Posts by Spree

    Weiter geht's mit sehr selten gespielten Stücken!


    Songs:

    27. If There was a Man - The Pretenders

    26. Nobody Does it Better - Carly Simon 8|

    25. The World is not Enough - Garbage

    Die Popularität von Nobody ... hab ich irgendwie nie nachvollziehen können. Für mich tatsächlich der langweiligste Song während der Main Titles!


    Scores:

    24. GoldenEye - Eric Serra:

    2-3 Stücke kann man noch ganz gut hören (z.B. die GE Overture), insgesamt fehlen dem Score aber die Highlights, abgesehen vom Titelsong und John Altmans Panzerjagd-Komposition (die aber eben nicht auf dem Album ist).


    23. Skyfall - Thomas Newman:

    Kaum erkennbare oder harmonische Melodien, stark rhythmusgeprägt und mit ein paar Möchtegern-epischen Lautstärke-/Harmonie-Dynamiken. Mehr Geräuschkulisse als Komposition! Mittlerweile gefällt mir nichtmal mehr Tennyson, das letztendlich sehr nach Schema F Emotionen mit dem Vorschlaghammer erzwingen will.

    Auch die ungeordnete Albumabfolge sagt mir überhaupt nicht zu, eher gewinnt die Musik durch die Emotionen des Films, die ich beim Hören in chronologischer Reihenfolge leichter herstellen kann (dies ist auch mein Hörtipp!). In chronologischer Film-Reihenfolge wären vielleicht noch 2 Plätze drin gewesen, letztendlich fehlen aber die Barry-artigen Melodien und das Bondthema zu eklatant. Vor GE setzt er sich nur, weil es hier weniger störende Tracks gibt. Die große Ausnahme bildet natürlich die erste Minute von Komodo Dragon, die aus dem restlichen Score heraussticht wie ein Nudist im Vatikan. SO hätte der Score klingen sollen!

    Auch auf dem letzten Bond-Konzert war die SF-Suite mein Lowlight! Welch verpasste Chance zum fünfzigsten Jubiläum! Warum Musik aus SF trotzdem so oft auf Konzerten gespielt wird, weiß der Fuchs!

    Hörtipps: New Digs, Brave New World


    Hier im Übrigen das chronologische Tracklisting, probiert's mal aus!

    S1 - Grand Bazaar, Istanbul (5:14)

    S14 - The Bloody Shot (4:46)

    A1 - Skyfall - Adele (4:46)

    S2 - Voluntary Retirement (2:22)

    S15 - Enjoying Death (1:13)

    S3 - New Digs (2:32)

    S10 - Day Wasted (1:31)

    S5 - Brave New World (1:50)

    S6 - Shanghai Drive (1:26)

    S7 - Jellyfish (3:22)

    S8 - Silhouette (0:56)

    S9 - Modigliani (1:04)

    S17 - Close Shave (1:32)

    S13 - Komodo Dragon (3:20)

    S12 - Someone Usually Dies (2:29)

    S4 - Severine (1:18)

    S16 - The Chimera (1:58)

    S11 - Quartermaster (4:58)

    S18 - Health And Safety (1:29)

    S19 - Granborough Road (2:32)

    S20 - Tennyson (2:14)

    S21 - Enquiry (2:49)

    S22 - Breadcrumbs (2:02)

    S23 - Skyfall (2:32)

    S24 - Kill Them First (2:22)

    S25 - Welcome To Scotland (3:21)

    S26 - She's Mine (3:53)

    S27 - The Moors (2:39)

    S28 - Deep Water (5:11)

    S29 - Mother (1:48)

    CRT25 - The Name’s Bond... James Bond (2:49)

    S30 - Adrenaline (2:17)

    Und weil ich glaube, dass die bisherigen Nennungen noch nicht das allergrößte Stirnrunzeln hervorrufen, mach ich gleich mit der Kategorie "seltenst im Player" weiter:


    Songs:

    31. The Experience of Love - Eric Serra

    30. We have all the Time in the World - Louis Armstrong

    29. Under the Mango Tree - Diana Coupland

    28. From Russia with Love (End Titles) - Matt Monro


    Und hier dürften schon die ersten Tränen kullern, eventuell bei Matt Monro-Fans, sicher aber bei OHMSS-Fans. Ich bewundere Armstrong als Künstler und Persönlichkeit, allerdings hatte ich lange Zeit Probleme, in OHMSS überhaupt eine nachvollziehbare Lovestory zu erkennen, was an der fehlenden Chemie zwischen Lazenby und Rigg sowie am Drehbuch mit den Eskapaden auf dem Piz liegen mag. Dazu kommt, dass der Song weder in Melodie noch im Vortrag meinen Geschmack trifft.

    Mango Tree und Experience mag ich, die Songs schreien aber nicht wirklich "Bondfeeling"!


    Scores:


    25. Dr. No - Monty Norman:

    Zu wenig Orchester-Power und Bondfeeling, selbst das Bond-Theme mag ich in diesem Arrangement nicht besonders, auch wenn Barry da natürlich schon einen ersten Meilenstein gesetzt hat. In den wenigen Momenten, wo DN zwischen Tanzmusik und Underneath the Mango Tree nach echtem Filmscore klingt, wirkt er dazu reichlich altbacken, bspw. bei der Tarantel-Szene, das ist schon Lehrbuch-Holzhammer-Score aus den 40er/50er Jahren.

    So, ich hab's jetzt auch ENDLICH geschafft, eine Soundtrack- und Song-Bestenliste aufzustellen.


    Um nicht jeden mit einem ellenlangen Posting komplett zu erschlagen, veröffentliche ich sie Stück für Stück gestaffelt, wobei ich ganz unten anfange.


    Hinweis: Bei den Soundtracks versuche ich die Songs weitestgehend auszublenden. Wenn sie aber orchestral in den Score eingearbeitet sind, bewerte ich halt trotzdem den Score. Dabei spielt teilweise auch die Veröffentlichung eine Rolle (Albumumfang und Trackreihenfolge),wenn auch nicht die allergrößte (das größte Ausmaß haben diese Soft Skills beim Ranking von SF und OHMSS). Ich bevorzuge hierbei nicht automatisch Expanded Editions, manchmal finde ich auf das Wesentliche reduzierte Alben besser (siehe DAD). Bei der Auswahl, was ich in das Songranking aufnehme und was nicht war ich ebenso subjektiv.

    NSNA und CR67 wurden berücksichtigt!


    Über Diskussionsbedarf bei meinen Geschmacksverirrungen freue ich mich natürlich sehr!!


    Also, los gehts:


    Die Songs außerhalb meiner Rotation:


    37. Theme from Casino Royale - Herb Alpert & the Tijuana Brass

    36. If You Asked me to - Patti Labelle

    35. Jump Up - Byron Lee & the Dragonaires

    34. Where has Everybody Gone? - The Pretenders

    33. Never Say Never Again - Lani Hall

    32. The Look of Love - Dusty Springfield


    Alle sind nicht per se schlechte Songs, aber sie treffen meinen Geschmack nicht wirklich bzw. lösen sie bei mir nicht das klassische Bondfeeling aus, das ich eigentlich haben will, wenn ich einen Bondscore einlege.


    Wenig überraschend belegen daher die unteren Score-Ränge:


    27. Casino Royale - Burt Bacharach (1967):

    The Look of Love klingt tatsächlich loungy-bondig, zumindest in den Strophen, das war es dann aber auch. Als komödienhafter Swinging-Sixties-/Austin Powers-Score schon ok, aber mein Geschmack und meine Vorstellung zu allem, was Bond betrifft ist es halt nicht!


    26. Never Say Never Again - Michel Legrand:

    Nichts für Papas Sohn! Allenfalls das (m.E. nur mittelmäßige) Titelstück als Lounge-Jazz geht noch in Ordnung (Prologue, Enter 007). Der Score ist bestimmt einer der Gründe, warum in NSNA so selten Bondstimmung aufkommt. Hatten die Produzenten nicht sogar bei Barry angefragt? Warum man dann etwas komplett anderes macht, erschließt sich mir nicht! Für einen Bond-Score aus den 80ern sehr altbacken und gleichzeitig doch unmelodiös!

    Echt?! Mit geht es genau anders: Bin absolut kein Fan des Titeltracks von Bassey, aber Barrys GF-Score finde ich herausragend.

    Bzgl. Newman s Scores schließe ich mich auch Scarpine an, "Gedudel" und "Geschepper" empfinde ich als fair! ;)

    So gerade kam's bei der State of Play. Bond sieht mir trotz Origin-Story zu jung und sonnyboyhaft aus, aber wenn das Spiel gut wird, komm ich da schon drüber hinweg.

    Hatte auf einen Release Ende 2025 gehofft, jetzt wird's 2026, hoffentlich eher Frühjahr als Herbst!

    Hab es auch mit großer (Vor-)Freude gesehen. Nach so langer Wartezeit - einerseits seit der ersten Ankündigung vor 5(!) Jahren, andererseits seit dem letzten guten/passablen Bondgame (nein, 007 Legends zählt NICHT) - bin ich heiß wie Frittenfett, das Ding auf meiner Switch 2 und meinem neuen TV zu zocken!

    Hatte Barry nicht damals schon Stress mit den britischen Steuerbehörden und sich damals entschlossen, vorerst nicht mehr in UK-Produktionen zu arbeiten? Ich hatte das öfter so gesagt bekommen. Außerdem hatte er doch nach TLD einen offenen Abschiedsgruß an Cubby und Bond in einem Magazin veröffentlicht. Es ist also gar nicht so, dass die Produzenten Barry ersetzen wollten, sie mussten es!


    Don-Corleone : Wie hast du es geschafft, dich mit dem GE-Score anzufreunden?

    Interessanterweise ging mir das zweimal mit Filmen so, bei denen ich danach festgestellt habe, dass Arnold sie gescort hat, eines davon müsste Zoolander gewesen sein und das andere eine Sherlock-Folge! Barry verkörpert natürlich noch stärker den Bondsound, da er ihn über fast 25 Jahre und 11 Fime hinweg mitgeprägt hat (und in einigen der übrigen Filmen durchaus als Inspiration gedient haben dürfte), Bei Arnold ist der Einfluss natürlich erheblich geringer (11 Jahre, 5 Filme), aber bei mir dafür umso stärker hängengeblieben. Arnold ist quasi "mein" Bondkomponist, als ich angefangen habe, mich intensiver mit den Bondscores zu beschäftigen, ähnlich wie Sir Roger "mein" Bond ist.

    Ja, sehr interessant, Martin!

    Ich gehe bei TB mit Kronsteen mit, auch wenn ich viel an TB auszusetzen habe, ist er für mich zumeist doch sehr bondig.

    Dagegen finde ich Bond in DN tendenziell eher noch zu farblos, für mich schafft es Connery da noch nicht (durchgehend), die Figur wirklich mit Leben und einem Charakter zu füllen.

    CR hätte ich in der Fleming-Liste wahrscheinlich nach ganz oben gesetzt, weil ich es für einen der bondigsten Romane und für eine tolle Umsetzung davon halte, und auch FYEO würde weiter oben landen. Der ist für mich neben CR und TLD die gelungenste Mischung aus Film- und Fleming-Bondfeeling (das wäre übrigens eine Idee für eine 3. derartige Liste).

    Ganz eindeutig Team Pola!! :love:

    Fiona Fullerton & Roger Moore (Pola & Bond, AVTAK).jpgFiona Fullerton in hot tub.jpgFiona in bathtub.png


    Sie hat auch die beste Chemie mit Roger!

    Und auch wenn Jones' exotischer Style seine Reize hat und Roberts in ruhigen Momenten durchaus sexy sein kann, spricht mich der Rest nicht besonders an.

    Hier trotzdem noch ein paar Bider:

    Grace Jones (May Day, AVTAK) 1.jpgGrace Jones (May Day, AVTAK) 3.jpgJenny Flex.jpgTanya Roberts & Roger Moore (Stacy & Bond, AVTAK).jpgTanya Roberts (Stacy Sutton, AVTAK).jpg89371_36_Tanya-Roberts_A-View-To-A-Kill_123_400lo.jpg

    TWINE war immer auch bei mir der "beste" Brosnan-Bond (insgesamt steht "Thomas Crown" aber von allen Brosnan-Fimen weit darüber), ich muss aber gestehen, dass TND drauf und dran ist, TWINE zu überholen, da er mir einfach jedes Mal mehr Spaß macht und TWINE selbst im Kino nicht so dolle gepunktet hat, wie ich das erwartet hätte.

    Nee, den Villain gleich am Anfang so beiläufig einzuführen, wäre, m.E. nicht klug gewesen. Und wenn man nicht checkt, dass das auch Cucinotta ist, ist es letztlich auch wurscht, weil eh niemand den Plot der PTS durchblickt (s. oben).


    Scarpine: Schön, wieder von dir zu lesen.

    Ich meinte - abseits des Fakts, dass TWINE nicht mein Lieblingssong ist - ja vor allem, dass ich den Song in den Titeln brutal schlecht und flach abgemischt empfinde. Liege ich da falsch?

    Hier noch das m.E. sehr schöne Cover der Erstausgabe. Ich glaube, die Herz9 rettet Bond ja im Entscheidungsspiel.

    casino-royale.jpg


    Und hier 2 Cover der Hörbuch-Ausgaben, welche ich übrigens - zumindest im Deutschen mit Oliver Siebeck - äußerst gelungen finde:


    cr.jpg


    Das hier erinnert etwas an die geniale Titelsequenz von Kleinman:

    cr2.jpg

    Ich fand CR beim ersten Lesen auch nur mittelmäßig, das Erscheinen von CR06 und weitere Lese-/Hör-Durchgänge haben dem Roman aber sehr geholfen, sodass er bei mir zu den eher besseren Fleming-Werken zählt. Jedoch muss auch ich zugeben, dass sich einige Stellen schon ziehen bzw. mich weniger packen. Die Explosion der Bulgaren und den letzten Akt mit Vesper hat Anya ja schon erwähnt.


    Merkwürdigerweise habe ich beim ersten Lesen bzw. Hören (es war die engl. Version, eventuell aber gekürzt) die Folterszene gar nicht wirklich mitbekommen, die wurde mir erst beim Sehen des Films bewusst (in CR54 sieht man das ja auch nicht). Ob das am euphemistischen Begriff "Teppichklopfer" lag, ich abgelenkt war, das viele Englisch dabei nur habe vorbeirauschen lassen, meine männliche Psyche das ausgeblendet hat oder es tatsächlich eine gekürzte Version war, weiß ich heute nicht mehr, aber bewusst wurde mir das alles erst mit dem Film 2006. Dort finde ich die Folter auch am besten dargestellt.


    Interessanterweise sind ja Orson Welles (CR67) und besonders Peter Lorre (CR54) vom Aussehen her deutlich näher am Roman-LeChiffre, Mikkelsen können sie aber beide - trotz ihres Renommés - nie das Wasser reichen.


    Und zu guter Letzt: Schon in CR läuft mein "shrugged his shoulders"-/Schulterzucken-Counter auf Hochtouren. Würde ich jedesmal einen trinken, wenn Fleming jemanden (meistens Bond) die Achseln zucken lässt, würde ich keine 5 Seiten am Stück schaffen. Zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit reagiert Bond mit dieser (angedeuteten) Gleichgültigkeit. Ob das Bonds Überdrüssigkeit seiner eigenen Gedankenspiele und Abschweifungen darstellen soll, weiß ich nicht, dafür wirkt Bond sich zu sehr bewusst all der Details, die um in herum geschehen oder ihm auffallen. Trotzdem erfolgt stets der gleiche körperliche Schlusspunkt solcher geistigen Exkurse. Das fiel mir sogar schon beim ersten Hören auf bzw. wiederholt es sich auch unzählige Male in allen Nachfolgeromanen.

    Durfte gestern TWINE im Casa genießen, incl. eines wunderbaren Vortrags von Anya!

    Der Film selbst hatte positive und negative Seiten:

    1.) Auf der großen Leinwand ist mir zum ersten Mal erst die unglaubliche Schönheit von Sophie Marceau aufgefallen. Im Grunde schon übertrieben perfekt und es half definitiv dem Plot, dass ich ihre Wirkung auf Männer besser nachvollziehen konnte. Das half auch beim Versuch,die ausbleibende Schönheit der Locations zu verschmerzen.


    2.) Habe diesmal zum ersten Mal den großartigen Justus von Dohnany als U-Boot-Kapitän entdeckt! Leider bekam er hier keine Gelegenheit, zu glänzen.


    3.) Der Plot ist zu kompliziert und brüchig dargestellt. Für jede Szene braucht es irgendwo einen Cpt. Exposition (Tanner, Bond, Renard, Dr. Jones), der dem Zuschauer immer wieder erklärt, was passiert. Und noch immer habe ich den ganzen Anfang mit dem gestohlenen Bericht und der Lösegeld-Summe, die aus irgendeinem Grund Robert King zurückgezahlt werden sollte, nicht im Geringsten verstanden.


    4.) Der Soundtrack ist m.E. Arnolds schwächster, aber der Titelsong setzt der Nicht-Wirkung auf mich noch die Krone auf! Seltsamerweise scheint das auch ein Problem der Abmischung im Film zu sein, denn auf der Heimfahrt hörte ich ihn nochmal im Auto und da versprühte er wenigstens etwas Orchester-Glamour und Kraft. In der Titelsequenz (m.E. ebenfalls Kleinmans schwächste) fehlt nochmal mehr Bass und Orchester-/Streicher-Power und der Song wirkt nochmal flacher und schwächer als er eh schon ist. Geht das nur mir so? Hat jemand schonmal die CD-Version mit der Film-Version verglichen? Im Vergleich zum Song war der Rest des Soundtracks viel kraftvoller im Film abgemischt.

    Ich schließe mich den Beileidsbekundungen an.

    Habe gestern auch zufällig den Podcast "Really, 007!" aus England gehört und in der Folge wurde auch einige Minuten über Wolfgang gesprochen. Das Herzblut, das man da reinsteckt, wird auf alle Fälle in der Bond-Community wahrgenommen und ist etwas, das bleibt, so bestimmt auch bei Andreas!

    Ruhe in Frieden!