Posts by TheSilencer

    Bei Craig dachte ich damals sofort, jawoll, der ist es.


    Ich war hin- und hergerissen. Aus anderen Produktionen kannte ich ihn nicht. Als sich die Presse auf ihn stürzte, weil er doch tatsächlich eine Schwimmweste auf einem Schnellboot trug, und ihn zum Jammerlappen abstempelte, hatte er bei mir mehr gewonnen als verloren.
    Andererseits fand ich seine Frisur auf jener PK völlig albern. Da überzeugte er null.


    Der Rest ist Geschichte.


    So gesehen verlasse ich mich auf das Händchen der Produzenten. Sollte Bond schwarz, weiblich oder trans werden, bin ich raus. Jedwede andere Besetzung mit gesundem Menschenverstand schaue ich mir an.


    Und kein Bond-Kandidat, der so früh genannt wurde, wurde Bond. Somit sehe ich die bisherigen Vorschläge locker.


    2034 bin ich 64. Sofern mir das vergönnt ist. Tom Cruise 72. Zumindest das dürfte dann nicht mehr ... :D

    Ich beteilige mich ja selten an diesen tiefschürfenden Diskussionen. Aber heute habe ich Laune.


    Bis zur Craig-Ära war es mir auch ziemlich latte, wer Regisseur des jeweiligen Films ist. Ihr mögt da ja Handschriften erkennen; für mich war das immer aus dem gleichen Guß. Und der Posten des Regisseurs mußte ja besetzt werden. Letztendlich hatte Albert den Daumen drauf.


    Auch ich schaue seit einigen Jahren die verfügbaren Bond-Filme (zum dritten Mal) in chronologischer Reihenfolge. Allerdings mit sehr viel mehr Abstand als Ihr. Das Nebenangebot ist einfach mal zu groß.


    Hier mag ich dann widersprechen. Im Sinne von "Nichts ist tödlicher als Stillstand".


    Ich bin seit In tödlicher Mission Bond-krank. Auch wenn ich das Glück hatte, alle Bond-Filme auf der Kino-Leinwand nachholen zu dürfen (ein Berliner Kino im damaligen Ku'damm-Eck zeigte sie im wöchentlichen Wechsel), nahm ich Bernhard Lee nie wahr. War halt der Chef. Vermutlich lag's an meiner jugendlichen Naivität. Erst viel später habe ich die Rollenbesetzung beachtet. Als Judi Dench kam, war ich vollends begeistert. Style und Auftreten wirkten auf mich perfekt. Ihren Abgang in SkyFall fand ich billig, Ihr Cameo in Spectre jagte mir Gänsehaut über den Rücken. Die Chance, einen neuen, innovativen M zu installieren, hat man mit Fiennes vertan. Den Hosenträger-Oxford-Banker finde ich miefig und piefig.


    Q und Moneypenny hatten ihr Haltbarkeitsdatum leider lange überschritten. Wenn Q in einigen Szenen am Dialogpartner vorbeischauen muß, um Texte abzulesen, ist das peinlich. Nicht weniger peinlich war Moneypenny, die im Rentneralter 007 unterwürfig anschmachten durfte.


    Die Dalton-Moneypenny blieb blaß, Samantha Bond einfach nur doof. Auf eine Neubesetzung hätte ich verzichten können, auch wenn Harris ihre Sache gut macht.


    Nachdem Desmond Llewelyn in Die Welt ist nicht genug in die Grube fuhr und von John Cleese ersetzt wurde, hätte ich diese Figuren auch nicht mehr gebraucht. Wenn Wishaw als großartiger Schauspieler nunmehr dieses Erbe antritt, kommt er mir jedesmal hilflose verloren vor. Und wenn er sich als Computergenie von 007 einen Code erklären lassen muß (SkyFall) war ihm mein Fremdschäm-Mitleid gewiß.


    Als der genervte Dalton die PPK ablegte und Brosnan als Nachfolger benannt wurde, ging mein Kindheitstraum in Erfüllung. Remington Steele war für mich die Traumbesetzung. Ausgehungert und Opa-Moore-geschädigt waren meine Ansprüche mit den Brosnan-Filmen vollends gesättigt.


    Mit Jahren des Abstandes und den Craig-Bonds habe ich zwischenzeitlich Verständnis für Eure Kritik an der Brosnan-Ära. Dennoch bleiben die Brosnan-Filme weit vorn in meinem Ranking.


    Nachdem ich aus Casino Royale kam, sah ich mich bestätigt, daß man Bond auch ohne Martini, Hubschrauber-Vulkanen und döseliger Vorzimmerdame zeigen kann. Für mich hat dieser Bond mehr Bond-Feeling als einige Moore-Bonds, die nur noch eine Karikatur ihrer selbst waren. Ein Quantum Trost setzte das fort.


    Und anstatt peu a peu zu alten Gewohnheiten zurückzukehren, zündete Mendes in SkyFall die Traditions-Atombombe. Das fand ich so verdammt langweilig. Mittlerweile finde ich mit diesem Film meinen Frieden, den Hype um ihn kann ich bis heute nicht verstehen. Und der Jack-Sparrow-Klon Silva ist da noch ein positiver Aspekt.


    Mit Spectre überzog man es dann ein weiteres Mal, wenngleich ich den im Kino viel besser als den Vorgänger fand. (Derzeit hat SkyFall gewonnen, Spectre verloren, womit bei mir beide irgendwo gleich rangieren.)


    Blofeld. Leute, Leute. Von der Darstellung der Walz-Show in einem Bond-Film abgesehen, hat mir Dominic Greene mehr Angst gemacht.


    In meinen Augen hatte man die Möglichkeit, Bond zu erneuern, ist aber in alte Verhaltensmuster zurückgekehrt. Die Einspielergebnisse geben ihnen Recht.


    Vermutlich werde ich Bond nicht mehr los. Auch wenn das jetzt alles ziemlich negativ klingen mag, habe ich immer noch Spaß an der Reihe. Aber das tiefschürfende Nachdenken überlasse ich besser Euch.


    Diese Melancholie des Ablebens ... herrlich. Auch ich habe die Lebenserwartung zeitweise in Bond-Filme umgerechnet. Seit der Craig-Ära ist das aber leider vorbei. Auf nichts ist mehr Verlaß.


    Die Zukunft Bonds? Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen. Ob man jetzt Craig rebootet oder Bond. Seit Craig weiß ich aber, daß ich mir über den Folge-Darsteller erst einen Kopp mache, wenn ich ihn im Kino gesehen habe.


    Und wenn die Figur James Bond zum Allgemeingut wird und uns Bollywood den 00-Curry macht, muß man das Ganze sowieso neujustieren. [Wann war das nochmal?]


    Ach, eins noch. Ich glaube bis heute nicht, daß Craig jemals mit dem Gedanken gespielt hat, Bond 25 nicht zu spielen. Dieses unsägliche Interview, kurz nach den Dreharbeiten, wurde meines Erachtens nie richtig wiedergegeben. Man stürzte sich auf eine flapsige, spontane Bemerkung und Craig stellte diese nie richtig. Vermutlich auch, weil er den Wert dieser erst später erkannte.


    Danke. Weitermachen.

    Der Morgen stirbt nie. Vielleicht lag es an meiner Stimmung: der Film, der für mich stets der schlechteste Brosnan war, gefiel mir diesmal deutlich besser. Und ist damit mit GoldenEye für mich gleichwertig.


    Ohne weiter nachzudenken, würde ich diese Eröffnungsszene als die beste aller Bond-Filme nennen. Wie gesagt: ob sie's nach langem Nachdenken dann bleibt, sei dahingestellt. Alleine M's Szenen/ Dialoge sind grandios.


    1. OHMSS 295
    2. CR 280
    3. TLD 269
    4. TSWLM 257
    5. DAD 253
    6. LTK 243
    7. FYEO 242
    8. QOS 237
    9. YOLT 235
    10. FRWL 230
    10. DAF 230
    12. LALD 227
    12. GF 225
    14. MR 224
    15. AVTAK 221
    16. TB 219
    17. OP 213
    18. SF 206
    19. GE 202
    20. TWINE 194
    21. DN 192
    21. TND 192
    23. TMWTGG 182
    24. NSNA 143
    25. SP 77
    26. CR `67 42

    Lizenz zum Töten. Bleibt in meiner Liste weiter oben, hat diesmal aber ein paar Federn gelassen. Spätere Machwerke wie Narcos schöpfen dem Drogen-Bond ein wenig das Wasser ab. Im Nachhinein hätte man den Film mutiger inszenieren können. Sanchez wird mir zu edel dargestellt.
    Und die Szenen mit dem TV-Prediger habe ich nie so albern empfunden.


    GoldenEye. Ach, putzig, wie Brosnan nur schüchtern in die Rolle findet. Obwohl ich Brosnan-Fan bin, habe ich nun nach 23 Jahren (sic!) endlich herausgefunden, was mich an diesem Film stört. Bis auf Dench, Coltrane und Brosnan finde ich alle Rollen fehlbesetzt. Alle Besetzungen fühlen sich so klischeehaft an. Nicht mal John kann sich freispielen, weil die Rolle keinen Platz läßt. Ein neuer Bond war überfällig ... geben wir der Menge, wonach sie verlangt. Jetzt mit Abstand betrachtet störend.



    1. OHMSS 295
    2. CR 280
    3. TLD 269
    4. TSWLM 257
    5. DAD 253
    6. LTK 243
    7. FYEO 241
    8. QOS 237
    9. YOLT 235
    10. FRWL 230
    10. DAF 230
    12. LALD 226
    12. GF 225
    14. MR 224
    15. AVTAK 221
    16. TB 219
    17. OP 213
    18. SF 206
    19. GE 202
    20. TWINE 194
    21. DN 192
    22. TND 191
    23. TMWTGG 182
    24. NSNA 143
    25. SP 77
    26. CR `67 42

    Venom (2018/ Kino)


    Mir gehen die ganzen Comic-Verfilmungen tierisch auf den Sack. In meinem Käseleben habe ich weder jemals was von einem Black Panther noch von einem Aquaman gehört. Nur von Der Mann von Atlantis mit Patrick Duffy, dem TV-Trash. Avenger 14 oder der fünfte Spiderman-Reboot ... Gähn!


    In Venom sah ich nun die Chance der Macher, etwas Neues zu etablieren. Ähnlich wie mit Deadpool einen Gegenpart zu den quietschbunten Marvel- und DC-Verfilmungen zu schaffen.


    Mein Wunschdenken wurde zwar nicht erfüllt, denn man bleibt recht familientauglich, wenngleich auch ungewohnt brutal, aber das Endergebnis stimmte mich freundlich. Tom Hardy, der den Kotzbrocken-Loser geben darf, macht seine Sache ausgezeichnet. Die Story ist übersichtlich, die Humordichte gut dosiert und Venom an sich eine coole Sau.


    Die schlechten Kritiken verstehe ich nicht. Lieber noch drei Fortsetzungen von Venom als noch einen Avenger-Film.


    6/10



    Abgeschnitten (2018/ Kino)


    Womöglich bin ich zu diesem Film völlig euphorisch, weil endlich mal eine Fitzek-Verfilmung vorliegt, die einem kein Fremdschämen über den Rücken jagt.


    Ich ging völlig begeistert aus dem Film. Satt, rund, spannend. Selbst die nebulösen Szenerie-Beschreibungen, die Fitzek angenehm eng hält, womit das Meiste im Kopf des Lesers abgeht, kann die Kamera einfangen. Verregnet, stürmisch, dunkel - perfekt für diese Jahreszeit.


    Für eine deutsche Produktion ungewöhnlich: selbst das Casting hat seine Sache gutgemacht. Bis zu den Nebenrollen.


    Für mich ist das einer der besten deutschen Thriller der letzten Jahre. (Im Kino gibt es von denen ja nicht so viel, aber dafür spamt uns das TV damit ja voll.)


    9/10



    Halloween (2018 ) (Kino)


    Tja. Da hat man mal einfach bei Star Wars abgeguckt, würde ich mal sagen. Einen Film drehen, sagen, es ist die Fortsetzung, dabei bekommt man nur eine Neuverfilmung zu sehen.


    Wer das Original von '78 nicht kennt, dürfte Spaß an dem Grusel-Streifen finden. Ansonsten gibt es nix neues.


    Was man mit dieser Reihe ganz gern macht: die neun anderen Vorgänger werden ignoriert. Michael Myers sitzt seit Teil 1 im Hochsicherheitstrakt und bricht nun, 40 Jahre später , aus. Und steht dann wieder in der Gegend rum, um kurze Zeit später andere kaputtzumachen.


    John Carpenter hat wieder als Produzent seine Finger im Spiel. Womit ein wenig Charme der 80iger-Horror-Filme herübergerettet wird. Ob das allerdings noch zeitgemäß ist ... !?


    Wie auch immer; habe gerade gelesen, daß die Fortsetzung zum zwölften Teil bereits in Arbeit ist.


    5/10

    The Happytime Murders (2018/ Kino)


    Das ist wieder einer jener Streifen, die im Trailer alles versprechen und im Endwerk nichts halten.


    Der Streifen beginnt zotig und ordinär - alles, worauf einen der Trailer schon geistig und seelisch vorbereitet hat - und stürzt dann einfach ab. Die Idee, einen Muppets-Film für Erwachsene zu drehen, ist erfrischend, zündet aber nicht.


    Melissa McCarthy macht wieder den adipösen Trampel, verliert aber auch am schlechten Drehbuch. Ohnehin kommt es einem so vor, daß die Dreharbeiten ohne ein solches begonnen haben und man überrascht war, daß man noch so viele Filmminuten verbraten müsse, womit man schlecht zu improvisieren begann.


    Schade.


    3/10


    dass gerade beim frühen deutschen Tonfilm auch unglaublich genuschelt wurde.
    Der deutsche Lieblingsschauspieler schlechthin, und ich mochte den trotzdem immer, Heinz Rühmann, sprach auch nicht glasklar. Ganz zu Schweigen vom österreichischen Obernuschler Hans Moser


    Nö. Dem mag ich widersprechen.


    Von Moser mal abgesehen, dessen Markenzeichen das grantelnde Nuscheln war, sprachen die meisten Schauspieler überdeutlich. Die meisten kamen von der Bühne. Die hätten gar keine Chance gehabt, hätten sie undeutlich gesprochen.


    Insbesondere Rühmann habe ich nie undeutlich wahrgenommen.


    Schaut man alte deutsche Schwarz-Weiß-Filme mit Lingen, Sima oder Rökk, liegt es wohl eher an der damaligen Technik bzw. dem Alter jener Tonspuren.


    Die Qualität heutiger Schauspieler, die man trotz digitalem Firlefanz nicht versteht, ist eine ganz andere. Und keine positive.

    die nicht zwei Stunden lang in ihren Bart nuscheln, wie es ja auch so eine deutsche Unart ist.


    Ist das nicht entsetzlich?


    Da kommen wir story- und kohletechnisch nach Jahrzehnten endlich aus dem Knick und dann können die alle nicht mehr sprechen (, wie man es in einer Schauspielausbildung lernt).


    Aber schön, daß andere das auch so empfinden. Ich dachte schon, das fortschreitende Alter sei Schuld daran, daß ich die Fernbedienung zu Hause nicht mehr weglegen kann und per Lautstärkeregler dauernd gegensteuern muß.

    The Nun (The Nun, 2018, Kino)


    Völlig langweiliger Grusel-Versuch aus der Conjuring-Schmiede. Nicht mal die Erschreck-Momente sind gut getimed.


    Ein von der Kette gelassener Dämon. Echt jetzt? Fällt denen nichts neues ein???


    Überflüssig.


    1/10



    Book Club - Das Beste kommt zum Schluß (Book Club, 2018, Kino)


    Anstatt ein entsprechendes Sümmchen für die Hauptdarsteller lockerzumachen, hätte man so einen Drehbuch-Schleifer bezahlen sollen. Der Film ist zwar machbar, vielleicht sogar notwendig, da er sich mit dem Tabu "Sex im Alter" beschäftigt, hätte aber um einiges chilliger gedreht werden können. Auch weniger verklemmt.


    Ansonsten: schön, Don Johnson, Jane Fonda oder Richard Dreyfss mal wieder zu sehen.


    5/10



    Klassentreffen 1.0 (2018, Kino)


    Zotiger Slapstick-Müll mit guter, verschenkter Grundlage.


    Männer, die älter werden und ihre Problemchen damit haben (krchkrch), sind vielleicht nicht nur auf "Ficken, Bumsen, Blasen" zu reduzieren.


    Und das sage ich als einer, der Schweiger gegenüber nicht negativ eingestellt ist.


    Natürlich muß wieder eine von seinen sonst arbeitslosen Töchtern verbraten werden. Tilly-Filly-Lilly. Keine Ahnung, welche von den 32 Töchtern das jetzt ist. Schauspielern kann sie nicht, sprechen kann sie nicht. Eben eine Schweiger.


    Alle schlechten Kritiken, die Ihr lest, sind echt. Die überschwänglich geratenen verlogen oder bezahlt.


    3/10



    Die Unglaublichen 2 (Incredibles 2, 2018, 3D, Kino)


    Der erste Teil war originell, der zweite leider nur ein warmer Aufguß.


    3D machte mal wieder Null Sinn.


    Die ganze US-Stimmung bezüglich des schwachen Weibchens macht auch vor einem Disney-Pixar-Film nicht halt und so muß Papa Unglaublich als trotteliger Hausmann herhalten. Gähn.


    Nette Unterhaltung, wenn man nicht zuviel erwartet oder der fetten PR-Aktion, Teil 2 sei besser als Teil 1, glaubt.


    4/10



    Mile 22 (Mile 22, 2018, Kino)


    Nur schlechte Kritiken konnte ich im Vorfeld lesen. Machte mich ja schon mal neugierig.


    Mark Wahlberg als psychisch labiler Special-Forces-Agent James Silva, der durchaus als Serienheld ausgebaut werden könnte. Zumal Teil 2 trotz verhaltener Einspielergebnisse in Planung ist.


    Der Spionage-Action-Thriller ist tatsächlich etwas anders. Denn man muß bei der Sache bleiben und auch auf Details achten. Ein bißchen in Video-Clip-Manier gefilmt, aber besser als die Wackelkamera-Mode a la Jason Bourne.


    Ein perrückter John Malkovic, der minimalistisch perfekt besetzt wurde.


    Ich bin völlig begeistert aus dem Kino raus, meine Begleitung nicht. Ich liebe Filme, die anders sind, aber Sinn machen. Der Film lebt von einer Bedrohung, die bis zum Schluß abstrakt bleibt, wenngleich sie ein wenig vorhersehbar war. Aber genau das macht Thrill aus.


    8/10


    James Bond stirbt nicht! Er wird ab und zu verletzt. Das wars auch. Dafür lieben wir diese Filme, dass der Held immer die Bösen besiegt, die Welt rettet und zum Schluss mit einem Mädel im Bett landet, oder einfach in den Sonnenuntergang "reitet". Und im nächsten Film bekommt er einen neuen Fall und Bösewicht vor die Nase gesetzt. Dies funktioniert schon seit über 50 Jahren und 24 Filmen so.


    So sehe ich das auch.


    Zudem geistert bei mir eine Frage durch den Kopf, die so simpel wie kurz ist: wie?


    Wie soll denn ein James Bond sterben? Angeschossen ausbluten, "Küß' mich ein letztes Mal!", dreimal Stöhnen, Augen zu, einfach in seinem Auto explodieren, während des Beischlafes? Diese Szene kann nur lächerlich werden.

    Ich muß gestehen, daß ich mit dem Ding auch nix anfangen kann. Erinnert mich eher an den Drachenpanzer aus Dr. No ohne Schminke. :rolleyes:


    Wobei ich mich mit dem Auspressen des Franchise sowieso schwer tue. Aber wenn schon dem Spielzeugwahn der 60er gehuldigt wird, hätte ich mir eine knuffige Rund-Serie aus dem Hause Playmobil stilsicherer vorstellen können.


    Hat wer 'ne Ahnung, ob noch mehr Modelle geplant sind? Ein Spaceshuttle, Little Nelly oder der GoldenEye-Panzer bieten sich ja an. Wobei Letzterer in der Lego-Familie wohl als politisch unkorrekt gelten dürfte.


    Das sogenannte "Dick und Doof" Drehbuch soll doch, Dank Danny Boyle und seiner Drehbuchidee, et acta gelegt worden sein...


    So meinte ich das. :) Meine Sorge ist, daß da Zeitprobleme diesem Werdegang einen Strich durch die Rechnung machen. Craig mag erst später, Boyle will dann nicht mehr, nimmt das Drehbuch und die Rechte wieder mit ...


    Aber was weiß ich schon ... :whistling:

    Wahrheit oder Pflicht (Truth or Dare, 2018, Kino)


    Teenie-Grusel, der in diesem Stadium auch stecken bleibt.


    Freigegeben ab 16 deutet er jegliche Szenen nur an.


    So läßt sich auch nicht verleugnen, daß es sich um eine billige Final Destination-Kopie handelt. Wenigstens diese Serie zeigt alles, was den Reiz ausmacht.


    Alles bleibt züchtig und politisch korrekt. Langweilig.


    Einziges Highlight: die Grimassen, wenn der Dämon das Steuer übernimmt, sind nett diabolisch.


    Die Schlußszene läßt auf Teil 2 schließen. Bitte nicht.


    2/10



    No Way Out - Gegen die Flammen (Only The Brave, 2017, Kino)


    Wenn die Amis was können, dann ist das testosteronschwangere Helden-Epen drehen.


    Seit 9/11 ist der Feuerwehrmann ohnehin der Alltags-Held schlechthin. Da man in unseren Breitengraden jegliches Augenmaß verloren hat, was Werte betrifft, freue ich mich über solche Filme umso mehr.


    Der Film basiert auf wahren Begebenheiten und zeigt im Abspann schlicht, aber für meinen Geschmack herausragend die tatsächlichen Menschen, die hinter den Charakteren stehen.


    Für jeden, der Coca-Cola näher steht als Soljanka, sollte sich den vor Schweiß und Ruß triefenden Film antun.


    Und nein, ich möchte nicht darüber diskutieren, warum Männer in einer Rauchwand stehen und kein Atemgerät benötigen. :wut:


    8/10

    Heutzutage bekommen ja die Väter die Babys.


    :thumbup:


    Craig dürfte mit seinen Verträgen ausgesorgt haben. Ergo: nötig hat er es nicht mehr und kann durchaus steuernd eingreifen. Zumal er seinen Marktwert bezüglich Bond kennen wird und da durchaus noch ein wenig Spielraum zum Ausreizen hat. Heißt: "Ohne mich geht nix und ich chill' noch."


    Man darf auch nicht vergessen: je länger die Pause zwischen den Filmen war, desto erfolgreicher war der darauffolgende Film. Detailliebe hin, Bond her: 007 ist eine Gelddruckmaschine und da schielt man durchaus mehr auf den Gewinn als auf das Fan-Herz.


    Meine Sorge gilt ja dem Drehbuch. Es wäre schön, wenn mal andere als Dick & Doof das schreiben dürften, wonach es zuletzt ja aussah.

    David Bautista hat am 20.04.2018 auf seinem Instagram-Profil ein mehrdeutiges Bild gepostet. Dieses zeigt seine rechte Faust mit einem Spectre-Logo-"Tattoo".


    Ob er nur in Erinnerungen schwelgt oder seine Rückkehr ankündigt, läßt er offen.


    Die Atelieraufnahmen springen einen förmlich an, besonders in den Szenen, die im Saloon in Roswell spielen, denn das, was als "draußen" dienen soll, ist so offensichtlich gemalt, daß man vergeblich hofft, es merke keiner.


    Das könnte auch ein wenig an dem Hyper-HD-Kult liegen, jedes Bild immer schärfer anzubieten. Konnten sich die Filmemacher damals noch darauf verlassen, daß einige Bilder von der Unschärfe lebten und man einige Tricks so unbemerkt unterbringen konnte, werden sie jetzt auf dem 4K-TV (oder was auch immer) gnadenlos enttarnt.


    Raumschiff Enterprise oder Mit Schirm, Charme und Melone sind auch Opfer dieser Technik.


    Nicht ohne Grund wurde Make-Up dieser Entwicklung angepaßt, merkten doch einige Akteurinnen besorgt an, man sehe mittlerweile jede Pore und Falte.