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Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

  • »Kronsteen« ist männlich
  • »Kronsteen« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 4 317

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1

Mittwoch, 5. Juni 2013, 09:22

DER PRODUZENT: Kevin McClory

In diesen Thread bitte alle Diskussionen rund um den Mann, der über Jahrzehnte hinweg einen erbitterten Kampf mit dem Hause EON führte und durch rechtliche Verwirrungen aus seiner Arbeit am Buch "Thunderball" sowohl 1965 beim gleichnamigen Film als auch 1983 bei dessen Remake "Never say never" Produzent war.

[img]http://upload.wikimedia.org/wikipedia/en/3/34/Kevin_McClory.jpg[/img]

Eure Meinungen zu Kevin McClory? Glücksfall für das Franchise oder jahrzehntelanger Störenfried.

Ich bin zwiegespalten. Seine Fehden mit Saltzman/Broccoli haben der Serie sicher sehr geschadet. Aber mit "Thunderball" hat er den meiner Meinung nach besten Beitrag zur klasischen Bondfilm-Kultur geleistet.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

2

Samstag, 16. November 2013, 06:40

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Kevin McClorys Vermächtnis und seine rechtliche Anteile an James Bond befinden sich nun endgültig im Besitz von Danjaq und MGM.


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3

Samstag, 16. November 2013, 08:09

Ergo auch SPECTRE und Blofeld?!
"That's one hell of a Pilot!"

Maibaum

00-Agent

Beiträge: 818

Registrierungsdatum: 27. Mai 2013

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4

Samstag, 16. November 2013, 13:51

Ich fürchte ja.

Felix Leitner

Witwe Bolte

  • »Felix Leitner« ist männlich

Beiträge: 262

Registrierungsdatum: 26. Mai 2013

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6

Montag, 18. November 2013, 09:53

Was mich bei McClory am meisten verwundert, ist, dass er den Rest seines Lebens damit verbracht hat, aus seinem Apfel, den er vom großen Bond-Apfelbaum bekommen hat, auch noch das letzte Quentchen auszuquetschen. Wenn man sich seine Vita anschaut, wird man feststellen, dass er ein talentierter Regisseur gewesen sein muss. Warum hat er nicht versucht, andere Projekte auf die Beine zu stellen oder sogar selber wieder Regie zu führen?

Stattdessen wollte er allen Ernstes, nach zwei Verfilmungen, die er (mit-)produzieren durfte, seine TB-Drehbuchentwürfe gegen alle rechtlichen Hürden noch zu einer eigenen Franchise aufmotzen. Also wirklich...

Laut Erich Kocian wurde McClorys Bond-Besitzstand schon auf einer Fan-Convention im Zuge des NSNA-Projektes mit Connery entzaubert: Er gab an, dass er neben TB noch die Rechte auf andere Skripten habe, woraufhin nachgefragt wurde, weshalb er dann gerade TB nochmal verfilmen will und er daraufhin zugeben musste, dass es sich bei den anderen lediglich um Drehbuchentwürfe von TB handelt...
"I don't like your manner." "I'm not selling it."

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Felix Leitner« (18. November 2013, 10:47)


Scarpine

Verschlagener Korse

  • »Scarpine« ist männlich

Beiträge: 693

Registrierungsdatum: 25. Mai 2013

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7

Mittwoch, 20. November 2013, 17:31

Das habe ich mich auch schon gefragt. Ich vermute mal, dass McClory von den "Thunderball"- und "Never Say Never Again"-Erlösen ganz gut hat leben können, aber für die Finanzierung eigener Filme hat es vermutlich nicht gereicht. Vielleicht wissen andere User (photographer?) in diesem Punkt auch mehr. Ich könnte mir auch vorstellen, dass McClory nach den Rechtstreitigkeiten in der Filmbranche einfach nicht mehr sehr gut gelitten war bzw. man befürchtete, dass er bei Differenzen ebenfalls vor Gericht ziehen würde. Das hat Produzenten vielleicht abgeschreckt. Möglicherweise hat Eon in der britischen Filmbranche aber auch entsprechende negative Lobbyarbeit betrieben. Dass die Broccolis sehr viel Einfluss haben und mit harten Bandagen kämpfen können, ist ja bekannt. Dass McClory versucht hat sein eigenes Franchise durchzusetzen, finde ich hingegen gar nicht so unverständlich: Wenn man einmal den Fuß in der Tür hat, will man auch aufs Ganze gehen und nicht nur ein Stück, sondern den ganzen Kuchen. Das kennt man ja auch von ähnlich gelagerten Urheberrechtsfällen.
"Enjoying our little party, Monsieur... Saint John Smythe?"