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Mister Bond

Felix Leiter

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41

Samstag, 8. Dezember 2018, 16:15



Damit will ich nur sagen: Meine Präferenz der Akteure ist gänzlich unabhängig von der der Spielfilme.

Bei mir ja eigentlich auch. Pierce Brosnan steht bei mir als Darsteller an dritter Stelle der Gunst, aber bei meinen 5 Schlusslicht Bondfilmen sind leider drei seiner Einsätze dabei.
Wobei meine beiden Favoriten Sir Roger und Sir Sean schon klar in meinen Top 10 Filmen vertreten sind.


Dass das erste Opfer von Grant eine Bondmaske trägt ist freilich Unfug, es hat ja für die Übung keinen Sinn. Sie diente allerdings für die Zuschauer, die dachten: "Wie jetzt? Bond ist tot?", bis die Maske abgesetzt wird und die Zuschauer befreit aufatmen können.


@Martin:
Danke für deinen Artikel. Ich lese so etwas ja immer gerne.

ollistone

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42

Dienstag, 18. Dezember 2018, 10:15

Nach einer kleinen Zwangspause zugunsten der neuen "Homeland"-Staffel und "Narcos - Mexiko" geht es nun endlich mit TSWLM weiter.

Früher mein unangefochtener Spitzenreiter unter den 70er-Jahre-Bonds, fielen mir diesmal doch ein paar unrunde Momente auf, vor allem im Kontrast zum relativ geerdeten TMWTGG. Gilberts Hang zur Gigantonomie - die Kraterszene in YOLT, die Liparus-Szene in TSWLM -, diese Szenen maßloser Übertreibung finde ich zunehmend problematisch. Der Beißer als zwar bedrohliche, aber auch immer etwas der Lächerlichkeit preisgegebene Karikatur, nicht wenige Slapstick-Einlagen, die musikalischen Zitate ("Lawrence von Arabien", in MR dann "Die Glorreichen Sieben"), der aus meiner Sicht ziemlich verschenkte Schauplatz Sardinien (wie unvergleichlich besser wurde später Korfu eingefangen!) sind weitere Minuspunkte.

Andererseits: Ohne Frage ein epischer Film mit einem epischen Schurken und vielen grandiosen Action-Momenten. Und selten davor oder danach haben Bond und Bondgirl so miteinander harmoniert und auf Augenhöhe gespielt, spontan fällt mir da nur Vesper ein, vielleicht Holly Goodhead. Kurzum, TSWLM schiebt sich mit ganz knappem Abstand vor TMWTGG.


1. TSWLM
2. TMWTGG
3. TB
4. OHMSS
5. FRWL
6. DAF
7. GF
8. LALD
9. YOLT
10. DN
"Morgen spreche ich endlich mit Malone."

ollistone

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43

Donnerstag, 20. Dezember 2018, 09:49

Und MR hinterher. Ich mag ja den Hugo Drax und seine Sätze für die Ewigkeit, Holly Goodhead ist eines meiner Top-5-Bondgirls, ich liebe die komplette Venedig-Sequenz. Noch einmal volle Kanne Blödsinn: Wohin man schaut, verführerische Damen im grandiosen End-70er-Jahre-Look, die Luftkissen-Gondel, Messerwerfer, die sich in Särgen verstecken (geht's noch umständlicher?), Bond als Gaucho (warum nur?), unerklärliche Zufälle und Logiklöcher, groß wie der Mond. Muss man mögen. Spätestens mit dem Mädchen des Beißers und dem Finale im Weltall wird es dann selbst mir zuviel. Momentan Platz 6.


1. TSWLM
2. TMWTGG
3. TB
4. OHMSS
5. FRWL
6. MR
7. DAF
8. GF
9. LALD
10. YOLT
11. DN
"Morgen spreche ich endlich mit Malone."

Martin

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44

Sonntag, 23. Dezember 2018, 00:20

Bei mir war nun Goldfinger dran, mit einem zünftigen und so gar nicht zur Jahreszeit passenden Mint Julep: Besprechung hier. Machte wie immer enorm Spaß.

@Django, Mr. Fogg und Mr. Bond: Danke euch für das Lob! Es wird meinen Forschungseifer beflügeln. :)

Mister Bond

Felix Leiter

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45

Dienstag, 25. Dezember 2018, 11:51

Bitte, bitte. So mag ich das, nicht zu knapp, aber auch nicht ellenlang :) Und bisher genau mein Empfinden, steigerten sich die beiden Bondabentuer nach Dr. No doch kontinuierlich. Und GF macht auch mir IMMER Spaß, deshalb ist er nach TSWLM auch mein zweitliebster Bond. Freilich, da wie schon von dir bemerkt, der Film (und auch TSWLM) sehr ikonisch ist :thumbup:

Django

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Mittwoch, 2. Januar 2019, 08:55

Auch von meiner Seite besten Dank für die tolle GF-Besprechnung :flower:

Zitat

Und GF macht auch mir IMMER Spaß

Das finde ich auch. Obwohl die Story teilweise lau, die Logiklöcher gross und Bonds Dusel ist schon fast peinlich (mir ist grad neulich durch den Kopf gegangen, dass Bond eigentlich nicht mal richtig Autfahren kann - rast er doch aufgrund von Scheinwerfern in einem Spiegel mit Vollgas in eine Mauer :huh: ), ist GF einfach unglaublich unterhaltsam und Bond eine richtige "coole Sau" :thumbup:

MilesM

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Montag, 7. Januar 2019, 13:52

So, ich bin in den Weihnachtsferien endlich auch dazu gekommen, mit dem Projekt anzufangen. Der Nachteil ist/war: In den Ferien bin ich einfach zu faul, etwas zu schreiben, deswegen hier nun meine Eindrücke aus der Erinnerung heraus.

DN: Ob er ohne die Nachfolgefilme im (allgemeinen) Film-Gedächtnis geblieben wäre? Wahrscheinlich eher nicht. Hier fehlt es doch an Einigem, was die späteren Filme und das, was wir mit Bond verbinden, ausmacht. Dennoch gibt es ein paar Punkte, die DN über zeitgenössische Filme herausstechen lassen. Zum einen hat mir die Kamera gut gefallen, er ist (im Großen und Ganzten) einfach sehr gut gefilmt. Und dann natürlich das Production Design von Ken Adam. Richtig bondig wird der Film mMn ohnehin erst, als Bond und Honey in Dr. Nos HQ kommen. Schön naiv die Reinigung. Und das Frauenbild war dann doch nicht so schlimm wie befürchtet. Insgesamt ein guter Einstieg in die Reihe, rutscht in meiner Bewertung aber etwas ab.
FRWL: Für mich tatsächlich die positive Überraschung unter den Connery-Bonds. Ich hatte den wesentlich unspaßiger und "trockener" in Erinnerung. Erst beim Anschauen von FRWL fiel mir auf, was mir bei DN gefehlt hat: Der Humor. In Dr. No nimmt sich der Film und v.a. auch Bond zu ernst. Alleine die Tonbandaufnahme des Gesprächs ("So braun wie Deine Augen") macht einen enormen Spaß. Herausragend ist aber v.a. die Musik, die eine enorme Atmosphäre schafft.

GF: Eigentlich einer meiner absoluten Lieblings-Bondfilme. Aber irgendwie hatte es dieses Mal nicht so ganz gezündet. Nichtsdestotrotz der erste Klassiker, da er einige Blueprints für die zukünftigen Filme liefert: Etwa die direkte Konfrontation mit dem Bösewicht (beim Golf, später dann natürlich der hervorragende Laser-Dialog), der spektakülare Tod, Gadgets usw. Auch das Q-Labor hat seinen ersten Auftritt. Architektur und Musik erneut überaus gelungen, aber irgendwie fehlte da doch ein wenig die Spannung. Und "mütterliche Instinkte" für den Gesinnungswandel von Pussy sind halt auch ein wenig dünn.
TB: Wahrscheinlich der echte Klassiker, auch wenn er in der Allgemeinheit immer im Schatten GFs steht. Der Film hat mich von Anfang an gepackt. Alleine der Besprechingsraum von SPECTRE hat mich als Kind fasziniert und tut es heute ehrlich gesagt immer noch. Auch die Unterwasserschlacht fand ich keineswegs zu lang. Und ja, das rasende Schiff am Ende ist blödsinnig, aber was solls. Und endlich: Die Weltbedrohung ist da!

YOLT: Hier beginnt Bonds Weg in Richtung Quatsch, wobei ich das durchaus positiv meine. Anders ausgedrückt: War bislang noch ein gewisser Bezug zur Realität da, ist er nun nahezu verschwunden. Macht aber (vielleicht ja auch deshalb) enormen Spaß, beispielsweise die Rutsche, der Magnet-Heli usw. Von Müdigkeit bei Connery konnte ich auch nichts erkennen. Ach ja: "Nur ein Mensch verwendet eine Walther PPK". Genau. Und endlich bekommt Blofeld auch ein Gesicht.

OHMSS: War mein Lieblingsfilm vor dem Wiedersehen und bleibt es auch. Für mich tatsächlich der Film, der über die gesamte Laufzeit Spannung aufbaut und hält. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern wirkt hier Bond tatsächlich in Gefahr. Die Kampfszenen sind um Welten "härter" als bislang (und auch später in aller Regel). Hier gehen auch die globale Bedrohung und Bonds Bedrohung Hand in Hand. Das Fehlen von Ken Adam fällt auch nicht weiter auf (und das sage ich als absoluter KA-Fan). Und noch ein wenig Blasphemie: Mir gefällt Lazenby in OHMSS besser als Connery in DN.
DAF: Willkommen in den 70ern! War YOLT schon eher in Richtung Quatsch gestartet, so übertrifft das DAF deutlich. Wobei hier vielleicht auch die deutsche Synchronisation beiträgt, ich kenne die englische Version nicht. Aber irgendwie fehlt mir hier etwas. Vielleicht ist der Plot dann doch zu dünn (im Gegensatz zu Connery, sorry). So richtig Spannung will einfach nicht aufkommen, der Unterhaltungswert ist insgesamt (für mich) zu niedrig. Und es gibt einfach zu viele (Regie-)Fehler (die berühmte Auto-auf-zwei-Rädern-Szene, das Rad, das ins Bild rollt, etc.). Hinzu kommt noch das maue Finale.

Hier also meine Reihenfolge der Connery/Lazenby-Ära:
1. OHMSS
2. TB
3. FRWL
4. GF (ja, das tut mir jetzt doch ein wenig weh)
5. YOLT
6. DN
7. DAF
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Mister Bond

Felix Leiter

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Montag, 7. Januar 2019, 18:14

@Miles:
In der Tat haut die deutsche Synchro für DAF noch so einiges raus. Aber auch dieses berüchtigte "Nur ein Mensch verwendet eine Walther PPK" gibt es im O-Ton bei YOLT so nicht.
Da heißt es: "Only one person we know uses this sort of gun. James Bond."
Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.

Ansonsten sehe ich deine kurzen Besprechungen ähnlich, wenn auch die Top 4 in einer anderen Reihenfolge, YOLT, DN und DAF sind aber da auch bei mir immer auf 5, 6 und 7 dieser Epoche.

MilesM

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49

Dienstag, 8. Januar 2019, 09:43

Wobei die Synchro auch das eine oder andere Highlight bietet, wie etwa das hübsche kleine Nichts, dass sie beinahe anhat... Noch etwas, das mich an DAF gestört hat: Tiffany ist als Figur einfach nicht stimmig. In einigen Szenen durchaus eine toughe Schmugglerin, dann wieder etwas unbeholfen. Wobei auch hier die deutsche Version möglicherweise den Eindruck verschlimmert ("Du dumme Nuss", wobei ihr Handeln ja nicht wirklich dämlich ist, nur eben falschen Annahmen zugrunde liegt).
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Mister Bond

Felix Leiter

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Dienstag, 8. Januar 2019, 12:06

Wobei die Synchro auch das eine oder andere Highlight bietet, wie etwa das hübsche kleine Nichts, dass sie beinahe anhat...

Zweifelsohne!

Wobei auch hier die deutsche Version möglicherweise den Eindruck verschlimmert ("Du dumme Nuss", wobei ihr Handeln ja nicht wirklich dämlich ist, nur eben falschen Annahmen zugrunde liegt).

Ich glaube im O-Ton sagt Connery nur, dass Sie nun wieder die richtigen Bänder eingelegt hat. Bin mir da aber nicht mehr so sicher.

MilesM

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Dienstag, 8. Januar 2019, 16:14

So, weiter im Text.

LALD: Leider machte mir hier die Technik einen Strich durch die Rechnung, sodass ich nur bis zur Alligator-Farm kam. Was mir allerdings aufgefallen ist: Alles wirkt wesentlich frischer, dynamischer. Ob das am gut frisierten Roger Moore liegt, der Jahre jünger aussieht als Sean Connery? Und endlich auch mal wieder ein passender Felix Leiter, auch wenn David Hedison auf meiner Liste der Darsteller nur den dritten Platz einnimmt. Auch der Soundtrack ist überdurchschnittlich, ebenso der Schnitt. Insgesamt sehr kurzweilig. Leichter Aufsteiger.

TMWTGG: Ist wahrscheinlich der Film, den ich am seltensten gesehen habe. Erstaunlicherweise, den er macht wirklich sehr viel Spaß. Gerade die Locations machen viel des Reizes aus, und dann natürlich der wahrscheinlich sympathischste Gegenspieler. Mit seinem judendlichen Charme vergibt man Roger auch den einen oder anderen Satz ("Keine Angst, Deine Zeit wird auch noch kommen"). Die Goodnight-Figur ist jetzt auch nicht so ganz mein Fall. Im Gegensatz zu meiner Erinnerung ist auch die ganze Solex-Geschichte doch einigermaßen stimmig. Ob es die Kanone gebraucht hätte, bleibt mal dahingestellt. Ikonisch natürlich das HQ im gesunkenen Schiff und dann natürlich die Einführung des Mega-Stunts, der die nachfolgenden Filme (und deren Macher) ein wenig unter Leistungsdruck gestellt hat. Deutlicher Aufsteiger.

TSWLM: Nicht ganz faire Bedingungne. TSWLM war der erste Film, den wir auf unserem neuen 65-Zoll-TV geschaut haben, das macht natürlich von Haus aus mehr her. Ist in dem Fall aber gar nicht notwendig. Hier stimmt doch fast alles: Tempo, Locations, ein ebenbürtiges Bond-Girl, Humor, Action. Allein die Lotus-Sequenz ist brillant. Auch der Soundtrack hat seine Stärken. Nee, viel zu meckern gibt es hier nicht.
MR: Wenn man sich damit abgefunden hat, dass wir hier wieder einen nahezu reinen Quatsch-Film vor uns haben, macht er einfach Spaß. Schlimm ist allerdings die Weltraum-Kampfsequenz, insbesondere der Moment, als die amerikanischen Astronauten das Shuttle verlassen. Das wäre sicherlich anders besser gewesen. Michael Lonsdale ist ebenfalls herausragend. Und anlässlich seines letzten Beitrags möchte ich noch auf das Ken-Adam-Archiv verweisen, wo es doch so einiges zu entdecken gibt: https://ken-adam-archiv.de/

FYEO: Ach, irgendwie schade. Den hatte ich auch besser in Erinnerung. Das Hauptproblem, dass ich dieses Mal hatte, war, dass sich der Film nicht entscheiden kann, ob er nun ernst oder spaßig sein will. Freilich wäre auch eine Kombination möglich, nur die funktioniert hier mMn überhaupt nicht. Wesentlichen Anteil hat dabei wohl die Regieführung und auch die Musik, die bis dato die schwächste der Serie ist. Bzw. einfach nicht passt (die Musik an sich hat ja einen tollen 80er-Jahre-Flair), insbesondere bei der ersten Autoverfolgung merkt man das. Das klingt jetzt vielleicht schlimmer als es gemeint ist, aber irgendwie hat mich der Film einfach nicht gepackt. Klar gibt es großartige Szenen, aber insgesamt wirkt RM mittlerweile schon etwas zu alt, gerade bei den Kampfszenen merkt man das hier schon. Klarer Absteiger.

Am Wochenende geht es dann hoffentlich weiter.
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Mister Bond

Felix Leiter

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Mittwoch, 9. Januar 2019, 20:20

Schade wegen FYEO, der geht bei mir immer. Gerade wegen der frischen Art, der anderen Musik, die ich im Übrigen besser als den FRWL Score und einige Klassen besser als den DN Score finde. Den Score zu FRWL mag ich ja schon, aber es war die Fingerspitzenübung des John Barry.
Roger Moore geht für mich hier auch völlig in Ordnung, selbst noch in OP. Eigentlich wirkt er nur in AVTAK nicht mehr, um es wieder zu verwenden, frisch.
Die Regiearbeit ist ebenfalls, meines Erachtens, um einiges qualitativer als die in DN, YOLT, DAF oder TMWTGG. Dort retten ja eher Kameraarbeit, das Kostümbild oder sonstiges.

Django

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 08:51

Gerade wegen der frischen Art, der anderen Musik, die ich im Übrigen besser als den FRWL Score und einige Klassen besser als den DN Score finde.

Volle Zustimmung. Und der FYEO-Score ist einer meiner Bond-Favourites!

MilesM

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 11:30

Den Score an sich finde ich ja auch nicht schlecht, nur passt er halt meiner Meinung nach nicht immer zu den Bildern. Gerade bei der Verfolgungsjagd mit der Ente ist mir das aufgefallen. Hier ist sie das beste Beispiel für meinen Eindruck, dass der Film oft nicht weiß, was er sein will: ernster Spionage-Thriller oder Bond-Spaß.
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ollistone

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Mittwoch, 16. Januar 2019, 15:39

Inzwischen eher ein träger Dauerlauf als ein Marathon, aber immerhin habe ich die Moore-Ära beendet:

FYEO - bleibt einfach meine Nummer 1. Nach MR angenehm geerdet, keine größeren Albernheiten (bis auf die Eishockey-Attacke - die Szene fand ich schon immer so überflüssig wie doof). Die Musik hat ihre größten Stärken dort, wo sie verstummt: bei der Ersteigung von St. Cyril's. Danke für die Entscheidung, hier einfach mal zu schweigen. Dass er sich nicht zwischen Ernst und Spaß entscheiden kann, sehe ich nicht so, für mich hält er in bester Bond-Manier die perfekte Waage zwischen beidem.

OP - Da bin ich immer etwas gespalten. Das Niveau von FYEO kann er nicht halten, hier haben sich die Macher einfach zu viel Klopse geleistet. "Was machen fremder Mann in meinem Bett?", die Kampf-Nymphen in der finalen Schlacht, das "Tennis-Publikum", der Tarzan-Schrei, Tiger, Schlangen, Spinnen, Krokodile, Blutegel und was der Dschungel noch so hergibt, man wähnt sich direkt in einem Indiana-Jones-Film. Wobei die Frage ist, wer von wem abgeguckt hat - nicht zuletzt der Schafskopf erinnert an den ein Jahr später entstandenen "Tempel des Todes". Der Film hat aber auch seine schönen Momente, die Pretitles, das exotische Setting, die wunderbare Magda und ihr Abgang vom Balkon, die Verfolgung im Zug. Reicht für einen Platz im Mittelfeld.

AVTAK - Man hat den Eindruck, der Reihe sei erstmals ein wenig die Fantasie abhanden gekommen, so nüchtern war seit FRWL kein anderer Bond. Immerhin ein epischer Villain und eine ikonenhafte Mayday. Ist mir unterm Strich zu sehr 80er-Mainstream-US-Actionfilm.


1. FYEO
2. TSWLM
3. TMWTGG
4. TB
5. OHMSS
6. FRWL
7. OP
8. MR
9. DAF
10. GF
11. AVTAK
12. LALD
13. YOLT
14. DN
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56

Donnerstag, 17. Januar 2019, 07:40

Zitat

Ist mir unterm Strich zu sehr 80er-Mainstream-US-Actionfilm.

Diese Beschreibung trifft's auf den Punkt. AVTAK leistet sich zwar keine grossen Schwächen, wirkt auf mich aber über weite Strecken irgendwie langweilig, uninspiriert und lässt das typische Bondfeeling vermissen...

ollistone

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Mittwoch, 23. Januar 2019, 09:28

TLD und LTK - ein weiteres Jahrzehnt ist geschafft. Nach dem immer etwas hüftsteifen und am Ende natürlich viel zu alten Moore nun ein agiler, sportlicher Bond, der für mich ab der ersten Sekunde glaubwürdig war, für das große Publikum jedoch vielleicht zu wenig Charme hatte.

TLD ist nach wie vor ein Hochgenuss, der vermutlich nur wegen der Mujahedin-Nummer und der im Vergleich zu Melina etwas schwächeren Kara ganz knapp den ersten Platz verfehlt. Nach dem ziemlich drögen AVTAK sprüht TLD nur so vor Ideen, und die Szene "Wir haben nichts zu verzollen, nur ein Cello... Cello... Cello..." / Gegenschnitt: Tanger, Ruf des Muezzin, gehört zu meinen absoluten Lieblings-Bondmomenten. Für sowas liebe ich John Glen.

LTK genießt bei mir eine Sonderstellung, als der im Kino lief, war ich 16 (bei LTK 14 und AVTAK 12), das waren meine drei prägenden Bond-Filme, bevor erstmal lange Zeit nichts kam. Dass hier vielleicht einige Bond-Stilmittel fehlten, war mir damals nicht so sehr bewusst, Bond-Feeling hin oder her, der Film hatte rasante Action-Szenen, große Stunts, schöne Frauen, tolle Schurken. Nach wie vor finde ich ihn unterbewertet, und den Vorwurf, es handele sich um einen atypischen Rache-Bond, kann ich nicht ganz teilen; der Film wäre kein sonderlich anderer, hätte Bond den Auftrag von M erhalten, Sanchez zu erledigen.


1. FYEO
2. TLD
3. TSWLM
4. LTK
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ollistone

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Mittwoch, 30. Januar 2019, 09:51

GoldenEye. Üble Kiste. Ich kann diesem Film nicht das Geringste abgewinnen, der Umbruch nach LTK ging aus meiner Sicht voll in die Hose. Ich habe nicht mitgezählt, wieviele Gegner Bond mit der Maschinenpistole niedermäht, als wäre es ein schlechter Stallone-Streifen. Dieses wahllose Leute-über-den-Haufen-Schießen ist für mich so Bond-untypisch und unsympathisch wie kaum etwas anderes. Ein Film, gemacht für das Multiplex-Kino (und Publikum) der 90er. Geiler Sound, Alter.

Wer den Craig-Filmen überflüssiges Psychologisieren vorwirft, sollte an GE auch keinen Spaß haben. Bei Craig ist es wenigstens noch gut gemacht, während dieser verkrampfte Versuch, der Serie mit billigen Dialogen Tiefe zu verleihen, komplett nach hinten losgeht. Hey, zwischen zwei Mega-Explosionen brauchen wir mal eine Prise Nachdenklichkeit! Im Kontrast dazu: Nie war Bond mehr Macho als unter Brosnan, er macht aus der Rolle eine Karikatur. Dicker Wecker am Handgelenk, Frisur sitzt, Krawatte auch, Champagner stets zur Hand, eben mal den nächsten Gegner wegballern wie im Videospiel, Bond-Formel erfüllt. Schade, gerade nach Daltons Interpretation.

Das Schlimmste ist, dass selbst das Traditionselement Q wie ein Feigenblatt wirkt, wie der Versuch, sich mit einem Pseudo-Auftritt quasi als "missing link" an die guten alten Zeiten anzubiedern. Vordergründig ist alles da, M, Moneypenny, Q und seine Werkstatt, der geschüttelte Martini, Casino-Szene, "Bond, James Bond", und doch funktioniert nichts richtig.

Weitere Tiefpunkte: klar, der Score, der saublöde Flugzeug-Sprung in den Pretitles, Xenia als eine Art Fatima Blush auf Speed. Auf der positiven Seite: Alex gibt einen annehmbaren Schurken ab, Robbie Coltrane hat seine Momente, M's Büro, das endlich den viktorianischen Mief aus holzgetäfelten Wänden, schweren Ledersesseln und Seeschlacht-Gemälden hinter sich lässt und in der Moderne ankommt.

Momentan klarer letzter Platz, aber ich habe schon eine Ahnung, wer den noch unterbieten kann.


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59

Mittwoch, 30. Januar 2019, 11:14

Treffender hätte ich's nicht schreiben können :prost: . War damals mein erster Kino-Bond und meine (hohen) Erwartungen konnten leider nicht wirklich erfüllt werden. Schade :S . Immerhin: Den Film kann man anschauen, der Plot ist einermassen brauchbar und er hat ein paar nette Szenen und Einfälle. Zudem ist die ganze Pseudo-Nachdenklichkeit zum Glück hier nicht handlungsbeiinflussend (da sollte leider noch viel Schlimmeres folgen).

Zitat

Dieses wahllose Leute-über-den-Haufen-Schießen ist für mich so Bond-untypisch und unsympathisch wie kaum etwas anderes.

Das ist mir vor 23 Jahren im Kino auch übel und als Bond-untypisch aufgefallen. Aber nicht nur er ballert die ganze Zeit rum, sondern auch seine Gegner und... eigentlich alle. Es ist ein richtiger Ballerfilm :thumbdown:

Mister Bond

Felix Leiter

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Mittwoch, 30. Januar 2019, 14:22

Weiß ich nicht. GoldenEye war mein erster Kino-Bond, Fan war ich aber schon seit 1987 und kannte vor GE sämtliche Bondfilme. Trotzdem war ich damals von GE sehr angetan. Für mich wirkte er frisch und mit Brosnan war wohl mein Wunschdarsteller am Start. Mir machen da auch fast alle Charaktere Spaß, außer Boris. Den fand ich nicht so prickelnd.
Heute hat GE in meiner Gunst nachgelassen, sehe ihn aber m oberen Mittelfeld.
Ich muss aber zugeben, dass es der Start der MG-Bondfilme war, was sich ja durch die komplette Brosnan-Ära zog. Wer aber schon bei GE wegen der Ballerei meckert, sollte um die Nachfolger einen ganz großen Bogen machen.
Leider gibt es auch die Generation 1990+, die dann zumindest im TV und auf DVD mit den Brosnan Bonds aufwuchs und diese Filme toll finden.
2007 schaute ich mit dem damals 11-jährigen Sohn meiner Cousine erst alle Connery-und Moore Bonds...etwas später die Lazenby/Dalton Bonds. Er fand eigentlich, vielleicht typisch für den Alter, Moore am besten, ich war dann etwas überrascht als er einige Jahre später Brosnan als seinen Favoriten angab (zu Brosnan kamen wir nämlich nicht mehr).
Sieht er heute eventuell wieder anders.