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ollistone

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Beiträge: 1 111

Registrierungsdatum: 27. Mai 2013

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Donnerstag, 6. Juni 2013, 09:12

DER VILLAIN: Renard

Hier die Razyboard-Diskussion.

[img]http://www.hot.ee/bond007jamesbond/007%2520ja%2520liiga%2520kitsas%2520maailm%2520-%2520pilt4.JPG[/img]

Zitat von »Kronsteen«


Für mich der schwächste Bösewicht der Bondgeschichte. Und dies liegt nicht an der Darstellung Robert Carlyles.

Für mich ist Renard ein Typ Mensch, den man ob seines Schicksals eher zum Trösten in den Arm nehmen will und ihm über den Kopf streicheln will, statt ihn als Bedrohung wahrzunehmen.

Zu sehr wirkt er auf mich tragisch. Zum einen aufgrund seiner Gefühllosigkeit (die sich bei ihm eher in Trauer als in Stärke ausschlägt) und zum anderen aufgrund des bevorstehenden Todes.

Beispielhaft für die Tragik Renards ist die Szene mit Electra im Bett. Hilflos und arm wirkt er...

Für mich ist die Position des Renard ein Ópfer des von Apted gesuchten Tiefgangs bei den Charakteren.



Zitat von »Volante«


also auch hier finde ich, dass man hätte weissgott mehr aus dem Charakter machen können:
der Schauspieler ist eine gute Wahl und die Tatsache, dass er keinen Schmerz fühlt ist doch klasse...leider ist von dem gefährlichen Gegner nicht mehr viel im Film übrig, schade...



Zitat von »Spree«


Ich finde Renard durchaus bedrohlich, zumindest gegenüber Bond. Die Szenen als er Bond im Schacht die Schulter drückt und später völlig ungerührt der auf ihn abgefeuerten Kugel entgegenblickt und anschließend Bond den Fingerzeig auf den Sprengsatz gibt, finde ich klasse. Gerade auch sein Zusammenspiel mit Elektra ist für mich sehr interessant. Auch am Ende erkennt man fast eine gewisse Erleichterung in seinem Blick, als er wahrnimmt, dass sein Leben (und Leiden) nun endlich vorbei ist. Das alles gibt der Figur doch viel mehr Tiefe als zum Bsp. der 10. Killer, der seine Bedrohlichkeit nur aus der körperlichen Stärke und der Tatsache, dass er kaum ein Wort spricht, zieht (Typ Necros, Stamper, Hans aus YOLT oder in Ansätzen Grant etc). Sowas finde ich eher langweilig, weil man nichts über die Figur erfährt und die Masche immer wieder dieselbe ist. Für einen Henchman mag das ausreichen, aber beim Hauptvillain gehört ein wenig charakterliche Tiefe schon dazu.
Kann die negative Einstellung gegenüber dem Charakter und dem Film also nicht nachvollziehen, sorry.

PS: Juchu, der 1250. Post! Auch kleine Jubiläen gehören gefeiert![img]www.the007generation.de/images/forum/smilies/33.gif[/img][br][br]



Zitat von »Scarpine«


Ich sehe Renard ebenfalls ein wenig zwiegespalten. Auf der einen Seite wirkt er in einigen Szenen bedrohlich und eiskalt, auf der anderen wird er uns als menschlich präsentiert, als tragische Figur, die von Elektra eigentlich nur benutzt wird. Das funktioniert in jedem anderen Film wunderbar, aber nicht in einem Bondfilm. Ein Bondschurke muss durch und durch bösartig sein. Deswegen ist Renard für mich nur ein mittelmäßiger Villian, der von Robert Carlyle dennoch klasse verkörpert wurde.



Zitat von »Sanchez«


Ich halte Renard für einen sehr interessanten und guten Bond-Gegner. Gerade sein Schicksal, bald sterben zu müssen macht ihn zu einem Vilain, der nichts zu verlieren hat, was ihn sehr bedrohlich macht. Dass er keinen Schmerz spürt, ist da eigentlich schon Nebensache.
Ihn zu bemitleiden ist mir nie in den Sinn gekommen - bald sterben zu müssen ist noch lange keine Entschuldigung für ich weiß nicht wie viele Morde.



Zitat von »DoctorMoVe«


Volle Zustimmung an Spree und Sanchez!
Renard ist ein Gegenspieler mit viel Potential.

Natürlich hätte dies in einem perfekteren und breiteren Film ein noch viel formidablerer Feind für Bond sein können - schließlich ist es einer, dem man mit dem Tod nicht drohen kann, einer, der ein perfides Gegenbild zu Bonds teils so genußsüchtigen und teils sogar latent sado-masochistischem Körperkonzept darstellt.
Da dieser Aspekt in Ansätzen bei einem halbwegs reflexiven Zuschauer aber auch ohne diesbezüglich besonders unterstreichende Szenen ins Bewußtsein gerufen wird, reichen die abgedrehten Szenen eigentlich schon aus um Renard zumindest als interessant zu empfinden...

Auf jedenfall ging dieses Villain-Konzept meiner Meinung nach im Gesamtbild einfach besser auf, als das von Alec Travellyan und Eliott Carver...



Zitat von »photographer«


Interessanter Weise ist das Thema der Renard'schen"Schmerzunempfindlichkeit" eigentlich der Figur des von Götz Otto gespielten Stampers in "Tomorrow never dies" zu zuordnen. Dies ist im zweiten Brosnan-Bondfilm in charakterlicher Hinsicht nicht ausführlich vertieft worden, so dass nur zwei Szenen im Film auf die Schmerzunempfindlichkeit Stampers hinweisen.
Die erste Szene spielt im Carvers vietnamesischen Headquartergebäude als der Henchman ein Chakra-Instrument ins Bein geworfen bekommt.
Im abschliessenden Zweikampf an Bord des Stealthschiffes rammt der Geheimagent Stamper ein Messer in Stampers Oberkörper bevor Bond es wieder herauszieht, sich damit freischneiden kann und ins Wasser fällt.
"You may be a lover but you ain't no dancer."