Up the Irons

  • Da sich in einem anderen Thread eine schöne Diskussion zum Thema IRON MAIDEN ergeben hat, eröffne ich hierzu mal einen eigenen Themenstrang.


    MAIDEN sind mir Ende der 80er zum ersten Mal begegnet, da der ältere Bruder eines Schulfreunds ein True Metaller war und u.a. einen Maiden-Aufnäher auf der Jeansjacke hatte.

    Ich habe dann anno 1990 das damals neu erschienene Album „No Prayer for the Dying“ auf Kassette bekommen. Meine ersten eigenen Erfahrungen. Wie ich heute weiß, ist es nicht das beste Werk der Bandhistorie.

    Auch wenn ich den Werdegang Maidens in den darauffolgenden Jahrzehnten beiläufig verfolgt habe, habe ich die Band erst wieder vor wenigen Jahren so richtig für mich wiederentdeckt, als ich auf einem Konzert war.

    Dabei ist mir erst so richtig bewusst worden, wieviele fantastische Lieder die doch haben.

    Zudem kommt mit zunehmendem Alter sich auch ein gewisser Nostalgiefaktor dazu. ;)

    Jedenfalls sind Maiden bei mir inzwischen wieder sehr hoch im Kurs und ich freue mich auf die gemeinsamen Konzerte mit dem werten Don in Frankfurt und Stuttgart im kommenden Sommer. 8)


    Meine liebsten Alben sind (vermutlich wenig überraschend):


    01. The Number of the Beast

    02. Powerslave

    03. Somewhere in Time

    04. Seventh son of a seventh son

    05. Piece of Mind

    06. Brave New World

  • Ich kannte IRON MAIDEN natürlich schon länger, so richtig auf die Bad aufmerksam geworden bin ich dann aber im Frühling 2001, als ich mir in der örtlichen Bibliothek Bruce Dickinsons Comeback-Album "Brave New World" ausgeliehen hatte. Damals schrieb ich an einer Seminararbeit und habe aus Bequemlichkeit (und weil's mir natürlich zugesagt hat ;) ) das Album im Hintergrund rauf- und runtergehört (vermutlich sogar etwas zu oft... siehe meine Rangliste unten). Da kam ich so richtig auf den Geschmack und habe mir dann auch deren ältere Sachen "organisiert". Meine Lieblingsalben der Band sind (wobei es wirklich schwierig ist, eine Rangliste zu bilden):


    1. Somewhere In Time

    2. The Number Of The Beast

    3. Powerslave

    3. 7th Son Of A 7th Son

    5. Piece Of Mind

    5. Dance Of Death (die Kritiken waren sind da ja eher durchwachsen, aber ich mag das Album sehr und halte es für absolut unterschätzt)

    7. Brave New World


    Die Paul Di Anno-Ära brachte zwei bereits sehr solide Alben hervor, die zeigten, wohin die Reise geht. Dennoch brachte Dickinson mit seinem Einstieg die Band enorm weiter und zwar nicht nur wegen seinem (hervorragenden) Gesang. Das war fast schon ein musikalischer Quantensprung. Nach "Dance Of Death" hingegen schein mir ein bisschen die Luft raus zu sein. Es ist zwar alles stets solide, was seither von der Band rauskam, aber es wirkt irgendwie alles ein bisschen "beliebig" - es fehlt mir manchmal der letzte Biss, der "Hunger", den die Band in den 1980ern zeigte. Das ist aber Jammern auf hohem Niveau und man darf auch nicht vergessen, dass die Herren mittlerweile alle mindestens Mitte 60 sind - da darf man es auch mal ein bisschen "entspannter" angehen. Nicko McBrain musste ja gar leider unlängst aufgrund seines erlittenen Schlaganfalls seinen Rücktritt nach über 40 Jahren als Drummer der Band bekannt geben.


    Gesehen habe ich die Band live übrigens bisher erst einmal. Das war glaub 2005 und so eine dieser "Retro"-Tourneen, bei der nur Songs der ersten paar Alben gespielt wurden. Weiss allerdings nicht mehr genau, wie die Tour hiess. Was ich aber noch weiss: Das Konzert war erstklassig :thumbup: :) !

  • Dickinsons Rückkehr war schon nochmal ein starker Impuls, auch wenn ich der Bailey-Ära durchaus auch einige tolle Lieder abgewinnen kann.

    Auch Dickinsons neues Solo-Album „The Mandrake Project“ ist toll geworden.


    Die 2010er Alben „The Final Frontier“ und „The Book of Souls“ fand ich auch eher durchschnittlich (trotz der tollen Lieder „Coming Home“ auf der einen und des bereits angesprochenen „Empire of the Clouds“ auf der anderen Platte).

    Die letzte Platte „Senjutsu“ fand ich da wieder deutlich stärker. Mit „Writing on the Wall“ (wäre das nicht ein toller SPECTRE-Titelsong gewesen? ;) ) und „Hell on Earth“ gibt es 2 fantastische Lieder.


    „Dance of Death“ ist definitiv ein gutes Album. Angesichts der Konkurrenz bei mir im soliden Mittelfeld angesiedelt.

    Mit „No more Lies“, „Montségur“, „Paschendale“ und meinem liebsten Lied der Platte, „Journeyman“, gibt es einige tolle Lieder.


    Die diesjährige Tour stellt zum 50-jährigen Bandjubiläum die Platten von 1980 bis 1992 (also von Beginn an bis zur „Fear of the Dark“) in den Fokus. Ich denke, dass es nur Lieder aus dieser Ära live zu hören geben wird. Lt. Bruce Dickinson soll es Lieder live geben, die noch nie live gespielt wurden. Vielleicht ja auch etwas zu Ehren des verstorbenen Paul di Anno.

    Jedenfalls kommt mir diese Ära genau recht. :)

  • Ich denke, dass es nur Lieder aus dieser Ära live zu hören geben wird.

    Ja, das denke ich auch. Wird sicher toll 😀! Vielleicht wäre es auch für mich wieder mal an der Zeit, ein Maiden-Konzert zu besuchen 🤔


    Mit „No more Lies“, „Montségur“, „Paschendale“ und meinem liebsten Lied der Platte, „Journeyman“, gibt es einige tolle Lieder.

    Bei mir noch der Titeltrack und "Rainmaker". Einen wirklichen Ausfall kann ich auf der Scheibe jedenfalls nicht ausmachen 💪


    Mit „Writing on the Wall“

    Definitiv mein Favorit dieses Albums. Der Song ist sofort hängen geblieben 😊

  • Iron Maiden ist einer meiner Lieblingsbands. Zum ersten Mal angefangen zu hören müsste so 1988/1989 gewesen sein. Erstes Album war Life after Death mit meinem -bis heute- Lieblingssong "Aces High"


    Live habe ich sie aber erst zur Bayley Zeit das erste mal gesehen. Ich bin kein Gegner der Bayley Ära, die beiden Alben sind gut, aber in der Zeit hat man gemerkt,

    das Maiden Dickinson und Smith mehr gebraucht haben als andersherum. Die 2 Dickinson Alben Accident of Birth und The Chemical Wedding die zu diesem Zeitpunkt rauskamen sind klar besser! Die di Anno Alben z.B. war nie meins.


    Die Dickinson Reunion war natürlich genial und die Brave New World Tour auch unvergessen, die habe ich damals in Stuttgart und Frankfurt sehen dürfen.

    Cool finde ich das Maiden öfters Touren gemacht - unabhängig von den Studioalben- wo sie bestimmten Zeiträume abgedeckt haben. Im Rock im Park haben sie das 2mal zelebriert.


    Meine Lieblingsalben:


    1. Somewhre in Time

    2. Number of the Beast

    3. Seventh Son of a Seventh Son

    4. Powerslave

    5. Brave New World

    6. Piece of Mind

    7. A Matter of Life and Death

    8. Senjutsu

    9. The Final Frontier

    10. Virtual XI


    Auf die 2 Konzerte mit dem verehrten Forumskollegen Kronsteen freue ich mich schon riesig :headbang: Maiden sind live gut gealtert im Vergleich zu manchen Zeitgenossen aus dieser Ära.

    Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

  • Ich habe grad Bruce Dickinsons Autobiografie "What does this button do?". Ich muss sagen, dass mich das Ganze etwas ratlos zurück lässt. Unterhaltsam und kurzweilig zu lesen ist es zwar. Meistens jedenfalls, denn einige Langatmigkeiten gibt es schon. Aber auch hier lässt er vieles offen. Insgesamt habe ich so nach der Lektüre das Gefühl, als hätte ich ein Buch gelesen, bei dem jeden zweite Kapitel fehlt. Als positiv bewerte ich zudem, dass er uns irgendwelche "Ich bin der Geilste"-Groupie-Exzess-Storys und dergleichen erspart. Aber sonst: Vieles - was mich jetzt noch interessiert hätte - ist sehr Bruchstückhaft und im Eiltempo geschildert. So ist es mir nach wie vor nicht klar, was wirklich(!) die Gründe für seinen Ausstieg bei Iron Maiden 1993 waren. Er macht zwar ein paar Andeutungen, aber hier hätte ich mir doch Konkreteres gewünscht. Und das zieht sich durch: Immer, wenn es interessant wird, kommt ein Schnitt und es geht zum nächsten - oft weniger interessanten - Thema. Andere Dinge wiederum wie die Fliegerei oder das Fechten werden doch seeeeeehr ausgiebig geschildert. Keine Einwände, dass Bruce über seine Hobbies und seine Leidenschaften schreibt. Grad das mit dem Fliegen hat ja durchaus spannende Aspekte. Aber bei einem Rockstar würde mich doch Anderes (noch) mehr interessieren. Apropos Leidenschaft: Vieles was mit der Musik zu tun hat, mit seinem Job als Sänger, mit Konzerten, Arbeiten im Studio beschreibt er - wenn überhaupt - geradezu emotionslos. Als wäre es irgendein Job als Buchhalter oder so: Nicht der Rede wert - man macht es halt, um Geld zu verdienen. Auch scheint sein Verhältnis zu seinen Band-Kollegen eher distanziert bis desinteressiert zu sein. Jedenfalls gibt's zu diesem Thema kaum mehr als ein paar Zeilen im ganzen Buch. Über "Familiäres" und Beziehungen schreibt er schon mal gar nichts (was im Nachwort als bewusster Entscheid festgehalten ist). Zumindest ein paar Worte dazu wären aber zur Einordnung trotzdem hilfreich gewesen, denn es ist ja schliesslich eine Autobiografie. Umso erstaunlicher, dass er dennoch recht ausführlich und ehrlich über das angespannte Verhältnis zu seinem Vater schreibt.


    Auf der Habenseite steht dafür sein Bericht über ein Konzert (und den wahrlich lebensgefährlichen Weg dorthin), das er 1994 während der Belagerung in Sarajevo gegeben hat. Respekt! Und dann der Kampf gegen seinen Zungenkrebs. Selbst zum Lesen schmerzhaft, aber solch ehrliche Einblicke hätte ich mir öfters gewünscht. Auch Bruce' professionelle Einstellung zu seiner Tätigkeit als Sänger beeindruckt. Er weiss, dass er Talent hat, dass es aber auch harte Arbeit ist, Disziplin und viel "Training" bedeutet, seine Stimme immer auf allerhöchstem Niveau zu halten. Das hört man ja auch beider jeder seiner Aufnahmen, bei jeder seiner Live-Performances. Würde man hingegen nur seine Autobiografie kennen, würde man wohl nicht mal erahnen, welch grossartiger und professioneller Sänger er ist.

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