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kananga

MI6 Staff

  • »kananga« ist männlich
  • »kananga« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 108

Registrierungsdatum: 26. November 2013

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1

Donnerstag, 20. April 2017, 16:20

Der große Gatsby 1974

Soeben die Clayton-Verfilmung aus dem Jahr 1974 gesehen. Redford
interpretiert seinen Gatsby viel zurückhaltender als diCaprio, was
irgendwie nicht so zu der Rollle passt. Vordergründig nicht- denn Gatsby ist nicht zuletzt auch ein großer Zauderer, und so bleibt viel mehr Platz für die Gesamtstory. Insgesamt betrachtet,genügen der beachtliche
Leonardo diCaprio und die bombastischen Spezialeffekte allein
für mich bei weitem nicht, die Neuverfilmung mit der wesentlich die
werkgetreueren, auch mit den Stilmethoden
den Impressionismus der erzählerischen Vorlage besser einfangenden
Redford-Verfilmung von 1974 konkurrieren zu lassen, für die niemand anderer als Francis Ford
Coppola das
Drehbuch beisteuerte. Erstaunllich viele der kleinen atmosphärischen Verdichtungen, die das impressionistische Original prägen, finden sich,
soweit das möglich ist, auch im Film wieder - und widerspiegeln exakt die
melancholische Tonart des Originals...

Auch Mia Farrows
Darstellung der Daisy Buchanan,
die oft kritisiert wurde, bleibt für mich auch durch Mulligan unübertroffen - denn eben
durch
ihre plakativ gekünstelte, schrille, oberflächliche und unsymphatische Darstellung zeigt sie
ja eben,
dem Geist des Buches getreu, wie tragisch Gatsby in den Illusionen
seiner Liebe, die ja auch nicht der realen Person Daisys gilt, sonderm
dem Lebenstil, den sie verkörpert und den er schließlich ja selbst
imtiert) gefangen ist. (Übrigens - was für eine Art von Frau war denn eine gewisse Gattin des Autors Scott Fitzgerald;)?) Durch Farrows Überzeichnung wird eben auch die Kitschfalle umgangen. Ebenfalls absolut sehenswert und überzeugend (aber hier bin
ich wohl
etwas voreingenommen): Moonraker-Girl Lois Chiles als Jordan Baker,
(wobei wir ja mit Chiles und Farrow auch mehr als nur einen kräftigen
Hauch Tod auf dem Nil-Atmsophäre hätten;)..der Film von 1974 fiel bei
der Kritik durch - trotz einiger Längen doch zu Unrecht, wie ich meine.

Fazit: ich will nicht auf die in 2013er Verfilmung hinhacken, sondern die (übrigens seinerzeit verissene) 74er Verfilmung loben - bleibe aber bei meinem Eindruck, dass vor allem miese Drehbücher die Hauptmisere der Filmindustrie von heute sind...

Dieser Beitrag wurde bereits 11 mal editiert, zuletzt von »kananga« (23. April 2017, 15:23)