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ollistone

Consigliere

  • »ollistone« ist männlich
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Beiträge: 1 111

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1

Mittwoch, 5. Juni 2013, 16:38

DIE SOUNDTRACKS: Eric Serra

Hier alle Beiträge im Archiv.

[img]http://blog.live2times.com/wp-content/uploads/2010/09/eric-serra.jpg[/img]

Zitat von »Kronsteen«


Wohl der umstrittenste da revolutionärste aller Bond-Komponisten. Sogar Regisseur Campbell war nicht sehr angetan von seiner Arbeit zu GE.



Zitat von »nullnullsieben«


The schlechtest ever.

Kein Bondtheme, kein Titelthema, kaltes, uninspiriertes Herumgescratche, für die "Overtüre" die GF-Fanfare verwurstet, für den Creditsong die eigene Musik aus "Leon - Der Profi" recycelt, ... Gibt dem Film echt den Rest.



Zitat von »Volante«


nun ich muss sagen, am Anfang war ich von dem Soundtrack absolut enttäuscht! Das war keine Musik, sondern eher Geräusche...aber nun, mit der Zeit und dem gewissen beruhigendem Gefühl, dass David Arnold die Musik macht, hat der Soundtrack etwas, ich weiss nicht was genau, aber der hat was kultiges...sicher es ist nichts Bond-typisches und Serra sollte nicht nochmal ran, aber irgendwas hat der Sound...
Aber trotzdem ist der Abspann, wenn Serra selbst singt, grauenvoll...



Zitat von »Carsten«


Leider war Serra der unpassenste Komponist für Bond. Das hätte man eigentlich vor seiner Verpflichtung merken müssen. Serra hat tolle Scores geschrieben. Sein moderner Synthe-Sound passte hervorragend zu Filmen wie Im Rausch der Tiefe, Nikita oder Leon-Der Profi. Der sehr vordergründige Musikeinsatz unterstützte diese Filme. Aber eben diese Scores passten überhaupt nicht zu Bond. Ähnlich wie Michel Legrands Score zu Sag niemals nie, passten einige Musikstücke nicht richtig zu den Filmszenen. Zum Beispiel hat mich der Musikeinsatz bei der Aston-Ferrari-Jagd, bei der Szene, wo Bond im Swimmingpool schwimmt und bei den Weltraumszenen regelrecht gestört. Auch der minimale Einsatz von Orchester und die Vernachlässigung des Bond-Themas machte aus GoldenEye einen Actionfilm, aber kleinen Bondfilm. Dass Serra am Schluss auch noch selbst singt, hat die Sache noch verschlimmert. Der Song ist einfach grauenhaft.



Zitat von »Thunderball«


Ich sehe das ähnlich wie Carsten. Eric Serra kann durchaus passende Musik zu Filmen schreiben. Er ist und bleibt einfach untrennbar mit Luc Besson verbunden. Den Score zu "Leon" höre ich immer wieder gerne, und ich habe mich sehr gefreut, als die DVD mit der isolierten Musikspur herauskam. Auch Tracks wie "Rico's Gang Suicide" aus "Nikita" finde ich z.B. richtig stark. Da passt die Musik zum Filmgeschehen und entfaltet ihre volle Wirkung.
Trotzdem passt Serra für meine Begriffe nicht zu Bond. Seine GE-Musik klingt beliebig, austauschbar, wirkt in den meisten Fällen nicht und versprüht kein Bond-Feeling. Man vergleiche nur den CD-Track "A Pleasant Drive In St. Petersburg" mit der im Film verwendeten Version von John Altman. Letztere hört sich schon wieder viel mehr nach Bond an als Serras Komposition.
GE ist der einzige Film der Reihe, der mir irgendwie immer "fremd" geblieben ist. Die Musik trägt definitiv ihren Teil zu diesem Gefühl bei.

Ganz im Gegensatz zu Serras Score steht für mich der kraftvolle Titelsong, den ich sehr mag.



Zitat von »ollistone«


Der Song im Abspann ist tatsächlich eine Katastrophe, das hätte Michael Cretu nicht schlimmer machen können.

Ansonsten vertrete ich nach wie vor die Auffassung, dass Filmmusik zum Film gehört und nicht isoliert angehört werden sollte.

Z.B. der pre-title, vom Bungeejump bis zum Motorrad-Sprung hören wir überwiegend perkussive Elemente, ein paar Trommeln hier, ein paar Trommeln da. Ich finde: Das passt! Das ist nicht schlecht. Das fällt jedenfalls nicht negativ auf. Hört man sich das allerdings als CD-Track an, ohne die Bilder, mag man schon verwundert oder irritiert sein.

Keine Frage, es gab bessere Scores als diesen, aber lassen wir mal die Kirche im Dorf...



Zitat von »MisterBond«


Schwacher Soundtrack.
Was mir aber gefällt, und weiß Gott warum ihr diesen Song nicht mögt, ist Serras selbst gesungenes Lied "The Experience Of Love"!
Das ist neben "We Share The Same Passions" das beste und bondigste vom ganzen Soundtrack.
Sonst, wie wir uns wohl einig sind, zu wenig "klassisches". Also keine Streicher und Bläser, sondern zuviel Computer-Blubb-Blubb.



Zitat von »TheCynic«


Finde Serras Score faszinierend. Man muß nur genauer reinhören. Aber es mag vielleicht an jedermanns Musikgeschmack liegen, Serra zu mögen oder nicht. Ich komme aus dem Prog-Lager und kann Serras Tönen sehr viel mehr abgewinnen, weil Progressivhörer ein vielfach feineres Gehör als z.B. Technohörer haben. Sofern man beim Techno über Gehör sprechen kann oder darf.
"You may be a lover but you ain't no dancer."

Dalton ist Bond

Agent ohne Rückendeckung

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2

Montag, 5. August 2013, 19:46

Ich kann es immer noch nicht fassen, dass die meisten Bond-Fans Eric Serras Musik in "GoldenEye" so schlecht finden. Natürlich ist die Musik von "GoldenEye" ungewöhnlich. Sie unterscheidet sich schon sehr von Barrys Stil. Aber schlecht ist sie deswegen nicht. Serra hat einen sehr kühlen, ja sogar leicht weihnachtlich klingenden Soundtrack geschrieben. Ich finde das er die düstere Atmosphäre des Films perfekt unterstützt.

Die Arbeit seines Nachfolgers David Arnold war viel routinierter. Ok, der Soundtrack von "Der Morgen stirbt nie" war stellenweise noch ein echter Ohrwurm, aber alles was danach folgte war simple Actionmusik ohne große Leitthemen. Die Musik von "Stirb an einem anderen Tag" bestand fast nur aus Elektrogedudel. Und auch in "Casino Royale" hatte Herr Arnold nicht gerade viele neue Ideen. Das Vesper-Theme ist sehr schön, aber das wars auch schon wieder.

Eric Serras hat in meinen Augen viel bessere Arbeit geleistet. Am liebsten mag ich die "GoldenEye Ouvertüre". Aber auch die Musik während der Panzerszene ist nicht übel. Nur das Stück wo Bond und Xenia ein Autorennen machen ist etwas naja trashig.

Aber ansonsten mag ich seine Bond-Musik. Ich höre den Soundtrack von "GoldenEye" mindestens einmal in der Woche.
"Ich helfe Menschen, die Probleme haben." - "Ein Problemlöser." - "Ich würde sagen, mehr ein Problembeseitiger." 8)

Spree

Bondforumswissenschaftlicher Forscher & Mitglied der QOS-Splittergruppe

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3

Montag, 5. August 2013, 23:11

Die Panzermusik im Film ist aber nicht von Serra - gottseidank, denn seine Version, die auch auf CD ist, ist nur eine schreckliche Wiederholung des Race-Gedudels vom Anfang mit Xenia.
I never left!

Mister Bond

Felix Leiter

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Montag, 5. August 2013, 23:34

Stimmt, vieles nach GE war auch nicht inspirierend, dennoch keine Chance für den GE-Soundtrack. Der ist einfach schwach und nicht "bondig".
CR hat einen tollen Score, gerade die Variatonen vom Titeltrack.

  • »Martin« ist männlich

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Dienstag, 6. August 2013, 01:06

Für mich ist Serras Score auch der schlechteste. Nicht weil er anders ist. An sich höre ich Serra sehr gern! Seine Scores für Nikita, Leon oder auch Das 5. Element finde ich gut und auch innovativ. Das Problem ist, dass GE selbst für Serras Verhältnisse mittelmäßig ist. Die Overtüre ist noch halbwegs okay, auch die Musik im Casino. Wenn auch für mich etwas unmotiviert melancholisch. Aber die Actionuntermalung ist einfach mal grotte, an der Panzerjagd merkt man ja, dass das mit melodischer Musik gleich viel besser wirkt. Und für weite Teile hat Serra auch praktisch 1:1 seine eigene Musik aus Leon recycelt. Arnold mag nicht immer innovativ gewesen sein, aber er hat nie ein Musikstück genauso für einen anderen Film wiederverwertet. Von Serras "Gesangskünsten" am Ende dann mal ganz zu schweigen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Martin« (6. August 2013, 01:17)


6

Dienstag, 6. Dezember 2016, 13:10

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Ein aktuelles, englischsprachiges Interview mit dem Komponisten und Arrangeur John Altman zu seinem musikalischen Arbeitseinsatz zum Score von GOLDENEYE


Composer John Altman Explains What Went Wrong with GoldenEye’s Score (EXCLUSIVE)

Article by Matthew Chernov · December 5, 2016

To call Eric Serra’s “GoldenEye” score an acquired taste is putting it mildly. Though some fans appreciate its originality, the vast majority find its synth-heavy sound lacks the rich orchestral flavor that’s been an integral part of the 007 film series since the very beginning. In fact, during James Bond Radio podcast #023, Tom Sears claimed it felt less like a Bond score and more like something you’d hear in “dodgy French porn.” Even Michael G. Wilson referred to it as “controversial” during his audio commentary on the film’s Blu-ray.


Yet amid all the withering criticism, one bright spot remains: Composer John Altman’s thrilling score for the film’s spectacular tank chase sequence. Accompanying one of the most memorable moments of the Brosnan era, Altman’s tank chase music is everything that Serra’s score isn’t. It’s rousing, dynamic and boldly orchestrated. Best of all, it brilliantly incorporates the classic Bond themes, while adding its own unique spin on the material.

But how did Altman end up scoring (or, technically, re-scoring) the film’s biggest set-piece?

To learn the answer, I attended a recent luncheon in Los Angeles, hosted by the Academy of Scoring Arts. There, with disarming candor and self-effacing charm, John Altman discussed his unique contribution to James Bond history. What follows are some of the highlights:
Altman traces his involvement with Eric Serra and “GoldenEye” back five years, to his work on Bernardo Bertolucci’s 1990 Paul Bowles adaptation.
I have to go back a few years to “The Sheltering Sky,” which was a Bertolucci film that I orchestrated and conducted for Ryuichi Sakamoto, who basically could’ve done what I did in his sleep. Eric Serra, who worked a lot with Luc Besson, saw “The Sheltering Sky,” and he wanted to hire the team who worked on it. Which was me!
So I did two films for Luc Besson with Eric Serra, which were “Léon,” or “The Professional” in this country, and before that a film called “Atlantis,” which was all music. Eric was basically a synthesizer composer, and I orchestrated what he wrote and gave it to the Royal Philharmonic. I conducted and arranged it.

Flash forward five years.
So when they cast Pierce Brosnan in “GoldenEye,” they wanted the music to be like “Léon,” which they all loved. But that’s a very different film from “GoldenEye.” And it just seemed from the very beginning that Eric Serra was used to Luc Besson, who literally put everything that Eric wrote into his films. They’d grown up together. They’d been childhood friends. Luc said “I don’t know anything about music, so whatever you write goes in.” So it all went in.

The trouble begins.
As soon as Eric started working on James Bond, he had to deal with producers, directors, editors, sound editors, and they all had their input. And being, A, French, B, quite young, and C, inexperienced, Eric reacted as one might expect. He just told them all to take a running jump, basically. And they stopped talking to him after awhile. They talked to me instead. I wound up as a sort of go-between, if you like.

Desperate times call for desperate measures.
I got a phone call on the Friday before the film’s release, which was literally a week away, saying “Could you come in?” And I turned to my assistant and said “It’s the tank chase! I know it!” Because I’d heard what Eric had written for the tank chase, which had no orchestration at all. It was all sort of synthesized, and was very low-key and didn’t cut through. It was eccentric. He took it into a weird space of oriental disco.
And what happened was, they were dubbing the film, and they literally had a revolution of the dubbing editor and the editor, who said “I want my name off this movie if this cue stays in. This is the highlight of the film. It’s not James Bond. It’s not what we’re used to.” They’d all worked on the classic John Barry scores. And they said “This is not James Bond! This is a different film!”
The Broccoli family was a bit baffled by what Eric was giving them. So everyone was a bit wary. And of course, the public eye was on James Bond. Will Brosnan be any good? Will the film be any good? Will the composer be any good?

Regarding Serra’s original score for the tank chase.
They hated it. I mean, they really loathed it.

A fast turnaround.unnamed-1
I got the call on a Friday, and they said “The latest you can record it is Tuesday.” So I phoned friends and said “Stand by.” And I thought, the hell with it! I’m going to do it all myself! So I composed something on Saturday, orchestrated it on Sunday, gave it to the copyist on Monday, we had the recording session on Tuesday, and the film came out on Friday!

All I remember is Michael Wilson saying “IF I’D KNOWN YOU WERE THIS QUICK I’D GIVEN YOU THE WHOLE FILM.”

Altman’s one stipulation.
I literally said to Martin Campbell, “I don’t want to do this unless Eric okays it,” because he hired me to do the film. And Campbell said, “We’re going to get somebody to do it, so it might as well be you, because you know what the rest of the score is like.”

Any regrets?

My big regret is that my version has never been released on a record.

Getting the band back together.

I really got carte blanch. When you hear the arrangement, I had six trumpets, six horns. I must’ve had five or six percussionists. Probably six keyboard players. I literally got what I wanted, including Derek Watkins, who’s played on every James Bond movie! Kenny Wheeler is on there, too! In fact, Guy Barker, one of the trumpet players, said “I’ve died and gone to Heaven! I’m sitting between Derek Watkins and Kenny Wheeler, playing the James Bond theme!”
I got the best musicians, because we did it in the evening. I said “I want these people.” The entire horn section was incredible.
The take was so terrific that at one point I noticed a mistake in the strings that obviously was either my writing, or something between me and the copyist, and I just let it go. Forget it! We were in such a rush, you know.

The kiss of death.
I remember two things the producers said: “We’d have given you the whole film to re-score if we’d known you were that quick,” and “You saved our movie.” Unfortunately, those are the kiss of death! You know you’ll never work with them again.

Is Altman still on speaking terms with Eric Serra?
I am now. I wasn’t for a long time, but I am now. But I never did another film with him. It’s the last film I’ve ever done as an orchestrator or conductor for anybody else, as well.

Is there any solace in the fact that Bond fans finally know who scored the tank chase?
Yeah. This was back 1995, sort of pre-internet. I had no idea that anybody even knew I’d done it. I did it as a favor at the last minute, and I forwent my credit because there wasn’t time to put a credit on! And then, suddenly everyone knows that I’ve done it, and they want the backstory.



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