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Mister Bond

Felix Leiter

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221

Freitag, 12. März 2021, 22:37

Interessanter Ansatz, in der Tat.
Ich werde dieses Jahr nicht mehr alle Bondfilme gucken, aber sporadisch den ein oder anderen. Vor dem eventuellen Kinostart von No Time To Release, aber auf jeden Fall nochmal Skyfall und Spectre.

Und wenn auch DAD, wegen der mäßigen Effekte und einer etwas zu forschen Jinx, in der Bestenliste ganz unten ist, der Film sieht von den Locations und den Bauten hochwertiger als TND aus. TND ist optisch unter den Bondfilmen in der Tat so etwas wie eine graue Maus. Es fehlen auch die großen Kameraaufnahmen, die Panoramen und dann natürlich das öde aussehende Finale, dass auch bei mir im Keller hätte stattfinden können (ok, ich habe jetzt etwas übertrieben :D ).

Whisper

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222

Sonntag, 14. März 2021, 20:19

Meiner Meinung nach beschädigt Barbara Broccoli mit ihrem Motto, so viel wie möglich in GB zu drehen, die Filme nachhaltig. Auch die Craig-Bonds. Cubby hätte für Carvers Party und Büro auf einer schönen Location in Hamburg mit viel Hintergrund-Flair bestanden und allein dadurch die erste Hälfte enorm aufgewertet. Man stelle sich vor, Zorins Party in AVTAK wäre in irgendeiner Joghurt-Fabrik in London gedreht worden.
Interessanter Gedanke! Wobei die Craig Bonds gegenüber den Brosnan Bonds schon eine Augenweide sind (zumindest die ersten drei). Hamburg wurde in TND wirklich enttäuschend in Szene gesetzt, wenn man bedenkt, was dieses "Tor zur Welt" alles zu bieten hat (bin da geboren und kenne mich daher ein wenig aus ;)).
Whisper, das Tor! Aber langsam Whisper, langsam. Unsere Gäste sollen Zeit haben, sich zum Dinner zu versammeln.

Mister Bond

Felix Leiter

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223

Sonntag, 14. März 2021, 21:07

Ich würde mir für einen Bondfilm auch wieder eine deutsche Metropole wünschen und eben Hamburg hat da doch einiges zu bieten. Zu Cubby Broccolis Zeiten, hätte es mit Kameramänner wie Ted Moore, Freddie Young oder Claude Renoir auch wesentlich stilvoller ausgesehen.

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Montag, 15. März 2021, 00:53

@Mister Bond: Ja, bezüglich DAD sehe ich das absolut genauso. Allein Bonds Ankunft in Havanna mit dem Schwenk über die Strandpromenade finde ich jedes mal fast den ganzen Film wert. Da steckt sehr viel Liebe und Aufwand drin, die Oldtimer, diese Pioniergruppe, ... Sowas fehlt TND völlig. Auch das Innere des Eispalastes mag ich. Dafür hat DAD aber dann wieder andere, noch größere Mankos. Die Brosnan-Ära erinnert mich in dem Punkt immer an einen Dialog aus 'Jurassic Park 2': "Sie sehen, wir haben aus unseren Fehlern gelernt." - "Ja, aber dafür machen Sie lauter neue."

@Whisper: Ich finde Hamburg auch eine der schönsten Städte Deutschlands. Man hätte das sehr stilvoll fotografieren können, wenn man es gewollt hätte. Aber diese Mischung aus ausdruckslosen, tristen Sets und der lieblos reingeschnitten Postkartenansicht vom Hafen macht auf mich manchmal den Eindruck, als mag Spottiswoode Deutschland nicht, und als ob er es bewusst kalt, ungemütlich und von wenig netten Menschen bewohnt darstellen wollte. Komischerweise findet Bond ja dann auch eine Blitz-Illu in Carvers Safe, eine Anspielung auf ein eher weniger gut konnotiertes deutsches Wort im Englischen.

Die Craig-Bonds sehen im Punkt Locations schon wesentlich besser aus, auch da hat man ein bisschen aus vergangenen Fehlern gelernt. Vor allem CR und QOS sind vergleichsweise phantastisch. Mittlerweile schleicht sich aber ein digitales Frisieren von Locations ein. Es sieht zwar schon etwas besser aus, wenn man eine Londoner Gegend digital nach Hongkong verlegt etc., aber für mich geht da trotzdem ein bisschen von dem Flair verloren, was die Filme bis 1989 hatten.

Whisper

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Montag, 15. März 2021, 01:13

Die Craig-Bonds sehen im Punkt Locations schon wesentlich besser aus, auch da hat man ein bisschen aus vergangenen Fehlern gelernt. Vor allem CR und QOS sind vergleichsweise phantastisch. Mittlerweile schleicht sich aber ein digitales Frisieren von Locations ein. Es sieht zwar schon etwas besser aus, wenn man eine Londoner Gegend digital nach Hongkong verlegt etc., aber für mich geht da trotzdem ein bisschen von dem Flair verloren, was die Filme bis 1989 hatten.
CR hat eine Farbgewalt, die selbst manche Bondfilme der Ära bis 1989 in den Schatten stellt. Selten hat man das blau des Ozeans so kräftig leuchten sehen wie hier. Auch die Shanghai-Szenen in SF sind farblich brillant fotografiert worden. Dagegen wirken die Brosnan-Bonds wie schwarz/weiß Filme. Aber selbst viele Connery-Bonds kommen im Vergleich mit CR oder SF etwas blass rüber. Für mich war LALD übrigens der erste Bondfilm, der schöne kräftige Farben aufweist.
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Mister Bond

Felix Leiter

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Montag, 15. März 2021, 17:38

@Mister Bond: Ja, bezüglich DAD sehe ich das absolut genauso. Allein Bonds Ankunft in Havanna mit dem Schwenk über die Strandpromenade finde ich jedes mal fast den ganzen Film wert. Da steckt sehr viel Liebe und Aufwand drin, die Oldtimer, diese Pioniergruppe, .

Ja, das sind auch so meine optischen Highlights und auch als Bond sich im Sanatorium an den Spiegeln vorbeischleicht. Das ist schon fast visuelle Brillanz. Der Jurassic Park 2 Zitat st aber gut :)


Zum Thema Farben, also da finde ich gerade die 1960er und 70er herausragend und fast unerreicht. Das liegt auch an die Kameramänner Ted Moore, Freddie Young, Michael Reed, Claude Renoir und Jean Tournier.
Der einzige Bond, der danach in dieser Hinsicht auf einer Stufe ist: Casino Royale! Alle anderen Craigs sehen schon gut aus, aber der digitale Look sagt mir halt nicht so zu. Häufig zu glatt poliert. Und CR wurde halt noch nicht digital gedreht.

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Dienstag, 16. März 2021, 08:53

Zum Thema Farben, also da finde ich gerade die 1960er und 70er herausragend und fast unerreicht.
Bei den 70ern stimme ich dir zu, aber einige Bondfilme der 60er wirken auf mich farblich doch recht trist (FRWL) oder etwas blass. Bei DAF habe ich manchmal den Eindruck, dass der Film mit einem Filter überzogen ist (so wie der Anfang von Spectre). Selbst aus TB hätte man mehr herausholen können: ich habe letztens den Swimmingpool mit Alain Delon von 1969 gesehen und war beeindruckt von den frischen und leuchtenden Farben! Und das in einer exzellenten Bildqualität. Wie gesagt, LALD ist für mich der erste Bondfilm, der farblich richtig hervorsticht und das Swimmingpool-Niveau erreicht. Leider ist die Bildqualität von LALD phasenweise nicht so berauschend. Da hat mich die Restaurierung von DN deutlich mehr überzeugt.
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Felix Leiter

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Dienstag, 16. März 2021, 15:05

Mit kräftigen und schönen Farben meine ich jetzt nicht, das es bunt sein muss. FRWL ist da etwas erdbetonter, dennoch sieht das alles exquisit aus.
Ebenso DAF, aber kann sein das du dich etwas vom HD-Master blenden lässt. Da wirkt DAF an manchen Stellen etwas überkontrastiert.
LALD sieht für mich auch schön aus, kann aber beim besten Willen nicht mit DN, FRWL, GF, TSWLM oder MR mithalten. Ist aber kein Jammern, sondern wirklich hohes Niveau.

Whisper

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229

Donnerstag, 18. März 2021, 14:50

FRWL ist da etwas erdbetonter, dennoch sieht das alles exquisit aus.
In Punkto Kameraarbeit hast du auf jeden Fall recht. Leider trüben die Rückprojektionen den optischen Genuss bei FRWL und GF ein wenig. Besonders die Schlussszene von FRWL sieht amateurhaft aus. Genauso schlimm finde ich die Miami-Szenen von GF.
LALD sieht für mich auch schön aus, kann aber beim besten Willen nicht mit DN, FRWL, GF, TSWLM oder MR mithalten.
Die Verstecke von Mr. Big sehen leider etwas billig aus. Da sind die von dir aufgezählten Filme (insbesondere die beiden letzten ;)) tatsächlich um Längen besser. Die Außenaufnahmen finde ich bei LALD sehr gut gelungen.
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Felix Leiter

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Donnerstag, 18. März 2021, 22:49

Bunt ist auch etwas unvorteilhaft ausgedrückt. Die Star Wars Prequels sind ja auch bunt....furchtbar :D
Ich meine halt das Zusammenspiel von Kamera, den kräftigen Farben und die BDs haben natürlich bei den 1960ern, 70ern Klassikern ganze Arbeit geleistet.
Ich habe da nichts auszusetzen, im Gegenteil, ich feiere das auch heute. Und auch die Rückprojektionen haben mich damals nie gestört, im Gegensatz zu schwachen und unnötigen CGI-Einsätzen.
Von den HD-Auswertungen finde ich lediglich "Goldeneye" schwächer umgesetzt, en wenig zu wachsartig die Gesichter und Konturen. Am meisten Tristesse in der Kameraarbeit und Farbpalette verspüre ich wieder bei "Der Morgen stirbt nie". Da ist "Goldeneye", dank Phil Meyeux (Casino Royale) wesentlich besser.
Und bei den Craig Bonds bevorzuge ich halt das analoge, aber klare "Casino Royale", tolle Kameraarbeit, tolle Farben. "Skyfall" sieht schon gut aus, aber den digitalen Look werde ich nie den Vorzug geben. Ich mag zum Beispiel auch den etwas körnigeren Look von "M:I - Fallout" lieber, der wurde auch größtenteils analog gedreht, außer in den IMAX-Szenen.
"Spectre" ist mir wiederum zu orangelastig, auch so ein komischer moderner Trend in manch Filmen.

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231

Samstag, 1. Mai 2021, 20:40

So, mein chronologischer Marathon ist beendet. Hier meine Eindrücke der ersten 7 Filme:

DN:
Guter Auftakt mit kultiger Einführung Bonds im Casino und tollem jamaikanischen Flair. Mir persönlich gefällt die erste Stunde mit der Detektivarbeit gut, danach driftet der Film leider zu sehr in Phantasiewelten ab (Drache, vor dem alle Angst haben und "Toppling"). Das Finale wirkt aus heutiger Sicht auch etwas billig. Aber der Auftakt macht Lust auf mehr!
9/15

FRWL:
Eine gewaltige Steigerung gegenüber dem Vorgänger! Die Atmosphäre ist viel dichter und der Film ist zu keiner Sekunde langweilig. Der beste Agententhriller der Bondfilme, der gut in die Reihe der Hitchcock-Filme gepasst hätte. Dennoch gefallen mir in Punkto Bösewicht, Bondgirl, Musik und optischem Eindruck einige Filme noch besser.
13/15

GF:
Erneut eine Steigerung gegenüber dem Vorgänger, wenn auch nicht mehr ganz so stark ausgeprägt. Hier erleben wir die für mich beste Performance eines Bond-Darstellers, den besten Bösewicht und den besten Henchman. Auch Q kommt immer mehr in Form. Gegenüber dem sehr bodenständig wirkenden FRWL habe ich hier das Gefühl, der Geburtsstunde von etwas Größerem beizuwohnen. Perfekt ist der Film trotzdem nicht: neben handwerklichen Mängeln (grausige Rückprojektionen bei den Miami-Szenen) wirkt das Umfallen der Soldaten einfach lächerlich. Die Ranch in den USA überzeugt mich als Drehort auch nicht so richtig.
13/15

TB:
Da sind wir nun beim ersten großen Bondfilm angelangt. Dieser Film hat einfach alles, was ein guter Bondfilm braucht. Vom kultigen Spectre-Besprechungsraum bis hin zu karibischen Stränden - der Film ist einfach ein Augenschmaus und wird durch eine spannende Story mit zum ersten Mal richtig bedrohlich wirkenden Szenario getragen. Allerdings sind die Unterwasserszenen viel zu lang geraten und stören das Tempo des Films. Dafür wirkt das Finale total überhastet.
13/15

YOLT:
Hier zeigen sich zum ersten Mal starke Schwächen im Drehbuch. Zudem ein lustlos wirkender Connery, der aufgrund seiner Statur für die japanische Maskerade nun überhaupt nicht geeignet ist. Dazu ein Blofeld-Darsteller, der ganz und gar nicht zu dem Blofeld aus FRWL und TB passen mag. Lediglich Tiger überzeugt in dem Film.
8/15

OHMSS:
Tolle Story mit wunderschöner musikalischer Untermalung. Lazenby macht seine Sache gut (Connery hätte ich mir an seiner Stelle nicht vorstellen können). Lediglich die etwas altbacken wirkenden Szenen auf dem Piz Gloria fallen für mich etwas ab, davor und danach macht der Film aber richtig Spaß! Ich lege den Bond-Marathon auch immer so, dass dieser Film genau in die Weihnachtszeit fällt ;)
13/15

DAF:
Der erste durchgehend schwache Bondfilm. Lediglich das Henchmen-Pärchen weiß zu überzeugen. Und der Kampf im Fahrstuhl ist auch gut gelungen. Aber sonst? Ein tuntig wirkender Bösewicht, der sich Doppelgänger im Matschbad heranzüchtet, uninspirierende Verfolgungen, ein Bondgirl mit Döschem im Höschen und ein schlecht gescriptetes Finale. Dazu ein Connery, der zwar wieder etwas mehr Spielfreude hat, aber athletisch keine allzu gute Figur mehr macht. Time to retire!
5/15
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Whisper

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Sonntag, 2. Mai 2021, 13:42

Machen wir weiter mit den 7 Moore-Bonds:

LALD:
Ein fulminanter Neustart! Vom ersten Augenblick an ist dieser Film mitreißend und dynamisch, was hervorragend durch die Musik ausgedrückt wird. Zudem wird hier ein wahres Humor-Feuerwerk abgefeuert, das genau meinen Geschmack trifft. Garniert wird das Ganze mit einer eindrucksvollen Henchmen-Riege. Lediglich das etwas naiv wirkende Bondgirl und der Oberschurke verhindern eine noch bessere Wertung.
13/15

TMWTGG:
Schöne Schauplätze und ein charismatischer Bösewicht sind normalerweise Garanten eines guten Bondfilms. Dem gegenüber steht hier leider ein wirres Drehbuch und ein Humor, der für meine Begriffe zu sehr Richtung Comedy abdriftet. Dann noch ein Bondgirl, das Bond eigentlich helfend zur Seite stehen soll, tatsächlich aber mehr im Wege steht.
7/15

TSWLM:
2 Klassen besser als der Vorgänger und der erste perfekte Bondfilm! Hier stimmt einfach alles.
15/15

MR:
Hätte der perfekte Nachfolger von TSWLM werden können. Audio-visuell erreicht er auch mindestens das Niveau des Vorgängers. Leider hat man es mit der Rolle des Beißers hier zu sehr übertrieben und ihm einen viel zu comichaften Anstrich verpasst. Bonds Reise in den Weltraum hat mich dagegen noch nie gestört. Im Gegenteil: einfach zurücklehnen und sich von der grandiosen Musik und den tollen Bildern verzaubern lassen!
13/15

FYEO:
Nach dem Höhenrausch der Vorgängerfilme folgt hier die notwendig gewordene Erdung. Das funktioniert gut! Leider fehlt dem Film ein richtiger Bösewicht und ein durchgehender Spannungsbogen. Die Actionszenen wirken auch zu willkürlich eingestreut und bringen die Handlung oft nicht voran.
12/15

OP:
Tolle Schauplätze, viele schöne Frauen, Exotik, schöne Musik und ein teuflischer Plan - alles ist angerichtet für den perfekten Bondfilm. Wären da nur nicht die vielen klamaukhaften Szenen und Action, die zu Moores Alter einfach nicht mehr passt.
11/15

AVTAK:
Mit LALD hatten die Moore-Bonds einen dynamischen Start. Am Ende angelangt ist die Luft jedoch spürbar entwichen. Noch nie zuvor hat sich ein Bondfilm so zäh dahin geschleppt. Das ist schade, denn der Film hat durchaus gute Ansätze und neben einem interessanten Bösewicht auch endlich wieder ein richtiges Badgirl.
8/15
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Whisper

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Sonntag, 2. Mai 2021, 21:07

Wenden wir uns den nächsten 6 Filmen zu :rolleyes:

TLD:
Wieder ein gelungener Neustart (vergleichbar mit LALD). Toller neuer Darsteller, tolle Dynamik und ein John Barry, der noch einmal alle Register zieht und hier sehr modern klingt. Leider wie auch FYEO mit schwachen Villians besetzt und einem etwas naiv wirkenden Bondgirl.
13/15

LTK:
Der Film an sich ist sicherlich gut gemacht. Aber dieser persönliche Rachefeldzug inkl. Meuterei gegenüber M ist absolut nicht das, was ich von einem Bondfilm erwarte. Die völlig unbondige, teilweise disharmonisch wirkende Musik (sieht man einmal vom Titelsong und den Endtitels ab, die aber thematisch sonst nicht untergebracht werden) zerstört jegliche Lust auf diesen Film. Thema leider verfehlt!
5/15

GE:
Das beste am ganzen Film ist der Main Titel mit der tollen Musik. Für mich das schwächste Debut eines neuen Bonddarstellers. Und auch sonst ist vieles nicht überzeugend. Man hat krampfhaft versucht, Bond zu modernisieren. Herausgekommen ist eine nervige M, ein total abgedrehter Computer-Freak, enorm viel Ballerei und eine nicht überzeugende musikalische Untermalung. Dazu wirken die Drehorte blass.
6/15

TND:
Hier hat man versucht, wieder einige klassische Elemente einfließen zu lassen. M steht endlich hinter Bond und die Story ist tatsächlich interessant. Trotzdem bleibt das Problem der völlig verschenkten Drehorte. Das nur aus Ballerei bestehende Finale ist der optische Tiefpunkt des Films, wenn nicht sogar der ganzen Filmreihe. Das wunderschöne "Surrender" wirkt danach wie eine Erlösung.
6/15

TWINE:
Die lange Pretitel-Sequenz ist wunderbar gelungen und auch danach ist der Film durchaus sehenswert. Die Wandlung vom Bondgirl zum Badgirl ist dabei ein interessanter Einfall. Leider hat man es zwischendrin immer wieder mit der Ballerei übertrieben und das Bondgirl ist ein Fall für die goldene Himbeere.
9/15

DAD:
Der absolute Tiefpunkt. Ich bringe es nicht mehr fertig, diesen Film anzusehen. Ich leugne einfach seine Existenz. Hier stimmt bis auf die gute Performance von Brosman einfach nichts. Das Titellied ist der Gipfel der Unbondigkeit und musikalisch noch schwerer zu ertragen als der LTK-Soundtrack! Bei Jinx wünsche ich jedes Mal, dass Bond sie auf dem Lasertisch zurück lassen würde. Nicht einmal Stacy oder Tiffany haben so genervt! Das unsichtbare Auto und die total künstlich wirkenden Spezialeffekte setzten dem ganzen dann die Krone auf.
2/15
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Whisper

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234

Montag, 3. Mai 2021, 13:04

Und hier die Craig-Bonds:

CR:
Ich hätte nach der überwiegend enttäuschenden Brosnan-Ära nie gedacht, dass das noch möglich wäre! Der Film begeistert von der ersten bis zur letzten Minute und setzt auch endlich wieder die Schauplätze besser in Szene. Die Story am und rund um den Pokertisch ist einfach genial. Der Film bietet einfach alles, was ich an den Klassikern so liebe und übertrifft diese zum Großteil sogar, da er nahezu keine Schwächen aufweist!
14/15

QOS:
Die schnellen Schnitte zu Beginn sind natürlich arg gewöhnungsbedürftig und zerstören leider die wirklich schönen Kameraaufnahmen, da diese so kaum zur vollen Entfaltung kommen können. Insgesamt jedoch ein wirklich interessanter, gut gelungener Film. Das Highlight ist für mich die Tosca-Aufführung. Das ist Bondfeeling pur! Neben dem Schnitt ist die größte Schwäche des Films das nicht im Gedächtnis bleibende Titellied.
11/15

SF:
Ein Film, auf den ich mich immer freue. Das Titellied ist genial! Die Farbenpracht und Kameraaufnahmen in Asien sind wuchtig. Nur die Story lässt zu Wünschen übrig: nach 2 Filmen, wo Bond quasi Anfänger war, wird er hier plötzlich aufs Abstellgleis geschoben? Mal ganz davon abgesehen, dass ich es für sehr unwahrscheinlich halte, den tiefen Fall am Ende der PTS angeschossen zu überleben. Wie dem auch sei, die London Szenen, insbesondere die Verfolgungsjagd in der Tube sind toll umgesetzt worden! Die neblig-trüben Skyfall Szenen wirken auf mich dagegen immer etwas surreal und lassen kein richtiges Bondfeeling bei mir aufkommen. Sie sind mir auch zu M-lastig. Schon TWINE ging mir da fast ein bisschen zu weit. Ms Platz ist nun mal das Büro und nicht die Front.
11/15

SP:
Sehenswerte PTS, erinnert mich immer an Grim Fandango :D . Danach wird Bond wieder einmal suspendiert :rolleyes: und setzt natürlich die Ermittlungen auf eigene Faust fort. Irgendwie hätte ich mir ja mal wieder einen "normalen" Bondfilm gewünscht, also ohne Suspendierung und familiäre Verwicklungen/Traumata im Hause Bond. Der Versuch, die 3 Vorgängerfilme unter einen Hut zu bringen, wirkt zudem auch extrem konstruiert. Dennoch bietet der Film gute Unterhaltung ohne allzu große Schwächen zu zeigen. Das Finale in London ist gut gelungen. Danach fährt Bond mit seinem Mädel im alten Aston Martin davon. Gelungenes Ende des Marathons!
10/15
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Django

Der Andere

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Montag, 3. Mai 2021, 13:40

Danke für Deine Zusammenfassungen und Eindrücke. Insgesamt liegen wir meistens nicht weit auseinander mit unseren Meinungen. Und Deine Kommentierung zu DAD ist einfach herrlich :D . Bei steht dieses "Werk" zwar auch auf dem letzten Platz. Heute, nach knapp 20 Jahren beurteile ich DAD aber etwas milder als auch schon. Vor allem vermittelt der Film stellenweise durchaus klassisches Bond-Feeling, was ich in den letzten Jahren dann doch vermisst habe...

Denn:
Irgendwie hätte ich mir ja mal wieder einen "normalen" Bondfilm gewünscht, also ohne Suspendierung und familiäre Verwicklungen/Traumata im Hause Bond.

Ja - genau ^^ . DAs ist für mich einfach nicht Bond like. Und genau daher werde ich mit SF und vor allem SP immer grösste Mühe haben. Obwohl SP zwischendurch wirklich schön klassisch herüber kommt und einige wirklich tolle Szenen hat

Erst jetzt gelesen:

Zitat

Besonders die Schlussszene von FRWL sieht amateurhaft aus. Genauso schlimm finde ich die Miami-Szenen von GF.

Ja, die beiden Szenen stören mich auch immer wieder. Vor allem, weil es keine grosse Sache gewesen wäre, hier ordentliche Qualität zu liefern. Entweder on location gedreht oder wenigstens so, dass man die Studio-Aufnahme nicht gleich auf 100 Meter gegen den Wind riecht. Leider ziehen sich solche billig gemachten Aufnahmen bis zum Ende der Moore-Ära durch. Wenn man sich das immense Budget der Bond-Filme vor Augen führt ein No-Go!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Django« (3. Mai 2021, 13:50)


ollistone

Consigliere

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Montag, 3. Mai 2021, 14:38

Interessante Kurzkritiken mit teilweise deutlichen Abweichungen zu meinen persönllichen Eindrücken - so soll es ja auch sein! :thumbsup:

LTK - Ich habe nie verstanden, warum man dem Film einen solchen Strick daraus dreht, dass Bond auf eigene Faust unterwegs ist. Es hätte, behaupte ich, überhaupt nichts geändert, wenn Bond in entsprechendem Auftrag ihrer Majestät gehandelt hätte. Das ist doch eigentlich nur eine formelle Abweichung. Außerdem ermittelt er ja gewissermaßen mit M's Segen, und selbst Q ist mit an Bord. Für mich überhaupt kein Genickbrecher, eher mal eine willkommene Abwechslung. Der traut sich was! ;)

TMWTGG finde ich um Längen stärker als LALD, der mir mit seinem Blaxploitation-Charakter einfach überwiegend missfällt. Ist mir teilweise auch zu billig. Geschmackssache.

SP bekäme bei mir keine 10 Punkte. Nee.

MR stärker als FYEO - wäre auch nicht meine Wahl, kann ich aber nachvollziehen, wenn man auf "großes" Bond-Kino steht.
"You may be a lover but you ain't no dancer."

Django

Der Andere

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237

Montag, 3. Mai 2021, 14:50

Also auch Deine Anmerkungen kann ich voll unterschreiben, ollistone, Mit "Insgesamt liegen wir meistens nicht weit auseinander mit unseren Meinungen" meinte ich ja auch nur, dass Whisper und ich jetzt nicht durchs Band grundsätzlich entgegengesetzte Ansichten hätten. Aber natürlich gibt's Unterschiede: (Auch) ich finde TSWLM mindestens so gut wie LALD (der Film macht einfach Spass), halte TSWLM für über unter FYEO, das nach MR ein richtiger "Befreiungsschlag" war für unterbewertet und sowohl mit SF wie auch SP kann ich - gelinde gesagt - nicht viel anfangen :ka:

Mister Bond

Felix Leiter

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238

Montag, 3. Mai 2021, 23:46

Danke, Whisper. Immer wieder schön auch mal wieder andere, neue Meinungen zu lesen. Zwar nicht ganz so aufsührlich wie anfangs zu den Moore-Bonds, aber halt kurz und knackig.
Beim Punktesystem hast du dich wohl an die Oberstufe oder besser an unseren Martin orientiert, ich bleibe immer bei meiner Standard 10er Skala.
Bei der Rangliste der Moore-Bonds sind wir uns auch fast einig, außer bei TMWTGG und AVTAK (die Plätze tausche ich ja).
Auch dass FRWL, GF und TB Connerys beste sind. Aber YOLT so schlecht? Der macht mir halt immer wieder Spaß, dazu der grandiose John Barry Score und Freddie Youngs ebenfalls grandiose Kamerarbeit. 8/15 finde ich da schon schwach.
Oder DAF, selbst wenn ich den für einen der schwächsten Bondfilme halte, aber auf einer 10er Skala wären das ja lediglich 3/10. Finde ich dann ein wenig zu harsch (bei mir waren es 5/10, wenn ich mich richtig entsinne).
Und ich gehöre zu denen, die sagen: wer Craig als Bond mag, oder halt die Craig-Bond Filme, muss LTK schon zwingend gut finden.
Dein Statement zu DAD amüsiert mich hingegen :D Habe da Verständnis, aber ähnlich wie Django bewerte ich den Film nach den letzten beiden Sichtungen nicht ganz so hart. Der ist irgendwie bekloppt,, mit miesen CGI hat aber die wesentlich bessere Optik und Kameraarbeit als die Vorgänger TND und TWINE.
Ps: Die Rückprojektionen der alten Bondfilme stören mich heute genau so wenig wie vor 30-35 Jahren. Dagegen kriege ich bei schlechtem CGI (hallo DAD), egal aus welchem Jahr, immer wieder Ausschlag.

  • »Martin« ist männlich

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Dienstag, 4. Mai 2021, 04:33

TSWLM:
2 Klassen besser als der Vorgänger und der erste perfekte Bondfilm! Hier stimmt einfach alles.
15/15


Da kann ich nur zustimmen. Mittlerweile hat sich mein Geburtsjahrgang bei mir auch wieder auf Platz 1 geschoben, vorbei an OHMSS. Es ist für mich der perfekteste, ikonischste Bondfilm und punktet in praktisch allen Kategorien. Hätte er neben Ski-, Unterwasser- und Gadgetauto-Action auch noch die Casinoszene, die im Drehbuch stand, würde er alle Punkte der Formel abhaken. Und wirkt dabei gar nicht so bemüht.

Auch ansonsten sehe ich es größtenteils ähnlich. Nur TMWTGG sehe ich mittlerweile positiver. Früher war das für mich auch immer der kleine trashige B-Film der Reihe, aber da war auch noch nicht klar, was noch alles kommt. Auch LTK ist mir mehr ans Herz gewachsen im Lauf der Zeit. Michael Kamens Musik ist wirklich etwas gewöhnungsbedürftig und manchmal etwas zu ernst und trocken. Ich finde ja das Blasmusik-artig klingende Bondtheme im Finale immer etwas seltsam. Letztens habe ich "Powerplay" von 1989 gesehen, mit sehr schöner Musik von Bill Conti. Conti hat ja im Gegensatz zu FYEO auch sehr klassische Scores gemacht, und ich denke, ein zweiter Bondeinsatz von ihm wäre sehr interessant gewesen. Und ein runder Abschluss der Glen-Ära. Trotzdem muss ich sagen, dass mir die Musik zu GE wesentlich übler aufstößt.

Whisper

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240

Dienstag, 4. Mai 2021, 12:55

LTK - Ich habe nie verstanden, warum man dem Film einen solchen Strick daraus dreht, dass Bond auf eigene Faust unterwegs ist. Es hätte, behaupte ich, überhaupt nichts geändert, wenn Bond in entsprechendem Auftrag ihrer Majestät gehandelt hätte. Das ist doch eigentlich nur eine formelle Abweichung. Außerdem ermittelt er ja gewissermaßen mit M's Segen, und selbst Q ist mit an Bord. Für mich überhaupt kein Genickbrecher, eher mal eine willkommene Abwechslung. Der traut sich was!
Ich bin da auch zwiegespalten. Die Qualität des Films ist ja gut und die rein objektive Bewertung fällt definitiv höher aus. Trotzdem mag ich fast alle anderen Bondfilme lieber. Mir gefällt die recht düstere Atmosphäre des Films einfach nicht. Ein großes Manko ist auch die Musik, die zwar zum Film passt aber einfach nur schwer zu ertragen ist. Ich habe einige Bond-Soundtracks auf CD, aber den von LTK würde ich mir nie zulegen.
MR stärker als FYEO - wäre auch nicht meine Wahl, kann ich aber nachvollziehen, wenn man auf "großes" Bond-Kino steht.
MR hat mich auf der großen Leinwand einfach verzaubert: Bildgewaltig, tolle Schauplätze und ein musikalischer Hochgenuss. All das hat LTK aus meiner Sicht nicht.
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