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ollistone

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Beiträge: 1 007

Registrierungsdatum: 27. Mai 2013

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1

Sonntag, 2. Juni 2013, 13:14

DER FILM: Der Spion, der mich liebte

Hier geht's zur archivierten Diskussion auf Razyboad.

Zitat von »Kronsteen«

Hier bitte alles rein, was den Film TSWLM anbelangt.
Nach3 Jahren Pausen der erste Film, den Cubby Broccoli ohne Harry Saltzman produzierte.
Eine Art Frischzellenkur für die Serie mit einem gigantischen 007-Set für die Liparus.
Roger Moores Lieblingsbondfilm (zumindest von seinen).
"Morgen spreche ich endlich mit Malone."

Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

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2

Sonntag, 2. Juni 2013, 14:04

[img]http://img.wallpaperstock.net:81/007-in-der-spion,-der-mich-liebte-wallpapers_26931_1280x960.png[/img]

Zitat von »Spree«

TSWLM schwankte bei mir immer ziemlich stark in der Bewertung. Konnte ich früher eher wenig mit dem Film anfangen, so weiß ich heute seine Qualitäten besser zu schätzen. V.a. bietet einem TSWLM beste Bond-Unterhaltung mit allen wichtigen Zutaten: Auto, Weltvernichtungsbösewicht, Beißer, gigantische Sets von Ken Adam, usw.
Viele Sachen stören mich aber auch an dem Film:
Zuallererst mal ist Curd Jürgens (Verzeihung an alle Fans) für mich ein eher schwacher Villain. Ich kann nunmal mit stoisch ruhigen (fast schon auf Valium) Bösewichtern weniger anfangen, als mit weltgewandteren Typen, die Bond Sprüche von Philosophen o.ä. um die Ohren hauen (Blofeld in DAF, Drax, auch Goldfinger oder Carver). Auch seine Todesszene (von vielen gelobt) wirkt auf mich uninspiriert und unfreiwillig komisch.
Dazu kommt des öfteren ein Hin und Her im Charakter von Anya zum Vorschein: mal die toughe Agentin, die Bond ein ums andere Mal den Schneid abkauft, mal die hilflose Goodnight (OK, etwas übertrieben) die sich am Ende fest an Bond klammert und beschützt werden will.
Auch handlungstechnisch weist der Film meiner Meinung ein paar kleinere Hänger auf: nach den Titeln braucht der Film etwas Zeit um in Fahrt zu kommen und einige Szenen (wie z.B. der gesamte Besuch bei Stromberg) bringt die Handlung keinen Millimeter voran. Und die Story ist halt nur sehr wenig von YOLT abgewandelt.

Aber auf vielen Gebieten bietet TSWLM einfach beste Bondunterhaltung: Humor (wenn auch tlw. nicht so ausgeprägt wie in anderen Moores, man denke an den harten, kompromisslosen Umgang mit Szandor), wahnsinnige Stunts und tolle Action, sehr guter Score (wenn mir auch der Bee Gees-Disco Sound tlw. auf die Nerven geht), cooler Lotus, für einen Bondfilm eine eher ausgeprägte charakterliche Beziehung zw. Bond und Anya, riesige Optik und der erste Auftritt von Jaws.

Zur Zeit zusammen mit MR mein zweitliebster Moore-Bond hinter OP. In meiner Bestenliste ein Kandidat für die Plätze 4-7.


Zitat von »Christian79«

TSWLM hält sich bei mir überwiegend in den Top5 meiner Rangliste auf. Ein Freund von großen Schießereien wie auf dem Schiff bin ich zwar nicht, aber ansonsten überwiegt doch das Positive. Das Hin und Her zwischen Bond und Anya gefällt mir, auch die Wahl der Darsteller. Humor kommt schon recht viel vor, und die Locations sind auch sehr ansprechend.


Zitat von »Sanchez«

Ich persönlich kann mit TSWLM nicht so viel anafangen. Rein objektiv lassen sich zwar viele positive Eigenschaften des Filmes ausmachen (tolle Schauplätze, die sehr gut eingefangen werden, sehr gutes Bond-Girl, topfiter Roger Moore, Beißer, Bond-Auto, Beziehung zwischen Bond und dem Bondgirl) aber der Film hat für mich ein großes Manko: Er ist zu leicht. Ich kann deshalb den ganzen Film lang keine Spannung erkennen. Anders ausgedrückt gefällt mir der Film zwar beim Sehen, hinterlässt aber aufgrund seiner Leichtigkeit keinerlei Eindruck.
Zwei etwas konkretere Kritikpunkte sind zum einen Curd Jürgens als Stromberg (Ich finde ihn weder bedrohlich noch charismatisch, außerdem kommt seine villain-typische Abnormalität zu wenig zur Geltung) und die Schlussschießerei auf dem Schiff (viel zu lange und viel zu unübersichtlich, dazu überhaut nicht spannend).


Zitat von »ollistone«

Ganz klar in meinen ewigen Top 3. Allein schon für den Pre-Title: den Skisprung vom Berg, den Kamera-Zoom auf den Union-Jack-Fallschirm und den Main Title, der mit dieser Klavierlinie von "Nobody does it better" einsetzt. Ganz groß.

TSWLM hat alles: Einen super Song, ein tolles Bondgirl (sogar mit Motiv), einen exzellenten Schurken (siehe Stromberg-Thread), mit Sardinien und Ägypten sehr schöne Schauplätze, den Beißer, Ken Adam in Hochform ("Atlantis"!) - ein einziges, ungetrübtes Vergnügen!


Zitat von »jimhunter«

Also in einigen Punkten herrscht übereinstimmung in anderen muss ich aber wiedersprechen :

Curt Jürgens wirkt gerade wegen seiner coolen Haltung so bedrohlich - ihm traut man wirklich alles zu und genau das unterscheidet ihn von den Villains der vorangegangenen Filme - Scaramanga etwa . der doch sehr viel emotionelles frei gibt - ebenso wie Big/Kananga - der sehr jähzornig und leidenschaftlich reagiert, selbst Savallas Blofeld ist da sehr menschlich. Stromberg hingegen ist eiskalt und hat überhaupt nur was für das Meer übrig.

Auch die kritisierte Schiesserei finde ich passend - da die Story nunmal so aufgebaut ist- ist dieser Kampf konsequent und nach den eher verhaltenen Finals in LALD und TMWTGG auch wieder eine Abwechslung.

Der ganze Film wirkt um einiges moderner als sein Vorgänger der ja noch in der ersten hälfte 70' entstand während TSWLM nun schon das ausgehende Jahrzehnt begleitet und fast schon die 80' begrüsst.
während Bonds Asien Aufenthlat nur wenige sensationen bot - strotzt dieser nun davon. gleich zu beginn sehen wir den gewaltigen Sprung vom Asgaard mit dem Union Jack als Poiente. Dann folgt ( zum Glück ) erstmal der Aufbau der Story - hier gefällt mir besonders gut das Meeting auf dem Schiff - was wieder sehr an Bonds eigentlichen charakter erinnert gleichzeitig aber dadurch nicht nur Fleming sondern auch Gardner Feeling aufweist.
Nun folgen in recht kurzen abständen dann wirklich spektakuläre Actionszenen : Der Kampf mit Sandor der grandios über den Dächern von Kairo gefilmmt wurde und mit den passenden geräuscheffekten unterlegt. Die Schlägerei zwischen Bond und den 2 KGB Leuten - was Anja offensichtlich sehr beeindruckt - Kampf mit Beiser im Zug, die tolle Autojagd - mit bekanntem Höhepunkt sowie das Finale das sich ja über einen sehr langen Zeitraum erstreckt . So wirkt der ganze Film erheblich grösser als der Vorgänger. Roger Moore ist nun auf dem Höhepunkt als 007 - hier ist er absolut perfekt - in allem !

Besonders gefällt mir auch - wie schon von Spree erwähnt - die etwas gehaltvollere und dramtischere Lovestory zwischen James und Anja - gerade auch vor dem hintergrund das sie ja eigentlich für verfeindete dienste arbeiten sehr passend.

Zur Spannung : im ernst - ich hab noch nie einen Bondfilm wegen der spannenden Handlung gesehen sondern immer wegen diesem Feeling das eben NUR ein 007 Movie hat !

Gruß Jim]


Zitat von »Cyrus Poonawalla«

"Das neue große James Bond Abentuer:
1000 neue Gags - 10 000 PS-Tempo - 100 000 Volt-Spannung"

Dieser Spruch stand auf dem Kinoplakat für "The Spy Who Loved Me" . Und erstmals wird auch nicht der Schauspieler als James Bond in Ian Fleming's Roman angekündigt, sondern der Produzent (Harry Saltzman hatte sich von Albert R. Broccoli getrennt) zeigt Roger Moore als Ian Fleming's James Bond 007 in "Der Spion, der mich liebte". Ein kleiner, aber feiner Unterscheid, denn inzwischen gingen die Fleming'schen Romantitel zur Neige...
Dieser Film ist für die Moore-Bonds das, was "Goldfinger" für die Bondfilme mit Sean Connery war: er ist einfach perfekt. Roger Moore präsentiert sich hier elegant, in Bestlaune und in Bestform, Barbara Bach darf einmal zeigen, daß sie mehr kann als nur gut aussehen, und Curd Jürgens als "Stromberg" strahlt die Ruhe und Gelassenheit eines Mannes aus, der nicht nur weiss, was er will und die er es erreicht, sondern der absolut von der Richtigkeit seines Tuns überzeugt ist. Spannung, Unterhaltung, Humor sind ideal aufeinander abgestimmt, und nicht zuletzt bekommt der Zuschauer wieder zwei besonderes Schmankerl in Form eines weissen Lotus Esprit - ein damals ganz neues Fahrzeug, dass erst 1976 zu Serienreife entwickelt wurde, und das sich hier in ein Uboot verwandeln kann - und in Form des "WetBike", ein von "Q" entwickeltes Wasser-"motorrad". Heutzutage kann man diese Dinger an nahezu jedem Strand sehen, aber das Wetbike wurde eigens für diesen Film entwickelt...

Der Film überzeugt auch durch die Feinheiten seiner Story: Zum ersten Male hat Bond eine Frau an seiner Seite, die nicht nur gut assieht, sondern ihm in jeder Hinsicht ebenbürtig ist. Anya Amasova ist eine der besten KGB-Agentinnen. Immerhin hat sie vor ein paar Jahren die Konstruktionspläne des Lotus gestohlen
Drei kleine Szenen bringen die menschliche Seite in diesen Film, vermeiden das Abrutschen des Filmes in die Klammotte und tragen so wesentlich zur perfekten Abstimmung dieses Filmes bei: Bond zeigt seine Sensibilität (und scheut sich auch nicht, dies zuzugeben), als Anya ihn an den Tod seiner Frau erinnert; Anya mutiert zur kalten Rächerin und schwört, Bond nach Beendigung ihres gemeinsamen Auftrages zu töten, als sie erfährt, daß Bond ihren Geliebten getötet hat, und als sie in Strombergs Rettungskapsel die Waffe auf Bond richtet, zeigt dieser zum ersten Male wirkliche Angst.

Und nach dem Film verlassen wir das Kino (oder schalten den Fernseher aus) und sind einfach nur gut gelaunt. Ziel erreicht, Mission vollbracht, Mr Bond!


Zitat von »MisterBond«

Für mich ist und bleibt TSWLM die absolute Nummer 1

Im Grunde wurde alles von ollistone, jimhunter und cyrus genannt.
Für mich gibt es keinen einzigen negativen Kritikpunkt.

Roger Moore gibt hier seine beste Bond-Performance:
Seinen Charme, die Sensibilität, aber auch Härte (gegen Szandor und auch Naomi) sind hier perfekt aufeinander abgestimmt. Dazu wirkt Moore hier topfit.
Barbara Bach gibt der ganzen Figur Amasova einen eigenen Stempel. Sie ist nicht nur nette/hübsche Staffage, sondern verleiht dem Film eigenen Charme. Die Szenen mit ihr und Moore stimmen einfach.
Curd Jürgens sehe ich als einen der besten und "größten" Bondvillains an. Er ist das, was Blofeld früher war. Er verfolgt einen Plan und lässt andere handeln. Vergleiche mit Sanchez (da eh anders ausgelegt) oder Carver tun mir weh.
Richard Kiel als "Beißer" aka Jaws ist als Henchman wohl sogar populärer als Odd-Job. Zumindest gesellen sich beide auf einer Stufe. "Beißer" gibt einen herrlich überdrehten Charakter wieder. Nichts kann ihn umbringen (Parallelen zu Bond), dadurch wirken natürlich einige Szenen komisch, allerdings gewollt! Andererseits ist der "Beißer" hier noch ein richtiger Killer, anders als in MR.
Die Musik wurde damals komplett, Soundtrack als auch Carly Simons gesungener Titeltrack, für den Oscar nominiert. Da kann ich nur wohlwollend nicken. Der Song Nobody Does It Better ist doch, wie der Film, ein Klassiker, auch wenn es hier einige gibt, die den Song nicht so gut finden (was ich nie kapieren werde). Der Soundtrack ist dem Zeitgeist angepasst, beinhaltet aber auch klassische Elemente, welche die Größe des Films betonen.
Die Pre-Title-Sequence gehört ebenso zu den "Klassikern" und der Lotus Esprit braucht sich vor den Aston Martin DB5 nicht verstecken.
Meiner Meinung passte hier der Spruch, dass alles "größer und besser" sei.
Meine Wertung daher: klare 10/10 Punkte


Zitat von »webster«

Bei TSWLM handelt es sich eindeutig um ein Highlight der Serie. Es ist derjenige Bondfilm, bei dem das klassische "wahnsinniger Einzeltäter bedroht die Welt mittels seiner Organisation"-Szenario am besten umgesetzt wird, nicht zuletzt dadurch, daß M und General Gogol ihre beiden Spitzenagenten gemeinsam auf den Fall vorbereiten. Curd Jürgens als Stromberg wird durch seine Unnahbarkeit zu einem guten Villain, allerdings sind in der Figur des Stromberg offenbar auch Elemente von Villains aus vorherigen Filmen recycelt worden, was sich nicht so positiv auswirkt. Barbara Bach als Anya schafft es locker in die Top 10 der Bondgirls, und bei Ringo Starr sogar auf Platz 1.
Mit dem Beißer in seiner Paraderolle hat der Film wohl den besten Henchman der Serie zu bieten. Kein anderer wirkt so intensiv. Speziell die Szenen mit dem Beißer in Ägypten sind mir da in Erinnerung geblieben.
Weiterhin hat der Film eine der besten Chase-Sequenzen der Serie: die mit dem tauchenden Lotus. Das mögen manche over-the-top finden, aber dieses Fahrzeug ist spektakulärer als alle Gimmicks der Q-Branch aus Die Another Day.
Und das Set-Design, speziell Strombergs Observatorium, ist auch hervorragend gelungen.
Bei mir ist der Film in den Top 5 zu finden. Mal sehen, was passiert, wenn ich meine Bestenliste neu ordne.


Zitat von »carsten«

Der Spion, der mich liebte ist für mich eindeutig einer der besten Bondfilme überhaupt. Der Film hat ein atemberaubendes Tempo und sprudelt nur so von Ideen. Hier nur eine kleine Liste seiner Vorzüge:

- der Asgard-Sprung ist für mich die ultimative Pre-Title
- die Action-Szenen sind brilliant gemacht und sind sehr abwechslungsreich (Ski, Zug, Auto, U-Boot)
- der U-Boot Lotus war eine der besten Gadget Ideen der Serie
- ein brilliantes Design von Ken Adam
- nach LALD und TMWTGG endlich wieder Glamour. Man könnte sich jedes Standbild des Films als Bild an die Wand hängen - halt ein echter Renoir
- Die Darsteller passten alle sehr gut in die Rollen
- Moore kann endlich die für ihn richtige Portion Humor ausspielen
- Musik war schwungvoll und modern, der Song war eine wunderschöne Ballade, die man auch heute noch gerne hört
- aus den Locations wurde das beste herausgeholt. Sadinien und Ägypten haben in keinem Film je besser ausgesehen

"It´s the biggest, it´s the best, It´s Bond and beyond." Der Satz ist für mich schon fast keine Werbung mehr, sondern eher eine Beschreibung. Ich liebe diesen Film, habe ihn mindestens 15mal gesehen und werde ihn vermnutlich auch noch 15x sehen.


Zitat von »felixleitner«

Schließe mich meinen Vorrednern (oder Vorschreibern) an: Hier gibt es objektiv gesehen wirklich nicht viel zu bekritteln. Man vergleiche TSWLM mal mit Krieg der Sterne (so hat der Gross des deutschen Publikums den Film damals wohl genannt, noch nix mit "new hope" und so). Klar, in Sachen Optik war das noch sensationeller als Bond (und hat den Film anno '77 als Blockbuster-Sensation des Jahres leider in den Schatten gestellt. Bin mir sicher, dass das sonst TSWLM gewesen wäre!) Aber wenn man heute mal beide Filme vergleicht und sich an den Star Wars-Effekten & Kulissen satt gesehen hat, kommt einem Lucas' Inszenierung vergleichsweise behäbig vor. Was das Tempo angeht, muss sich TSWLM vor neueren Filmen jedenfalls nicht verstecken!

Einige Anmerkungen noch:

- Die Sprengkopfbergung gehört zu den besten Spannungsmomenten der Bond-Serie (obwohl man ja weiss, wie's ausgeht...)

- Ich stimme Sanchez zu, dass die Schießereien auf der Liparus tatsächlich ein bisschen ermüdend sind. Dass stelle ich aber bei fast allen Massen-Kämpfen in Bond-Filmen fest (z.B. bei TB, YOLT). Dafür heben Sie sich durch ihren fast militärischen Charakter ab: Etwa wenn der junge Kadett sich freiwillig meldet und im Kugelhagel endet - dass ist doch ein altes Kriegs- und Söldnerfilm-Klischee - er war der Tapferste und musste so jung sterben. Gut, dass Bond da dann nicht Rambo-like die Wut packt... ("Ihr Schweine, er war noch fast ein Kind!")

- Beim letzten Sehen ist mir aufgefallen, dass der Film ab letzter U-Boot-Kaperung trotz beeindruckender Kulissen optisch doch ein wenig monoton wird. Ob in der Liparus oder auf Atlantis -alles durchgehend nur noch metallisch-blau-grau-schimmernd. Der typische Bond-Set-Look wurde hier fast etwas überreizt. Wohl deshalb kamen diese Art von Sets in späteren Filmen auch etwas seltener vor (langweiligstes Beispiel: Das Boot von Carver)

- Warum muss Atlantis eigentlich zerstört werden? So ein Wunderwerk der Technik! Stromberg & Henchmen töten hätte doch auch gereicht...

- Warum macht Anya in dem Lotus so ein verduztes Gesicht, wenn sie die Pläne doch kennt?

- Schlagt mich tot, obwohl TSWLM eindeutig der bessere, stringentere Film ist, habe ich doch eine unerklärliche Schwäche für MR. Keine Ahnung, woran das liegt. Noch größer, noch leichter, noch bunter, noch infantiler... So bin ich halt.


Zitat von »Bernie101«

Für mich derzeit der beste Bondfilm, knapp vor TLD!

Hab den Film vorhin wieder gesehen, und er begeistert mich jedesmal wieder aufs Neue!

Der Film hat einfach alles, Top Locations (die Szenen in Ägypten sind enorm geil), starke Villains (Stromberg, Beisser), und mit Major Amasova eines der besten Bondgirls aller Zeiten!
Und natürlich sensationelle Sets (Öl Tanker, Atlantis.....)

Ich kann über den Film fasst gar nix negatives sagen, die Story ähnelt zwar YOLT, aber TSWLM gefällt mir deutlich besser!

Auch Roger Moore gefällt mir in diesem Streifen am besten, man merkt dass er sich an die Rolle gewöhnt hat, und das Alter passt hier auch noch wunderbar.

Titelsong ist auch stark, einzig der Score von Hamlisch ist nicht so überzeugend, das ist vielleicht der einzige Kritikpunkt, aber an John Barry kommt keiner ran

Warum nochmal wird im Abspann FYEO angekündigt, hab das schon wieder vergessen? War das damals so geplant und dann kam MR dazwischen?


Zitat von »Ahab«

Wie schon woanders angedroht, hab ich kein ganz so übertrieben gutes Verhältnis zu TSWLM und schreib nun was dazu. Als ich mir den gesamten Thread noch mal durchgelesen hab, ist mir allerdings aufgefallen, dass einige der Punkte die ich nicht so gelungen finde, auch andere vor mir schon bemerkt haben.

Hauptschwäche für mich ist die Monotonie die für mich dort beginnt, wo Bond und Amasova aufs U-Boot kommen. Wie schon erwähnt: Blau- und Grautöne dominieren und die Schlacht zum Schluss zieht sich für mich auch ziemlich, zumal die Gefahr zu einem Hauptteil aus zwei leuchtenden Punkten auf dem (zugegeben recht schönen) ‘Schirm’ besteht.
Damit zusammen hängt indirekt auch das ich finde, dass aus Stromberg nicht alles rausgeholt wurde. Er spielt zwar großartig und es wirkt schon glaubhaft, dass er immer auf seiner Atlantis bleibt da er mit der Menschheit einfach nichts anfangen kann. Es ist aber seiner gefährlichen Aura vielleicht nicht unbedingt dienlich. Mir kam es bei manchem Ansehen des Films schon so vor, dass er vielleicht auf Atlantis ungeheuer gefährlich ist, aber in einer anderen Umgebung völlig überfordert und unsicher wäre. Deswegen zieht er sich ja auch am Ende so schnell dorthin zurück. Und genau da verliert dann Stromberg im so oft bemühten Vergleich zu Goldfinger. Dieser strahlt einfach überall seine ungeheure Gefahr aus. Auch Drax, der selten die Klasse Strombergs erreicht, hat einfach eine Rolle die es besser mit ihm meint und ihn nicht dazu verdammt, nur auf seiner Raumstation zu agieren.

Amasova sehe ich ebenfalls nicht vollkommen unkritisch: Die ganze Rachegeschichte wirkt auf mich nicht so hundertprozentig glaubhaft. Dass sie sich, als sie darauf kommt, dass wohl Bond ihren Geliebten umgebracht hat, so plötzlich von Bond abwendet und Rache schwört ist ja noch nachvollziehbar. Aber, dass sie sich am Ende einfach so von einem dummen Spruch Bonds wieder bekehren lässt, gefällt mir einfach nicht. Das mag typisch Bond sein, aber mir passt es in dem Fall nicht. Hier finde ich, hat ebenfalls Moonraker das glaubhaftere Gegenstück (diesmal in Goodhead), welches auch nicht so “püppchenhaft“, wirkt wie es schon ein Vorredner so glänzend ausgedrückt hat.

Wie schon oft erwähnt, der Film hat auch viele Stärken: Große Teile des Ägypten-Teils sind fabelhaft, da übersieht man auch gern den studiohaften Charakter, gerade während der Vorführung bei den Pyramiden.
Moore ist in wirklich ausgezeichneter Laune! Geradezu Bondstimmung in Reinstform kommt bei mir in den Szenen auf, wo Bond mit Amasova als Ehepaar auftritt, es aber nicht unterlässt ununterbrochen mit Strombergs Reiseführerin zu flirten. Oder auch: “Ich habe da etwas für sie” - “So, WAS haben sie denn für mich? Achso…” Die Stelle als er auf den Tod seiner Frau angesprochen wird ist ebenfalls stark gespielt.

So ist es für mich zwar immer wieder eine Freude den Film zu sehen, aber wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen andere Filme. Auch das hat schon jemand vor mir ziemlich treffend ausgedrückt.
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Don-Corleone

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Sonntag, 2. Juni 2013, 14:24

Zitat von »MisterBond«

Na ja, ich schaue mir den Film in nächster Zeit eh nochmal im O-Ton auf DVD an, wie ich es aktuell mit der ganzen Reihe mache. Konnte mir es trotzdem nicht verkneifen auf ARD zu schalten, vor allem da ich genau davor YOLT auf DVD sah und "gerade" diese beiden Filme unter die Lupe nehmen konnte um zu vergleichen, da sich beide sehr ähnlich sind.
Da sage ich ohne Wenn und Aber:
ganz klarer K.O.-Sieg für TSWLM.
Die Geschichte ist bei näherer Betrachtung ein Remake von „Man lebt nur zweimal“. Diesmal machte man nämlich einiges besser, als beim letzten Mal. Insbesondere verwendete man Charaktere, die "interessant" sind. Allen voran Anja Amasova, die zwischen Pflichterfüllung und Rachedurst hin und her gerissen ist. Ich nehme ihr da die letzte Einstellung, als Sie sich doch auf Bond einlässt ab, weil ich denke, dass Sie trotz einiger Wut Verständnis dafür hatte was Bond getan hat, denn Sie ist ja auch ein Profi.
Und dann Beißer (Richard Kiel), seit Oddjobb aus „Goldfinger“ der markanteste Handlanger der Bond-Reihe. Dieser Schurke ist eine Ikone der Popkultur geworden.
Die Dialoge wirken geschliffener als bei den Vorgängerfilmen.
Die Kulisse, da braucht man nicht drüber zu sprechen, auch die Ballerei zum Schluss. Besser als fast alle Ballereien zuvor und danach. Warum? Weil drei ganz große Spannungsbögen eingebaut werden. Das wären Bond wie er den Sprengkopf rauszieht, Bond wie er auf der Kamera reitet um den Sprengkopf zu positionieren und die Umprogrammierung der Atomraketen. So was fehlt zum Beispiel bei YOLT gänzlich.
Mit der Ballerei ist es ja auch nicht getan, denn Bond muss noch Anya treffen, trifft dabei auf Stromberg, liefert sich mit ihm ein paar exzellente Dialoge ("Ihre Uhr läuft ab, Stromberg." - "Ihre auch, Mr. Bond, ihre auch und schneller als Sie denken." = hervorragend), hatten ich aber schon oben erwähnt (geschliffene Dialoge).
Dann trifft Bond natürlich noch auf den Beißer und das ironische Ende, passend zum ironischen Bond.
Moore ist natürlich in Hochform. Das alles macht TSWLM für mich zum perfekten Bond-/Popcornfilm.


Zitat von »MisterBond«

@ollistone, jimhunter & cyrus:


Für mich ist und bleibt TSWLM die absolute Nummer 1

Im Grunde wurde alles von ollistone, jimhunter und cyrus genannt.
Für mich gibt es keinen einzigen negativen Kritikpunkt.

Roger Moore gibt hier seine beste Bond-Performance:
Seinen Charme, die Sensibilität, aber auch Härte (gegen Szandor und auch Naomi) sind hier perfekt aufeinander abgestimmt. Dazu wirkt Moore hier topfit.
Barbara Bach gibt der ganzen Figur Amasova einen eigenen Stempel. Sie ist nicht nur nette/hübsche Staffage, sondern verleiht dem Film eigenen Charme. Die Szenen mit ihr und Moore stimmen einfach.
Curd Jürgens sehe ich als einen der besten und "größten" Bondvillains an. Er ist das, was Blofeld früher war. Er verfolgt einen Plan und lässt andere handeln. Vergleiche mit Sanchez (da eh anders ausgelegt) oder Carver tun mir weh.
Richard Kiel als "Beißer" aka Jaws ist als Henchman wohl sogar populärer als Odd-Job. Zumindest gesellen sich beide auf einer Stufe. "Beißer" gibt einen herrlich überdrehten Charakter wieder. Nichts kann ihn umbringen (Parallelen zu Bond), dadurch wirken natürlich einige Szenen komisch, allerdings gewollt! Andererseits ist der "Beißer" hier noch ein richtiger Killer, anders als in MR.
Die Musik wurde damals komplett, Soundtrack als auch Carly Simons gesungener Titeltrack, für den Oscar nominiert. Da kann ich nur wohlwollend nicken. Der Song Nobody Does It Better ist doch, wie der Film, ein Klassiker, auch wenn es hier einige gibt, die den Song nicht so gut finden (was ich nie kapieren werde). Der Soundtrack ist dem Zeitgeist angepasst, beinhaltet aber auch klassische Elemente, welche die Größe des Films betonen.
Die Pre-Title-Sequence gehört ebenso zu den "Klassikern" und der Lotus Esprit braucht sich vor den Aston Martin DB5 nicht verstecken.
Meiner Meinung passte hier der Spruch, dass alles "größer und besser" sei.
Meine Wertung daher: klare 10/10 Punkte


Zitat von »MisterBond«

Kann man alles so stehen lassen.

Die Geschichte ist bei näherer Betrachtung natürlich ein Remake von „Man lebt nur zweimal“. Diesmal machte man nämlich einiges besser, als beim letzten Mal. Insbesondere verwendete man Charaktere, die "interessant" sind. Allen voran Anja Amasova, die zwischen Pflichterfüllung und Rachedurst hin und her gerissen ist. Ich nehme ihr da die letzte Einstellung, als Sie sich doch auf Bond einlässt ab, weil ich denke, dass Sie trotz einiger Wut Verständnis dafür hatte was Bond getan hat, denn Sie ist ja auch ein Profi.
Und dann Beißer (Richard Kiel), seit Oddjobb aus „Goldfinger“ der markanteste Handlanger der Bond-Reihe. Dieser Schurke ist eine Ikone der Popkultur geworden.
Die Dialoge wirken geschliffener als bei den Vorgängerfilmen.
Die Kulisse, da braucht man nicht drüber zu sprechen, auch die Ballerei zum Schluss. Besser als fast alle Ballereien zuvor und danach. Warum? Weil drei ganz große Spannungsbögen eingebaut werden. Das wären Bond wie er den Sprengkopf rauszieht, Bond wie er auf der Kamera reitet um den Sprengkopf zu positionieren und die Umprogrammierung der Atomraketen. So was fehlt zum Beispiel bei YOLT gänzlich.
Mit der Ballerei ist es ja auch nicht getan, denn Bond muss noch Anya treffen, trifft dabei auf Stromberg, liefert sich mit ihm ein paar exzellente Dialoge ("Ihre Uhr läuft ab, Stromberg." - "Ihre auch, Mr. Bond, ihre auch und schneller als Sie denken." = hervorragend), hatten ich aber schon oben erwähnt (geschliffene Dialoge).
Natürlich auch im O-Ton klasse:
"You're time is running out, Stromberg!" - "Yours too, Mr. Bond. Yours too. And faster than you think." oder "He just dropped in for a quick bite." (Als der Beißer im Zug auftaucht).
Dann trifft Bond natürlich noch auf den Beißer und das ironische Ende, passend zum ironischen Bond.
Moore ist natürlich in Hochform. Das alles macht TSWLM für mich zum perfekten Bond-/Popcornfilm.
Und Caroline Munro macht im wahrsten Sinne des Wortes eine gute Figur
10/10


Zitat von »Scarpine«

Roger Moores dritter Bondfilm:

Die Schauspieler:
Roger Moore präsentiert sich dem Zuschauer in seinem dritten Einsatz mit sichtlicher Spielfreude. Neben LALD zeigt er in TSWLM für mich die beste darstellerische Leistung seiner sieben Filme. Barbara Bach vermag es ebenso als russische Agentin Anja Amasova zu überzeugen, auch wenn sie nicht zu meinen absoluten Lieblingsbondgirls zählt. Ebenfalls höchst gelungen, ist die Verkörperung des stoischen und größenwahnsinnigen Reeders Karl Stromberg durch den deutschen Charaktermimen Curt Jürgens. Er befindet sich stets in den TOP 5 meiner Lieblingsschurken. Sehr gut gefallen mir zudem Caroline Munro als verschlagene Naomi und Richard Kiel als Beißer. Auch wenn der Beißer eigentlich ein Kultcharakter ist, gehört er dennoch nicht zu meinen Favoriten bei den Handlangern. Mit General Gogol wird eine der interessantesten Nebenfiguren der Serie eingeführt, welche von Walter Gotell stets gelungen verkörpert wird. Auch das MI6-Stammteam zeigt sich wieder von seiner besten Seite. Besonders die Q-Szenen sind wieder mal herrlich: "Sie kennen doch meine Fahrweise."

Die Musik:
Marvin Hamlisch liefert einen ordentlichen Score ab. An seinem Soundtrack gibt es nichts auszusetzen. Besonders die Stücke "Bond 77", "Ride to Atlantis" und "Conclusion" gefallen mir ausgesprochen gut. Der Titelsong "Nobody does it better" von Carly Simon ist herausragend und für mich neben "Live and let die" der beste Titelsong der 70er Jahre.

Die Regie:
Lewis Gilbert führt zum zweiten Mal die Regie bei einem Bondfilm. Von seinen drei Bondfilmen ist TSWLM aus meiner Sicht mit Abstand der gelungenste. Empfand ich seine Inszenierung bei YOLT noch als recht behäbig, so hat er den Bondstreifen aus dem Jahre 1977 weitaus temporeicher und stimmiger umgesetzt. An seiner Leistung gibt es nahezu nichts auszusetzen. Besonders die Vortitelsequenz, die Gizeh-Sequenz, die gesamte Lotussequenz, Bonds Treffen mit Stromberg, und der finale Showdown auf Atlantis gefallen mir überaus gut. Nur die Zuglinie, die von Ägypten nach Sardinien fährt, muss man mir erstmal zeigen.

Die Titelsequenz:
Eine Bindersequenz im guten Mittelfeld. Mir gefällt der Vorspann ganz gut, nur empfinde ich ein paar seiner anderen Arbeiten als stilbildender und gelungener.

Die Schauplätze & Sets:
Auch wenn nur kurz im Bild, hat der Mount Asgard in Kanada, auf dem die Vortitelsequenz spielt, stets eine besondere Faszination auf mich ausgeübt. Vor allem weil dort einer der legendärsten Stunts der 007-Geschichte gedreht wurde. Dieser Sprung ist jedes Mal aufs Neue atemberaubend. Ägypten ist ebenfalls eine wunderbare Location. Besonders die Pyramiden bei Nacht sind ein echter Augenschmaus. Auch Sardinien ist großartig eingefangen und kommt bei der Lotussequenz besonders gut zur Geltung. Bei den Sets hat Ken Adam wieder mal Großartiges geleistet. Sein Design ist zusammen mit dem von YOLT das brillanteste Dekor der Reihe. Der Liparustanker ist ein gigantisches Set und vermittelt eine unheimlich authentische Atmosphäre. Noch gelungener fand ich allerdings stets das Innere von Atlantis. Besonders Strombergs Empfangs- und sein Freizeitraum sind hier zu nennen. Die klassischen Kunstwerke hinter denen sich der Ausblick in eine überwältigende Flora und Fauna des Meeres verbirgt und die gesamte edle Ausgestaltung des Raumes mit dem langen Empfangstisch beeindrucken mich bei jedem Filmkonsum aufs Neue.

Insgesamt: Für mich einer der überzeugendsten Streifen der ganzen Serie. Es gibt nicht viel an ihm auszusetzen. TSWLM darf zwar nie in meiner Top 5 mitspielen, aber einen guten Platz unter den ersten 10 Filmen meiner Bestenliste hat er immer sicher.

8 von 10 Punkten


Zitat von »agentwithoutname«

Also für mich rangiert TSWLM auch sehr weit oben, wobei er für mich, mal ganz nebenbei bemerkt, der zweitbeste Moore-Bond neben FYEO ist.

Die gut ausgewählten Schauplätze, ein lässig agierender Moore, der auch mal ernste Töne einschlagen kann, die flüssige Handlung und ein sehr guter Score, der dem Ganzen die Krone aufsetzt, machen den Streifen zu einem Evergreen, weil man ihn immer wieder ansehen kann.

Die Parallelen zum Nachfolger sind ja weitestgehend bekannt. So könnte man beispielsweise die Moneypenny-M-Sequenzen in beiden Filmen beliebig austauschen und man würde es kaum bemerken. Wahrscheinlich waren Christopher Wood einfach die Ideen ausgegangen. Dass es deshalb sinnvoll war, nach MR einen neuen Weg zu beschreiten, liegt klar auf der Hand.

8/10 Punkten


Zitat von »photographer«

Das ultimativate Making-of zu "The spy who loved me"


Die Open University's "The Spy Who Loved Me"-Dokumentation der BBC von 1976 umfasst eine Laufzeit von 184:29 min und ist in folgende Kapitel untergliedert:

1: Producing 24:11
2: Designing 22:23
3; Also Starring... 20:06
4: Organising 23:54
5: Shooting Scene 341 23:19
6: Shooting Scene 330 24:15
7: Editing and Composing 23:42
8: Selling 22:39


Die Beiträge sind nun in 16 Teilen auf youtube einsehbar.

Viel Spaß.

The Making of The Spy who loved me


Zitat von »Thomas004«

Gestern gab es bei mir wieder mal meinen Lieblingsfilm: TSWLM!

Ein Fest, unerreicht! Die Sets - ein Traum! Bonds Mimik - großartig! Der Lotos, hach ...

Was mir diesmal nicht ganz klar war:

1. Strombergs Assistentin verrät diesen und möchte dessen U-Boot-Ortungssystem an die beiden Weltmächte verkaufen. Dazu erstellt sie als Beweis einen Mikrofilm. Fotos davon bekommen die Geheimdienste Russlands und Englands als Beweis. Soweit klar.

Aber wieso führt die Spur nach Kairo? Was hat Max Kalba damit zu tun? Wieso hat er den Mikrofilm, und woher wissen die Geheimdienste das?

2. Die Szene, in der Fekkesch's Sekretärin Felicca von Sandor getötet wird, hat mir noch nie so gefallen. Ich finde das nicht ganz schlüssig.

Weiß sie, dass Sandor im Haus ist und Bond getötet werden soll? Sie reagiert kurz vor dem Schuss so, als ob sie es wüsste und jetzt doch überraschend nicht will, dass Bond stirbt. Normalerweise würde man doch erschrecken, wenn man auf einmal in eine Knarre guckt. Aber sie schreit nur "Neeeiiin!" - sieht für mich so aus, als ob sie es wüsste. Ist sie Bonds Charme erlegen und möchte seinen Tod verhindern?

Gruß, Thomas



Zitat von »Scarpine«




Zitat von »Thomas004«

Aber wieso führt die Spur nach Kairo? Was hat Max Kalba damit zu tun? Wieso hat er den Mikrofilm, und woher wissen die Geheimdienste das?


Ich denke, Max Kalba war der Auftraggeber des Diebstahls und Strombergs Sekretärin nur seine Handlangerin. Diese hat die Pläne entwendet und an Kalba weitergegeben. Dieser residiert in Kairo. Um mit den Weltmächten zu verhandeln dient Fekkesh als Verbindungsmann, der zwischen Kalba und den Interessierten vermittelt. Kalba scheint so eine Art Geschäftsmann mit kriminellem Hintergrund zu sein. Unter anderem gehört ihm ja der Club in Kairo. Das er aber nicht weis mit wem er sich anlegt zeigt ja die Club-Szene.

Zitat von »Thomas004«

Weiß sie, dass Sandor im Haus ist und Bond getötet werden soll? Sie reagiert kurz vor dem Schuss so, als ob sie es wüsste und jetzt doch überraschend nicht will, dass Bond stirbt. Normalerweise würde man doch erschrecken, wenn man auf einmal in eine Knarre guckt. Aber sie schreit nur "Neeeiiin!" - sieht für mich so aus, als ob sie es wüsste. Ist sie Bonds Charme erlegen und möchte seinen Tod verhindern?


Würde ich auch so interpretieren. Sie weis, dass Bond ermordet werden soll und überlegt es sich am Ende anders, oder hat Angst selbst getroffen zu werden. So ganz schlüssig ist das aber nicht, stimmt. Vielleicht sollte sie Bond ja auch nur aufhalten/ beschäftigen und wusste gar nicht, dass Sandor auf ihn anlegt.


Zitat von »Bungyfreak«



Zitat von »Scarpine«

Würde ich auch so interpretieren. Sie weis, dass Bond ermordet werden soll und überlegt es sich am Ende anders, oder hat Angst selbst getroffen zu werden. So ganz schlüssig ist das aber nicht, stimmt. Vielleicht sollte sie Bond ja auch nur aufhalten/ beschäftigen und wusste gar nicht, dass Sandor auf ihn anlegt.


Sehe ich ähnlich. Bond fragt ja ungefähr 380 Mal nach wo Fekkesh denn sei, wann er wiederkommt und so weiter. Sie weicht den Fragen ja immer aus und umgarnt Bond, der dann ja drauf anspringt und sich mit ihr einlässt. Soweit so gut, der herzergreifende "Nein!"-Schrei ist aber in der Tat nicht schlüssig. Kann sie so schnell von, ich sag mal, einer Becircerin im Auftrag zu jemand mit Gefühlen für Bond werden? Oder steckt doch was anderes dahinter? Will sie oder muss sie Bond am Leben lassen, weil er potenzieller Kunde oder so ist?


Zitat von »Spirit54«



Zitat von »Bungyfreak«

Sehe ich ähnlich. Bond fragt ja ungefähr 380 Mal nach wo Fekkesh denn sei, wann er wiederkommt und so weiter. Sie weicht den Fragen ja immer aus und umgarnt Bond, der dann ja drauf anspringt und sich mit ihr einlässt. Soweit so gut, der herzergreifende "Nein!"-Schrei ist aber in der Tat nicht schlüssig. Kann sie so schnell von, ich sag mal, einer Becircerin im Auftrag zu jemand mit Gefühlen für Bond werden? Oder steckt doch was anderes dahinter? Will sie oder muss sie Bond am Leben lassen, weil er potenzieller Kunde oder so ist?


Mir kommt das eher so vor, dass sie den Auftrag hat, Bond irgendwie hinzuhalten. Wahrscheinlich hat man ihr nur gesagt, dass Bond verprügelt oder verhaftet werden soll, etc. Sie wirkt nicht so kaltblütig, um bei einem Mord mitzumachen. Dann erkennt sie, dass Bond hinterrücks erschossen werden soll und sie als Komplizin an einem feigen Mord missbraucht wurde, was bei ihr das Kopfschütteln und das Nein auslöst.


Zitat von »Count Villain«

Ich habe den Film jetzt schon länger nicht mehr gesehen, aber könnte es nicht auch sein, dass Felicca gar nichts mit Sandor zu tun hat und Fekkesh den Auftrag gegeben hat, Bond hinzuhalten so lange er sich noch mit Anya trifft?


Zitat von »MisterBond«



Zitat von »Scarpine«

Ich denke, Max Kalba war der Auftraggeber des Diebstahls und Strombergs Sekretärin nur seine Handlangerin. Diese hat die Pläne entwendet und an Kalba weitergegeben. Dieser residiert in Kairo. Um mit den Weltmächten zu verhandeln dient Fekkesh als Verbindungsmann, der zwischen Kalba und den Interessierten vermittelt. Kalba scheint so eine Art Geschäftsmann mit kriminellem Hintergrund zu sein. Unter anderem gehört ihm ja der Club in Kairo. Das er aber nicht weis mit wem er sich anlegt zeigt ja die Club-Szene.

Check.

Zitat von »Count Villain«

Ich habe den Film jetzt schon länger nicht mehr gesehen, aber könnte es nicht auch sein, dass Felicca gar nichts mit Sandor zu tun hat und Fekkesh den Auftrag gegeben hat, Bond hinzuhalten so lange er sich noch mit Anya trifft?


Check.
Sie weiß nichts von Sandor und weiß auch gar nicht auf wen es der Killer abgesehen hat, deshalb die plötzliche Angst und das "Nein".]


Zitat von »Thomas004«

Danke für die Antworten und die Diskussion!

Stimmt, Kalba ist der Auftraggeber - so macht es Sinn. Ist auch schwer vorstellbar, dass Strombergs Assistentin den Verkauf der Pläne allein verantwortet! Wahrscheinlich hat Kalba von der Entwicklung Wind bekommen und die Assistentin irgendwie gekauft. Ja, so macht es Sinn! Danke!

@MisterBond: Gerade dieses plötzliche "Nein!" macht für mich die Szene so sonderbar. Klar, sie weiß offensichtlich, dass Bond kommt, und soll ihn irgendwie hinhalten. Aber die Reaktion auf einen plötzlichen Killer mit Waffe im eigenen Haus ist meiner Meinung nach kein simpel ausgerufenes "Nein!". Ich wäre geschockt, würde wohl zur Seite springen, rufen "James, da oben am Fenster!!!". Sie steht einfach da und ruft ...

Gut, dass andere das auch so seltsam finden. Offensichtlich wusste sie von Sandors Anwesenheit, aber vom geplanten Mord wusste sie wohl nichts. Ja, so macht es Sinn. Spirit54 hat das gut erklärt!

Gruß, Thomas


Zitat von »MisterBond«

Ich bin dennoch der felsenfesten Überzeugung, dass Sie überhaupt nichts von Sandor wusste.
Wenn man so die täglichen Nachrichten liest, da glaubt man oft nicht wie doof Menschen reagieren können und da ist ein entsetztes Kopfschütteln und ein simples "Nein" eine gar nicht mal so abwegige Reaktion.
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

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Sonntag, 2. Juni 2013, 14:29

Zitat von »Django«

Da ich gestern grad TSWLM geguckt habe, hier noch ein aktuelles Kurz-Review:

TSWLM macht Spass und bietet einige absolute Highlights, die auch Nicht-Bond-Fanatikern bekannt sein dürften (Der Fallschirmsprung am Anfang, Stromberg, Beisser). Der Score gefällt - nebst dem Titelsong ist vor allem das Stück "Bond 77" zu erwähnen - und passt gut zum Film. Auf LP ohne Film gehört finde ich ihn aber stellenweise ein wenig langweilig.

Allerdings ist mir TSWLM insgesamt etwas over the top. Mir kommt die Liebe zum Detail, zu den "kleineren" Szenen etwas zu kurz. Jedoch muss ich sagen, dass Gilberts zweiter Einsatz als Bond-Regisseur deutlich besser gelungen ist als sein erster. Natürlich muss TSWLM handlungstechnisch als YOLT-Remake bezeichnet werden - dies fällt aber zum Glück erst auf den zweiten Blick auf. Auch finde ich, dass TSWLM dem "Original" deutlich überlegen ist. Grobe Patzer leistet sich das Drehbuch jedenfalls nicht, obwohl es definitiv kein Musterbeispiel für Logik und Realitätsbezug ist. Dennoch ist das Kapern von U-Booten mittels einem Supertanker deutlich weniger unglaubwürdig als - anno 1967 - das Kapern von Raumschiffen im All...

Insgesamt hält sich TSWLM solide im Mittelfeld - ich schaue ihn mir immer wieder gerne an, aber es gibt (noch) Bessere.

Noch eine Verständnisfrage: Bond und Anja besuchen Stromberg in Atlantis nahe Sardinien. Beim Showdown wird auf dem Globus gezeigt, dass sich die Liparus westlich von Gibraltar befindet. Allerdings ist da Strombergs Atlantis offenbar ganz in der Nähe der Liparus bzw. des von ihr absetzenden U-Bootes (sonst könnte Bond ja nicht innerhalb von weit weniger als einer Stunde mit dem Jetski dorthin gelangen). Dies würde aber bedeuten, dass sich Atlantis ebenfalls westlich von Gibraltar befindet. Nur: Wie kam das Teil in etwa 1 bis 2 Tagen von Sardinien dorthin? Also besonders mobil oder gar flink schaut mir Atlantis nicht aus...

Und noch was: Wo wurden die Aussenaufnahmen des Zuges gefilmt? Sind zwar Nachtszenen, aber eine Italienische Lok wird da m.W. definitiv nicht gezeigt...


Zitat von »Spree«

Schön zusammengefasst, trifft meine Meinung genau.
Zu den Orten von Atlantis kann ich dir nichts sagen, hab nie auf die Karten, sondern immer nur auf Babsi Bach gekuckt.


Zitat von »MisterBond«

Na ja, ich finde ja TSWLM gerade so toll, weil es bei aller Größe eben Liebe für die kleinen Details aufweist, anders als die Brosnan-Bonds.

Und ja, eigentlich schaue ich während des Finales auchauf Babsi

Das mit der Zugfahrt weiß ich nicht. Soll aber wohl in Italien stattfinden.

Und zur Atlantis-Frage:
NIEMAND im Film gab die Zeit vor, als Bond und Crew die sinkende Liparus und Richtung Atlantis fahren.
Es kann tatsächlich sein, dass nach dem Untergang der Liparus Bond und co. einen ganzen Tag unterwegs sind, als die Meldung eintrifft Atlantis unverzüglich zu versenken.


Zitat von »Maibaum«

Also TSWLM ist definitiv kein Remake von YOLT. Er benutzt nur (wie auch MR) eine ähnliche Grundkonstruktion für die Handlun. Einige der Ähnlichkeiten sind aber auch durch die Bond Formel gegeben, soll heißen die tauchen auch in anderen Bonds auf.


Zitat von »Django«




Zitat von »MisterBond«

Und zur Atlantis-Frage:
NIEMAND im Film gab die Zeit vor, als Bond und Crew die sinkende Liparus und Richtung Atlantis fahren.
Es kann tatsächlich sein, dass nach dem Untergang der Liparus Bond und co. einen ganzen Tag unterwegs sind, als die Meldung eintrifft Atlantis unverzüglich zu versenken.


Bevor der Kahn untergeht setzt sich aber bereits Stromberg mit Anya in einem Motorboot nach Atlantis ab, von wo aus der die Mission verfolgt. Von daher muss davon ausgegangen werden, dass die Liparus und Atlantis unweit voneinander entfernt sind.


Zitat von »MisterBond«

Bevor die Liparus untergeht...da vergeht ja auch nochmal ein halber Tag
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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Sonntag, 23. Juni 2013, 11:17

Bondfilmwochen: Der Spion, der mich liebte.

Der Spion, den wir lieben!

Im 15. Bondjahr erscheint der 10. Bondfilm. Der 3. mit Roger Moore und der 1. ohne Harry Saltzman.

1974. "Der Mann mit dem goldenen Colt", der 9. Bondfilm und 2. mit Roger Moore als Agent Ihrer Majestät, war ein mittelmäßiger Erfolg. Der Überraschungserfolg des Vorgängers "Leben und sterben lassen", der hauptsächlich der Neugier auf das neue Gesicht des Darstellers geschuldet war (welcher im Gegensatz zum Neuling 4 Jahre zuvor bereits ein Star war), konnte nicht wiederholt werden. Trotz guter Ansätze wurde man das Gefühl nicht los, als genüge Bond - vielleicht zum ersten Mal in seiner Historie - nicht mehr ganz den Ansprüchen des Kinopublikums. Interne Meinungverschiedenheiten und finanzielle Probleme, die durch andere Projekte entstanden waren (vielleicht auch etwas durch den eigenen Lebensstil), zwangen Harry Saltzman, einen der beiden Produzenten, seine Anteile in den Jahren 74/75 an "United Artists" zu verkaufen. Somit wurde Cubby Broccoli, der sich im Gegensatz zu Partner Saltzman fast ausschließlich auf das Produzieren der Bondfilme beschränkt hatte (Ausnahme: "Chitty Chitty Bang Bang") alleiniger Produzent. Der Glücksfall für die Reihe.

Cubby nahm sich die notwendige Zeit von - zum ersten Mal in der Franchise-Historie - 3 Jahreswechseln bis zum Erscheinen des neuen Bondfilms. Man wählte mit "Der Spion, der mich liebte" eine Romanvorlage Ian Flemings, die im Vergleich zu dessen anderen Werken dermaßen aus der Rolle fiel (zeitweise wurde sogar gemunkelt, das Buch hätte seine Frau geschrieben), dass man dies als Anlass dafür nehmen konnte, zum ersten Mal eine komplett neue Geschichte (wenn auch nicht ganz neu, siehe YOLT, dazu aber im Laufe des Textes mehr) zu erfinden. Von Fleming sollte nur der Titel übrig bleiben.
Hauptdarsteller Roger Moore war nach seinen beiden vorigen Filmen zwar noch nicht in der herausragenden Position wie er es gerade durch "Der Spion, der mich liebte" werden sollte, aber als ideale Besetzung für Bond war Moore unumstritten. Ihm zur Seite stellte man als Bösewicht mit dem "normannischen Kleiderschrank" Curd Jürgens einen ebenso renommierten wie charismatischen Schauspieler, der die Tradition deutschsprachiger Schurken, die von Lotte Lenya ("Liebesgrüße aus Moskau"), Karin Dor ("Man lebt nur zweimal") und Ilse Steppat ("Im Geheimdienst Ihrer Majestät") begründet wurde, in grandioser Weise mit seiner Figur Karl Stromberg nicht nur forsetzen, sondern fast noch in karikaturistischer Weise überzeichnen sollte. Die stoische Ruhe Strombergs, die teilweise kritisiert wird, passt meiner Meingung nach perfekt zu einem Wahnsinnigen, der nicht mehr an irdischen Dingen ("Für mich ist das die ganze Welt") interessiert ist. Mit der Hektik des realen Lebens sollen sich eher die Carvers und Sanchezs der Realo-Bonds auseinandersetzen.
Mit Anya Amasowa wurde ein bezauberndes Bondgirl erdacht, das als erstes des Franchise Bond in nahezu sämtlichen Aspekten ebenbürtig sein sollte. Besonders bezeichnend ist dabei die Einführung der Figur: Ein Mann und eine Frau liegen im Bett. Es ertönt aus einer mit einem Sender ausgestatteten Schatulle auf dem Nachttisch die Melodie aus "Dr. Schiwago" (dass diese in der UdSSR verboten war, vernachlässigen wir einfach mal wohlwollend). Nach Agent Triple X (so das Pendant zu "007" im russischen Geheimdienst KGB) wird über den Sender verlangt. Was läge nun näher, als dass der an Connery oder Lazenby erinnernde Mann damit gemeint sei? Zumal dieser von Michael Billington gespielt wurde, welcher Anfang/Mitte der 70er als neuer Bond gehandelt wurde. Dieser dreht sich nun um...und geht weg. Die AgentIN hingegen geht zum Sender und meldet sich als "Triple X" zurück. Sieh Dich vor, Bond! Diese Frau ist gefährlich!
Kurzfristig wurde die Rolle mit der amerikanischen Schauspielerin und späteren Ehefrau von Ex-Beatle Ring Starr Barbara Bach besetzt, die die zunächst für diese Rolle vorgesehene Caroline Munro in die Rolle des Badgirls Naomi abdrängte. Bach ist eine der wenigen Schauspielerinnen, die in der deutschen Synchro eher gewinnen als verlieren, da sie im Original etwas weniger tough wirkt als mit der Stimme Dagmar Hellers, die bereits in LALD und TMWTGG die deutsche Stimme der Bondgirls übernahm.
Einer der Geniestreiche von "Der Spion, der mich liebte" sollte den Bondmachern allerdings mit einer Nebenrolle gelingen: Jaws / Beißer. Durch die Rolle des Reace im ein Jahr zuvor erschienen Gene-Wilder-Film "Trans-Amerika-Express" (mit der berühmten Szene auf dem Zugdach, in der Wilder von der Schranke erwischt wird, und die z.B. auch im Vorspann von "Ein Colt für alle Fälle" verwendet wurde) waren die Produzenten auf Richard Kiel aufmerksam geworden. Mit seiner Figur des übergroßen und mit einem stählernen Gebiss ausgestatteten Handlangers Beißer sollte zum ersten Mal nach "Goldfinger", also 13 Jahre nach Oddjob und dem vergoldeten Mädchen, wieder eine Figur des Franchise ins allgemeine Kino-Gedächtnis eingebrannt werden können, die oft karikiert wurde und bis heute cineastisches Grundlagenwissen darstellt. Nicht zuletzt wegen dieser Wirkung und sogar einer gewissen Sympathie des Kinopublikums für die Rolle durfte Beißer sogar überleben und tauchte (meiner Meinung nach etwas überflüssig) auch im nächsten Bondfilm "Moonraker" wieder auf.

Als besonders gelungen dürfte man auch die Verpflichtung des Bond-Veteranen Lewis Gilbert ("Man lebt nur zweimal") für den Regiestuhl bezeichnen. Im Grunde genommen verfilmt er mit "Der Spion, der mich liebte" seine Geschichte aus "Man lebt nur zweimal" leicht abgeändert nochmals (und auch dabei sollte es nicht belassen werden: 2 Jahre später gab es mit "Moonraker" den 2. Aufguss, der aucher keinesfalls schlecht war - dazu aber mehr in der kommenden Woche). Aus dem Vulkan aus YOLT wurde der Tanker "Liparus", aus den in YOLT entführten Raumkapseln wurden in TSWLM U-Boote und aus Bondgirl-Agentin Kissy Suzuki wurde Anya Amasowa. Der Innenraum der "Liparus" erinnert schon fast unverschämt an das Innenleben des Vulkans aus YOLT. Dies dürfte natürlich v.a. an der aus YOLT erprobten Zusammenarbeit Gilberts mit Bühnenbildner Ken Adam, einem weiteren Bond-Veteranen, liegen, der bei TSWLM wieder dabei war und die neu geschaffene (und inzwischen ja leider schon längst abgebrannte) "007-Halle" in Pinewood mit tollen Bauten füllte.
Ich stelle mir hierbei oft die Frage, ob TSWLM so erfolgreich war, obwohl er in vielem so sehr an YOLT erinnerte, oder weil er in so vielem an YOLT erinnerte?!

Roger Moore liefert in "Der Spion, der mich liebte" zum ersten Mal den Bond ab, der ihn für die nächsten Jahre auszeichnen sollte und der ihm auch heute noch unheimlich viele Fans bringt (sowohl im als auch außerhalb des Fandom): Der smarte und britisch überzeichnete Gentleman-Agent, der nie um einen coolen Spruch verlegen ist. TSWLM ist übrigens auch Sir Rogers Lieblingsbondfilm - zumindest von jenen, die er selber machen durfte.
Mit Marvin Hamlisch wurde ein Neuling für den Score verpflichtet. Sein "Bond 77"-Thema sollte geradezu sinnbildlich für die neue dynamische Entwicklung sein. Auch das Titellied "Nobody does it better", das von Carly Simon performt wurde, wirkt wie eine Hymne auf den Kinohelden der 60er, der in TSWLM seine Neugeburt erfährt.

Zum ersten Mal in der Bondhistorie wurde ein längerer Teil der Handlung in Afrika angesiedelt. Hervorragend harmonieren dort die Bilder von Kameramann Claude Renoir (dem Enkel des berühmten französischen Malers - der Apfel fällt eben nicht weit vom Stamm) mit der Musik Hamlischs. Besonders beeindruckend sind für mich in diesem Zusammenhang z.B. die Szenen von Bonds Ankunft in Kairo und die Szenen bei den Pyramiden von Gizeh (schon als Kind bekam ich Gänsehaut in jenen Momenten, wenn Beißers Umrisse auftauchen und seine kurze Erkennungsmelodie ertönt). Als weiteren Hauptschauplatz hat man Italien gewählt. Diesmal aber nicht das im Franchise öfters zitirte Venedig, sondern Sardinien, in dessen Nähe Strombergs Unterwasserzentrum Atlantis liegt. Bond bekommt von Q für seine verdeckten Ermittlungsarbeiten auf Sardinien seinen berühmten weißen Lotus Esprit zur Verfügung gestellt. Der Lotus ist für Moore das, was für Alt-Bond Connery der Aston Martin DB5 war. Bezeichnenderweise erhielten beide in ihrem jeweils 3. Einsatz, der zugleich der vielleicht berühmteste ihrer Einsätze sein sollte, ihr sagenumwobenes Gefährt. Der Lotus muss sich keineswegs vor dem Aston Martin Connery-Bonds verstecken und kann sogar tauchen. Überragend auch hierbei wieder das Zusammenspiel von Optik und Musik, als Bond unter Wasser Atlantis besucht. Die darauffolgenden Kampfszenen erinnern dabei etwas an "Thunderball", womit TSWLM Brücken zu den 3 Filmen der Bonditis Mitte der 60er schlagen kann (GF: Sagenhaftes Auto und Figuren für das Langzeit-Gedächtnis der Popkultur, TB: Unterwasser-Action mit Mini-U-Booten, YOLT: Optik, Tricks und inhaltliche Ähnlichkeiten durch den selben Regisseur).
Für mich persönlich bildet die Vortitelsequenz auch ein "Schmankerl" von TSWLM. Nicht nur der sensationelle Stunt von Rick Sylvester, der sich als Bond halsbrecherisch den - als Ersatz für den fiktiven Schauplatz Berngarten in Österreich dienenden - kanadischen Mount Asgard hintunterstürzt, um im freien Fall den Fallschirm mit dem Union Jack zu öffnen, ist brillant - Bond generell auf Skiern zu sehen und gleichzeitig das bereits erwähnte Bond77-Thema zu hören, ist Gänsehaut pur. Mit Bond auf Skiern wird, wenn man so möchte, gleich die nächste Brücke zu einem weiteren Bondfilm geschlagen: Dem ebenfalls in den Alpen angesiedelten "Im Geheimdienst Ihrer Majestät". So wird "Der Spion, der mich liebte" durch diese diversen Querverbindungen seiner Rolle als Jubiläumsfilm (der 10. Film im 15. Jahr) gerecht, auch wenn dies sicher gar nicht sein (Haupt-)Anliegen war.

Summa summarum ist "The spy who loved me" für mich einer der Topfilme der Bondhistorie und der beste mit Roger Moore.
Dies bestätigen nicht zuletzt auch die Ergebnisse der Bondesliga, in der TSWLM neben CR als einziger Film bisher alle 11 Duelle gewonnen hat.

Da TSWLM neben den dargestellten Stärken für mich keine wirkliche Schwäche aufweist bekommt er von mir 9,5 von 10 Punkten!
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Mister Bond

Felix Leiter

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Sonntag, 23. Juni 2013, 13:24

Boah, das hast du aber schön geschrieben. Da ich TSWLM liebe :friends: :prost:

Scarpine

Verschlagener Korse

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Mittwoch, 7. August 2013, 14:02

James Bond Rewatched

# 10: Der Spion der mich liebte (1977)

OT: The Spy Who Loved Me; GB 1977; 125 Min.; R: Lewis Gilbert; D: Roger Moore, Barbara Bach, Curd Jürgens, Richard Kiel, Shane Rimmer, Caroline Munro, Walter Gotell, Bernard Lee, Lois Maxwell, Desmond Llewelyn

Nach dem mittelprächtigen Ergebnis des letzten Bondstreifens und dem Ausscheiden von Harry Saltzman, nahm sich EON mit dem nunmehr allein federführenden Produzenten Albert R. Broccoli eine längere Vorbereitungszeit für den neuen Bondfilm. Diese längere Pause mit einer sorgfältigeren Vorproduktion sollte sich auszahlen. Das zehnte 007-Abenteuer "The Spy Who Loved Me" revitalisierte die Serie mit großem kreativen Input, nachdem sie mit "The Man with Golden Gun" schon Gefahr lief, ihre führende Rolle im Actionthriller-Sektor zu verspielen. Ingesamt geriet das Werk sogar so gut, dass es sich zu einem Klassiker und einem Musterbond im Stile des großen "Goldfinger" entwickeln sollte.

Bonds zehnter Einsatz kann mit einem der großartigsten Ensembles der klassischen Franchise-Ära aufwarten. Hauptdarsteller Roger Moore präsentiert sich mit großer Spielfreude und liefert in diesem, seinem dritten Film wohl seine beste darstellerische Leistung ab. Ihm Gegenüber steht der deutsche Alt-Star Curd Jürgens. Der "nordische Kleiderschrank" zeichnet den verrückten Weltverbesserer Stromberg mit stoischer Gleichgültigkeit und reiht sich in die Riege der kultigsten Oberschurken mit ein. Die Bondgirls liefern durch die Bank sehr gute Leistungen ab. Sowohl Barbara Bachs attraktive und plichtbewusste Anya Amasova, als auch Caroline Munros lasziver Vamp Naomi wissen zu gefallen. Unter den Nebendarstellern sticht besonders Richard Kiel als Strombergs Chef-Handlanger Beißer hervor. Zwar mag dieser zu den Kultfiguren der Reihe gehören, aber die überflüssigen Gags, die schon hier und schlimmer noch im nächsten Streifen auf seine Kosten gemacht werden, hinterlassen einen schalen Beigeschmack. Kiel spielt großartig auf, aber mehr Ernst und ein gelungener Abgang hätten den Charakter noch kultiger und unheimlicher erscheinen lassen. So wird Beißer irgendwo zwischen beinhartem Killer, Karikatur und einer absoluten Witzfigur verortet. Eine (teil-)vergebene Chance. Auf der Helferseite gefallen Shane Rimmer, Walter Gotell und Geoffrey Keen, während Desmond Llewelyn einen seiner besten Auftritte als Q absolvieren darf.

Für die Inszenierung zeichnet sich mit Lewis Gilbert ein alter Bekannter verantwortlich. Seine zweite von drei Regiearbeiten für die Reihe sollte sich als seine beste herausstellen. Der Stil-Mix seiner Larger-than-life-Bondfilme gerät Gilbert in "The Spy Who Loved Me" am gelungensten. Er findet die richtige Mischung aus Leichtigkeit, Spannung, malerischen Momenten und dynamischen Hetzjagden. Gilberts Regie ist temporeicher und zielgerichteter als bei seinen beiden anderen Bondstreifen. Die Drehbuchentwicklung von Roger Moores drittem Einsatz gehört in dieser Hinsicht sicherlich zu den spannendsten Kapiteln in der Franchise-Historie. Zahllose Treatments und Entwürfe verbanden sich später zu einem phantastischen Bondabenteuer und es entstand das beste Drehbuch seit "On Her Majesty’s Secret Service". Dass Stromberg auf einem früheren Blofeld-Konzept basiert, spürt man noch teilweise. Dennoch stecken in dem Skript jede Menge frische Ideen und knisternde Spannung. Letztendlich werden von den knapp zehn involvierten Autoren nur Richard Maibaum und Christopher Wood in den Kredits genannt, die wohl auch die größte Arbeit am Drehbuch leisteten. Dass Flemings Roman kaum eine gelungene Filmvorlage für einen Bondstreifen des Jahres 1977 liefern konnte, stand außer Frage. Der Autor selbst hatte ja verfügt, dass von diesem – auch aus seiner Sicht – misslungenen Buch nur der Titel übernommen werden durfte. Insgesamt haben die Drehbuchautoren eine hervorragende Leistung vollbracht, aber dennoch muss ein wenig Kritik an dieser Stelle anklingen. Neben der genannten Probleme mit der Beißer-Figur, fallen einige Humorismen zuviel und die geringe Nutzung des Potenzials einiger Hauptcharaktere ins Auge. Hierbei sind insbesondere Amasova und Stromberg zu nennen. Sowohl Strombergs Meeresverehrung und seine Visionen, als auch Amasovas Rache-Motiv werden nur angeschnitten und plakativ in den Raum gestellt. Aus diesen interessanten Elementen hätte man noch mehr herausholen können.

Mit Marvin Hamlisch gibt sich wieder ein Gastkomponist die Ehre. Sein Score ist zwar gut und weist einige interessante Themen auf, erreicht aber nicht ganz die Qualität von Barrys und Martins Schöpfungen. Der von Carly Simon beigesteuerte Titelsong ist äußerst gelungen und kann sich unter die besseren Titellieder einreihen. Auch Maurice Binder präsentiert sich wieder auf einem besseren Niveau als zuletzt, auch wenn seine Titelsequenz hier eher zum guten Durschnitt seiner Kreationen zu zählen ist. Ken Adam liefert sein zweitbestes Production Design für die Reihe ab. Die Unterwasserfahrzeuge, der Lotus, das Innenleben des Liparus-Tankers und Atlantis sind ein einziger Traum. Echte Meisterklasse ist Strombergs Kommandozentrale im Speisesaal von Atlantis. Die Schauplätze sind mit Großbritannien, Kanada, Sardinien und Ägypten herrlich ausgewogen ausgesucht. Die Cinematographie von Claude Renoir lässt die Locations zu einem einzigen Triumph geraten. Renoirs malerische Bildkompositionen schaffen mit ihren kräftigen Farben eine ungeheure Leinwandopulenz. "The Spy Who Loved Me" ist sicherlich einer, der am schönsten fotografierten Streifen der Serie. Zudem ist es lobenswert, dass man nach zwei Aussetzern zum Breitwandformat zurückkehrte. Auch die Action-Momente werden von der Kamera fulminant eingefangen. Hierbei erfreuen insbesondere die Vortitelsequenz, der Zugkampf, die Verfolgungsjagd mit anschließender Unterwasser-Action, die Liparus-Erstürmung und das Atlantis-Finale das Auge des Zuschauers.

Gesamtwirkung: Die erste längere Franchise-Pause zahlte sich aus. Das zehnte 007-Abenteuer präsentiert seinen Titelhelden in neuer Frische und auf der Höhe der Zeit. Das beste Drehbuch der Siebziger, die spielfreudige Besetzung, die pointierte Regie und das gigantische Production Design erheben den Film zum stilbildenden Klassiker der Reihe. Lediglich die nicht voll überzeugende Charakterisierung einiger Hauptfiguren, einige platte Gags und der nicht ganz so eindrucksvolle Soundtrack, lassen den Film nicht unter den Besten rangieren.

Meine Wertung: 4,5 von 5 Punkten
"Enjoying our little party, Monsieur... Saint John Smythe?"

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Felix Leiter

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Mittwoch, 7. August 2013, 20:43

Auch hier, sehe ich das Meiste genauso. Den Score finde ich mittlerweile aber richtig gut. Na ja, deshalb habe ich eigentlich gar nichts auszusetzen, deshalb ja meine Nr. 1 :)

Mister Bond

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Sonntag, 12. Januar 2014, 23:17

Heute im O-Ton geguckt. Stand: bleibt sehr wahrscheinlich meine Nr. 1.
Habe die Tage ja schon TMWTGG gelobt, welcher bei mir eher etwas hinten angesiedelt ist und für mich bis jetzt noch Moores schwächster ist. Das Lob bliebt erhalten, gerade im darstellerischen, aber TSWLM zeigt dem Vorgänger doch die Grenzen auf.
Hier passt für mich einfach alles. Und wie schon bei meinem letzten Beitrag, Marvin Hamlishs Score ist einfach toll, so zum Beispiel auch die audiale Untermalung bei der Entnahme des Sprengkopfs.
Bond ´77, die beste Neuauslegung des originalen Bondthemes.
Und auch hier sieht Moore noch perfekt aus :thumbup:
Die Chemie zwischen ihm und Barbara Bach, ich glaube bei keinem "Bondpaar" war die Chemie besser. Da hat der gute Ringo ein Jahr später nochmal Glück gehabt :D


[img]http://i.dailymail.co.uk/i/pix/2011/11/05/article-2057857-0EAC034000000578-134_634x590.jpg[/img]
[img]http://1.bp.blogspot.com/-idcAkZvs3SE/UI35NXAYYMI/AAAAAAAARBA/O4pPekSw-Mc/s1600/the%2Bspy%2Bwho%2Bloved%2Bme%2BBarbara%2BBach.jpg[/img]
[img]http://thenypost.files.wordpress.com/2013/08/98d_48_huty_12996_46102648-525x350.jpg%3Fw%3D322[/img]
[img]http://tri.acimg.net/r_640_600/b_1_d6d6d6/medias/nmedia/18/63/70/78/18992146.jpg[/img]

Count Villain

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Sonntag, 12. Januar 2014, 23:44

Die Chemie zwischen ihm und Barbara Bach, ich glaube bei keinem "Bondpaar" war die Chemie besser.


Ausgenommen Patrick Macnee. :D
Vernichte alles, was wir bei uns haben. Man hat uns enttarnt.

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Dienstag, 14. Januar 2014, 23:05

Ja, ein Traumpaar :thumbsup:
Kommt aber wahrscheinlich ebenfalls davon, dass sich beide privat gut verstanden, bzw. verstehen. Der gute Macnee lebt ja auch noch.

Ach ja, muss nochmal betonen, ich mag irgendwie Rogers Haarschnitt in TSWLM, die lässigen Stränen, die in die Stirn fallen.
Das missfällt mir dann bei MR mehr, da dort die Frisur zu fest sitzt und seinen Kopf etwas breiter wirken lässt :D

Mister Bond

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12

Freitag, 17. Januar 2014, 22:41

Da ich nach Jahren wieder mal die Extras gesehen habe, fiel mir auf, dass unter den Bondmachern auch TSWLM Fans sind :thumbsup:
Nicht nur Sir Roger bezeichnet ihn als seinen liebsten (natürlich nur über seine Ära sprechend), auch Michael Wilson bezeichnet ihn als einer der besten Bondfilme, John Glen anscheinend sogar als den besten und Ken Adam sieht in TSWLM seine beste Arbeit.

Batman

MI6 Staff

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13

Montag, 14. April 2014, 17:31

Hab den Film gestern nach sehr langer Zeit mal wieder gesehen und mir ist aufgefallen wie wenig Stromberg doch tatsächlich vorkommt. Weiß jemand wieviel da der Schere zum Opfer fiel? Kann mir kaum vorstellen, dass das so gedacht war.

Maibaum

00-Agent

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14

Montag, 14. April 2014, 20:09

Warum nicht?
Es ist eine Standard Rolle, sogar eher schwach geschrieben und von Jürgens meist teilnahmslos gespielt, aber er erfüllt seine Zweck. Goldfinger light.
Ich sehe jetzt nicht wo die Handlung noch mehr von ihm benötigte. Nur seine letzte Szene, die finale Konfrontation zwischen ihm und Bond, hat Klasse. Aber im Verbund mit dem Beißer kommt die Rolle noch besser rüber als sie ist.

Mister Bond

Felix Leiter

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15

Montag, 14. April 2014, 22:50

Wenn Jürgens als Stromberg wenig Screentime hatte, was war denn dann mit Joseph Wiseman als titelgebender Dr. No oder Donald Pleasence als Blofeld?
Ich bin ehrlich gesagt noch nie auf die Idee gekommen, Jürgens wenig Screentime zuzuschreiben.
Und im Gegensatz zu Maibaum, wirken Jürgens' Auftritte auf mich.
Alleine sein erster Auftritt mit Dr. Bechmann und Prof. Markovitz, die Entledigung der Blondine und darauf auch von dem Doktor und dem Prof. Grandios!

Batman

MI6 Staff

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16

Dienstag, 15. April 2014, 09:11

Wenn Jürgens als Stromberg wenig Screentime hatte, was war denn dann mit Joseph Wiseman als titelgebender Dr. No oder Donald Pleasence als Blofeld?
Bei diesen beiden Figuren ist es ja eben gewollt, dass sie erst zu einem späteren Zeitpunkt gezeigt werden. Der mysteriöse Böse im Hintergrund. Bei Stromberg ist das anders. Um ihn gibt es kein Geheimnis.

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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17

Dienstag, 15. April 2014, 10:43

Es lässt sich nicht leugnen: Bei dem Ruf, der Curd Jürgens vorausgeht, ist in TSWLM jede Menge Kapital in den Sand gesetzt worden! Wer trägt die Schuld? Drehbuch, Regie oder Jürgens selbst? Vielleicht ist es einfach der Zeitgeist, der dem Individuum weniger Platz einräumte als der technischen Opulenz.
God save the Queen!

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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18

Dienstag, 15. April 2014, 11:05

Wie schon oft erwähnt finde ich Jürgens als Stromberg großartig.
Seine stoische Ruhe kann nur von jemandem ausgestrahlt werden, der nicht mehr an Geld und irdischen Dingen interessiert ist.
"Für mich ist das die ganze Welt!"

Mir gefällt sein Spiel als entrückter Patriarch und Halbgott besser als zu realistische und teilweise schon fast sympathische Villains.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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19

Dienstag, 15. April 2014, 11:44

Wie schon oft erwähnt finde ich Jürgens als Stromberg großartig.
Seine stoische Ruhe kann nur von jemandem ausgestrahlt werden, der nicht mehr an Geld und irdischen Dingen interessiert ist.
"Für mich ist das die ganze Welt!"

Mir gefällt sein Spiel als entrückter Patriarch und Halbgott besser als zu realistische und teilweise schon fast sympathische Villains.
Ich bin gänzlich Deiner Meinung, Kronsteen, wie man auch am Villain-Spiel sehen kann: Stromberg steht bei mir auf Platz 3!
Was ich nur wirklich zutiefst bedaure, ist, dass Jürgens mit seinem Stromberg nicht so in die Annalen der Film-Geschichte eingegangen ist wie 13 Jahre vorher Gert Fröbe! Jürgens hatte dafür einfach zu wenig Raum!
God save the Queen!

Django

Der Andere

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20

Dienstag, 15. April 2014, 11:55

Genauso sehe ich das auch. Jürgens/Stromberg passt perfekt zu diesem Over the Top-Bondilm :)