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ollistone

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Donnerstag, 6. Juni 2013, 10:57

DER DARSTELLER: Daniel Craig

Hier die vollständige Diskussion im Archiv.

[img]http://static.nme.com/images/gallery/jamesbondDanielCraig.jpg[/img]

Zitat von »Kronsteen«


Vor dem Erscheinen des Films viel kritisiert, nach dem Erscheinen im gleichen Maße gelobt.



Zitat

Photographer schrieb:

Nach einem vierjährigen Dornröschenschlaf wurde die weltweite Bondfan-Gemeinde am 14. Oktober 2005 von einem neuen Prinzen wachgeküßt.
Nicht jedem gefiel dann (gleich) was er zu sehen bekam.

DANIEl CRAIG - angehender Star oder nicht?

Wenn man sich Craigs bisherigen Filmrollen listentechnisch ansieht, hat er bisher zwar keinen weltweiten Durchbruch gehabt, aber schon in einigen Blockbustern eine größere Hauptrolle gespielt - wenn auch noch nicht die (!) Hauptrolle. In Großbritannien ist er eine House-Hold-number (= anerkannte Größe auf seinem lokalen Markt, vielleicht mit Til Schweiger für Deutschland zu vergleichen).

Wo liegen Probleme, die gegen Craig sprechen?

In erster Linie wird Craig von zahlreichen Bondpuristen wegen seines Aussehens abgelehnt. Viele Abbildungen präsentieren ihn „unschmeichelhaft“ als wenig photogen, während er bei seinem gestrigen Presse-Auftritt „der lebendigen Bilder“ beweisen konnte, daß er schon telegen ist und vor der laufenden Kamera weitaus anders wirkt.
So etwas gibt es. Menschen wirken auf Fotos einfach „unschön“, was ihrem wirklichen Naturell nicht entspricht.

Als Erbe und Nachfolger des letzten Bond-Darstellers steht Craig nun eine gewaltige „künstliche“ und „psychologisch“ katastrophale Hürde bevor. Überzeugte Pierce Brosnan-Anhänger wissen, daß „ihr“ Star das Feld nicht freiwillig geräumt hat und wünschen sich weitere Filme mit diesem Interpreten, bis jener „freiwillig und mit dem Argument „aus alterstechnischen Gründen“ zurücktritt. Ein neuer Mann wird immer erst einmal abgelehnt.
Aber das ist immer ein Problem, und liegt in der menschlichen Natur wenn man als Zuschauer einen Interpreten besonders gut findet und präferiert. Den „Timothy Dalton“-Fans ging es seinerzeit nicht anders und Roger Moore hatte gegenüber eingeschworenen Connery-Fans aus den Sechzigern sogar bis zum Ende seiner Karriere einen schweren Stand gehabt.
Trotzdem hat Roger Moore mit seinem dritten Bondfilm spätestens auch eine neue Generation an Zuschauern gewonnen und sich als „ihr“ Star etabliert.
[Fans der „Roger Moore“-Generation sind beispielsweise die ältesten Teilnehmer an Jahren in diesem Forum]

Auch wenn es Craig vielleicht nie gelingen mag, echte „Brosnan-Fans“ zu überzeugen, so bedeutet dies nicht automatisch, daß sein(e) zukünftige(r)n 007-Film(e) automatisch an der Kinokasse ein Flop wird/werden.

Bei George Lazenby sah das 168/69 anders aus, weil sich während der Dreharbeiten zu „Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ schon abzeichnete, daß Lazenby keinen Mehrjahresvertrag unterschreiben wollte und auch ansonsten duch „unglückliches“ und tölpelhaftes menschliches Benehmen gegenüber Schauspielkollegen und den Produzenten auffiel. Die Dreharbeiten entwickelten sich zu einem Tanz auf dem Vulkan, wobei es am Ende vom menschlichen Standpunkt aus nur Verlierer gab.
Obwohl der Film qualitativ zu den Meisterwerken der Serie gehört, verlor man durch diese „verunglückte Zusammenarbeit“ mit Peter Hunt einen großen kreativen Mitarbeiter der ersten Stunde und hätte sich Lazenby anders präsentiert - auch einen zukünftigen Star. Mit (s)einem vorzeitigen Ausstieg aus der Serie beraubte Lazenby sich seiner eigenen Chancen, wobei er dies schon vor Beendigung der Dreharbeiten zu seinem Erstlingswerk ankündigte. Das Merchandising und die Werbung für den Film waren dann auch so konfiguriert, daß der Name des Hauptdarstellers bewußt nicht mehr (auf Plakaten und anderswo) herausgestellt wurde, sondern nur noch die Filmfigur, so daß der Laie immerhin noch begriff, daß es sich um einen James Bond-Film handelte.

Bei Timothy Dalton verhielt sich dies anders.
Sein Einstiegsfilm hatte ein äußerst veritables Einspielergebnis außerhalb der USA erzielt, während man mit „Licence to kill“ sich für den Massengeschmack zu weit von der klassischen „Bondformel für die Filme“ entfernt hatte. Durch eine eingeschränkte Altersfreigabe und ungewohnte Brutalität im Mafia-Stil war ein Teil der Hauptzielgruppe von diesem Film ausgeschlossen, was sich am Einspielergebnis des Filmes stark bemerkbar machte.
Trotzdem war 1990 ein weiterer Film mit Timothy Dalton in Planung, wie die Vorankündigungsplakate in Cannes beweisen, bevor ein Deal mit dem damaligen neuen Mehrheits-Anteilseigner Paretti bei MGM zu stande kam. Die Finanzierungen für diesen Deal hatte sich Paretti durch vergünstige Angebotskonditionen bei Fernsehensendern im Vorfeld erkauft. Die Bondfilme wurden ab dem Zeitpunkt unter Wert verkauft, und als Albert R. Broccoli davon erfuhr, war es für ihn kein Thema dagegen gerichtlich vorzugehen.
Da er somit gegen den Verleiher gerichtlich vorgehen mußte, beinhaltete dies auch den Stop und das Einstellen jegliche Drehoptionen für den anstehenden dritten Dalton-Bond. Diese Pattsituation bestand dann bis 1994, bevor Paretti von sich aus bei MGM wieder verabschiedete.
Da Timothy Dalton von der amerikanischen Presse gerade bei „LTK“ sehr angegriffen worden war und die Zuschauerzahlen in diesem Land für einen Bondfilm sehr schlecht lagen, hatte man bei MGM große Sorge, daß dies nach einer Pause von sechs Jahren für einen weiteren Timothy Dalton-Bond nicht gerade einen Anstieg ergeben würde.
In dieser Zeit hatte Timothy Dalton außerhalb der Bondserie auch keinen anderen Film gedreht, der in den USA zu einem Blockbuster geworden wäre, was seine „Beliebtheit“ beim amerikanischen Publikum nicht gerade anwachsen lassen hat.
Man darf davon ausgehen, daß das Ganze 1994 mit einem Gentlemen-Agreement geendet hat. Dalton wollte nach dieser langen Pause keinen weiteren Film mehr drehen und traf eine gütliche Einigung mit den Produzenten. Obwohl Produzenten und damaliger Hauptdarsteller somit unterschiedliche Wege einschlugen, hat man auf privater und menschlicher Ebene bis heute in sehr gutes Auskommen miteinander und ist weiterhin befreundet.
Man darf davon ausgehen, daß unter der Prämisse, daß 1991 ein weiteres Bondabenteuer in die Kinos gekommen wäre, dieses nicht im Stile von „Licence to kill“ gewesen wäre, sondern daß man schon wieder zur ursprünglichen Formel zurückgefunden hätte.

Hält man sich als Bondfan mal vor Augen, daß Roger Moores Zweitlings-Bond „The man with the golden gun“ an der Kinokasse auch „relativ“ (- immer im Zusammenhang zu den anderen Bondfilm zu sehen, und nicht mit Filmen allgemein; in dem Sinne war nämlich bis heute kein (!) Bondfilm ein Flop) gefloppt war und es wäre danach eine Pause von sechs Jahren gewesen, wüßte auch keiner, ob der Verleih das Risiko einer Weiterverpflichtung eingegangen wäre.
Selbst nach Connery würde kein Hahn krähen, wenn er nach „From Russia with love“ aufgehört hätte.

Den Nachtragsbonus, den Brosnan schon mit Beginn von „GoldenEye“ automatisch hatte, war einfach der Tatbestand, daß dem Gros anglo-amerikanischer Zuschauer bekannt war, daß Brosnan eigentlich schon bei „The living daylights“ die Hauptrolle spielen sollte.
Regisseur Martin Campbell hat schließlich bei „GoldenEye“ indirekt noch einen drauf gesetzt mit Erwähnung eines rückdatierten Datums von acht Jahren in der Pre-Title-Sequenz. Dadurch, das genau diese Zeitraum im Film genannt wird, werden die Timothy Dalton-Filme vom Regisseur zu nicht existenten Werken abgeurteilt. Pierce Brosnan wird mit dieser „eingeblendeten“ Datierung nachträglich von Campbell auch zum Bond von 1987 akkreditiert.
Die amerikanischen Medien pflegten das Thema „Brosnan statt Dalton“ dauermäßig schon ab 1987 wie der Römer Cato, der Ältere, der immer wieder darauf hinwies, daß man doch endlich Karthago zerstören solle.
Dieses jahrelange ewige „Zermürben des hohlen Steins“ in der anglo-amerikanischen Presse gegen Timothy Dalton hat sicherlich auch dazu beigetragen, daß er von vorne herein ein gestörtes Verhältnis zu den Medien entwickelte. In genügend englischsprachigen Magazinen der damaligen Zeit wird bei Berichten zum Thema Bond auch immer Bezug zu Pierce Brosnan teilweise mit Fotos genommen.
Verkam Brosnan in der damaligen Zeitspanne in den Medien zur tragischen Figur - als der Mann, der nicht James Bond geworden war - kam seine Verpflichtung bei „GoldenEye“ förmlich dem Aufstieg des Phoenix aus der Asche gleich. Vom chancenlosen Verlierer als B-Movie-Darsteller in unbedeutenden Filmen hatte Brosnan mit dieser Hauptrolle den absoluten Aufstieg in die Riege der Major-Stars gezwungen und nutzte die Gunst der Stunde auch in anderen Filmen sein Geld zu machen.


Ob diese Presse-Spielchen sich als Nachwehen der Brosnan-Ära auch gegenüber Daniel Craig medientechnisch niederschlagen werden bleibt erst einmal abzuwarten. War Brosnan die „elegante“ Personifizierung der Filmfigur James Bond im Gary Grant-Stil wirkt Daniel Craig wie ein ungeschliffener rauher Diamant.
Interessanter Weise liegt hier typentechnisch genau die Umkehrung zwischen Moore und Connery vor. Wurde Moore immer das Image des Lordchens (aus die „2“) Bond als Kleiderständer und Dressman mit dem sexuellen Charme eines Edeka-Vertreters von dt. Medienvertretern wie dem „SPIEGEL“ bösartig unterstellt, entsprach Connery dem Typ proletarischer Arbeiter und Totschläger, der weniger tadelloses Benehmen präsentierte, aber für den Chauvi und Macho schlechthin stand.


Star oder nicht Star - der Liam Neeson der Zukunft?

Ich halte Daniel Craig in dem Sinne für ähnlich „heiß“ [wobei damit nicht das Sexuelle gemeint ist] wie seinerzeit die Verpflichtung von Halle Berry zu „Die another day“, bevor sie dann den Oscar bekam und eine weiterhin beachtliche Solokarriere hinlegte, die sich auch finanziell für sie auszeichnete.

Mit der Verpflichtung von Daniel Craig in Steven Spielbergs neuestem Film „Munich“ ist Craig auf dem besten Wege auch in den USA zu einem bekannten Namen und zum Star zu werden.
Bei Spielbergs neuem Film geht um die Attentate auf das Olympische Dorf in München 1972. Man darf davon ausgehen, daß Spielberg die Dramatik und Problematik des Themas ähnlich diffizil und sensibel angehen wird wie „Schindlers Liste“ oder den „Soldaten Private Ryan“. Mit den beiden genannten Filmen hat er bewiesen, daß er ein Händchen für solche „schweren“ historisch abzuhandelnden Stoffe hat, und selbst wenn der Film nur den finanziellen Erfolg von „Amistad“ haben sollte, wird es sich bei dem Film um ein Doku-Drama und weniger um einen Actionfilm handeln. Für Craig ist es jedenfalls ein hervorragender Einstieg in den amerikanischen Markt und es würde mich nicht wundern, wenn er nach seinem jetzt zu drehenden zusätzlichen Film mit Nicole Kidman und dem nächsten Bond Ende nächsten Jahres ganz oben am Kino-Firmament ankommt und der absolute Star des Jahres wird.

Bedenkt man, daß Liam Neeson seinen Durchbuch bei „Schindlers Liste“ hatte und er danach als Nummer 1-Favorit für die Rolle des James Bond in „GoldenEye“ war, bauen sich zu Daniel Craig Parallelen auf. Im Gegensatz zu Craig hat Neeson, die Bond-Rolle abgelehnt.
Unter der Prämisse, daß ich Neeson vorher aus Filmen wie „Excalibur“ und „Darkman“ nur kannte, hätte ich vor „Schindlers Liste“ mir auch nicht im Traum vorstellen können, daß dieser Darsteller als Bond nur ein Thema gewesen wäre.

Ich gehe davon aus, daß Craig seinen Weg gehen wird. Ob er nun etwas mehr oder weniger Zuschauer als James Bond in Amerika in die Kinos locken wird, ist für den Dauererfolg der Filmfigur James Bond Gott sei Dank nicht so ausschlaggebend, da das Hauptgeld seit rund dreißig Jahren außerhalb der USA gemacht wird.
So lange Daniel Craig ab dem dritten Film die regulären Zuschauerwerte von 20 Millionen Zuschauer aufwärts in den USA macht, wird er von Produzenten- und Verleiherseite weiter als Bond verpflichtet werden - vorrausgesetzt das menschliche Miteinander funktioniert.

Der Rest wird die Zeit zeigen.
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Donnerstag, 6. Juni 2013, 11:00

Zitat von »felixleitner«


Craig hat einen tollen, intensiven Blick - er ist der erste Bond mit solchen Augen, vergleichbar etwa mit Richard Burton oder dem jungen Jean Gabin. Man achtet immer darauf, was er damit macht.

Er versteht es auch hervorragend, jenen nihilistischen Zug der Figur, dieses "lebe für heute, vielleicht gibt es kein Morgen" herauszuarbeiten und einen kleinen Schuss Melancholie hinzuzufügen. Dadurch gelingt es ihm auch, die Figur Bond zu reflektieren - dem Publikum von heute bewusst zu machen, wer Bond eigentlich ist (etwas, was Dalton z.B. nicht wirklich geschafft hat - paradoxerweise am ehesten noch Moore, indem er bestimmte Eigenschaften der Figur abgeschwächt oder parodistisch überzogen hat). In Verbindung mit seiner männlichen Ausstrahlung ist er damit wirklich ein perfekter Bond

Sehr gut auch das Suchende im Spiegel, der Versuch dieses Mannes, "James Bond" zu werden. Also das, was Connery etwa schon in seinem ersten Film war. Das wäre aber auch ein Kritikpunkt - er wirkt manchmal noch etwas steif, gewollt cool. Aber vielleicht hat Craig das bewusst als Teil des Sich-zurechtfindens von Bond in dessen Agenten-Welt angelegt. Ich hoffe jedenfalls, dass er in den kommenden Filmen die Rolle noch etwas gelassener und souveräner angeht (bin mir sogar sicher).

In diesem Zusammenhang muss ich auch sagen, dass sein Humor nicht immer meinen Geschmack trifft. Aber das kann auch noch werden, ich fand auch Brosnans Sprüche in GE noch ziemlich fürchterlich (in dieser Hinsicht ist CR jedenfalls schon besser).



Zitat von »Spree«


Also einige Sprüche von Craig fand ich schon sehr cool: "Ich weiß wo ihre Waffe liegt." "Single!" "Oh, und den Parkschein!" "NEINNNNN! Mehr rechts! MEHR RECHTS!"

Ansonsten mal wieder völlige Zustimmung zu meinem Vorredner.

Ich muß ja zugeben, dass ich nach den ersten Fotos alles andere als begeistert vom guten Daniel war, da er auf (unbewegten) Bildern meiner Meinung nach oft nicht gut getroffen ist und nicht so intensiv rüberkommt wie in Aktion (was nicht gleichbedeutend mit Action sein soll). Auf der PK hab ich dann schon gemerkt, dass er zumindest vom Aussehen her geeignet ist und völlig sicher, dass er einen guten Bond abgeben wird, war ich mir nachdem ich "Layer Cake" und den 2-min.-Trailer zu CR gesehen habe. Allerdings hat mich sowohl der Film, v.a. aber auch Craig in Sachen Witz, Charme und Charisma nochmal positiv überrascht und nachdem ich nun im Zuge von CR auch einige Interviews mit ihm kenne, finde ich ihn auch als Typ super sympathisch.

Alles in allem eine GENIALE Wahl! Für meine anfängliche Skepsis muss ich bei Babs und DC Abbitte leisten (wenn ich sie das nächste Mal treffe). [img]www.the007generation.de/images/forum/smilies/30.gif[/img]



Zitat von »DoctorMoVe«


Sehr treffend und anregend ausgeführt, felixleitner!
Ebenfalls volle Zustimmung an Spree.

Auch ich zählte noch in den ersten Tagen nach der Bekanntgabe zur großen 'Kopfschüttel'-Fraktion.

Von diesem problematischen Medienerlebnis an ging es mit meiner Wahrnehmung eigentlich kontinuierlich bergauf.
Spätestens als ich den ersten, grandiosen Teaser sah, verflüchtigten sich all meine vorangegangenen Bedenken.
Schon in diesem Teaser spürte man, das die betonte Körperlichkeit dieses Bond-Darstellers der Serie gut tun würde.

Als dann später im Kino zum ersten mal der Pre-Title ablief, und man Craig dort in der dunklen Ecke sitzen sah, spürte ich sofort ein gewisses Gribbeln das ich innerhalb der Franchise seit einer Ewigkeit nicht mehr durch eine darstellerische Präsenz gespürt hatte.
Eine souveräne Szene folgte der nächsten und mit jeder Szene wuchs die Ausstrahlungskraft die von seiten Craig's auf mich einwirkte.
Die erste Szene mit M setzte schon große Akzente.
Eine entscheidende Szene, die als Vergleich zu den bisherigen Darstellern - vorallem Dalton - herangeführt werden kann, ist für mich in dieser Hinsicht, Craig's erste klassische sexuelle Anmache mit dem Aston Martin: Selten wirkte Bond 'geiler' und unausweichlicher. Das wurde mir auch schon von vielen Damen bestätigt...

In der Szene in der Suite in der er mit offenem Hemd am Telefonhörer hängt wirkt er wiederum unglaublich lässig und cool.
Allerspätestens nach der großen Duschszene mit Vesper, wurde wohl den meisten Bondiasten klar das man mit Craig einen ganz großen Bond-Darsteller gewonnen hat.
Und als besagte letzte Szene uns einen Craig im klassischen Connery-Outfit präsentiert, kann man sich für einen Moment kaum noch einen anderen Darsteller in dieser Rolle vorstellen.
Craig ist somit für mich der erste Bond-Schauspieler, der es in fast allen Belangen mit Connery aufnehmen kann. Für mich als beseelter Connerianer, nach so vielen Jahren eine echte Sensation!

Um Connery zu schlagen fehlen ihm aber noch einige wunderbare, weitere Bondstreifen und eine gelungene, kultintensive Weiterentwicklung seines speziellen, neuen Charakters.
Ich bin auf jedenfall verdammt gespannt auf diese Ära...

[img]www.the007generation.de/images/forum/smilies/33.gif[/img][br][br]



Zitat von »MisterBond«


Als ich die ersten Fotos von Craig sah, dachte ich:
"Was? Der ist ja hässlich".

Nun, ok hässlich ist er nicht, aber ich stehe dazu, dass er für mich äußerlich nicht der ideale Bonddarstller ist. Er wirkt mit zu bullig (dei Muskelmasse ist mir auch zuviel und vorallem zu "schnell" antrainiert. Deshalb "bullig".

ABER!
Die ganzen Hasstiraden zu Beginn fand ich pervers. Das hat kein Schauspieler verdient.

Zu Craigs Verteidigung muss ich auch sagen, dass er mich schauspielerisch überzeugt hat.
Er zeigt halt wieder eine ganz andere Seite. Nicht so smart und elegant wie ein Connery, Moore oder Brosnan, aber vielleicht kommt das ja noch.

Andererseits ist dieses Manko, die Schwäche von Craig.
Auch wenn er am Flughafen nach dem missglückten Attentat verschimtzt lächelt, erinnert das eben zu sehr an einer Figur wie John McClane!
Deshalb kann ich ihn nicht ganz als ernsthafte Konkurrenz zu Connery und Moore sehen. Tut mir leid.

Fazit:
Bin hochzufrieden, kann mehrere Filma als Bond machen, aber nicht der ultimative Bonddarsteller. Da möchte zumindest ich mal die Kirche im Dorf stehen lassen, denn nach den ganzen schwachsinnigen Anfeindungen, kam mir in letzter Zeit zuviel Lobhudelei dazu.
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Dalton ist Bond

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Mittwoch, 7. August 2013, 08:51

Daniel Craigs beste Darstellung von 007

64%

Casino Royale (9)

29%

Skyfall (4)

7%

Ein Quantum Trost (1)

Daniel Craig hat zwar noch nicht alle seine Bond-Filme abgedreht. Zweimal werden wir ihn noch garantiert in dieser Rolle sehen. Trotzdem interessiert mich zu wissen wo er bislang seine beste Leistung abgegeben hat.

Wenn die anderen Filme erscheinen, kann man sie ja dann später zur Umfrage hinzufügen. (Daher ist es auch erlaubt die Stimme zu ändern)
"Ich helfe Menschen, die Probleme haben." - "Ein Problemlöser." - "Ich würde sagen, mehr ein Problembeseitiger." 8)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Dalton ist Bond« (7. August 2013, 14:17)


Dalton ist Bond

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Mittwoch, 7. August 2013, 08:53

Also ich fand Herr Craig in seinem Debüt auch am besten. Obwohl es ein Kopf an Kopf-Rennen mit "Skyfall" war. Wie er Le Chiffre während der Folter verarscht ist einfach göttlich gespielt!
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Kronsteen

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Mittwoch, 7. August 2013, 08:58

Bei Daniel Craig ist es mit am Schwersten, diese Einstufung zu machen. vermutlich bedarf es erst noch einer gewissen Zeit, bis man eine Betrachtung verifizieren kann.

Ich finde Daniel in CR umwerfend. In QOS ist er mir zu verbissen, was aber natürlich auch mit der Rolle laut Drehbuch zusammenhängt. In SF gefällt er mir wieder besser, auch wenn ich ihn erst unrasiert so richtig mag.

Hier deckt sich die Craig-Performance in meiner Liste auch mit der Filmliste:

1. CR
2. SF
3. QOS
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Don-Corleone

009 - Killed in East Berlin - Dressed as a clown with a fake Faberge egg in my hand

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Mittwoch, 7. August 2013, 12:00

Hmm stimmt, bei Daniel Craig fällt es mir auch am schwersten mich zu entscheiden, finde ihn nahezu gleich gut in allen 3 Filmen. Entscheide mich mal für Skyfall.

Performance:

1. SF
2. CR
3. QOS

Filme:

1. CR
2. SF
3. QOS
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Felix Leitner

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7

Mittwoch, 7. August 2013, 12:05

In SF zeigt er jenes Quäntchen (oder Quantum) Lockerheit, das mit bei seinen ersten beiden Auftritten gefehlt hat. Wobei der Film ihm auch dafür genügend Luft lässt, im Gegensatz zum Vorgänger.
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Mister Bond

Felix Leiter

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8

Mittwoch, 7. August 2013, 20:50

Sehe ich wie Felix. Aufgrund der Lockerheit sehe ich Craig in SF noch etwas lieber als in CR.

Filmrangliste aber ebenso:
1. SF
2. CR
3. QoS (zu verbissen und das mit Mathis Tod finde ich immer noch recht peinlich. Liegt natürlich auch am blöden Drehbuch und an der Inszenierung. Kann Forster nichts abgewinnen)

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Donnerstag, 8. August 2013, 08:09

Was Daniel Craig angeht...

1. Casino Royale (Ich glaube kein Bond-Darsteller hat je so ein grandiosen Debütfilm hingelegt wie er. Craig spielt absolut überzeugend, und wirkt zu keinem Zeitpunkt verunsichert oder überfordert)

2. Skyfall (Praktisch genauso toll wie in CR. Hier versucht Craig Bond noch ein paar neue Facetten zu verleihen. Das Ende mit dem Tod von M usw. ist wirklich ergreifend von ihm gespielt)

3. Ein Quantum Trost (Ich fand ihn hier etwas zu steif. Außerdem harmoniert er irgendwie nicht mit Olga Kurylenko)
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10

Montag, 2. September 2013, 11:32

Ihr habt doch bestimmt alle dieses Foto mit dem Stinkefinger gesehen...

Mein lieber Schwan, der gute Daniel wird langsam alt.

Die sollten sich mal mit den kommenden Produktionen beeilen, sonst wird er noch der zweite Moore, was das optische Alter in den letzten Filmen angeht.

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11

Montag, 2. September 2013, 11:38

Ja, sein Bart ist schon ganz schön grau...

Aber ich glaube, dass er immer noch sehr fit ist. Moore war schon ab FYEO zu alt. Craig wird zwei Teile noch locker durchhalten. Danach sollten sie aber wirklich wechseln.

Ich fände es eh besser, wenn die Darsteller alle nach 4 Filmen automatisch gewechselt werden.
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12

Montag, 2. September 2013, 11:49

Ja, sollte doch für EON kein Problem sein, mit ihren Millionen eine automatische Darstellerwechselmaschine bauen zu lassen.

Merkst Du eigentlich selbst was für einen Unsinn du schreibst und bist nur ein genialer Satiriker oder meinst Du das ernst?
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13

Montag, 2. September 2013, 12:00

Merkst Du eigentlich selbst was für einen Unsinn du schreibst und bist nur ein genialer Satiriker oder meinst Du das ernst?


Natürlich muss man die Idee eines automatischen Darstellerwechsels nicht toll finden, aber muss man immer gleich mit einem Kraftausdruck um sich werfen?!
Lasst uns sachlich bleiben!
Bei aller Streitbarkeit im Forum sollte das nicht unser Umgangston sein.
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

14

Montag, 2. September 2013, 15:13

Kraftausdruck? Du meine güte Thomas, komm mal wieder runter von deinem Gutmenschentrip. Der Kuschelkurs ist ja unerträglich!
"That's one hell of a Pilot!"

Kronsteen

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15

Montag, 2. September 2013, 15:47

Hehe, als Gutmensch bin ich auch noch nie bezeichnet worden. :D
Ich will ja um Gottes Willen kein Gutmenschenforum aus unserem Board machen. Hier soll heiß diskutiert werden.
Aber es soll sich eben auch nicht auf jemanden eingeschossen werden, der zudem noch recht neu hier ist.
That's it! ;)
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

16

Montag, 2. September 2013, 15:48

Kraftausdruck? Du meine güte Thomas, komm mal wieder runter von deinem Gutmenschentrip. Der Kuschelkurs ist ja unerträglich!


Und wenn Du meinst Neulinge zu reglementieren ist dies auch nicht deine Aufgabe! Es ist nicht dein Forum alleine und auch nicht dein Niveau, was hier zu gelten hat.

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17

Montag, 2. September 2013, 15:57

Hehe, als Gutmensch bin ich auch noch nie bezeichnet worden. :D
Doch, von mir, aber nur hinter deinem Rücken. ;)

Und wenn Du meinst Neulinge zu reglementieren ist dies auch nicht deine Aufgabe!
Irrtum. "Um ein Kind zu erziehen bedarf es des ganzen Dorfes." (Afrikanisches Sprichwort)
"You may be a lover but you ain't no dancer."

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ollistone« (2. September 2013, 16:28)


18

Montag, 2. September 2013, 16:05

Irrtum.

"Um ein Kind zu erziehen bedarf es des ganzen Dorfes." (Afrikanisches Sprichwort)



Schau an. Schon ist der Berliner Freund auch zur Stelle.

Übrigens wo mir gerade das Thema "Hackfresse Lazenby" einfällt: Gleiches Recht für alle!
Wer also andere Bond-Schauspieler polemisch abwerten will, dem steht somit das gleiche Recht zu.

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19

Montag, 2. September 2013, 16:12

Kraftausdruck? Du meine güte Thomas, komm mal wieder runter von deinem Gutmenschentrip. Der Kuschelkurs ist ja unerträglich!


Und wenn Du meinst Neulinge zu reglementieren ist dies auch nicht deine Aufgabe! Es ist nicht dein Forum alleine und auch nicht dein Niveau, was hier zu gelten hat.

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Ich reglementiere ihn doch nicht werter unbekannter Freund. Ich sage Ihm lediglich nach 150 Posts Schonfrist was ich von seinem Geschreibsel halte. Und wenn das Geschreibsel nicht vom Niveau her besser wird, fliegt er wie weiland schon Kevinikus und DWC einfach auf die Ignoreliste. So einfach ist das. Das mache ich nicht für das Forum oder irgendeine herbeifantasierte Berliner Volksfront, sondern schlicht für mich und mein Empfinden für geistige Ästhetik!
Erziehung habe ich schon im alten Board an den Nagel gehängt. Das funktioniert nur bei Leuten die auch den Willen dazu haben sich zu verbessern.
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20

Montag, 2. September 2013, 16:21


Doch, von mir, aber nur hinter deinem Rücken. ;)


Herrje, dass ich das noch erleben darf! :angel:
Dabei bin eigentlich immer ich jemand, der anderen gerne mal Gutmenschentum vorwirft. ;)
Seis drum...
Angesichts dessen sieht man aber, wie wenig man sich in einem Forum auch nach Jahren kennt. Und genau deshalb ist Sachlichkeit höchstes Gebot. :)

Nutzt daher doch einfach die Ignore-Liste, wenn Euch jemands Beiträge nicht passen.
Das ist besser, als teilweise beleidigende Beiträge, unter denen das Niveau eines Forums mindestens genauso leidet wie unter diesen vermeintlich niveaulosen Beiträgen selber.
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