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Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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Montag, 15. Juli 2013, 13:58

Filmtitel von Bond 24

Trotz Meldungen wie "Daniel Craig spielt auch im neuen 007-Streifen „Bond 24“ mit", gehe ich eher nicht davon aus, dass der Titel des kommenden Bondfilms "Bond 24" sein wird. :D

Die englische Sun spekuliert hier mit dem Titel "Devil may care", der im Jahr 2008 der Titel einer Novelle Sebastian Faulks zum 100. Geburtstag Ian Flemings war. Halte ich persönlich für genauso unwahrscheinlich wie schlecht.

Leider sind die Fleming-Romantitel längst vergriffen und auch von den Kurzgeschichten wurde mit "Quantum of Solace" der letzte richtig gute Titel vor 5 Jahren bereits verwendet.
Was bliebe wären "Risico", "Die Hildebrand Rarität" oder "Aus dem Besitz einer Dame".
Ich weiß nicht, was ich davon halten soll...
Wenn es gelänge, aus dem Titel "Die Hildebrandt Rarität" einen zur Handlung schlüssigen Bezug herzustellen, dann würde das richtig gut klingen, finde ich.

Ich fände aber auch einen Titel gut, der Bezug zu Fleming hat, ohne aber ein Buchtitel gewesen sein zu müssen - ähnlich wie "GoldenEye".
Vielleicht gäbs da ja was Passendes, sobald das Drehbuch steht.

Was mir nicht gefallen würde, wäre ein Rückfall ins "Tod & Töten"-Zeitalter der 80er (zumindest was die deutschen Titel anbelangt).
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Martin

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2

Montag, 15. Juli 2013, 17:17

Ähnliche Gerüchte scheint es in der Phase irgendwie immer zu geben. Und die Presse springt immer wieder drauf an. Das ist irgendwie wie McFly, der grundsätzlich immer auf den Gag "Hey dein Schuh ist offen" reinfällt. Nach all den Jahren müssten die Presseheinis doch mal checken, dass Eon noch nie einen dieser Nachfolgeromane verfilmt hat. Aber so hat man am Ende wahrscheinlich immer zwei Meldungen fürs Sommerloch, einmal das Gerücht und dann das offizielle Dementi. Das ist ja dann auch immer nochmal eine Schlagzeile wert: Doch keine Verfilmung von "Devil May Care"! Penelopé Cruz wird doch kein Bondgirl! So kann man die Zeitungen auch füllen.

Was ich mir aber schon bei Bond vorstellen könnte, wäre die Verwendung ganz anderer Romanvorlagen. Bei "Stirb langsam" verwendete man für Teil 2 und 5 auch Romane, die mit der Reihe eigentlich nichts zu tun hatten. Ich denke, es gibt auch gute Thriller, die man in Bondfilme umschreiben könnte. Man kann die Rechte ja offiziell kaufen und den Verfasser irgendwo im Abspann nennen. Damit hätte man interessante Aufhänger und würde einen Teil der Arbeit sparen, da Romane handlungstechnisch meistens bereits sehr gut ausgearbeitet sind. Fände ich besser als Hausautoren wie Purvis und Wade, die sich alle zwei Jahre das Hirn nach neuen Ideen auswringen.

macon

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Montag, 15. Juli 2013, 18:01

RE: Titel für Bond24

Wenn es gelänge, aus dem Titel "Die Hildebrandt Rarität" einen zur Handlung schlüssigen Bezug herzustellen, dann würde das richtig gut klingen, finde ich.
Dafür! Klingt edel und passt zu Bond.

Scarpine

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Dienstag, 16. Juli 2013, 16:00


Was ich mir aber schon bei Bond vorstellen könnte, wäre die Verwendung ganz anderer Romanvorlagen. Bei "Stirb langsam" verwendete man für Teil 2 und 5 auch Romane, die mit der Reihe eigentlich nichts zu tun hatten. Ich denke, es gibt auch gute Thriller, die man in Bondfilme umschreiben könnte. Man kann die Rechte ja offiziell kaufen und den Verfasser irgendwo im Abspann nennen. Damit hätte man interessante Aufhänger und würde einen Teil der Arbeit sparen, da Romane handlungstechnisch meistens bereits sehr gut ausgearbeitet sind. Fände ich besser als Hausautoren wie Purvis und Wade, die sich alle zwei Jahre das Hirn nach neuen Ideen auswringen.


Jetzt müssen Purvis & Wade ihre Hirne zumindest nicht mehr für neue Bondstorys auswringen. ;)

Nein, aber im Ernst. Ich glaube zwar nicht, dass EON so jemals verfahren würde, empfinde aber die Idee als sehr interessant. Bei "Stirb Langsam" muss man aber auch fairerweise sagen, dass bis auf die Figur John McClane alles andere austauschbar ist. Will sagen: Man kann quasi jede x-beliebige Terrorismus- oder Action-Handlung zum "Stirb Langsam"-Plot umarbeiten. "Die Hard with a Vengeance" merkt man beispielsweise zum Teil noch an, dass diese Story ursprünglich für die "Lethal Weapon"-Reihe geschrieben wurde. Bei Bond müssen der Geheimdienst, Regierungen, weltweite Schauplätze und in der Regel globale Bedrohungen eine Rolle spielen. Zeitgleich muss Bond sich (anders als McClane oder Jack Bauer) an bestimmte Regeln halten und Stil, Luxus und Glamour spielen auch eine gewisse Rolle.

Von daher ist die Palette an Romanen, die als Vorlagen für Bondfilme taugen könnten, vergleichsweise schmal. Welche Beispiele würden dir denn da vorschweben? Zummal die meisten (Spionage-)Romane keine so abgehobenen Handlungsverläufe wie die Bondfilme haben? Mir ist nach längerem Überlegen aus meiner eigenen Bücherkenntnis nur Michael Crichtons "Welt in Angst" eingefallen, wo Ökoterroristen ein künstliches Seebeben auslösen wollen. Hier wäre aber nur die Idee an sich brauchbar, alles andere müsste umgeschrieben werden. Und dafür bräuchte man ja nun keine Romanrechte bzw. müsste man sich überhaupt nicht auf den Roman beziehen, oder? Trotzdem ein spannendes Feld.

Edit: Da fällt mir ein, dass ich ein wichtiges Genre gar nicht bedacht habe: Abenteuer-Romane! Der Südafrikaner Geoffrey Jenkins (ein Freund Flemings), der ja auch den niemals publizierten Bond-Nachfolgeroman "Per Fine Ounce" schrieb, hat beispielsweise mehr als ein Dutzend Romane über Schmuggelgeschichten mit Diamanten und Gold geschrieben. Und in dem Genre gibt es ja noch Tonnen von Literatur. Einen echten Abenteuer-Bond ala "Dr. No", "Live And Let Die", "The Man with Golden Gun" oder "Licence to Kill" fände ich ja auch mal wieder toll. Sowas würde mir gefallen. Hieß es nicht auch vor einigen Monaten mal, dass manche Länder ihre Goldbestände per U-Boot (und scharfer Marinebewachung) von New York zurück ins eigene Land befördern wollten? Das wäre vielleicht auch kein schlechter Plot-Aufhänger...
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Kronsteen

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Mittwoch, 17. Juli 2013, 08:50



Jetzt müssen Purvis & Wade ihre Hirne zumindest nicht mehr für neue Bondstorys auswringen. ;)


Ich vermisse sie irgendwie nicht sonderlich. Richtig gut von ihren Drehbüchern waren eigentlich nur jene, die von anderen mitgestaltet wurden (CR: Paul Haggis, SF: John Logan).

Ich halte es - ähnlich wie Scarpine - für schwer, eine Vorlage außerhalb des Bonduinversums zu finden.Daniel Craigs Bond hat trotz aller Unterschiedlichkeit seiner Filme bereits eine gewisse Biographie mit Stärken und Schwächen, weshalb man ihm nur schwer eine "fremde" Geschichte überstülpen können wird. Aber lassen wir uns überraschen.

Mir ist noch eine ganz grausame Idee für einen Titel eingefallen, die ich zum einen angesichts einiger anderer Filmtitel in den letzten Jahren, und zum anderen angesichts der Huldigung der Produzenten für den letzten Bondfilm samt seinem Regisseur für gar nicht so ausgeschlossen halte: "Skyfall 2.0". Bitte nicht!! :shock:

Hier noch eine gute Idee, die ich im Netz entdeckt habe. Der vermeintliche Titel des nicht zustande gekommenen 3. Dalton-Bonds von 1991:

[img]http://fbcdn-sphotos-d-a.akamaihd.net/hphotos-ak-frc1/1005988_10151572145099141_2024715967_n.jpg[/img]

Das wär doch geil!! :thumbsup:
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Hubert Bonisseur

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Mittwoch, 17. Juli 2013, 15:21

"The Property Of A Lady"

Ich gebe zu, dass ich "The Property Of A Lady" schon gerne als Bond Titel sehen würde. War ja schon mehrfach in der Fan-Diskussion. Das wäre auch die Gelegenheit, es mal etwas romantischer zugehen zu lassen (ohne dass die Dame am Ende stirbt).

Und "by the way": Könnte man nicht die CR und QOS Storyline schnell mal in der Pre-Title-Sequence zuende bringen? ...
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Scarpine

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Mittwoch, 17. Juli 2013, 18:41

RE: "The Property Of A Lady"

Und "by the way": Könnte man nicht die CR und QOS Storyline schnell mal in der Pre-Title-Sequence zuende bringen? ...


Klare Antwort: NEIN! Schon mit der über nahezu zwei Dekaden behutsam aufgebauten SPECTRE-Bedrohung ging man zu leichtfertig um und ließ sie schließlich mit "For Yours Eyes Only" geradezu unwürdig enden. Das hatte zugegebenermaßen auch damit zu tun, dass Kevin McClory die (Mit-)Rechte an SPECTRE/Blofeld besaß und zu diesem Zeitpunkt zusammen mit Jack Schwartzman seinen eigenen Bondfilm "Never Say Never Again" vorbereitete, aber eben auch mit dem Umstand, dass es EON nicht gelungen war dieses Kapitel in "Diamonds Are Forever" angemessen zu beschließen.

Und nun ist man völlig frei, hat keine Rechteprobleme oder einen Konkurrenzfilm im Nacken und sollte mit dieser hochspannenden, über zwei Filme aufgebauten Rahmenhandlung behutsam umgehen. Wenn Bond nun in einer Vortitelsequenz nur kurz Mr. White ausschalten würde, wäre ich mehr als enttäuscht. Die Quantum-Geschichte besitzt weit mehr Potenzial und das sollte genutzt werden, nachdem man in der Franchise-Historie schon einmal eine teutonisch aufgebaute Terrororganisation in dramaturgischer Hinsicht vor die Wand gefahren hat. Also einen ganzen Film MÜSSEN die Macher der Auflösung dieser Story schon widmen. Vielleicht kann Bond das Syndikat ja durch die Veröffentlichung einer digitale Mitgliederliste sprengen? Das hätte in Zeiten von Skandalen um geklaute Daten ala Snowden/NSA schon eine gewisse Revelanz, auch wenn es an die Geschäfte von Raoul Silva im letzten Bondfilm erinnern würde. Hier muss ich Kronsteen beiplichten. Silva nachträglich zum Quantum-Mitglied zu degradieren, wäre wirklich mehr als dürftig und unglaubwürdig. Er hatte seine eigene Organisation und seine eigenen Pläne. Man könnte ihn aber schon zu einem vertraglichen Zuarbeiter ala Le Chiffre, der Aufträge für das Syndikat ausführte, stempeln (wenn es denn absolut gewollt wäre).

Am liebsten wäre es mir, wenn man sich schon zwei Filme für die Bewältigung der Quantum-Bedrohung Zeit nehmen würde. Die Filme können für sich auch gerne abgeschlossen sein. Ein Zweiteiler ist nicht notwendig. Nur die größere Rahmenhandlung sollte für den Zuschauer nachvollziehbar sein. Von "Thunderball" zu "You Only Live Twice" hin hat das ja auch sehr gut funktioniert. Allerdings habe ich bei dem Duo Mendes/Logan so meine Zweifel. Ich glaube die wollen eher ihr eigenes Ding durchziehen. Marc Forster kann man zwar viel kritisieren, aber er hat wenigstens sein eigenes Ding durchgezogen, ohne die in "Casino Royale" begonnene Rahmenhandlung zu ignorieren, wie dies Sam Mendes dann bei "Skyfall" getan hat. Allein aus diesem Grund begegne ich der erneuten Verpflichtung von Mendes mit einer erheblichen Skepsis...
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Berni99

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 11:03

Ich denke eher das Kapitel Quantum hat EON abgeschlossen, auch wenn ich mir wünschte es wäre anders

Scarpine

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 11:45

@ Berni99

Ich habe auch diesen Eindruck und genau das ärgert mich momentan enorm. Eben weil man nun erst zum zweiten Mal in der Franchise-Geschichte eine so wunderbar eingeführte Terrororganisation besitzt, aber offenbar nun nichts mehr damit anzufangen weis. Die Produzenten machen mir den Eindruck, als würden sie die nun geforderte Kontinuität als Last empfinden. Warum eigentlich? In den 60erJahren waren die SPECTRE-Fälle auch jeweils abgeschlossene Missionen Bonds. Nur schaffte er es dem Syndikat und ihrem Boss Blofeld immer näher auf die Pelle zu rücken.

Und jetzt - so mein Eindruck - wirft man nach nur einem Kontinuitätsfilm die Flinte ins Korn und sagt sich: Ach, nein, wir schreiben für jeden Bondfilm jetzt wieder eine völlig eigenständige Story. Genau das, was die ersten beiden Bondfilme Craigs so auszeichnete, ist nun wie weggeblasen: Mut. Mut zum Risiko. "Skyfall" war in weiten Teilen ein (wenn auch guter) "Auf-Nummer-Sicher-Bondfilm" und das rekordverdächtige Einspielergebnis scheint die Macher unter Zugzwang gesetzt zu haben. Kann man sich sonst erklären warum EON Mendes gefühlt ein halbes Jahr hinterherlief, als sei der Mann nun nur noch der einzige Filmemacher, der einen guten Bondstreifen zustande bringen könnte? EON ist immerhin der Arbeitgeber und Mendes der Angestellte. Wenn sie denn Quantum-Plot fortsetzten wollten, sollten sie nicht auf die künsterlischen Freiheiten ihres Regisseurs Rücksicht nehmen, sondern lieber einen Handwerker einstellen.

Genau deswegen sagt mir die erneute Verpflichtung des Oscarpreisträgers nicht sonderlich zu, weil die Wahrscheinlichkeit einer Quantum-Story für "Bond 24" nun gegen Null gehen dürfte. Entweder will EON die Quantum-Geschichte selbst nicht fortsetzen (dann hätten Wilson & Broccoli wenig Gespür für das jüngere Potenzial ihres eigenen Franchise) oder sie ordnen sich Mendes` Vorstellungen unter (was bedeuten würde, dass sich das jahrzehntelang gültige Produzenten-Regisseur-Verhältnis endgültig umgedreht hätte). Letzteres wäre das denkbar schlechteste Zeichen, denn die Oberhoheit der Produzenten war es sichließlich, die die Serie bisher über 50 Jahre am Leben erhielt...
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Kronsteen

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 11:56

Bin ich denn der einzige, dem Quantum relativ wurscht ist? :ka:
Wie oben schon mal erwähnt, ist für mich Quantum recht wenig greifbar und keinesfalls mit Spectre vergleichbar. Daher würde ich Quantum auch nicht vermissen, wenn es nicht mehr im Franchise auftaucht. Mich würde es eher sogar überraschen, wenn Quantum nochmal vorkäme. Wir haben diese Verbrecherorganisation vermutlich nur deshalb in 2 Filmen, weil diese direkt aneinander anschließen.
Wo ich Scarpine recht gebe: Der Abschluss von Spectre in FYEO war unwürdig. Das hat ein Blofeld nicht "verdient", dass man ihn so im Schnellverfahren entsorgt. Daher gibts für mich nur 2 Möglichkeiten, wie man mit Quantum weiter umgeht:

Entweder:
Man baut tatsächlich eine gute Verbrecherorganisation auf. Dann bedarf es aber einer Art TB für Craig, d.h. eines Films, in dem man die Verbrecherorganisation genauer kennenlernt. Das wäre eine schöne Parallele zum Bond-Zeitalter Connerys, bei dem auch der 3. Film nichts mit der Verbrecherorganisation zu tun hat.

Oder:
Man erwähnt Quantum nie wieder.

Zweiteres erscheint mir wahrscheinlicher. Und vielleicht ist es ja auch besser so.

Wie schon mal erwähnt kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass in Bond24 Quantum vorkommt. Bond24 wird meiner Meinung nach sehr dicht (zu dicht) an SF orientiert sein. Hoffentlich versucht man nicht zu sehr, SF zu kopieren.
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Scarpine

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 12:41

Bin ich denn der einzige, dem Quantum relativ wurscht ist? :ka:


Bestimmt nicht. Viele Bondfans haben sich durch den mittelprächtig aufgenommenen "Quantum of Solace" in dieser Hinsicht bestätigen oder verunsichern lassen. Das Spektrum der Meinungen ist ja ziemlich weit. Aber ein über mehrere Filme agierender Gegner wird vom Großteil der Fans abgelehnt, ebenso wie ein erneuter Zweiteiler. Sonst müssten ich und andere wohl kaum soviel Lobbyarbeit betreiben oder bissige Kommentare schreiben. ;)

Ich brauche meine Argumentation ja nicht nochmals zu wiederholen, aber ich würde Quantum sehr gern weiter agieren sehen. Sollte es nicht dazu kommen, dann fände ich es auch besser, wenn man die ganze Geschichte nie mehr erwähnt. Dann wären Mr. White und die anderen Hintermänner eben im Dunkeln verschwunden. Das wäre ja sogar realistischer. Aber Mr. White nun in einer Vortitelsequenz zu erledigen, hätte einen ähnlich unwürdig-faden Beigeschmack wie Blofelds "Abservierung" in "For Your Eyes Only".

Aber mit Organisationen haben sich die Macher - in meinen Augen - in der Post-SPECTRE-Ära immer etwas schwer getan. Flemings mafiöser "Spangeld Mob" schaffte es erst gar nicht auf die große Leinwand und die von Michael France, Bruce Feirstein und Jeffrey Caine herrlich mysteriös erdachte "Janus"-Gruppe, hätte auch durchaus das Potenzial gehabt, nochmals innerhalb der Brosnan-Ära zurückzukehren. Insofern wäre der Umgang mit Quantum durch EON kein Einzelfall.

Ich möchte aber noch mal ansprechen, worin (zumindest für mich) der Reiz einer sich über mehrere Filme erstreckenden Bedrohung liegt. Da Bond in jedem Film einen Schurken und seine Leute erledigt, hat eine Bedrohung über mehrere Streifen hinweg ein wunderbare (Ausnahme)-Qualität, eben weil hier der Eindruck erschaffen wird, dass Bond eben nicht immer alles schafft und dass es Bedrohungen gibt, die seinen Horizont überschreiten. Wenn SPECTRE ein Todesurteil fällte, dann war das endgültig, eben weil die Organisation im vorherigen Film nicht zur Strecke gebracht wurde. Wenn die Handlanger eines Renard oder eines Silva Sätze wie "Vor ihm kann mich niemand schützen." sagen, dann sind das eigentlich Phrasen, weil der Villain am Ende des Films von Bond sowieso getötet wird. Aber bei einem Syndikat wie SPECTRE und Quantum bleibt für den Zuschauer ein Fragezeichen zurück. Der Filmschurke, meist nur ein Mitglied der Vereinigung, wurde besiegt, aber die anderen agieren im Schatten weiter. Bond und der MI6 haben noch eine Menge Arbeit vor sich. Diese Ausgangssituation empfand ich immer als faszinierend. Und nach einem Film hat man jetzt die Quantum-Bedrohung augenscheinlich schon wieder abgewürgt. Genau deswegen kann ich die momentane Politik von EON nicht gutheißen.


Wie schon mal erwähnt kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass in Bond24 Quantum vorkommt. Bond24 wird meiner Meinung nach sehr dicht (zu dicht) an SF orientiert sein. Hoffentlich versucht man nicht zu sehr, SF zu kopieren.


Paradoxerweise würde ich diese Gefahr eher als gering einstufen. Ich denke, das Verhältnis "Skyfall"-"Bond 24" wird sich ähnlich ausbilden wie das Verhältnis "Goldfinger-Thunderball". Das heißt alles wird etwas größer, fetter werden und man wird vielleicht eine vergleichbare Struktur benutzen, aber alles drumherum wird neu erdacht werden und frisch sein. Wobei ich mir bei John Logan immer noch nicht sicher bin, was ich von seinen Ideen halten soll. "Sykfall" hatte sowohl sehr gut gelungene, als auch weniger gelungene Elemente vorzuweisen.
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Donnerstag, 18. Juli 2013, 13:03

Gerade weil "Quantum" so wurscht ist, sollte man es im Schnellverfahren entsorgen. Aber eben spektakulär, mit einem Big Bang. Vielleicht in einer konzertierten Aktion mehrerer (aller) 00-Agenten. Vielleicht im Zero Dark Thirty Stil. Bei einer "Hauptversammlung". Dann wäre die Sache wenigstens ausgestanden. Auch wenn dann andere wieder nachtrauern, ist der Zug durch und man muss nicht mehr überlegen, "was wäre wenn".

Und, bitte, das muss nicht logisch sein. Nur gut anzusehen. It's only a movie! ...

Ich rechne übrigens nicht mit einem Skyfall 2.0. Jedenfalls nicht mit einer so offensichtlichen Variation wie GF/TB und TSWLM/MR. Eher etwas in Richtung aktuelle Entwicklung. Wenn sich das Klima mit Russland vom Westen aus gesehen weiter so verschlechtert, wären die duchaus wieder auf dem Plan.

Wie wäre es mit einem weiblichen "Edward Snowden" mit brisanten Informationen, eben "The Property of a Lady", die von allen Seiten gejagt wird und nur Bond kann sie schützen (was er dann auch wirklich mal tut)? Eine Hetzjagd um die Welt (exotische Schauplätze :-) und Showdown in den Bergen (Alpen, Rocky Mountains). Alles schon mal dagewesen, klar. Aber es geht ja - wie Skyfall gezeigt hat - um eine intelligente Neuinterpretation und -zusammenstellung.
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Scarpine

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 14:18

Gerade weil "Quantum" so wurscht ist, sollte man es im Schnellverfahren entsorgen. Aber eben spektakulär, mit einem Big Bang. Vielleicht in einer konzertierten Aktion mehrerer (aller) 00-Agenten. Vielleicht im Zero Dark Thirty Stil. Bei einer "Hauptversammlung". Dann wäre die Sache wenigstens ausgestanden. Auch wenn dann andere wieder nachtrauern, ist der Zug durch und man muss nicht mehr überlegen, "was wäre wenn".


Und genau diese "Was wäre wenn"-Gedanken stören mich. Ich habe kein Problem damit, wenn man Quantum nicht mag. Es herrscht schließlich Meinungsfreiheit. Und ich trauere Quantum sicher nicht nach, wenn das Syndikat in einem der nächsten Filme erledigt würde. ABER: Abgeschlossen sollte dieses Kapitel schon werden und bitte würdig (ich denke, da gehen wir weitgehend konform). Insofern war der Hauptfehler bereits gewesen, "Bond 23/Skyfall" mit einer eigenständigen Story zu versehen. "Casino Royale", "Quantum of Solace" und "Bond 23" (am besten ebenfalls mit Fleming-Titel) hätten eine wunderbare (Quantum-)Trilogie abgegeben und dann hätte man wieder mit der "üblichen Vorgehensweise" fortfahren können. Aber diese Chance hat man leider verstreichen lassen. Und deswegen hoffe ich persönlich, dass man wenigstens einen Film dem Ende von Quantum widmen wird. Es gäbe wirklich viele gute Möglichkeiten und Wege diese Geschichte qualitätvoll und spannend zu Ende zu führen und hoffe, dass die Macher sich dahingehend besinnen. Aber für "Bond 25" steht wahrscheinlich bereits Christopher Nolan vor der Tür und der will bestimmt auch wieder sein eigenes Ding durchziehen...
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14

Donnerstag, 18. Juli 2013, 15:23

"Quantum" wurde doch erst in QoS so richtig zum Leben erweckt. Auch wenn Mr. White bereits in CR seinen Auftritt hatte. Nur wusste man da nicht zu welchem 'Haufen' er gehoert. Wurde ja auch nichts erwaehnt. Ok. Er hatte einen hoeheren Posten als Le Chiffre. Aber wer und was, davon kein Wort.

In QoS wurde, in meinen Augen, die Quantum Geschichte abgeschlossen. Fuer Bond 24 koennen sie ruhig eine neue Organisation in die Story einbauen.

Ich brauche auch kein Quantum mehr.

Martin

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 17:58

Von daher ist die Palette an Romanen, die als Vorlagen für Bondfilme taugen könnten, vergleichsweise schmal. Welche Beispiele würden dir denn da vorschweben? Zummal die meisten (Spionage-)Romane keine so abgehobenen Handlungsverläufe wie die Bondfilme haben? Mir ist nach längerem Überlegen aus meiner eigenen Bücherkenntnis nur Michael Crichtons "Welt in Angst" eingefallen, wo Ökoterroristen ein künstliches Seebeben auslösen wollen. Hier wäre aber nur die Idee an sich brauchbar, alles andere müsste umgeschrieben werden. Und dafür bräuchte man ja nun keine Romanrechte bzw. müsste man sich überhaupt nicht auf den Roman beziehen, oder? Trotzdem ein spannendes Feld.


Ehrlich gesagt hab ich da an keinen Roman konkret gedacht. Ich hab in den letzten Jahren fast nur noch Sachbücher gelesen, von daher hab ich da keinen Überblick. Aber ich denke schon, dass es potentielle Kandidaten geben würde, vielleicht auch ältere Bücher. Im MI6-Forum hatte mal jemand einen Roman von Sax Rohmer vorgeschlagen. Eon hat sich ja auch sehr stark von Bourne und Christopher Nolan inspirieren lassen, warum dann nicht auch von Büchern. Aber was Eon daran wahrscheinlich am meisten abschreckt ist, dass die entsprechenden Verlage dann voll auf den Bondzug aufspringen würden und die entsprechenden Romane neu herausbringen und damit bewerben würde. Eon teilt sich den Kuchen ja nicht gern.

Zitat von »"DanielWroughtonCraig"«

In QoS wurde, in meinen Augen, die Quantum Geschichte abgeschlossen.


Als abgeschlossen würde ich das nicht betrachten. Selbst wenn Greene Bond entscheidende Informationen über Quantum geliefert hat, was angesichts der dezentralen Organisation eher fraglich erscheint, hätte immer noch der entscheidende Schlag folgen müssen. Ich fände es äuerst schade, wenn man in Anlehnung an Siebziger-Jahre-Verschwörungsthriller effektvoll eine unheimliche Bedrohung aufbaut und dann nicht die Eier hat, das zu Ende zu führen. Dann ist Craig irgendwann der Bond mit der traurigsten Bilanz. In SF hat er es nicht geschafft, M zu beschützen, und die große Organisation hinter Vespers Tod konnte er auch nicht zur Strecke bringen. Der Schlag, den Quantum Bond durch den Tod von Vesper zufügte, dürfte auch viel größer sein als die Enttarnung von Greene und die Vereitlung des Wasserprojektes. Durch einen großen Quantum-Film im Stil von Thunderball könnte man Craigs Bond endlich mal richtig rulen lassen.

Scarpine

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 18:01

In QoS wurde, in meinen Augen, die Quantum Geschichte abgeschlossen. Fuer Bond 24 koennen sie ruhig eine neue Organisation in die Story einbauen.


Und welchen Sinn hätte das? Man hat doch schon eine gefährliche Organisation und noch dazu eine, die eine Reihe von Personen auf dem Gewissen hat, die Bond nahe standen oder in kollegialer Weise verbunden waren. Für mich wurde in "Quantum of Solace" nur die Geschichte um Vespers Verrat aufgelöst. Bond findet seinen Trost. Aber erst durch die Montenegro- und Bolivien-Affären sind die Geheimdienste so richtig auf Quantum aufmerksam geworden. Und diese Leute werden im Hintergrund weiteragieren. Mr. White läuft auch noch frei herum. Also, in welcher Form wurde diese Geschichte denn aufgelöst? Bond hat ein professionelles UND persönliches Interesse daran Quantum zu jagen (genauso wie seinerzeit Blofeld).

Quantum ersetzt dramaturgisch gesehen - aufgrund der Aktualisierung - den sowjetischen Smersh-Apparat. Über deren Funktionäre sagt Bond am Ende von "Casino Royale", dass er jene jagen würde, die "die Peitsche halten" und die Personen wie Vesper durch ihre Drohungen erst zu Agenten machen würden. Dieses Engagement Bonds ist auch am Ende von "Casino Royale" und in "Quantum of Solace" spürbar. Nur weil er nun weis, dass Vesper ihn nicht aus freien Stücken hinterging, hat er noch lange nicht die Leute gefasst, die die "die Peitsche halten" und dazu gehört Mr. White auf alle Fälle dazu. Aber es ist euer gutes Recht, das anders zu sehen, wenn euch die Quantum-Geschichte langweilt.

Edit: Du bringst es auf den Punkt, Martin. Eon würde hier in finanzieller Hinsicht wohl kaum Zugeständnisse machen. Aber es schließt ja nicht aus, dass man sich ungefragt gewisser Ideen aus Romanen bedient und diese dann für seine eigenen Storys benutzt. Irgendwo im alten Forum gab es mal eine Auflistung von Übereinstimmungen der späteren Bond-Serie mit den Romanen von Amis, Gardner und Benson. Da waren schon einige verdächtige Parallelen dabei und das, wo Eon doch offiziell die Nachfolgeromane ignoriert.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Scarpine« (18. Juli 2013, 18:16)


Feirefiz

The Other Fellow

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Donnerstag, 18. Juli 2013, 23:01

Ich fände es auch gut, wenn die Quantum-Geschichte noch würdig abgeschlossen würde. Ob das einen oder zwei Filme in Anspruch nähme, ob die Filme deutlich zusammenhängen oder sich wie in den 60ern nur in Maßen aufeinander beziehen würden, wäre mir im Vertrauen auf das Produzententeam fast egal - nur eine Pretitle-Abwicklung, so actionreich und dynamisch sie auch sei, empfände ich ebenfalls als unangemessen: Was über zwei Filme aufgebaut wurde, kann man nicht in einer knappen Viertelstunde abwickeln. Dann soll man Quantumlieber in Frieden ruhen lassen.


Ehrlich gesagt hab ich da an keinen Roman konkret gedacht. Ich hab in den letzten Jahren fast nur noch Sachbücher gelesen, von daher hab ich da keinen Überblick. Aber ich denke schon, dass es potentielle Kandidaten geben würde, vielleicht auch ältere Bücher. Im MI6-Forum hatte mal jemand einen Roman von Sax Rohmer vorgeschlagen. Eon hat sich ja auch sehr stark von Bourne und Christopher Nolan inspirieren lassen, warum dann nicht auch von Büchern. Aber was Eon daran wahrscheinlich am meisten abschreckt ist, dass die entsprechenden Verlage dann voll auf den Bondzug aufspringen würden und die entsprechenden Romane neu herausbringen und damit bewerben würde. Eon teilt sich den Kuchen ja nicht gern.

Prinzipiell könnte auch ich mir einen Rückgriff auf eine Bond-ferne Vorlage vorstellen. Ironischerweise werden Sax Rohmers Fu-Manchu-Romane ja immer wieder als Inspiration für Fleming genannt (britischer Agent legt Superschurken mit extravaganten (SF-)Methoden das Handwerk). Deine Bedenken, Martin, sind freilich nicht von der Hand zu weisen. Zudem litten ja gerade die Brosnan-Bonds nicht unter lahmen Grundideen, im Gegenteil: Vom Ansatz her hätte jeder Brosnan das Zeug zum 007-Klassiker,es scheiterte stets an der konkreten Ausführung. Sorgfältigere Drehbucharbeit hätte in Verbindung mit inspirierteren Regisseuren und leicht variierten Besetzungen dafür sorgen können, dass wir heute kollektiv die Brosnan-Ära feiern würden.
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are —
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Feirefiz« (19. Juli 2013, 06:53)


Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

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Freitag, 19. Juli 2013, 07:37

Mir persönlich macht es eigentlich zwar nichts aus, wenn jeder Regisseur seinen eigenen Film dreht und weniger Rücksicht auf die vergangenen Filme nimmt, aber und hier muss ich Scarpine rechtgeben, man hat Quantum behutsam aufgebaut und es wäre nicht schlecht wenn man diese Idee weiter- bzw zu Ende führt. Wichtig wäre nur, das man dem ganzen jetzt ein klareres Gesicht gibt und die Organisation und ihre Ziele ausführlicher darstellt. Die Andeutungen welche "Größe", Unberechenbarkeit und Bedrohung dieser Organisation hat wurde in Quantum ja nur schemenhaft angedeutet, jetzt muss (wenn es mit Quantum weitergeht) der nächste Schritt gemacht werden.

Themen bzw interessante Storys dürfte es ja genug geben, weil so ein "Verbrechersyndikat" kann ja in alle möglichen weltpolitischen Krisen beteiligt sein und hat den Vorteil , dass man wie in den meisten Bondfilmen üblich, reale Gegner (Länder) usw. nicht verwenden muss. Des weiteren hätte es schon einen gewissen Charme, wenn die Filme eine gewisse inhaltliche Kontinuität haben und stilisitsch sich dementsprechend homogen weiterentwickeln, ähnlich wie bei Spectre von DN -YOLT mit der Unterbrechung GF (OHMSS und DAF finde ich zwar super, passen aber nicht so ganz in die "gefühlte" Kontinuität).
Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

19

Freitag, 19. Juli 2013, 14:45

Wenn Quantum wiederkommen sollte, dann aber nur mit Mr. White. Der ist, in meinen Augen, das 'Gesicht' VON Quantum. Und dies wurde von Jesper Christinsen ausdrucksstark dargestellt. Ob Jesper noch einmal als Mr. White zurueck kommen wird, ist fraglich.

Scarpine

Verschlagener Korse

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20

Freitag, 19. Juli 2013, 18:39

Um mal wieder zum eigentlichen Thread-Thema zurückzukehren:

Ich würde einen Original-Titel bevorzugen. Die übriggebliebenen Fleming-Titel sind nicht mehr so eingängig und müssten bei einer Adaption ja auch irgendwie an die Filmhandlung rückgekoppelt sein. Ich glaube, da müsste man sich unnötig verbiegen, denn "Risico", "The Hildebrand Rarity" und "The Property of a Lady" haben zwar alle einen netten Klang, können aber mitnichten an die Klasse der bereits verwendeten Fleming-Titel heranreichen. Ich wäre für gute Neuschöpfungen, denn der Titel sollte ja zur Handlung des Films passen und nicht umgekehrt. "Skyfall" fand ich als Titel okay, denn er passte in mehrfacher Hinsicht zum Film. Man stelle sich nur mal vor, der Film hätte "Risico" gehießen. Ob man dann auch ein Einspielergebnis von über einer Milliarde erreicht hätte? ;)

Damit will ich mich nicht komplett gegen die restlichen Kurzgeschichten-Titel aussprechen. Wie gesagt, wenn es zum Filminhalt passt, ist es gut. Außerdem gibt es ja auch noch diverse Kapitelüberschriften der Fleming-Romane. Da sind auch einige gelungene Schöpfungen aus Flemings Feder dabei, die zu Bondfilmen passen würden. Interessant ist ja auch immer wieder, wie Nebensächlichkeiten oder Dinge aus Flemings Leben die Inspiration für gelungene Titel liefern können. "GoldenEye" und "The World is not Enough" fand ich sehr gelungen. Auf einem Revolver oder Colt, der Fleming geschenkt wurde, ist ja auch der Schriftzug "For Special Services" eingraviert. Das wäre auch ein schöner Titel für einen Bondfilm gewesen, aber leider hat John Gardner diesen ja schon für einen seiner Bond-Romane verbraten...
"Enjoying our little party, Monsieur... Saint John Smythe?"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Scarpine« (19. Juli 2013, 18:39)