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Count Villain

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41

Mittwoch, 4. September 2013, 14:40


@Kronsteen: Ich denke, man kann nicht voraussetzen, dass ein kommunistischer General Experte für Kunstgegenstände ist. Eine Verwechslung seinerseits erscheint mir sehr plausibel.


Mir auch. Deshalb empfinde ich das ebenfalls nicht als Filmfehler, sondern als vollkommen logisch.

Wieso hält Orlov das Farberges Ei das Khan von Bond entwendet hat überhaupt für eine Fälschung ?


Kamal denkt, das Original bei der Auktion erworben zu haben und dass Bond irgendwie in den Besitz der gestohlenen Fälschung gekommen ist. Er klaut Bond also die "Fälschung" und Orlov zerschlägt die "Fälschung". Die beiden wissen von Bonds Austausch auf der Auktion ja nichts. Und die "Fälschung" wollen sie von Bond wiederhaben, da es ein Hinweis auf die illegalen Schmuggelgeschäfte der Bösewichte ist. Warum die "Fälschung" nach Wiedererlangung zerschlagen werden muss, ist allerdings nicht ganz klar. Aber das kann man zur Not auf Orlovs unbeherrschtes Temperament schieben.
Vernichte alles, was wir bei uns haben. Man hat uns enttarnt.

Martin

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Mittwoch, 4. September 2013, 14:42

Ich gehöre eher der Fraktion an, die FYEO doch um einiges mehr schätzt als OP. Sicher ist "seriös" nicht das richtige Wort in Bezug auf die Moore-Bondfilme, aber FYEO präsentiert sich mir doch schon einen Zacken ernsthafter. Die Ermordung von Melina Eltern beispielsweise ist für mich jedesmal eine Gänsehautszene, vor allem auch durch die glaubhafte Reaktion von Carole Bouquet und ihren Blick in die Kamera. Auch der Hintergrund und die Rivalität zwischen Columbo und Kristatos erdet den Film, oder dass Walter Gotell hier erstmalig als KGB-Chef glaubwürdig ist. Dann die für mich immer noch hochspannend inszenierte Klettersequenz und einige andere Szenen.

Dem gegenüber stehen die Deutschlandszenen in OP, die ich auch sehr mag (wesentlich mehr als den gesamten Indienpart), die aber insgesamt auch etwas altbacken wirken. Wo FYEO frisch und auf der Höhe seiner Zeit wirkt, ist OP in fast jeder Hinsicht rückwärtsgerichtet. Dem Film haftet für mich auch oft das Odium der Minderwertigkeit an, mehr noch als AVTAK. Ich finde manche Szenen schon fast ganz leicht trashig, wie beispielsweise den Angriff der Zirkusgirls am Ende, oder Bonds Einschweben im Ballon.

Ich würde sogar behaupten daß in FYEO mehr übler Klamauk drin ist als in OP.


Der Behauptung müssten dann aber auch konkrete Beispiele folgen. In OP haben wir einen Bond, der sich in Blitzeschnelle ein Gorillakostüm an und wieder aus zieht, der mit Original Tarzanschrei an einer Liane herumschwingt oder sich ebenfalls in Sekundenschnelle ein perfektes Clownsoutfit verpasst. Was steht dem gegenüber in FYEO und ist noch lächerlicher? Für mich sind die genannten Szenen Gags, bei denen man das Gehirn komplett herunter- und danach wieder hochfahren muss, ähnlich wie bei einigen Dingen in MR. Bei MR werden die Albernheiten aber wenigstens durch eine allgemein comic-hafte Atmosphäre und überlebensgroße Set-pieces ausbalanciert. OP hat im Grunde eine wirklich gute Story, die auf jeden Fall komplexer als als die Jagd nach dem ATAC ist. Bemerkenswerterweise entwickelte ja Frederick Forsyth in "Das vierte Protokoll" ein sehr ähnliches Szenario. Aber gerade deshalb wirken diese Facepalm-Gags für mich so extrem deplatziert. OP hätte ein genialer Bondfilm sein können und verschenkt es einfach so.

Kronsteen

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43

Mittwoch, 4. September 2013, 14:43

Der Behauptung müssten dann aber auch konkrete Beispiele folgen. In OP haben wir einen Bond, der sich in Blitzeschnelle ein Gorillakostüm an und wieder aus zieht, der mit Original Tarzanschrei an einer Liane herumschwingt oder sich ebenfalls in Sekundenschnelle ein perfektes Clownsoutfit verpasst. Was steht dem gegenüber in FYEO und ist noch lächerlicher?


Wenn ich hier mal kurz einspringen darf.
Ich hatte vorhin ja schon einiges aufgezählt:
  • Blofeld wird in einem Schornstein entsorgt und schreit "Mr. Booooond"
  • Kriegler ist für mich eine komplette Comic-Figur: Ein Biathlon-Meister, der beim KGB arbeitet. Und zudem noch während (!) eines Wettkampfs aussteigt, um Bond zu erledigen.
  • Kriegler wirft nach Bond mit einem Motorrad. Das ist "Beißer light"
  • Bibi Dahl ist einer der überflüssigsten Figuren der Bond-Historie. Die Unterhaltungen mit Bond dienen nur dem Witzfaktor und haben keine Funktion.
  • Bond wird im Eisstadion von Eishockeyspielern angegriffen. Umständlicher gehts nicht! Woher wussten die überhaupt, dass Bond kommt.
  • Melina lässt beim Tauchen eine Sauerstoffflasche unten liegen. Wie praktisch, dass man sie nachher genau dort nochmals braucht.
  • Der Tötungsversuch Kristatos' an Bond und Melina mittels des Seils. Das mag zwar Fleming sein, aber ist durchaus etwas albern.
  • Maggie Thatcher und Dennis zum Schluss mit dem Papagei. Der Inbegriff des Klamauk



Kamal denkt, das Original bei der Auktion erworben zu haben und dass Bond irgendwie in den Besitz der gestohlenen Fälschung gekommen ist. Er klaut Bond also die "Fälschung" und Orlov zerschlägt die "Fälschung". Die beiden wissen von Bonds Austausch auf der Auktion ja nichts. Und die "Fälschung" wollen sie von Bond wiederhaben, da es ein Hinweis auf die illegalen Schmuggelgeschäfte der Bösewichte ist. Warum die "Fälschung" nach Wiedererlangung zerschlagen werden muss, ist allerdings nicht ganz klar. Aber das kann man zur Not auf Orlovs unbeherrschtes Temperament schieben.


OK, das klingt einleuchtend.
Die "Fälschung" könnte er zerschlagen haben, da inzwischen vom (falschen) Original nochmals eine Fälschung erstellt werden musste, um bei der Inventur vollständig zu sein.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Don-Corleone

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44

Mittwoch, 4. September 2013, 14:47

Ich will ja jetzt nicht darauf rumreiten, aber :D wieso kaufen sie für viel Geld das Original um eine Fälschung herzustellen, merken dann Bond hat die "verlorengegangene Fälschung" (klingt ja alles noch plausibel Count) , nehmen ihm die Fälschung weg (mit großem Aufwand) - d.h. sie müssen keine weitere Kopie herstellen - und dann zerstören sie die Fälschung (das in Wirklichkeit das Original ist) . Warum ? Der Grund war doch das Ei zu kaufen, damit sie das verlorengeangene Ei ersetzen können , warum wird es dann zerschlagen ? Ich merke schon der Film verwirrt mich :D

EDIT:
@Kronsteen: Sie zerstören wissentlich die Fälschung, weil es schon eine 2te Fälschung gibt, die sie anhand einer anderen Fälschung hergestellt haben (das Original hat ja Bond) und kaufen unwissentlich eine Fälschung die sie für das Original gehalten haben um die verlorengegangene Fälschung wieder zu ersetzen. Ähm ja das hat schon was :bleah: :thumbsup:
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Don-Corleone« (4. September 2013, 14:55)


Kronsteen

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45

Mittwoch, 4. September 2013, 15:02

Alles klar, Don! :bleah: :D

Und v.a.:

Wie kann das Original bei Sotheby's versteigert werden, wenn es doch eigentlich den Sowjets gehört und offiziell im Kreml sein sollte?
Wie kommt es "in den Besitz einer Dame"?

Orlov und Kamal hätten sich die Mühe mit der Fälschung doch gar nicht machen müssen, da die Russen scheinbar zu doof waren zu merken, dass das Fabergé-Ei gar nicht (mehr) im Kreml ist, sondern längst "im Besitz einer Dame" und hochoffiziell bei Sotheby's versteigert wird. :bleah:

Tsts, was sind die Russen nur für Pfeifen... :haha:
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46

Mittwoch, 4. September 2013, 15:12

Oder es ist so, dass, da das Original vor der Inventur zurück muss, das Durcheinander mit der Fälschung von Orlov beseitigt werden will, Kamal Khan daher die Fälschung herbeischaffen musste, jedoch das Glück hatte, wieder an das Original zu kommen, Orlov dann in dem Glauben lassen wollte, nur die Fälschung zu haben, um sich durch den von Orlov nicht gewussten Besitz des Originals zu einem kleinen Nebenverdienst zu bringen. Daher dann auch der gequälte Gesichtsausdruck Kamal Khans im Augenblick der Vernichtung durch Orlov.
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Count Villain

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47

Mittwoch, 4. September 2013, 16:09


Und v.a.:

Wie kann das Original bei Sotheby's versteigert werden, wenn es doch eigentlich den Sowjets gehört und offiziell im Kreml sein sollte?
Wie kommt es "in den Besitz einer Dame"?

Orlov und Kamal hätten sich die Mühe mit der Fälschung doch gar nicht machen müssen, da die Russen scheinbar zu doof waren zu merken, dass das Fabergé-Ei gar nicht (mehr) im Kreml ist, sondern längst "im Besitz einer Dame" und hochoffiziell bei Sotheby's versteigert wird. :bleah:

Tsts, was sind die Russen nur für Pfeifen... :haha:


Stimmt. Das ist auch für mich das eigentliche Logikloch. Und wenn tatsächlich die Russen das Original verkaufen, dann braucht man auch keine Fälschung mehr, um es in der russischen Schatzkammer zu ersetzen. Es ist ja dann schon ganz offiziell weg. :wacko:
Vernichte alles, was wir bei uns haben. Man hat uns enttarnt.

48

Mittwoch, 4. September 2013, 16:28

.

Alle Jahre wieder - eine kleine Erläuterungshilfe zur komplex angelegten Story des offiziellen 13. Serienbeitrag aus dem Hause EON Limited, die schon vor einiger Zeit entstanden ist:


Der sowjetische Armeegeneral Orlov (Steven Berkoff) würde gerne einen militärischen Angriffskrieg gegen West-Europa starten, den das Zentralkomitee aber nicht genehmigt. Da General Orlov als militärischer Falke aber von seinen Zielen überzeugt ist, bedient er sich eines raffiniert ausgeklügelten schachbrettartigen komplexen Plans um die erste Stufe einer Demilitarisierung im Westen voranzutreiben. Als "Waffenbruder" im Geiste macht er sich den exilierten afghanischen Prinzen Kamal Khan (Louis Jourdan) zum Komplizen, (obwohl sowjetischen Truppen im wahren Leben Ende 1979 bekanntlich in Afghanistan einmarschiert waren) der für seine Handlangerdienste später mit gefälschten Gelddruckplatten belohnt werden wird. Orlovs Plan sieht vor eine Atombombe auf einem amerikanischen Stützpunkt in Westdeutschland im fiktiven Feldstatt zur Detonation zu bringen. Aufgrund des militärischen Frühwarnsystems, glaubt Orlov, würde nach einer erfolgreichen atomaren Sprengung das westliche Verteidigungsbündnis in letzter Konsequenz zu dem Ergebnis kommen, dass es sich um einen "kastrophalen Unfall" auf eigenem Sicherheitsgebiet handeln würde, so dass die Bevölkerung vor Ort den Abzug allierter Nato-Truppen so wie eine atomwaffenfreie Zone verlangen würde, die im Widerspruch zu der im Dezember 1979 beschlossenen Nachrüstung der Nato im eurostrategischen Bereich stehen würde. Da in der Realität damals nach Ansicht des westlichen Bündnisses die Aufrüstung der UdSSR mit SS-20-Raketen das atomare Geleichgewicht zwischen West und Ost verschoben hatte, wurde diese Lücke Anfang der Achtziger durch die Stationierung von Pershing-2-Raketen und "Cruise-Missile"-Marschflugkörper geschlossen, an dem auch die Friedensbewegung in Europa und den USA nichts ändern konnte.

Zurück zum Plot des Films:
Als unwissendes Bauernopfer, welches Orlovs verdeckte Geheimaktion erst ermöglichen könnte, indem mit ihrer Hilfe eine sowjetische Atombombe über die Grenze der damaligen DDR in die Bundesrepublik Deutschland geschmuggelt wird, benutzen der General und Kamal Khan einen Geschäftkontakt des Prinzen: die Geschäftsfrau Octopussy, die von ihnen nach Strich und Faden belogen wird und deren Tod diese beiden bewußt eingeplant haben, wenn ihr wirklicher Plan Erfolg hat. Octopussy wird weißgemacht, dass der General die russischen Kronjuwellen ausser Landes schmuggeln und unerlaubt im Westen verkaufen will. Dafür stellt Octopussy ihren Zirkuszug zur Verfügung im Glauben am Gewinn des Verkaufs der Juwellen lukrativ beteiligt zu werden. Damit niemand den dreisten Diebstahl im Kreml bemerkt, ist in den Schatzkammer der Spezialist Lemkin beauftragt worden, die Originale durch hochwertige Fälschungen auszutauschen.
Dabei bekommt der britische Agent 009 - wie auch immer - ein Duplikat eines bestimmten Fabergé-Eies in seine Hände und versucht damit als Clowns verkleidet in Ostberlin schließlich vor seinen Häschern zu flüchten. Da kurze Zeit später in Moskau eine ausserplanmässige Kontrolle in der Aservatenkammer ansteht, ist General Orlov gezwungen ein gleichaussendes Juwelen-Ei so schnell wie möglich heranzuschaffen. Wie der Zufall es so will ,wird gerade ein solches Modell bei einer Auktion bei Sothebys in London angeboten. Mittelsmann Kamal Khan erhält dadurch den Auftrag dieses Ei auf jeden Fall zu ersteigern, damit der Betrug im Kreml nicht auffliegt, wobei James Bond ihm bei der Versteigerung die Fälschung andreht. Die anonyme Verkäuferin dieses Ei ist weder Octopussy noch der Kreml, obwohl der Filmfan aufgrund von Flemings Kurzgeschichte "A property of a lady" vielleicht dazu neigen mag eine Assoziation zur Namensgeberin des Filmstitels zu ziehen.
Der Rest sollte soweit bekannt sein ..
.

Als Fehler im Filmscript wird sich später dann zeigen, dass General Orlov zum einem das echte Ei zerschlägt, weil sich Q's Abhör-Chip nur im echten Juwel befindet. Zum anderen hätte das "zweite" Ei in die Aservatenkammer gebracht werden müssen, da die Überprüfiung in der Erimitage noch anstand und Lemkin bekanntlich dann überführt wird.


__________________________________________



Zusätzliche Hinweise zu den verschiedenen Arbeiten Fabergés findet man beispielsweise auf http://de.wikipedia.org/wiki/Faberge

Somit ist nicht ausgeschlossen, dass es auch im Film "Octopussy" nicht nur ein spezifisches Themen-Ei als Unikat geben muss, sondern wie beispielsweise das im Bericht genannte "Gorbatschow-Friedens-Ei“ auf eine bestimmte Stückzahl zwar legitimiert sein kann aber doch mehrere Juwelen-Eier von einer Serie erstellt worden sein können. Damit müssen diese Kunstschütze auch nicht alle automatisch dem damaligen sowjetischen Staat gehört haben.

Im Film ist nirgendwo die Rede davon, dass Kamal Khan irgendwelche Fabergé-Eier verkauft (hat), sondern nur dass er laut Kunstexperten Fanning ein Händler zweifelhafter Art ist, der mit Stücken handelt, die nicht unbedingt legitimiert sind. Obwohl laut Drehbuchdialog in dem Jahr schon vier Fabergé-Ei auf Auktionen verkauft worden sind, vermuten sowohl der Verteidungsminister als auch Fanning nur, dass der Verkäufer ein Russe ist. Beweise fehlen ihnen aber, so dass diese Behauptung nur auf reiner Spekulation bassiert.

-

Kronsteen

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49

Mittwoch, 4. September 2013, 16:42


Da kurze Zeit später in Moskau eine ausserplanmässige Kontrolle in der Aservatenkammer ansteht, ist General Orlov gezwungen ein gleichaussendes Juwelen-Ei so schnell wie möglich heranzuschaffen. Wie der Zufall es so will ,wird gerade ein solches Modell bei einer Auktion bei Sothebys in London angeboten.
[...]
Somit ist nicht ausgeschlossen, dass es auch im Film "Octopussy" nicht nur ein spezifisches Themen-Ei als Unikat geben muss, sondern wie beispielsweise das im Bericht genannte "Gorbatschow-Friedens-Ei“ auf eine bestimmte Stückzahl zwar legitimiert sein kann aber doch mehrere Juwelen-Eier von einer Serie erstellt worden sein können. Damit müssen diese Kunstschütze auch nicht alle automatisch dem damaligen sowjetischen Staat gehört haben.


OK, das wäre eine mögliche Erklärung, dass ein Original bei Sotheby's verkauft wird und sich ein anderes Original der selben Serie im Kreml befindet.

Dann wiederum wäre aber M schlecht informiert, da er nicht davon spricht, dass "ein Original", sondern dass "das Original" bei Sotheby's versteigert wird, was auf ein Unikat hindeuten könnte.

Ebenso spricht Orlov gegenüber Mischka (oder Grischka) und Lenkin davon, dass man "das Original" nochmal benötigen würde, um eine neue Fälschung zu schaffen.
Und bei Orlov ist es naheliegend, dass er sich mit dieser Aussage genau auf jenes Ei bezieht, das er schon mal als Originalvorlage verwendet hat. Somit gibt es nur 1 Original.

Gerade, wenn wir von mehreren identischen Eiern ausgingen, würde der zwanghafte Kauf bei Sotheby's keinen Sinn ergeben. Denn als die Fälschung mit 009 verlorgenging, müsste das Sowjet-Original noch im Kreml sein (oder zumindest woanders für Orlov erreichbar). Wieso hätte dann Kamal das andere Original für Orlov bei Sotheby's unbedingt ersteigern müssen, wenn man doch nochmals einfach das noch im Kreml verweilende Sowjet-Original hätte als Vorlage für die Fälschung heranziehen können?
Wenn es denn mehrere geben würde, wo außer dem Kreml (der für Orlov ja erreichbar ist) hätte das Sowjet-Original denn hinkommen sollen?!
Gerade dass Kamal um jeden Preis dieses Original bei Sotheby's ersteigern muss, ist für mich somit ein eindeutiges Indiz dafür, dass es nur 1 Original gibt.

Das Zerschlagen des Eis kann man evtl. noch mit den von Maibaum und Count erwähnten Theorien erklären, aber die Sotheby's-Geschichte ist definitiv für mich unlogisch.
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50

Mittwoch, 4. September 2013, 18:06

Wie sagte es Goethe so treffend im Faust:
"Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor."

Aber was solls, es macht Spaß, Euch zu lesen! Das Schreib-Gespräch erinnert mich an eine Mischung aus Agatha Christie und Sherlock Holmes, dazu ein guter Schuss Spocksche Logik.
God save the Queen!

Count Villain

Schurkengraf

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51

Mittwoch, 4. September 2013, 19:22

Fragt sich nur, wer wer ist. :D
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Maibaum

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52

Mittwoch, 4. September 2013, 21:00

.

Als Fehler im Filmscript wird sich später dann zeigen, dass General Orlov zum einem das echte Ei zerschlägt, weil sich Q's Abhör-Chip nur im echten Juwel befindet. Zum anderen hätte das "zweite" Ei in die Aservatenkammer gebracht werden müssen, da die Überprüfiung in der Erimitage noch anstand und Lemkin bekanntlich dann überführt wird.



Nein, das sind beides keine Fehler. Als Orlov das echte Ei zerschlägt denkt er das es sich um die wiederbeschaffte Fälschung handelt. Das passt 100%. Es macht zwar keinen Sinn diese Fälschung zu zerschlagen, da man diese ja noch verwenden könnte, aber es handelt sich hier eindeutig um einen Wutanfall, also um eine Unbeherrschtheit. Kamals Blick bei dieser Szene macht ja auch klar was er von der sinnlosen Zerstörung hält.
Übrigens scheinen die Jungens auch nach der Zerstörung des Originals nicht bemerkt zu haben das Orlov hier gerade viel Geld zerpulvert hat. Aber der Mann hat ja größere Ziele.

Warum sollte das 2. Ei nicht mittlerweile in die Aservatenkammer zurück gebracht worden sein. Es taucht doch im Film nicht mehr auf.

Maibaum

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53

Mittwoch, 4. September 2013, 21:08



OK, das wäre eine mögliche Erklärung, dass ein Original bei Sotheby's verkauft wird und sich ein anderes Original der selben Serie im Kreml befindet.


Das wäre dann tatsächlich nicht logisch. Im Film muß man annehmen das es mehrere dieser Eier gibt, tatsächlich aber ist jedes Faberge Ei ein Unikat. Nur wer weiß das schon? Fast niemand, denke ich.

Aber da die Bonds in einer Art Parallelwelt spielen, in denen es auch sonst Dinge gibt die es noch nicht gibt, könnte es dort ja auch mehrere dieser Eier geben. ;)

54

Mittwoch, 4. September 2013, 21:12

.

Entschuldige bitte, Maibaum, wo solll ich geschrieben was Genral Orlov denkt, als er das Ei zerschlägt.
Bitte nichts hineininterpretieren, wo ich nichts zu geschrieben habe.

.

Maibaum

00-Agent

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55

Mittwoch, 4. September 2013, 21:13



Gerade, wenn wir von mehreren identischen Eiern ausgingen, würde der zwanghafte Kauf bei Sotheby's keinen Sinn ergeben.



Doch würde er. Sie brauchen ein Ei, egal ob Original oder gute Fälschung. Da sie gerade beides nicht zur Hand haben und in Zeitnot sind wäre die Ersteigerung eines Originals die perfekte Lösung. (wenn auch keine billige Lösung)
Vorausgesetzt es gibt mehrere Originale.
.

Entschuldige bitte, Maibaum, wo solll ich geschrieben was Genral Orlov denkt, als er das Ei zerschlägt.
Bitte nichts hineininterpretieren, wo ich nichts zu geschrieben habe.

.


Ähh, das verstehe ich jetzt nicht ...
Oder es ist so, dass, da das Original vor der Inventur zurück muss, das Durcheinander mit der Fälschung von Orlov beseitigt werden will, Kamal Khan daher die Fälschung herbeischaffen musste, jedoch das Glück hatte, wieder an das Original zu kommen, Orlov dann in dem Glauben lassen wollte, nur die Fälschung zu haben, um sich durch den von Orlov nicht gewussten Besitz des Originals zu einem kleinen Nebenverdienst zu bringen. Daher dann auch der gequälte Gesichtsausdruck Kamal Khans im Augenblick der Vernichtung durch Orlov.


Eher nicht ,würde ich sagen. So macht es wieder keinen großen Sinn.

Martin

Felix Leiter

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56

Mittwoch, 4. September 2013, 21:32

Der Behauptung müssten dann aber auch konkrete Beispiele folgen. In OP haben wir einen Bond, der sich in Blitzeschnelle ein Gorillakostüm an und wieder aus zieht, der mit Original Tarzanschrei an einer Liane herumschwingt oder sich ebenfalls in Sekundenschnelle ein perfektes Clownsoutfit verpasst. Was steht dem gegenüber in FYEO und ist noch lächerlicher?


Wenn ich hier mal kurz einspringen darf.
Ich hatte vorhin ja schon einiges aufgezählt:
  • Blofeld wird in einem Schornstein entsorgt und schreit "Mr. Booooond"
  • Kriegler ist für mich eine komplette Comic-Figur: Ein Biathlon-Meister, der beim KGB arbeitet. Und zudem noch während (!) eines Wettkampfs aussteigt, um Bond zu erledigen.
  • Kriegler wirft nach Bond mit einem Motorrad. Das ist "Beißer light"
  • Bibi Dahl ist einer der überflüssigsten Figuren der Bond-Historie. Die Unterhaltungen mit Bond dienen nur dem Witzfaktor und haben keine Funktion.
  • Bond wird im Eisstadion von Eishockeyspielern angegriffen. Umständlicher gehts nicht! Woher wussten die überhaupt, dass Bond kommt.
  • Melina lässt beim Tauchen eine Sauerstoffflasche unten liegen. Wie praktisch, dass man sie nachher genau dort nochmals braucht.
  • Der Tötungsversuch Kristatos' an Bond und Melina mittels des Seils. Das mag zwar Fleming sein, aber ist durchaus etwas albern.
  • Maggie Thatcher und Dennis zum Schluss mit dem Papagei. Der Inbegriff des Klamauk


Auch wenn es gerade in der mit der Regelmäßigkeit einer ungeliebten Jahreszeit auftauchenden Eierdiskussion etwas offtopic ist: Finde ich alles wesentlich weniger albern als die OP-Sachen. Vor allem weil keine dieser Albernheiten auf Kosten Bonds geht, während er in OP buchstäblich zum Clown gemacht wird. Einige sind auch eher Drehbuchlöcher als Gags. Der Thatchergag ist im Prinzip nicht unrealistisch, während Bonds sekundenschnelle Umziehaktionen auch aus einem Tom-und-Jerry-Cartoon stammen könnten.

Maibaum

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Mittwoch, 4. September 2013, 23:21

Das schnelle Umziehen hat mich nie gestört. Der Tarzanschrei ist dämlich, aber der Thatcher Gag am Ende von FYEO ist noch viel peinlicher. Aber diese Szenen wie der Tarzanschrei machen Bond nicht lächerlich, es ist einfach nur eine sehr platte Form von Selbstparodie.

Mir geht es eher um billige Kalauer, um primitiven Humor. MR ist randvoll davon, und FYEO enthält genug. Die Verfolgungsjagd mit der Ente reiht da z.B. eine ganze Menge hintereinander. In OP wären noch die beiden Deutschen die Bond im Auto mitnehmen zu erwähnen. Auch in TLD findet sich leider solcher Kram, der schon zu Moore nicht wirklich passte, aber zu Dalton überhaupt nicht.

Die Verbindung von Humor und Action war auch ein Grund warum LALD und TSWLM damals unsere Lieblinge waren. Klar, die überschreiten die Grenze hier und da auch schon, aber meist ist das in den Beiden durchaus gelungen. Aber ab MR wird es dann zu oft extrem platt. Das ist schade, das wäre meiner Meinung auch nicht nötig gewesen.

Wie auch immer, als ich das letzte Mal OP schaute habe ich bewußt drauf geachtet, und es war entgegen seines Rufs längst nicht so viel drin wie ich befürchtet hatte.

Mister Bond

Felix Leiter

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58

Donnerstag, 5. September 2013, 00:06

Mister Bond findet einen Moore zu hoch gelobt ? Das muss ich mir in den Kalender schreiben :D

Ja, gut, nur die momentane Stimmung pro OP, oder weil OP vor zwei Jahren bei mir auch noch höher im Kurds stand und aktuell lediglich TMWTGG für mich schwächer ist ;)



Sauerei. Da musst du durchgreifen.

:winke:

Um die Moore Bonds zu unterscheiden, und die unterscheiden sich für mich alle nur im geringen Maße, würde ich Worte wie "bodenständig" oder "seriös" nie benutzen. Wenn ich die 1. Szene in FYEO sehe weiß ich daß da kein bodenständiger Film auf mich zukommt (was ich auch als enttäuschend empfunden hätte), und wenn ich die PTS von AVTAK gesehen habe dann stammt die nicht aus einem seriösen Film. Und sonst auch nicht viel. Wobei damit nicht gesagt sein soll daß jeder Moore Bond trotzdem alles andere als unseriös wäre. Nur, was sie glücklicherweise alle nicht sind ist bodenständig.

OP war von Anfang an trotz einiger Blödheiten ein angenehmer Bond. Und das ist er für mich auch geblieben. Der Wechsel zwischen den etwas nüchternen DDR/BRD Szenen und den exotisch verspielten Szenen in dem Fantasie Indien in Stil und Handlung hat mich nie gestört, ganz im Gegenteil, irgendwie scheint das passend.
Da die Handlung nach wie vor viele verwirrt scheint es auch der komplizierteste Moore Bond zu sein.

Nun, ehrlich gesagt, das muss auch mal gesagt werden, sind alle Connery Bonds nicht minder unseriös. Lediglich FRWL sticht da etwas heraus.
Ich weiß nicht, warum fast ausschließlich den Moore-Bonds angehaftet wird, dass diese nicht bodenständig wären ?(
Von Bond und "Bodenständigkeit" braucht man eigentlich im allgemeinen nicht reden.
Da wäre man eher mit einem Harry Palmer Film gut aufgehoben oder mit einer John Le Carre Verfilmung.

@Maibaum & Kronsteen:
Und was "wir" bei OP eher kritisieren als bei FYEO, dass Bond bei den albernen Szenen in FYEO nicht selber zuständig ist, während er in OP eben für den Tarzanschrei sorgt, in Nullkommanichts aus dem Gorillakostüm springt oder einer Schlange und einem Tiger einen Spruch drückt. Da hält sich Bond in FYEO aber gewaltig zurück.

Aber Martin schrieb es ja zuvor:



Auch wenn es gerade in der mit der Regelmäßigkeit einer ungeliebten Jahreszeit auftauchenden Eierdiskussion etwas offtopic ist: Finde ich alles wesentlich weniger albern als die OP-Sachen. Vor allem weil keine dieser Albernheiten auf Kosten Bonds geht, während er in OP buchstäblich zum Clown gemacht wird. Einige sind auch eher Drehbuchlöcher als Gags. Der Thatchergag ist im Prinzip nicht unrealistisch, während Bonds sekundenschnelle Umziehaktionen auch aus einem Tom-und-Jerry-Cartoon stammen könnten.

Stimmt!


Super-Roger-Fan :box:


Das wär doch mal ein genialer Titel für Dich! :thumbup:
Das moorige Pendant zu meinem "Propagandaministerium für Feuerball". :D

:thumbsup:
Nur wäre es bei mir explizit das "Propagandaministerium für Der Spion, der mich liebte" :)

Zum eigentlich schon leidigen Fabérge-Ei Thema:
Orlov hat keine Ahnung und zerschlägt das Original. Khan weiß es besser, deshalb sein gequälter Gesichtsausdruck!

Kronsteen

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Donnerstag, 5. September 2013, 09:12

Doch würde er. Sie brauchen ein Ei, egal ob Original oder gute Fälschung. Da sie gerade beides nicht zur Hand haben und in Zeitnot sind wäre die Ersteigerung eines Originals die perfekte Lösung. (wenn auch keine billige Lösung)
Vorausgesetzt es gibt mehrere Originale.


Ja, wir setzen mal voraus, dass es mehrere identische Eier gibt:
Genau dann ist aber unlogisch, dass man unbedingt jenes benötigt, das in London versteigert wird. Warum nimmt man dann nicht einfach das Original aus dem Kreml nochmal?
Lenkin ist für das Machen der Kopien verantwortlich. Und der sitzt genau in der Aservatenkammer des Kreml, wo logischerweise auch das Original sein muss (weshalb sollte Orlov sonst eine Kopie machen müssen, wenn das Sowjet-Original nicht dort sein müsste?).
Und statt dass Lenkin einfach dieses Ei nimmt, wird Kamal nach London geschickt, um um jeden Preis ein anderes artgleiches Ei zu kaufen? Nee, das ist nicht logisch.

Und falls es tatsächlich nur 1 Ei gibt, das Ei also ein Unikat ist, dann ist nicht erklärbar, warum es plötzlich in London ist und nicht mehr im Kreml.

Man kann es drehen und wenden, wie man will, aber diese Eiersuche wird zu keinem zufriedenstellenden und logischen Ergebnis kommen. Ich denke, dass sich im Irrgarten dieses Versteckspiels einige vergaloppiert und verlaufen haben:
  • Kamal und Orlov
  • Die Sowjets und der KGB
  • Bond und der MI6
  • Octopussy
  • und vor allem: Richard Maibaum, Michael G. Wilson und George MacDonald Fraser :D


Auch wenn es gerade in der mit der Regelmäßigkeit einer ungeliebten Jahreszeit auftauchenden Eierdiskussion etwas offtopic ist: Finde ich alles wesentlich weniger albern als die OP-Sachen. Vor allem weil keine dieser Albernheiten auf Kosten Bonds geht, während er in OP buchstäblich zum Clown gemacht wird. Einige sind auch eher Drehbuchlöcher als Gags. Der Thatchergag ist im Prinzip nicht unrealistisch, während Bonds sekundenschnelle Umziehaktionen auch aus einem Tom-und-Jerry-Cartoon stammen könnten.

Ich finde den Thatcher-Gag jetzt nicht wirklich schlimm. Ich wollte damit nur den durchaus gaglastigen Charakter des "ernsten" FYEO darstellen. Wenn Maggie Thatcher aber realistisch mit Bond telefonieren würde, dann von ihrem Büro aus und nicht in der Küche mit einer Schürze um, während sie Denis auf die Finger haut. ;)

Ich finde aber z.B. gerade die Clown-Szene in OP bockstark. In dem Moment, wenn Bond seine Maske runternimmt und "Ich bin britischer Agent" sagt, kommt richtig Agenten-Feeling auf. Zudem noch Bonds verzweifelnder Worte "Da drin ist eine Bombe" in Zusammenhang mit seinem Gesichtsausdruck (den man auch hinter der Schminke erkennen kann). Stark!
Ob die Gags zu Lasten Bonds gehen oder unabhängig davon sind, halte ich persönlich für die Bewertung des Films für nicht relevant. Aber da kann man natürlich geteilter Meinung sein.

@Maibaum & Kronsteen:
Und was "wir" bei OP eher kritisieren als bei FYEO, dass Bond bei den albernen Szenen in FYEO nicht selber zuständig ist, während er in OP eben für den Tarzanschrei sorgt, in Nullkommanichts aus dem Gorillakostüm springt oder einer Schlange und einem Tiger einen Spruch drückt. Da hält sich Bond in FYEO aber gewaltig zurück.

Natürlich hat OP grenzwertige Momente. Mir gings v.a. darum, darzustellen, dass ich das Ernsthaftigkeits-Image von FYEO nicht nachvolziehen kann, wenn man OP in die Slapstick-Ecke drängt.
Beim Tarzanschrei würde ich ohnehin meinen, dass der nicht von Bond kommt, sondern Teil der Filmmusik ist. Man kann den natürlich störend finden (ich mag ihn auch nicht), aber ich halte ihn jetzt nicht für einen Bestandteil der Handlung, sondern "nur" für einen störenden Sound - ähnlich der beim Evil-Knievel-Stunt in TMWTGG oder der Beach-Boys-Einlage in der PTS von AVTAK.

Nun, ehrlich gesagt, das muss auch mal gesagt werden, sind alle Connery Bonds nicht minder unseriös. Lediglich FRWL sticht da etwas heraus.
Ich weiß nicht, warum fast ausschließlich den Moore-Bonds angehaftet wird, dass diese nicht bodenständig wären

Ich finde die Connerys bis TB durchaus ernster. In den ersten 4 Filmen hats kaum Slapstick-Momente. Meiner Meinung nach gibts die fast nur in YOLT und in DAF.
DN und FRWL sind recht gradlinige Agententhriller. Bei DN stört höchstens der Drache und Dr. Nos Äußeres ein wenig dieses bodenständige Bild.
GF und TB sind natürlich mehr "over the top", ohne aber in irgendwelchen Szenen den Realismus zu verlieren - bei aller Überspitztheit der Handlungen.
Mich stört es aber keineswegs, dass die Moore-Filme zumindest aus meiner Sicht da etwas grenzwertiger sind. Ich bin ohnehin ein Fan der überdrehten Filme wie den 3 Gilbert-Filmen oder DAF. Und eben auch von OP. Und wenn ich FYEO auch etwas von diesem Attribut zuschreibe, muss das für meine Bewertung nicht schlecht sein. Dass FYEO bei mir unter OP rangiert (wenn auch knapp), hat eher andere Gründe (wie schon erwähnt: Bedrohungsszenario, Tempo, Deutschland-Bezug usw.).
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Maibaum

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Donnerstag, 5. September 2013, 10:00

Doch würde er. Sie brauchen ein Ei, egal ob Original oder gute Fälschung. Da sie gerade beides nicht zur Hand haben und in Zeitnot sind wäre die Ersteigerung eines Originals die perfekte Lösung. (wenn auch keine billige Lösung)
Vorausgesetzt es gibt mehrere Originale.


Ja, wir setzen mal voraus, dass es mehrere identische Eier gibt:
Genau dann ist aber unlogisch, dass man unbedingt jenes benötigt, das in London versteigert wird. Warum nimmt man dann nicht einfach das Original aus dem Kreml nochmal?
Lenkin ist für das Machen der Kopien verantwortlich. Und der sitzt genau in der Aservatenkammer des Kreml, wo logischerweise auch das Original sein muss (weshalb sollte Orlov sonst eine Kopie machen müssen, wenn das Sowjet-Original nicht dort sein müsste?).
Und statt dass Lenkin einfach dieses Ei nimmt, wird Kamal nach London geschickt, um um jeden Preis ein anderes artgleiches Ei zu kaufen? Nee, das ist nicht logisch.


Es ist doch ziemlich offensichtlich daß sie das Original nicht mehr haben. Da müssen wir annehmen das sie das Original bereits vertickt haben bevor sie es durch die Fälschung ausgetauscht haben. Oder 009 hat die Fälschung direkt im Kreml geklaut (so was ist ja kein Problem für britische Geheimagenten ;) ).
Wieauchimmer, sie haben im Film kein Original mehr, und sie können so schnell auch keine gute Fälschung anfertigen, deswegen ist das Ei auf der Auktion ihre Chance.


Zitat


Und falls es tatsächlich nur 1 Ei gibt, das Ei also ein Unikat ist, dann ist nicht erklärbar, warum es plötzlich in London ist und nicht mehr im Kreml.


Wie schon gesagt, wenn es nur je ein Ei gibt, wie es in der Realität auch ist, dann kann bei der Auktion keins angeboten werden was offiziell im Kreml legen müsste. Nach wie vor der einzige Fehler der ganzen Rumeierei.