entdeckt. Ich vermute, man wollte es so darstellen , als ob es die Fälschung ist die Orlov zerschlägt, nur leider haben die Drehbuchautoren und/ oder der Regisseur, das schlicht und ergreifend verwechselt, weil der Peilsender war definitv im Orignal und nicht in der Fälschung. Klassischer Fall von Filmfehler.
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  • »Mr. Fogg« ist männlich

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28

Mittwoch, 4. September 2013, 11:04

Na, da bin ich aber froh!!! Seit 1983 ist OP mein Beleg dafür gewesen, dass ich kein Interesse daran habe, die Handlung zu kapieren, dass es mir bei Filmen in erster Linie auf die Atmosphäre ankommt. Dabei bleibe ich auch, kann aber jetzt wieder etwas mehr auf meine Intelligenz zählen.
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Mister Bond

Felix Leiter

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29

Mittwoch, 4. September 2013, 13:02

ch
Ich würde sogar behaupten daß in FYEO mehr übler Klamauk drin ist als in OP. Und daß FYEO ernsthafter sein soll als OP oder als jeder andere Moore Bond, das hat mich auch schon immer amüsiert. OP ist sicherlich auch der intelligentere und besser inszenierte und konstruierte unter den Beiden. Und in Bezug auf die Action würde ich mittlerweile OP klar favorisieren. Die PTS ist viel besser und das Ende sowieso. Und während die damals spektakuläre Skiverfolgung viel von ihrem einstigen Reiz für mich verloren hat, ist die lange Szene im und auf dem Zug in OP eine erfreuliche Abwechslung.

Rein inszenatorisch und auch atmosphärisch stellt OP gegenüber FYEO einen großen Fortschritt dar, dem dann allerdings mit AVTAK wieder ein bemerkenswerter Schritt zurück folgte.

Sehe ich genau andersrum.
FYEO top...hat einfach mehr Spannung und Pep.
OP ok.
AVTAK gut...der, da gibt es eigentlich keine zwei Meinungen, seriöseste Moore-Bond.

Bei aller Liebe zu OP, der wird mir aktuell ja schon wieder zu hoch gelobt. Bei mir, als Super-Roger-Fan :box: , hat die letzten Jahre eben OP am stärksten nachgelassen. Die Szenen ohne Action sind nicht besser als bei FYEO, im Gegenteil.

Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

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30

Mittwoch, 4. September 2013, 13:14

Mister Bond findet einen Moore zu hoch gelobt ? Das muss ich mir in den Kalender schreiben :D

Die Bewertung von FYEO und OP hier im Forum geht ja schon eher in die andere Richtung (siehe Bondesliga, Bestenliste, Lieblingsfilm usw..). FYEO oberes Drittel und OP ein typischer Mittelfeldbond, das ist glaube ich eher der "Standard".
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Felix Leitner

Witwe Bolte

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31

Mittwoch, 4. September 2013, 13:14


Bei aller Liebe zu OP, der wird mir aktuell ja schon wieder zu hoch gelobt.


Sauerei. Da musst du durchgreifen.
"I don't like your manner." "I'm not selling it."

32

Mittwoch, 4. September 2013, 13:24

.

Die hier etwas geschmähte erste, verbale Direktkonfrontation zwischen Kamal Khan und James Bond beim Brettspiel sehe ich persönlich als klassischen Produktionsspaß hinter den Kulissen. Bedenkt man die Situation, die hier im Film vorgestellt wird und überträgt sie auf die damalige reale Gegenwart, so spricht gerade die bewusste Auswahl des Backgammon-Spiels in meinen Augen exorbitant Bände.

Wie der eingeweihte Fan weiß, war dies das Strategie- und Glückspiel, welches Filmproduzent Albert R. Broccoli und sein Hauptdarsteller Roger G. Moore außerhalb der Drehzeiten regelmäßig spielten, bei dem es häufig auch um horrende finanzielle Einsätze gegangen sein soll. Bringt man jetzt den Abschlusskommentar der Spielszene in „Octopussy“ zwischen Kamal Khan und James Bond in einer angedachten Phantasie in Einklang mit Cubby und Moore, so stellt dieser Moment ein herrliches Konterkarieren einer ausgemalten Realität dar.
Broccoli quasi zu Moore: „Heute hast du mich ja wieder ganz schön über den Tisch gezogen! Gib‘ das gewonnene Geld bloß schnell wieder aus!“

Hinsichtlich dieses ausgesprochenen Gedankenspiels kann man sich nun wohl gut ausmalen, dass die Crew vor und hinter der Kamera ihren Insiderspaß hatte und der Produzent des Films wieder ein weiteres Mal bewies, dass er sich nicht allzu ernst nahm, sondern auch Spaß verstand. Daher mag einem der Vorgang im Film etwas bieder erscheinen, sieht man es aber als versteckten Produktionsgag, funktioniert diese Szene in sich ohne weiteres.

.

Maibaum

00-Agent

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33

Mittwoch, 4. September 2013, 13:28

Um die Moore Bonds zu unterscheiden, und die unterscheiden sich für mich alle nur im geringen Maße, würde ich Worte wie "bodenständig" oder "seriös" nie benutzen. Wenn ich die 1. Szene in FYEO sehe weiß ich daß da kein bodenständiger Film auf mich zukommt (was ich auch als enttäuschend empfunden hätte), und wenn ich die PTS von AVTAK gesehen habe dann stammt die nicht aus einem seriösen Film. Und sonst auch nicht viel. Wobei damit nicht gesagt sein soll daß jeder Moore Bond trotzdem alles andere als unseriös wäre. Nur, was sie glücklicherweise alle nicht sind ist bodenständig.

OP war von Anfang an trotz einiger Blödheiten ein angenehmer Bond. Und das ist er für mich auch geblieben. Der Wechsel zwischen den etwas nüchternen DDR/BRD Szenen und den exotisch verspielten Szenen in dem Fantasie Indien in Stil und Handlung hat mich nie gestört, ganz im Gegenteil, irgendwie scheint das passend.
Da die Handlung nach wie vor viele verwirrt scheint es auch der komplizierteste Moore Bond zu sein.

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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34

Mittwoch, 4. September 2013, 13:30

.

Die hier etwas geschmähte erste, verbale Direktkonfrontation zwischen Kamal Khan und James Bond beim Brettspiel sehe ich persönlich als klassischen Produktionsspaß hinter den Kulissen. Bedenkt man die Situation, die hier im Film vorgestellt wird und überträgt sie auf die damalige reale Gegenwart, so spricht gerade die bewusste Auswahl des Backgammon-Spiels in meinen Augen exorbitant Bände.

Wie der eingeweihte Fan weiß, war dies das Strategie- und Glückspiel, welches Filmproduzent Albert R. Broccoli und sein Hauptdarsteller Roger G. Moore außerhalb der Drehzeiten regelmäßig spielten, bei dem es häufig auch um horrende finanzielle Einsätze gegangen sein soll. Bringt man jetzt den Abschlusskommentar der Spielszene in „Octopussy“ zwischen Kamal Khan und James Bond in einer angedachten Phantasie in Einklang mit Cubby und Moore, so stellt dieser Moment ein herrliches Konterkarieren einer ausgemalten Realität dar.
Broccoli quasi zu Moore: „Heute hast du mich ja wieder ganz schön über den Tisch gezogen! Gib‘ das gewonnene Geld bloß schnell wieder aus!“

Hinsichtlich dieses ausgesprochenen Gedankenspiels kann man sich nun wohl gut ausmalen, dass die Crew vor und hinter der Kamera ihren Insiderspaß hatte und der Produzent des Films wieder ein weiteres Mal bewies, dass er sich nicht allzu ernst nahm, sondern auch Spaß verstand. Daher mag einem der Vorgang im Film etwas bieder erscheinen, sieht man es aber als versteckten Produktionsgag, funktioniert diese Szene in sich ohne weiteres.

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Sehr schöner Hintergrund! Eine solche Sichtweise macht mir den Film nicht nur appetitlicher, sondern fördert auch mein familiäres Empfinden für die ganze Reihe. Vielen Dank!
God save the Queen!

Maibaum

00-Agent

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35

Mittwoch, 4. September 2013, 13:41

Und ganz abgesehen davon, dass er für uns Europäer viel exotischer ist als sein Vorgänger. Intensiviert wird der Eindruck noch durch den Kontrast der Locations: Bond hat sich noch nie so lange in Deutschland aufgehalten!

Aber helft mir doch bitte nochmal: In den Fluss ist m. E. zu Beginn die Fälschung gefallen, die dann in die Botschaft gelangte und somit in Ms Büro, oder? Der russische Schatzmeister musste nun das Original wiederhaben, woraufhin Kamal Khan es sehr teuer ersteigerte, da dieses bei Sothebys verkauft werden sollte. Die Fälschung zeigte Bond Khan dann beim Backgammon. Bei Q wurde sie mit einem Peilsender ausgestattet und dann durch diese Kleine mit dem Octopussy-Tattoo gestohlen. Im Palast ist dann die Fälschung vernichtet worden, während das Original sich noch in Kamals Besitz befinden musste. Was geschah dann später mit diesem Original? Ich bin da nie so ganz hintergestiegen.


Durch die anstehende Inventur braucht Orlov das Original zurück oder die angefertigte hochwertige Fälschung. Letztere hat aber Bond. Bei der Auktion versucht Kamal entweder das Original zurück zu ersteigern, oder ein gleichwertiges Original zu ersteigern. Dabei dreht Bond ihm dann wieder die Fälschung an, die nun unbemerkt zurück in den Kreml wandert. Das Original wird mit einem Peilsender ausgestattet und von Bond mit nach Indien genommen, wo es dann von Kamal zurück geklaut wird. Nur das er nach wie vor denkt die Fälschung vor sich zu haben. Als Orlov die vermeintliche Fälschung zerschlägt kommt der Peilsender vollkommen korrekt zum Vorschein. Das ist im groben in sich komplett logisch. Das sind die Informationen die man im Film bekommt, und damit funktioniert es. Alles andere was die Eier Handlung unlogisch machen könnte ist Spekulation oder Fachwissen, das aber fast kein Zuschauer hat.

Kronsteen

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Mittwoch, 4. September 2013, 13:48


Durch die anstehende Inventur braucht Orlov das Original zurück oder die angefertigte hochwertige Fälschung. Letztere hat aber Bond. Bei der Auktion versucht Kamal entweder das Original zurück zu ersteigern, oder ein gleichwertiges Original zu ersteigern. Dabei dreht Bond ihm dann wieder die Fälschung an, die nun unbemerkt zurück in den Kreml wandert. Das Original wird mit einem Peilsender ausgestattet und von Bond mit nach Indien genommen, wo es dann von Kamal zurück geklaut wird. Nur das er nach wie vor denkt die Fälschung vor sich zu haben. Als Orlov die vermeintliche Fälschung zerschlägt kommt der Peilsender vollkommen korrekt zum Vorschein. Das ist im groben in sich komplett logisch. Das sind die Informationen die man im Film bekommt, und damit funktioniert es. Alles andere was die Eier Handlung unlogisch machen könnte ist Spekulation oder Fachwissen, das aber fast kein Zuschauer hat.


Warum zerschlägt Orlov dann das Original?
Ist er unfähig und kann Original und Fälschung nicht unterscheiden? (erscheint mit unlogisch)
Oder ist es schlicht und einfach ein Filmfehler, da die Drehbuchautoren in ihrer Eiersuche selber den Überblick verloren haben (da schließe ich mich Don an - dies ist die für mich wahrscheinlichere Ursache)
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

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37

Mittwoch, 4. September 2013, 13:54

Durch die anstehende Inventur braucht Orlov das Original zurück oder die angefertigte hochwertige Fälschung. Letztere hat aber Bond. Bei der Auktion versucht Kamal entweder das Original zurück zu ersteigern, oder ein gleichwertiges Original zu ersteigern. Dabei dreht Bond ihm dann wieder die Fälschung an, die nun unbemerkt zurück in den Kreml wandert. Das Original wird mit einem Peilsender ausgestattet und von Bond mit nach Indien genommen, wo es dann von Kamal zurück geklaut wird. Nur das er nach wie vor denkt die Fälschung vor sich zu haben. Als Orlov die vermeintliche Fälschung zerschlägt kommt der Peilsender vollkommen korrekt zum Vorschein. Das ist im groben in sich komplett logisch. Das sind die Informationen die man im Film bekommt, und damit funktioniert es. Alles andere was die Eier Handlung unlogisch machen könnte ist Spekulation oder Fachwissen, das aber fast kein Zuschauer hat.
Den Austausch des Eies bei der Auktion hatte ich vollkommen vergessen! Eieiei! Wenn ich Dich richtig verstehe, Maibaum, liegt also kein Fehler des Films zugrunde. Du meine Güte: Seit 30 Jahren kenne ich diesen Film und, wenn du Recht hast (davon gehe ich aus), erschließt sich mir die Handlung erst jetzt. Da soll mir noch mal jemand sagen, Bond wäre Unterhaltung für Anspruchslose!

@Kronsteen: Ich denke, man kann nicht voraussetzen, dass ein kommunistischer General Experte für Kunstgegenstände ist. Eine Verwechslung seinerseits erscheint mir sehr plausibel.
God save the Queen!

Maibaum

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38

Mittwoch, 4. September 2013, 14:02

Nun, die Fälschungen sind natürlich sehr gut, und so wie es der Film erzählt anscheinend nur von Experten zu unterscheiden. Zumindest halten sie einer oberflächlichen Betrachtung stand. Orlov hält das Ei genau wie Kamal für eine Fälschung. Ob beide (oder auch Octopussy) in der Lage wären das Original von der Fälschung zu unterscheiden wird ja nicht gesagt, und wenn dann müssten sie das Ei genauer betrachten, was sie offensichtlich nicht getan haben. So wie es der Film zeigt, und nur das zählt, haben sie es jedenfalls in beiden Fällen nicht gemerkt. Egal ob die Fälschung dafür zu gut war oder sie sich das Ei nie genauer angeschaut haben. Egal ob sie selber genügend Fachverstand haben um Original von Fälschung unterscheiden zu können. Das ist alles zumindest auf der Film Ebene absolut logisch.

Kronsteen

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39

Mittwoch, 4. September 2013, 14:17

Super-Roger-Fan :box:


Das wär doch mal ein genialer Titel für Dich! :thumbup:
Das moorige Pendant zu meinem "Propagandaministerium für Feuerball". :D
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Don-Corleone

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Mittwoch, 4. September 2013, 14:27

Wieso hält Orlov das Farberges Ei das Khan von Bond entwendet hat überhaupt für eine Fälschung ?

Hat Kamal gemerkt das er in London eine "Fälschung" gekauft hat ? Falls ja macht es ja Sinn das er von Bond das "Original" klaut, aber warum lässt er es dann zu das Orlov das Original zerschlägt ? Falls er es nicht gemerkt hat das er eine Fälschung hat, warum wollte er dann unbedingt das Ei von Bond, wenn er selbst das Original hat (bzw. glaubt das er es hat) ?

Also logisch ist das ganze für mich nicht, aber es stört mich aber auch nicht und ich sehe es wie Mr. Fogg, die Atmosphäre des Films ist für mich eher das entscheidende als die Frage wer welches Ei warum hat und nicht hat und dann doch wieder braucht um es dann wieder zu zerstören :D
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