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Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

  • »Kronsteen« ist männlich

Beiträge: 4 316

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101

Donnerstag, 14. November 2013, 11:43

Auch wenn ich - und das verspreche ich hiermit, Kronsteen - demnächst eher wieder Beiträge über Bond schreiben werde. Ich weiß ja, dass dir das hier immer mal wieder Kopfzerbrechen bereitet.

Nee, keine Sorge, das tut sie ganz und gar nicht. :) Ich finde diese Diskussion sehr angenhem und durchaus auch den Horizont erweiternd. :thumbup: Weitermachen! :pop:
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Ahab

MI6 Staff

Beiträge: 342

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102

Donnerstag, 14. November 2013, 19:21

Zum Thema Bindung:
Wir hatten vor kurzem im Thread zu TMWTGG eine für mich sehr lehrreiche Unterhaltung. Neben vielem anderen zeigte sie mir den wesentlichen Unterschied zwischen Bond und Scaramanga auf: Die Bindung/ Bindungslosigkeit. Letztere führt bei Scaramanga dazu, dass (oberflächlich gesehen) seine Haltung lockerer, freundlicher, jovialer wirkt als Bonds. (Ich hielt das vorher für eine Lieblosigkeit des Drehbuchs oder auch von Moores Spiel - man zeigte mir, dass das Gegenteil der Fall ist) Vielleicht ist in unserem Fall, Ahab, die Einschränkung des Wortes Bindung auf "Religion" zu eng gefasst. Aber man braucht doch einen "Kompass", der einen durchs Leben leitet. Wenn ich mein ganzes Leben mit der Suche nach einem Kompass verbringe, dann wird der mich am Ende möglicherweise gut leiten - nur, dass ich dann nichts mehr davon habe. Ich vertiefe die Metapher: Wir wissen, dass der geographische Nordpol und der magnetische Nordpol nicht deckungsgleich sind. Dennoch hilft der magetische NP, uns zu orientieren. Übersetzt: Wenn auch meine Handlungsimpulse einem vielleicht nicht ganz perfektem System entspringen, so ist doch Orientierungshilfe da. Eine relative Orientierung! Was ist Dein Kompass? Dieser Kompass muss sich an etwas orientieren, das ausserhalb Deines Schiffes liegt, sonst leitet er Dich nicht! Ich bin sehr gespannt, ob - oder besser: was da bei Dir ist. Mein Kompass ist die Kirche, und sie weist (wenigstens ungefähr) nach Norden.
Um bei deiner Metapher zu bleiben: Ich denke es sind Sonne und Sterne die mich leiten. Licht und Schatten. Und das viele Grau dazwischen. Da wird es dann zwar manchmal schwierig, aber bisher hat mir der Kompass nie gefehlt. Auch habe ich nicht den Eindruck, ziellos durchs Leben zu treiben. Von Fehltritten die ich selbst zu verantworten habe, lerne ich am allerschnellsten diese in der Zukunft zu vermeiden.
Um es mit der Metapher auf die Spitze zu treiben: Viel zu viele Magneten haben diesen speziellen Kompass schon beeinflusst um mich ihm ganz anvertrauen zu wollen (wobei das natürlich meine persönliche Meinung ist!). Ich respektiere aber, wenn Leute das tun und ihren Frieden damit finden. Ich hätte Angst vor der Vorstellung, dass alle Menschen das Gleiche tun und alle den selben Dingen vertrauen. Soll es doch mehrere Wege geben.

@ Kronsteen:
Dann bin ich beruhigt. :)
Ich schätze auch, so langsam kehrt hier wieder Ruhe ein. Die ganz hohen Wogen sind überstanden...

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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103

Donnerstag, 14. November 2013, 20:29

Um bei deiner Metapher zu bleiben: Ich denke es sind Sonne und Sterne die mich leiten. Licht und Schatten. Und das viele Grau dazwischen. Da wird es dann zwar manchmal schwierig, aber bisher hat mir der Kompass nie gefehlt. Auch habe ich nicht den Eindruck, ziellos durchs Leben zu treiben. Von Fehltritten die ich selbst zu verantworten habe, lerne ich am allerschnellsten diese in der Zukunft zu vermeiden.
Um es mit der Metapher auf die Spitze zu treiben: Viel zu viele Magneten haben diesen speziellen Kompass schon beeinflusst um mich ihm ganz anvertrauen zu wollen (wobei das natürlich meine persönliche Meinung ist!). Ich respektiere aber, wenn Leute das tun und ihren Frieden damit finden. Ich hätte Angst vor der Vorstellung, dass alle Menschen das Gleiche tun und alle den selben Dingen vertrauen. Soll es doch mehrere Wege geben.
Als Nautiker kann ich Dir sagen: Die Navigation nach Sonne und Sternen erfordert komplizierte Berechnungen, für die Du auf Formeln und Erfahrungen anderer vertrauen musst. (Überlieferungen = Traditionen! - womit wir beim Ursprungsthema sind.) Wenn Du was kannst, erfährst Du, wo Du Dich befindest. Wenn Du Seekarten hast (die schon wieder das Vertrauen in Erfahrungen Anderer erfordern), könntest Du sogar Deinen Kurs abstecken, schwer aber einhalten. Da ist ein Kompass sehr hilfreich. Ein solcher wird immer von anderen Magneten abgelenkt, deshalb verwendet man auf See Ablenkungs-Tabellen, die für Dein Boot und dessen an Bord befindliche magnetische Gegenstände gelten. Sie helfen, den Kompass-Wert richtig zu interpretieren. Ergebnis: Wenn Du Dich nur auf die Erfahrungen verlässt, die Du selbst machst/ gemacht hast, bist Du verloren!
Ich stelle fest, dass die "Kompass"-Metapher mehr beinhaltet als ich zuerst dachte!

Am Ende noch ein Zitat: "Wenn sie sich auf einer Strecke von 150 Km nach den Sternen richten, und nur 1% vom Kurs abkommen, dann gehen sie am Eiffelturm vorbei, ohne ihn zu sehen." (Der Flug des Phoenix, 1965)

Es gibt natürlich viele Wege (wahrscheinlich mehr als es Menschen gibt), einige sind leichter, andere schwerer, manche unmöglich. Angst vor der Vorstellung, dass alle den gleichen Kompass benutzen, habe ich nicht - mir machen da mehr ihre Ziele Sorgen. Aber letzteres trifft auf Dich nicht zu. Ich habe den Eindruck, Du willst ein sehr gutes Ziel erreichen. Ich hoffe aber, dass Du es nicht erst am Ende Deines Lebens schaffst (wie Du es weiter oben für möglich hieltest) - nimm deshalb ruhig die Hilfe unserer Ahnen an und vertraue!

Ach, erlaube mir noch eine Frage: Was bewog Dich, Dich hier "Ahab" zu nennen, und ist es der Ahab Melvilles oder der aus der Bibel?
God save the Queen!

Ahab

MI6 Staff

Beiträge: 342

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104

Donnerstag, 14. November 2013, 20:58

Ich meinte den Ahab von Melville. Diese Geschichte hat mich schon immer fasziniert! Und als großer Star Trek und Picard-Fan lag der Name dann auf der Hand.
Auch wenn der aus der Bibel eine (in dieser Diskussion) interessante Parallele bieten würde.

Als Nautiker kann ich Dir sagen: Die Navigation nach Sonne und Sternen erfordert komplizierte Berechnungen, für die Du auf Formeln und Erfahrungen anderer vertrauen musst. (Überlieferungen = Traditionen! - womit wir beim Ursprungsthema sind.) Wenn Du was kannst, erfährst Du, wo Du Dich befindest. Wenn Du Seekarten hast (die schon wieder das Vertrauen in Erfahrungen Anderer erfordern), könntest Du sogar Deinen Kurs abstecken, schwer aber einhalten.
Lass mich dir versichern (ich dachte das hätte ich allerdings auch schon ein paar mal getan): Ich bin kein Verächter der Traditionen! Ich hab nur nicht das Bedürfnis, alle davon zu befolgen bzw. zu leben. Außerdem gibt es einige die ich kritisiere. Da sind wir dann tatsächlich wieder am Anfang der Diskussion (allerdings nicht ohne in der Zwischenzeit einen wunderbaren Streifzug gemacht zu haben).
Auch ist mir die Meinung, der Rat und die Erfahrung anderer Menschen sehr wichtig. Ich würde mich als recht kommunikativ bezeichnen.

Martin

Brosnans Last Line of Defense

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105

Donnerstag, 14. November 2013, 22:51

Danke. Aber ich denke mal, ein Profiphilosoph würde das noch nicht so sehen. Dazu kenn ich mich auch nicht genügend mit den Leuten aus. :)
Nicht, dass du dir hier noch Feinde machst... ;)
Kommunikation ist manchmal ein echtes Minenfeld... :wtf:

War übrigens eine sehr schöne Diskussion bis hierher! :thx:

Rico Royale

The Man behind the GunBarrel

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106

Sonntag, 26. Januar 2014, 14:12

Agent 007030

Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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107

Sonntag, 26. Januar 2014, 14:24



Mir geht diese übertriebene politische Korrektheit extrem auf den Zeiger. Ist es denn der Sache dienlich, wenn ständig allen und jedem Rassismus, Antisemitismus und Sexismus vorgeworfen wird?
Wir sind an einem Punkt, bei dem die Ausübung der freien Sprache und Meinungsäußerung durch die selbst gewählten moralischen Sittenwächter massiv beeinträchtigt wird.
Sinnvolle und nachvollziehbare Einwände gehen somit unter in einem Wust an Diskriminierungs-Vorwürfen, die jeglicher Grundlage entbehren (z.B. die "Wetten dass"-Diskussion um Jim Knopf).
Wird z.B. ein "Zigeunerschnitzel" als rassistisch bezeichnet, so wird ein Sachverhalt, bei dem vermutlich niemand eine rassistische Tendenz im Kopf hatte, erst recht rassistisch.
Es scheint Leute zu geben, die geradezu geil darauf sind, mit der Rassismus-Keule um sich zu werfen.
Nur: Nutzt dies der Integration wirklich?
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

ollistone

Consigliere

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108

Montag, 27. Januar 2014, 11:03

In dieser Hinsicht werden die Zeiten immer beschissener. Ich finde dieses Klima des Nicht-sagen-dürfens und des NIcht-denken-dürfens erstickend. Wir haben den Zenit der geistigen Freiheit überschritten, vermutlich irgendwann in den 80ern, und bauen uns seitdem ein Gedankengefängnis nach dem anderen.

Was soll man hiervon halten? Wollen die Grünen einen Taliban-Staat, in dem ein Wächterrat darüber entscheidet, welche Werbung sexistisch ist?


KLICK!

(Nein, die Grünen sind natürlich keine Verbots-Partei, selbstverständlich nicht.)

DrShatterhand

Ministerium für kulturelle und intellektuelle Tiefschläge

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109

Montag, 27. Januar 2014, 16:43

Ich glaube es ja nicht. Ich sollte mal schnell durch den nächsten Supermarkt ziehen und diese Lakritze kaufen, bevor sie vom Markt genommen werden, weil in vorauseilendem Gehorsam alles politisch korrigiert wird.

"Es müsse über die Anliegen von Minderheiten, Rassismus und rassistische Wortwahl diskutiert werden, fordert Stefanowitsch. Aber: "Es gibt eine massive Ablehnung in Gesellschaft und Medien, eine solche differenzierte Diskussion zu führen." "

Natürlich. Die angeblich rassistische Wortwahl (auf die sich die Diskussion in der Regel beschränkt), auf die wie im Fall Haribo immer hingewiesen wird, ist ja auch an den Haaren herbeigezogen.

"Für nicht akzeptabel hält der Wissenschaftler: "Dass bestimmte Kolumnisten reflexartig mit Lustigmachen und Ablehnung reagieren, wenn das Thema mal wieder hochkocht und es so darstellen, als ob es sich bloß um die Verrücktheit von Gutmenschen handele, die übertreiben." Wer spöttisch die Abschaffung von Begriffen wie Jägerschnitzel oder Holzfällersteak verlange, trivialisiere das Problem."

Wie die Übertreibung von Gutmenschen kommt es aber nun mal oft rüber. Wer eine differenzierte Diskussion über Rassismus in der Gesellschaft will, solll sich als Basis den Fall hernehmen, daß in einer Metzgerei die Scheiben eingeworfen werden, weil dort Schweinefleisch verkauft wird, nicht den Verkauf von Lakritzen, die wie afrikanische Holzmasken aussehen. Als nächstes verlange ich die Einstellung des Verkaufs von Phantasia-Weingummi, weil es den Verzehr von Tieren propagiert und das mit vegetarischen und veganen Lebenseinstellungen nicht vereinbar ist.

""Es ist allerdings sehr mühsam, immer an Einzelfällen zu prüfen, ob das jetzt rassistisch ist oder nicht." Beispiel: "In Bayern steht für ein Bier-Cola-Getränk weiter der Name "Neger" auf der Karte." [Wusste ich noch gar nicht.] " Das stößt böse auf. Es kostet aber sehr viel Energie, jedes Mal eine Kampagne gegen ein Wort loszutreten und dann oft noch trotzig zu hören, man lasse sich die eigene Sprache sowieso nicht verdrehen."" [Die Verdrehung der eigenen Sprache geschieht schon auf andere Weise.] "Auch Della wünscht sich eine echte Debatte über Rassismus und seine Ursachen."

Die soll auch herrschen, aber es soll dann auch schon mit Vorgehen gegen Rassismus und seine Ursachen verbunden sein.

"Daraus würde dann die Erkenntnis folgen, dass einige Begrifflichkeiten und Darstellungsformen in einer fairen, nicht-rassistischen Gesellschaft eben nicht gehen."

Aktionen wie die gegen Haribo bleiben aber übers Ziel hinausgeschossen. Und ist Dänemark (wo man gegen die Haribo-Lakritze protestiert hat) nicht eines der Länder, wo man problemlos "Mein Kampf" bekommen kann? Das wäre doch mal ein lohnenswertes Ziel im Kampf gegen Rassismus und seine Ursachen.
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JamesBond

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110

Dienstag, 28. Januar 2014, 12:57

Seit sovielen Jahren gibt es Gummibären und bis heute hat kein Tierschutz was dagegen unternommen. Unglaublich!

Ahab

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111

Dienstag, 28. Januar 2014, 14:59

@Kevin:
Ach, ich glaube wegen der Gelatine in den Gummibären gabs schon so manche Demonstration von Tierschützern.

Zum Rest sag ich jetzt mal nichts. Wir hatten das Thema nun schon öfter und wir würden uns nur wiederholen und im Kreis drehen. Dass ich nicht eurer Meinung bin, sollten alle Interessierten inzwischen mitbekommen haben. Wer was darüber erfahren möchte muss die älteren Beiträge hier oder im alten Forum bemühen.

Thunderball

Harry Palmer

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112

Dienstag, 28. Januar 2014, 15:40

Da ich in letzter Zeit so manche Hörspielserie aus meiner Kindheit/Jugend wiederentdecke, kann ich den Wandel der Zeit in Sachen "politische Korrektheit" gut miterleben.
So wird in verschiedenen Produktionen der Firma Europa aus den 70er/80er Jahren oder auch in Reihen wie TKKG schon mal vom "Neger" oder vom "Wüstensohn" gesprochen. Ich denke nicht, dass solche Begriffe heutzutage in Kinderhörspielen noch "einfach so" benutzt werden würden.

ollistone

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113

Dienstag, 28. Januar 2014, 16:04

Dass ich nicht eurer Meinung bin, sollten alle Interessierten inzwischen mitbekommen haben.


Du könntest ja angesichts der nun wirklich erdrückenden Argumente deine Meinung einfach mal ändern (flexibel bleiben, verstehst du), denn das mit dem Verbot "sexistischer Werbung" kann ja selbst an dir nicht unwidersprochen vorbeiziehen...?

Zardoz

MI6 Staff

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114

Dienstag, 28. Januar 2014, 18:12

Ich denke, jeder kennt das: Irgendwann im Leben kommt man an den Punkt, wo die eigene Meinung reflektiert, überdacht und ggf. "angepasst"/"überarbeitet" wird (werden sollte?!). Manches geht einfach zu weit, die Thematik (im Besonderen in Bezug auf die Grünen) hatten wir ja schon öfter.

@Thunderball: Was ist denn an dem Wort "Wüstensohn" auszusetzen? Selbst heute sehe ich keinen Handlungsbedarf, dieses Wort durch ein "politisch korrekteres" zu ersetzen. Mir war im Übrigen überhaupt nicht bewusst, dass der Ausdruck in irgendeiner Form "rassistisch" wäre...


Der Ausdruck "Neger" hingegen sollte nicht mehr im allgemeinen Sprachgebrauch verwandt werden. Bei Kunstprodukten (Filme, Hörspiele, Romane etc.) finde ich das Wort dennoch nach wie vor in Ordnung - um z. B. einen rassistischen Kontext zu beleuchten. Aber auch im historischen Sinne ist der Ausdruck "Neger" m. A. n. legitim (warum sollte eine Bürgerkriegs-Dokumentation von Ken Burns dieses Wort auch ersetzen?). Ein Hörspiel bzw. ein Film aus dieser Zeit, benutzt dieses Wort also im Grunde korrekt und "politisch vertretbar". Wenn eine Tatort-Folge mit Neo-Nazi-Hintergrund denselben Ausdruck mehrfach fallen lässt, geht das also auch in Ordnung - zumal damit deutlich gemacht werden soll, dass in der heutigen Zeit so etwas eben nicht mehr in Ordnung ist. Man sollte also immer unterscheiden.

Im normalen Alltag, würde ich z. B. meinen Gesprächspartner freundlich (aber bestimmt) darauf hinweisen, dass er bitte für "Neger" ein entsprechendes Synonym verwenden sollte - weil es sich einfach so gehört. Auf der anderen Seite sage ich nach wie vor noch "Negerkuss" bzw. "Mohrenkopf". Bin ich deswegen nun rassistisch? Möglicherweise - aber das muss ich dann aushalten. Auch im Struwwelpeter möchte ich diese entsprechenden Ausdrücke nicht missen. Ich persönlich sehe das Eingreifen in "Klassiker", zwecks politisch korrekter Überarbeitung, als bevormundend und störend (milde ausgedrückt). Selbstverständlich sollten heutige Kinderbücher einen anderen Weg beschreiten, aber ich finde nicht, dass das eine etwas mit dem anderen zu tun hat.
"Fuck you, I'm going to Hollywood!"

Pille

Wibbly wobbly timey wimey... stuff

  • »Pille« ist weiblich

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115

Dienstag, 28. Januar 2014, 20:08

Ein "Negerkuß" ist doch eigentlich was Süßes, Leckeres, nichts Bösartiges oder Ekliges. Sah da noch nie einen Sinn darin, jene Süßspeise anders zu nennen. Nun ja... Meine Meinung zu solchem Kram bleibt weiterhin folgende: :bamm: Wenigstens haben's diesmal die Dänen und Schweden angeleiert, nicht wir. Bin mal gespannt, wie lang es diesmal dauert, bis Hannover mitzieht :D

Was den Sexismus angeht: Ich finde das abgebildete Plakat nicht verwerflich. Es wird für Unterwäsche geworben und als Hetero-Frau achte ich persönlich zuerst darauf, dann auf den Preis und dann erst auf die Weibsen. Und die Herren der Schöpfung haben halt was zu schauen. Man sieht weder Nippel noch irgendwelche Nahaufnahmen der südlichen Regionen. So what? Gibt's den Playboy in Zukunft nur noch im Sexshop (bald wieder züchtig "Fachgeschäft für Ehehygiene" - wobei man damit aber auch Singles diskriminiert)?
Und die Grünen haben bei mir sowieso ihre Glaubwürdigkeit in der Beziehung verloren, als sie zusätzlich für Damen- und Herrentoiletten Transgendertoiletten forderten - für alle, die sich nicht entscheiden können :vogel:
Keine Mätzchen mehr, jetzt wird gespielt!

[img]http://www.sloganizer.net/style7,Forum.png[/img]

Count Villain

Schurkengraf

  • »Count Villain« ist männlich

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116

Dienstag, 28. Januar 2014, 22:09

Ich frage mich auch, ob die damit nicht genau das Gegenteil erreichen. Anstatt zu akzeptieren, dass manche Wörter in der heutigen Zeit allgemeiner benutzt werden oder gesellschaftsfähiger geworden sind, werden sie durch diese ganzen Verbote doch erst recht wieder in eine böse Ecke gerückt. Dürfen sich Sprache oder sprachliche Konnotationen denn niemals verändern?

Transgendertoilette ist auch so ein Unsinn. Andersartigkeit sollte nicht herausgestellt sondern ganz normal integriert werden. Warum kein Pissoir-Raum für Männer und daneben einfach nur Unisexkabinen? Wenn die ordentlich voneinander abgetrennt sind, ist es doch völlig egal ob neben mir ein Mann, eine Frau oder ein Transgender sein/ihr Geschäft verrichtet.
Vernichte alles, was wir bei uns haben. Man hat uns enttarnt.

Ahab

MI6 Staff

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117

Dienstag, 28. Januar 2014, 22:56

Sorry, das wird jetzt etwas länger (allerdings auf Nachfrage! :D )

@Ollistone:

Wie so oft ist es ein Gemisch aus Form und Inhalt, an welchem ich mich bei deinen Beiträten (ausschließlich) zu diesem Thema stoße. Daher wollte ich zuerst folgendes auf deinen Post antworten:



Ja früher in den Achzigern... Als man Frauen noch an den Herd schicken
durfte - manchmal auch mit dem völlig unbedenklichen Klapps auf den Hintern mit
Aussicht auf mehr; als man Ausländer noch differenziert als das bezeichnen
durfte was sie waren: Itaker, Kanaken, Neger... da hatte man noch echte Freiheiten.

Wie langweilig wär der Thread hier ohne Polemik.


Ich hab das dann deshalb nicht getan weil wir ja schon öfter bemerkt haben, mit den Meinungen nicht soooo weit voneinander entfernt zu sein und ich keinen Streit schüren wollte. Daher steht das da oben jetzt auch kursiv. Ich wollte meinen Protest äußern, allerdings nicht provozieren.



Ich denke nicht, dass es um unsere Meinungsfreiheit in den 80ern besser bestellt war. Es durfte nur viel mehr Unfug gesagt werden, woran sich keiner gestoßen hat. Ob das jetzt eine gute oder schlechte Entwicklung ist bleibt jedem selbst überlassen zu beurteilen. Bei der Veränderung des Sprachgebrauchs - Stichwort: Gendermainstreaming - ist das ähnlich. Für mich ist vor allem letzteres jedoch keine Frage nationaler (oder gar internationaler) Sicherheit. Es ist einfach nur ein Thema über das man reden kann, an dem man sich aber auch super aufhängen kann wenn man denn möchte. Es lenkt den Blick fabelhaft von Themen ab, die es wirklich wert wären mal besprochen zu werden. So geht unglaublich viel Energie, die auf politischer Ebene dringend notwendig wäre, völlig verloren.


Da kann man jetzt mir (als bekenndend dem grünen Lager eher zugetanen Schreiber) natürlich vorwerfen, dass es ja genau meine grünen Kollegen sind, die immer wieder solche Fässer aufmachen. Und ja, ich finde sie erweisen der Gesellschaft und den politischen Diskussionen damit einen Bärendienst, wenn dabei sämtliche andere Bereiche in der sich die Partei einsetzt als nebensächlich dargestellt werden - wobei dies sehr oft auch nur von der Presse so dargestellt wird. Ich muss mich hier trotzdem auch etwas schützend vor diese Partei stellen, weil sie trotz all der reichen Obere-Mittelklasse-Schnösel immer noch auch ein Sammelbecken von äußerst querdenkenden und quertreibenden Personen ist. Da kommen dann eben oftmals Vorschläge 'bei rum' denen man selbst als Grüner nur schwer etwas abgewinnen kann. Das habe ich auf so mancher Tagung schon miterleben dürfen. Aber auch soetwas zu sagen gehört ja wohl irgendwo auch zur Meinungsfreiheit. Und es zu diskutieren gehört zur Tradition dieser Partei - immer noch. Die 'Argumente' so wie du es nennst Ollistone, werden für mich erst 'erdrückend' wenn ein Grünes Parlament oder ein Grüner Ortsverband etwas derartiges durchwinkt und es tatsächlich zur Debatte steht. Hier kommen wir nämlich zu deinem Fall:

Ich will erst mal nicht anzweifeln, dass es diesen Antrag gibt. Aber zumindest den Antrag mit seinen Antragstellern würde ich gerne persönlich lesen. Oder vielleicht eine Quelle welcher nicht ein Kommentar einer Boulevard-Zeitung zugrunde liegt. Ich wäre ja schon mit wenig zufrieden. So bleibt es für mich vorerst mal der Kommentar in einer Boulevard-Zeitung über einen Antrag, welcher recht unausgegoren klingt, von dem ich nie gehört habe und über den ich mich leider nicht weiter informieren kann. Ich konnte auf die Schnelle außer der B.Z. nur noch einen Artikel im freiewelt-Blog finden. Und die haben ganz einfach nur bei der B.Z. abgeschrieben (wobei das noch das kleinste Problem dieses Blogs ist). Also falls es mehr Informationen dazu gibt, dann nur her damit. Dann kann ich auch sagen was ich davon halte. Wieso veröffentlicht die B.Z. diesen Antrag nicht? Naja, wieso veröffentlicht eine Boulevard-Zeitung seine Quellen überhaupt nur in den seltensten Fällen? Vielleicht weil es a) keine belastbare Quelle gibt oder b) diese Quelle die Polemisierung offenlegen würde, mit der Boulevard-Zeitungen gerne Meinung machen.


Nur soviel zu dem B.Z. Kommentar: Da klingt ja an, es wäre eine Zensur der künstlerischen Freiheit die hier droht, wenn in der Werbung keine Titten mehr gezeigt werden dürften. Mal ganz platt auf B.Z. Niveau ausgedrückt. Aber der Kern der Sache* ist doch eher: Es geht um die Darstellung der Frau als reines Objekt in der Werbung. Man kann diese Darstellung widerum gutheißen oder auch nicht. Aber der Kern ist eben nicht (wie der Autor polemisiert), dass hier die künstlerische Freiheit beschnitten, sondern ganz einfach vermieden werdern soll, dass sich in den Köpfen heranwachsender Generationen ein Frauenbild weiter festsetzt, welches einem kaum zu erreichenden Idealbild entspricht.
Wie schon oben erwähnt, man kann auch bei diesem Thema geteilter Meinung sein. Ich wüsste nicht, ob so ein Verbot* etwas bringen würde. Aber grundsätzlich ist es bestimmt mal kein Fehler sich über diese Problematik seine Gedanken zu machen. Das hört übrigens nicht bei der Werbung auf, sondern fängt dort an und geht weiter in Film und Fernsehen (ein Beispiel dazu in meinem letzten Absatz) und endet irgendwo bei der immer leichter verfügbar werdenden Pornographie im Netz, welche völlig unsensiblisiert konsumiert bei Jugendlichen bestimmt nicht zu einer gesunden Ausprägung ihres Bildes des Verhältnisses zwischen Männern und Frauen beiträgt.

Dass es bei den Grünen immer noch eine recht große Front von Menschen gibt, die gegen sexuelle Diskriminierung, Unterdrückung und für Gleichberechtigung kämpfen finde ich nach wie vor gut. Manche sehen das schon als Diskriminierung von Männern an, dass es soweit allerdings noch nicht ist, zeigen genügend Beispiele. Eines davon wäre (und ich gebe zu, jetzt schweife ich ein wenig ab) der Bechdel-Test (http://www.sueddeutsche.de/kultur/bechde…echen-1.1813032) bei Filmen. Natürlich ist der kein immer funktionierendes Wundermittel zum Aufzeigen von Defiziten beim heutigen Blockbuster-Kino. Beispielsweise fällt Gravity hier durch. Trotzdem zeigt er recht eindrucksvoll, wie einseitig doch heute noch vieles dargestellt wird, was in der Wahrnehmung eigentlich schon längst als emanzipiert gilt.

Soviel nur allgemein zu diesem Thema, solange es mir an seriösen Quellen für weitere Grüne Verbotswellen mangelt. Du magst mir das verzeihen, Ollistone. Außerdem bitte ich zu verzeihen, jetzt so viel geschrieben zu haben, allerdings ist das für mich mal wieder kein Thema, welches mit einem schmissigen Dreizeiler mit mangelhaftem Quellen-Link abgehandelt werden kann. Und eben damit hab ich bei deinen Beiträgen hier so meine Probleme...

* nach wie vor mal vorausgesetzt es gibt diesen Antrag so wirklich und angenommen er lautet so, wie die kurzen Auszüge in dem Kommentar vermuten lassen

  • »TheSilencer« ist männlich

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Mittwoch, 29. Januar 2014, 07:55

Vielleicht verzichten wir Berliner auf Links, weil wir an das geistige Niveau der Grünen bereits gewöhnt sind. Straffreier Sex mit Kindern, Abschaffung von Gefängnissen - da legt man einiges unter "geistigem Schwachsinn" ab. Die Tragik liegt eher darin, daß diese geistig Minderbemittelten völlig widerstandslos agieren können. Unterstützt von der SPD, den SED-PDS-Linken und der Spaßpartei Die Piraten.

Den Link findest Du hier.

Das Herrliche an diesem Antrag ist: wer sagt denn, was der Maßstab ist? Nackte Brüste? Ein bauchfreies Top? Nackte Beine? Gerade Erotik und all' ihre Abartigkeiten sind doch Betrachtungssache.
Und ich glaube mal nicht, daß ich versaut wurde, weil ich einen H&M-Bikini angeschaut habe oder eine Nivea-Schönheit sich eincremen sah.

Aber die Moslems in diesem Bezirk, die da ja in einer nicht unerheblichen Anzahl vorhanden sind, dürfte es freuen. So wie Weihnachtsmärkte oder Symbole des christlichen Festes aus diesem Bezirk bereits verbannt wurden.

Richtig dämlich wird es, wenn man schaut, was die Grünen in anderen Bundesländern fordern: die rücksichtslose sexuelle Aufklärung von Kindern unter Einbeziehung jeglicher Praktiken. Ach, aber ein Unterwäschemodel ist dann sexistisch, oder was?

Ich bin auch dafür, daß Witze verboten werden. Denn die meisten Witze bauen ihre Pointe auf die "Abwertung einer Person" auf. Und wenn wir schon mal dabei sind, sollten die Kreuzberger Muftis Politiker noch schauen, ob das eine oder andere Lied nicht sexistisch ist. "Manchmal möchte ich schon mit Dir" von Herrn Kaiser liegt da ganz weit vorn. Ach, Bücher kann man auch mal wieder verbrennen. "Feuchtgebiete" als Anzünder.

Diese Meinungsdiktatur ist zum Kotzen. Scheint den meisten dort im Bezirk aber zu gefallen, denn der demente Zausel Hans-Christian Ströbele wird jedes Mal wieder gewählt. Allerdings, die NSDAP soll ja auch ganz gute Wahlergebnisse gehabt haben ... sagt man ...

ollistone

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119

Mittwoch, 29. Januar 2014, 10:10

Dass es bei den Grünen immer noch eine recht große Front von Menschen gibt, die gegen sexuelle Diskriminierung, Unterdrückung und für Gleichberechtigung kämpfen


Genau diese aufgeblasene und anmaßende Attitüde der Grünen finde ich so abstoßend. Man spielt sich zur Gouvernante irgendwelcher angeblich schutzlosen Minderheiten auf. Mal eine Frage an dich: wer wird in diesem Land denn bitte sexuell diskriminiert oder unterdrückt? Diese Wortblasen, die keiner hinterfragt, oh Gott...

Und ich verrate dir was, da, wo es tatsächlich sexuelle Unterdrückung gibt, nämlich in religiös-archaischen Zuwandererkreisen, da schauen die Grünen nämlich lieber nicht hin. Da schweigen sie ganz laut. Das wäre wirklich mal ein lohnender Kampf, aber der wäre ja viel zu realistisch, da kämpft man lieber gegen Phantome und eingebildete Diskriminierungen.

Nee, Ahab, du hast recht, es führt zu nichts...

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »ollistone« (29. Januar 2014, 10:28)


Ahab

MI6 Staff

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Mittwoch, 29. Januar 2014, 13:00

Danke erst mal für den Link, Silencer.
Was du allerdings sonst so schreibst, entspricht nicht so recht meiner Meinung. Aber wie gesagt, das ist ja keine so große Überraschung. Z. B.:

Zitat

Aber die Moslems in diesem Bezirk, die da ja in einer nicht unerheblichen Anzahl vorhanden sind, dürfte es freuen.
Soll das heißen es sollten ab sofort erst mal alle Anträge darauf geprüft werden, ob sie den Moslems gefallen könnten und falls ja wird davon Abstand genommen?

Der Antrag ist streitbar, das hab ich oben schon geschrieben. Aber es ist ein Antrag von drei Personen. Oh mein Gott, unser Abendland geht unter, da versuchen drei Leute uns was wegzunehmen! Genau das ist es auch was ich meinte mit den Dingen die gnadenlos hochgekocht werden, damit man was hat worüber man sich aufregen kann. In dem Fall, dass dieser Antrag durchkommt müsste er - wie schon richtig bemerkt - erst mal ziemlich genau definiert werden, bevor irgendwas passiert. Und dann geht es ja nicht mal um Werbung allgemein, sondern um Bezirksflächen. Deine Polemisierung mit der Bücherverbrennung schürt mal schön Angst, hat aber mit dem Fall mal so rein gar nichts zu tun.
Wieviele solcher Anträge (von denen das Land ja angeblich geradezu überschwemmt wird) haben denn tatsächlich schon irgendwelche Auswirkungen auf euer Leben gehabt, außer, dass ihr euch eurer geistigen Freiheit beraubt gefühlt habt weil ihr sie in der Bild lesen musstest, was wohl mit Verlaub leider nicht wirklich messsbar darzustellen sein dürfte.

Die Unterdrückung, Diskriminierung und Benachteiligung von Frauen die heute noch herrscht ist übrigens auch nicht immer auf den ersten Blick offensichtlich. Dazu muss man in vielen Bereichen schon genauer hinsehen als noch damals in den 70ern, 80ern oder 90ern. Offensichtlich wird es allerdings, wenn man einfach mal auf die Lohnunterschiede für gleiche Arbeiten zwischen Frauen und Männern blickt. Wer will die Zahlen raussuchen, soll ich oder willst du Olli?

Ich würde allerdings auch so langsam mal wieder aussteigen, die Diskussion hier hatten wir ja schon häufiger.