Die Bestenliste

  • So nachdem ich in den letzten 6 Wochen die ersten 19 Plätze meiner Bestenliste gesehen habe wird es mal wieder Zeit für eine neue Liste.

    Wenn man die Filme über Jahrzehnte schon so oft gesehen hat, geht es mir persönlich nur noch um Unterhaltungswert und Rewatchibility.

    Alles andere ist mir bei der 137igsten :D Sichtung egal. TLD auf 1 ist deswegen ebenfalls die logische Konsequenz, der Film den ich im Schnitt

    in den letzten 5 Jahren mit Abstand am häufigsten gesehen habe (der geht immer immer) TLD und MR sind meine 2 "Feel Good Bonds" und die Nr. 3 TB

    ist die "ewige Nr.1" die dem Momentum weichen muss. Die Top 10 ist in Summe sehr gefestigt, untereinander sind da aber jederzeit Verschiebungen möglich.


    1. The Living Daylights

    2. Moonraker

    3. ⁠Thunderball

    4. ⁠Octopussy

    5. ⁠The Spy Who Loved Me

    6. ⁠You Only Live Twice

    7. ⁠Casino Royale 06

    8. ⁠Diamonds Are Forever

    9. ⁠Goldfinger

    10. ⁠Live And Let Die

    11. ⁠GoldenEye

    12. ⁠A View To A Kill

    13. ⁠Dr. No

    14. ⁠The Man With The Golden Gun

    15. ⁠Licence To Kill

    16. ⁠For Your Eyes Only

    17. ⁠On Her Majesty‘s Secret Service

    18. ⁠Tomorrow Never Dies

    19. ⁠From Russia With Love

    20. ⁠Die Another Day

    21. ⁠Quantum Of Solace

    22. ⁠The World Is Not Enough

    23. ⁠Skyfall

    24. ⁠Never Say Never Again

    25. ⁠Spectre

    26. ⁠Casino Royale 67

    27. ⁠No Time To Die

    Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

  • Vielleicht freundest du dich ja irgendwann mit dem Fim wieder mehr an und schließt deinen Frieden mit der Craig-Ära

    Also mit der ganzen Ära ziemlich sicher nicht... ;) . Und ich habe echt nichts gegen CR und verstehe die Begeisterung für diesen Beitrag. Vor allem nach dem teilweise recht missglückten DAD. Und damals war ja die Craig-Ära noch absolut "in Ordnung". Das änderte sich dann erst mit SF, als Bonds Tod in Craigs Letztem offenbar bereits beschlossene Sache war. Andererseits und ganz unabhängig - und hier kommt wieder die Rewatchability ins Spiel - gibt es einfach viele andere Bondfilme, die mir mehr Spass bereiten. Und wegen der Rewatchability: In diesem Punkt steht QoS bei mir wohl sogar leicht über CR.


    Quote

    Spannend das dir MR und TSWLM ziemlich gut gefallen und YOLT eher nicht.

    Trotz ähnlichem Plot, starkem Mitwirken von Ken Adams und gleichen Regisseur liegen da Welten dazwischen. Während die beiden Moore Beiträge Drive haben und beste, witzige Unterhaltung bieten, wirkt YOLT einfach stümperhaft. Man merkt, dass sowohl bei Regie wie auch beim Drehbuch Leute am Werk waren, die bis dahin in Sachen Bond voll keine Ahnung hatten und sich auch nicht die Mühe geben wollten, die "Traditionen" der vorangehenden Filme oder gar von Fleming weiterführen zu wollen. Hinzu kommt ein Hauptdarsteller, der sichtlich aktive Arbeitsverweigerung betreibt

  • Beim Thema YOLT würde ich jetzt mal entschieden widersprechen :) YOLT ist audiovisuell in meinen Augen mit den 2 anderen Gilbert der beste Film, der ist auch nach heutigen cineastischen Maßstäben ganz groß. Das Ken Adam Set, die John Barry Musik - größer geht es nicht! Inhaltlich, ja da ist das kein nüchterner back to Earth Film :D das ist klar. Die Handlung ist natürlich mehr Mittel zum Zweck, hat auch Logiklöcher ganz klar, aber das Grundgerüst ist bei MR und TSWLM wenn man ehrlich ist, das gleiche.

    Das Thema Connery hat wir ja schon zigmal, da werden wir nie auf einen Nenner kommen. Seine Darstellung ist nur die konsequente Weiterentwicklung nach GF und TB. Noch routinierter und über den Dingen stehend, etwas zynischer, aber das ist der Connery aus den 2 Filmen zuvor.

    Der Film ist die konsequente Entwicklung von GF zu TB zu YOLT - höher, weiter, größer, bombastischer. Das muss einem nicht gefallen und den Fleming Puristen wahrscheinlich erst Recht nicht, aber cineastisch macht das absolut Sinn. Mit OHMSS hat man danach eigentlich einen Film gedreht, der so völlig für sich alleine steht und DAF ist inhaltlich, stilistisch die Weiterentwicklung von YOLT. DAF nach YOLT anzuschauen wirkt viel runder als OHMSS. Übrigens zu den Personen die keine Ahnung haben :) Die Verantwortung hatten bis 74 immer die gleichen beiden : Saltzman und Broccoli

    Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

    Edited once, last by Don-Corleone ().

  • Tolle Liste, Django! Sehr abwechslungsreich. Freut mich, dass Du sie gepostet hast. :)

    22. ⁠You Only Live Twice: Das war zwar mein erster Bondfilm

    Ich lese extrem oft, dass YOLT der erste Film ist, der gesehen wurde. Ich würde dies auch für mich nicht ausschließen. Ist dem aber wirklich so oder liegt es nur daran, dass man sich an den so gut erinnern kann, weil er so gut ist einem als Kind mit seinem Ideenreichtum so gut im Gedächtnis bleibt?

    1. The Living Daylights

    2. Moonraker

    3. ⁠Thunderball

    Das ist DIE Revolution. Bei mir ist der "ewige TB" ja auch nur noch Nummer 2, aber dass er gleich 2 an sich vorbeiziehen lassen muss, zeigt nur, wie sehr Du Dir gerungen hast (was niemand besser nachvollziehen kann als ich ;) ). Ab dem Zeitpunkt, an dem sich TB (wie es Solitaire sagen würde) "irdischer Liebe" unterwerfen muss und nicht mehr (wie es Bond in DAF sagen würde) "über den Dingen steht", ist es ein wirklich heißer Kampf!

    Aber wir haben da ja beide schon jahrelang miteinander gerungen, bis wir dieser nicht mehr zu verhindernden Entwicklung nachgegeben haben.

    6. ⁠You Only Live Twice

    7. ⁠Casino Royale 06

    8. ⁠Diamonds Are Forever

    Ein tolles Mittelfeld.

    Connery Nr. 4 und 5 auf Bestenlistenplatz 6 und 8. Das ist auch extrem selten. :kneel:

    12. ⁠A View To A Kill

    Dein Guilty Pleasure neben DAF. Ich weiß, was ein 12. Platz bei Dir bedeutet. :brow: :headbang:

    Auch wenn es kaum jemand nachvollziehen kann - ich aber schon :D -Diamonds auf 7 sehr geil!

    :kneel:

    1. The Living Daylights: Dazu bedarf es wohl keiner weiterer Ausführungen


    25. ⁠No Time To Die: Ohne Worte

    Die beiden Enden manifestieren sich im Bondforum immer mehr. :prost:

  • Ist dem aber wirklich so oder liegt es nur daran, dass man sich an den so gut erinnern kann, weil er so gut ist einem als Kind mit seinem Ideenreichtum so gut im Gedächtnis bleibt?

    YOLT war 100%ig mein Erster. Im Sommer 1987. Dann TMWTGG, dann DAF und dann (vermutlich) Spy. Und ja: YOLT hat mich als Kind mächtig beeindruckt und als Einstieg war er für mich als damals Zehnjähriger wohl ideal. Allerdings:


    1.Korinther 13,11

    "Als ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und dachte wie ein Kind und war klug wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, was kindlich war."


    Nun, in Bezug auf YOLT trifft das bei mir offensichtlich voll und ganz zu ;).



    Die beiden Enden manifestieren sich im Bondforum immer mehr. :prost:

    Genau :prost: . Wobei ich zugeben muss, dass sogar NTTD einige für sich alleine betrachtet coole Szenen und gute Ideen hat. Aber eben...


    Das Thema Connery hat wir ja schon zigmal, da werden wir nie auf einen Nenner kommen. Seine Darstellung ist nur die konsequente Weiterentwicklung nach GF und TB. Noch routinierter und über den Dingen stehend, etwas zynischer, aber das ist der Connery aus den 2 Filmen zuvor.

    Der Film ist die konsequente Entwicklung von GF zu TB zu YOLT - höher, weiter, größer, bombastischer. Das muss einem nicht gefallen und den Fleming Puristen wahrscheinlich erst Recht nicht, aber cineastisch macht das absolut Sinn. Mit OHMSS hat man danach eigentlich einen Film gedreht, der so völlig für sich alleine steht und DAF ist inhaltlich, stilistisch die Weiterentwicklung von YOLT. DAF nach YOLT anzuschauen wirkt viel runder als OHMSS. Übrigens zu den Personen die keine Ahnung haben :) Die Verantwortung hatten bis 74 immer die gleichen beiden : Saltzman und Broccoli

    Also, dass wir da nie auf einen Nenner kommen werden - da stimme ich Dir zu. Müssen wir ja auch nicht :friends: . Und ich habe neulich (okay, vielleicht auch schon ein Jahr her) auf Arte eine Doku über Connery gesehen. Und was ich daraus mitgenommen habe, stützt meinen Eindruck, den ich von Connerys Darbietung in YOLT habe voll und ganz. Connery hatte damals eine unglaubliche Wut auf Saltzmann und auf Broccoli wohl sogar noch mehr. Das ging schon Richtung Hass.


    Und auch abgesehen davon sehe ich YOLT eben leider nicht als konsequente Fortsetzung der vorangehenden vier Filme. Bis auf das mit dem "grösser". Aber sonst ist es für mich ein Stilbruch von der Machart her. Klar, waren Saltzman und Broccoli dabei. Aber sonst: Kein Maibaum, ein neuer Regisseur und sogar der inhaltliche Bezug zu einer flemingschen Vorlage wurde erstmals völlig über Bord geworfen. Und: Wurden Logiklöcher frei nach Hitchcock in GF bewusst in Kauf genommen zugunsten eines grossen Ganzen, resultierten sie in YOLT eher aus reiner Fahrlässigkeit.


    Bin OHMSS sind wir uns hingegen schon eher einig. Den hast Du ja auch im hinteren Mittelfeld (ich noch etwas weiter hinten als Du). OHMSS wirkt auch auf mich wie ein Fremdkörper und die offenbar arrogante Eintagsfliege Lazenby hilft hier auch nicht grad. Obwohl ich seine Performance gar nicht mal so schlecht finde. Von der Reihenfolge würde es vielleicht helfen, sich nach OHMSS nicht DAF, sondern FYEO anzuschauen :/

  • Super Liste, Don! Wundern tut mich eigentlich nur, wie beliebt GE plötzlich wieder ist, quasi oft "Leader of the rest".


    Deine Einschätzung zu YOLT im Allgemeinen und Connery im Speziellen kann ich verstehen, Django, auch wenn ich sie nach der letzten Kinosichtung nicht mehr zu 100% teile.

  • Also, dass wir da nie auf einen Nenner kommen werden - da stimme ich Dir zu. Müssen wir ja auch nicht :friends: . Und ich habe neulich (okay, vielleicht auch schon ein Jahr her) auf Arte eine Doku über Connery gesehen. Und was ich daraus mitgenommen habe, stützt meinen Eindruck, den ich von Connerys Darbietung in YOLT habe voll und ganz. Connery hatte damals eine unglaubliche Wut auf Saltzmann und auf Broccoli wohl sogar noch mehr. Das ging schon Richtung Hass.


    Bin OHMSS sind wir uns hingegen schon eher einig. Den hast Du ja auch im hinteren Mittelfeld (ich noch etwas weiter hinten als Du). OHMSS wirkt auch auf mich wie ein Fremdkörper und die offenbar arrogante Eintagsfliege Lazenby hilft hier auch nicht grad. Obwohl ich seine Performance gar nicht mal so schlecht finde. Von der Reihenfolge würde es vielleicht helfen, sich nach OHMSS nicht DAF, sondern FYEO anzuschauen :/

    Das ist ja auch völlig legitim das wir beim Thema YOLT nicht einer Meinung sind , das gehört dazu, sonst hätten wir irgednwann auch keine Art von Diskussion mehr, wenn jeder jedem immer zustimmt :prost: Ich kenne die Doku, das stimmt, Connery war diplomatisch formuliert generell beim Thema Bond durch, auch durch den Wahnsinnsrummel den er bei den Dreharbeiten ertragen musste. Aber ich sehe nicht, was das mit seiner Performance zu tun hat. Wenn die "Laune" am Set ausschlaggebend für das ist, was man später auf der Leinwand zu sehen bekommt, dann müssten einige Brando und Kinski Filme die schlechteste Schauspielleistungen aller Zeiten beinhalten, was aber nicht der Fall war (eher im Gegenteil :) )


    FYEO nach OHMMSS würde passen. Ich hätte mir auch Moore in OHMSS vorstellen können, aber das ist ein anderes Thema (bin auch kein großer Lazenby Fan)

    Super Liste, Don! Wundern tut mich eigentlich nur, wie beliebt GE plötzlich wieder ist, quasi oft "Leader of the rest".


    Deine Einschätzung zu YOLT im Allgemeinen und Connery im Speziellen kann ich verstehen, Django, auch wenn ich sie nach der letzten Kinosichtung nicht mehr zu 100% teile.

    Ja GE ist auch ein Film der ein wenig polarisiert, viele finden den genial und viele haben den auch recht weit unten und bevorzugen bei den Brosnans eher TWINE und TND. Bei mir hat er in den letzten Jahren wieder gut dazugewonnen. Für mich ein typischer 90er Actionfilm, wo mir die Charaktere sehr gut gefallen, die triste Darstellung der Sowjetunion nach ihrem Zerfall schön dargestellt wird, genialer Titelsong, Super Einstand von Kleinman, das tolle Finale usw.

    Brosnan selbst finde ich noch einen Tick zu bemüht, in den Folgefilmen gefällt er mir besser, aber als Gesamtwerk für mich klar sein stärkster und unterhaltsamster Film (den Score verschweigen wir mal lieber :D )

    Das ist DIE Revolution. Bei mir ist der "ewige TB" ja auch nur noch Nummer 2, aber dass er gleich 2 an sich vorbeiziehen lassen muss, zeigt nur, wie sehr Du Dir gerungen hast (was niemand besser nachvollziehen kann als ich ;) ). Ab dem Zeitpunkt, an dem sich TB (wie es Solitaire sagen würde) "irdischer Liebe" unterwerfen muss und nicht mehr (wie es Bond in DAF sagen würde) "über den Dingen steht", ist es ein wirklich heißer Kampf!

    Aber wir haben da ja beide schon jahrelang miteinander gerungen, bis wir dieser nicht mehr zu verhindernden Entwicklung nachgegeben haben.

    Ein tolles Mittelfeld.

    Connery Nr. 4 und 5 auf Bestenlistenplatz 6 und 8. Das ist auch extrem selten. :kneel:

    Dein Guilty Pleasure neben DAF. Ich weiß, was ein 12. Platz bei Dir bedeutet. :brow: :headbang:

    Ja das stimmt, das wir beide den vom Thron stoßen ist eigentlich schon bitter, aber du hast vollkommen Recht, das ist das Ergebnis eines Prozesses der schon lange andauert , ABER TB verliert deshalb nichts von seiner Faszination! :headbang:


    Ich glaube der einzige Mensch den ich kenne der im Schnitt YOLT und DAF noch einen Tick höher hat bist Du ^^ Oder die Kombination TB, YOLT und DAF vor den ersten 3 Connery zu haben, ist schon ein Allstellungsmerkmal :D AVTAK ist einfach ein klassischer geiler letzter Film von Moore, Locations, Villain, Soundtrack, das passt für mich perfekt 8)

    Schönes Gewehr, passt eigentlich mehr zu einer Frau. - Verstehen Sie etwas von Waffen Mr.Bond ? - Nein, aber etwas von Frauen.

  • Django und ich haben erstaunlich viele Überschneidungen, im Positiven wie im Negativen.

    Da ich ebenfalls sehr nach Rewatchability bewerte, tue ich mir mit "Zwischenbewertungen" aber schwer - ob GE oder OP besser ist, mag ich objektiv nicht beurteilen - das ist so, als müsste man sich zwischen Torte und einem guten Sauerteigbrot entscheiden: Hat beides seinen Reiz, aber nicht immer.


    Daher ist meine Liste nicht durchnummeriert, sondern eher nach Kategorien, mit einer Ausnahme:

    1. TLD wird immer Platz eins bleiben: Ich liebe diese geniale Mischung aus ernsthaftem Agententhriller, Abenteuerfilm und (ja!) Romanze und die Anlehnung an Fleming. Ich liebe Daltons Bond, Pushkin und Gogol. Und ich liebe sogar das einigermaßen kitschige Ende, an dem wirklich mal Weltfrieden herrscht.


    Ansonsten gehen auch immer (z.T. sogar aus ähnlichen Gründen): GE, OP, TND, FRWL, CR, TSWLM (der fällt aber in Teil 2 ab)


    Nice to have: SP, MR (der Gewinner seit dem Festival: War der erste Bondfilm, an den ich mich erinnere, aber lange Zeit wirklich ausgelutscht. Auf der großen Leinwand war er aber perfekt), FYEO, DAD, TWINE, GF


    Mit Champagner gehts: OHMSS (die letzte Sichtung hab ich im 35mm-Vorführraum verbracht und das war echt supercool!), DN, LTK (trotz Dalton muss ich dafür in Stimmung sein), QoS (dito), YOLT (tolle Japanszenerie, aber irgendwie merkt man ihm das Alter schon an), TB (dito...)


    eigentlich nie Bock drauf: AVTAK, TMWTGG, DAF (bester Moment der letzten Sichtung beim Festival: Ich nicke kurz rein und als ich aufwache, kuckt mich Dalton-Bond an.... Der hat sich dann nach zweimal Blinzeln als Connery rausgestellt... und dann wars vorbei. Sorry, Kronsteen, das wird nix mehr...


    Außer Konkurrenz (geht aktuell wieder): LALD, SF, NTTD (letztere habe ich jeweils nur einmal gesehen, das wäre grade echt wieder okay für mich).


    Nachdem ich nur die 90er, nicht aber die 80er bewusst erlebt habe, war Brosnan für mich der Inbegriff von Bond. DAD war mein erster Kinobond - dementsprechend nehmen die Filme bei mir einen etwas höheren Rang ein.


    Mit Connery habe ich mehr Probleme als früher, dafür hat Moore deutlich gewonnen. Und mit mir und Lazenby wird das wohl nix mehr :)

  • Wow, Anya, das kann ich ja fast 1:1 unterschreiben (wobei das Ende von TLD schon sehr kitschig ist).


    GE hat bei mir noch nie richtig gezündet, würde gerne Mal eine Sichtung erleben, wo das anders ist. Vielleicht hilft es, wenn ich das Videospiel zocke?? Seinen Platz würde GF einnehmen.

  • DAF (bester Moment der letzten Sichtung beim Festival: Ich nicke kurz rein und als ich aufwache, kuckt mich Dalton-Bond an.... Der hat sich dann nach zweimal Blinzeln als Connery rausgestellt... und dann wars vorbei. Sorry, Kronsteen, das wird nix mehr...

    Absolut ok.

    DAF polarisiert eben.

    Einige wenige lieben ihn und seine Art, die meisten sehen ihn eher so wie Du ihn siehst. ;)

  • Quote from Spree

    GE hat bei mir noch nie richtig gezündet, würde gerne Mal eine Sichtung erleben, wo das anders ist. Vielleicht hilft es, wenn ich das Videospiel zocke?? Seinen Platz würde GF einnehmen


    Also das wird bestimmt helfen!

    Ist der einzige Grund warum ich GE etwas abgewinnen kann :P

    OK, hört sich jetzt etwas hart an, aber GE konnte ich noch nie viel abgewinnen.
    Er ist für mich zwar besser als TND, kommt aber nicht an TWINE ran.

    Lange Jahre war DAD das Schlusslicht meiner Bestenliste, jetzt sehe ich ihn eher auf dem Niveau von GE.

    DAD wird immer mehr zum guilty pleasure.

  • Django und ich haben erstaunlich viele Überschneidungen, im Positiven wie im Negativen.

    Findest Du? Du hast SP in Kategorie 3 von 6. Bist Du sicher, dass wir hier denselben Film gesehen haben :/ ;) . Und dann: LALD unter "Außer Konkurrenz" auf einer Stufe mit NTTD =O ? Why?



    Daher ist meine Liste nicht durchnummeriert, sondern eher nach Kategorien

    Ja, das ging/geht mir auch so. War zum Teil echt schwierig und wohl im Ergebnis dann auch etwas zufällig.


    DAF polarisiert eben.

    Sehr. Der Film ist sehr unterhaltsam und bietet viele klassische Bondfilm-Elemente. Aber mehr Trash und Pulp geht einfach nicht 8o !


    OK, hört sich jetzt etwas hart an, aber GE konnte ich noch nie viel abgewinnen.

    Bei mir ist die Einordnung von GE sehr schwierig. Als mein erster Kino-Bond konnte er die hohen Erwartungen nicht wirklich erfüllen. Aber er hat auch nicht komplett versagt. Zudem stelle ich mir immer öfters die Frage, was meine Einschätzung gewesen wäre, wenn ich als ersten Kino-Bond z.B. AVTAK oder LTK gesehen hätte? GE (wie die Brosnan-Ära allgemein mit Ausnahme von TWINE, der bei mir schon immer ein hohes Standig hatte) konnte in den letzten Jahren bei mir jedenfalls zulegen. Wohl eher nicht, weil ich ihn zuvor falsch eingeschätzt habe, sondern vielmehr, weil halt doch mittlerweile zu einem Klassiker gereift ist mit allem was dazu gehört. Und das weiss ich je länger je mehr zu schätzen aufgrund traumatischer Erlebnisse, die ich im Zusammenhang mit der Sichtung der Bondfilme seit SF hatte...

    die triste Darstellung der Sowjetunion nach ihrem Zerfall schön dargestellt wird

    Jetzt wo Du's erwähnst: Bei mir ist das etwas, was mich stört. GE ist mir einfach zu trist. Russland nur Grau in Korrupt (auch wenn das in der damaligen Realität wohl durchaus zutreffend war). Immerhin die Schlussszene in der Karibik bringt hier etwas "Sonne" rein. Und natürlich der Beginn in Monaco

  • Der Einfachheit halber einfach mal die aktuelle Top-Ten zum Jahresstart:


    01. On Her Majesty‘s Secret Service

    02. Thunderball

    03. The Spy Who Loved Me

    04. Goldfinger

    05. The Living Daylights

    06. You Only Live Twice

    07. From Russia With Love

    08. Moonraker

    09. GoldenEye

    10. The Man With The Golden Gun

  • Nach längerer Zeit ohne Bondfilme habe ich tatsächlich mal ein paar Seheindrücke aufgefrischt.


    Größter Profiteur ist abermals die Moore-Ära mit 3 Streifen unter den besten Zehn. Das gab es bei mir - soweit ich mich erinnere - noch nie. Zumindest war noch nie ein Moore-Bond auf dem Treppchen. Dafür käme der erste Craig-Film mit Casino Royale erst auf Platz 15. Und zum ersten Mal rangiert Brosnan über seinem Nachfolger in der Rangliste. GoldenEye hat mir soviel Spaß gemacht, wie lange nicht mehr.


    Gestiegen in meiner Gunst sind auch zwei Beiträge, von denen ich es gar nicht erwartet hätte: Octopussy und A View To A Kill. Sollte ich mich auf lange Sicht doch mit John Glen und seiner 'problematischen' Ära versöhnen?

  • Scarpine: Sehr schöne, klassische Liste! Interessant das sich alle Deine Favoriten im selben Jahrhundert befinden. Den 'Oldschool'-Bondfan in Dir kannst Du wohl nur schwer verleugnen. :) Lustiger Weise sind sowohl OP und AVTAK auch in meiner Gunst deutlich gestiegen.


    Im letzten Jahr kehrte bei mir auch eine verstärkt wiedergewonnene Wertschätzung gegenüber den von der breiten Allgemeinheit ethablierten Vorzeige-Klassikern zurück, was diverse kontroverse 'Underdog'-Jahrgänge einige Plätze kostete. Wobei ich inzwischen die Auffassung vieler Fans teile, das die USA kein besonders attraktiver Handlungsort für Bondfilme sind, womit besonderes die von mir lange stark verteidigten Guy Hamilton-Werke ebenfalls ins Hintertreffen geraten sind, was wiederum allen 'unamerikanischen' Bondwerken zu Gute kommt.


    So sieht meine aktuelle, zugegebener maßen ziemlich langweilge 'Mainstream'-Top-5 folgendermaßen aus:


    5. FRWL - Erstmals eindeutig über GF, da die fleming'sche DNA zurzeit Hochkunjunktur bei mir hat. Ur-Bond-Feeling pur.

    4. SF - Einfach zu hochwertig um ihn niedriger zu platzieren. Einzig einige persönliche Nebensächlichkeiten, wie das imho unschöne gun barrel, Craig's unvorteilhafte Kurzhaarfrisur und die bekannten, kuriosen Unwahrscheinlichkeiten im Skript verhindern, das dieses großartige Werk es in den Top 3 schafft.

    Christian Klug's von mir kürzlich gelesene Filmlektüre zu SF aus dem et+k-Verlag kann ich übrigens nebenbei jedem empfehlen.

    3. TLD - Hier stimmt für mich quasi alles. Aber es ist auch sehr viel Nostalgie im Spiel - denn der Film machte mich letztendlich zum Fan.

    2. OHMSS - Objektiv werte ich ihn inzwischen als den besten Film des Franchise. Kein anderes Bond-Werk kann für mich hinsichtlich filmhandwerklicher Ambition (Kamera, Inszenierung, Musik) in dieser gaballten Kraft mithalten. Tut mir leid für das Klischee, aber ja, es ist leider Lazenby's "leider nur OK"-Präsenz, weshalb OHMSS trotz allem niemals mein persönlicher Lieblingsbondfilm sein wird.

    1. CR - Viele Gründe pushten ihn in den vergangen Zeit bei mir nach oben. Einer davon, ist die persönliche Vertrautheit, die ich inzwischen mit dem Werk durch umfassende Locationbesuche aufbauen konnte. Aber auch mit wie vielen Menschen (darunter immer wieder auch Gelegenheitsbondgucker) man die ungebrochene Begeisterung für den Film langfristig teilen konnte. Ja, in die USA verschlägt es Bond zwar hier auch kurz, aber davon ist ja ein Großteil in Wirklichkeit Tschechien. ;) CR strahlt für mich in seiner energetischen Gesamtdynamik und verführerischen Figurenkonstellation von allen Bondwerken den derzeut höhsten Perfektionsgrad aus. Und auch die Bedeutung die der Film für mich in meinem Fanleben hatte, läßt sich eigentlich nur in Superlativen umschreiben. Somit ist seine royale Platzierung bei mir ziemlich gefestigt.


    Insgesamt will ich aber nicht unerwähnt lassen, das eigentlich sämtliche Bondfilme bei mir zurzeit einen sehr guten Stand haben. Egal welche Darsteller-Ära und welcher Stil. Im Prinzip entscheidet eigentlich immer nur die aktuelle Stimmungslage für welches Bondwerk das Fan-Herz gerade besonders stark schlägt, Und so kann es passieren das ein FIlm wie TND, von dem ich früher oft wenig gehalten habe, mir plötzlich soviel Spaß machen kann wie noch nie zuvor. Daher erspare ich mir auch hier eine komplette, neue Rangliste, da ich diese sowieso in ein paar Wochen wieder erneuern müßte, was vorallem immer für das Mittelfeld gilt.

  • Den 'Oldschool'-Bondfan in Dir kannst Du wohl nur schwer verleugnen. :)

    Absolut. Aber ein wenig Nostalgie spielt da irgendwie auch mit herein. Vermutlich liegt das an dem Rückbezug von 2025 auf 2005. Damals sah meine Top-5 nämlich ähnlich aus - ausgenommen From Russia With Love, der seinerzeit der Spitzenreiter war. Und es war damals noch die Zeit vor Craig. Casino Royale wird dieses Jahr ja auch tatsächlich - man glaubt es kaum - zwanzig Jahre alt! Aber die Moore-Ära stand noch nie so hoch bei mir im Kurs. Und in dieser Hinsicht bin ich mittlerweile wohl wirklich 'oldschool'. So sehr man Dalton oder Craig auch schätzen mag, so sehr Brosnan - mit dem ich als 007 sozialisiert wurde - auch mein persönlicher Bond ist: Die Serie steht und fällt für mich mit Connery & Moore. Nicht nur als Darsteller und 'Typen'. An die Geschlossenheit und Vielseitigkeit ihrer jeweils sieben Filme reicht kein Nachfolger heran. Sie bilden das Herz des Franchise.

  • Im Prinzip entscheidet eigentlich immer nur die aktuelle Stimmungslage für welches Bondwerk das Fan-Herz gerade besonders stark schlägt

    Genau so ist es. Und ich denke, es ist auch wichtig, unter welchen "Umständen" und mit welcher Stimmung man einen Film zum ersten Mal gesehen hat. Geht mir auch bei Musik(-Alben) so. Auch wenn sich natürlich die spätere Beurteilung durchaus in die eine oder in die andere Richtung ändern kann, so wirkt der erste Eindruck bei mir doch immer nach. Umso bedauerlicher, dass dieser erste Eindruck nach CR bei mir nie mehr wirklich positiv war. Immerhin konnte ich mich aber mit QoS im Laufe der Jahre einigermassen anfreunden

  • "Das Herz der Franchise" ist eine tolle und treffende Formulierung für die 13/14 Filme mit Connery oder Moore!

    Witzigerweise nennt ihr in euren "honourable mentions" mit OP, TND und QOS drei meiner Favoriten, die sich bei mir jeweils auf Platz 3 bzw. sicher in den Top 10 wiederfinden, TND mit Blick auf die Top 5, QOS zwar von einstigen Höhen wieder geerdet aber immer noch deutlich oberhalb des Mittelfelds.


    Neben all den großen, qualitativ starken Klassikern verleihen diese "guilty pleasures" meiner persönlichen Liste erst die Würze, die Lockerheit und den Spaßfaktor, der die Serie für mich auch immer ausgemacht hat (etwas, das mir in SF größtenteils fehlt).


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