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Whisper

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Dienstag, 4. Mai 2021, 13:12

Zwar nicht ganz so aufsührlich wie anfangs zu den Moore-Bonds, aber halt kurz und knackig.
Beim Punktesystem hast du dich wohl an die Oberstufe oder besser an unseren Martin orientiert, ich bleibe immer bei meiner Standard 10er Skala.
Von Zeit zu Zeit reiche ich mal detaillierte Bewertungen nach ;) . Das sollte erstmal nur ein Schnelldurchlauf sein.

Ich bin hier mal bewusst auf das 15er-System gegangen, weil ich festgestellt habe, dass sich viele Filme sonst gar nicht unterscheiden würden. Die Mehrheit der Bondfilme ist halt einfach zu gut :D
Whisper, das Tor! Aber langsam Whisper, langsam. Unsere Gäste sollen Zeit haben, sich zum Dinner zu versammeln.

ollistone

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Dienstag, 4. Mai 2021, 13:52

LTK punktet bei mir u.a. mit dem Titelsong, den ich nach wie vor für einen der besten, wenn nicht sogar den besten Titelsong überhaupt halte. Extrem bondig.

Und ich mag die Stunts, vom Flugzeug-Angeln über das Barfuß-Wasserskifahren bis zur Truck-Verfolgung. Vielleicht die besten Stuntszenen der 80er-Bonds. (Überhaupt hatte John Glen ein Händchen für gute Stunts.)

Nicht untypisch für seine Entstehungszeit ist freilich die Gewaltdarstellung, einen Punkztabzug dafür könnte ich nachvollziehen.
"You may be a lover but you ain't no dancer."

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ollistone« (4. Mai 2021, 14:47)


Django

Der Andere

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243

Dienstag, 4. Mai 2021, 14:33

LTK punktet bei mir u.a. mit dem Titelsong, den ich nach wie vor für einen der besten, wenn nicht sogar den besten Titelsong überhaupt halte. Extrem bondig.

DAs ist auch einer meiner Favoriten :thumbup: !

Und was die Gewaltdarstellung betrifft: Da ist ja viele, was nachher noch kommen sollte wesentlich übler. Insbesondere einige Gewaltorgien in der Craig-Ära sind ja teilweise schwer erträglich, zumal das Ganze oft noch so einen Psycho-Unterton hat. Da wirkt das endlose Geballere in GE und TND schon fast cartoonmässig-harmlos

Feirefiz

The Other Fellow

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Dienstag, 4. Mai 2021, 19:09

Zu LTK habe ich mir hier ja schon die Finger wundgetippt. Egal, von vorn: Trotz der Gewalt und Bonds Solofeldzug – der sich aber auch für mich fast wie eine reguläre Mission anfühlt – versprüht der Film für mich ohne jeden Abstrich Bond-Feeling pur. Den Stilbruch, den viele beklagen, kann ich argumentativ z. T. nachvollziehen, nicht aber emotional. Das ist von A bis Z lupenreiner Bond, ebenso wie etwa OHMSS auch, wo Bond gleich zweifach kündigen will und später gegen M’s eindeutige Weisung Blofelds Festung stürmt. Und auch da, wo LTK von der Formel ausdrücklich abweicht, gefällt mir die jeweilige Umsetzung. Nehmen wir Bonds Kündigung: Sein kurzer Kampf mit sich, Ms fortwährender Schutz und diskreter Beistand – das ziehe ich etwa Craig-Bonds schnoddriger „Scheißegal“-Reaktion auf seine Suspendierung in SP um Längen vor.

Sind die Dalton-Filme für viele offenbar nichts Halbes und nichts Ganzes, vereinen sie für mich in dem Versuch, der Formel zu genügen und zugleich Bond als Person fassbarer zu machen, Tradition und Moderne gerecht zu werden, das Beste beider Welten. Auch wenn das seit gut 30 Jahren ein eher exklusiver Zugang zu Dalton und besonders zu LTK sein mag …
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are —
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
To strive, to seek, to find, and not to yield.

  • »Martin« ist männlich

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Mittwoch, 5. Mai 2021, 03:04

Dass sich LTK im Prinzip größtenteils nicht von einer regulären Mission unterscheidet, wird immer als ein Vorteil des Films genannt. Aber wenn man bedenkt, dass das als der 'unique selling point' herausgestellt wurde, ist das eigentlich gar nicht so positiv. Ich glaube zwar nicht, dass das einer der Gründe für das eher überschaubare Einspielergebnis war, weil die ganze Marketingkampagne ja eh eine der schlechtesten des ganzen Franchise' war. Und durch die Ernsthaftigkeit und Brutalität hob er sich ja dann auch so von den bisherigen Filmen ab.

Das ist grundsätzlich aber ein Problem, das ich mit den ganzen neueren Bondfilmen habe. Wenn man wirklich mal einen richtig krassen Ausnahmebondfilm machen und danach mal wieder regulär weitermachen würde, fände ich das gut. Aber gefühlt ist in jedem Film jetzt ein bisschen Ausnahmezustand, aber auch nie so ganz wirklich. Wenn man Figuren wirklich mal krass über die Klinge hat springen lassen, dann waren es welche, die man extra dazu geschrieben hat, und die dem Zuschauer nicht wirklich weh taten. Leiters Frau, Bonds angeblicher Best Buddie Alec, Ms alter Schulfreund King, etc. SF hatte dann wenigstens mal den Mumm, der TWINE noch abging. Aber auch hier tut es nicht wirklich weh, weil der Ausstieg von Judi Dench eh absehbar war. Und man hat ein bisschen mit den Motiven vom Roman YOLT gespielt, ohne die Cojones, es wirklich ganz krass mit Gehirnwäsche Bonds oder ähnliches durchzuziehen. Jetzt werden in jedem Bondfilm Bond mal die Karten gesperrt, M ist ein bisschen sauer, die Doppelnull-Abteilung soll mal wieder aufgelöst werden, Bond wird ein bisschen verfolgt und ist ein bisschen auf eigene Faust unterwegs. Aber ich muss sagen, ich hab nie im Kino gedacht: Wow, das ist mal richtig krass und neu! Ich glaube, wenn man einmal so ein Ding bringen würde, müsste man das auch nicht in jedem Film immer wieder machen.

Havanna

MI6 Staff

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246

Mittwoch, 5. Mai 2021, 07:18

Deshalb fände ich die Idee, dass Bond mit dem Abschied eines Darstellers (wie z.B. Craig jetzt) am Ende des Films auch mal stirbt. Jeder Darsteller ist sowieso so eine Art Reboot, sodass das auch kein Problem mit der Kontinuität wäre und man sich keinen abbrechen müsste, ihn wieder irgendwie zurückzubringen.

Django

Der Andere

  • »Django« ist männlich

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247

Mittwoch, 5. Mai 2021, 07:32

Wie recht du hast Martin!

Aber ich muss sagen, ich hab nie im Kino gedacht: Wow, das ist mal richtig krass und neu!

Ich muss zwar sagen, dass ich bei CR schon fand "Wow - das ist ja mal neu. Und genial". Gleichzeitig wusste ich aber, dass das kaum so weitergehen konnte. QoS war ja aber rückblickend recht "moderat". Aus heutiger Sicht der letzte halbwegs "normale" Bond-Film ohne allzu viel Psycho-Zeugs, Gespenster aus der Vergangenheit, seltsame "Familienverhältnisse" und so. Dafür mit Quantum eine recht glaubwürdige (für Bond-Verhältnisse natürlich) Organisation (was dann leider in SP alles wieder kaputt gemacht beziehungsweise verschenkt wurde). So sehe ich denn auch einige Parallelen zwischen QoS und LTK: Beide Filme sind eines Darstellers Zweite, bei beiden ist Bond auf Rache aus und daher hochmotiviert, bei beiden ist er teilweise in eigener Mission unterwegs. Weiter sind beide Filme straight, schnell und heftig... voll in die Fresse. Und beide Filme wurden und werden irgendwie unterschätzt.

Zitat

Darsteller ist sowieso so eine Art Reboot, sodass das auch kein Problem mit der Kontinuität wäre und man sich keinen abbrechen müsste, ihn wieder irgendwie zurückzubringen.

Dennoch halte ich nicht viel von dieser Idee: Dann müsste sich der neue Bond ja selbst rächen :wacko: . Das wäre aber dann doch eher was für Chuck Norris ;)

ollistone

Consigliere

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Mittwoch, 5. Mai 2021, 09:35

Sind die Dalton-Filme für viele offenbar nichts Halbes und nichts Ganzes, vereinen sie für mich in dem Versuch, der Formel zu genügen und zugleich Bond als Person fassbarer zu machen, Tradition und Moderne gerecht zu werden, das Beste beider Welten.


Ach Feirefiz... hätte ich doch nur die Gabe, die Dinge so auszudrücken wie du... :thumbup:
"You may be a lover but you ain't no dancer."

Whisper

Agent

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Freitag, 7. Mai 2021, 10:41

Das schönste am Bond-Marathon ist für mich die unglaubliche Bandbreite der Bondfilme. Es gibt einfach alles: von realistisch bis märchenhaft, von ernsthaft bis humorvoll, von düsteren Winkeln Istanbuls bis hin zu traumhaften karibischen Stränden. Die Filme nehmen uns mit auf eine Weltreise, bei der wir große Verbrecherorganisationen und charismatische Einzelgänger mit tödlichen Visionen kennenlernen. Jeder Film wirkt anders auf den Betrachter. Am Ende eines jeden Marathons habe ich immer das Gefühl, das komplette Farbspektrum gesehen zu haben. Auch musikalisch bieten die Filme eine unglaubliche Vielfalt! So haben selbst die schwächeren Filme einen Reiz und vervollständigen das Gesamtbild.


Am Ende angelangt freue ich mich immer schon auf den nächsten Spätherbst, wenn die großen bunten Kreise wieder über den Bildschirm tanzen. :dance:
Whisper, das Tor! Aber langsam Whisper, langsam. Unsere Gäste sollen Zeit haben, sich zum Dinner zu versammeln.

Django

Der Andere

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Freitag, 7. Mai 2021, 13:08

Schön gesagt bzw. geschrieben Whisper :)

Whisper

Agent

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Freitag, 7. Mai 2021, 21:02

Schön gesagt bzw. geschrieben Whisper :)
Danke! Man könnte es auch mit Stromberg sagen: "For me, this is all the world. There is beauty, there is ugliness, and there is death."
Whisper, das Tor! Aber langsam Whisper, langsam. Unsere Gäste sollen Zeit haben, sich zum Dinner zu versammeln.

Mister Bond

Felix Leiter

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252

Gestern, 15:14

TSWLM:
2 Klassen besser als der Vorgänger und der erste perfekte Bondfilm! Hier stimmt einfach alles.
15/15


Da kann ich nur zustimmen. Mittlerweile hat sich mein Geburtsjahrgang bei mir auch wieder auf Platz 1 geschoben, vorbei an OHMSS. Es ist für mich der perfekteste, ikonischste Bondfilm und punktet in praktisch allen Kategorien. Hätte er neben Ski-, Unterwasser- und Gadgetauto-Action auch noch die Casinoszene, die im Drehbuch stand, würde er alle Punkte der Formel abhaken. Und wirkt dabei gar nicht so bemüht.

:kneel:


Ansonsten, schöne letzte Worte von Whisper :)