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  • »Martin« ist männlich

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201

Freitag, 13. November 2020, 23:14

Allerdings sehe ich das mir Tracys Suizid-Gefährdung als überwunden - Dank Bond :D


Nicht nur durch Bond, sie hatte ja schon vor der Wiederbegegnung eine erfolgreiche Therapie. Auch sonst sehe ich es gar nicht so drastisch. Bond hat ja eh immer schon mit seinem Job gehadert. Er müsste ja nicht unbedingt Hausmann werden, er hätte auch die Möglichkeit, einen Bürojob annehmen, Ausbilder zu werden oder wie Felix Leiter nach seiner Verletzung bei einer Privatdetektei oder der Drogenfahndung etc. anzuheuern. Wäre vielleicht mal eine Idee für eine TV-Serie. Ein alternder Bond als Detektiv, der sich ständig bremsen und dran denken muss, dass er keine Lizenz zum Töten mehr hat. :D

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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202

Donnerstag, 24. Dezember 2020, 05:59

Es ist Weihnachten, und die Welt wird von einem Virus bedroht:
Die Fiktion wird von der Realität eingeholt. "Scheisse!", würde Dr. Evil (Austin Powers) sagen, "dann machen wir eben das Übliche: wir stehlen zwei Atombomben und erpressen eine Nation."

Da ich den Weihnachts-Thread gerade nicht finde, nutze ich den nächstliegenden Ort, um Euch, Ihr lieben Forums-Kollegen, ein frohes Fest zu wünschen.
Bond ´69 lief diese Tage bereits über meinen Bildschirm. Es ist seit Jahren wie das Treffen mit einem alten Freund: Absolut zuverlässig und nie enttäuschend!
"Na dann: Frohes Fest!"
Nummer 007 in der Mitgliederliste!
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Feirefiz

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  • »Feirefiz« ist männlich

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203

Donnerstag, 24. Dezember 2020, 10:53

Habe ich just gestern zur Weihnachtseinstimmung genossen - zum zweiten Mal in diesem Dezember.

Und um Deinem Forums-Rang gerecht zu werden, erwidere ich Deine Wünsche herzlich mit keinem geringeren als dem Grafen de Bleuchamp: "Merry Christmas, 007!"
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are —
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
To strive, to seek, to find, and not to yield.

204

Donnerstag, 24. Dezember 2020, 11:11

.

"... und nicht die Bescherung verschlafen!"

In diesem Sinen Euch allen ein frohes Fest und auf ein besseres 2021.


.

Spree

Bondforumswissenschaftlicher Forscher & Mitglied der QOS-Splittergruppe

  • »Spree« ist männlich

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205

Donnerstag, 24. Dezember 2020, 11:21

Jetzt muss ich ja fast nachziehen und die nächsten Tage OHMSS einegen.

Ein frohes Fest für euch alle und ein glüclich(er)es neues Jahr mit hoffentlich einem neuen Bondfilm!
I never left!

Mister Bond

Felix Leiter

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206

Donnerstag, 24. Dezember 2020, 17:49

Der Weihnachtstread ist auch nur aktuell auf Platz 7 im allgemeinen Thread, erste Seite ziemlichweit oben...ihr Nasen :haha:
Aber da ihr nun das hier herausgeholt habt:

Fröhliche, gesegnete und gesunde Weihnachten, ihr letzten Forums-Mohikaner :thumbsup:

ollistone

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  • »ollistone« ist männlich

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207

Donnerstag, 24. Dezember 2020, 23:47

Ho!Ho!Ho!

Bleibt gesund, Kinder. Und entspannt. :box:
"You may be a lover but you ain't no dancer."

Harry

kept you waiting, huh?

  • »Harry« ist männlich

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208

Samstag, 26. Dezember 2020, 22:20

Tja, Weihnachtszeit ist OHMSS Zeit, genau so bei mir. ^^

Was mir dieses Mal negativ aufgefallen ist:
In den ersten 30-40 Minuten (Portugal Szenen) wirkt GL unsicher in der Rolle,
man nimmt ihm den Womanizer und Lebemann Bond nicht so recht ab.
Auch die übertriebenen Faustkampf-Szenen gefallen mir zu Beginn des Films nicht so recht.
Das alles bessert sich aber im Laufe des Films. Speziell als der Schauplatz in die Schweiz
wechselt wirkt der Film wie aus einem Guss.

Die Nachsynchronisation in der Ultimate-Edition finde ich auch nicht wirklich gelungen.
Teilweise wird während den Dialogen zwischen alten und neuen Stimmen gewechselt.
Die Stimmauswahl hätte man darüber hinaus besser treffen können.
(Auch wenn ein Gert-Günther-Hoffmann natürlich schwer zu ersetzen ist.)
Schade finde ich auch, dass "Wovon träumt ein Weihnachtsbaum im Mai" nicht mehr zu hören ist.
Der Song gehört für mich zum Film dazu.
Das nächste Mal lege ich wieder die Special Edition ein.
"Absatz 26 Paragraph 5 - nur für Berechtigte. Das verstehen Sie sicher!"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Harry« (26. Dezember 2020, 22:36)


  • »Mr. Fogg« ist männlich

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209

Sonntag, 27. Dezember 2020, 11:23

Die Nachsynchronisation in der Ultimate-Edition finde ich auch nicht wirklich gelungen.
Teilweise wird während den Dialogen zwischen alten und neuen Stimmen gewechselt.
Die Stimmauswahl hätte man darüber hinaus besser treffen können.
(Auch wenn ein Gert-Günther-Hoffmann natürlich schwer zu ersetzen ist.)
Schade finde ich auch, dass "Wovon träumt ein Weihnachtsbaum im Mai" nicht mehr zu hören ist.
Der Song gehört für mich zum Film dazu.
Das nächste Mal lege ich wieder die Special Edition ein.
Das sind für mich die Gründe, warum ich - wenn ich den Film auf deutsch sehe - AUSSCHLIESSLICH auf die erste DVD-Edition zurückgreife. In dieser fehlt zwar sogar die englische Tonspur, dafür habe ich aber keine "Neu-Stimmen" drin. Auch der Song von Katja Ebstein ist komplett auf deutsch.
Die Verbesserung gegenüber der Kino-Version ist die Erweiterung um die "Gumboldt-Szene". In ihr stört auch keine Nach-Synchronisation, weil sowieso (fast) kein Dialog zu hören wäre.
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Django

Der Andere

  • »Django« ist männlich

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210

Sonntag, 27. Dezember 2020, 12:24

In den ersten 30-40 Minuten (Portugal Szenen) wirkt GL unsicher in der Rolle,

Wobei ja die Portugal-Szenen nach(!) den Piz-Gloria Szenen gedreht wurden. Also zumindest die Aussenaufnahmen ;)

Andy007

Agent

  • »Andy007« ist männlich

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211

Freitag, 8. Januar 2021, 13:19

Ein frohes neues Jahr! Nach einer langen Zeit möchte ich mich hier auch wieder zu Wort melden, da ich gerade dabei bin, mir alle Bondfilme chronologisch anzuschauen.

Gestern war OHMSS dran. Für mich ist der Film sehr schlecht gealtert, ich hatte ihn eigentlich besser in Erinnerung.


Darsteller
Nach der Sichtung von 5 Filmen mit Connery wirkt George Lazenby in der Rolle als James Bond sichtlich überfordert. Ich habe Connery den ganzen Film über regelrecht vermisst. Er macht seine Sache sicherlich für seine erste große Rolle nicht schlecht, aber er hat eine sehr begrenzte Mimik und seine Darstellung wirkt meistens sehr hölzern und gezwungen. Einzig die Synchronstimme von Gert Günther Hoffmann macht es in der deutschen Version erträglich. Diana Rigg als Tracy zickt sich eigentlich durch den gesamten Film, um zwischendurch wie auf Knopfdruck plötzlich die Verliebte zu mimen. Für mich ein sehr unsympathisches Bondgirl. Telly Savalas ist ein guter Darsteller, der sein Können hier aber kaum entfalten kann, auch aufgrund der geringen Screentime. Allerdings ist die Darstellung des Blofeld hier voll in die Hose gegangen. Blofeld war vorher immer die große Nr. 1, die graue Eminenz im Hintergrund. Was macht er hier? Geht das Risiko einer gefährlichen Skiverfolgungsjagd ein und baggert zum Schluss das Bondgirl wie ein Teenager an. Sorry, das passt alles nicht. Nur die Darstellung von Charles Gray war noch schlechter. Gabriele Ferzetti als Draco liefert noch die beste Performance. Allerdings büßt die Rolle am Schluss gewaltig an Sympathie ein, indem er zuerst seine Tochter bewusstlos schlägt und sie dann bei der Hochzeit als Luder bezeichnet. xD

Plot
Die beiden Handlungsstränge sind die Romanze zwischen Bond und Tracy sowie der Plan von Blofeld, die Vereinten Nationen mit der Ausbreitung einer Pandemie zu erpressen.
Ersteres wirkt total unglaubwürdig. Bond trifft rein zufällig auf Tracy, rettet sie zweimal und ihr Vater besticht Bond, damit er sie heiratet. Aha! Für mich wäre so ein Vater ein Fall für den Psychiater. Dann diese furchtbaren "romantischen" Szenen mit schwulstiger Musikuntermalung nach Dracos Geburtstag. Ich musste gleich an ein Roy-Black-Musikvideo aus dieser Zeit denken. Sorry, so etwa passt für mich nicht in einen Bondfilm.
Die Pandemiehandlung mag heute aktuell erscheinen, aber auch diese Umsetzung erscheint seltsam. Da sollen zwei Handvoll Frauen unter Hypnose mit einem Zerstäuber und einem Funkempfänger losziehen, um die Weltbevölkerung mit einer Krankheit anzustecken. Okay, Bond und Realismus passen selten zusammen, aber hier wirkt der Plan einfach dämlich und auch nicht sehr bedrohlich.

Umsetzung
Was mir hier wirklich fehlt, ist der Humor, der in der Connery-Ära durch viele Oneliner echt gut rüberkam. Auch dieses urkomische Zusammenspiel von Bond mit M, Q und Moneypenny in den vorherigen Filmen findet hier nicht statt. Lazenby hat einfach nicht das Talent, komisch zu sein und sich manchmal nicht zu Ernst zu nehmen. Einzig "Das wäre dem anderen nicht passiert." war gut.
Ansonsten bietet der Film viel Langeweile und das bei dieser Filmlänge. Das Zusammenspiel der Darsteller, die Dialoge... Hier bleibt wenig im Gedächtnis. Dann wurden sinnvolle Schnitte auch noch wieder in Film reingebracht, wie diese öde Safeknacker-Szene im Büro des Anwalts. Zudem sind viele Schnitte grauenhaft, sodass einige Szenen wie das Geklettere von Bond an der Seilbahn sehr merkwürdig erscheinen lässt.
Auch die Actionszenen sind überschaubar. Zu Beginn prügelt sich Bond dauernd mit Dracos Handlangern, die eigentlich ja Bonds Verbündete sind. Dann kommt erstmal gar nichts, viel Dialog! Die Skiverfolgungsjagden sind teilweise ansprechend, dann aber auch wieder zu sehr in die Länge gezogen. Was gibt es noch? Dieses alberne Autorennen und der Endkampf auf eigene Faust (Wieder Hubschrauber!). Auch hier nichts Besonderes. Der Gipfel ist die Flucht von Blofeld. Da hängt dieser halbtot in einem Ast (In Wirklichkeit hätte er es zu 100% nicht überlebt, hätte man auch anders umsetzen können). Was macht Bond ein paar Meter weiter? Er tollt mit einem Bernhardiner rum! Also, ich wäre zurückgegangen und hätte meinen Erzfeind umgebracht oder verhaftet. Ihr nicht? Aber diesen Vorwurf muss sich auch Blofeld gefallen lassen. Er hätte zum Schluss seine Sache auch richtig machen können und nicht nur Misses Bond erschießen. Davon abgesehen war diese Szene die einzige des gesamten Films, die wirklich haften bleibt.

Locations
Ein bisschen Portugal, ein bisschen Bern und gaaanz viel Schnee und Berge. Okay, es ist eine Romanumsetzung und da ist es halt so. Aber auch hier wirkt vieles öde und uninteressant.

Bild/Ton
Ich rede hier von der aktuellen BD-Version und die wurde grottenschlecht restauriert. Das Bild wirkt oft unscharf bzw. gerade an den Rändern regelrecht verschwommen. Der Ton kommt teilweise zu leise und irgendwie falsch rüber. Das alles fällt bei den heutigen großen Fernsehern und Surround-Anlagen natürlich sehr stark ins Gewicht. Dies wurde bei den Vorgängerfilmen viel besser gelöst.Die größte Frechheit ist die deutsche Nachsynchronisation. Gibt es heutzutage keine Stimmenmodulatoren, die den Klang wenigstens einigermaßen der Originalsprache anpassen können? Das holt mich mit jedem gesprochenen Wort dermaßen aus dem Film raus, dass ich ihn am liebsten ausmachen möchte.

Fazit
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum der Film bei vielen Fans heutzutage so gut ankommt. Ich finde wenig Positives, fühle mich beim Zuschauen über weite Strecken gelangweilt und ärgere mich über die furchtbare Qualität. Beim Bondmarathon ist es immer ein mühsamer Pflichtfilm, den man am besten mit viel Alkohol genießt. Und dann geht er auch noch über 2 Stunden... Sorry, selbst DAD und TMWTGG unterhalten mich um Längen besser. Einzig die Titelmusik weiß zu überzeugen, aber das ist ja bei fast jedem Bondfilm der Fall.

Django

Der Andere

  • »Django« ist männlich

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212

Freitag, 8. Januar 2021, 14:47

Sehr treffend geschrieben - vielen Dank. Endlich traut sich mal jemand :D . Auch ich halte OHMSS für überbewertet (wenn auch nicht für einen totalen Reinfall) und zwar aus genau den von Dir erwähnten Gründen (einzig mit Lazenby's Spiel habe ich jetzt keine Mühe):
- Unglaubwürdige "Out of Character" DArstellung von Blofeld
- Trashiger Plot, vor allem das mit den Mädels (sorry, wenn schon Pulp, dann richtig :D )
- Unsympathische Tracy (immer ja DIE Mrs. Bond)
- Viele Längen! Mir fehlt es am Film an Schwung, Ideen und Unterhaltungswert.
- Mässige Action, störend auch, dass praktisch alle Ski-Szenen vor Leinwand gedreht wurden

Gut, man muss auch ehrlich sagen, dass sich der Film relativ nahe an den Roman hält und somit viele "Probleme" ihren Ursprung bereits dort haben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Django« (8. Januar 2021, 14:54)


Andy007

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213

Freitag, 8. Januar 2021, 20:40

Sehr treffend geschrieben - vielen Dank. Endlich traut sich mal jemand :D . Auch ich halte OHMSS für überbewertet (wenn auch nicht für einen totalen Reinfall) und zwar aus genau den von Dir erwähnten Gründen (einzig mit Lazenby's Spiel habe ich jetzt keine Mühe):
- Unglaubwürdige "Out of Character" DArstellung von Blofeld
- Trashiger Plot, vor allem das mit den Mädels (sorry, wenn schon Pulp, dann richtig :D )
- Unsympathische Tracy (immer ja DIE Mrs. Bond)
- Viele Längen! Mir fehlt es am Film an Schwung, Ideen und Unterhaltungswert.
- Mässige Action, störend auch, dass praktisch alle Ski-Szenen vor Leinwand gedreht wurden

Gut, man muss auch ehrlich sagen, dass sich der Film relativ nahe an den Roman hält und somit viele "Probleme" ihren Ursprung bereits dort haben.

Das Problem ist wahrscheinlich, dass man sich zu sehr an die Romanvorlage gehalten hat. Romane kann man selten direkt filmisch umsetzen. Das hat man in anderen Beiträgen wie z. B. Goldfinger viel besser umgesetzt.
Lazenby halte ich auch nicht wirklich für schlecht, aber im direkten Vergleich mit Connery fällt er doch stark ab. Sir Sean hat eine gewisse Leichtigkeit und Coolness in die Rolle gebracht, die schwer zu erreichen ist. Es fällt natürlich extrem auf, wenn man eine halbe Stunde vorher YOLT gesehen hat.
Was soll eigentlich dieser merkwürdig barock anmutende Kleidungsstil, den man Bond in der ersten Hälfte des Films verpasst hat? Dagegen war der Kilt im späteren Verlauf ja noch ganz passabel. :D
Ich habe auch nicht verstanden, was für einen Auftrag der blonde Helfer von Bond hatte. Erst legt er sich mit den Spectre-Wachen an der Seilbahn an und dann klettert er mal eben die Bergwand hoch um sich oben verhaften und töten zu lassen. Das mag ja irgendwie plausibel sein, aber dann sollte man es im Filmverlauf auch erklären. Oder habe ich etwas verpasst?

Mister Bond

Felix Leiter

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Samstag, 9. Januar 2021, 00:09

Es ist nun doch ein wenig Müßig auf die einzelnen Aspekte des Films einzugehen, dafür gab es von Eden 2018 bis Anfang 2020 einige Resümees zu den Bondfilmen, im Rahmen eines Bondmarathons (im allgemeinen Resümee-Thread und entsprechenden Filmen), in denen gerade Martin, Scarpine und meiner einer ihre frischen, kompletten Ansichten zu den Filmen offenbarten.

Zu Tracy möchte ich lediglich hinterfragen, warum Sie zickig sein soll? Schon mal in den Sinn gekommen, dass diese Dame wohl immer mit den falschen Männern angebandelt hat, die nur auf One-Night Stands oder Ihr Geld aus waren? Dazu noch ihr herrischer Vater und ein Bond, der erst auch nur das eine möchte. Gerade diese emotionalere Bandbreite, die Diana Rigg meistert, hebt Tracy von vielen anderen positiv ab. Ich finde da überhaupt keine zickige Nuance. Und als Sie halt mit Bond ihr Glück gefunden hat, setzt Sie sich noch für ihn ein und ist kein dummes, hilfloses Püppchen.
Zu Blofeld? Tja, die beste Interpretation bleibt für mich die "Gesichtslose" aus FRWL und TB, aber wer soll noch besser als Savalas sein? Der onkelhafte Max von Sydow, der zur Karikatur neigende Donald Pleasence? Nö.
Ausgerechnet den Charakter Draco finde ich eben absolut nicht mehr zeitgemäß, eigentlich schon 1969 mittelalterlich veranlagt. Da gefallen mir Kerim Bey und Columbo um Längen besser.
Lazenby? Klar, Connery und auch Moore haben halt mehr Charisma.

Na ja, sind halt die extrem verschiedenen Geschmäcker.

Aber eins, kann ich so auf gar keinen Fall stehen lassen:



Bild/Ton
Ich rede hier von der aktuellen BD-Version und die wurde grottenschlecht restauriert. Das Bild wirkt oft unscharf bzw. gerade an den Rändern regelrecht verschwommen. Der Ton kommt teilweise zu leise und irgendwie falsch rüber. Das alles fällt bei den heutigen großen Fernsehern und Surround-Anlagen natürlich sehr stark ins Gewicht. Dies wurde bei den Vorgängerfilmen viel besser gelöst.Die größte Frechheit ist die deutsche Nachsynchronisation. Gibt es heutzutage keine Stimmenmodulatoren, die den Klang wenigstens einigermaßen der Originalsprache anpassen können? Das holt mich mit jedem gesprochenen Wort dermaßen aus dem Film raus, dass ich ihn am liebsten ausmachen möchte.


Ich stimme lediglich mit der total unnötigen Nachsynchro für Szenen, die es bereits gab, zu. Unglaublich dümmlich vor allem am Ende, als sich die Stimmen von Rigg und Lazenby mehrfach abwechseln, obwohl es da doch eine komplette Synchro gab.
Und hat mal jemand herausgefunden, wer nun Malone ist? :D
Zum Ton allgemein: da hast du aber bei OHMSS wohl Blumenkohl im Gehörgang gehabt. Der Ton kommt in der deutschen Synchro schon kräftiger rüber als bei den vorherigen fünf Bondfilmen. Aber schau die Reihe mal weiter. Leider wird es nach OHMSS erstmal schlechter, LALD hat eine lange Passage (halbe Stunde), die zu dumpf klingt (deutsche Synchro). Eigentlich steigert sich das Ganze wieder ab TSWLM.
Zum Bild absoluter Widerspruch: der ist eher etwas überschärft als unscharf! Unscharf ist dagegen in einigen Szenen TMWTGG (sonst sehr gutes Bild) und GoldenEye wirkt konturarm. Aber bei OHMSS erreichen Schärfe und Kontraste beinahe Spitzenwerte.
Verschwommen ist bei mir an den Rändern auch nichts :huh:

Nachtrag:
Zum Thema Bild unterstreicht diese "renommierte" Seite noch mein Empfinden:
Reviews zu den Bondfilmen

Gerade noch da du kurz vorher YOLT geguckt hast, widersprechen sich dein Empfinden gegenüber meines und dieser Seite, bezüglich des Bilds zu YOLT & OHMSS :)

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Mister Bond« (9. Januar 2021, 00:19)


  • »Martin« ist männlich

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215

Gestern, 00:34

Über den Jahreswechsel hatte ich mir OHMSS auch mal wieder angesehen, mit zünftigem, von der Traubenernte an selbstgemachtem Glühwein. 8)

@Andi007: Du lässt ja gar kein gutes Haar an dem Film. Sehr schade, aber ist dann wohl auch mehr ein Fall von persönlicher Antipathie. Kritik an den Locations und der Action kann ich jetzt beispielsweise nicht so wirklich nachvollziehen. Es gibt viele Rückprojektionen, aber sie sehen ja wenigstens nicht so übertrieben aus wie bei Feuerball.

Dass das Geplänkel zwischen Bond und Moneypenny/Q zurückgefahren sind und es zwischen den Actionszenen längere Dialoge und ähnliches gibt, ist ein Punkt, der an Casino Royale immer gelobt wird. Dann kann es ja prinzipiell nicht so schlecht sein. OHMSS orientiert ja auch wieder mehr an den Anfängen mit Dr. No und Liebesgrüße, wo es auch noch keine lustigen Q-Szenen gab.

Das Thema Tracy und Draco hatten wir ja auch erst. Kann man kritisieren, allerdings lädt Kerim Bey beispielsweise Bond zu einer Festivität ein, bei der zwei halbnackte Frauen zur Belustigung um einen Mann catchen und eine dabei auch draufgehen darf. Ich finde das irgendwie nicht weniger unsympathisch und fragwürdig als Dracos Verhalten. Und später gabs dann Scheichs, die Besitz aus ihrem Harem an Bond verleihen, und islamische Gotteskrieger.

Ebenso unverständlich finde ich die Kritik an Blofelds Plan. Im Vergleich zu Man lebt nur zweimal beispielsweise ist der schon fast realistisch und durchdacht. Was wäre denn die Alternative dazu, das Virus durch die Mädchen zu verteilen? Man müsste extra Agenten in die landwirtschaftlichen Betriebe rund um den Erdball einschleusen, was wahrscheinlich nicht weniger aufwändig ist als die Fassade einer Klinik aufzubauen. Und es hätte zudem die Gefahr, dass die Agenten entdeckt werden oder versagen. Stattdessen lässt Blofeld Vertreter der entsprechenden Landwirtschaften freiwillig zu sich kommen - und auch noch dafür bezahlen! Die Eltern der Mädchen haben sicher einen stolzen Betrag für deren Therapien hingeblättert, das Unternehmen finanziert sich also fast von selbst. Sie sind außerdem unauffällig, und die Vereinten Nationen wären mit großer Wahrscheinlichkeit nicht auf diese Verbreitungsmethode gekommen. Die Hypnose ist realistischer, als viele glauben. Die CIA hat unter dem Decknamen MK Ultra noch ganz andere Sachen gemacht. Grundsätzlich ist das, was Blofeld hier in Bezug auf biologische Kriegsführung, Gain-of-function-Forschung und Brainwashing tut, machbar und seiner Zeit auch weit voraus. Mal abgesehen davon, dass es wesentlich kreativer ist als Weltkriege zu provozieren.

Django

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216

Gestern, 07:23

Die CIA hat unter dem Decknamen MK Ultra noch ganz andere Sachen gemacht.

Und nicht zu vergessen natürlich die Programme mit Männern, die auf Ziegen starren ;) . Sorry, aber das musste jetzt sein :D ! Bitte nicht falsch verstehen, wollte Deine Aussage nicht lächerlich machen.

Zitat

@Andi007: Du lässt ja gar kein gutes Haar an dem Film. Sehr schade, aber ist dann wohl auch mehr ein Fall von persönlicher Antipathie.

Also ich finde Andi007s Kritik an OHMSS jetzt nicht unfair. Es ist halt oft so, dass man mit einem Film (oder was auch immer) einfach nicht warm wird... ohne das jetzt genau begründen zu können. Auch ich werde mit OHMSS nicht so recht warm - jedenfalls weniger als mit den meisten anderen Bond-Filmen.

Zitat

Ebenso unverständlich finde ich die Kritik an Blofelds Plan. Im Vergleich zu Man lebt nur zweimal beispielsweise ist der schon fast realistisch und durchdacht.

Okeeeeh - YOLT ist diesbezüglich ja auch nicht unbedingt ein Massstab oder :P ? Ehrlich - von den ganzen "Grössenwahnsinniger bedroht die ganze Welt, will die Menschheit ausrotten, den 3. Weltkrieg verursachen und dergleichen"-Plots in den James Bond-Filmen funktioniert das unter Plausibilitätsaspekten m.E. eigentlich nur in TB (und vielleicht noch in OP, wobei hier das Setting nicht so "klassisch" ist). Auch wenn die Umsetzung ggf. etwas "holprig" ist, so ist das Bedrohungsszenario doch recht simpel und theoretisch durchaus denkbar.

Andy007

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217

Gestern, 16:04

Ich finde ja nicht, dass der Film unterirdisch ist. Nennen wir es mal Meckern auf hohem Niveau. ;) Zumindest bleiben einem größtenteils Fremdschäm-Momente erspart, das war in manchen Beiträgen der Moore-Ära anders.
Allerdings ist mir die Laufzeit zu lang, hier hätten 120 Minuten gelangt, dann würde der Film auch knackiger rüberkommen.

@Mister Bond
Gerade bei den Nachsynchros kommt der restliche Sound wie z. B. Schüsse plötzlich sehr leise rüber. Auch, wenn es nur kurze Momente sind, es schmälert den Gesamteindruck enorm. Zum Bild: Okay, nenen wir es überscharf. Gerade in den Rückprojektionsszenen sind deutliche Doppelkonturen zu erkennen.

@Martin
Nochmal zu Blofeld: Diese Figur, gerade als Bonds Erzfeind, wurde immer unglücklich umgesetzt. Jeder Darsteller weist Schwächen auf, selbst ein Waltz wirkt sehr grotesk. Hinzu kommt, dass es jedesmal ein anderer Darsteller war, was der Kontinuität nicht zuträglich ist. Dann war es ja immer ein Rätsel, ob er in DAF von Bond getötet wurde oder nicht, um es dann in FYEO endgültig zu klären. Alles sehr schwach... Vielleicht hätte man es einfach bei einem gesichtslosen Oberschurken belassen sollen.

@Django
Ja, bei TB wird ein Plan dargestellt, der durchaus in der Realität funktioniert hätte. Hinzu kommt, dass Connery richtig Bock hat. Ich finde, hier liefert er die beste Gesamtperformance aller seiner Beiträge ab. Dazu noch hübsche Frauen und exotische Locations, der Film ist sehr in meiner Gunst gestiegen. Um den Bogen zu OHMSS zu spannen: In TB sieht man einen hilflosen Bond, der bei diesem Karneval vor seinen Gegnern verletzt weghumpelt. Dies wird in OHMSS auf dem Weihnachtsmarkt fast identisch nachgestellt. Wie Bond da verängstigt auf der Bank an der Eisbahn kauert, bis er von Tracy entdeckt wird... Eine der stärkeren Szenen des Films.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Andy007« (Gestern, 20:10)


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218

Gestern, 21:48

Und nicht zu vergessen natürlich die Programme mit Männern, die auf Ziegen starren . Sorry, aber das musste jetzt sein ! Bitte nicht falsch verstehen, wollte Deine Aussage nicht lächerlich machen.


Ja, diese eher lächerlichen Telepathie-Versuche bringen die meisten zuerst mit dem Begriff in Verbindung. Aber tatsächlich sind auch unglaubliche Verbrechen in diesem Zusammenhang begangen worden.

Also ich finde Andi007s Kritik an OHMSS jetzt nicht unfair. Es ist halt oft so, dass man mit einem Film (oder was auch immer) einfach nicht warm wird... ohne das jetzt genau begründen zu können. Auch ich werde mit OHMSS nicht so recht warm - jedenfalls weniger als mit den meisten anderen Bond-Filmen.


Sollte auch kein Vorwurf sein. Ich habe auch einige Filme, mit denen ich nie wirklich warm werde, wie TB, DAF, OP oder DAD. Das Problem ist halt, dass ein möglichst objektives Argumentieren dann nur begrenzt Sinn macht.

@Martin
Nochmal zu Blofeld: Diese Figur, gerade als Bonds Erzfeind, wurde immer unglücklich umgesetzt. Jeder Darsteller weist Schwächen auf, selbst ein Waltz wirkt sehr grotesk. Hinzu kommt, dass es jedesmal ein anderer Darsteller war, was der Kontinuität nicht zuträglich ist. Dann war es ja immer ein Rätsel, ob er in DAF von Bond getötet wurde oder nicht, um es dann in FYEO endgültig zu klären. Alles sehr schwach... Vielleicht hätte man es einfach bei einem gesichtslosen Oberschurken belassen sollen.


Blofeld ist letzten Endes wohl die am meisten verschenkte Figur aus den Romanen. Hier hat man nie einen funktionierenden Dreh gefunden, ähnlich wie Moneypenny oder Q. Dass sich Blofeld in OHMSS an der Jagd auf Bond beteiligt, kann man kritisch sehen. Für mich funktioniert es jedoch ganz gut. Mit Irma Bunt hatte man zwar eine gute Henchwoman, aber bei der Skijagd wäre sie vermutlich eher unglaubwürdig rübergekommen. Die Frage bei einem Typen wie Blofeld ist ja immer, ob man ihm seine Position als großer, bedrohlicher Führer einer großen Verbrecherorganisation abnimmt. Und da finde ich jemanden, der auch anpacken und physisch bedrohlich sein kann, letztlich glaubwürdiger als den Typ kleiner, gemeiner Giftzwerg á la Donald Pleasance.

Mister Bond

Felix Leiter

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219

Heute, 01:13

Ich finde Telly Savalas' Performance sehr gelungen und ebenfalls Diana Riggs. Für mich gehören beide eindeutig zu den besten Darstellern in ihrer Kategorie des gesamten Bondfranchises.
Savalas kommt als Blofeld direkt nach Anthony Dawson und ich finde ihn auch keinesfalls verschenkt. Ich komme auch mit Donald Pleasence klar, ist er doch größtenteils, von der Art, der "Gesichtslose" Blofeld. Charles Gray war mir eine Spur zu ironisch, Waltz hat man zum Ende zu viele Dialoge in den Mund gelegt und Max von Sydow war irgendwie der nette Onkel.

@Andy007:
Ich bleibe dabei und vergeben für das Bild, genau wie die Seite bluray-disc 9/10 Punkte für das Bild. Ich sehe da eigentlich keine Schwächen. Lediglich die ersten drei Bondfilme erstrahlen besser. TB, TSWLM, MR sind von den Filmen vor der Craig-Ära auf dem selben hohen Level.
Lediglich TMWTGG hat in ein-zwei Szenen unscharfe Aussetzer und am unglücklichsten verfuhr man wohl mit GE, das insgesamt zu weich, mit zuviel Rauschfilter versehen, erscheint.

Andy007

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220

Heute, 10:41

Ich finde Telly Savalas' Performance sehr gelungen und ebenfalls Diana Riggs. Für mich gehören beide eindeutig zu den besten Darstellern in ihrer Kategorie des gesamten Bondfranchises.
Savalas kommt als Blofeld direkt nach Anthony Dawson und ich finde ihn auch keinesfalls verschenkt. Ich komme auch mit Donald Pleasence klar, ist er doch größtenteils, von der Art, der "Gesichtslose" Blofeld. Charles Gray war mir eine Spur zu ironisch, Waltz hat man zum Ende zu viele Dialoge in den Mund gelegt und Max von Sydow war irgendwie der nette Onkel.

@Andy007:
Ich bleibe dabei und vergeben für das Bild, genau wie die Seite bluray-disc 9/10 Punkte für das Bild. Ich sehe da eigentlich keine Schwächen. Lediglich die ersten drei Bondfilme erstrahlen besser. TB, TSWLM, MR sind von den Filmen vor der Craig-Ära auf dem selben hohen Level.
Lediglich TMWTGG hat in ein-zwei Szenen unscharfe Aussetzer und am unglücklichsten verfuhr man wohl mit GE, das insgesamt zu weich, mit zuviel Rauschfilter versehen, erscheint.
Ich finde es übrigens schön, dass in diesem Forum wieder diskutiert wird. Ansonsten ist es leider ziemlich öde hier geworden.

Volle Zustimmung! MR ist mir in Sachen Bildqualität auch sehr positiv aufgefallen, der Film wirkt von den Farben und der Schärfe her wie eine aktuelle Produktion. GE war irgendwie immer ein Sorgenkind. Auf der UE DVD hatte man das Bild zu stark heran gezoomt. Auf der BD wurde dies korrigiert, aber das Bild ist dennoch nicht schön. Ansonsten lohnt sich die BD, LALD und TSWLM sahen auf der DVD noch furchtbar aus.