Was mir aber aufgefallen ist (und nicht das erste Mal): LALD verfügt eigentlich über keinen "richtigen" Score oder zumindest über keinen Score, der nennenswert im Film vorkommt. Der Titelsong gehört zwar für mich mit zu den Besten, aber sonst ist da nicht viel.
Prinzipiell mag ich George Martins Arbeit, aber ich verstehe, was du meinst. Ich besitze das ausführliche Soundtrack-Album. Und da muss man sagen: Der Score hat schöne Momente, aber er wirkt sehr im Hintergrund (und fast nicht ohne den Film). Da ist ein Track wie "Baron Samedi's Dance of Death" schon ein atmosphärischer Ausreißer. Der Sound ist häufig a-typisch, wie überhaupt der ganze Film. Gegenüber den anderen Alben der Serie fällt der Score, was die Wiederhörbarkeit angeht, schon ziemlich ab. Da finde ich komischerweise andere Gastspiele wie die von Marvin Hamlisch, Bill Conti oder Michael Kamen insgesamt stärker. Von John Barry oder David Arnold ganz zu schweigen. Letztendlich kam Martin wohl durch Paul McCartney an Bord. Andererseits schätze ich sehr, dass man mit Roger Moore als neuem Bond viel Neues wagte: Kein Barry, Bassey, Adam oder Maibaum und obendrein keine Casino-Szene und kein Aston Martin. Vielleicht sollte Denis Villeneuve bei Bond 26 mal ähnlich wagemutig sein und sich von der letzten 007-Ära deutlich abgrenzen.