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Kronsteen

James Bond Club Deutschland - SPECTRE Nr. 005

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1

Sonntag, 26. Mai 2013, 21:59

BONDGIRLS: Honey Rider

Hier wollen wir über die Frau diskutieren, die den Bikini unsterblich auf die Kinoleinwand gebracht hat:

Ursula Andress als Honey Rider.

[img]http://25.media.tumblr.com/tumblr_lwi5xaxoNH1r4u0ixo1_500.jpg[/img]

Auf gehts...

Hier der archivierte Thread im razyboard.

Auch hier verzichte ich auf das Kopieren der letzten Beiträge, da diese schon mehrere Jahre zurückliegen.
Sehen wir es als Chance, neue Diskussionen anzustoßen!
"Wer ist schon Bond im Vergleich zu Kronsteen?!"

Kronsteen

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2

Sonntag, 4. August 2013, 10:31

Mir kam gestern beim Anschauen von DN ein Gedanke, den ich gerne mal hier zur Diskussion stellen möchte.

Ist Ursula Andres' Honey Rider ein neuer Typ Frau im Kino? Vielleicht sogar ein neues Schönheitsideal?

Aus den 50ern und den Jahren des Jahrzehntwechsels waren noch (nach heutigen Maßstäben) "üppigere" Frauen das Schönheitsideal. Es wurde auf weibliche Rundungen wert gelegt. Ebenso eine gewisse Abhängigkeit vom Mann. Dieses Nachkriegs-Schönheitsideal, das bei den 40er-Pin-Up-Girls angefangen hat und über Schauspielerinen wie Marylin Monroe oder Jayne Mansfield (USA) bzw. Sophia Loren oder Gina Lollobrigida (Europa) kolpoertiert wurde, entsprach 15 Jahre lang entweder dem blonden Dummchen (USA) oder der Mama (Europa).
Honey ist nun aber eine Frau, die sich selbst(ändig) durchs Leben schlägt und auch optisch dem Nahe ist, was in den kommenden Jahrzehnten sich zum Schönheitsideal entwickeln sollte: Schlank (eigentlich immer mit eingezogenem Bauch) und langhaarig.
Dem gegenüber haben wir mit Sylvia Trench (und auch in den folgenden Filmen mit der Massaurin Grants in FRWL und auch noch mit Dink in GF) nochmals den "alten" Typus Frau, bevor wir ab TB 1965 den neuen Frauentypus mit Domino, Fiona und Paula etabliert haben (Pat ist nochmals eine Hommage an den früheren Typus).
War Honey also (bewusst oder unbewusst) Vorreiterin einer neuen Frauenrolle, auch wenn sie teilweise noch sehr naiv dargeboten ist, was sicher die letzten Ausläufer der alten Klischees war?
Hat Honey evtl. sogar das weitere Geschehen der Leinwand-Frauen im allgemeinen in den 60ern mitbestimmt und nicht nur das der Bond-Girls?
In den Folgejahren konnten Brigitte Bardot, Cetherine Deneuve, Jane Fonda oder auch Diana Rigg diesen neuen Frauentypen etablieren (wenn man diese natürlich in sich nicht homgene Gruppe mal auf den gemeinsamen Nenner reduzieren möchte).
Aber Honey war die erste.
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Maibaum

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3

Sonntag, 4. August 2013, 11:37

Ich würde Andress nicht wirklich als schlank bezeichnen. Jedenfalls nicht im Vergleich zu Audrey Hepburn, Lauren Bacall oder Grace Kelly. Und diese 3 verkörperten lange vorher einen viel selbsständigeren Typ Frau als Andress es hier in DN tut. Andress ist eher kräftig gebaut gegenüber diesen grazilen Darstellerinnen, entspricht für mich eher dem Monroe/Lollobrigida Typ, wird allerdings da DN ein Film der 60ger ist schon ganz anders in Szene gesetzt.
Tatsächlich ist Andress in der Handlung von DN auch kaum mehr als nur ein überflüssiges Anhängsel, der Film könnte genau so gut ohne sie weiterlaufen, sie entspricht also dem typischen Hollywood Star der dort recht passend als "the hero's love interest" umschrieben wurde.

Bardots Star und Sex-Symbol Karriere begann im übrigen bereits 1956 auf eine sehr spektakuläre Art. Dagegen ist Andress zwar bekannt gewesen, aber nie ein wirklich großer Star.

Kronsteen

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4

Sonntag, 4. August 2013, 12:13

Mit "schlank" meinte ich eher den athletischen, sportlichen Typ und nicht den dünnen.
Und das waren Hepburn, Kelly oder Bacall nicht.
Aber die Masse war sicher eher der üppige Typus.

Klar, Bardots Karriere begann schon in den 50ern, aber zeitlich war ihre große Zeit in den 60ern.
Ob es da einen Zusammenhang zu Ursula Andress gibt, ist natürlich diskutierbar. ;)

Ich denke, dass die Person der Andress auch weniger entscheidend ist als die Figur der Honey. Aber Logo, überbewerten sollte man sie auch nicht.
Aber eine wichtige Funktion würde ich ihr durchaus zuschreiben.
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Mister Bond

Felix Leiter

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5

Sonntag, 4. August 2013, 13:26

Finde ich zu weit hergeholt, Kroni.
Ich gebe da eher Maibaum Recht.
Außerdem war die Monroe gewiss nicht üppiger gebaut als Andress.
Und die weiblichen Schonheitsideale der 50er waren neben Monroe Audrey Hepburn, Grace Kelly, Elizabeth Taylor, Rita Hayworth, eine Jean Simmons...nun, alle wesentlich graziler als Andress.
Das gilt im Übrigen auch für Sophia Loren!
Eine Maynsfield war zwar üppiger, eventuell auch eine Jane Russell...aber sont.
Und eine Daniela Bianchi wiegt, ist nicht negativ gemeint, auch einige Kilo weniger als die Ursel.

Kronsteen

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6

Sonntag, 4. August 2013, 13:29

Klar, ist schon eine gewagte These, die vielleicht etwas übertreibt. Ist mir durchaus bewusst. ;)

Aber wie schon erwähnt, gehts mit jetzt weniger um ein paar Kilo mehr oder weniger, sondern um die Athletik und die Sportlichkeit.
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Maibaum

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7

Sonntag, 4. August 2013, 13:35

Ich würde sagen Honey entsprach dem was damals üblich war. ihre Bikini Szene war damals durchaus "heiß", aber andererseits auch nicht wirklich ungewöhnlich.

Wenn ich die Monroe in ihrem letzten Film The Misfits (1961) sehe ,dann wirkt sie dort vollkommen anders. Bei weiten nicht mehr so drall wie z.B. in The 7 Year Itch oder auch noch in Some Hike It Hot. Sie trägt auch ihr Haar anders, wirkst magerer, und für mich auch viel schöner als in ihren älteren Filmen.

Anfang der 60ger konnte man schon viel weiter gehen als in den 50gern, und da wäre diese Art von Erotik, wie sie am markantesten die Monroe ausstrahlte, ohnehin nicht mehr so ganz zeitgemäß gewesen. In europäischen Filmen war schon seit den späten 50gern (teils auch schon davor) eine Menge mehr an Nacktheit möglich als in Hollywood. Klar, das waren zunächst meist eher die sogenannten Autorenfilme, aber die Genrefilme haben dann immer sehr schnell nachgezogen. Da das heute alles vollkommen unspektakulär ist ist davon vieles längst in Vergessenheit geraten.

Wäre DN nicht Teil der Bond Serie, ich fürchte dann wäre er längst ebenfalls ein halbwegs oder auch komplett vergessener Film.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Maibaum« (4. August 2013, 13:39)