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Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

  • »Kronsteen« ist männlich

Beiträge: 4 317

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121

Mittwoch, 29. Januar 2014, 13:17

Die Unterdrückung, Diskriminierung und Benachteiligung von Frauen die heute noch herrscht ist übrigens auch nicht immer auf den ersten Blick offensichtlich.

Angesichts der Unterdrückungen vieler Menschen auf dem Globus finde ich diesen Begriff bei uns einfach fehl am Platze.
Hier gehts mir ähnlich wie z.B. auch mit dem Begriff "Antifaschismus". Dieser ist heute so einfach, plakativ und völlig gefahrenlos für alle möglichen Sachverhalte verwendbar, dass er ein Schlag ins Gesicht all jener ist, die einst unter Einsatzes ihres Lebens gegen den real existierenden Faschismus gekämpft haben.
Da trifft es Ollistones Begriff "Phantom" meiner Meinung nach ganz gut.

Bzgl. der Gehaltssituation ist es eben auch oft einfach Verhandlungssache, zumindest im außertariflichen Bereich. Im tariflichen gibts die Unterschiede ja nicht. Und da ist es eben die Frage, mit welchem Nachdruck man als Mitarbeiter/Bewerber seine Forderungen durchsetzen kann. In unserer Gesellschaft, in der uns das Gender-Mainstreaming vorgaukelt, Männer und Frauen seien gleich und die Geschlechtsrollen seien nur vom Menschen konstruiert, frage ich mich dann, warum dann nicht alle längst auf einem gleichen Niveau sind.
Ich frage mich übrigens auch immer, ob sich Frauen wirklich so schrecklich diskriminirt und unterdrückt fühlen. Ich persönlich kenne zumindest keine. Ich weiß nun nicht, ob es an meinem Umfeld liegt, dass ich nur Frauen kenne, die eigentlich ganz froh darüber sind, dass Frauen und Männer nicht gleich sind.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Zardoz

MI6 Staff

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122

Mittwoch, 29. Januar 2014, 13:25

Ich frage mich übrigens auch immer, ob sich Frauen wirklich so schrecklich diskriminirt und unterdrückt fühlen. Ich persönlich kenne zumindest keine. Ich weiß nun nicht, ob es an meinem Umfeld liegt, dass ich nur Frauen kenne, die eigentlich ganz froh darüber sind, dass Frauen und Männer nicht gleich sind.


Nein, mein lieber Kronsteen - nicht so bescheiden. Das liegt einzig und allein an dir, du Teufelskerl. :D
"Fuck you, I'm going to Hollywood!"

Ahab

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123

Mittwoch, 29. Januar 2014, 13:52

Durchaus gute Punkte. Ich glaube es gibt teils auch einfach einen großen Unterschied zwischen Stadt und Land. In der Stadt sind manche Sachen schon weiter als auf dem Land. Die du-hast-deinem-Mann-zu-folgen-Nummer ist auf dem Land leider noch nicht ganz durch. Ich will ja auch nicht, dass alles total gleichgeschaltet wird und keine Unterschiede mehr gemacht werden, wo welche (berechtigterweise) sind. Aber so lange es z. B. beim Lohn eben noch so ist, finde ich es legitim für eine Gleichheit auf diesem Gebiet zu kämpfen. Ob das Gewerkschaftler für ihre Mitglieder oder Frauenrechtler/innen für Frauen tun ist - ist doch toll wenn sich Leute für die Rechte anderer einsetzen!

In meinem Freundeskreis halten sich die Paare bei denen die Frauen eher den Ton angeben übrigens auch die Waage mit denen bei denen eher der Mann sagt, wo es lang geht. Alles gut soweit. Nur gehören zu meinen besten Freundinnen auch zwei die in Frauenhäusern arbeiten. Natürlich gibt es auch (häusliche) Gewalt und Unterdrückung gegenüber Männern die bekämpft
werden muss. Allerdings einfach ungleich seltener. Und so lange es Missstände gibt, halte ich nichts davon auf andere zu zeigen die sich erst mal bessern sollen bevor man selbst was macht. Die Zustände woanders sollten nicht der Maßstab dafür sein ob wir hier weiter nach Fortschritten streben. Das ist ja wie mit dem Umweltschutz. Da gibt es auch Menschen die sagen 'wenn in Japan Atomkraftwerke auslaufen sehe ich nicht ein hier den Müll zu trennen'. Das Eine sollte mit dem Anderen erst mal nichts zu tun haben, finde ich.

Das ist allerdings wie alles andere hier meine persönliche Meinung. Und ich vertrete sie hier wenns sein muss auch exklusiv. ;)

Spree

Bondforumswissenschaftlicher Forscher & Mitglied der QOS-Splittergruppe

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124

Mittwoch, 29. Januar 2014, 14:45

Auch wenn Ahab schon alles gesagt hat, möchte ich doch anfügen: Nein, die Meinung hast du nicht exklusiv! :friends:

I never left!

Ahab

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125

Mittwoch, 29. Januar 2014, 15:34

:prost:
Das freut mich.

ollistone

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126

Mittwoch, 29. Januar 2014, 15:37

Aber es ist ein Antrag von drei Personen. Oh mein Gott, unser Abendland geht unter


Und das hältst du nun für ein Musterbeispiel redlicher Argumentation? Erst wird die Existenz dieses Antrags bezweifelt, dann waren es ja nur drei Leute, dann wird noch ein bisschen polemisiert... entscheidend ist doch, dass dieser Antrag in der Bezirksverordnetenversammlung von Kreuzberg mit allen Stimmen (außer der CDU) angenommen wurde. Das Ding ist durch, hat Geltungskraft erlangt. Ich will mir nicht von Kreuzberger Kampflesben (sorry, aber die Kreuzberger Bürgermeisterin Monika Herrmann ist eine Kampflesbe, das kann ich nicht ändern) vorschreiben lassen, welche Werbung ich sehen darf. Das geht die verdammt nochmal nichts an. Ich lebe doch nicht in Islamabad oder Teheran, wo sich der Wächterrat um meine Seele kümmert.

Letztes Statement von mir dazu. ;)
"Morgen spreche ich endlich mit Malone."

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ollistone« (29. Januar 2014, 15:44)


Ahab

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127

Mittwoch, 29. Januar 2014, 16:40

Der eine Satz war bestimmt nicht redlich argumentiert. Aber wenn mir die Polemik nur so um die Ohren fliegt, kann ich manchmal nicht anders auch so zu tun. Ich hoffe dann, dass wenigstens das verstanden wird, wenn die Argumente überhört werden. Schuldig im Sinne der Anklage.
Abseits davon gabs von mir dazu aber noch ein paar Sätze ohne dergleichen. :)
Nun ja, Anträge sind dazu da, dass man darüber redet. Und wenn alle außer der CDU da jetzt mitziehen, dann scheint er für noch ein paar mehr als diese drei Leute so absurd gar nicht zu sein. Ich will jetzt auch nicht mehr groß darauf rumreiten oder das werten. Wir kommen da wohl auf keine Einigung.

Ganz grundsätzlich bin und bleibe ich jedoch nun mal ein Freund von belastbaren Quellen, daher meine Frage nach etwas anderem als dem B.Z.-Link. Ich konnte das leider nicht finden. Und was passiert wenn man einmal zu wenig nachfragt und einfach so aufnimmt was irgendwo geschrieben wird, hat man ja bei der Sache mit dem Sonne/Mond/Sterne-Umzug im Herbst gesehen.

Über Islamabad und Teheran diskutieren wir dann eh ein andermal, wenn es mal zum Thema passt.

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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128

Mittwoch, 29. Januar 2014, 17:36

(...) bei der Sache mit dem Sonne/Mond/Sterne-Umzug (...)
@Ahab: St. Martins-Umzug (, wenn Du mir die Bemerkung verzeihen willst. ;) )
God save the Queen!

Ahab

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129

Mittwoch, 29. Januar 2014, 18:26

Stimmt, ich hätte es in Anführungszeichen setzen müssen. Ich wollte mit dem Begriff ja nur klar machen, um welchen Fall es da ging. :)

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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130

Mittwoch, 29. Januar 2014, 18:56

Stimmt, ich hätte es in Anführungszeichen setzen müssen. Ich wollte mit dem Begriff ja nur klar machen, um welchen Fall es da ging. :)
@Ahab: Politisch haben Du und ich bestimmt nur eine recht kleine Schnittmenge (ganz anders als bei der empathischen Betrachtung der Bond-Filme!). Aber Deine Art der Debattenführung gefällt mir sehr: durchaus selbstbewusst, jedoch nie verletzend!
God save the Queen!

Zardoz

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131

Mittwoch, 29. Januar 2014, 19:52

@Ahab: Politisch haben Du und ich bestimmt nur eine recht kleine Schnittmenge (ganz anders als bei der empathischen Betrachtung der Bond-Filme!). Aber Deine Art der Debattenführung gefällt mir sehr: durchaus selbstbewusst, jedoch nie verletzend!


Das kann ich nur unterschreiben! :thumbup:
"Fuck you, I'm going to Hollywood!"

bungyfreak007

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Donnerstag, 30. Januar 2014, 00:08

Auch wenn Ahab schon alles gesagt hat, möchte ich doch anfügen: Nein, die Meinung hast du nicht exklusiv! :friends:


Ahab, auch ich bin völlig bei dir! Ich habe zwar im Moment nicht die Zeit - und ehrlich gesagt auch nicht die große Lust - mich ausführlich zu diesem Themenblock zu äußern (habe das glaub ich zu Wahlzeiten hier zuletzt getan), will mich aber doch zumindest bei dir positionieren.
Nur der BVB - unser ganzes Leben, unser ganzer Stolz!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »bungyfreak007« (30. Januar 2014, 00:14)


Martin

Brosnans Last Line of Defense

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133

Donnerstag, 30. Januar 2014, 00:53

Also ich sehe diese künstlich hochgepushten PC-Kampagnen ehrlich gesagt auch eher kritisch. Diese Haribo-Masken sind doch realen afrikanischen Masken nachempfunden, ich verstehe nicht, was daran rassistisch sein soll. Ähnliche Masken gibts ja mittlerweile in jedem Dekogeschäft. Über den Vorstoß in Bezug auf Außenwerbung kann ich auch nur den Kopf schütteln. Die Plakate von FYEO oder TLD müssten dann konsequenterweise auch in diesen Verbotsbereich fallen...

Was mich an diesen Kampagnen stört ist dass sich da Leute auf Kosten anderer profilieren und die Öffentlichkeit unter einen Generalverdacht gestellt wird. Ein Verbot von Dessouswerbung, Haribo etc setzt ja stillschweigend voraus, dass alle, die sich daran bisher nicht gestört haben, potentiell sexistisch etc pp sind. Von den Herstellern dieser "bedenklichen" Produkte ganz zu schweigen. Mir kommt es immer so vor, als wolle man von den großen Schlachtfeldern ablenken und ständig kleine neue eröffnen, auf denen man leichte Siege verzeichnen und mit dem Finger auf andere zeigen kann.

  • »TheSilencer« ist männlich

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134

Donnerstag, 30. Januar 2014, 06:52

Wie man aber alleine an der Diskussion hier merkt, muß es ja ausreichend genug Menschen geben, die es verdammt dufte finden, wenn man ihnen etwas vordenkt. Da helfen auch keine Nebelbomben, die den Ausgang der Diskussion nun auf einen fehlenden Link beschränken.

Dennoch: wenn es die Mehrheit so möchte ... das ist eben Demokratie. Selbst wenn die rechtsstaatlichen Errungenschaften schleichend abgeschafft werden. Da können wir ja auch auf einen klasse Erfahrungsschatz zurückblicken.

Ich geh' dann mal mein Calvin-Klein-Poster abhängen. Nicht daß sich irgendein Grüner angegriffen fühlt.

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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135

Donnerstag, 30. Januar 2014, 09:04

In der Geschichte ist immer wieder ein Pendel-Effekt zu beobachten - vergleichbar dem physikalischen Gesetz Actio = Reactio: Je stärker eine Tendenz, desto stärker die Gegenbewegung. Einerseits ist demzufolge der ganze Unsinn der aktuellen Political Correctness nur vorübergehend, andererseits verdanken wir diese Peinlichkeiten eben mancher Ungerechtigkeit in der Vergangenheit. Hätten sich unsere Ahnen nicht mitunter geradezu himmelschreiend an Frauen, Homosexuellen, Juden und vielen anderen versündigt, würden heute nicht entsprechende Denk- und Sprech-Verbote herrschen.
Allerdings wird - so lehrt uns die Geschichte - das Pendel auch wieder umschlagen. Und je ausufernder zur Zeit postuliert wird, desto heftiger wird in absehbarer Zeit die Gegen-Reaktion sein. Die einzige Chance, uns vor dem Radikalismus der Zukunft zu bewahren, ist daher eine Mäßigung heute! Die Kardinaltugend des Maßes (temperantia) könnte das Pendel in der Nähe der Mitte halten!
God save the Queen!

  • »TheSilencer« ist männlich

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136

Donnerstag, 30. Januar 2014, 09:28

Dem kann ich nur bedingt zustimmen.

Du hast Recht, die Sache mit dem Auf und Ab.

Aber gab es in der Zeit jemals eine aufgeklärtere Gesellschaft als heute? Hatten Frauen und Homosexuelle jemals mehr Rechte? Sofern Du jetzt nicht mit den "alten Griechen" kommst - da sind mir die Jahrhunderte dann doch etwas arg lang geraten.

(Den Rassismus lasse ich mal beiseite. Den wird es immer geben. In der einen oder anderen Form. Schon weil es autarken Rassimus gibt, den man nicht angreifen darf, weil er aus der "falschen" Richtung kommt.)

Gerade weil wir mehr oder weniger aufgeklärt sind, sollten diese Freiheiten schützenswert und nicht Grund zum nächsten Diktat sein.

ollistone

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137

Donnerstag, 30. Januar 2014, 10:06

Aber gab es in der Zeit jemals eine aufgeklärtere Gesellschaft als heute?


Niemals war Homosexualität so akzeptiert wie heute. Ich will nicht ausschließen, dass es immer noch einzelne Menschen gibt, die schwulenfeindlich sind, aber wir haben uns an schwule Bürgermeister (Wowereit, von Beust), schwule Außenminister, schwule Fußballer und Fernsehmoderatoren gewöhnt - da kräht doch kein Hahn mehr nach.

Und was macht die Linke? Ein Riesenfass macht sie auf, wenn jemand meint, ein Kind braucht im Optimalfall Mama und Papa und nicht Papa und Papa. Der ist dann nämlich homophob! Wahnsinn, dieses selbstgerechte In-die-Ecke-stellen anderer, nach dem Motto, wenn du nicht denkst wie ich, bist du krank, behandlungsbedürftig und gesellschaftsfeindlich. Auf dem Gipfel der Homo-Akzeptanz tut man so, als hätten wir 1933.

Dass das geplante Verbot "sexistischer" Werbung hier so viele Freunde findet, befremdet mich jetzt auch ein wenig. Der eine benötigt mehr geistige Führung, der andere weniger.
"Morgen spreche ich endlich mit Malone."

Kronsteen

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138

Donnerstag, 30. Januar 2014, 11:31

Der ist dann nämlich homophob!

"Homophob" ist ohnehin ein Wort, das inzwischen sehr reflexartig verwendet wird (ähnlich wie z.B. auch "sexistisch"). Jeder, der nicht die extremste Haltung der Offenheit in dieser Richtung einnimmt, wird als "homophob" diffarmiert. Man agiert also mit jener Ausgrenzung, die man eigentlich abschaffen möchte. "Homophob", ein Begriff, den vor 10 Jahren noch niemand gekannt hat, wurde durch häufige Wiederholungen in den Sprachgebrauch eingebrannt (in Vertriebs- bzw. Marketingschulungen würde man von "Platte mit Sprung" sprechen). Orwell hätte seinen Spaß daran, wie man mittels Sprache ("Neusprech") das Verhalten und das Wertesystem der Menschen beeinflussen will. "Das Sein bestimmt das Bewusstsein". Wenn es bestimmte Sachverhalte in der Sprache nicht mehr gibt, dann existieren sie auch nicht mehr. Welche sprachliche Krücken dieses System, in dem man sehr vieles nicht mehr aussprechen darf, ohne gleich wieder irgend eine Gruppe zu diskriminieren, verursacht, kann man z.B. am AGG (Stichwort "Stellenanzeigen" oder "Absagen") sehr gut sehen.

Dass das geplante Verbot "sexistischer" Werbung hier so viele Freunde findet, befremdet mich jetzt auch ein wenig. Der eine benötigt mehr geistige Führung, der andere weniger.

Mich erschreckt es auch, wie intolerant die vermeintlich Toleranten sind. Völlig ad absurdum wird das ganze dann geführt, wenn es "militante Antimilitaristen" gibt, wie z.B. in diesem Artikel, der meiner Meinung nach viel zu wenig Aufmerksamkeit bekam (ich habe von LINKEN höchstens gelesen, dass sie den "Focus" als Quelle in Frage stellen - auch ein beliebtes Mittel der Diskussions(un)kultur).
Wenn ich anschaue, welche Gewalt die vorgeschriebene Toleranz inzwischen bei gewissen Kreisen der linken Bewegung auslöst, so frage ich mich, ob das das Ziel der selbst ernannten "emanzipatorischen" Gesellschaft sein kann. Im Namen des Guten ist scheinbar alles erlaubt. Aber es ist ja schließlich ein Chrakterzug einer jeden politischen Strömung, die Freiheit so zu definieren, dass es den eigenen Zielen entspricht. "Wahrheiten" gibt es nicht, sie werden geschaffen.

Mal eine Frage an alle hier, die sich dem Aufruf der Grünen bzw. Linken anschließen würden, dass wir in einer extrem sexistischen, rassistischen und homophoben Gesellschaft leben:
Wie geht Ihr eigentlich mit dem Rollenverständnis in den James-Bond-Filmen um?
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Ahab

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139

Donnerstag, 30. Januar 2014, 11:38

@ Ollistone:
Scheint fast, als kämen wir hier nicht mehr raus, was?

Ich würde kurz einwerfen wollen, dass Verständnis für einen Antrag und die Bereitschaft darüber zu diskutieren etwas anderes ist, als etwas zu befürworten oder Freund davon zu sein. Zumindest in meiner Definition. Man kann das für Erbsenzählerei halten, aber in dem Fall wäre ich dann der Falsche für die Diskussion hier.

Zitat

Wie man aber alleine an der Diskussion hier merkt, muß es ja ausreichend genug Menschen geben, die es verdammt dufte finden, wenn man ihnen etwas vordenkt. Da helfen auch keine Nebelbomben, die den Ausgang der Diskussion nun auf einen fehlenden Link beschränken.Dennoch: wenn es die Mehrheit so möchte ... das ist eben Demokratie. Selbst wenn die
rechtsstaatlichen Errungenschaften schleichend abgeschafft werden. Da können wir ja auch auf einen klasse Erfahrungsschatz zurückblicken.Ich geh' dann mal mein Calvin-Klein-Poster abhängen. Nicht daß sich irgendein Grüner angegriffen fühlt.
Auch hier gilt: Darüber zu diskutieren setze ich nicht damit gleich sich etwas vordenken zu lassen. Zumal hier einfach niemand gesagt hat: 'Den Antrag unterschreib ich 1:1. Toll was die machen.' Und selbst wenn es so wäre: Ich würde es für ungerechtfertigt halten deshalb dann zu urteilen, dass jemand geistige Führung (wie Ollistone es schreibt) und Vordenken (wie du es schreibst) braucht. Aber gut, da gehen unsere Meinungen dann wohl auch wieder auseinander.

Wenn du übrigens schon schreibst '...das ist eben Demokratie', noch eine letzte Sache: Das trifft es auf den Punkt! Das ist Demokratie. Mach mit, engagiere dich, diskutiere Anträge mit Leuten die sie stellen! Forme die (politische) Umgebung in der du und in der wir leben. Klingt platt, aber je mehr Leute mitmachen, um so besser.

Respekt vor der politischen Gegenseite und diese ernst zu nehmen macht es bei aller inhaltlicher Distanz für alle Seiten erträglicher und ertragreicher.

@ Mr. Fogg: Toller Beitrag, eine wahre Bereicherung! :)

Spree

Bondforumswissenschaftlicher Forscher & Mitglied der QOS-Splittergruppe

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140

Donnerstag, 30. Januar 2014, 12:31

@Don Ahab: Nur ein Wort: Windmühlen! ;)

I never left!