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Mister Bond

Felix Leiter

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Dienstag, 10. August 2021, 22:59

Du hast absolut Recht, Django, abe diesen Punkt hat ja Whisper korrigiert:
Auch wenn diese Filme kein Flops waren, so waren sie doch nicht mehr so erfolgreich wie auch schon.

Bezog sich natürlich nur auf LALD, der ja damals seit TB der erfolgreichste Bond war und erst wieder von SF überholt wurde.
Aber diesen Erfolg konnte TMWTGG nicht ausbauen.
TSWLM schaffte einen großen Bondfilm, so wohl an den Kinokassen, aber auch im filmtechnischen Sinne und diesen Erfolg konnte man mit MR zementieren.

Django

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302

Mittwoch, 11. August 2021, 06:43

Zitat

Bezog sich natürlich nur auf LALD

Okay - war mir nicht bewusst, dass LALD so erfolgreich war. Zeigt in dem Fall auch, dass ein neuer DArsteller durchaus zusätzliches Publikum anziehen kann. Soviel zum derzeitigen, verzweifelten An-Craig-Festhalten :S

Whisper

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303

Mittwoch, 11. August 2021, 08:55

Vielleicht hat ja auch das Titellied von LALD (geschrieben und gesungen von Paul McCartney) zum Erfolg des Films beigetragen. In den Billboard Charts erreichte es immerhin Platz 2, in UK interessanterweise "nur" Platz 9.

"Nobody does it better" war allerdings noch ein kleines bisschen erfolgreicher: Platz 2 Billboard und Platz 7 in UK, dazu eine Oskar-Nominierung.

"The Man with the Golden Gun" war dagegen überhaupt nicht in den Charts. Der Erfolg von Titellied und Film scheint also miteinander zu korrelieren. Auch "Skyfall" (1. Oskargewinn für einen Bondsong) belegt das.
Whisper, das Tor! Aber langsam Whisper, langsam. Unsere Gäste sollen Zeit haben, sich zum Dinner zu versammeln.

Mister Bond

Felix Leiter

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304

Mittwoch, 11. August 2021, 09:24

Gut, jetzt kann man auch sagen, je erfolgreicher der Film, desto präsenter das Titellied. Allerdings sind Maccas und Carly Simons Songs auch gut und gehen absolut ins Ohr. War dann bei Adele auch so, dazu halt die Popularität. Ich denke mal eine Carly Simon war 1977 sehr viel bekannter als eine Lulu 1974. McCartney oder Adele sowieso.
Und Platzierungen sagen nur bedingt was aus. Was nutzt es einem auf Platz 7 zu landen, nach drei Wochen aber aus den Top 50 zu sein, während der andere auf Platz 9 landet, sich dafür über Wochen/Monate in den Top 50 hält.
Das ist aber jetzt nicht auf McCartney/Carly Simon bezogen, keine Ahnung wie viele Wochen sich deren Songs in den UK-Charts hielten.

Feirefiz

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Mittwoch, 11. August 2021, 13:48



Zitat

So macht es für mich auch Sinn, wenn Dalton auf Tracy anspielt, deren Tod dann halt irgendwo in seiner Biographie stattgefunden hat.

Stimmt. Zumindest damals bei Dalton noch. Hätte wohl auch bei Brosnan noch funktioniert. Nur heute eben... Die wenigsten der Generation Z(?) würden eine solche Anspielung auf einen Film, der 30 Jahre oder so vor ihrer Geburt rauskam, überhaupt noch verstehen :S


Die haben ja jetzt Vesper. Auch wenn ich mich in letzter Zeit nicht als Einziger frage, ob das ausdrückliche Reboot wirklich eine so gute Idee war - wir haben hier ja schon darüber diskutiert -, war es gewiss sinnvoll, diesen dunklen Fleck in Bonds Vergangenheit als Bestandteil des Charakters aufzufrischen, woran auch nach Craigs Ausscheiden angekknüpft werden kann - ob nun ausdrücklich wie in FYEO oder eher vage wie in LTK. Die durch finstere Ränke verlorene große Liebe muss ja nicht Tracy heißen. Auch Vespers Tod begründet - neben dem seit GE auch dem Nichtleser bekannten Elternverlust - die private Bindungslosigkeit wie die professionelle Bindung an MI6 und Schurkenjagd. Vor CR hätte Brosnan ja gerne, so war jedenfalls zu lesen, OHMSS neu verfilmt. Wohl nicht nur, um seinem Bond mehr Substanz zu verleihen, sondern vielleicht auch, um diesen Große-Liebe-Aspekt neu zu etablieren (denn Paris spielt sicher nicht in der Tracy/Vesper-Liga), der den Fans ohnehin präsenter war als dem normalen Publikum. Zumindest dürfte durch Vespers Beinahe-Allgegenwart in der Craig-Ära der leidende Bond nun auch im Mainstream fest verankert sein.
Vielleicht hat ja auch das Titellied von LALD (geschrieben und gesungen von Paul McCartney) zum Erfolg des Films beigetragen. In den Billboard Charts erreichte es immerhin Platz 2, in UK interessanterweise "nur" Platz 9.

"Nobody does it better" war allerdings noch ein kleines bisschen erfolgreicher: Platz 2 Billboard und Platz 7 in UK, dazu eine Oskar-Nominierung.


LALD war auch für den Oscar nominiert. Dass beide Songs leer ausgingen und John Barry für seine epochalen Bond-Leistungen nicht ein einziges Mal auch nur nominiert wurde, während dieses Sam-Smith-Zeug sogar gewann - na ja, lassen wir das... Wenigstens für Billie Eilish sind das großartige Voraussetzungen für die zukünftige Oscar-Verleihung, für die sich NTTD durch Kinostart qualifiziert.
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are —
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
To strive, to seek, to find, and not to yield.

Mister Bond

Felix Leiter

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306

Mittwoch, 11. August 2021, 14:05


LALD war auch für den Oscar nominiert. Dass beide Songs leer ausgingen und John Barry für seine epochalen Bond-Leistungen nicht ein einziges Mal auch nur nominiert wurde, während dieses Sam-Smith-Zeug sogar gewann - na ja, lassen wir das... Wenigstens für Billie Eilish sind das großartige Voraussetzungen für die zukünftige Oscar-Verleihung, für die sich NTTD durch Kinostart qualifiziert.

Stimmt. Ausgerechnet die drei Moore-Bond Titellieder, die nicht aus John Barrys Komposition stammen, nämlich LALD, Nobody Does It Better und FYEO, waren oscarnominiert...und die einzigen überhaupt, bis Adele kam.

Zum zweiten Punkt: kann sein, dass die Musik damals doch viel besser war. Wenn ich sehe, wie selten ein Morricone nominiert war und erst 2016 gewann (für mich, nach Morricones Maßstäben eher Mittelmaß!). Oder eben ein John Barry.
Heute braucht man nur mittelmäßiges, aber populäres Zeugs, schwupps hat man den Preis. Die Grammy Awards sind auch so ein Fall. Wenn ich sehe, wer da so die letzten 10 Jahre abräumt, ist das schon peinlich.

Feirefiz

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307

Mittwoch, 11. August 2021, 14:19


Zum zweiten Punkt: kann sein, dass die Musik damals doch viel besser war. Wenn ich sehe, wie selten ein Morricone nominiert war und erst 2016 gewann (für mich, nach Morricones Maßstäben eher Mittelmaß!). Oder eben ein John Barry.



Der Preis für Morricone 2016 war definitiv ein Entschuldigungs-Oscar für vergangenes Unrecht, ist ja bei der Academy unschöne Regelmäßigkeit (Pacino, Scorsese, Dench etc.). Aber hinterher fragt ja niemand, wofür man den Preis eigentlich gewonnen hat. Und nach den Änderungen der Satzungsstatuten, die Preiswürdigkeit letztlich an zur Schau getragene Gesinnung koppelt, wird der Oscar noch mehr als in den letzten Jahren an Bedeutung einbüßen. Der Sturzflug der Quoten im US-TV ist dafür nur das deutlichste Indiz.

Bei Barry war das Problem wohl eher, dass Genre-Filme zu seiner Zeit generell als weniger preiswürdig galten als heute. 1968 hätte ein Herr der Ringe III keine elf Oscars gewonnen, egal, wie gut man den Film findet.
We are not now that strength which in old days
Moved earth and heaven, that which we are, we are —
One equal temper of heroic hearts,
Made weak by time and fate, but strong in will
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Feirefiz« (11. August 2021, 14:24)


Mister Bond

Felix Leiter

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Mittwoch, 11. August 2021, 14:25

Ja, da stimme ich dir zu.

Django

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309

Mittwoch, 11. August 2021, 15:21

Und ich Euch beiden auch :D

Zudem dachte ich bis zum jetzigen Tag stets, das GF einen Oscar für die beste Filmmusik erhalten hätte. Dabei war's ja "nur" für die besten Toneffekte. Ich studiere jetzt schon paar Minuten daran herum, was man denn da "bewerten" soll/kann. Ich will jetzt nicht die Arbeit des Tonmeisters niedermachen, frage mich aber schon, ob/wieso es dafür einen Preis geben muss. Oder für die besten Frisur. Das ist doch kein Frisörwettbewerb, sondern ein Filmpreis! Überhaupt finde ich solche Preisverleihungen eher zweifelhaft. Zudem gibt's ja seit einigen Jahren eh' nur Hauptkriterium: Dass alle Bevölkerungsgruppen, alles Lebensmodelle und so "gleichberechtigt" berücksichtigt werden :S

Whisper

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310

Mittwoch, 11. August 2021, 20:31

Und ich Euch beiden auch
Ebenfalls volle Zustimmung :thumbsup:

Selbst Hitchcock hat nie einen Oscar gewonnen, trotz einiger Nominierungen (laut Wikipedia für Rebecca, Verdacht, Das Rettungsboot, Ich kämpfe um dich, Das Fenster zum Hof, Psycho). Fast alles Meisterwerke aus heutiger Sicht.
Whisper, das Tor! Aber langsam Whisper, langsam. Unsere Gäste sollen Zeit haben, sich zum Dinner zu versammeln.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Whisper« (11. August 2021, 21:33)


Mister Bond

Felix Leiter

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311

Donnerstag, 12. August 2021, 14:02

Und ich Euch beiden auch :D

Zudem dachte ich bis zum jetzigen Tag stets, das GF einen Oscar für die beste Filmmusik erhalten hätte. Dabei war's ja "nur" für die besten Toneffekte. Ich studiere jetzt schon paar Minuten daran herum, was man denn da "bewerten" soll/kann. Ich will jetzt nicht die Arbeit des Tonmeisters niedermachen, frage mich aber schon, ob/wieso es dafür einen Preis geben muss. Oder für die besten Frisur. Das ist doch kein Frisörwettbewerb, sondern ein Filmpreis! Überhaupt finde ich solche Preisverleihungen eher zweifelhaft. Zudem gibt's ja seit einigen Jahren eh' nur Hauptkriterium: Dass alle Bevölkerungsgruppen, alles Lebensmodelle und so "gleichberechtigt" berücksichtigt werden :S



Momentchen, Bester Ton!!! Hallo, wenn es für Spezialeffekte Preise gibt, dann bitte auch für den Ton. Da sind wir wieder beim originalen King Kong, ein Pionierfilm in Sachen Tontechnick. Star Wars, Indiana Jones, Jurassic Park ohne Ben Burtt? Undenkbar. alleine die kreativen Ideen hinter vielen Sounds.
Und Frisur? Da wird natürlich nicht die schönste Frisur ausgezeichnet, das fällt ja unter Make up und warum sollte die grandiose Arbeit bei historischen Monumentalfilmen und Fantasy Epen nicht damit belohnt werden? Die müssen ja auch glaubwürdig aussehen.
Oder selbst Serien wie Mad Men, der Zuschauer soll schon glauben, dass dies in den 1960ern spielt und nicht im JETZT. Dazu zählen Ausstattung, Kostüme und Make up.

8) :pop:

Django

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Freitag, 13. August 2021, 07:43

Schon gut... wie geschrieben: Ich wollte niemandes Arbeit abwerten. Es halt einfach so, dass gewisse Auszeichnungen wesentlich mehr über einen Film als Gesamtes aussagen als andere. Seien wir ehrlich: Wäre es mein Film, würde ich schon lieber den Oscar für den besten Film (oder die beste Regie) kriegen als den für den besten Ton ;)