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Dr. moVe

MI6 Staff

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  • »Dr. moVe« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 393

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1

Dienstag, 12. Mai 2015, 22:32

Mad Max

Angesichts der wohl kaum noch steigerungsfähigen Begeisterung welche die Verfassser zahlreicher erster Reviews bezüglich Mad Max: Fury Road an den Tag legen, und einem imdb-Wertungs-Einstieg des Films mit 9,2/10 (bei 1.600 Stimmen) dürfte klar sein, das hier offensichtlich kein 'normaler' Actionfilm am kommenden Donnerstag in unseren Kinos startet.

Nein, hier rollt offenbar ein Werk von einer gewissen Relevanz auf uns zu - zumindest für's Action-Kino.
Erstaunliche Vergleiche mit anderen großen Action-Genre-Meilensteinen werden bereits von US-Erstkonsumenten gezogen, Werken die das Kino veränderten, wie Raiders of the lost Ark von 1981, Die Hard von 1988, Terminator 2 von 1991, Matrix von 1999 und The Dark Knight von 2008.
Selbst wenn diese ersten Begeisterungsstatements - wie so oft - übertrieben sein sollten, so ist aufgrund des enormen Grad der allgemeinen Euphorie unter den Action-Fans eigentlich schon davon auszugehen, das dieses Franchise sich mit einem Knall zurückgemeldet hat.

Grund genug dem Thema Mad Max einen eigenen Thread zu widmen, denn schließlich hatten auch die ersten beiden Werke von George Miller einen nicht zu unterschätzenden Einfluß auf das Action- und Endzeitfilmgenre.

- Wie wertet ihr die einzelnen Filme der Reihe ?
- Habt ihr einen Favoriten ?
- Was habt ihr zu kritisieren ?
- Wie ist Eure Meinung zu Mad Max: Fury Road ?

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Dr. moVe« (12. Mai 2015, 23:50)


Zardoz

MI6 Staff

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2

Mittwoch, 13. Mai 2015, 09:08

Den Trailer zu Mad Max: Fury Road fand ich eigentlich recht vielversprechend. Man erkennt George Millers Handschrift. Den Cast empfinde ich gemischt. Tom Hardy wird hoffentlich ein guter Mel-Gibson-Nachfolger. Das könnte ich mir zumindest vorstellen. Warum man Rosie Huntington-Whiteley in den Film gedrückt hat, erschließt sich mir jedoch weniger (wohl nur für die Optik). Auch hätte man ruhig einen Charaktermimen als Mad-Max-Antagonisten verpflichten können. Beispielsweise hätte ich mir Guy Pearce oder Gary Oldman sehr gut vorstellen können. Diese Herren hätten dann jedoch Tom Hardy eventuell ein wenig blass aussehen lassen. Auch bin ich ein wenig enttäuscht darüber, dass Mel Gibson überhaupt nicht im Film vorkommt, wenigstens ein Cameo-Auftritt wäre doch wohl drin gewesen. Verdient hätte er es. Aber egal, ich werde den Film, wenn auch nicht unbedingt im Kino so doch später auf Blu-ray, unvoreingenommen sichten.

Zu deinen Fragen, Dr. moVe:

Im Allgemeinen halte ich die Reihe für überschätzt. Wenn ich mir die drei Teile so ansehe, muss ich immer wieder feststellen, dass mir eigentlich nur so richtig Mad Max 2: The Road Warrior zu gefallen weiß. Hier stimmt fast alles. Zwar ist der Plot dünn, aber die Inszenierung gefällt. Der Film ist in sich stringent und zu keinem Zeitpunkt langweilig. Mel Gibson ist der Aktivposten, der V8-Ford ein Gedicht und die Actionszenen überzeugen auch noch 34 Jahre später. Den Erstling sah ich hingegen immer als eine große Enttäuschung an. Die Schnitte wirken in den Actionsequenzen dilettantisch und die Schauspieler, ach ja, die Schauspieler...
Die Story dümpelt so vor sich hin und erst in den letzten zehn Minuten kommt ein wenig Fahrt auf - eben dann, wenn Mad Max sich anschickt zur Rache zu schreiten. Sicherlich musste George Miller mit einem verschwindend geringen Budget auskommen, das entschuldigt aber bei weitem nicht alles. Meiner Meinung nach steht der Nachfolger, also The Road Warrior für alles, was den gesamten "Mad-Max-Mythos" ausmacht.

Bleibt noch Mad Max Beyond Thunderdome. Besser als Mad Max, krankt der letzte Teil der Trilogie aber an seiner weichgespülten Inszenierung. Zu viele Kinder, die zu lange die Handlung beherrschen. Ich hätte mir etwas mehr Außenseiter-Attitüden seitens der Hauptfigur gewünscht. Der stoische Einzelgänger, gepaart mit härterer und schmutziger Action. Über Tina Turner kann man geteileter Meinung sein, ich fand sie in Ordnung. Insgesamt ist der Streifen jedoch besser als ein Ruf.

Wie schon erwähnt. Am Ende denke ich bei der Mad-Max-Reihe immer nur an The Road Warrior. Der erste Teil ist billig und Beyond Thunderdome fast schon zu sehr auf das US-Publikum zugeschnitten (was ja auch den Produktionsbedingungen geschuldet war). Ich setze allerdings viel Hoffnung in Fury Road. Das R-Raiting bestärkt mich darin.
"Fuck you, I'm going to Hollywood!"

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Zardoz« (13. Mai 2015, 09:35)


3

Freitag, 15. Mai 2015, 17:56

Ich habe auch die Trailer und das Making-Of zu Mad Max - Fury Roads gesehen und kann mich mit diesen neuen "Werk" keineswegs anfreunden. Auch wenn sie die ganzen Autoszenen und Stunts richtig gedreht haben. Das fertige Material wurde doch nur wieder für das dämliche 3D-Kino verschlimmbessert.

Beiträge: 49

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4

Samstag, 16. Mai 2015, 16:33

Würde den Film gerne sehen, mein Kino zeigt aber mal wieder nur in 3D. Dann halt auf die BluRay warten.

5

Samstag, 16. Mai 2015, 19:57

Nix neues. Die meisten Kinos spielen den in 3D. Der Film ist es nicht wert für den 2D Genuss in eine andere Stadt zu fahren. Sowas macht man nur bei guten Filmen!

6

Sonntag, 17. Mai 2015, 02:31

Für mich der bislang beste Film des Jahres!
Werde ihn mir aber nie zuhause von blu-ray ansehen, da so ein Film auf die größte Leinwand der Stadt gehört. Sonst wirkt es nicht.

Habe hier die Möglichkeit ihn in 2D oder 3D zu sehen,
hatte mich bei der Erstsichtung für die konvertierte 3D-Fassung entschieden.

Und ich muss sagen: es hat mich in keinster Weise gestört. Nach zwei, drei Minuten war ich voll drin im Film und hab komplett vergessen, dass ich ihn grad in 3D sehe.
Das ist für mich ein positives Zeichen. Zum Glück gab es dann auch nur gegen Ende mal einen dieser Disneyland-Kinder-Effekte, wo etwas auf den Zuschauer zufliegt.
Ich mag 3D nur, wenn es genutzt wird, um räumliche Tiefe zu erschaffen. Und das funktioniert hier wunderbar - obwohl der Film selbst ja in 2D gedreht wurde.

So oder so: ich kann den Streifen nur jedem ans Herz legen.
Wie eine Rock-Oper, aufgepumpt mit Adrenalin und einer Dynamik, die bis zum Ende Vollgas gibt.

Die Handlung (mehrere Menschen fahren von A nach B und dann wieder von B nach A) ist schnell erzählt und alle Dialoge zusammen addiert ergeben vielleicht höchsten 5 DIN-A4 Seiten.
Aber genau das ist die Stärke dieses Films. Er erzählt sich allein durch die visuelle Kraft und durch den Score. Bild und Musik harmonieren wunderbar. Für mich stimmt hier einfach alles.

Werde ihn demnächst garantiert nochmal ansehen, dann vielleicht in 2D.

9/10

7

Sonntag, 17. Mai 2015, 23:34

...die konvertierte 3D-Fassung...

Das ist doch nur noch reine Abzocke! Filme, die in 2D gedreht wurden, nachträglich in 3D zu konvertieren. Auf der Fläche wird der Film nur in 3D gezeigt. Und dann nur in der normal Framerate und Kein HFR! Zum kotzen ist das! :kotz:

Real-3D und räumliche Tiefe. :haha: Das ich nicht lache. Echte räumliche Tiefe habe ich bisher nur in IMAX-3D erleben dürfen. Da wurde der Film auch mit 3D-Kameras gedreht und NICHT nachträglich konvertiert!

Martin

Brosnans Last Line of Defense

  • »Martin« ist männlich

Beiträge: 948

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8

Dienstag, 19. Mai 2015, 00:39

Mad Max - Fury Road hab ich am Wochenende auch gesehen und kann mich den überwiegend positiven Eindrücken von Invincible nur anschließen!

Dazu muss ich allerdings sagen, dass ich die originalen drei Teile noch nie gesehen habe. (Ein Fall für den Beichte-Thread...) Insofern kann ich zum Vergleich zu den alten Filmen nicht viel sagen. In der ersten Hälfte ist man oft etwas irritiert, zum einen von der doch sehr skurrilen post-apokalyptischen Welt, vor allem aber auch von dem Umstand, dass der Titelheld sehr passiv wirkt. Bond in GF ist dagegen ein richtiger Macher. :D Sobald es Max dann mal gelingt, sich aus seiner Misere zu befreien, nimmt auch der Film einige gute Wendungen. Trotzdem muss ich sagen - und das ist auch der größte Kritikpunkt am Film - dass Mad Max hier eher wie ein Nebendarsteller wirkt, und Charlize Theron wie die Hauptfigur. (Was aber sicher auch dem Umstand geschuldet ist, dass hier noch die obligatorische Trilogie folgen soll.)

Die Irritationen, die man gegen Anfang der Geschichte hat, erscheinen allerdings in der Nachwirkung positiv. Vieles ist hier gegen den Strich gebürstet, und hat auf mich wie ein erfrischendes Gegenstück zu Avengers und Co. gewirkt. Man überlässt dem Zuschauer trotz einer visuell berauschenden Oppulenz mit teilweise genialen Bildern noch einen Rest des Denkens, statt ihm ein durch zahlreiche Probevorführungen stromlinienförmig durchgestyltes Massenprokukt um die Ohren zu hauen. Die Story ist auf den ersten Blick sehr simpel, wirkt aber nicht so, da man viele Hintergründe nicht idiotensicher vorgekaut bekommt. Im Prinzip wirkt das Ganze wie eine einzige Verfolgungsjagd, bei der die Action allerdings nie anfängt zu nerven, sondern stets beeindruckt. (Die skurrilen Typen und das Wüstensetting hat mich zum Teil oft an David Lynchs Dune erinnert.)

Das 3D hat mich ehrlich gesagt keine Sekunde gestört. Es ist sauber gemacht und passt zu den spektakulären Bildern. Insgesamt hatte ich nicht viel erwartet und wurde sehr positiv überrascht. Der Film wird mit großer Wahrscheinlichkeit in meiner Jahres-Top-5 landen.

9

Dienstag, 19. Mai 2015, 11:10

"Mad Max: Fury Road" hat am ersten Wochenende weltweit $110,4 Mio eingespielt, davon $45,4 Mio in den USA.

Ein grundsolider Start für einen Film, der auf einem über 30 Jahre alten Franchise aufbaut, von dem die heutige Jugend wenig bis gar nichts weiß.
Der direkte Konkurrent, der Musikfilm "Pitch Perfect 2" lag weltweit mit $107,3 Mio knapp hinter Max, hatte dafür aber in den USA mit $69,2 Mio einen phänomenalen Start.

Mal sehen, wo die Reise hingeht. Leider scheint es für Max keinen Kinostart in China zu geben. Da hätte man das weltweit Einspielergebnis ordentlich in die Höhe schrauben können.



http://www.boxofficemojo.com/yearly/chart/?view2=worldwide&yr=2015