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Mister Bond

Felix Leiter

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Montag, 12. Mai 2014, 23:48

Im April geguckt:
Der Texaner
Für mich nach "paar Dollar mehr" und "The Good, The Bad And The Ugly", Eastwoods bester Western, vielleicht sogar Film. Ja, vor, "Erbarmungslos".
Zum einen langweilt mich der Film nie, Eastwood ist wieder unendlich cool und der Film besitzt, bei aller Tragik (Eastwood verliert die Familie, dann Weggefährten und wird gejagt), viel Humor.
Die Szenen mit ihm und den alten Indianer sind köstlich, gerade in den Dialogen. Dazu spuckt Eastwood dauernd sein Kautabak lässig durch die Gegend, oder auch mal auf dem Kopf des begleitenden Hundes :D
Bild der BD ist sehr gut, wenn auch kein Referenzwerk (8-9/10)
10/10


Pale Rider
Diesen Film mag ich auch sehr gerne. Hat eine tolle Atmosphäre und einen sehr guten Showdown mit Eastwoods mysteriöser Figur, welche auch aus Eastwoods erste Western-Regiearbeit "Ein Fremder ohne Namen" stammen könnte und den skrupelosen Sheriff mit seinen Deputys.
Dieser Film ist auch ein loses Remake vom Westernklassiker "Shane" aus dem Jahr 1953, nur statt des Jungen, welcher Shane als großen Freund verehrt, ist es hier eine junge Dame, die sogar etwas mehr verspürt.
Lustig ist auch das Aufeinandertreffen von Eastwoods Figur und Richard Kiel ("Ja ja, pack ein bisschen Eis drauf, dann wird's wieder") :thumbsup:
Bild der BD ist ok (6-7/10). Es fehlt leider an Schärfe.
8/10


Die Abenteuer von Tim & Struppi – Das Geheimnis der Einhorn

Hui, gefiel mir mehr als im Kino. Vielleicht lag es daran, dass ich mich statt auf 3D, welches im Kino wirklich nicht übel war, merh auf die Figuren und Handlung konzentrieren konnte.
Manche schrieben ja damals, dass dies ein besserer Indiana Jones Film gewesen wäre als "Königreich des Kristallschädels".
Nun, in der Tat gehen die Abentuer von Indy und Tintin & Milou oft in die Selbe Richtung.
Als "Raiders of The Lost Ark" damals rauskam hatten wohl einige französische oder belgische Journalisten Vergleiche zu Tintin & Milou gezogen.
Erst danach wurde Steven Spielberg auf Herges Comicreihe aufmerksam.
Hoffen dauert es bis zum nächsten Film, dann inszeniert von Peter Jackson, nicht mehr so lange.
Bild natürlich 10/10.
8/10


Equilibrium
Kennen mittlerweile sicher viele. Ist für mich irgendwie ein Kultfilm. Wenig Budget, kein Kinostart, trotzdem fesselt mich der Film. Vielleicht gibt es die ein oder andere Logiklücke, aber die Inszenierung macht es wett und ich bin seitdem Christian Bale Fan (ich weiß, hier gibt es einige Bale-Gegner).
Die Szene mit ihm und den kleinen Welpen, für manche eventuell banal, für mich herzergreifend.
Und das Finale, Bale/weiß/gut gegen die Schwarzen/Bösen, finde ich auch klasse.
Bild der BD ordentlich, Standard für eine nicht ganz so alte Produktion, (8/10).
8/10


Rambo: First Blood
Actionklassiker. Sylvester Stallone bietet neben der Action auch ein glaubwürdiges Spiel. Jerry Goldsmiths Soundtrack treibt die Spannung voran, nicht zu vergessen der Hauptsong des Films, welcher dann erst wieder im vierten Film instrumental auftauchte "It's A Long Road". Diese Melancholie passt zum trostlosen Versuch Rambos in der "Zivilisation" wieder Fuß zu fassen.
Brian Dennehy ist ebenfalls Klasse und wohl der Erinnerungswürdigste Gegner Rambos.
Bild ist gut gelungen, 8/10.
9/10


Rambo II
Für mich ist der Film immer missverstanden, nur weil der damalige US-Präsident Fan des Films war und Rambo unter bösen Vietnamesen und Sowjets aufräumt.
Die Aussage ist doch eine ganz andere. Rambo war immer eine Figur der armen Schicht, der Arbeiterschicht, immer gegen die Kriegstreibende Bürokratie.
Er war nur eine Figur, die in den Krieg geworfen wurde und wird. Er möchte nur Gefangene retten und das nicht für die Kriegstreiber.
Ganz zu Schweigen davon, dass Rambo II die besten Action- und Spannungsmomente der ganzen Reihe aufweist! Gerade nach Cos Tod, als Rambo geschickt einen nach dem anderen ausschaltet, klasse!
Und die Co Darstellerin war damals auch ganz süß "Rambo, du bist nischt entbehrlisch." :)
Jerry Goldsmith legt hier auch wieder, mit neuen Motiven, einen ganzen starken Soundtrack vor und Sylvester Stallone hat für den zweiten Film noch mehr an seine Physis gearbeitet.
Wer sind schon die Männer aus "300"? Pfff.
Weist bestes Bild der ersten drei Filme auf. Guter Kontrast, Schärfe ist da und knackige Farben, 9/10.
8/10


Rambo III
Der wird, meiner Meinung nach, wohl immer der schwächste Teil der Reihe bleiben.
Das einzig positive: Einige Actionsequenzen und der größere Part von Richard Crenna, der nun auch mitballern darf.
Andererseits ist hier die Ideologie wirklich fragwürdig und Rambos Zeit bei den Afghanen, bevor er loslegt, ist einfach langweilig und zum Teil peinlich. Vor allem der Junge nervt ungemein und einige Dialoge zwischen Rambo und den Afghanen.
Bild ist etwa gleich so gut wie beim zweiten Film, 8-9/10.
4/10


Robocop (1987)
Lange nicht mehr gesehen. Die Blu-ray lohnt sich auf jeden Fall.
Muss man hier viel zu schreiben? Lediglich, dass mir die ersten beiden Terminator Filme doch immer besser gefallen. Komme nur wegen dem Thema Cyborg darauf.
Lustig übrigens: Unter den zahlreichen Extras ist auch der originale US-Kinotrailer mitdrauf. Den Trailer habe ich gar nicht mehr in Erinnerung gehabt und das lustige oder gar kuriose ist, dass der Trailer komplett den berühmten Terminator Titeltrack aufweist 8o
Da es der DC ist gibt es ein paar Szenen mit nicht so gutem Bildmaterial, die sind aber nur kurz geraten. Ansonsten 9/10, wenn auch etwas grobkörnig, passt aber zur Produktion.
8/10



Taken 2

Balla balla, aber unterhaltsam. Logisch ist das Ganze von vorne bis hinten nicht, muss aber auch nicht zwanghaft. Action stimmt, Liam Neeson hat es immer noch drauf und Maggie Grace finde ich hier ganz lecker.
Tja, und Taken 3 ist beschlossene Sache. Ein Schelm, wer jetzt schon weiß, wer der nächste Bösewicht sein könnte ;)
Bild natürlich top.
6/10

Dr. moVe

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Dienstag, 13. Mai 2014, 23:36

Im Kino:

Jason Reitman's 'Labor-Day' mit Kate Winslet, Josh Brolin und Tobey Maguire


Story: Josh Brolin's Filmcharakter bricht aus dem Knast aus und versteckt sich auf der Flucht bei einer zurückgezogen lebenden Frau (dargestellt von der wie immer erstklassig aufspielenden Kate Winslet ) und ihrem Sohn. Eine folgenschwere Romanze ist die Folge.
Offenbar wollte Regisseur Jason Reitman, der immerhin so fortschrittliche und moderne Filme wie 'Juno' und 'Up in the Air' schuf, einen extrem sentimentalen Film drehen. Herausgekommen ist für meinen Geschmack ein etwas zu konzeptartig evozierter Rührseligkeit-Trip und ein vorallem gegen Ende zu unglaubwürdiger Handlungsverlauf. Die Stärken des Films sind eindeutig seine Hauptdarsteller, die sich sichtlich Mühe geben, dem Film die Tiefe zu geben, die der Regisseur wohl beabsichtigte aber selten erreicht. Für alle hoffungslosen Romantiker unter uns dürfte der Film aber dennoch was sein...

Jaume Collet-Serra's 'Non-Stop' mit Liam Nesson und Julianne Moore


Die zweite Zusammenrebeit des spanischen Regisseur Collet-Serra mit Liam Nesson in der Hauptrolle nach 'Unknown Identity' von 2011, der in meinen Augen hautsächlich durch seinen übertriebenen, geradezu total recall-artigen Handlungsbogen und den besonderen Aspekt in Erinnerung blieb, hollywood'artige Actionsequenzen in Deutschland präsentiert zu bekommen.
Das neue Werk 'Non-Stop' hat da weniger zu bieten. Aber obwohl die Auflösung wenig überzeugend ist, die Flugzeugaction am Ende leider wieder mal eine Nuance zu CGI-eskapistisch ist und mir im Verlauf das eine oder andere Logikloch aufgefallen ist, ist dieser Flugzeugthriller unterm Strich eigentlich recht solide inszeniert. Ein paar Sympathie-Punkte erhält der Film vorallem dadurch, das seine Dramaturgie teilweise dazu dient kulturellen Vorurteilen zuwiderzulaufen und - wie es ein Kritiker so passend schrieb: "ein wesentlicher Moment der Spannung darin liegt, wie lange sich die Passagiere von einem einzelnen Polizisten drangsalieren lassen, der eilig Bürgerrechte einschränkt."

Pascal Chaumeil's 'A Long Way Down' u.a. mit unserem geehrten Pierce Brosnan, sowie dem vorübergehenden 'Bond-Kandidaten' Sam Neill

Da ich den schwarzhumorigen Roman von Nick Hornby nicht gelesen habe, kann ich nichts zu den zahlreichen Vorwürfen seitens der Kritiker sagen, das zuviel von der scharfen Ironie und dem Zynismus des Romans auf der Strecke bleibt und der Film zu 'seicht' geraten sei.
Ich bin ohne große Erwartungen ins Kino und habe mich recht gut unterhalten gefühlt, was vorallem an den Filmfiguren lag - auch wenn diese recht Schablonenhaft gezeichnet sein mögen.
Jeder Bondfan der sich dieser lebensbejahenden 'Dramödie' über Selbstmörder widmet wird mit 2 kleinen, subtilen ironischen Querverweisen zu Brosnan's Bond-Ära belohnt:

Spoiler Spoiler

Wenn Herr Brosnan am Film-Beginn sprungbereit vorm Abgrund steht, dann ließ es sich hier der Regisseur nicht nehmen, mit der selben Kameraperspektive wie damals Martin Campbell, unseren alten Pierce in fast der selben Körperstellung wie zum Beginn seiner Bondkarriere abzulichten. Und wenn es zum filmischen Wiedersehen von Brosnan und Rosamund Pike kommt, dann wird die Stimmung im Raum ganz schnell abermals ziemlich 'frostig'.
Schon allein wegen diesen kleinen, gelungenen Anspielungen hat sich der Film für mich gelohnt. Überhaupt machte mir Brosnan's Performance wiedermal ne Menge Spaß. Ich mag den Mann und sein stetiges Spiel mit seinem Image einfach.
Die meisten hier werden wohl mit mir einer Meinung sein, das Brosnan nach Connery der Bonddarsteller mit der bisher interessantesten Post-Bond-Filmkarriere ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Dr. moVe« (14. Mai 2014, 00:12)


Ahab

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Sonntag, 18. Mai 2014, 14:19

The Secret Life of Walter Mitty

Es ist inzwischen über ein halbes Jahr her, dass ich den Trailer zu dem Film im Kino gesehen habe und mir damals dachte, das das zwischen den ganzen Comic-Verfilmungen und Fortsetzungen einer der wenigen 'größeren' Filme ist, der nach einer richtig schönen, frischen Geschichte aussieht. Im Kino habe ich den Film dann (wegen kurzer Präsenz in unseren Kinos) leider verpasst und musste auch in der Videothek einige Male vorbeischauen um ihn mal zu ergattern. Und was soll ich sagen, es hat sich eindeutig gelohnt.
Zuallererst bietet der Film einfach eine anrührende und toll erzählte Geschichte. Eine gewisse Erdung, was den Film davor bewahrt in den Kitsch abzudriften ist ständig da. Das liegt vor allem an Stiller - sowohl an seinem Spiel als auch an seiner Regie. Den tollen Erzählton (der gerade in der zweiten Hälfte durchaus eine gewisse Fallhöhe besitzt) hätte ich ihm nicht zugetraut. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Regieleistungen von ihm.
Und sonst? In oben schon genannten Comic-Verfilmungen wird ja durchaus nicht mit visuellen Reizen gegeizt, jedoch wirkt das auf mich des Öfteren mal recht künstlich, bzw. steril. Wie es anders geht zeigt dieser Film. Zwar gibt es gerade anfangs einige recht fantastische Sequenzen welche die Herkunft aus dem Rechner kaum leugnen können. Aber das nimmt nie Überhand. Außerdem werden diese Szenen im Laufe des Films weniger. Verknüpft mit der Handlung ergibt sich daraus durchaus eine erzählerische Komponente. Überhaupt besitzt der Film umwerfende Bilder. Er kann sich hier durchaus mit Life Of Pie messen. Erfreulich auch der passende Soundtrack der zwar auch auf viele eigenständige Songs setzt, anders als so mancher Film allerdings dadurch keine Musikvideoästhetik erlangt. Große Empfehlung, für mich einer der schönsten Filme der letzten Zeit!

DrShatterhand

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Donnerstag, 22. Mai 2014, 22:32

Batman (1943)

"Batman" ist ein Serial, das aus 15 Teilen besteht; sie ist die erste filmische Darstellung Batmans und stammt aus dem Jahr 1943. In dem Serial müssen sich Batman und Robin mit dem Bösewicht Dr.Daka auseinandersetzen.

Daka ist ein Agent des japanischen Kaisers Hirohito, und er will seinen Teil dazu beitragen, daß die demokratische Grundordnung in den USA umgeworfen wird und eine neue Ordnung (wahrscheinlich eine Monarchie japanischen Stils) errichtet wird. Dabei kommen ihm Batman und Robin ständig in die Quere, und jeder Versuch Dakas, die beiden zu beseitigen, schlägt fehl. Batman und Robin infiltrieren am Ende Dakas Basis, eine Geisterbahn in einem verlassenen Stadtviertel von Gotham City, und dort stirbt Daka, als er in seine eigene Krokodilgrube fällt und aufgefressen wird.

Die Serie hat eindeutig rassistische Töne, kein Wunder angesichts des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor. Was mich wundert, ist, daß die Version, die ich hier gesehen habe, die deutlich anti-japanischen Elemente weiterhin (oder wieder?) enthält. Nachdem Sony Columbia (die das Serial damals veröffentlicht hatten) aufgekauft hatte, war Sony meines Wissens unter anderem hingegangen und veranlasste eine Entschärfung der Serie. Anti-japanischer Dialsog wurde angeblich herausgenommen, und Dr. Daka war nun lediglich ein nicht näher beschriebener Asiate, der ein asiatisches Land vertrat. Entweder bin ich hier einem Märchen aufgesessen oder die originale Version existierte weiterhin und wird immer noch vertrieben.

Die anti-japanischen Töne kommen gleich im ersten Kapitel auf; der Erzähler aus dem Off erzählt vom verlassenen Stadtteil Gotham Citys: "This was part of a foreign land, transplanted bodily to America and known as little Tokyo. Since a wise government rounded up the shifty-eyed Japs, it has virtually become a ghost street." Auch Batman selbst bezeichnet Daka als "you Jap murderer".

Von der Machart her ist "Batman" ein Serial, wie man es aus den 30er und 40er Jahren kennt. Jede Episode führt zu einer wüsten Schlägerei, in der Batman und/oder Robin ausgeknockt werden und dann scheinbar auf verschiedene Weise umkommen, in einem Feuer, bei einer Explosion oder bei einem Autounfall. Natürlich geschieht das nicht, und der Handlungsfaden, der in der Folgeepisode wieder aufgenommen wird, zeigt dann eine Szene, in der die Helden sich irgendwie aus der Gefahr winden, die aber beim Cliffhanger nicht zu sehen war.

Alles in allem ein unterhaltsames Serial, das heutzutage natürlich nicht verbergen kann, wie billig die Produktion war.
The needs of the many outweigh the needs of the few or the one.
I have been and always shall be your friend.
I´ve been dead before.
Live long and prosper.

He is not really dead as long as we remember him.

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Felix Leiter

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Samstag, 24. Mai 2014, 01:40

Ist ja interessant mit Batman '43. Habe ja schon Specials und einige Segmente auf Youtube davon gesehen. Ideologisch ist das gar nicht vertretbar.
Reine Propagandafilme oder Serie, ohne jegliche Selbstironie.


Ich gönnte mir die Lethal Weapon Reihe.
Einfach Filme mit Charm, Witz, aber auch die nötige Härte.

Teil 1:
Martin Riggs ist hier noch der verbitterte Verrückte und klar sind sich Riggs und Roger Murtaugh anfangs nicht grün.
Interessant auch, die Einführungsszene der beiden Hauptprotagonisten zeigt sie jeweils nackt. Murtaugh in seiner Badewanne, Riggs steht in seinem Wohnwagen nackt auf und gönnt sich erstmal pullernd eine Dose Bier.
Man kann diese beiden Szenen quasi als Geburtsszenen der beiden sehen.
Ansonsten ist der erste Film nicht der Actionreichste und die Bösewichte finde ich eigentlich schon von der ganzen Reihe am sympathischsten, wenn auch Mitchell Ryan und Gary Busey mit die charismatischsten sind.
8/10

Teil 2:
Mein Favorit! Hier stimmt meiner Meinung nach alles! Riggs will sich zwar nicht umbringen, sucht aber weiter das Risiko. Joe Pesci stößt dazu und bereichert den Film, als auch die besten und vielleicht härtesten Actionszenen der Reihe und die widerlichsten Bösewichter der Reihe, welche man einfach hassen muss.
Die Gefahr ist auch größer, schließlich überlebt gleich die ganze Einheit, in der Riggs & Murtaugh sind, die Anschläge nicht. Murtaughs Rettungsszenerie auf seinem Hausklo ist legendär.
Patsy Kensit hat einen tollen Körper und das Finale am Hafen finde ich auch am coolsten.
Dazu stimmt die Dramatik mit dem Wissen um Riggs' verstorbener Frau und Patsy Kensits Charakter.
9/10

Teil 3:
Jetzt kommt auch noch Réne Russo dazu und Sie ist quasi das weibliche Pendant zu Riggs. Der Film bietet auch einiges an Humor, Herz und Action auf, wenn gleich das spannende Element des zweiten Teils etwas fehlt. Der Bösewicht ist ein Widerling, aber eben nicht so bedrohlich wie die rassistischen Südafrikaner aus Teil 2.
8/10

Teil 4:
Hat mit Teil 1 den charismatischsten Bösewicht und auch, vergleichbar mit Teil 2, den Unerbittlichsten, nämlich Jet Li.
Man braucht ja nicht zu erwähnen, dass alle Szenen mit ihm zu den besten gehören, gerade die Kampfszenen. Chris Rock erweitert die Riggs/Murtaugh Familie und Riggs trägt wieder kurze Haare.
Anmerkung: In Teil 1 hat Riggs kurze Haare als man ein Foto mit seiner verstorbenen Frau sieht. Danach trägt er bis zum vierten Film Matte. In Teil 4 ist er mit Lorna zusammen, also erstmals führt er nach dem Tod seiner Frau eine glückliche, längere Beziehung. Zufall? Die wilden Jahre vorbei?
Ps: Die Anfangssequenz finde ich bei diesem Teil am besten. Der Tod vom "Feuermann" ist recht abgefahren :)
9/10

Das Bildniveau der vier Filme ist beim vierten freilich am höchsten und sehr gut, bei den anderen ausgeglichen gut.



Dazu guckte ich noch die ersten drei Filme über Jack Ryan. Der vierte Film interessiert mich nicht und den neuen werde ich gucken, wenn der auf BD raus ist.

Jagd auf Roter Oktober

Für viele der beste Film über den CIA-Statistiker Jack Ryan. Hier verkörpert von Alec Baldwin, der seine Sache hervorragend macht. Ich hätte nicht dagegen gehabt, wenn er in den Filmen danach auch Ryan verkörpert hätte, auch wenn ich mit seinen Nachfolger mehr als zufrieden bin.
Sean Connery als sowjetische U-Boot Kommandant Ramius ist aber in diesem Film die eigentliche Hauptfigur. Er war ganz klar Star des Films, zuerst aufgeführt und das Motiv seines Charakters ist die treibende Kraft der Story.
Des Weiteren ergänzen allen voran Sam Neill, Scott Glenn und James Earl Jones den hervorragenden Cast.
Die Special Effects sind heute natürlich nicht mehr up to date, aber der Film ist eh mehr Thriller als Actionfilm.
8,5/10


Die Stunde der Patrioten
Harrison Ford übernimmt das Ruder und das Charisma eines Zugpferds hat er wohl schon immer gehabt. Den jungen Sean Bean sieht man als seinen fanatischen Gegenspieler und Anne Archer als Jack Ryans Frau übernimmt gleich die weibliche Hauptrolle. Gates McFadden, alle Trekkies werden Sie kennen, hatte im ersten Film nur eine kleine Szene, als Jack Ryan das Haus verließ.
Übrigens, ich finde Anne Archer in diesem Film ziemlich heiß.
Im ersten Teil drohte zwar gleich ein dritter Weltkrieg, falls sich Ryan geirrt hätte, hier wird aber Jack Ryan samt Familie direkt vom rachelüsternen Sean Bean bedroht.
Der Actionanteil ist hier auch etwas höher.
8,5/10


Das Kartell
Sah ich früher knapp hinter den ersten beiden Filmen, so gefiel er mir nun am besten. Ich denke der Plot um die ganzen Geheimdienst Kreise und deren Intrigen, Machtansprüche etc. wird immer ein heißes und brisantes Thema bleiben.
Außerdem brilliert hier wieder der ganze Nebencast, allen voran Willem Dafoe, welchen man ja immer wieder gerne sieht und Henry Czerny eben als schmieriger CIA-Mann.
Meiner Meinung ist dieser Teil auch der mit dem größten Actionanteil, da es zeitgleich um einen Krieg gegen die kolumbianische Drogenmafia geht.
Das Ende ist auch fast perfekt. Jack Ryan gegen den ganzen korrupten Sumpf.
9/10

Hier wird die Bildqualität von Teil zu Teil besser. Der erste Film hat leider noch einige Unschärfen und der Kontrast ist noch nicht ganz so gut.

Dr. moVe

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Samstag, 24. Mai 2014, 12:54

@Ahab: Danke für die Empfehlung ! Ich warte seit dem Kinostart auf ein persönliches Statement zu 'The Secret Life of Walter Mitty', da ihn bisher keine konsumiert hat den ich kenne, und die Kritiken so durchwachsen waren, das ich nicht ins Kino ging.

@DrShatterhand: Sehr interessant ! Von dieser Reihe habe ich noch nie einen Filmschnipsel gesehen.

@MisterBond: 'Lethal Weapon 2 - Brennpunkt L.A.' ist auch mein klarer Favorit der Reihe, was vorallem an der brilliant gelungenen Einführung von Joe Pesci liegt. Insgesamt muß ich aber sagen, das die groteske Mischung aus Selbstjustiz, menschenverachtender Brutalität und 'bill-cosby-family'-artiger heiler Comedy-Welt, die die ganze Filme-Reihe von Richard Donner zelebriert, bei mir heutzutage nicht mehr so gut funktioniert wie früher...

Im Kino:

Gareth Edwards 'Godzilla' in 3D

Ich würde mich nicht als großen Fan japanischer Monsterfilme bezeichnen, aber die Trailer zum Film verstanden es mein Interesse zum Film zu wecken.
Belohnt wurde ich im Kino mit einem recht clever inszenierten und mit gutem Gespür für die Dosierung seiner visuellen Attraktionen und verkulteten Subgenre-Ingredienzen konzipierten Blockbuster, der den Vergleich mit all seinen Vorgängern nicht zu scheuen braucht.
Im Gegensatz zum stark kritisierten Roland Emmerich, der ja in den 90ern zu Protokoll gab, mit der Popkultur-Figur 'Godzilla' eigentlich nichts anfangen zu können, und die Regie zu seinem sogenannten Godzilla-Werk nur annahm, wenn er damit "machen könne was er wolle", haben die Macher des neuen US-Films ganz offensichtlich großen Respekt vor der Titelfigur und seinen Ursprüngen.

Die Rahmenhandlung ist zwar recht dürftig und die menschlichen Figuren des Films bleiben leider, wie so oft bei Filmen dieses Genres, ziemlich blaß und austauschbar, aber da der Film über seine Gesamtlauflänge immer wieder handwerklich vorbildliche Szenen-Gemälde präsentiert, atmosphärisch keinerlei Brüche aufweist und eine gute Dosierung von Spannung, Humor, Ironie und ernsten Momenten enthält, kann ich das Remake mit gutem Gewissen als gelungen bezeichnen.

Dazu kommt das das genauso comic- wie methapherhafte Spiel mit der Angst vor atomarer Energie und deren Risiken, das ja bereits im Original-Klassiker elementar verankert ist, im Zeitalter nach der Fukushima-Katastrophe nichts von seiner Aktualität und Relevanz eingebüßt hat, und somit der Filminhalt gut zu einem Blockbuster des Jahres 2014 paßt.

Im Gegensatz zu Filmen wie 'The Avengers', 'Star Trek Into Darkness', 'Man of Steel' usw, in denen die exzessive Zerstörung von Großstädten eine Art eskapistische Zugabe darstellt, die eine Menge der erwachsenen Zuschauer langweilte, ist diese 'alles kaputt mach'-Nummer bei Godzilla-Filmen quasi ja eine einzulösende Pflicht und somit unumgänglich. Aber gerade gemessen an diesem Aspekt, eignet sich das neue 'Godzilla'-Werk als postives Beispiel, das solche Großstadtzertörungen nicht zwangsläufig langweilen oder gar nerven müssen. Regisseur Gareth Edward's hat ein geradezu angenehm klassisches Gespür dafür, wie er seine Actionszenen einleitet und macht sich teilweise einen Spaß damit die Erwartungshaltungen des Zuschauers hier und da zu untergraben. Ein gewisser Teil des Publikums - und auch diverse Kritiker - nehmen ihm genau das ein wenig übel. Ich hingegen kann Edward's für die meisten seiner Entscheidungen nur beglückwünschen. Dieser Godzilla-Film ist der erste, bei dem ich auf anhieb die Lust verspüre ihn mir nochmal oder das kommende Sequel anzusehen...

Maximilian Erlenwein's 'Stereo'


Es gibt sicher einige hier im Forum die Gefallen an dem Film finden. Schließlich bekommt man nicht alle Tage einen recht radikalen deutschen Kinobeitrag zum Thriller-Kino serviert, mit eingebauten Plot Twists, die man eher aus dem US-Kino gewöhnt ist. Ich allderings konnte an diesem Werk so ganz und gar nichts finden was mich erfreute. Zum einen, weil der Film keine Sekunde die Klasse seiner offensichtlichen US-Vorbilder erreicht und das ganze filmische Unterfangen auf diese Weise eine ark gewollte 'wanna-be'-Note erhält. Zum anderen habe ich nach wie vor große Probleme das darstellerische 'Genie' des in meinen Augen hoffnungslos überbewerteten Herrn Moritz Bleibtreu zu erkennen. Wie in fast all seinen anderen Werken in denen er mitspielt, hatte ich auch hier wieder das Gefühl weniger einen Darsteller der einen Charakter verkörpert zu erleben, als einem stetigen Selbstdarsteller bei der Arbeit zuzusehen.

Bryan Singer's 'X-Men: Zukunft ist Vergangenheit' in 3D


'X-Men' ist ein Franchise das ich seit Singer's erstem Film recht begeistert verfolge. Vorallem, da ich den zweiten Teil von 2003 als gelungene Steigerung empfand.
Ein Vorgang der sich ja vorbildlich auf die Attraktivität und Wertschätzung jeder Filmreihe auswirkt. Plakative Beispiele: 'Das Imperium schlägt zurück', 'Terminator 2' und 'The Dark Knight'. Ist einmal so eine Sequel-Marke gesetzt, schaffen es dann auch schwächere nachfolgende Filme nicht das 'Label' soweit zu demontieren, das die Zuschauermasse die Gesamtreihe negativ in Erinnerung behält bzw. nicht stets an weiteren Sequels interessiert bleibt.

So schafften es dann auch nicht die in meinen Augen recht enttäuschten Serien-Beiträge 'X-Men: Der letzte Widerstand' von 2006, 'X-Men Origins: Wolverine' von 2009, meinen Wunsch einen weiteren 'großen' X-Men-Film serviert zu bekommen, zu schmälern.
Ich freute ich mich sehr über das gelungene Prequel 'X-Men : First Class' von 'Fast-Bond-Regisseur' Matthew Vaughn, das den Vergleich mit den beiden ersten Vorzeigewerken der Reihe nicht im geringsten zu scheuen braucht.
Dementsprechend groß war dadurch auch meine Vorfreude auf 'X-Men: Days of Future Past'. Vorallem wegen der reizvollen Aussicht biede jeweilge Darsteller-Ensemble - das der ursprünglichen Reihe und das des Prequels - in einem Film zu erleben, was ja filmfranchise-geschichtlich noch dazu ein bisher recht einmaliger Vorgang sein dürfte.

Das vorliegende filmische Ergebnis finde ich insgesamt nun sehr zufriedenstellend. Die Zusammenführung der Charaktere der verschiedenen Zeitebenen ist ausgesprochen hervorragend gelungen und so fügt sich der Film nicht nur äußerst harmonisch, sondern auch zusammenführend ins Gesamtbild der Reihe ein.
Allein dieser Vorgang ist bereits ein echtes Kunststück, für das die Macher meinen vollsten Respekt haben. Eine zusätzliche Stärke des Films ist abermals der gut aufgelegte und souverän besetzte Cast und ein vom Drehbuch recht perfekt gemixter Cocktail aus Ernsthaftigkeit und spitzfindiger Ironie.
Fast würde ich soweit gehen diesen Aspekt der 'Vergnüglichkeit' des Zeitreise-Szenarios, mit den Vorzügen eines ebenfalls beliebten Star Trek-Zeitreise-Film zu vergleichen: 'Star Trek - First Contact', der neben Sir Patrick Stewart, eben eine besagte Mixtour von Witz und Ernst mit 'X-Men: Days of Future Past' gemeinsam hat.

Etwas enttäuschend empfand ich Singer's neustes Werk dagegen auf der visuellen Ebene. Versteht es der action-geladene Filmanfang noch, das an computergenerierte Welten hinreichend gewöhnte Zuschauer-Auge, mit ein paar gelungenen 3D-Effekten bei Laune zu halten, so präsentiert der Film uns im weiteren Filmverlauf äußerst wenig neue Bildeinfälle. Rein inszenatorisch würde ich daher das Werk - gemessen daran das es sich hier um ein Highlight des Franchise handeln soll - als wenig inspiriert bezeichnen.
Aufgrund der oben genannten Vorzüge nichtsdestotrotz im Gesamtbild ein starker X-Film, der die Qualitäts-Latte für das kommende Sequel 'X-Men: Apocalypse' ziemlich hoch setzt. Spannend wird es auch sein, ob Bryan Singer wie angekündigt auf den Regiestuhl zurückkehren kann - oder ob seine Karriere durch den bisher noch ungeklärten Sex-Skandal nun aprupt beendet wird.

Wally Pfister's 'Transcendence'


Kaum ein Hollywood-Film der letzten Monate wurde ja so verrißen und in die Tonne getreten wie dieser.
Der Ruf des Nolan-Kameramann Wally Pfister als Filmemacher dürfte somit bereits mit seinem Debütwerk halbwegs ruiniert sein.
Einige wenige wohlwollende Stimmen der Fachpresse machten mich aber dennoch neugierig genug um ins Kino zu gehen.
Vermutlich aufgrund meiner zwangsläufig extrem niedrigen Erwartungshaltung, genoß ich überraschender Weise ein Werk,
das bei weitem nicht so langatmig und unausgegoren wirkte, wie es ihm einige der schimpfenden Kritiker unterstellen.
Viel eher ist der Film in meinen Augen ein recht solider - wenn auch nicht grandioser - Beitrag zum Genre,
welcher das philosophischen Potential der Handlung, gemessen an der Tatsache das es sich um einen Unterhaltungsfilm aus der Traumfabrik handelt,
nicht minder gerecht wird, als von der Allgemeintheit deutlich besser beurteilte Mainstreamwerke.

Ich denke die Erklärung dafür, warum die allgemeinen Reaktionen auf den Film so derart negativ ausfallen, könnte Spiegel-Redakteur Tim Slagman gefunden gefunden haben: "Transcendence" ist weder Trash noch ein Kammerspiel. Was ihn bemerkenswert macht, ist, wie stilsicher er eine Scheinselbstverständlichkeit des Genres unterläuft - das Recht der Fiktion, sich in Einzelaspekten zu verlieren und maximal unwahrscheinliche Extremphantasien daraus zu spinnen, gewähren wir anscheinend nur da, wo entweder jede Seriosität gleich zu Beginn über Bord geworfen oder in Explosionen und Krawall erstickt wird."

Dieser Beitrag wurde bereits 9 mal editiert, zuletzt von »Dr. moVe« (24. Mai 2014, 14:46)


Mister Bond

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Samstag, 24. Mai 2014, 14:07

@Dr.moVe:
Also eine menschenverachtende Brutalität kann man doch jedem Actionfilm oder Western vorsetzen. Ich denke bei Lethal Weapon macht es genau diese abstrakte Mischung aus Zynismus, Ironie und Härte aus. Dazu vermittelt der Film doch positive Werte, denn im Endeffekt, egal ob Schwarz oder Weiß, oder gar Chinesisch, sind alle gleich. Und der zweite Teil ist ja strikt gegen die Apartheid.
Nur die Bösen kriegen halt einen mächtig auf die Socke ;)


Auf den X-Men freue ich mich aber derbe. Für mich sind die X-Men, mit Nolans Dark Knight Trilogie und den unterschätzten Del Toro Hellboy Filmen, das beste was so im Superhelden-Comic-Universum passieren konnte.
Wer sind nochmal die Marvel Studios?
Und "Godzilla" würde ich irgendwie auch gerne im Kino gucken.

DrShatterhand

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Donnerstag, 29. Mai 2014, 13:13

Btaman and Robin (1949)

"Batman and Robin" ist ein weiteres Serial, das wie sein Vorgänger aus dem Jahre 1943 aus 15 Teilen besteht; Verbindungen zwischen beiden Serials bestehen insofern nicht, als daß die Schauspielergarde komplett ausgewechselt wurde und (natürlich) ein völlig anderer Plot existiert.

Interessanterweise hat es aber eine Szene aus "Batman 1943" in die Eröffnungssequenz von "Batman and Robin" geschafft: Batman flieht aus einem brennenden Gebäude der "Ajax Metalworks". Weiß der Himmel, wieso die Macher diese (und nur diese eine) Szene ausgegraben haben, um sie im neuen Serial zu benutzen.

Batman und Robin haben es mit dem Wizard zu tun, der eine Erfindung von Professor Hammil stiehlt: ein Gerät, mit dem man jedes Fahrzeug im Umkreis von 50 Meilen steuern und kontrollieren kann. Der Wizard rennt ständig in einem schwarzen Umhang herum und trägt auch eine schwarze Kapuze. Man bekommt also bis zum Ende nicht mit, wer sich hinter dem Wizard verbirgt. Um das Gerät zu betreiben, benötigt der Wizard Diamanten, die er natürlich stiehlt.

Batman und Robin bleiben dem Wizard bis zum Ende auf den Fersen und schaffen es, ihn zu besiegen und herauszufinden, wer genau der Wizard ist. Natürlich geraten sie im Verlauf des Serials ständig in tödliche Gefahren, in denen sie scheinbar umkommen, doch in wahrer Cliffhanger-Manier zeigt sich jedesmal zu Beginn einer Episode ein Ausweg, der in der vorigen Episode nicht da war. Zusätzlich gerät auch die Journalistin Vicki Vale immer mal in Gefahr, aus der Batman und Robin sie retten müssen.

Ein spezielles Batmobil gibt es auch in diesem Serial nicht, jedoch gibt es diesmal zwei Fahrzeuge: das Zivilauto, in dem Bruce Wayne und Dick Grayson unterwegs sind, und ein Auto, das Batman und Robin benutzen. Benutzt wird diesmal allerdings das Batsignal.

"Batman and Robin" ist genau wie das 1943er Serial ein Streifen, der Serials der 30er und 40er Jahre repräsentiert; das gilt für die Cliffhangerstruktur ebenso wie für das Budget, das nicht sonderlich hoch gewesen sein kann. Andererseits ist es sehr unterhaltsam, und es hat auch gute Musik, besonders die Musik, die tödliche Gefahren für Batman und Robin begleitet, gefällt mir. Unterm Strich steht auch hier ein schönes Stück Kino- bzw. TV-Ablenkung.
The needs of the many outweigh the needs of the few or the one.
I have been and always shall be your friend.
I´ve been dead before.
Live long and prosper.

He is not really dead as long as we remember him.

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Felix Leiter

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Donnerstag, 29. Mai 2014, 14:22

Hellboy
Ich mag diesen Film einfach. Wünschte der hätte bei Fans und Kritikern einen besseren Stand.
Nicht nur Hellboy ist cool, sondern auch die anderen Charaktere, allen voran Abe, aber auch Selma Blair als Liz, John Hurt, ja sogar den jungen Aufpasser finde ich recht sympathisch und den Schwerterschwingenden, vermummten Nazi Kroenen.
Dazu passt einfach das Ambiente mit dem recht gelungenen Soundtrack. Das alles verleiht dem Film viel mehr Flair und Atmosphäre als alles (ich kann es mir nicht verkneifen), was die Marvel Studios zu bieten haben.
7-8/10


Hellboy 2: Die goldene Armee
Da stimme ich Kritik und Fans zu, besser als der erste Film. Alleine die Zahnfeen, der Trollmarkt und die Wesen gegen Ende sind supi.
Jeffrey Tambor als Manning ist noch witziger und mit Johann kommt noch eine tolle Figur dazu. Auf deutsch passend von Joachim Tennstedt, welcher auch C-3PO in der originalen Star-Wars-Trilogie sprach, synchronisiert.
Die Fights sind auch besser, also insgesamt:
9/10

Bildqualität beider Filme natürlich hervorragend.


El Dorado
Habe mir endlich die BD geholt. Den mochte ich als Junge auch sehr gern. Nachdem ich Rio Bravo aber zuletzt öfter geguckt habe, war es wieder Zeit für das Quasi Remake.
Und ehrlich gesagt, fand ich den nicht schlechter, vielleicht sogar kurzweiliger. Weil er eben 15 Minuten straffer ist als Rio Bravo.
Zudem fand ich die Liebelei zwischen dem Duke und Angie Dickinson in Rio Bravo immer unnötig.
Robert Mitchum als versoffener Sheriff ist auch genial, wenngleich ich da Dean Martins Darstellung in RB besser finde.
Aber James Caan ist definitiv besser als Ricky Nelson, außer dass er halt nicht mit Dean Martin trällern darf.
Außerdem ist El Dorado sogar etwas "düsterer" oder "härter". Hier sterben mehr Leute, der Duke schickt zwei Leute kaltblütig in den Tod, insgesamt war Rio Bravo wesentlich familienfreundlicher.
Ich gebe gerne mindestens: 8/10
Bildquali auch etwas besser als von Rio Bravo: 9/10, also kaum was zu bemängeln.



Fast Five oder auch "Fast and Furious 5"
Ich bleib dabei, die ersten drei Teile finde ich bescheuert und öde. Teil 4 ist ok, aber ab Teil 5 geht es richtig ab.
Wichtig für mich, es geht nicht nur um Autorennen. Es gibt ordentlich was auf die Schnauze, es wird geballert und das alles finde ich perfekt gemacht.
Alleine die Anfangssequenz mit dem Raub am fahrenden Zug, ist spektakulär.
Dazu kommt noch Dwayne Johnson dazu, da sieht Vin Diesel plötzlich ziemlich schmächtig aus :D
Und die brasilianische Polizistin finde ich ganz lecker.
8/10


Fast And Furious 6

Haut actionmäßig noch mehr auf die Kacke als Teil 5, überwiegend aber auch super gemacht. Luke Evans ist recht charismatisch, Michelle Rodriguez darf sich mit Martial-Arts-Expertin Gina Carano kloppen und Dwayne Johnson darf gleich in den ersten zwei Minuten einen bulligen Verbrecher im Vin Diesel Look durch den Verhörraum schleudern 8o
Es wird noch mehr geballert und dieses mal nimmt der Film tatsächlich dramatische Züge an, denn im Finale sterben zwei der "Good Guys" tragisch.
[b]8/10[/b]

Ich freue mich tatsächlich auf einen siebten Teil, welcher dann mit Jason Statham und Kurt Russell auftrumpfen wird.


Erbarmungslos
So, nachdem ich ja im April schon "Josey Wales" und "Pale Rider" geguckt habe, schließ ich erstmal meine Eastwood-Western Retrospektive ab.
Hatte den Film in einigen Szenen zäher in Erinnerung, kommt davon, weil sich der Film auch Ruhe gönnt und die Figuren ausarbeitet.
Das gelingt, vor allem durch Eastwoods und Gene Hackmans brillante schauspielerische Leistungen. Morgan Freeman steht beiden knapp nach und Richard Harris hat auch einen feinen, aber nicht so langen Auftritt als arroganter Killer English Bob.
Der Film ist durchweg pessimistisch und düster angehaucht. Alleine Hackmans "Wir sehen uns in der Hölle" und Eastwoods, wie üblich, sehr trockenes "Ich weiß", sprechen Bände.
Hm, weiß nicht, ob ich diesmal doch die Höchstwertung gebe.
9-10/10
Bildquali der BD ist aber nicht so gut, wie das von "The Outlaw Josey Wales" oder der Dollar-Filme. Stellenweise Schwächen im Dunkeln, da der Film ja so einige dunkle Szenen hat. Ansonsten nichts auszusetzen.



Bettgeflüster
DER erste Rock Hudson/Doris Day-Film und zugleich Klassiker schlechthin und ich muss sagen, auch weil ich den Film ewig lange nicht mehr sah, er funktioniert.
Klar, einiges ist nicht mehr in Mode, gerade das soziale Miteinander von Mann und Frau, aber gerade das macht den Film noch aus.
Einfach grandios wie Rock Hudson, einer der großen Hollywood Charmeure, Doris Day zum Narren hält und sichtlich Freude daran hat.
In der deutschen Synchro wurde Rock Hudson ja überwiegend von Gert-Günther Hoffmann (Paul Newman und Sean Connery) synchronisiert und gerade das ist der Trumpf. Einiges an Wortwitz kann man nicht 1:1 kopieren, aber Hoffmann hatte einfach ein schlitzohriges, schelmisches und cooles Timbre.
Und Doris Day sah in diesem Film gar nicht mal so übel aus.
Die Chemie von Hudson, Day und deren Partner in all ihren drei gemeinsamen Filmen, Tony Randall (auch bekannt durch die Serie "Männerwirtschaft") stimmt, die deutsche Synchro ist spitze und der Film besitzt den "klassischen" Charme.
8/10

Maibaum

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Donnerstag, 29. Mai 2014, 17:25

Zulu - Jerome Salle

Zunächst einmal ist das hier ein Thriller der all die üblichen Dummheiten vermeidet mit denen viel zu viele Thriller sich selber ruinieren. Es gibt hier keine überflüssigen Actionszenen, also keine der üblichen totgefilmten Verfolgungsjagden und keine endlose Schlußballerei. Wenn geschossen wird dann läuf das schön kurz und knackig ab. Und dann verzichtet Zulu auch auf all die üblichen Überraschungen die egal ob sie vorhersehbar oder wirklich überraschend sind nur selten wirklich Spaß machen. Die Personen sind was sie sind, und das tut der Spannung keinen Abbruch. Und vielleicht ist das auch der spannendste Film des Jahres, weil er Figuren hat für die ich mich interessiere, und auch weil Salle in der Lage ist Charaktere mit nur wenigen Einstellungen interessant zu machen, weil er den Figuren auch ihre Geheimnisse läßt, weil auch nicht alle die er porträtiert unbedingt zwingend Teil der Handlung sein müssen. Und weil er auch einfach eine interessante Handlung hat, die sogar noch ganz unangestrengt ein wenig ein Porträt des Landes ist in dem er spielt. Weil er einen Blick auf ein Südafrika wirft das noch mit den Folgen der Apartheid zu kämpfen hat, und im dem sich große soziale Verwerfungen auftun, und weil das alles auch Teil der Handlung ist.
Als Thriller steht er deswegen, und auch wegen seiner innerlich verletzten Figuren, wegen seiner eruptiven und schonungslosen Gewalt im besten Sinne in der Tradition James Ellroys. Mehr noch als alle Ellroy Verfilmungen die ich kenne. Bis hin zu seinem zwiespältigem Ende.

Salles Inszenierung ist dem auf allen Ebenen gewachsen, und bringt auch noch vieles was abseits der Handlung passiert zum Funkeln. Einen solchen reifen Film hätte ich Salle nach Anthony Zimmer und Largo Winch nicht im entferntesten zugetraut.
Auch aus den Schauspielern, des bis in Kleinstrollen hin präzise besetzten Films, holt er wahnsinnig viel raus. Und die beiden Hauptdarsteller Forest Whitaker und Orlando Bloom (total abgeranzt) sind sensationell.
Ein Film gegen die Mittelmäßigkeit. 9/10

Mister Bond

Felix Leiter

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Mittwoch, 4. Juni 2014, 01:11

Letzte Woche die drei X-Men Filme von 2000-2006, so wie "Erste Entscheidung", gestern im Kino dann "Zukunft ist Vergangenheit".
Da ich diese Reihe doch sehr mag, habe ich mal einen Thread eröffnet.

Am liebsten gefällt mir wohl tatsächlich der aktuelle, gefolgt von X2 und "Erste Entscheidung".

Mister Bond

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Donnerstag, 12. Juni 2014, 12:20

[img]http://www.nerdist.com/wp-content/uploads/2013/12/EdgeOfTomorrow.jpg[/img]

Edge Of Tomorrow
Insgeheim bot der Film, dank Emily Blunt, keine Tom Cruise One-Man-Show.
Am besten gefielen mir natürlich Cruises ständige Versuche es beim nächsten Mal besser zu machen, bot einige gute Lacher :)
Erinnert auch an so Computerspiele: Game over? Verdammt, ich schaffe dieses Level noch :D
Und ich hatte Recht, als der Abspann kam, der Farell-Typ war Bill Paxton!
Die Effekte sind wirklich sehr gut, für manch' Augen könnte es aber etwas zuviel sein.
Cruise und Blunt harmonieren gut zusammen, das treibt die Geschichte voran, aber die Stärken liegen eben am "Und täglich grüßt das Murmeltier"-Element plus die Frage, ob man es überhaupt schaffen kann?
Währenddessen kann man jedes Mal über Tom Cruises diverse Ableben schmunzeln. Der Mann kann mit Selbstironie umgehen.
Dazu mal abwechselnde Locations. Nicht immer muss man eine Großstadt in Schutt und Asche legen. Dieses Mal erinnert vieles an D-Day, Soldat James Ryan etc.
Ansonsten sieht man London und Paris und nicht zum 1000-mal New York.
Bei Kritikern und Leuten, die den Film sahen, kommt er übrigens durchwegs gut an. So gute Kritiken erhielt ein Tom Cruise schön gefühlte Ewigkeiten nicht mehr.
Schade, dass der momentan an den Kinokassen baden geht.
8/10

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Dr. moVe

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Sonntag, 15. Juni 2014, 14:13

McG's '3 Days to Kill'

Eine in ihrer betonten Sentimentalität, trotz etlicher Genre-Klischees, fast schon außergewöhnliche Old-School-Handmade-Actionkomödie, die sich allerdings kaum für die eigenen Action-Genre-Ingredienzen interessiert. Vielmehr erfüllt eine melancholische Stimmung dieses - von einigen harten Gewaltspitzen mal abgesehen - harmlose und unspektakuläre Vergnügen. Mit der Art und Weise wie der hier absolut souverän agierende Kevin Costner einen alt gewordenen CIA-Killer spielt, hat seine Filmfigur, trotz dessen äußerst üblen Berufshandwerks, schnell die ganze Sympathie des Publikums auf seiner Seite. Costner und sein durch diverse Flops inzwischen recht umstrittener Regisseur McG ('3 Engel für Charlie') präsentieren uns im Rahmen eines Action- und Killermovies im Filmverlauf stetig überdurchschnittlich gefühlsbetonte Szenen, die - vermutlich weil sie aus der üblichen Genre-Wahrnehmung ausbrechen - etwas sehr zugängliches, einladendes, ja geradezu charmantes besitzen. Umfangreiche Location-Shootings der französischen Hauptstadt runden den Gesamteindruck ab.
Und als 'Franchise-Kult-Bonus' wird der klischeebeladene deutsche Hauptvillian Namens 'Der Wolf' von Herrn Richard Sammel gespielt, der ja bereits als Adolph Gettler im Venedig-Finale von 'Casino Royale' gegen Bond antreten durfte.

Denis Villeneuve's 'Enemy'


Ein äußerst rätselhafter Psycho-Thriller, der stark an Werke von Franz Kafka, David Lynch und David Cronenberg erinnert.
„Chaos ist Ordnung, die noch nicht entschlüsselt ist“, heißt es zu Beginn des Films. Dieser Satz ist quasi Programm.
Nicht nur vIsuell wird dieses Werk von bedrückender Tristesse beherrscht. Die Filmszenen sind umrahmt von urbanen Betonlandschaften, die in stets gelblich, versmogtes Licht getaucht sind.
Wie auch schon in dem zuvor veröffentlichen (aber danach gedrehten) 'Prisoners', in dem der frankokanadische Regisseur Villeneuve mit Jake Gyllenhaal erfolgreich zusammenarbeitete, brilliert auch hier abermal Gyllenhaal, der uns in den seelischen Abgrund seiner Filmfigur blicken läßt.

Nach eigenen Angaben dachte Villeneuve beim Dreh von 'Enemy' an Stanley Kubrick. Wie die große Kinolegende meist literarische Vorlagen adaptierte, basiert auch Villeneuve's Film auf einem Roman: 'Der Doppelgänger', den Literatur-Nobelpreisträger José Saramago 2002 veröffentlichte. Das Isabella Rossellini hier in einer kleinen Schlüsselrolle auftritt, wirkt wiederum passend zur offensichtlichen, filmschen Verwandheit der Werke von David Lynch.

Seth MacFarlane's 'A Million Ways to Die in the West'

Der Humor des 'Family Guy'- und 'Ted'-Schöpfers Seth MacFarlane ist sicher nicht jedermanns Sache. Ich gehöre zu den Leuten die mit ihm was anfangen können.
MacFarlane's neustes Kino-Werk, in dem er nun auch zum ersten Mal als Hauptdarsteller und nicht nur mit seiner Stimme agiert, kann ich aber leider nur als sehr schwache Klamotte bezeichnen.
Obwohl die Damen Charlize Theron und Amanda Seyfried nett anzusehen sind und Liam Neeson stets für einen Schurkenpart gut ist, kommt der Film über seinen plumpen Fokus auf Fäkalien-, Furz- und 'Geschlechts-Teil'-Humor leider nicht weit hinaus. Interessant finde ich allerdings den Rahmen in dem dies stattfindet: Rein cineastisch bin ich fast geneigt den FIlm als konservativ zu bezeichnen. Exzessive Breitwandaufnahmen und malerische Kamerafahrten in und um das Lieblingsmotiv des Films - das berühmte Monument Valley zwischen Utah und Arizona - verbeugen sich mehr als plakativ vor der langen Tradition des Genres und der hämmernde orchestrale Score von Joel Neely wirkt sichtlich bemüht diesen Aspekt nochmal zu unterstreichen. Für alle die wie ich den Film als Enttäuschung empfanden, hält er aber wenigestens 2 großartige Gastauftritte populärer Filmfiguren und derer Darsteller parat, die ich spoilern muß:

Spoiler Spoiler

Christopher Lloyd erfreut alle 'Back to the Future'-Fans mit einer kurzen Rückkehr in seine Rolle als 'Dr. Emmett „Doc“ Brown' mit samt DeLorean-Zeitmaschine,
wie auch Jamie Foxx in seine Tarantino-Rolle 'Django' zurückkehrt - und sogar das Schlußwort des Films sprechen darf !

Doug Liman's 'Edge of Tomorrow' in 3D

Ich kann unserem Mister Bond hier nur zustimmen. Der neue Streifen des Schöpfers der 'Bourne Identität' macht wirklich Laune.
Trotz Militarismus, merkwürdiger Second-World-War-Parallelen (die man erstmal schlucken bzw. nicht als unangenehm empfinden darf), und objektiv gesehen kaum wirklichen neuen Ideen, besticht der mit sichtbar hohem Aufwand entstandene Sci-Fi-Kracher durch eine selten gewordene Virtuosität, die einher geht mit einer wohltemperiert arrangierten Brise Humor, die angesichts des extrem kriegerischen und apokalyptischen Filmszenarios eigentlich recht kurios erscheint. In 113 sehr unterhaltsamen und temporeichen Minuten freute ich mich über das beste 'Entercruisement' seit 'Ghost Protocol' und finde es schade das dem Film offensichtlich an den Kinokassen nicht der Erfolg zuteil wird, den er im Gegensatz zu Transfomers-Sequel Nr. XY (das vermutlich dieses Jahr wieder den Box-Office-Zenith bilden wird) verdient hätte.

Robert Stromberg's 'Maleficent' in 3D

Disney's Zeichentrick-Klassiker 'Sleeping Beauty' gehört für mich zu den größten Kunstwerken, die der Mäusekonzern jemals zu verantworten hatte,
und daher freute ich mich schon lange auf diesen Film. Zumal ein nicht unerheblicher Teil der Faszination des alten Animationsfilms stets auch von der Figur Maleficent ausging.
Trotz recht großer Erwartungshaltung - die ja grundsätzlich stets problematisch ist - wurde ich überraschender Weise nicht enttäuscht.
Ich bin nun wirklich alles andere als ein Fan von Angelina Jolie. Die Medienpräsenz der Dame hat mich stets genervt. Aber die Rolle der Maleficent ist ihr mehr als auf den Leib geschneidert.
Hier kann ich mir keine passendere Besetzung vorstellen. Ich würde sogar soweit gehen ihre Performance-Wirkung als die grandioseste ihrer bisherigen Karriere zu bezeichnen.

Was die sonstigen Produktionswerte des Films angeht, so kann man sicher kritisieren, das das Werk ausser den Darstellern fast komplett aus dem Rechner stammt.
Grundsätzlich zähle ich ebenfalls zu den Leuten die äußerst gesättigt und gelangweilt von den unzähligen computergenerierten Welten sind, die die kommerzielle Filmwelt unserer Zeit beherrschen.
Jedoch im Falle von 'Maleficent' verblüffte mich ehrlich gesagt eher der Aspekt, mit welcher Eleganz und Ästhetik die Darsteller mit die computergenerierten Welt, die sie umgibt interagieren.
Ich denke gerade in der Perfektionierung dieses Zusammenspiels wird die Zukunft des Blockbuster-Kinos liegen und ähnlich wie der letztes Jahr dafür kaum beachtete 'Pacific Rim'
werte ich auch 'Maleficent' als visuell und technisch höchst bestechendes Werk, das als Gradmesser des derzeit visuell machbaren gesehen werden kann.

Dies alles macht freilich noch lange keinen guten Film aus, wenn nicht auch die inhaltliche Ebene überzeugt.
Aber auch hier überraschte mich 'Maleficent' ziemlich positiv. DIe Art und Weise wie die Macher mit dem klassischen Stoff - sowohl mit dem berühmten grimm'schen Märchen an sich, als auch mit der Disney's Zeichentrick-Vorlage - umgehen, empfand ich äußerst erfrischend und kreativ. Hier reiht sich 'Maleficent' in den aktuellen Trend Hollywoods ein, alt-europäische Märchenstoffe spielerisch aus einer völlig neuen Perspektive zu präsentieren. Gute Beispiele dafür waren Werke wie 'Spieglein Spieglein – Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen' oder die bewußt trashige Märchen-Plot-Fortsetzung 'Hansel & Gretel: Witch Hunters'.
'Maleficent' stellt meineserachtens einen recht spektakulären, vorläufigen Höhepunkt dieses Trends dar, denn dieser Film geht sogar soweit, das der Zuschauer das zugrundeliegende Märchen nicht nur kritisch zu hinterfragen beginnt, sondern er im Gesamtbild - aufgrund einer völlig neuen Wahrnehmungsperspektive gegenüber dem 'Bösen' - pädagogisch für Heranwachsende vielleicht sogar gehaltvoller und bereichernder sein kann, als die klassische Vorlage.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Dr. moVe« (15. Juni 2014, 15:01)


Mister Bond

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Montag, 16. Juni 2014, 12:12

Danke für die bestätigende Einschätzung zu Edge Of Tomorrow :)
Interessant auch die Meinung zum Costner-Film. Der kommt ja eher nicht so gut weg, glaube ich. Egal, ich mag Costner.
Der MacFarlane Film wird auch nicht so positiv aufgenommen. Egal, ich mag Neeson und Charlize Theron ist immer noch eine der schärfsten Hollywood-Damen.
Für eine einmalige Besichtigung kann es reichen.
Enemy und Maleficent habe ich mir so gedacht, wie beschrieben.

Dr. moVe

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Samstag, 28. Juni 2014, 15:02

Im Kino:

Richard Linklater's 'Boyhood' (Gewinner des Silbernen Bären für die beste Regie 2014)

Über einen Zeitraum von 12 Jahren begleitet der Film seinen jungen Hauptprotagonisten (und Hauptdarsteller) beim Erwachsenwerden, angefangen von seinem 6. Lebensjahr bis hin zum Ende seiner Schulzeit und damit zu seiner Adoleszenz. Ein erstaunlich gelungenes Langzeitprojekt über eine relativ 'stinknormale' Jugend eines Scheidungskindes, mit all den nervigen, ätzenden, aber auch schönen und herrlichen Aspekten, die das Aufwachsen so an sich hat und die Beiläufigkeit der Dinge im Leben im allgemeinen. Die ersten Dreharbeiten für den Film fanden im Sommer 2002 statt, und erst im Oktober 2013 schloss Regisseur Linklater (Schöpfer der ebenfalls einen beachtlich langen Zeitraum überspannenden 'Before Sunrise'-Trilogie) sein beeindruckendes, filmisches Experiment ab, der die Berufs-Film-Kritiker sowohl diesseits, als auch jenseits des großen Teichs in einen weitesgehend einstimmigen Jubeltaumel versetzt hat. Ich kann diesen ganzen Damen und Herren vom Fach allerdings hier wirklich nur zustimmen. Hier ist etwas ziemlich bemerkenswertes entstanden. Ein Werk das es weniger zu begreifen, als zu erleben gilt. An dieser Stelle möchte ich vorallem Film-Journalist José García zitieren: "Richard Linklater wandelt Jean Cocteaus geläufige Definition des Kinos – „dem Tod bei der Arbeit zusehen“ – ab: Sein Film schaut dem Leben bei der Arbeit zu..."

Margret Köhler vom Film-Dienst hat sich mit dem Regisseur unterhalten.

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Steven Knight's 'No Turning Back' (Originaltitel: 'Locke')

Tom Hardy spielt ein hingebungsvollen Ehemann, Vater und hart arbeitenden Leiter einer Großbaustelle, der kurz vor der größten Herausforderung seiner Karriere steht, als plötzlich eine einzige, spontan getroffene Entscheidung alles zu zerstören droht. Einziger Handlungsort: Das Cockpit eines BMW X5, der über eine nächtliche Autobahn düst. Einzig zu sehender Darsteller: Tom Hardy. Fazit: Ein radikales filmisches Kammerspiel.
Und auch hier fällt mein Urteil applaudierend aus. Trotz seiner kaum noch extremer vorstellbaren Szenerie-Begrenzung auf einen Mann der Nachts Auto fährt, fesselt der Film auf eine ungemeine Art und Weise und ist mitreißender als so mancher Thriller mit der Werbe-Aufschrift 'Hochspannung'. Hardy nutzt die maximal mögliche Screenzeit die ein Darsteller in einem Film haben kann, um uns eine seiner bisher brilliantesten Vorstellungen seiner Karriere zu präsentieren.
Nicht überraschend ist dabei die Tatsache, das der Autor und Regisseur von 'No Turning Back', Steven Knight sich bisher in erste Linie als Drehbuchautor (u.a. für Filme von Stephen Frears und David Cronenberg) profilierte.
Denn Tom Hardy könnte freilich noch so gut spielen, wenn nicht seine Dialogpassagen auch entsprechend scharf zünden würden.
Vermutlich werden aber all diejenigen Zuschauer ein Problem mit dem Werk haben, die es nicht mögen, einen Film zu sehen, der problemlos auch ein Theaterstück sein könnte.

Ein Gespräch mit dem Filmemacher über Helden des Alltags führt Martin Schwickert vom Tagesspiegel.

Mister Bond

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Donnerstag, 3. Juli 2014, 19:04

Ich poste mal auch was, da diese Veröffentlichung kontovers geführt wird.
Einerseits ist das Bild vom Kontrast, Schärfe sehr viel besser als die alte Edition, andererseits, laut Screenshots viel zu gelbstichig, so dass der Himmel angeblich teils ins türkise gehen soll.

[img]http://www.zehnachtzig.de/bilder/zwei-glorreiche-halunken-480.jpg[/img]

So, gerade die neue BD eingelegt, zwar jetzt nich komplett am durchgucken, aber ich weiß nicht wohin sonst damit. Vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen.
Was für ein Quatsch man im www. zum Teil lesen muss.
Der Himmel ist blau, so wie er sein soll.
In den Anfangs-Credits, beim Einblendung des Filmtitels und der Darsteller ist der Hintergrund auch weiß!
Die Farbgebung ist natürlich "gelblicher", aber alles halb so schlimm.

Einen Extratipp an alle:
Ich habe trotzdem mal an der Farbregulierung meines TVs gespielt. Lediglich bei GRÜN habe ich es ein wenig nach unten korrigiert und das "Gelbstichige" ist komplett weg.
Das Bild ist nun perfekt.
Dass noch keiner auf diese Idee gekommen ist. Aufwendig ist es auch nicht.

Nicht zu erwähnen brauche ich wohl, dass der Ton viel besser ist, vor allem die Tonhöhe stimmt und der Satz "Er hasst Idioten wie dich."

Ps.: Wendecover mit originalem deutschen Kinomotiv ist auch dabei.

Maibaum

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Donnerstag, 3. Juli 2014, 21:30

Der Ton ist nun der original Mono Ton, und nicht mehr der gefakte 5.1. Sound, für den auch noch viele der Geräusche neu aufgenommen, und dadurch verändert wurden.

Der zu starke Gelbstich wurde weltweit kritisiert, wird aber die Meisten nicht wirklich stören. Da wurde schon zu stark nachbearbeitet was sich an dem Vergleich mit der zum Remastern benutzten Kopie auch feststellen lässt.

Mister Bond

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Dienstag, 8. Juli 2014, 12:17

@Maibaum:
Zuviel Gelbstich ist bei mir nicht vorhanden. Passt.
Traue nicht immer Screenshots, habe ich mir Lehren lassen. Betrifft nicht nur diesen Fall.



In den spielfreien Tagen mal den ein oder anderen Film geguckt:


Die Todeskralle schlägt wieder zu

Heißt wohl nur so, weil er in den deutschen Kinos tatsächlich erst nach "Der Mann mit der Todeskralle" erschien.
Über die Geschichte braucht man sich auch nicht groß unterhalten. Die ersten 10-15 Minuten sind sogar zum Vergessen.
Humor, welcher nicht mehr wirklich funktioniert und Chinesen-Klischees.
Gut wird es, nachdem Bruce den ersten Schergen eine verpasst und richtig gut mit der Ankunft von Chuck Norris' Figru Colt und seinen Schüler, dargestellt von Bob Wall.
Das Kolosseums-Finale bleibt toll. Nicht einfach draufgekloppe, sondern pure Ästhetik.
Dank der stärkeren zweiten Hälfte, Chuck Norris und dem legendären Finale:
6-7/10
"Todesgrüße aus Shanghai" finde ich insgesamt besser.
Die Bildquali der BD ist in den ersten 10 Minuten, außer den Anfangcredits, leider miserabel, wird dann aber besser und stabilisiert sich.


Der Mann mit der Todeskralle
Mit Abstand der beste Bruce-Lee-Film. Da soll noch mal jemand gegen Hollywood meckern.
Zufälligerweise sorgen die vielen Amis dafür, dass dieser Film in vieles herausragt.
Der Plot ist nicht überwältigend, aber stilsicherer und spannender Inszeniert als sonst.
Lalo Schifrins Musik ist einfach geil und Bruce Lee ist hier auch mit Abstand am coolsten und nicht naiv, wie in zwei seiner ersten drei Filme. Das Chinesen-Klischee wurde ausgerechnet durch die Chinesen bedient, merkt man hier nicht mehr so viel von.
Dann hat der Film wohl auch die besten Nebenfiguren, egal ob der lässige John Saxon als Roper, Jim Kelly als Williams oder O'Hara (Bob Wall) und Bolo auf der Bösewichtseite.
Ach ja, Sammo Hung gibt es direkt in der Anfangsszene zu sehen, Im Trainingskampf gegen Bruce Lee.
9/10
Wahrscheinlich das beste BD-Bild.


Olympus Has Fallen
Recht brutal das Ganze, aber so etwas reicht für mich nicht. Kann keine Prämisse sein einen guten Film zu machen.
Der Film hat auch einen guten Cast, da wird sogar Ashley Judd nur kurz präsentiert (von der sieht mal leider auch nicht mehr so viel), aber die Geschichte ist so hanebüchen. Actionszenen sind konsequent, aber dennoch fehlt da vieles was die ähnlichgestrickten ersten drei "Stirb langsam"-Filme auszeichnete.
Fast alles ist vorhersehbar. Schade, hatte gehofft einen richtig starken Actionfilm vorgesetzt zu bekommen.
5/10


Masters Of The Universe
Habe den Film damals überhaupt nicht gemocht. Keine Ähnlichkeiten zu den Comics, der Zeichentrickserie und dem Spielzeug.
Und man merkt dem Film auch an, dass das Budget mit 22 Mio. nicht so hoch war (Bond, Star Wars kosteten zu diesem Zeitpunkt 30 Mio.)
Deshalb verlagerte man die Haupthandlung auch auf die Erde, statt eine fantastische Welt von Eternia zu sehen.
Aus dem Cast sticht natürlich Frank Langella als Skeletor hervor und Dolph Lundgren bringt zumindest einen körperliche Präsenz hervor.
Ist halt so ein Guilty-Pleasure-Film. Trash, den man lieben kann, aber nicht muss.
Würde den aber wahrscheinlich öfter angucken wollen als die lieblosen Transformers-Filme von Bay.
6/10


Sherlock Holmes
Gestern auf ZDF, der von Guy Ritchie. Nicht wirklich stark, aber für mich noch, im Gegensatz zum schwachen Nachfolgefilm, amüsant.
Ich mag Rachel McAdams, irgendwie bringt die Schwung, außerdem finde ich Sie sehr süß.
Und Mark Strong ist auch ein besserer Bösewicht, als dieser Heini, der im zweiten Film Prof. Moriarty spielte.
Im zweiten Film haben die Macher also alles falsch gemacht. Einen schwächeren Schauspieler als Strong in der Bösewichtrolle und Irene Adler (McAdams) mal ebenso entledigt.
Die Kämpfe gegen den Hühnen finde ich noch ganz witzig und natürlich die Kombi Downey jr. / Law.
6-7/10

Maibaum

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Dienstag, 8. Juli 2014, 20:43

@Maibaum:
Zuviel Gelbstich ist bei mir nicht vorhanden. Passt.
Traue nicht immer Screenshots, habe ich mir Lehren lassen. Betrifft nicht nur diesen Fall.



Aber ich traue verschiedenen Leuten die die Blu schon haben.

Der Gelbstich ist mit Sicherheit drin. Frage ist eher ob er einem überhaupt auffällt (wenn man es nicht weiß), oder ob er überhaupt stört, oder nicht gar positiv ist.

Und wie stark er sichtbar ist das hängt ja auch von den Einstellungen des TVs ab.

00Beisser

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Donnerstag, 17. Juli 2014, 11:48

Ruby & Quentin - Der Killer und die Klette (2003)

Wortkarger Killer (Jean Reno) und eine quasselstrippende Dumpfbacke (Gerard Depardieu) - hört sich eigentlich ziemlich 0815 an, ist aber wirklich ein sehr, sehr lustiger Film. Bin positiv überrascht worden.

"Gert Fröbe war der beste Gegenspieler, den ich je hatte." - Sean Connery