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Scarpine

Verschlagener Korse

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21

Dienstag, 20. Dezember 2016, 10:54

Meine Rangliste der Nolan-Werke:

1. Memento
2. Inception
3. The Dark Knight
4. Following
5. The Prestige
6. Interstellar
7. Batman Begins
8. The Dark Knight Rises
9. Insomnia


Außer Konkurrenz; da (Dokumentar-)Kurzfilme: Doodlebug & Quay
"Enjoying our little party, Monsieur... Saint John Smythe?"

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22

Dienstag, 20. Dezember 2016, 15:01

Was haben nur immer alle gegen Insomnia? :D
Wenn ich Handlung, Dialoge etc. nicht berücksichtige, sondern nur die eigentliche Atmosphäre aufsauge, gefällt mir dieser Film von Nolan am Besten, sagt mir gar weitaus mehr zu als die übrigen Werke.
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld." - Aus des Problembeseitigers Spiegelbilde sprach die Stimme sanften Verwesens!
Bond '89 - Robert Davi

Scarpine

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23

Dienstag, 20. Dezember 2016, 16:09

Was haben nur immer alle gegen Insomnia? :D
Wenn ich Handlung, Dialoge etc. nicht berücksichtige, sondern nur die eigentliche Atmosphäre aufsauge, gefällt mir dieser Film von Nolan am Besten, sagt mir gar weitaus mehr zu als die übrigen Werke.

Das Bessere ist der Feind des Guten. :D

Als ich den Film zum ersten Mal gesehen habe, hat er mir auch sehr gut gefallen. Aber irgendwie sind Memento und Following atmosphärisch dichter und alle späteren Filme sind einfach "reifer" und "größer". Das ist schwer zu beschreiben. Insomnia ist ein guter Thriller, aber eben doch nicht der ganz große Wurf. Die anderen Nolan-Werke sind eben durch die Bank vielseitiger...
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Martin

Felix Leiter

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24

Freitag, 22. Mai 2020, 22:04

Der zweite, etwas längere Trailer zu TENET.

Der Film soll ja am 17. Juli in den Staaten starten, und am 16. bei uns. Es ist der Blockbuster, der bisher nicht verschoben wurde, und daher eine Art Hoffnungsträger für ein wiederkommendes Kino nach der Krise. Sollte er dann wirklich im Juli ins Kino kommen, werde ich ihn mir auf jeden Fall dort ansehen. Nach Bond ist das der Film, auf den ich mich am meisten freue. Aber es ist eben auch ein eigenständiger Genrefilm, die es ja mittlerweile auch schwerer haben als die Franchise-Sachen. 'Blickpunkt Film' schreibt dazu treffend: Es geht in diesem Fall nicht nur um Geld, sondern eben auch um die symbolische Strahlkraft: Wer als Hoffnungsträger antritt, sollte diese Hoffnung besser nicht enttäuschen.

Mister Bond

Felix Leiter

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25

Mittwoch, 27. Mai 2020, 22:11

Ganz klar, neben Bond mein "Must-see" dieses Jahr (hoffentlich).

Scarpine

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26

Donnerstag, 28. Mai 2020, 14:27

Vermutlich hat Christopher Nolan mit Tenet wieder einen guten Film mit einer spannenden Original-Idee zustande gebracht. Und der Hauptdarsteller John David Wahington sieht sehr interessant aus. Ein talentiertes, noch weitgehend unverbrauchtes Gesicht. Aber irgendwie ist es eben auch wieder der typische Nolan-Film. Mit Wolkenkratzer-Helikopterflügen, Glasfassaden-Shots, tiefen Hochhausschluchten bei Nacht, hypnotischer Musik, urbanen Suppenküchen- und Stadionszenen, ständigen Wendungen, Realitäts- und Zeitsprüngen und obercoolen Männern, die schlendernd in der City gewichtige Gedankenspiele über unmögliche Dinge anstoßen. Eigentlich könnte der Trailer auch Inception 2 bewerben und keiner würde den Unterschied merken... ;)

Für mich wäre es eigentlich auch ein 'Pflichtbesuch', aber trotz meiner 'Affenliebe' zum Kino sehe ich da momentan schwärzer als schwarz. In meinem Bundesland dürfen die Kinos zwar wieder öffnen, aber mit Maskenpflicht bei der Vorführung. Und ich kann mir nicht vorstellen, drei Stunden oder mehr mit Maske in einem schlecht belüfteten Kinosaal zu hocken. Dennoch hoffe ich für den Briten und die Kinoindustrie auf einen Erfolg. Wenn es einer schafft, dann Nolan. Immerhin haben nur sein klangvoller Name und seine Reputation einem sperrigen Kriegsdrama wie Dunkirk zu einem Blockbuster-Einspielergebnis verholfen.
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Martin

Felix Leiter

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27

Freitag, 29. Mai 2020, 22:11

Eigentlich könnte der Trailer auch Inception 2 bewerben und keiner würde den Unterschied merken...


Das stimmt. Vielleicht freue ich mich deshalb auch auf den Film, weil es nach dem eher seelenlos wirkenden 'Dunkirk' mal wieder typische Nolan-Kost ist. Im Prinzip ist er ja so eine Art Science-Fiction-Hitchcock.

Für mich wäre es eigentlich auch ein 'Pflichtbesuch', aber trotz meiner 'Affenliebe' zum Kino sehe ich da momentan schwärzer als schwarz. In meinem Bundesland dürfen die Kinos zwar wieder öffnen, aber mit Maskenpflicht bei der Vorführung. Und ich kann mir nicht vorstellen, drei Stunden oder mehr mit Maske in einem schlecht belüfteten Kinosaal zu hocken.


Ja, mit Maske würde ich mir das auch schwer überlegen. Wobei das ja immerhin den Vorteil hat, dass man im Kino nicht essen darf. :pop: Am morgigen Samstag öffnen ja die Cinemaxxe in Deutschland, und da ist es so, dass man nur bis zum Platz mit Maske gehen muss, und sie dort abnehmen kann. Alles andere halte ich auch für übertrieben, wenn man sieht, dass sie bei Lanz und Illner auch mit zwei Metern Abstand ohne Maske sitzen. Ich hoffe, dass sich die Situation allgemein bis Juli und vor allem November noch weiter beruhigt.

Mister Bond

Felix Leiter

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28

Samstag, 30. Mai 2020, 15:24

Eigentlich könnte der Trailer auch Inception 2 bewerben und keiner würde den Unterschied merken...


Das stimmt. Vielleicht freue ich mich deshalb auch auf den Film, weil es nach dem eher seelenlos wirkenden 'Dunkirk' mal wieder typische Nolan-Kost ist.

Mein bester Kumpel und ich sind wohl in unserem ganzen Freundes- und Bekanntenkreis auch die größten Nolan-Fans. Und wir beide fanden eben "Dunkirk" auch nicht , du prickeldn. Im Prinzip für uns Nolans schwächster. Dadurch, dass man unzählige Figuren einführt, aber niemand von denen der Hauptidentifikationsanker ist, die Nazis gar nicht gezeigt werden (die Idee war immerhin mal was anderes), wirkt der Film, du sagst es, seelenlos. Nach jedem anderen Nolan Film konnte ich es gar nicht abwarten den sofort nochmal zu sehen. Bei "Dunkirk" wird es bei dem einen mal bleiben.

Scarpine

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Samstag, 30. Mai 2020, 16:09

Im Prinzip für uns Nolans schwächster. Dadurch, dass man unzählige Figuren einführt, aber niemand von denen der Hauptidentifikationsanker ist, die Nazis gar nicht gezeigt werden (die Idee war immerhin mal was anderes), wirkt der Film, du sagst es, seelenlos.
Ich stimme mit dir überein. Auf jeden Fall Nolans schwächster Film. Ich habe mit dem Streifen noch ein ganz anderes Problem. Mit dem für ihn typischen Pathos stilisiert Nolan Dunkirk zu einer Art heroischem Befreiungsschlag, dabei war es historisch betrachtet genau das Gegenteil: Eine krachende Niederlage für die Alliierten. Gerade das Weglassen der Deutschen erweist sich hier als fatal für das Verständnis der Zusammenhänge, denn es war letztlich nur eine Laune von Hitler, die das Zeitfenster zur Evakuierung ermöglichte. Er ließ den deutschen Vormarsch bzw. Nachschub stoppen und die Briten, Belgier und Franzosen damit entkommen. Wäre es nach dem deutschen Generalstab gegangen wäre, hätte man die Alliierten in Dünkirchen komplett eingekesselt und aufgerieben. Ohne die Evakuierungsleistung einer so riesigen Armee schmälern zu wollen, besteht eben doch ein feiner Unterschied zwischen einem rein heroischen Kraftakt und dem Umstand, dass der Faktor Zufall in der Weltgeschichte bisweilen auch einmal Schicksal spielt. Der alleinige Fokus auf die "zu Rettenden" und "die Retter" beraubt den unwissenden Zuschauer eines übergreifenderen, 'weiseren' Blickes auf die damaligen Geschehnisse. So geht der Wissenshorizont des Zuschauers nicht maßgeblich über den der Eingeschlossenen hinaus. Aber vielleicht war es auch genau das, was Nolan - laut diversen Interviews - im Sinne von Herzogs 'extatischen' Wahrheitsbegriffs erreichen wollte. Für mich funktioniert dieser Ansatz bei einem solch komplexen Thema aber nur sehr bedingt.
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