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Daniel Dalton

Felix Leiter

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181

Samstag, 3. August 2019, 11:07

Ein sehr schöner Beitrag, merci,
ich dagegen finde Lazenby's Originalstimme recht gut (freilich freilich: an Hoffmann kommt er nicht heran, dem stimme ich zu), störe mich eher daran, dass man seine Bray-Szenen im O-Ton synchronisiert hat, hier klang er dann für einen Bond (Hilary hin oder her) zu hell,
beim Soundtrack bin ich ja ebenfalls anderer Ansicht, aber bei YOLT und insbesondere TLD kann ich dir diesbezüglich wieder vollends beipflichten,
ansonsten: das Bild der SE Edition ist unschön fürwahr, aber aufgrund der genannten Töne ist das in meinen Augen im Gesamtbilde immer noch die beste Version, ganz nebenbei finde ich auch die jüngsten Cover geradezu furchtbar ;-)
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld." - Aus des Problembeseitigers Spiegelbilde sprach die Stimme sanften Verwesens!
Bond '89 - Robert Davi

182

Dienstag, 13. August 2019, 18:39

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Ein extra Filmtrailer, der zu 50 Jahren OHMSS in Gegenwart von George Lazenby auf dem Schilthorn gezeigt und von Angela Scholz und Tom Waldeck angefertigt worden ist.
Der Österreicher und ausgewiesene Bond-Fan Tom Waldeck hatte schon früher exzellente Trailer in Sachen BOND angefertigt.

ON HER MAJESTY’S SECRET SERVICE - 50TH ANNIVERSARY TRIBUTE-TRAILER


.

Mister Bond

Felix Leiter

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183

Mittwoch, 14. August 2019, 08:26

Danke für den link. Toll zusammengestellter Trailer, nur hat man dann die eine Grabsteinszene aus For Your Eyes Only verwendet...bisschen Zuviel Spoiler für Neulinge :D

Mister Bond

Felix Leiter

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184

Mittwoch, 25. Dezember 2019, 11:58

IM GEHEIMDIENST IHRER MAJESTÄT

1969, die Flower Power Bewegung wohl auf dem Höhepunkt. Hat ein Charakter wie Bond überhaupt noch Zukunft? Nun, zunächst willigte George Lazenby ein, ein Model für Reklame und ohne schauspielerische Erfahrung, um als Nachfolger Connerys, nach nur einem Film, dank kräftiger Fehleinschätzung seines Managers, abzutreten. Laut Verkündungen von damals, haben sich Harry und Cubby anscheinend nicht wirklich bemüht ihn zu halten.
Das Publikum sah es anscheinend ähnlich. Hatte „Man lebt nur zweimal“ noch 9 Mio. Zuschauer in Deutschland, waren es bei diesem nur 4 Mio. Das ist ein veritabler Flop, auch wenn viele Spät-Fans dieses Werks es nicht wahrhaben wollen.
Die Gründe mögen vielseitig sein, ich sehe sie tatsächlich primär in dieser einen Personalie.



Film:
In der Tat ist dieser Film doch recht gelungen, es mag wohl in der Andersartigkeit liegen.
Zum einen spricht Bond im Prolog durch die vierte Wand, man baute einen Gag ein, was ihn und seinen Vorgänger betrifft. Zum ersten und bisher einzigen Mal sehen wir in den Main Title Ausschnitte der vorangegangenen Bondfilme. Bond darf sich verlieben, man sieht romantische Szenen zwischen Bond und Theresa. Früher hat man lediglich auf purer sexuell erotischer Basis geflirtet.
Der Film nimmt sich auch reichlich Zeit, so dass, außer ein paar Schlägereien, die erste große Actionsequenz nach ca. 90 Minuten mit Bonds Flucht per Ski erfolgt. Dann wird aber bis zum Schluss eine außerordentliche Jagd auf James Bond gemacht, in der er wohl erstmals so richtig um sein Leben fürchtet, man sieht es Lazenby an. Mit ein paar kleinen Atempausen, bildet die letzte dreiviertel Stunde des Films wohl die längste Actionsequenz aller Bondfilme. Verfolgung per Ski, per Auto, per Ski, Erstürmung des Piz Gloria, Jagd auf Bobschlitten.
So war „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ bis Casino Royale (2006) der längste Bondfilm. Nach reiner Nettolaufzeit, ohne Main Title und Abspann, wäre er bis heute sogar das längste Bondabenteuer.
Der Film macht für meinen Geschmack vieles Richtig, auch die ruhigen Szenen haben was, die Darsteller sind überwiegend gut, aber dazu, so wie anderen Punkten komme ich noch.
Aber man darf sich schon fragen, warum zum Geier Bond und Blofeld sich nicht kennen und warum Blofeld keine Narbe mehr hat? Die Frage weshalb er Haarausfall erlitt, hatte ich schon zu „Man lebt nur zweimal“. Mir, oder den vielen Zuschauern, ist es egal welches Buch zuerst erschien. Wenn man eine Filmreihe hat, sollte man doch eine gewisse Kontinuität haben. Bei Felix Leiter stört es mich weniger, aber bei Bonds Erznemesis muss das nicht sein. Erst Haare, dann Glatze, Narbe und eher kleingeraten, dann Glatze, aber ohne Narbe und großgewachsen.
Darstellerwechsel wären für mich kein Problem, aber dann sollte Blofeld doch eine gewisse Ähnlichkeit beibehalten. Nun, das wurde im Folgewerk wiederum noch konfuser.
Man muss schon über diese Punkte hinwegsehen können und diesen Film hier losgelöst betrachten, wobei das auch schwierig ist, wurde in späteren Filmen doch Bezug auf Bonds Heirat mit Theresa/Tracy genommen.
Das sind Gründe, zusammen mit einer Personalie, weshalb der Film nie ganz nach oben steigen kann. Im Gegenteil, in den letzten Jahren sind einige an ihn vorbeigezogen, kann ich manche Filme doch häufiger genießen.
Allerdings bietet „Im Geheimdienst“ eine fast einzigartige Atmosphäre, gerade was die Schweizer Bergwelten betrifft. Heute bezeichnen viele Fans diesen Film als Weihnachtsbond. Ist ja auch nicht verkehrt, steigt die Klimax doch zur Weihnachtszeit.
Durch die Kombination der Location, die Musik, Kameraarbeit und einzigartige, tragische Dramatik verdient sich der Film hohe Anerkennung.


Bond:
Fakt ist, dass es für Lazenby schwer war auf Connery zu folgen. In der deutschen Synchro kommt ihm allerdings noch zu Gute, dass Connery-Sprecher Gert-Günter Hoffmann wieder übernahm.
Leider verliert Lazenby im Originalton gegenüber allen anderen Bonddarstellern, deutlich. Ein wenig zu schwachbrüstig klingt sein Bond und der Akzent mag auch nicht ganz passen.
Aber wie ich schon erwähnte, in der Synchro verleiht G.G. Hoffmann seinem schauspielerischen Vorlagengeber doch wieder diese gewisse Coolness.
Ansonsten überzeugt Lazenby physisch, allerdings sind seine Kampfszenen teils merkwürdig geschnitten. Das sollte wohl Dynamik erzeugen, aber meinem guten Freund fiel das ebenfalls auf und er kam nicht darüber hinweg zu betonen, dass die Kampfszenen bei Connery besser und realistischer aussahen.
Für mich ist Lazenbys Darbietung damit solide, in einigen Szenen sogar sehr gut, aber ihm fehlt die gewisse Präsenz, Aura, Coolness und eine gottgegebene Star Power, wie es ein Sean Connery, ein Roger Moore und ein Pierce Brosnan hatten und haben.
Und Dalton, so wie Craig durften wiederum mehr von der anderen, literarischen Seite zeigen.
Gerade Sean und Roger überzeugten mich in ihren ersten Filmen mehr, als wenn sie nie was anderes als Bond gespielt hätten. Da fehlt doch eine gewisse Selbstverständlichkeit, das Selbstbewusstsein eines 007. Eventuell war es auch die Intention Lazenby etwas emotionaler zu zeigen, um sein Leben fürchtend. Andererseits versuchte sich Lazenby in anderen Belangen Connerys Darstellung ein wenig anzubiedern.



Bondgirl:
Von ihr kann ich nur schwärmen. Diana Rigg war eine Klasse für sich. Ich kann wirklich nur jedem, mit Kulturverständnis, vom britischen 60er Jahre Flair, skurrilen Geschichten und tollen Charakteren „Mit Schirm, Charme und Melone“ empfehlen. Ihre Mrs Peel gehört zu den drei, fünf besten Frauencharakteren in der Film-und Fernsehlandschaft. Süß, smart, sexy, schlagfertig, intelligent.
Dass ihre Tracy hier auch einen eigenen Sinn hat, erkennt man sofort. Im Finale, ist Sie auch in der Lage sich zu verteidigen. Beachtlich finde ich übrigens, wie häufig ihr Antlitz vom Licht getroffen wird, quasi ein Gemälde für sich. Und auch wenn Sie selbstbewusst und schlagfertig erscheinen mag, so ist sie auch jederzeit in der Lage eine Verletzlichkeit auszustrahlen, woraufhin ich Sie am liebsten persönlich beschützen mag.
Und hier möchte ich auch die deutsche Synchro loben. Margot Leonard, die Stammsprecherin unter anderem von Marilyn Monroe oder eben Diana Rigg zuvor in „Mit Schirm, Charme und Melone“, war für mich auch die deutsche, weibliche Bondstimme der 60er. Hier Diana Rigg, in „Feuerball“ Luciana Paluzzi und in „Goldfinger“ Honor Blackman.
In den 60ern waren somit G.G. Hoffmann, in „Mit Schirm, Charme und Melone“ Mrs Peels bester Freund und Partner John Steed (Patrick Macnee), und Margot Leonard für mich das Synchro Dream Team. Ich kann meine Verehrung für diese beiden Sprecher gar nicht verleugnen. Hier Hoffmann mit seiner unglaublichen Lässigkeit, dort Leonard mit ihrer erotischen Ausstrahlung. Nicht umsonst hat Sie ja wohl die Monroe gesprochen.


Villains:
Auch wenn es ein wenig dauert, bis er im Bild erscheint, ist Blofeld nun wirklich der Hauptbösewicht. Anders als zuvor, in dem er seinen Untergebenen erst nur Befehle erteilt, wird im Film direkt von Blofeld gesprochen und weniger von Spectre. Das erste Filmdrittel bietet noch nicht mal Leute von Spectre. Diese sind tatsächlich erst auf Piz Gloria zu sehen, wo dann Bond auf Blofeld treffen soll. Es fehlt bei einer Spieldauer von 142 Minuten auch weniger auf, wenn Blofeld dann optisch nach einer knappen Stunde auftritt. Blofeld bleibt bis zum bitteren Schluss präsent.
Dank der guten darstellerischen und physischen Darbietung von Telly Savalas‘ verdient sich dieser Blofeld auch Bestnoten. Savalas und Rigg bilden für mich gar den darstellerischen Höhepunkt des Films. Sein Ernst Stavro Blofeld ist sich sogar nicht zu schade selber Jagd auf Bond zu machen.
Das macht vielleicht ein wenig mein Bild vom „Liebesgrüße aus Moskau“ und „Feuerball“ Blofeld zunichte, immerhin meine favorisierte Darstellung, aber Savalas vermag seinem Blofeld die Bedrohlichkeit und Physis zu geben, so dass Savalas bis heute tatsächlich mein Lieblings Blofeld mit Antlitz ist.
Zudem hat man hier Ilse Steppat als Irma Blunt, eine Gehielfin von Blofeld, im Stile einer Rosa Klebb, also von der herben und rabiaten Sorte. Gerade Sie ist sehr zäh und scheint die Jagd auf Bond endlos forcieren so wollen. Im Gegensatz zu allen anderen weiblichen Bösewichten der Bondfilme, überlebt Sie das Ganze sogar, fährt Blofelds Todeswagen und sorgt mit Blofeld für das traurige, bittere Ende, was man so in keinem anderen Bondfilm erleben durfte.

Helfer:
Einer der erinnerungswürdigsten, reiht sich in einer Reihe mit Kerim Bey (Pedro Armendariz) und Columbo (Topol). Gabrielle Ferzetti spielte ja auch nur ein Jahr zuvor in einem der allerbesten Filme aller Zeiten die Rolle des verkrüppelten Bahnchefs Morton, und das neben Stars wie Henry Fonda, Charles Bronson, Claudia Cardinale und Jason Robards.
Allerdings darf man schon gerne behaupten, dass einige Standpunkte seiner Äußerungen als Marc Ange Draco, Vater von Tracy, erst recht heute, nicht mehr vertretbar sind. Einige Sätze sind schon extrem Zeitgeist der eher damaligen konservativen Zeit. Deshalb favorisiere ich doch Kerim und Columbo.
Ansonsten hat Ferzetti doch einen eigenen Charme, man merkt, dass Ferzetti ein sehr fähiger Schauspieler ist. Im Finale ist er dann Bonds große Hilfe, leitet Draco doch seine eigene Organisation, nur wenig kleiner als Spectre, dafür mit Stil.

MI6:
M’s Auftritt ist wesentlich größer als in „Man lebt nur zweimal“. Man sieht ihn zusammen mit Q direkt im Prolog, beim Entziehen von Bonds Auftrag Blofeld zu jagen, erstmals und „einzigartig“ in seinem persönlichen Anwesen, als Bond ihn aufsucht. Um einiges später beim Briefing kurz vorm Finale und bei der Hochzeit.
Q ist dagegen nur im genannten Prolog zu sehen und dann erst wieder bei der Hochzeit. Bis zur Hochzeit, vergaß mein Freund sogar, dass Q bereits zu sehen war. Er meinte scherzhafterweise, Lazenby muss sich wohl seine Meriten noch verdienen, bevor er wie Sean auch mit Gadgets ausstatiert werden darf.
Moneypenny darf immerhin mit Lazenbys Bond flirten und mehr interagieren als Q. „Was würde ich nur ohne Sie machen, Moneypenny?“ – „Immer noch die alte Moneypenny. Großbritanniens letztes Bollwerk“. Und natürlich Moneypennys Tränen und Verabschiedung nach der Hochzeit.

weitere Bondgirls:
Die Damen, Versuchskaninchen und Todesengel Blofelds im Piz Gloria. Von den ganzen Damen werden aber zwei etwas stärker präsentiert: Ruby, dargestellt von Angela Scoular und Nancy, namentlich aber gar nicht erwähnt, dargestellt von Catherine Schell.
Zweite dient allerdings mehr als nicht geplanter Nachtisch Bonds.
Ruby möchte ich übrigens verteidigen, abgesehen vom Haarschnitt, welcher damals bei vielen Damen sehr angesagt war, finde ich Angela Scoular sehr attraktiv. Ihr Charakter erscheint dagegen eher naiv, aber so erscheinen die anderen Mädels im Piz Gloria auch. In der deutschen Synchro verleiht Beate Hasenau Ruby sogar eine leichte, erotische Verspieltheit. Und insgesamt dienen Ruby und co. eher dazu amüsante Szenen mit Bond zu erzeugen – „eine kleine Versteifung“ – „Das schönste Bild sind Sie selbst, besonders im flackernden Licht des Kaminfeuers.“

Location:
Da sich die Handlung des Films wie in keinem anderem Bondfilm über Monate zieht, vom sommerlichen Anfang September in Portugal über den herbstlichen Szenen in Bern und dann das winterlich weihnachtliche Ambiente in den Schweizer Alpen, hat man Möglichkeiten daraus Kapital zu schlagen. Erst bietet der Film das gewohnt sommerliche Bild mit warmen Farben der Bondfilme. Das Meer sieht man zu Beginn, die Blumen erstrahlen noch im vollen Glanze. Lissabon erkennt man am besten während Bond und Tracy durch die Innenstadt schlendern. Wenn man da war, erkennt man einige Ecken und die Fahrt Bonds mit Dracos Männern über die berühmte Golden Gate Bridge Ähnliche Brücke, die Ponte 25 de Abril, kann man auch der Stadt zuordnen.
Ansonsten wurde am Strand Cascais und in Estoril gedreht, wenn ich mich nicht irre.
Von Bern, wo Bond den Safe der Gumbolt Kanzlei knackt, sieht man nicht so viel, dafür dann von der winterlichen Schweizer Bergwelt und da leistet Kameramann Michael Reed, nach Ted Moore und Freddie Young, der neue Mann, endgültig eine Meisterleistung.
So etwas möchte man in Bondfilmen sehen, während Bond mit Irma Bunt im Helikopter über die ganzen Schneemassen und Berggipfel schwebt, möchte man gerne mitfliegen, man fühlt sich fast dabei. Es liegt aber auch an der herausragenden Restauration des Bildmaterials, welches alles so plastisch und greifbar macht.
Die Skiverfolgungsjagd hinunter ins Tal, in der dann weihnachtliche, festliche Stimmung aufkommt, also ich persönlich würde mir gerne solche Weihnachten mal wieder im Westen Deutschlands wünschen.

Setting/Bauten/Design:
Ken Adam pausierte und nach dem eher fantasiereichen Sets in „Man lebt nur zweimal“, entschloss man sich für „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ ein wenig zurück zu rudern. Syd Cain übernahm erstmals nach „Liebesgrüße aus Moskau“. Und da hatte er ja auch seine Kunst mit dem Schachsaal offenbart. Hier sticht vor allem Blofelds Interieur des Piz Gloria ins Auge. Die eisgefrorenen Gänge, das psychedelische Licht in den Kämmern. Auch ohne Ken Adam zeigte man, dass Bondfilme optisch in ihrer eigenen Liga spielen.


Musik:
Wie schon für “Man lebt nur zweimal” eine Glanztat John Barrys. Man kann sich freilich darüber streiten, aber dieser Score steht für mich auch hoch in der Gunst. Definitiv in meinen Top 3. Ich liebe das instrumentale Main Theme, die Einarbeitung des Stücks in „Ski Chase“, das sphärisch majestätische „Journey to Blofeld’s Hideaway“, was ja exzellent mit Bonds und Irmas Ankunft über den Alpen und den Schneebildern Michael Reeds harmoniert, und vor allem die psychedelischen Momente in „Sir Hillary’s Night Out“, „Blofeld’s Plot“ (Bond in Rubys Zimmer), dem finalen treibenden „Bobsled Chase“ und eines meiner Liebligsstücke: das atmosphärische „Over and Out“…die finale Erstürmung des Piz Gloria steht kurz bevor.

Main-Title:
Man hat einen neuen Bonddarsteller, eine neue Ära sollte beginnen. Einzigartig sieht man somit im Main Title Rückblicke der vergangenen fünf Bondfilme, von den Bondladies Honey Rider über Tania Romanova, Pussy Galore, Domino Derval, Fiona Volpe zu Aki und einigen Bösewichtern wie Dr. No und Largo, in einer Sanduhr projiziert. Ja, die Zeit läuft weiter und rückwärts. Zeit spielt eine große Rolle in Binders Main Title.
Alles in allem gelungen, auch wenn ich die zu „Feuerball“ und „Man lebt nur zweimal“ visuell favorisiere. Die Projektionen erzeugen aber eine nostalgische Stimmung.

Wertung des Komplettwerks:
So jeder kann etwas an Filmen sehen, was ihn ein wenig stört. „Im Geheimdienst ihrer Majestät“ nimmt mich audiovisuell mit. Ich finde den Film atmosphärisch stimmig, dramatisch und tragisch. Kleine Punkte wie eben die Sache mit Blofeld oder die etwas übertriebenen inszenierten Faustkämpfe stören mich ein klein wenig mehr als manch Sachen in anderen Bondfilmen derselben Qualität. Und auch Lazenby finde ich halt nicht so cool wie einen Connery und Moore.
So rangiert OHMSS nicht mehr auf Platz zwei der 60er Bondcharts, sondern nur noch auf Platz vier in einem herausragenden Bond-Jahrzehnt.
9/10

Daniel Dalton

Felix Leiter

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Freitag, 27. Dezember 2019, 11:20

Pünktlich zur Weihnacht nun folget diese deine sehr gute Rezension zum wärmlichsten, inniglichsten Bondfilme, sei bedankt und gelobt.
„Das schönste Bild sind Sie selbst, besonders im flackernden Licht des Kaminfeuers.“, solche Stellen gefallen mir ebenfalls außerordentlich.
Schön auch dass du abermals Margot (Mylène Demongeot in den ersten beiden Fantomas-Werken der 60er Trilogie) und GGH hervorhobest, bis zum heutigen Tage die beste Bondstimme überhaupt.
Melde mich spätestens wieder unter FYEO, von meiner Seite erscheint in Bälde (2020) OP, bis dahin frohe Weihnacht und freundliche Neujahrsgrüße
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Mister Bond

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Freitag, 27. Dezember 2019, 16:23

Ja, danke. Schade aber, dass zur Weihnachtszeit nur ganze drei von uns mal eine Meldung von sich geben.
Bei der Margot Leonard habe ich mit der Monroe freilich den berühmtesten Einsatz genannt.
Schade, dass du mit "Mit Schirm, Charme und Melone" nicht warm wurdest.
Wie ich bereits schrieb: G.G. Hoffmann und Margot Leonard waren ein Traumpaar in den 60ern....die Chemie zwischen Macnee und Rigg sorgt freilich auch dafür.

Daniel Dalton

Felix Leiter

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Sonntag, 29. Dezember 2019, 15:10

Ganz deiner Meinung, Leonard und Hoffmann im selben Dialoge bilden ein herausragendes Duo, zwei meiner Lieblingsstimmen auch außerhalb der Bondwelt, Monroe mag ihr berühmtester Einsatz sein, annähernd vielleicht aber noch Brigitte Bardot.
Das mit dem Schirme bedaure ich ebenfalls ;-), auch einem etwas stillen Forum fürderhin eine gute Zeit und alles Gute für das Neujahr.
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Martin

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Montag, 30. Dezember 2019, 02:52

Auch wieder sehr schöne und gut begründete Besprechung!

Hatte „Man lebt nur zweimal“ noch 9 Mio. Zuschauer in Deutschland, waren es bei diesem nur 4 Mio. Das ist ein veritabler Flop, auch wenn viele Spät-Fans dieses Werks es nicht wahrhaben wollen.


Naja, das kommt drauf an, wie man Flop definiert. Wenn man damit einen Film meint, der "hinter den Erwartungen zurückbleibt", dann war es sicher einer. Allerdings glaube ich kaum, dass man erwartet hat, dass Lazenby auf dem Niveau von Connerys Höhepunkt einsteigt. Und dann kann man auch die gesamten 80er als eine Reihe leichter Flops sehen. Insgesamt hat OHMSS mehr als das zehnfache seines Budgets eingespielt, davon träumen viele andere Filme.

Allerdings darf man schon gerne behaupten, dass einige Standpunkte seiner Äußerungen als Marc Ange Draco, Vater von Tracy, erst recht heute, nicht mehr vertretbar sind. Einige Sätze sind schon extrem Zeitgeist der eher damaligen konservativen Zeit. Deshalb favorisiere ich doch Kerim und Columbo.


Das wirkt aus heutiger Sicht schon etwas befremdlich, das stimmt. Ich finde, es spiegelt aber nicht nur den damaligen Zeitgeist wider, sondern auch die patriarchalischen Strukturen in gewissen Gefilden. Mancherorts ist es heute noch nicht so viel anders. Ich würde behaupten, wenn Kerim Bey eine Tochter gehabt hätte, hätte er sie nicht unbedingt so viel anders behandelt.

Die Skiverfolgungsjagd hinunter ins Tal, in der dann weihnachtliche, festliche Stimmung aufkommt, also ich persönlich würde mir gerne solche Weihnachten mal wieder im Westen Deutschlands wünschen.


Nicht nur im Westen. ;) Das ist für mich auch ein großes Plus des Films. Wenn man das Buch heute verfilmen würde, käme diese festliche Stimmung in der Form gar nicht mehr so auf.

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Montag, 30. Dezember 2019, 12:00

Da möchte ich dir gar nicht widersprechen.
1) Hinter den Erwartungen klingt besser als Flop. Freilich habe ich OHMSS auch nur im Zusammenhang der Zeit, der damaligen Popularität Bonds und den Zahlen der direkten Vor-und Nachfolgewerke verglichen. In den 80ern ging es ja eher konstant, aber nicht gravierend runter. Der Unterschied von FYEO zum Vorgänger MR oder OP zum Vorgänger FYEO und wiederum AVTAK zum Vorgänger OP war nicht so hoch wie halt OHMSS zu YOLT.
Zudem hatten wir in den 80ern mehrere Actionstars und Action-Filmreihen. 1969 sollte Bond noch ein Alleinstellungsmerkmal haben. Natürlich darf man 1974 TMWTGG auch als "hinter den Erwartungen" bezeichnen.

2) Da gebe ich dir vollkommen Recht.

3) Ja, leider. Da bekomme ich schon Wehmut an Kindheitstage.

Daniel Dalton

Felix Leiter

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Montag, 30. Dezember 2019, 12:51

Wobei ich den Unterschied zwischen MR und FYEO nur unwesentlich kleiner finde als jenen zwischen YOLT und OHMSS.
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Dienstag, 31. Dezember 2019, 00:06

FYEO war aber auch der fünfte Beitrag eines Bonddarstellers und schon 1981 war Bond nicht mehr der Alleinunterhalter in Sachen Action.
OHMSS dagegen war ein Debüt, 1969 gab es noch kein Star Wars oder Indiana Jones, also war das eher ernüchternd als 1981 als sich Bond in den USA und UK gegen "Jäger des verlorenen Schatzes" schlagen durfte. Deshalb waren die Zahlen von FYEO in den USA im Vergleiich zu OP niedriger, während in Deutschland doch FYEO als meistbesuchter Film des Jahres 1981 die Nase vorne hatte.
Und da wären wir bei einem weiteren Thema: in den 80ern sank die Zahl der Kinozuschauer, VHS sei dank, ähnlich wie es sich in den letzten Jahren, dank Heimkino, verhält.
1969 war das Kino für Filme DAS non plus ultra.

Daniel Dalton

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Dienstag, 31. Dezember 2019, 13:15

Filmzuschauerhistorisch gesehen absolut richtig, aber ich meinte jetzt weniger die äußeren Umstände der Wie-locken-wir-die-Menschen-noch-ins-Kino-Frage als vielmehr die Unterschiede zwischen den aufeinanderfolgenden Filmen selbst. Wenn wir die Erklärungen mal für einen Moment beiseite lassen und ausschließlich die Filme selbst betrachten, ist der Kontrast zwischen 1967 und 1969 für mich ungefähr so augenfällig wie jener zwischen 1979 und 1981, locker!, ein teils grundlegender Stilwechsel innerhalb von nur zwei Jahren. Und in beiden Fällen war diese Veränderung ein guter Weg, denn viel höher als 1967 und 1979 kann man wahrlich nicht aufsteigen, es sei denn man würde aus dem Videospiel "Alles oder Nichts" einen Kinofilm kredenzen, DER wäre vielleicht tatsächlich abgehobener als alles Zuvorige zusammen, das hätte ich zu gern erlebt.
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Django

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Donnerstag, 2. Januar 2020, 09:56

Aber man darf sich schon fragen, warum zum Geier Bond und Blofeld sich nicht kennen und warum Blofeld keine Narbe mehr hat? [...] Man muss schon über diese Punkte hinwegsehen können und diesen Film hier losgelöst betrachten

Nun - das sehe ich hier jetzt nicht sooooo problematisch. Da gab's in anderen Bond-Filmen jetzt wesentlich grössere Kontinuitätsprobleme. Das Problem hier liegt m.E. auch weniger bei OHMSS, als vielmehr beim Vorgänger, bei dem man vieles "verheizt" hat. Blendet man YOLT aus und betrachtet OHMSS als direkten Nachfolger von TB, dann würde es mehr Sinn machen - auch "stilistisch". Und so oder so sind auch die flemingschen Vorlagen betreffend Kontinuität jetzt nicht wirklich über alle Zweifel erhaben. Blofeld als Mastermind einer weltumspannenden Verbrecherorganisation hätte Bond trotz Verkleidung und auch ohne ihn jemals zuvor gesehen zu haben, einfach erkennen müssen ;)

PS: Was ist eigentlich mit Irma Bunt passiert... die ist ja weder jemals wieder aufgetaucht, noch hat sie offiziell das Zeitliche gesegnet ?(

Mister Bond

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Donnerstag, 2. Januar 2020, 11:31

Mein lieber Django, ich denke mal, dass du auch meine anderen Resümees gelesen hast. Schon bei "Man lebt nur zweimal" kritisiere ich den Blofeld "Wechsel" mit Glatze und bei "Diamantenfieber" den Weg zurück ;)

Django

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Donnerstag, 2. Januar 2020, 13:13

Die Feiertage waren zwar "intensiv", aber ja - ich erinnere mich :party: :D . Und ich meine, dass ich Dir damals auch schon beigepflichtet hatte, dass der "Hintergrund"-Blofeld (mit Haaren) aus FRWL und TB irgendwie intensiver wirkt, als die späteren, aktiv ins Geschehen eingreifenden Blofelds :prost: Aber eben: Es war Fleming selber, der Blofeld nach nur einem Roman bereits "entmystifiziert" hat :S . Von daher ist es dann für mich eher sekundär, ob Blofeld mal Haare hat, mal nicht - für mich sind die Blofelds nach TB und jene zuvor "gefühlt" eh' nicht dieselben Personen. Wobei ich die Figur des Blofeld ohnehin für überbewertet halte :whistling: . Dies zeigt TSWLM sehr eindrücklich - wer braucht schon einen Blofeld, wenn es einen Stromberg gibt :D ?

Martin

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Donnerstag, 2. Januar 2020, 21:44

FYEO war aber auch der fünfte Beitrag eines Bonddarstellers und schon 1981 war Bond nicht mehr der Alleinunterhalter in Sachen Action.
OHMSS dagegen war ein Debüt, 1969 gab es noch kein Star Wars oder Indiana Jones, also war das eher ernüchternd als 1981 als sich Bond in den USA und UK gegen "Jäger des verlorenen Schatzes" schlagen durfte. Deshalb waren die Zahlen von FYEO in den USA im Vergleiich zu OP niedriger, während in Deutschland doch FYEO als meistbesuchter Film des Jahres 1981 die Nase vorne hatte.
Und da wären wir bei einem weiteren Thema: in den 80ern sank die Zahl der Kinozuschauer, VHS sei dank, ähnlich wie es sich in den letzten Jahren, dank Heimkino, verhält.
1969 war das Kino für Filme DAS non plus ultra.


In den 60ern war das Phänomen Bond aber auch noch extrem mit Sean Connery verbunden. Eon hatte ja selbst mit dazu beigetragen, mit Werbesprüchen wie "Sean Connery IST James Bond". Für einen Großteil des Publikums war gar kein anderer Darsteller denkbar. Aus dem Grund haben ja auch reihenweise Stars abgelehnt, die man gefragt hatte. Ein unbekannter Darsteller hatte es da noch schwerer als er es zu günstigeren Zeiten gehabt hätte. Man könnte fast sagen: Dafür dass ein unbekannter, ungelernter, australischer Dressman in die Fußstapfen des übermächtigen, international gefeierten und geliebten Connery trat, war er erstaunlich erfolgreich. Die Frage ist doch auch: Selbst wenn OHMSS ein echter Flop gewesen wäre, also Verluste gemacht hätte, würde das den Film an sich schlechter machen? Blade Runner floppte seinerzeit auch wegen der Konkurrenz von E.T., ist aber deshalb kein schlechter Film.

Mister Bond

Felix Leiter

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Freitag, 3. Januar 2020, 00:54

Über die Qualität habe ich ja nicht gemeckert. Ich vernehme ein wenig Unmut, trotz meiner 9/10 Wertung :D
Ich habe lediglich nackte Zahlen recherchiert. Wenn alleine in Deutschland YOLT noch 9 Mio. Zuschauer sahen und dann OHMSS nur noch 4 Mio., dann ist das krass ;)
Diesen heftigen Unterschied gab es zumindest hierzulande nie wieder.
Und da Sean für einen Film zurückkam, hatte es Roger, auch wenn er immerhin TV Star war, auch nicht leichter. Dennoch übertrumpfte LALD DAF wieder.
Nun denn, die Gründe sind mir egal. Man kann verschiedenes interpretieren, es ändert aber nichts an der Qualität.

Martin

Felix Leiter

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Freitag, 3. Januar 2020, 04:15

Über die Qualität habe ich ja nicht gemeckert. Ich vernehme ein wenig Unmut, trotz meiner 9/10 Wertung :D


Nee, Quatsch. Aber Du schriebst "Das ist ein veritabler Flop, auch wenn viele Spät-Fans dieses Werks es nicht wahrhaben wollen". Diesen Vorwurf in Richtung OHMSS-Fans, sich den Film schönzureden, liest man in diversen Foren und Gruppen des öfteren. Daher fühle ich mich da manchmal ganz leicht getriggert. ;)

Sicherlich ist es gemessen an den Vorgängern ein krasser Rückgang, aber ich finde das bei einem unbekannten Darsteller wie gesagt schon verständlich. Dazu kam ja auch, dass Lazenby innerhalb des Films und auf den Postern wie eine Connery-Kopie rüberkommt. Im Deutschen wurde dieser Effekt durch die GG-Hoffmann-Synchro unglücklicherweise ja auch noch sehr verstärkt. Während Moore von Anfang an seine Nische als ironischere und leichtere Interpretation hatte, und das Publikum wusste, wen es erwartete. Als ich OHMSS noch nicht kannte, habe ich ihn anhand des Videocovers auch für eine Nachmache gehalten.

Aber grundsätzlich sehe ich es auch so, dass das Spekulieren über die Gründe von Erfolg oder Misserfolg immer auch ein bisschen Kaffeesatzleserei ist. Hat ein Film Misserfolg, den man mag, war das Publikum eben noch nicht reif genug, oder die Konkurrenz zu stark, etc.