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Mister Bond

Felix Leiter

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481

Freitag, 8. August 2014, 01:16

[img]http://www.moviepilot.de/files/images/article/file/10954146/planet_der_affen_revolution_article.jpg[/img]

Planet der Affen: Revolution
Wer schon "Prevolution" mochte, wird diesen lieben. Das Drehbuch wurde nicht vernachlässigt. Aus der Geschichte entwickelt sich die Spannung und Action wird nicht einfach in Bay-Manier reingepfeffert, sie entwickelt sich aus den Handlungen der Charaktere, aus den Konsequenzen derer Handlungen.
Alleine die erste Viertelstunde beschäftigt sich nur mit den Affen und deren Hierarchie.
Der Film ist auch eine Spur düsterer ausgefallen und die menschlichen und Primaten-Charaktere wissen zu gefallen, wenn auch Caesar die besten Momente, Emotionen zeigt.
Eigentlich sollte man Mr. Serkis tatsächlich mal für den Oscar zumindest nominieren.
Bei den Menschen sind Jason Clarke, auch wenn er in Europa noch nicht so bekannt ist und Gary Oldman für weitere Identifikationsfiguren für den Kinogänger.
Da es jetzt kein großer Spoiler ist, darf man ruhig behaupten, dass Oldmans Charakter, anders als man es aus den Trailern denkt, nicht der böse, große Kriegstreiber ist. Er reagiert vielmehr auf die Bedrohung.
Ich denke mal, man darf zu Recht behaupten, neben dem 1968er Klassiker der beste "Planet Of The Apes"-Film.
10/10

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mister Bond« (8. August 2014, 01:23)


Dr. moVe

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  • »Dr. moVe« ist männlich

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Sonntag, 10. August 2014, 16:07

12 Years a Slave

Ein sehr intensiver Film der dem Zuseher einiges aberlangt. Zweifellos sehenswert und mit großartigen Einstellungen und Schauspielern nur so gespickt. Ein klein wenig ratlos hat er mich jedoch trotzdem hinterlassen: So manche Szene war in ihrer Brutalität und Auführlichkeit zwar durchaus schmerzhaft, allerdings waren die intensiveren Szenen die in denen Ejiofor oder N'yongo durch ihr Spiel die Verzweiflung grandios auf die Leinwand brachten. Für mich hätte der Film also auch auf subtilere Weise durchaus funktioniert. Vielleicht sogar noch weitaus besser. Überhaupt hätte es plakative Elemente wie Zimmers Musik mit 08/15 Untermalung der dramatischen Momente nicht gebraucht. Das empfand ich teils als dermaßen platt und deplatziert... Am meisten ins Grübeln bringt mich allerdings der Punkt, ob es beabsichtigt war, Northups Schicksal so losgelöst vom eigentlichen Unrecht der Sklaverei darzustellen. In einer recht negativen Kritik zu dem Film fiel mal die Bezeichnung er sei der Weiße unter den Schwarzen der mit den eigentlichen Sklaven im Grunde nicht viel gemein hat. So weit würde ich nicht unbedingt gehen, jedoch fällt schon auf, dass er im Laufe des Films der einzige Schwarze ist, der so etwas wie charakterliche Tiefe bekommt. Alle anderen (selbst Patsey) werden - wenn überhaupt - nur angerissen. Er kommt einem fast vor wie 'im falschen Film'.
Das kann jedoch, je mehr ich darüber nachdenke - durchaus beabsichtigt sein, weil die Sklaven trotz des gemeinsamen Leids anscheinend die besten Überlebensmöglichkeiten haben, wenn jeder für sich selbst besteht und den eigenen Charakter so gut wie möglich verbirgt, was die Grausamkeit und Ungerechtigkeit die dort dargestellt wird noch ein wenig unerträglicher werden lässt.

Sehr interessante Punkte Ahab, die ich ähnlich sehe. Vorallem Deinen Wunsch nach mehr Subtilität kann ich gut nachvollziehen. Ungeachtet dessen geht der Oscar für den 'besten Film' in meinen Augen schon halbwegs klar: Ich finde zwar, dass er gemessen an meinem Maßstab, den ich für einen Film anlege, der in der Kategorie 'Bester Film' gewinnen sollte, eher zu den schwächeren Werken gehört, aber diese Geschichte musste zum einen wirklich mal filmisch erzählt werden, und zum anderen sind die Bilder sehr schön und die Dramaturgie durch die Erzählstruktur durchaus erfrischend, weil die unchronologische Erzählweise in Kombi mit dem Genre irgendwie originell ist. Insgesamt fehlt vielleicht hier und da ein bisschen die Würze, das wird aber durch fabelhafte Schauspieler wett gemacht. Natürlich ist der Hauptdarsteller eine Entdeckung. Da bin ich gespannt was da noch kommen wird. Aber mit Abstand die aller beste Performance hat Fassbender hingelegt. Überhaupt halte ich diese Darsteller-Leistung für die beste des bisherigen Filmjahres und hätte eigentlich ganz klar mit nem Oscar prämiert werden müssen. Das selbe kann ich allerdings nicht von der Gewinnerin für die Nebenrolle sagen: es beschleicht mich hier einmal mehr das dumpfe Gefühl, dass hier primär die Rolle und weniger die Darstellerin den Oscar gewonnen hat. Sie war zwar gut, aber die Rolle zu klein, als dass mich ihre darstellerische Leistung hätte umhauen können. Klingt vielleicht fies, aber da hätte sie schon unter Beweis stellen müssen, dass sie mehr kann als besonders gut zu leiden. Aber vielleicht war sie im Vergleich zu ihrer Konkurrenz ja auch die beste. Wenn dem so ist, dann muss ich auch hier sagen: eher ein schwacher Oscar. Allein schon Jennifer Lawrence Performance in American Hustle hatte mehr Subtilität, aber natürlich bei weitem nicht das Dramatik-Potential in der Rolle ...nun ja, schwer zu vergleichen.

Ich finde man merkt es dem Film an, dass das Anliegen dahinter wirklich darin bestand eine Geschichte zu erzählen, die es einfach verdient hat von der Welt anerkannt zu werden.
Den großen cineastischen Spirit eines Meisterregisseurs oder Kinoverrückten mit eigener Vision habe ich aber absolut nicht gesehen - Ästhetik aber sehr wohl und das ist ja auch eine Kunst.
Schon die bloße Wiedergeburt eines alten Genres, dass mit moderner Ästetik neu aufgelegt wurde, werte ich in der aktuellen Kinolage als wichtiges Statement
'Back to the roots' ist da für mich die Message. Vielleicht braucht es dafür eben auch jemanden, der vielleicht nicht so individuell ist wie manch anderer, der das Rad neu erfinden will und es dabei nicht schafft dem Eskapismus-, Prequel-, Sequel-Wahn etwas massentaugliches und publikum-übergreifendes entgegenzusetzen.

Mein größter Kritikpunkt: Brad Pitt ! Warum zum Teufel muss ein Typ, der sich außerhalb des Filmgeschäft dermaßen als totaler Wohltäter darstellt, dermaßen plakativ als der fortschrittliche Menschenrechtler auftreten ?!
Also an der Stelle hat der Film in meinen Augen versagt. Das hätte ich mir wirklich sehr, sehr viel subtiler gewünscht. Und das ist es eben was ich damit meine, wenn ich schreibe, dass der Film irgendwie nur eine Geschichte erzählt, damit sie erzählt wurde. Alle wichtigen Infos werden untergebracht, der Werdegang stringent nachgezeichnet und am Ende geht alles sehr schnell. Nicht das ich auf Teufel komm raus einen Höhepunkt in einem Film brauche, bei dem nur der Punk abgeht, aber für einen Film diesen Formates hätte es entweder ein bisschen lebhafter inszeniert sein müssen, oder subtiler. Man kann die Intensität mit diesen Mitteln ja auch so steigern, dass die Geschichte sozusagen nicht überproduziert wirkt und der Eindruck entsteht, dass hier eine beachtliche Lebensgeschichte für Effekthascherei ausgeschlachtet wird und dabei die Geschichte völlig verzerrt. Das gehört natürlich zur höchsten Kunst, von daher geht es auch voll ok, dass '12 Years a Slave' nicht den Regie-Oscar gewonnen hat. Ob der Gewinner 'Gravity' deshalb nun besser war sei mal dahingestellt, denn der Film war meiner Meinung nach was die Story an sich angeht einfacher zu erzählen.

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In den letzten Wochen habe ich Im Kino gesehen:


Nicholas Stoller's 'Bad Neighbors' mit Seth Rogen und Zac Efron

Über diesen Film kann ich wenig positives sagen. Eine kurze, durchaus gelungene DeNiro-Parodie-Szene und der amüsante 'Rahmenhandlungs-Gag', das die beiden Gegenspieler des Films jeweils einen anderen Batman-Darsteller favorisieren,
reicht mir nicht um von 97 Minuten kurzweiliger Unterhaltung zu sprechen. Dabei hätte die filmische Dauer-Party, mit viel Drogen und Flirts und einer Brise von Seth Rogen's kuriosen Vorgängerfilm 'Das ist das Ende', gepaart mit klassischen Nachbarschaftsstreitigkeiten durchaus funktionieren können, wenn die Macher sich ein bißchen mehr Mühe beim Entwerfen eines halbwegs kinowürdigen Komödien-Plots und eines befriedigenderen Filmendes gemacht hätten.

Axel Ranisch's 'Ich fühl' mich disco'


Eine mit einfachen Produktionsmitteln entstandene, höchst symphatische und erfrischende Genre-Mischung mit bewußtem Hang zur geradezu fassbinderisch'-almodóvar'schen Überzeichnung, die eine in ihrer Tristesse genauso traurige wie lustige Geschichte erzählt, mit ironischen Brechungen die nichts daran ändern, dass man die Film-Figuren nach und nach ins Herz schließt. Oder wie es ein Kritiker schrieb: „Und so bewegt sich „Ich fühl mich Disco“ souverän im Spannungsfeld von Komödie und Tragödie, von Adoleszenz-Drama und Schlagerfilm sowie Surrealismus, Irrsinn und praktischer Vernunft. Mit dem Effekt, dass man das Kino exakt so verlässt, wie der Filmtitel es verspricht.“ – Harald Peters (Die Welt)

Ich sah den Film im Wiesbadener Freiluftkino, wo er vom dortigen sommerlich-relaxten Publikum mit Applaus kommentiert wurde. Im vergangenen Jahr erhielt 'Ich fühl' mich disco' in meiner Heimatstadt 'Das Mainzer Rad' – Publikumspreis für den besten Spielfilm beim 'Festival des deutschen Kinos'.

Hayao Miyazaki's 風立ちぬ - Wie der Wind sich hebt

Wie hinreichend zu lesen war, handelt es sich hierbei um den letzten Anime von Meister Miyazaki ('Prinzessin Mononoke', 'Chihiros Reise ins Zauberland') und den vorerst letzten 'Studio Gibli'-Film für lange Zeit.
Das Werk ist eine Adaption von Miyazakis eigenem Manga, der wiederum lose auf einer 1937er Kurzgeschichte von Tatsuo Hori basiert. Die Geschichte versetzt uns ins Japan der 1920er Jahre, zu einem begeisterten Erfinder, der mit all seiner Leidenschaft Flugmaschinen konstruiert - dazu zählen die Mitsubishi A5M und Mitsubishi A6M, die – bekannt als „Zero“ – das leistungsfähigste japanische Jagdflugzeug seiner Zeit war und u.a. bei der Bombadierung von Pearl Harbor zum Einsatz kam.
Der Film wirkt auf den ersten, oberflächlichen Blick aus geschichtlicher, ideologischer und politischer Sicht erstmal recht sperrig und problematisch, da hier ausgerechnet die verbündeten Aggressoren des Zweiten Weltkriegs für ihre äußerst beachtlichen Ingenieursleistungen regelrecht glorifiziert werden, und dagegen - von ein paar wenigen markanten Dialogzeilen mal abgesehen - fast sämtliche kritischen Untertöne zu diesem Aspekt fehlen.
Dennoch handelt es sich um ein künstlerisch sehr sehenswertes, und im Bezug auf den Regisseur selbstreferenzielles Werk, das erst nach einer Weile, durch seine geradezu meditative, gemächliche Erzählweise und poetische Verträumtheit eine ganz eigene Magie entfaltet, und von einer erinnerungswürdigen süßlichen Melancholie erfüllt ist.
Als meine Liebingsszene entpuppte sich eine Gesangseinlage einer deutschen Filmfigur, die in der US-Synchro-Fassung sogar von Regisseur Werner Herzog gesprochen wird,
die am Klavier das Liedchen "Das gibt`s nur einmal, das kommt nicht wieder. Das kann das Leben nur einmal geben, denn jeder Frühling hat nur einen Mai." trällern darf, was perfekt zur melancholischen Stimmung und dem übergeordneten Vergänglichkeitsthema des Filmes passt.

Matt Reeves's 'Dawn of the Planet of the Apes'
(Planet der Affen - Revolution) in 3D

@Mister Bond: 10/10 !? Ernsthaft ? :think: Naja, mit dieser Wertung stets Du ja offenbar nicht alleine da...
Der Film geht insgesamt in Ordnung, ja, aber angesichts des extrem positiven internationalen Kritiker- & Filmnerdechos, empfand ich dieses Sequel als eine regelrechte Enttäuschung.
Nach einem interessanten Einstieg in den Film, der den franchisebeherrschenden Grundkonflikt zwischen den Affen und Menschen gut veranschaulicht, gerät der Film immer mehr in bereits hinreichend vom Genre ausgetretenes, stereotypes Fahrwasser, was angesichts der äußerst vielversprechenden, weil soziologisch höchst komplexen und nach intelligenten Metaphern schreienden Thematik sehr bedauernswert ist. In keinem der von der Allgemeinerheit als "Gut" bewerteten Erzeugnisse dieses Blockbustersommers habe ich mich angesichts des Mangels an den von mir erwünschten Innovationen dermaßen gelangweilt. Dazu kommt das die menschlichen Filmfiguren allesamt kaum Akzente setzen und bis auf die Tatsache das Gary Oldman nunmal der begnadete Darsteller ist der er ist, direkt nach dem Filmkonsum durch die Bank weg extrem schnell wieder vergessen sind.
Dem Regisseur mag man ja den "Spaß am Geschichten erzählen" anmerken, wie es ein Kritiker schrieb, und die Animation der Affen mag ja durchaus großartig sein.
Aber die bloße Tatsache das ein Film erzählerisch recht nett aufgebaut ist, in vernünftigem Erzähltempo abläuft, technisch professionell und teuer umgesetzt ist und insgesamt bei weitem nicht so bescheuert wirkt wie eins von Michael Bay's Transformers-Sequels ist für mich noch lange kein Grund für eine begeisterte und verbeugende Top-Wertung.
Aber beruhigender Weise stehe ich auch mit dieser Meinung - wie bei jedem Produkt der Populärskultur zu dem das Spektrum an Stimmen naturgemäß groß ist - auch nicht völlig alleine auf weiter Flur. ;)

Ich konnte jedenfalls dem Vorgänger 'Prevolution' ('Rise of the Planets of the apes') mehr abgewinnen, da er meiner Ansicht nach auf mehr Ebenen funktionierte.
Und das faszinierenste Werk der Reihe bleibt für mich - auch wenn das nun auch wieder eine typische Klischee-Meinung ist - der erste Film der Reihe von 1968,
der für mich deutlich mehr Qualitäten besitzt als seinen weltberühmten Schlußszenen-Clou.

Übrigens: Die Tim Burton-Verfilmung hat für mich auch mehr Stärken als es deren kaum denkbar schlechterer Ruf vermuten lassen.
Natürlich ist der Film kein Meisterwerk, aber das extreme allgemeine Bashing dieses Film halte ich doch für recht übertrieben.
Wenn ich vor die Wahl gestellt werden würde welchen Planet der Affen-Film ich mir nochmal anschauen möchte, dann wäre die 2001er Verfilmung garantiert nicht meine letzte Wahl.
Dazu hat er einfach viel zu interessante Produktionswerte: u.a. Danny Elfman's gelungener Score, das phantastische Costume Design und Tim Roth's beeindruckende Filmfigur 'General Thade',
als das ich diesen Film von Anfang bis Ende die Toilette runterspülen würde, so wie es die meisten Fans der Reihe offenbar für angebracht halten...

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Dr. moVe« (10. August 2014, 17:16)


Ahab

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Sonntag, 10. August 2014, 16:58

Wie immer schön, deine differenzierten Gedanken zu den ganzen Filmen zu lesen! Auch wenn wir (ich sehe das an so manchen deiner Listen) bestimmt nicht bei allem den gleichen Geschmack haben, so ist unsere Art Filme zu genießen wohl durchaus ein wenig ähnlich und bei vielen Werken sind wir uns einig. Das zeigt allein schon 12 Years a Slave. Auch ich spreche dem nämlich keinesfalls seine Qualitäten ab, es steht jedoch auch noch ein unübersehbares 'aber' im Raum.

Bei deiner Besprechung zum neuen Planet der Affen musste ich an meine Eindrücke von Prevolution denken. Auch bei dem bin ich mit hohen Erwartungen ins Kino gegangen, die am Ende jedoch etwas enttäuscht wurden. Nach dem was du da schreibst, bin ich mir fast sicher, dass mir das beim Neuen dann genau so geht. Mal schauen ob ich mir das im Kino ansehe. Ehrlich gesagt zieht mich eher der neue Drachenzähmen leicht gemacht ins Kino... Auch wenn mir das fast ein bisschen peinlich ist. :D

Mister Bond

Felix Leiter

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Dienstag, 12. August 2014, 01:11

@Dr. moVe:
Ja, ernsthaft ;)
Schade, dass "Dawn" nicht deinen Nerv traf, aber ich finde ihn in allen Belangen besser als "Rise". Das kommt, weil für mich "Spannung" ein sehr wichtiges Element in so gut wie jedenFilmen ist. Deshlab kann ich Bays Sachen, außer Sä Rock, nichts abgewinnen. Dieser Mann versteht halt nichts vom Spannungsaufbau.
In "Dawn" ist dieser Spannungsbogen aber zu jeder Zeit gegeben. Ich weiß jetzt nicht genau, was du erwartet hast (welche Innovationen hast du denn vermisst?), aber meine wurden erfüllt.
Jason Clarke funktionierte für mich, genau wie Keri Russell und dieser aggressive Typ, der vom Affencamp verbannt wird.
Und den Staus als intelligenten Blockbuster, darf sich der Film schon anheften.

Django

Der Andere

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Dienstag, 12. August 2014, 09:05

Grand Piano (ESP 2013)

[img]http://up.picr.de/19189525xg.jpg[/img]

Habe ich vorgestern im Flugzeug gesehen. Der Film, der wohl am ehesten dem Genre des Thrillers zuzuordnen ist, ist zwar hierzulande offenbar eher unbekannt, ich finde ihn aber sehr empfehlenswert.

Ein Meisterklavierspieler (Elijah Wood) gibt 5 Jahre, nachdem er bei während des Performance des als unspielbar geltenden Stückes "La Cinquette" eine Spielblockade erlitt, erstmals wieder ein Konzert vor Publikum. Während des Auftritts findet er in der Partitur den Hinweis, dass er umgehend getötet würde, sollte er auch nur einen falschen Ton spielen. Auch seine ebenfalls anwesende Frau ist bedroht und es zeigt sich, dass der (lange Zeit) unbekannte Täter beziehungsweise die Täterschaft mit rätselhafter Motivation es offenbar sehr ernst meint...

Die ganzen 90 Filmminuten spielen ausschliesslich von kurz vor bis kurz nach dem Konzert. Der Film spielt damit beinahe in Echtzeit, wodurch eine sehr grosse Spannung erzielt wird. Obwohl manchmal etwas gar übertrieben / unrealistisch, zieht einem der Film nach wenigen Minuten in seinen Bann.

Ahab

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Mittwoch, 20. August 2014, 19:14

@Django: Das klingt doch durchaus nach einer Option an einem Herbstabend... Zumal meine Videothek den sogar da hätte! Sensation! ;)

Captain America 2 - The Return Of The First Avenger
Schade das schreiben zu müssen, aber die letzten Filme aus dem Marvel-Universum sind für mich jetzt doch irgendwo im Durchschnitt angekommen. Nachdem der zweite Iron Man und auch der zweite Thor schon in diese Richtung gingen, so macht dieser Film hier meiner Meinung nach nahtlos dort weiter. Um mich nicht falsch auszudrücken: Unterhaltsam war der Film schon, er hatte auch so einige Stärken, aber eben auch deutlich mehr Schwächen als vergleichsweise das erste Abenteuer von Iron Man. Dazu muss ich mal eben Spoilern:

Spoiler Spoiler

Ein komplett langweiliger Gegner und vor allem die Hydra-Geschichte haben mir gar nicht gefallen. Dass die Hydra mal eben S.h.i.e.l.d. unterwandert haben soll und überall nur noch Verräter sitzen kam mir vor, als hätte ich so etwas in der Art schon in 50 Filmen besser erzählt gesehen. Zwar bin ich (vor allem bei Comics) nicht so streng was Glaubwürdigkeit angeht, aber für mich war wirkte das einfach komplett konstruiert. Die Materialschlacht zum Ende hin (oder eigentlich den ganzen Film durch) wurde auch schon mal charmanter verpackt.

Was bleibt sind zwei Stunden Popcorn-Unterhaltung von der die Hälfte schon beim Abspann vergessen sein wird.

Dallas Buyers Club
Eine sehr beklemmende Geschichte die es vor allem in der ersten Hälfte des Films versteht, einen richtig runterzuziehen. Allerdings auf eine sehr faszinierende Art und Weise. McConaugheys Spiel ist absolut umwerfend. Auch die restliche Besetzung (McConaughey trägt den Film fast allein) ist hervorragend und bleibt so zumindest im Gedächtnis.

American Hustle
Ich hab nun schon einige eher enttäuschte Stimmen gehört und war dementsprechend gespannt auf den Film. Und inzwischen kann ich sogar nachvollziehen, wie die Enttäuschung zu stande gekommen sein muss. Tatsächlich habe ich auch einen etwas anderen Film erwartet als den, der es dann schließlich war. Allerdings fand ich ihn durchgehend ausgezeichnet und sehr klar als David O. Russel erkennbar. Wobei ich auch sagen muss, dass man nach diesen Qualitäten unter der ganzen Schminke, den Kostümen und dem fetzigen Soundtrack durchaus länger suchen muss als bei seinen beiden vergangenen Filmen The Figher oder auch Silver Linings. Die waren für mich etwas direkter. Zwar verfügt American Hustle wie gesagt auch über eine bemerkenswerte Subtilität, gerade was die überragenden Schauspieler und deren Charaktere angeht, man merkt es Russel allerdings eben auch an, dass er es durchaus genießt auch bei allem Drum und Dran mal aus den Vollen zu schöpfen. Ich würde mich freuen, wenn er in Zukunft nicht ausschließlich die große Schiene fährt.

Mister Bond

Felix Leiter

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Donnerstag, 21. August 2014, 22:54

Neben den vier Hitchcock/Stewart-Klassikern, welche ich dementsprechend im Hitchcock-Thread würdigte, schaute ich in den letzten Wochen noch folgende Filme:


Demolition Man
Der ist einfach nur von Anfang bis Ende spaßig! Neben den ersten beiden Rambo-Filmen vielleicht der, den man sich am häufigsten angucken kann. Sly Stallone hat Humor und Wesley Snipes overacting finde ich in diesem Falle einfach lustig. Der hat einfach einige Szenen. Bullock fügt sich als naive, freundliche aber tatkräftige Gehilfin Stallones auch gut ein.
Habe gelesen, dass Sie damals für die Goldene Himbeere nominiert war? So ein Schmarrn.
Action ist old-school und die Witze zünden meistens.


Es war einmal in Amerika
Sitzfleisch braucht man, aber wieder schaffte ich es durchzuhalten. Lediglich eine kurze Pinkelpause zur "Intermission" musste herhalten.
Der Film ist einfach groß. Sergio Leone drehte nicht viele Filme, aber diese sind einfach genial. Dazu darf Ennio Morricone nicht fehlen.
Optisch ist der Film auch toll. Das New York des 1920 und 1933 wurde toll nachempfunden. Die Jungdarsteller gefallen mir und die gemeinsamen Szenen mit De Niro und James Woods sind alle klasse. Bedauerlich finde ich jedes Mal den Tod der zweiten Noodles-Freundin. Darlanne Fluegel sah damals einfach süß aus. Und ihr Charakter schien auch nicht so egoistisch, eigensinnig und durchtrieben.


Taxi Driver
Der wird beim jeden Sehen besser. Die Dialoge sind genial und trotz minimaler Action und zum Teil zielloses Herumtreiben der Hauptfigur, bis er sich entschließt dann doch zu Handeln, finde ich den Film nie langweilig.
Zum Teil sehe ich in diesen Film auch eine Hommage an Hitchcock. Die Hauptfigur wird seelisch getrieben, es deutet alles auf ein tragisches oder zumindest exzessives Finale hin. Die Kameraarbeit, wenn auch nicht mehr im Technicolor-Stil der 50er und 60er, orientiert sich an die Positionierung und den Fahrten auch teilweise an Hitchcock und schlussendlich komponierte der legendäre Bernard Herrmann hier zum letzten Mal, bevor er kurz nach Fertigstellung verstarb.
Für mich auf jeden Fall einer der besten Filme aller Zeiten.


Cockneys vs. Zombies
Der Trailer im O-Ton machte noch Spaß. Auf Filmlänge fand ich den öde, wobei ich den zusätzlichen Fehler machte und den eben nicht im O-Ton guckte. Wenn schon Cockneys, dann auch bitte mit Cockney-Dialekt. Lässt man das außen vor, gab es auch nur zwei wirklich witzige Momente. Stichworte: Wettrennen & Hooligans.


The Thing (2011)
Bringt nichts neues, aber sooo schlecht ist der Film auch nicht. Der Regisseur verstand es zumindest gute Spannungsmomente zu erzeugen. Die Effekte können sich auch sehen lassen und Mary Elizabeth Winstead bleibt halt eine Süße.
Das Ende, also den Abspann, sollte man sich anschauen, denn dies ist exakt der Anfang von Carpenters "The Thing" aus dem Jahr 1982.


Das Vierte Protokoll
Finde den besser als der allgemein eingeschätzt wird. Schöner "old-school"-Thriller aus dem Jahr 1987 mit Pierce Brosnan als "böser" sowjetischer Geheimagent, der wirklich über Leichen geht und Michael Caine als seinen britischen Gegenspieler.
Gefallen mir beide gut in ihren Rollen. Von Caine wohl nicht anders zu erwarten, aber Brosnan, welcher hier ziemlich wortkarg ist, überrascht.
Die Spannung wird durch Brosnans Vorbereitung des Anschlags aufgebaut. Sollte man sich zumindest einmal angeschaut haben. Sex gibt es auch einmal, mit nackten Titties :)
Aber ich denke, dass man in diesem Forum den Film schon kennt ;)

Martin

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Montag, 25. August 2014, 00:10

Sherlock Holmes in New York (1976)
Mit The Wild Geese und einigen anderen für mich eine von Moores besten Rollen außerhalb der Bondreihe. Sir Roger spielt hier ausnahmsweise größtenteils ohne Selbstironie und harmoniert sehr gut mit seinen Co-Stars Patrick Macnee, John Huston und Charlotte Rampling. In einer Nebenrolle sieht man zum letzten Mal Jackie 'The Kid' Coogan. Auch die Story ist für mich eine der intelligentesten unter den Holmes-Filmen, die nicht auf Conan Doyle beruhen. Holmes Hang zu Masken und Verkleidungen ist zwar etwas ungewöhnlich, liefert aber Anlass für ein paar amüsante Auftritte.

Warum der Film unter Holmes-Fans nicht sehr beliebt ist, verstehe ich nicht so ganz. Auf einer Seite wird Moore als einer der 10 schlechtestes Holmes-Darsteller gelistet, weil seine "tongue-in-cheek persona" nicht passt. Dabei nimmt er gerade die doch hier sehr zurück.

Irrtum im Jenseits (1946)
Britischer Pilot (ein noch junger David Niven) überlebt aufgrund des titelgebenden Irrtums im Jenseits einen Flugzeugabsturz und verliebt sich in die Funkerin, mit der er kurz davor sprach. Im Jenseits wird daraufhin eine Art Gerichtsverhandlung einberufen, um über sein Weiterleben zu entscheiden. Der Film wirkt für sein Alter erstaunlich gut gemacht und unterhaltsam. In Umkehrung des Effekts in The Wizard of Oz ist die Realität hier in farbenfrohem Technicolor, das Jenseits dagegen in Schwarz-Weiß. Die Kulissen des Deutschen Alfred Junge mit einer riesigen Himmelsrolltreppe sind legendär.

Neben Niven sieht man Kim Hunter, die später als Dr. Zira in der Planet-der-Affen-Reihe bekannt wurde. Der noch sehr junge Sir Richard Attenborough hat einen kleinen Auftritt als Pilot im Jenseits, mit dem Satz "Das muss der Himmel sein". (Unmittelbar nach dem Film ging ich ins Netz und las, dass Attenborough gestorben ist...) Die Handlung hat einen starken politischen Subtext, ähnlich wie Casablanca, was aber nicht weiter stört. Insgesamt ein sehr romantischer und intelligenter Klassiker.

Feirefiz

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Montag, 25. August 2014, 01:11

Gerade erst wieder Sir Kenneth Branaghs legendäre 4-Stunden-Fassung von "Hamlet" zu Ende geschaut, in der sich die Gaststars die Klinke in die Hand geben, von Jack Lemmon über Charlton Heston bis zu Judi Dench - und eben auch, kurz vor Schluss, Robin Williams und Lord Richard Attenborough. Auch an dieser Stelle: R.I.P.
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are —
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Feirefiz« (25. August 2014, 06:31)


ollistone

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Montag, 25. August 2014, 10:45

Rico, Oskar und die Tieferschatten

Verfilmung des gleichnamigen, preisgekrönten Kinderbuchs von Andreas Steinhöfel.

Schon das Thema - autistischer 10-jähriger Junge überführt Kindesentführer - kommt mir absolut kindgerecht vor. Der Bösewicht, Mr. 2000, entführt serienweise kleine Kinder und lässt sie gegen ein Lösegeld von 2.000 Euro frei - anderenfalls, so sagt man, schickt er sie "stückweise" zurück, zuerst die Ohren, so munkeln die Kinder, dann die Hände, dann die Beine. FSK 0 scheint mir gerechtfertigt.

Das Umfeld - die Geschichte spielt im Kreuzberger Graefekiez - ist erfrischend authentisch, mit Alkoholikern, Hartz-IV-Empfängern und Pennern aller Art. Eine Frau im Nachbarshaus ertrug ihre Lungenkrebs-Diagnose nicht und drehte das Gas auf - der Explosion fiel nicht nur sie, sondern auch das Haus zum Opfer, das seitdem einsturzgefährdet ist und dem Entführer als Versteck dient.

Ricos Mama strippt in einer Bar und nimmt sich vor, sich in zwei Jahren neue Möpse zu kaufen, während die Nachbarsfrau dem kleinen Rico erklärt, was Callgirls sind. Mama arbeitet nachts und lässt Rico alleine, der sich in seinem Bett vor den Schatten und dem Chaos in seinem Kopf fürchtet. Als Mama zu ihrem - ebenfalls krebskranken - Bruder fährt, findet sie nichts dabei, Rico ein paar Tage alleine zu lassen. Kann man mit 10-jährigen ja machen. Der nutzt die Zeit, eines der freigelassenen Entführungsopfer, die kleine Sophia, zu besuchen, die traumatisiert und apathisch in ihrem Zimmer sitzt, während ihre Mama betrunken im Wohnzimmer sitzt und Trash-Talkshows guckt.

Was für ein Spaß! Das Publikum ist begeistert, das Feuilleton kommt aus dem Jubeln nicht mehr heraus. Ich warte sehnsüchtig auf die Verfilmung von Steinhöfels "Mitte der Welt", wo dem 15-jährigen schwulen Protagonisten von seinen Eltern zum Geburtstag ein gleichaltriger (!) Callboy geschenkt wird. Explizite Schilderungen des Erlebten fehlen nicht, glaubt man amazon.

Irgendwie haben sich die Zeiten seit "Wir Kinder aus Bullerbü" geändert...

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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Dienstag, 26. August 2014, 14:21

Frozen Ground (DVD), Spielfilm aus anno 2013, 101 Minuten.

Der mit Vanessa Hudgens und Nicolas Cage nicht negativ besetzte Psycho-Thriller vermochte vor nahezu haargenau einem Jahr uraufgeführt zu werden.
Im Anschluss an Goldfinger sah ich ihn, was wiederum bedeutete, dass ich inetwa 3,5 Stunden äußerst interessant unterhalten worden bin.
Cage spielt keineswegs den Psychopathen mit multibler Persönlichkeit, sondern vielmehr den der von Vanessa verkörperten Lady helfenden "Alaska-Cop", gleichwohl er wie ich finde nicht so recht den harmlosen Freund und Helfer darzustellen im Stande ist, was jedoch auch als ein Teil des Thrills angesehen werden kann...
Kurz, knapp und bündig:
Der Film verstand es mich rein qualitativ zu überraschen, da ich ihn günstig in der Videotheken-Verkaufsecke gebraucht vorfand und Cover und Beschreibung zufolge nicht mit einem herausragenden Werk gerechnet hätte. Getragen wird der Film von namhaften Charakterdarstellerinnen und Darstellern, sowie 50 Cent.
Um ganz ehrlich zu sein, habe ich ihn eigentlich "nur" aufgrund der atemberaubenden Schönheit von Miss Hudgens gekauft, doch damit nicht genug, war es doch ein nicht uninteressantes filmisches Verfolgungsspiel an düsteren Drehorten. Aufgrund der etwas merkwürdigen Ausstrahlung des Wahnsinns, welche Nicolas ausmacht, hätte ich ihn mir jedoch eher weniger in der Rolle des Guten gewünscht. Und auch hier muss ich, wie bei Vanessa auf das Aussehen bezogen sagen, dass ich mir so manchen seiner Filme ausschließlich aufgrund der deutschen Synchronstimme (von Martin Keßler) zu Gemüte geführt habe. Frozen Ground ist atmosphärisch dicht! :)
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld." - Aus des Problembeseitigers Spiegelbilde sprach die Stimme sanften Verwesens!
Bond '89 - Robert Davi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Daniel Schweikert 1996« (26. August 2014, 14:31)


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Sonntag, 31. August 2014, 14:11

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WIND (1992) · Laufzeit 128 Min · Bildformat: 1:1,85


Nach vermutlich über zehn Jahren habe ich mir mal wieder den Segelregatta-Film "Wind" (1992) von Carroll Ballard angesehen, bei dem es um den spektakulären erstmaligem Verlust des America’s Cup durch die USA im Jahre 1983 und dessen Wiedererlangung im Jahre 1987 geht.

Beeindruckend sind auch heute noch die beispiellosen Kamera-Aufnahmen während der ausgetragenen Wettkämpfe auf dem Wasser von John Toll - der in den darauffolgenden Jahren für "Legenden der Leidenschaften" (1994) und "Braveheart" (1995) mit jeweils einem Oscar für Beste Kamera ausgezeichnet wurde und der Soundtrack von Basil Pouledouris. Der von Francis Ford Coppola und Fred Fuchs produzierte Film mit Matthew Modine und Jennifer Grey in den Hauptrollen fristete schon bei Start auf der Leinwand ein Schattendasein, der dem Film auch beim Vertrieb im Heimmedienbereich wenig Glück bescherte. So ist die deutsche DVD-Fassung nur im Bildformat 1:1,33 angelegt, so dass ich für meinen Privatkonsum auf die US-amerikanische Laserdisc zurückgegriffen habe.


Ein in meinen Augen rundum gelungener Sportler-Film, der ein etwas besseres Schicksal verdient hätte.



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Mister Bond

Felix Leiter

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Dienstag, 2. September 2014, 12:39

Am Sonntag liefen mal paar Filmchen, die ich nach langer Zeit mal wieder gucken wollte und dazu noch alle Werbefrei.

Arabeske
Stanley Donen macht ein zweites Mal, nach "Charade", auf Hitchcock. Dieser ist zwar nicht so herausragend, hat aber seine Momente, gerade im Zusammenspiel Kamera und Musik (Henry Mancini mal wieder). Einige Kamerafahrten sind für die 60er geradezu spielerisch und experimentell. Cary Grant hätte hier vielleicht auch etwas besser in die Rolle von Gregory Peck gepasst, aber schlecht macht es Peck nicht und Peck gehört auch zu meinen ewigen Favoriten. Sophia Loren ist natürlich umwerfend schön.
Anders als in "Charade" ist hier der männliche Hauptdarsteller, welcher lange in die Irre geführt wird.
Alles in allem ein amüsanter Film mit der Zooverfolgung als persönlichem Highlight.


Der einzige Zeuge
Diesen Film sah ich bestimmt zuletzt vor fast 20 Jahren. Harrison Ford mal in einer Rolle, die auch etwas mehr Charakter zeigen muss. Dafür wurde er sogar oscarnominiert. Wurde aber ein bisschen enttäuscht, meine Erinnerung hatte etwas mehr Thrill versprochen, dabei ist es eher eine Charakterstudie der Amish und der Story zwischen John Book (Ford) und der Amish Frau (McGillis), halt im Thrillergewand.


Leichen pflastern seinen Weg
Der beste Film am Sonntag und mein viertliebster Spaghetti-Western. Dieser Film ist nicht nur tragisch, sondern auch pessimistisch und einer der wenigen, wenn nicht der einzige Film, mit pessimistischem Grundton, welchen ich für sehr gelungen halte.
Morricone, natürlich, vollbringt mit seiner Musik einen wichtigen Teil zum Film. Eigentlich wie immer. Das Finale ist auch grandios gefilmt.


Dann sah ich noch die Tage zuvor

Iron Man
Ist und bleibt der beste Iron-Man-Film, wenn nicht sogar (Return of The First Avenger und die Guardians sah ich noch nicht) der besten aus dem Hause Marvel Studios.
Das zum Iron Man Werden macht den Unterschied. Die Chemie zwischen den Stars stimmt und Jeff Bridges als Obadiah finde ich immer noch besser als Ivan Vanko, Mandarin (verschenkt), Loki und co.!

Iron Man 2
Kann man gucken, macht auch Bock, das Finale ist tricktechnisch sehr gut, aber sonst wenig Erinnerungswürdiges.

Iron Man 3
Hat paar bessere Gags als der zweite Teil, Tony Stark geht mir da nicht so auf den Sack. Das Finale ist mir aber zu überladen.
Ich persönlich mag die Szenen, in denen Tony ohne Anzug die Gegner fertig macht.


Und auch die Plattfuß-Reihe. Ja, ich habe mir die BD-Box geholt :D

Sie nannten ihn Plattfuß
Als Kind war dieser wohl auf den letzten Platz, aber der erste Teil ist doch der Beste. Eben weil er erwachsener und nicht zu albern ist, der Plattfuß Charakter Kommissar Rizzo eigentlich eine coole Sau ist, vor allem der Anfang mit der berühmten Titelmelodie und er lässig mit Fluppe zwischen den Lippen, und in der Synchro auch Wolfgang Hess, die Nr. 1, auf Spencer zu hören ist.

Plattfuß räumt auf (alternativ: Plattfuß in Hongkong)
Ebenfalls noch nicht so albern. Wieder Heß auf Spencer und Al Lettieri als Gegenspieler/Partner von Rizzo.
Thema natürlich wieder der Heroinschmuggel.

Plattfuß in Afrika
Dieser war zu meiner Kindszeit mein Favorit. Die Afrikaaufnahmen machten den Unterschied, weil ich mich schon immer für Afrikas Tierwelt interessierte. Trotz weiterer Handlung über Heroin, dieses Mal gepaart mit Diamantenschmuggel, wirkt der doch ein wenig kindgerechter und fröhlicher.
Ich mag den zweiten Hauptsong dieses Teils "Freedom" von Oliver Onions auch gerne und Dagmar Lassander war damals eine richtig geile Schnitte.
Streitet sich mit "Plattfuß räumt auf" um den zweiten Platz.

Plattfuß am Nil

Der stinkt für mich doch etwas ab. Hier driftet fast alles ins Alberne ab und Arnold Marquis, welcher nun nach Hess und Martin Hirthe ("in Afrika") der dritte Plattfuß-Sprecher ist, will für meinen Geschmack so gar nicht auf den Plattfuß-Charakter passen. Zu wenig Dampf in der Stimme und allgemein auch etwa überschätzt, gerade auf Spencer.
Bleibt nur der letzte Platz.


Vor paar Wochen noch:

Zwei wie Pech und Schwefel
Einer der besten Hill/Spencer-Filme. Für mich Top 5, mit sehr guter Synchro und guten Szenen wie die Klopperei in der Turnhalle, der Killer Paganini und Spencer beim Chor und die Motorrad-Action Keile.

Django

Der Andere

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Dienstag, 2. September 2014, 14:25

Volle Zustimmung, was die Plattfuss-Reihe betrifft: Der erste Teil ist klar der Beste. Teil zwei macht zwar eigentlich nichts falsch, kommt aber nicht ganz an die Qualität des Vorgängers heran. Mit dem dritten Teil nimmt die Ernsthaftigkeit ziemlich an und der vierte Teil ist einfach nur noch albern...

Ahab

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Dienstag, 2. September 2014, 15:03

@Mister Bond
Von Guardians Of The Galaxy erwarte ich mir auch recht viel. Beim First Avenger (wie weiter oben zu lesen) haben wir es leider eher mit Durchschnitt zu tun, wobei der bei Marvel ja immer noch ganz brauchbar ist.

Robocop (2014)
Tja, ohne zu wissen was mich erwartet habe ich mir den neulich aus der Videothek mitgenommen. Den originalen Robocop kenne ich leider noch nicht, daher kann ich keine Vergleiche ziehen, was man bei Neuinterpretationen meiner Meinung nach auch nicht zwingend tun muss.
Den Ausschlag dazu, den Fim anzusehen hat die Besetzung gegeben. Allein schon Gary Oldman ist eigenltich immer eine sichere Bank. So auch hier. Für mich eigentlich das Highlight des Films. Auch sonst kann sich die Besetzung sehen lassen. Auch wenn die dazugehörigen Rollen teils eher fragwürdig waren. Samuel L. Jackson zum Beispiel bringt den klar parteiischen Journalisten der das Geschehen immer wieder in seiner Show kommentiert absolut unverwechselbar und höchst amüsant rüber. Das Problem dabei: Das mag einfach nicht so recht in den restlichen Film und dessen Ton passen. Das hat mich schon etwas ratlos zurückgelassen: Einerseits haben mir die Szenen mit ihm gefallen, andererseits blieb mir deren Sinn irgendwie verborgen.
Hauptkritikpunkte wären ansonsten die ganzen Dinge, die ein guter Film nicht notwendig hat, allerdings eingebaut werden, da sie die große Masse der Mainstream-Kinogänger erwarten. Eine fast ständige musikalische Untermalung von Synthesizern und Streichern mit absoluten 08/15-Motiven kann mir perslönlich ziemlich auf den Keks gehen. Auch so mancher Dialog der das bisher passierte nochmal eben für die Leute zusammenfasst die sich eben ein Popcorn geholt haben ist schade. Überhaupt wurden die platten Dialoge dem eigentlich ziemlich guten Stoff selten gerecht. Gerade wenn dann ein Hochkaräter wie Oldman gezwungen wird, diese Sätze zu sagen.
Insgesamt würde ich den Film als sehenswert einstufen, auch wenn ich mich frage, was möglich gewesen wäre, hätte man riskiert ihn nicht auf den Mainstream zuzuschneiden.

Brügge sehen... und sterben?
Ich weiß nicht, ob ich schon mal im alten Forum ein paar Sätze zu dem Film geschrieben habe. Ich glaube schon. Allerdings sehe ich mich fast gezwungen, ein Update dazu zu hinterlassen. Ich habe den Film am Sonntag nochmals gesehen (insgesamt zum dritten Mal) und es ging mir selten so, dass mich ein Film den ich schon mehrfach gesehen habe derart begeistert hat. Beim ersten Durchlauf damals dachte ich noch: Ja, ganz guter Film, mehr aber auch nicht. Beim letzten Mal hat er schon deutlich gewonnen, aber am Sonntag war ich zeitweise der Meinung einen meiner zukünftigen Lieblingsfilme zu sehen. Das lag (wie das bei Lieblingsfilmen so ist) an sehr vielen Dingen.
Ich zähle mal ein wenig auf: Toll ist natürlich die leicht schräge Gangstergeschichte die bis zum Schluss fesselt und interessant bleibt, ohne auch nur einmal langatmig zu werden. Das, in Verbindung mit dem eigentlich recht gemächlichen Erzähltempo halte ich für absolut meisterhaft. Es bleibt immer Zeit für Zwischentöne und ruhige Momente, die allerdings nie in Langeweile münden. Das mag wohl auch mit der überragenden Besetzung zusammenhängen. Ich möchte hier niemanden herausheben. Dann müsste ich nämlich alle aufzählen. Wirklich toll ist, dass man eigentlich alle größeren Rollen des Films in sein Herz schließen kann, auch wenn jede davon objektiv gesehen ganz schön düstere Seiten birgt. Der Humor des Films trifft auch absolut meinen Geschmack. Hier muss ich lobend erwähnen, dass ich nur die synchronisierte Version kenne und selbst die einen guten Teil Humor vermittelt, der in der Originalversion (gerade durch Farrells Akzent) bestimmt noch übertroffen wird. Und das alles wird dann noch eingerahmt durch exzellente Bilder, welche die Stimmung dieser Region einfach umwerfend einfängt. Ich hab direkt wieder Fernweh nach Belgien (oder auch Holland) bekommen. Und das muss ein Film erst mal schaffen.
Für mich ein kleines Meisterwerk!

  • »katzenkreis« ist männlich

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Dienstag, 2. September 2014, 20:33

Volle Zustimmung, was die Plattfuss-Reihe betrifft: Der erste Teil ist klar der Beste. Teil zwei macht zwar eigentlich nichts falsch, kommt aber nicht ganz an die Qualität des Vorgängers heran. Mit dem dritten Teil nimmt die Ernsthaftigkeit ziemlich an und der vierte Teil ist einfach nur noch albern...

Kann man eigentlich nur so unterschreiben. Hab mir gerade nochmal die Filmografie von Spencer angeschaut und der erste Teil ist mMn der letzte ernsthafte/Erwachsenen Film mit ihm gewesen. Gleiches gilt für den ein Jahr zuvor entstandenen Spencer/Hill-Film "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle".

Bei mir gab's in letzter Zeit:

Space Cowboys:
Film von und mit Clint Eastwood. Bei ihm kann man eigentlich nichts falsch machen, der Mann hat es einfach drauf. Herrlicher Film gegen den Jugendwahn, in dem neben Eastwood noch Tommy Lee Jones, James Garner und Donald Sutherland zu sehen sind. Mit Effekten, die sich auch heute noch sehen lassen können.

Absolute Power
Und noch ein Film von und mit Eastwood, basierend auf einem Roman von David Baldacci. Diesmal als Meisterdieb, der bei seinem letzten Bruch Zeuge eines Mordes

Spoiler Spoiler

der Präsident wars
wurde und nun als Sündenbock heralten soll. Toller Film mit gut aufgelegten Schauspielern wie Gene Hackman, Ed Harris und Scott Glenn.

Auf der Jagd
Nachfolgefilm zu "Auf der Flucht" mit Harrison Ford. Diesmal allerdings mit den U.S. Marshals (so lautet auch der Originaltitel) im Mittelpunkt. Auch diesmal mit Tommy Lee Jones als Sam Gerard, der diesmal auf der Jagd nach Wesley Snipes ist. Ebenfalls dabei sind Robert Downey Jr. und Joe Pantoliano. War es im ersten Film noch ein spektakuläres Zugunglück, muss diesnmal ein Flugzeug dran glauben. Und wie bei Eastwood, ist es auch immer wieder ein Vergnügen Tommy Lee Jones in einem Film zu haben. Sehr witzig auch das erste auftreten von Jones im Film.

Escape Plan
Das erste richtige Zusammentreffen von Stallone und Schwarzenegger in einem Film. Hat mir sehr viel Spass gemacht. Dass Schwarzenegger hier nicht seine Stammsynchronstimme hat, hat mich nicht wirklich gestört. Ebenso hat der Film am Ende einen nette Überraschung, die ich, wie Stallone's Rolle, auch nicht habe kommen sehen. Neben den beiden trumpfen noch Vincent D'Onofrio und Jim Caviezel auf. Dessen letzte Szene hat mich an die von Lance Henriksen in "Hard Target" erinnert.

BOUND
Der erste Kinofilm der (damals noch) "Wachowski Brothers", der deren Film "Matrix" erst ermöglicht hat. Ein schöner kleiner, gemeiner Film im Film Noir-Stil, den ich damals (1996) im Doppelpack mit "Fargo" gesehen habe. Produziert von keinem geringeren als Dino de Laurentiis für um die 5 Mio. Dollar, bietet der Film jede Menge optische Schauwerte und damit meine ich nicht nur Gina Gershon und Jennifer Tilly. Es gibt sogar einen Vorläufer der Bullet Time zu sehen und der Begriff "Geldwäsche" wird hier wörtlich genommen. Außerdem gibt es ein recht unmoralisches, nicht PC-Konformes Ende. Die letzte Sichtung hatte ich noch in der Vor-DVD Zeit, einmal auf VHS und dann nochmal auf Laserdisc. Aber der Film hat in keiner Weise von seiner Qualität verloren.

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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Donnerstag, 4. September 2014, 23:08

Dann möchte ich an dieser Stelle mal einen ganz "anderen" Film "mitbringen":
"Original Sin" aus der Angelina-Jolie-Collection, eine mysteriöse Kombination aus Spannung, Thrill, Erotik und sanften musikalischen Klängen, sowie sehr kreativer Kulissen. ORIGINAL SIN: ein eigentlich eher langsam erzählter Film, der aber keinen Leerlauf aufbaut. Besondere Aufmerksamkeit gilt hier den dekorativ gestalteten Sets und der der geheimnisvollen Rolle zu verdankenden Ausstrahlung von Angelina, sowie den hübschen Hintergrundmelodien. Die eigentliche Geschichte des Films zeichnet noch lange kein Meisterwerk, aber der konservativen, wenn auch freizügigen Darstellung wegen, vermag deutlich zu werden, dass der dem zugrundeliegende und somit als Vorlage gedient habende Roman bereits etwas betagter ist, etwa aus der Frühphase der Nachkriegszeit. Auf VHS sah ich ihn nicht, vielmehr auf guter bis sehr guter DVD, welche es alternativ auch im Bundle mit einem Brian-De-Palma-Film gibt, doch dieser ist leider eher misslungen, daher empfiehlt sich ein Einzelkauf.
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld." - Aus des Problembeseitigers Spiegelbilde sprach die Stimme sanften Verwesens!
Bond '89 - Robert Davi

Mister Bond

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Dienstag, 9. September 2014, 00:55

@Django:
Den dritten Plattfuß mag ich aber auch noch uneingeschränkt, wenn schon ein wenig kindgerechter. Mir sagt auch Hirthe auf Plattfuß mehr zu als Marquis.

@katzenkreis:
Yo, ich gehöre wohl zu denen, die Sly und Arnie bis ins Grab die Treue halten. Nicht alles Volltreffer, aber von "Escape Plan" habe ich doch mehr gutes als schlechtes gehört.


@Ahab:
War vielleicht von Vorteil den neuen "Robocop" zuerst zu gucken. Die meisten vergleichen ja immer direkt. Ich kenne das Remake noch nicht, aber Verhoevens Original solltest du gucken, auch wenn manch Stop-Motion Effekt für heutige Maßstäbe putzig aussieht :)


GUARDIANS OF THE GALAXY

[IMG]http://schmoesknow.com/wp-content/uploads/2014/07/Guardians-of-the-Galaxy-second-movie-trailer.png[/IMG]

So, nun auch gesehen. Gefiel mir. Will mich aber etwas zurückhalten, ob der Film auch den zweiten "Test" besteht. Avengers haben mir beim zweiten Gucken nicht so viel Spaß gemacht. Die Guardians haben aber schon bessere Chancen.
Für mich eher keine Superhelden im Sinne von Marvel, sondern eher Typen à la Han Solo oder Chewbacca.
Von den Guardians gefiel mir eigentlich jede Figur und Ronan fand ich auch recht böse. Finsterer als die bisherigen Marvel Schurken.
Mal doch erfrischend anders. Klar sind Groot und Drax (!) The Destroyer sehr kräftig und eben keine Menschen, aber typische Superkräfte wie fliegen etc. ist nicht drin.
Die Nebenrollen sind sogar recht prominent besetzt, mit Benicio Del Toro, Glenn Close, John C. Reilly und Michael Rooker, falls den noch jemand kennt.

Und falls man je auf die Idee kommen sollte Indiana Jones zu "rebooten". Chris Pratt? Warum eigentlich nicht?

Django

Der Andere

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Dienstag, 9. September 2014, 09:24

Mir sagt auch Hirthe auf Plattfuß mehr zu als Marquis.

Mir übrigens auch :)

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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Dienstag, 9. September 2014, 14:21

The Shining (1980)

Muss zu diesem Meisterwerk Stanley Kubricks noch was gesagt werden? Vermutlich nicht!
Jedenfalls ist es für mich einer der fesselndsten Filme überhaupt. Schon die Eröffnungssequenz ist beeindruckend und trotz der Weite beengend.
Mir hätte es noch einen Tick besser gefallen, wenn man sämtliche Übernatürlichkeit weggelassen hätte und nur einen amoklaufenden Nicholson angebracht hätte (auch wenn sich Steven King sicher nicht freuen würde, dass sein böses Hotel aus dem Roman noch weiter in den Hintergrund gerückt wäre).

Nightwatch (1994)

Das dänische Original. Weit besser als das US-Remake des selben Regisseurs.
Beängstigende Atmosphäre und tolle Darsteller. Besonders gut finde ich Ulf Pilgaard als Peter Wörmer. Der junge Hauptdarsteller Nikolaj Coster-Waldau war jüngst übrigens als Jamie in GoT zu sehen.

Und im Gedächtnis bleibt natürlich auch dieses Lied. 8)

"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"