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ollistone

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221

Donnerstag, 8. Mai 2014, 12:03

Frauen durften bis vor 50 Jahren nichtmal ohne die Erlaubnis ihres Mannes arbeiten.


Das stimmt doch einfach nicht. Frauen durften immer arbeiten und haben auch immer gearbeitet.
"Morgen spreche ich endlich mit Malone."

Batman

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222

Donnerstag, 8. Mai 2014, 12:18

Frauen durften bis vor 50 Jahren nichtmal ohne die Erlaubnis ihres Mannes arbeiten.
Das stimmt doch einfach nicht. Frauen durften immer arbeiten und haben auch immer gearbeitet.
Sofern der Ehemann zustimmte, ja. Kannst dir ja ausrechnen ob die Frauenerwerbsquote damals wohl höher, oder niedrieger war als heute. Zufall?


Zitat

Vielfach vergessen wird heute, dass auch in der Bundesrepublik Deutschland laut BGB bis 1977 Frauen ihre Ehemänner um Erlaubnis fragen mussten, wenn sie einer beruflichen Tätigkeit nachgehen wollten. Bis 1958 konnte ein Ehemann das Dienstverhältnis seiner Frau fristlos kündigen.[10] In Bayern mussten Lehrerinnen noch in den 1950er Jahren im Sinne des Lehrerinnenzölibats ihren Beruf aufgeben, wenn sie heirateten. Und erst mit dem Gesetz über die Gleichberechtigung von Mann und Frau, das am 3. Mai 1957 verabschiedet wurde und am 1. Juli 1958 in Kraft trat, hatte der Mann nicht mehr das Letztentscheidungsrecht in allen Eheangelegenheiten, und die Zugewinngemeinschaft wurde zum gesetzlichen Güterstand. Bis dahin verwaltete der Mann das von seiner Frau in die Ehe eingebrachte Vermögen und verfügte allein über die daraus erwachsenen Zinsen und auch über das Geld aus einer Erwerbstätigkeit der Ehefrau. In diesem Gesetz von 1957/58 wurden auch zum ersten Mal die väterlichen Vorrechte bei der Kindererziehung eingeschränkt und erst 1979 vollständig beseitigt. Erst seit 1977 gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Aufgabenteilung mehr in der Ehe.
http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenrecht…ndert_bis_heute

ollistone

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223

Donnerstag, 8. Mai 2014, 12:33

Das mag ja sein, aber zuhause zu hocken und die Füße hochzulegen war früher ein Luxus, den sich auch in Deutschland niemand leisten konnte. Sorry, die Frauen haben doch früher alle gearbeitet. Ich rede jetzt nicht von 1950. (Mag sein, dass da noch das Nazi-Ideal der Nur-Hausfrau herrschte.) Davor, durch die Jahrhunderte. Als Wäscherinnen, Näherinnen, Dienstmädchen, auf den Feldern, auf den Märkten, in den Fabriken und Bäckereien, mit oder trotz Kinder. Frauen hatten Läden und Geschäfte und haben Handel geführt. Keine Ahnung, welchen Bären uns da wer aufbinden will, der das Gegenteil behauptet.
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Kronsteen

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224

Donnerstag, 8. Mai 2014, 12:35

@ Batman

Wo es tarifliche Löhne gibt, gib es keine Unteschiede zwischen Mann und Frau.
Somit gibts die Unterschiede dort, wo die Gehälter frei verhandelbar sind. Und meine Erfahrung aus 12 Jahren im Personalwesen hat mehr als eindeutig gezeigt, dass Männer im Verhandeln ihrer Gehälter unnachgiebiger sind als Frauen. Ob das nun anerzogen oder in die Wiege gelegt ist, will ich jetzt gar nicht mal thematisieren.
Würdest Du diese Möglichkeit des freien Verhandelns von Gehältern regulieren wollen?

Davon abgesehen ist es auch heute noch so, dass Männer eher das studieren, was ihnen für eine berufliche Karriere nützlich ist, während Frauen eher ihren Neigungen nach studieren.
Frauen stellen auch häufiger das Private in den Vordergrund, während bei Männern häufiger das Berufliche vorgeht. Das ist Fakt. Es gibt dazu statistische Auswertungen. Ich hatte vor kurzem ein Seminar über die "Arbeit der Zukunft", wo sogar das "weibliche Modell" (d.h. ausgewogenes Mittel zwischen Beruf und Familie/Freunde) als das bessere und zukunftsfähigere erwähnt wurde.

Es gibt kein besser oder schlechter. Es wäre aber ein Armutszeugnis für die Evolution, wenn sie in Millionen von Jahren Menschwerdungsgeschichte keine Unterschiede herausentwickelt hätte, obwohl die Anforderungen an Männer und Frauen stets unterschiedlich waren. So haben Männer im Schnitt sicher ein besseres Zahlenverständnis, während Frauen ein besseres Sprachverständnis haben. Wie gesagt: Im Schnitt.
Frauen und Männer sind nicht gleich. Und das ist auch gut so!
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Batman

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225

Donnerstag, 8. Mai 2014, 12:37

Keine Ahnung, welchen Bären uns da wer aufbinden will, der das Gegenteil behauptet.
Ich behaupte nicht das Gegenteil. Ich stelle ein Verbindung zwischen der Entwicklung der Rechte der Frauen und deiner These, dass Frauen nichts erfinden her. Ich sehe da durchaus Zusammenhänge.

ollistone

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226

Donnerstag, 8. Mai 2014, 12:43

Guter Punkt, Kronsteen - wenn man nämlich pauschal sagen will, Männer verdienen mehr, dann wäre zu berücksichtigen, in welchen Berufen Männer reüssieren und in welchen die Frauen. In meinem Bekanntenkreis war es eher so, und die Statistik bestätigt das, dass Männer den naturwissenschaftlichen, ingenieurwissenschaftlichen Fächern zugeneigt sind oder gar Informatik studieren, Fächer, mit denen sich später halt richtig Kohle verdienen lässt, während die Frauen dann Theaterwissenschaften und Amerikanistik studieren, Soziologie und Philosophie oder Grundschullehrer werden (weil Sek II ja schon wieder zu anstrengend ist). Wie verblendet muss man denn sein, so etwas nicht zu berücksichtigen und immer lauter "Diskriminierung" und "keine Gleichberechtigung" zu schreien?
"Morgen spreche ich endlich mit Malone."

Batman

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227

Donnerstag, 8. Mai 2014, 12:48

Frauen und Männer sind nicht gleich. Und das ist auch gut so!
Hab ich nie behauptet. Es geht mir die ganze Zeit darum, dass es meiner Meinung nach nicht einfach so von der Hand zu weisen ist, dass sich einige Unterschiede (manche sagen Ungerechtigkeiten) sehr wohl durch soziale Gefüge erklären lassen und ich offen dafür bin, diese zumindest versuchen zu entzerren.

Batman

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228

Donnerstag, 8. Mai 2014, 12:51

In meinem Bekanntenkreis war es eher so, und die Statistik bestätigt das, dass Männer den naturwissenschaftlichen, ingenieurwissenschaftlichen Fächern zugeneigt sind oder gar Informatik studieren, Fächer, mit denen sich später halt richtig Kohle verdienen lässt
Nur so als Frage: Gibt es in den Berufen mehr Geld zu verdienen, weil sie schwerer oder anspruchsvoller sind oder eine bessere Ausbildung erfordern. Oder deswegen, weil sie männerdominiert sind? Lässt sich die Frage überhaupt beantworten?

ollistone

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229

Donnerstag, 8. Mai 2014, 13:01

Natürlich, es gibt relevante und irrelevante Berufe. EIn Land kann nicht ohne Ingenieure leben, aber gut ohne Soziologen. Ein Land braucht Informatiker, aber keine Theaterwissenschaftler. Aus diesen weichen Berufen lässt sich kein Mehrwert ziehen. Geld verdienst du in der Industrie. Industrie braucht Software und Stahllegierungen, kein Soziolgen-Gelaber. Literaturwissenschaftler als Existenzgründer? Wo wird da Know-how produziert?

Und natürlich ist etwa Mediziin schwerer und anspruchsvoller als Amerikanistik.
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230

Donnerstag, 8. Mai 2014, 14:06

ollistone macht hier auf seine unnachahmliche Weise deutlich, dass die Debatte um das Entgelt in gewisser Weise irreführend ist: Sollte der Lohn/ der finanzielle Gewinn allein ausschlaggebend für die Qualität/ das Gelingen menschlicher Existenz sein, so lägen alle Gleichschaltungs-Akrobaten richtig. Es gibt aber ungeheuer wichtige Herausforderungen an die Menschen, die von den Frauen besser beherrscht werden - von Natur aus! Abgesehen von den Disziplinen, die ollistone bereits erwähnte ("Theaterwissenschaften und Amerikanistik (...), Soziologie und Philosophie oder Grundschullehrer"), wobei die des Grundschullehrers oder - extremer - des Kindergärtners weniger der Einfachheit wegen, als m. E. wegen der Klientel bevorzugt werden - abgesehen also von diesen, wäre da noch die wichtigste fundamentale Aufgabe menschlicher Kultur: Der Zusammenhalt/ die Organisation der Familie, die Nährung und Pflege der Kinder! Dies ist der letzte rechtsfreie Raum in Mittel-Europa: kein Urlaubs-Anspruch, kein Feierabend, kein Recht auf Krankheit, jede Nacht Bereitschaft - das alles ohne Bezahlung!!! Weil diese Arbeit schlichtweg UNBEZAHLBAR ist! Jemand, der all diese Beschränkungen auf dem freien Markt hinnähme, müsste mit ca. 20.000,- € monatlich nach Hause gehen, darunter würde sich niemand finden.
Diese nachhaltig wichtigste Arbeit des Menschen-Geschlechts aber kann die normale Frau 100 mal besser als der normale Mann - und sie ist wichtiger als jede andere Arbeit! Aber: eben UNBEZAHLBAR. Darin steckt ein Dilemma, besonders dann, wenn Kohle der höchste Wert ist, den ein beschränkter Verstand sich zu setzen versteht.
Der weiter oben erwähnte, ressourcenorientierte Lösungs-Ansatz beinhaltet als ersten Schritt die uneingeschränkte Wertschätzung dieses menschlichen Arbeitsbereichs. In dem Moment, wenn diese Wertschätzung vollzogen wird, wird jeder lächerliche Versuch der künstlichen Gleichmacherei der Geschlechter seiner Grundlage beraubt. Da muß "Mann" beginnen! Denn ohne diese Wertschätzung müssen wir uns nicht wundern, wenn einige Frauen plötzlich lieber Männer wären.
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231

Donnerstag, 8. Mai 2014, 15:03

Das Niveau ist einfach zu sachlich. Wozu mache ich eigentlich meine Ausbildung bei der Bild?

Welcher Kerl kann denn bitte in der Polizeikontrolle die Möpse hochschnallen, den Finger an die Lippe legen und sanft hauchen "Äscht, Herr Wachtmeister, diss hab'isch gar nich' gewußt, daß man in einer Spielstraße nich' 80 fahren darf!"? Während der völlig verblödete testosterongeschwängerte Primat in Uniform meint, ein Stückchen Sex könnte für ihn abfallen, wenn er die Sünderin mal eben durchwinkt?

Also. Frausein ist nicht nur doof.

Vorausgesetzt, man ist Frau. Und nicht Mann. Versteckt in einem Frauenkörper. Der nach außen drängt. Mittels Kampflesben-Optik. Sorry.

Weitermachen.



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Felix Leitner

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232

Donnerstag, 8. Mai 2014, 16:12

Hab ich nie behauptet. Es geht mir die ganze Zeit darum, dass es meiner Meinung nach nicht einfach so von der Hand zu weisen ist, dass sich einige Unterschiede (manche sagen Ungerechtigkeiten) sehr wohl durch soziale Gefüge erklären lassen und ich offen dafür bin, diese zumindest versuchen zu entzerren.


In archaischen Gesellschaften mussten bzw. müssen Frauen tatsächlich mehr "Männerrollen" übernehmen, aus bitterer Notwendigkeit heraus. Das dabei geschlechtliche Unterschiede eher negiert wurden, ist klar. Die Diversität der Geschlechterrollen ist ein Zeichen von technischem Fortschritt, Arbeitsteilung, Wohlstand und den daraus resultierenden Freiheiten.

Den Kontext, den die "Frauen werden seit Jahrtausenden unterdürckt"-Idee verkennt, ist, dass auch der Mann in früheren Gesellschaften strengen Rollenmustern unterworfen war, aus denen es kaum ein Entrinnen gab.
"I don't like your manner." "I'm not selling it."

Pille

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233

Donnerstag, 8. Mai 2014, 18:26

Auwei, wenn Männer über Frauen... ^^

während ich sage, dass es der Natur des Mannes entspricht zu führen, die Ellbogen auszufahren, Konkurrenten auszuschalten, in nächtlichen Küngelrunden und am Pissoir das Bärenfell zu verteilen, dass es also automatisch mehr männliche Führungskräfte gibt, dann behauptet die Gender-Fraktion, dass es das nicht gibt, weil es - abgesehen von den primären Geschlechtsmerkmalen - keine Unterschiede zwischen Mann und Frau gibt, dass das nur erlernte Rollen sind. Hier setzt Gender Mainstreaming an.

Da mag vielleicht das Gender Mainstreaming ansetzen, aber das was du da erzählst, ist in meinen Augen tatsächlich nur ein anerzogenes Rollenbild. Es liegt am Individuum, ob es ihm liegt, die Ellenbogen auszufahren, nicht daran, ob Mann oder Frau. Es gibt Frauen mit harten Ellenbogen und solche, die zumindest die Arschbacken zusammenkneifen und unangenehme Situationen durchziehen können, so fies sie auch sein mögen, und am Ende imemr noch stehen. Im Gegenzug hab ich allerdings auch schon so manche männliche Heulsuse kennengelernt, die wohl nur Pudding im Armgelenk hat.

Den Gender-Lesben fehlt eine fundamentale Erfahrung: Kinder. Jungs und Mädchen. Ich habe beide. Sie, älter, spielte nie mit Autos, lieber mit Puppen. Er, nachgeboren, konnte mit ihren Puppen nichts anfangen, wollte immer Autos. Wir haben keinen in irgendeine Rolle hineingedrängt. Nichts gesteuert.

Auch individuelle Vorlieben, die man nicht am Geschlecht festlegen kann. Als Kind war ich immer begeistert von Autos, Lego und Bauklötzen. Keine Baustelle, an der die kleine Pille nicht mit großen Augen stehenblieb und sich gewünscht hat, mal Bagger zu fahren oder auf einen Kran zu steigen. An einem Mangel an Puppen lag das sicher nicht, ein paar hatte ich auch, aber die haben mich halt eher wenig interessiert, schon gar nicht, wenn es ein neues Puzzle gab oder der Baukasten in greifbarer Nähe lag. Oh. Und ich hab mich mit den Jungs geprügelt :D

Was die obigen beiden Zitate angeht, gebe ich zu, daß ich da einfach mal kackendreist von mir selbst ausgegangen bin. Sicherlich gibt es Statistiken, die deine Thesen untermauern und gegen die ich weder etwas habe, noch irgendetwas dagegen unternehmen kann, da es wirklich einen Haufen Kolleginen gibt, die dieser Klischeewelt absolut entsprechen. Allerdings neige ich dazu, einem Mann, der sich quasi anmaßt, er hätte mir was zu sagen, bloß weil die Evolution ihm ein drittes Bein gegeben hat, den Stinkefinger zu zeigen. Ist ein Automatismus. Kann da quasi nix dafür xD

Frauen erfinden nichts. Keine große, wichtige Erfindung wurde jemals von einer Frau erschaffen.

Marie Curie? Lise Meitner? Der Scheibenwischer wurde von einer Frau erfunden, ebenso die Spülmaschine oder der faltbare Fallschirm. Wenn das keine wichtigen Erfindungen waren, weiß ich auch nicht ;) Zudem will ich nicht wissen, wie viele Männer in den letzten Jahrhunderten vorgeschickt wurden, weil eine Frau schlicht ausgelacht worden wäre. Was natürlich die männlichen Erfolge nicht schmälern soll. Würde man die Statistik dahingehend korrigieren, würde sie wahrscheinlich trotzdem noch für die Herren der Schöpfung sprechen und das ist auch in Ordnung so.

Naja, Frauen dürfen auch in Deutschland erst seit etwa 100 Jahren studieren. Warte mal ein paar hundert Jahre und vergleich dann nochmal. Frauen durften bis vor 50 Jahren nichtmal ohne die Erlaubnis ihres Mannes arbeiten. Auch die Natur?
Schlechtes Argument.

Wir dürfen so manches erst seit 100 Jahren ;) Es ist z.B. nicht mal soo lange her, daß es sich in manchen Kreisen nicht ziemte, als Frau zu lesen, schon gar nicht die Zeitung, da Politik Männersache war und das die zarte Frau zu sehr aufregen würde. Eine Frau liest Zeitung? Am Ende will diese Lesbe auch noch das Wahlrecht! :vogel: Ach ja, was das angeht, fällt mir Olympe de Gouges ein, die ein für ihre Zeit revolutionäres Schriftstück verfasst hatte. Darin werden Dinge beschrieben, die für uns heutzutage tatsächlich fast selbstverständlich sind - anno dazumals bekam sie unter anderem dafür die Rübe runter ^^
Was das Arbeiten angeht, kann ich aber nur Olli zustimmen. Vor allem die sozialeren Arbeiten wurden und werden eher von Frauen erledigt als von Männern. Es gab auch sicher immer mal Frauen, die ein ganzes Unternehmen zusammengehalten haben. Davon, daß Frauen nur mit Erlaubnis des Mannes arbeiten durften, habe ich bisher noch nicht gehört, aber vermutlich hat das auch nur gegriffen, wenn der werte GöGa auf dieses Recht gepocht hat. Den meisten wird's wumpe gewesen sein.

Wo es tarifliche Löhne gibt, gib es keine Unteschiede zwischen Mann und Frau.
Somit gibts die Unterschiede dort, wo die Gehälter frei verhandelbar sind.

Und bis auf diese Tatsache, die auf mich dank Tarifvertrag nicht zutrifft, fühle ich mich hierzulande als Frau ziemlich wohl. Mehr will ich gar nicht. Die meisten Emanzen sind mir, um ehrlich zu sein, ziemlich peinlich. Was bringt mir ein weibliches Ampelmännchen (sorry noch mal) ein? Mehr zu essen? Mehr Gehalt? Nö, einen Egofick für die "ich will auch im Stehen pissen"-Liga und für mich einen gewissen Fremdschämfaktor.

Vorausgesetzt, man ist Frau. Und nicht Mann. Versteckt in einem Frauenkörper. Der nach außen drängt. Mittels Kampflesben-Optik. Sorry.

Na ja, ein Verhalten, wie von dir recht drastisch geschildert, ist einfach nur billig, aber das macht ganz im Grunde eben auch die Geschlechter aus. Jedes hat seine eigenen Reize und es ist nicht verboten, diese auch einzusetzen, wenn nötig.

Den Posts 230, 231 und 233 kann ich im Prinzip ohne große Kommentare zustimmen.
Zu den Emanzen und Gender Mainstream-Whatevers bleibt mir nur zu sagen, daß diese zwanghafte Gleichmacherei nicht funktionieren kann. Wie schon Count sagte, der Unterschied liegt schon in den Chromosomen. Man kann seinem Sohn eben keine Eierstöcke "anerziehen" und erwarten, daß er irgendwann mal Welpen wirft oder Eier legt :D Ebenso habe ich bei manchen Emanzen das Gefühl, sie wollen dem Mann nicht nur gleich sein (im übrigen: gleiche Rechte, gleiche Pflichten - das wird auch gerne vergessen), sondern am besten besser. Jetzt mal angenommen, der utopische Fall setzt ein und letzteres passiert wirklich - dann haben wir in ein paar Jahrhunderten den gleichen Fall, nur umgedreht. Ich finde, die letzten 100 Jahre haben wir schon eine Menge geschafft. Und 100 Jahre sind eigentlich nicht viel. Gib dem Ganzen noch mal 100 Jahre und man kann sich vielleicht einigen, wenn man nicht auf Zwänge pocht. Wie schon weiter oben geschrieben, ich fühl mich hier wohl als Frau. Wer sich selbst gerne in die Opferecke setzt, selbst schuld.
Ansonsten finde es übrigens ein wenig erschreckend, wie negativ hier mit dem Wort "Lesbe" umgegangen wird. Aber wenn's um Pornos geht, isses wieder geil, ne? :P
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234

Donnerstag, 8. Mai 2014, 20:15

@Pille: Deine Ansichten erscheinen mir gesund. Darüberhinaus gibst Du hier dem schwach vertretenen (schwachen?) Geschlecht eine (einzige?) Stimme. Das allein fordert Respekt. Allerdings: Deine Argumentation an ollistones Adresse ist holprig. Ich möchte das kurz am Graphen der gauß´schen Normalverteilungskurve verdeutlichen:

[img]http://www.shapeloft.com/imageupload/2014/05/08/0/image-234758-5cdb6cd3.png[/img]

ollistones Argumente beziehen sich auf den Mittelbereich der Kurve. Erfahrungen, die ich als Vater von drei Söhnen und Bruder von vier Schwestern durchweg bestätigen kann. Ausnahmen gibt es immer wieder. Diese jedoch in eine allgemeine Betrachtung der beiden verschiedenen Geschlechter einzubeziehen, verbietet die Redlichkeit. (In einem Artikel über Tiger werden die Albinos von Siegfried & Roy keinen Platz haben - eine längere Abhandlung dieser Sonderformen der Fell-Färbung wäre allgemeiner Erkenntnis nicht zuträglich.) Ausnahmen finden sich in den Rand-Bereichen der Kurve und dürfen bei ollistones Beiträgen ignoriert werden, da er sich auf allgemeine Erscheinungen männlicher oder weiblicher Lebensweise bezieht.
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Pille

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235

Donnerstag, 8. Mai 2014, 21:13

Aus einem Grund, der zwar nicht auf dieser Kurve beruht, aber den man so ähnlich sehen kann, nämlich der Erkenntnis, daß das eigene Maß nicht das aller Dinge ist und ich auch weiß, daß ich nicht gerade die "typische" Frau bin, habe ich ja noch den Textteil eingefügt, in dem ich unter anderem dies hier schrieb:

Zitat

Sicherlich gibt es Statistiken, die deine Thesen untermauern und gegen die ich weder etwas habe, noch irgendetwas dagegen unternehmen kann, da es wirklich einen Haufen Kolleginnen gibt, die dieser Klischeewelt absolut entsprechen

Vielleicht hätte ich ein paar Dinge noch etwas besser ausgeführt, aber mir ging ein wenig die "Kampflesbe" durch und der letztendliche Zeitmangel tat sein Übriges. Zurück zu dem Teil, den man sehr gut mithilfe der Kurve verdeutlichen kann (wenn ich es richtig verstehe, bezieht sich der höchste Punkt der Kurve auf die "Allgemeinheit", während die niedrigeren Punkte eher die "Außenseiter" darstellen?). Natürlich geht es hier um die allgemeine Mehrheit eines Frauenbildes. Und es scheint ja genug Damen zu geben, die tatsächlich so sind, wie sich viele Männer die typische Frau vorstellen, sonst gäbe es ja dieses Bild nicht, also muß ja irgendwo irgendwie was dran sein. Ebenso haben Frauen ja auch ein ähnlich klischeebeladenes Bild über den typischen Mann, das aus Sicht der Frauen natürlich beweist, daß sie dem Mann irgendwie überlegen sind. Ähnlich wie Ollis Ausführungen, nur andersrum ;) In dieser Sache hätte man also eine weitere Gemeinsamkeit der Geschlechter gefunden - und gleichzeitig Unterschied, denn einig würden sie sich darüber nie werden. Es wäre ein ewiger Schlagabtausch nach dem Motto "Stimmt ja gar nich!" - "Stimmt ja wohl!" ^^
Außerdem darf man sich als Frau bei Verallgemeinerungen und Kommentaren, die stark nach "ich Mann, ich Boss, weil Baum" klingen durchaus die Freiheit herausnehmen, dem Schwanzvergleich noch das Volumen zweier wohlgeformter Brüste hinzuzufügen und zu schauen, wer nun die größeren hat, auch wenn es vielleicht etwas unüberlegt ist ;)
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Ahab

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236

Donnerstag, 8. Mai 2014, 22:48

Als ich hier vorhin angefangen habe die Beiträge zu lesen die heute neu dazu kamen dachte ich zwischen drin, ich käme heute nicht vor zwei ins Bett, bei so vielen Aussagen, auf die ich hätte eingehen müssen. Aber es waren ja schon viele Antworten dabei, die mir das abgenommen haben. Daher will ich (bis auf ein oder zwei Ausnahmen) den schönen Vorschlag von Mr. Fogg aufnehmen und eher das für mich Positive betonen, als das Negative nochmals durchzukauen.

Zuerst mal kann ich Batman in sehr vielem zustimmen, aber jeder der hier gewissenhaft mitliest wird sich das schon fast denken können. ;)
Dass sich Pille zu Wort meldet, freut mich sehr und gibt dieser Diskussion eigentlich erst so etwas wie eine Existenzberechtigung. Äußerst treffend vor allem: Auwei, wenn Männer über Frauen...

Mr. Foggs Beitrag Nr. 231 ist für mich auch bemerkenswert. Seine Beiträge spielen - in der Form immer und beim Inhalt durchaus auch oft - um mal frei Pulp Fiction zu zitieren nicht in der selben Liga, nicht im selben Stadion, das ist nicht mal der selbe, verdammte Sport (und das meine ich im positiven Sinne!).

Davon ausgehend möchte ich eben noch eine Lanze für Literaturwissenschaftler, Theaterwissenschaftler und Soziologen brechen. Eine Welt in der Menschen nur noch einem marktwirtschaftlichen Zweck dienen oder eine möglichst grundlegenden Funktion erfüllen müssen halte ich nicht für erstrebenswert.
Wenn wir schon bei Erstrebenswert sind, ist der Schritt zum Anstreben nicht weit. Und hier möchte ich abschließend dann doch noch auf zwei Punkte von ollistone eingehen, bei denen ich einfach einhaken muss:

- Nur weil etwas veranlagt ist, heißt es nicht, dass man sich nicht trotzdem weiterentwickeln könnte. Wie Batman schon schreibt glaube auch icht nicht, dass wir gerade die absolute Spitze und damit das Ende der menschlichen Entwicklung miterleben. Den Menschen macht doch gerade aus, dass das Leben für ihn aus mehr besteht als nur aus der Erfüllung seiner Funktionen als Lebewesen die da wären: Essen, Schlafen, Fortpflanzen und sich gegen den Schwächeren druchzusetzen. Dass uns gerade letzteres als Überlebensinstinkt immer noch an jeder Ecke begegnet, sollte uns jedoch nicht dazu verleiten, alles damit zu entschuldigen.

Den Teil mit 'Frauen erfinden nichts' solltest du dir selbst nochmal auf der Zunge zergehen lassen. Das ist harter Tobak. Den Frauen latent zu unterstellen sie würden es sich leichter machen als Männer ist eine ungeheuerliche Beleidigung. Ich hoffe, ich habe dich in dem Punkt einfach nur falsch verstanden (das war der Teil mit: 'weil Sek II ja schon wieder zu anstrengend ist').



JamesBond

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237

Freitag, 9. Mai 2014, 00:17

Hier mal was neues
http://www.focus.de/panorama/welt/ein-sh…id_3830075.html
zum Waschmittel

falls noch nicht erwähnt

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Freitag, 9. Mai 2014, 06:44



Sehr schön. Kenne ich noch nicht.

Ariel wäscht nicht nur sauber, sondern rein. Uiuiui.

Bisher unentdeckt: Wenn Hansi Hinterseer sein 20. Bühnenjubiläum feiert, gibt es im Hintergrund einen Riesenbanner mit "H.H.".

[img]http://www.bigboxallgaeu.de/uploads/tx_mpeventspro/HH_07.jpg[/img]

Schockiert mich als politisch hochkorrekten Menschen immens.
Aber ich stehe mit diesem Shitstörmchen noch alleine da. Das erschüttert mich gleich noch mal. Gleich mal zwittern.

Da sind wir wieder bei "Uns geht's zu gut!".

Weil irgendwelche Nazi-Vollpfosten Drei-Fragezeichen spielen müssen und symbolträchtige Codes erfinden, schränke ich meinen Wortschatz im weitesten Sinne ein, oder was?
Die Packung erklärt, was die 88 zu bedeuten hat. That's it.

Das Lidl-Bierfaß, daß auch das eine oder andere Mäuschen verschreckte, weil es den Konsumenten doppeldeutig zum "Faß' mich an!" aufforderte, war in meiner Filiale übrigens ratzfatz ausverkauft.

Vielleicht sollten wir einige "Shitstorms", die von einer verträumten Minderheit losgetreten werden, einfach nicht so ernst nehmen. Wie die verklemmten Spießer dahinter auch nicht. Oder die Anglizismen unterlassen. So dürften sich einige Zeitungen erst gar nicht an "Scheißestürme" heranwagen.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »TheSilencer« (9. Mai 2014, 06:52)


ollistone

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239

Freitag, 9. Mai 2014, 10:32

Den Teil mit 'Frauen erfinden nichts' solltest du dir selbst nochmal auf der Zunge zergehen lassen. Das ist harter Tobak. Den Frauen latent zu unterstellen sie würden es sich leichter machen als Männer ist eine ungeheuerliche Beleidigung. Ich hoffe, ich habe dich in dem Punkt einfach nur falsch verstanden


Buchdruck, Verbrennungsmotor, Dampfmaschine, Flugzeug, Kunststoffe, die Quantenphysik, Computer, Betriebssysteme, das iPhone, kurz, all die wichtigen Erfindungen der Menschheitsgeschichte, die uns Fortschritt ermöglichen.

Ich wüsste zwar nicht, was es an meinen Ausführungen falsch zu verstehen gäbe, aber offenbar hast du's geschafft. ;)

Von "es sich leichter zu machen" habe ich nichts geschrieben, ich unterstelle so wenig wie ich beleidige - das ist eine ganz simple Feststellung und die 95 % Patentanmeldungen eine schnöde Tatsache.

Sind Männer innovativer? Neugieriger? Kreativer? Besessener davon, für irgendwas eine Lösung zu finden? Sag du's mir. Das sind ja genau diese Fragen, auf die Gender Mainstreaming keine Antworten hat.
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Freitag, 9. Mai 2014, 12:33

Sind Männer innovativer? Neugieriger? Kreativer? Besessener davon, für irgendwas eine Lösung zu finden? Sag du's mir. Das sind ja genau diese Fragen, auf die Gender Mainstreaming keine Antworten hat.
So weit waren wir doch schon. Siehst du keinen Zusammenhang zwischen der Tatsache, dass die Frauenrechte als solche eine relativ neue Sache sind, und deiner Aussage? Stickpunkt Studium, gemischte Klassen, Wahlrecht etc.
Eine Generation von Frauen die wiederum eine Generation von Frauen geboren hat, die wenn auch nur rein gesetzlich gleichberechtig sind, ist noch gar nicht so alt. Die sind ja quasi erst die jetzt heranwachsenden. Ob Frauen die von dir genannten Eigenschaften nicht auch haben, bzw. diese entfalten können, lässt sich doch erst ab dem Zeitpunkt beantworten, an dem mehre Genereationen, die gesetzlich und gesellschaftlich gleiche Vorraussetzungen haben, geboren wurden. Und soweit sind wir noch gar nicht.