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  • »Martin« ist männlich

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1 041

Donnerstag, 15. April 2021, 06:04

Der damals eigentlich ganz hübsche Ralph Macchio ist nur so halbgut gealtert, während William Zabka (Johnny Lawrence) wie der missratene Bruder von Daniel Craig wirkt.


Echt so schlimm? :huh: Ich finde William Zabka eigentlich relativ cool aussehend für 55. Craig wirkt da teilweise unfitter auf mich, zum Beispiel in Knives Out. Aber ist wohl immer auch Ansichtssache.

Die "weltanschaulichen" Paralleln zwischen "Karate Kid" und "Star Wars" sehe ich auch, wobei ich nicht unbedingt meine, dass Mr. Miyagi an Yoda angelehnt ist, beide Figuren entstammen eben auf ihre Weise der fernöstlichen Philosophie.


Ich finde sie optisch recht ähnlich, also bezogen auf Statur und Gesicht. Aber kann natürlich auch Zufall sein, oder die berühmt-berüchtigte westliche Sichtweise. Und dann auch diese leicht klischeehaft übertriebene Sprechweise. Das wirkte im zweiten Karate Kid dann etwas drollig, wo Miyagi in Okinawa ist und die Japaner dort fließender sprechen als er.

In der aktuellen Cinema ist auch ein interessanter Bericht zur Entstehung des ersten Teils. Der Drehbuchautor hatte ja selbst ähnliche Probleme in seiner Jugend, und einen Karatelehrer namens Miyagi. Produzent Jerry Weintraub wollte wohl ursprünglich Toshirō Mifune als Mr. Miyagi, weil Pat Morita zu unbekannt war.



Synchronic (USA, 2019)
Ein Zeitreise-Thriller/Drama von Justin Benson aus dem Jahr 2019, aber bei uns erst jetzt online und auf BD erhältlich. Hat mir richtig gut gefallen, und ich war etwas erstaunt über die Meinungen auf amazon. Ich weiß nicht, was manche Leute bei so einem Film erwarten. Es dauert etwas, bis sich das Zeitreisethema voll entfaltet, aber ich fand den Film zu keinem Zeitpunkt langweilig, im Gegenteil. Viele bemängeln, dass die Darsteller unsympathisch wirken, was ich auch nicht bestätigen kann. Es werden halt Menschen mit großen Problemen in einem sehr belastenden Job gezeigt. Die Handlung dreht sich um zwei Freunde, die als Rettungssanitäter in New Orleans arbeiten. Durch einige sehr bizarre Todesfälle kommen sie einer Designerdroge namens Synchronc auf die Spur, die das Zeiterleben zu manipulieren scheint.

Sicherlich ist die Handlung nicht hundertprozentig logisch, was man beim Zeitreise eigentlich auch nicht erwarten sollte. Trotzdem fand ich es im Vergleich zu ähnlichen Filmen schon ganz gut durchdacht. Der Schauplatz New Orleans wird dafür sehr gut genutzt. Es gibt einen kleinen Seitenhieb auf James Bond und einen Typen, der aussieht wie Baron Samedi. Anspielungen auf Zurück in die Zukunft haben mich natürlich auch sehr gefreut. Anders als in vielen ähnlichen Filmen verliert sich der phantastische Ansatz nicht in einer möchtegern-lynch-artigen Drama-Metaphorik, sondern wird konsequent weiterentwickelt. Wenn man keine bombastischen Effektschlachten, Superhelden und 180°-Wendungen alle zehn Minuten erwartet, ist es ein sehenswerter kleiner Science-Fiction-Thriller, der zum Nachdenken anregt.

ollistone

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  • »ollistone« ist männlich

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1 042

Donnerstag, 15. April 2021, 11:29

Ich finde William Zabka eigentlich relativ cool aussehend für 55. Craig wirkt da teilweise unfitter auf mich, zum Beispiel in Knives Out. Aber ist wohl immer auch Ansichtssache.


Zabka sieht auf jeden Fall cool aus. Aber einen Bond würde ich ihm nicht zutrauen, dafür wirkt er im direkten Vergleich zu Craig etwas zu B-Movie-haft, so hatte ich den "missratenen Bruder" gemeint.

Bin jetzt mit der Trilogie durch - hat Spaß gemacht, kann man sich auf jeden Fall mal antun, aber wenn ich ganz ehrlich bin, so wirklich gute Filme sind Teil 2 und 3 auch wieder nicht...wie wenig die Drehbücher aus den weiblichen Nebendarstellern gemacht haben, zieht sich wie ein roter Faden durch alle drei Teile. Nach dem Motto, stellt dem Daniel irgendein Mädchen an die Seite und gut. Die dreckig lachenden Bösewicht-Knallchargen in Teil 3 - nun ja... Der running gag war ja, dass die Filme eigentlich immer direkt nach dem Endkampf zu Ende waren. Der finale Schlag, Gegner am Boden, Daniels lachendes Gesicht in Großaufnahme und Abspann. Jedes Mal. :D

Ach so, und zu der Frage, ob man sich die Neuverfilmung mit Jaden Smith antun muss, den hatte ich schon vor einigen Monaten gesehen, meine aber, dass er dem Orignal eigentlich nicht viel hinzuzufügen hat. Ist natürlich im Vergleich zu den Vorlagen eine hochwertige Produktion mit schönen Aufnahmen aus China (wo ja eigentlich eher Kung-Fu als Karate praktiziert wird, aber egal), macht aber trotz der Laufzeit nicht viel (mehr) daraus. Und auch der endet übrigens direkt nach dem finalen K.O.
"You may be a lover but you ain't no dancer."

  • »Martin« ist männlich

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1 043

Donnerstag, 3. Juni 2021, 04:31

Mank (2020, David Fincher)
Scheinbar versucht sich jeder Regisseur, der etwas auf sich hält, mindestens einmal in seiner Karriere an einem klassischen Film-Noir-Look. Steven Spielberg ist das für mein Empfinden mit Schindlers Liste mit am besten gelungen, und das sogar auf echtem 35mm-Schwarzweiß-Film. Der Kamera-Oscar dafür war völlig gerechtfertigt. Bei David Fincher sind es "nur" massiv nachbearbeitete digitale Aufnahmen inklusive künstlicher Rollenwechsel-Markierungszeichen (Tyler Durden lässt grüßen), die aber auch sehr überzeugend wirken.

Der Film hat mich nur bedingt begeistert. Die Schauspieler sind alle sehr gut, ebenso die Regie. Vielleicht liegt es nur an mir, aber ich hatte teilweise Probleme, der Handlung genau zu folgen. Trotz der Überlänge werden viele Zusammenhänge nicht näher erläutert. Vor allem die tiefere Bedeutung der Episode um die Wahl ist ein bisschen an mir vorbeigegangen. Die Dialoge sind sehr pointiert, wie das beim originalen Hermann Mankievicz sicher auch der Fall war, für oberflächliche Kenner der Hollywoodgeschichte aber auch etwas schwierig. Wahrscheinlich bin ich damit eher allein auf weiter Flur, aber mich begeistert es nicht so sehr, einen berühmten Schauspieler in einer biografischen Rolle zu sehen. Gary Oldman ist sicher einer der Besten, und auch das Make-up ist mal wieder sehr gelungen, aber abgesehen vom reinen Sensationswert erschließt sich mir irgendwie der Sinn nicht, einen Topschauspieler zu engagieren und ihn dann hinter einen fast kompletten Gesichtsmaske agieren zu lassen. Sowohl Schauspiel als auch Maske sind toll, keine Frage, aber genau deswegen denkt man auch die ganze Zeit: "Wow, toll wie Gary Oldman diesen zwanzig Jahre jüngeren und übergewichtigen Mann darstell". Man merkt immer, dass alle Beteiligten sehr gezielt auf einen Oscar hinarbeiten. Das war auch bei Bohemian Rhapsody der Fall. Interessanterweise sind ja gerade die Schauspielstars die mit den markantesten Gesichtern. Schauspieler mit eher unauffälligen Zügen wie etwa David Morse kriegen immer nur Nebenrollen, aber gerade die würde ich lieber in biografischen Rollen sehen, wenn die Ähnlichkeit gegeben ist.


Nachdem mir Synchronic sehr gefallen hat, habe ich mir die zwei früheren Filme von Justin Benson und Aaron Moorhead angesehen, Spring und The Endless. Beide haben mich ebenfalls überzeugt. Spring ist eine Art metaphorischer Horror, ähnlich wie Mother von Darren Aranofski. Wenn es sich nicht erschließt, worauf der Regisseur eigentlich hinauswill, kann vieles an der Handlung sinnlos oder doof wirken. Dementsprechend sind die Bewertungen auf amazon auch eher durchwachsen. Ich fands gut. The Endless ist als Horror noch intensiver, teilweise wirklich etwas verstörend. Bin sehr gespannt, was die beiden in Zukunft noch so für Filme herausbringen werden.

The Purge (2013)
Ist jetzt auf Netflix zu sehen. Ethan Hawke ist ja einer dieser Schauspieler, die eine sehr gute Rollenauswahl haben. Da macht man meistens nicht viel falsch. Der Film hat eine sehr kreative Grundidee, die er trotz des begrenzten Raums auch gut ausspielt. Vor 2020 hatte ich solche Dystopien immer für etwas konstruiert gehalten, aber mittlerweile kann ich mir in dieser Richtung leider sehr viel vorstellen. Bin auch mal gespannt auf die Fortsetzungen.

Was mir bei vielen neueren Thrillern auffällt ist, dass sie durch die sogenannte 'political correctness' sehr vorhersehbar werden. Hat man beispielsweise eine weibliche Protagonistin, die psychisch angeschlagen und Zeugin eines Verbrechens wird, kann man sich sicher sein, dass sie am Ende recht hatte. Ist es dagegen ein Mann, oder sogar noch ein weißer Familienvater, hatte er mit großer Wahrscheinlichkeit tatsächlich Wahnvorstellungen und ist darum auch wirklich allgemeingefährlich.

Highway Heat (1994)
Hab ich jahrelang unter dem Originaltitel 'The Chase' gesucht, bis ich gemerkt habe, dass er bei Prime sogar kostenlos zu sehen ist. Witziges und schnörkelloses Road Movie mit Charlie Sheen und einer sehr aparten Kristen Swanson. Ein Film zum Hirn abschalten und Bier aufmachen. Ich kann gar nicht sagen, wie ich diese wildromantischen und ohne größeren Anspruch und Storyballast daherkommenden Filme aus den 80ern und 90ern vermisse...

ollistone

Consigliere

  • »ollistone« ist männlich

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1 044

Freitag, 18. Juni 2021, 10:51

Ich bin mal in die "Alien"-Reihe gestartet, angefangen mit "Alien 3", weil ich bei Netflix über den gestolpert bin. Den hatte ich damals auch noch im Kino gesehen - obwohl von Fincher gedreht, fand ich ihn überraschend schwach. Das Setting dieses "Gefängnis-Klosters" und die ganze Story haben mich nicht angesprochen und konnten dem Franchise auch wenig hinzufügen.

Der vierte Teil, "Alien - Die Wiedergeburt", fand ich dagegen sehr ansprechend. Gute Figuren, klare Bildsprache, schnörkellose Action ohne Durchhänger. Wirkt deutlich frischer und poppiger als noch der dritte Teil. Die Handschrift Jeunet's ("Stadt der verlorenen Kinder") ist klar erkennbar.

Kleiner Sprung zurück zum Anfang: "Alien". Das Original. Keine Ahnung, welche Schnittfassung Netflix zeigt, aber da fehlte einiges. Davon abgesehen ein absolutes Meisterwerk. Die atemlose Spannung hatte ich noch in Erinnerung, nicht aber, wie sehr der erste Teil auch filmisch überzeugt. Das Set Design, die Kameraarbeit, die Farbgebung, die stroboskopische Effekte, nicht zuletzt Jerry Goldsmith' Filmmusik, das ist alles erste Sahne.

Heute geht es mit "Aliens" weiter, dann, der Vollständigkeit halber, mit "Prometheus", den ich schon kenne, und dann zum Abschluss der mir noch unbekannte "Alien: Covenant".
"You may be a lover but you ain't no dancer."