Posts by Whisper

    Zufällig gesehen: https://www.daily-choices.com/…and-failures-de/11?xcmg=1
    Denise Richards als Dr. Christmas Jones in The World is Not Enough


    Ein Bond-Girl zu sein, bedeutet viel mehr, als ein hübsches Gesicht und ein williger Bettwärmer zu sein. Man muss auch Energie, Abenteuerlust und schauspielerisches Talent mitbringen, was Denise Richards leider fehlt. Damals war ihre große Rolle das Gesicht, das in "The Wild Things" an einem Paar Brüste befestigt war, und sie besaß einfach nicht die Fähigkeiten, um ihre Rolle ausreichend zu vertiefen.

    Obwohl sie eine kluge Nuklearwissenschaftlerin sein sollte, war das Beste, was die Filmemacher tun konnten, sie in ein enges Hemd für einen Bond-Film zu stecken, der die Serie gründlich vermasselte - The World is Not Enough ist sicherlich der schlechteste Brosnan-Bond und steht häufig am Ende der Gesamtliste.


    Soso, der schlechteste Brosnan Bond? Wenn ich mir die Bestenlisten hier so anschaue, rangiert TWINE oft wie auch bei mir auf Platz 1 der Brosnan Bonds. Ich halte Denise Richards zwar auch für eine Fehlbesetzung, da sie die Rolle einfach nicht glaubhaft verkörpert, aber den interessanten Plot des Films (zer)stört sie dadurch nicht. Ich kann mich mit ihr - ähnlich wie bei Tanya Roberts - zumindest arrangieren. Bei Halle Berry in DAD gelingt mir dies nicht. Ihre überhebliche und extrem unnatürlich wirkende Darstellung der Jinx ist einer von vielen Gründen, warum DAD bei mir ganz unten rangiert. Sie ist das einzige Bondgirl, dessen Ableben mich erfreut hätte :evil: .


    Interessanterweise taucht Halle Berry in der oben verlinkten Fehlbesetzungsliste auch noch auf (als Catwoman) :D

    In TMWTGG (deutsche Synchro) wacht Bond unter den zarten Händen einer Masseurin von Hai Fats Karate-Schule auf und sagt "God save the Queen!"
    Im selben Film bedauert Scaramanga Bond, dass er für ein "freundliches `Gut gemacht` Ihrer Majestät arbeite!
    In MR wird die abschließende Übertragung aus dem Space Shuttle direkt in den Buckingham Palace weitergeleitet. Frederic Gray: "Ich bin sicher, Ihre Majestät wird fasziniert sein."
    TB: "Was ich tat, tat ich für König und Vaterland ... Sie glauben doch nicht etwa, es hat mir Spaß gemacht!"

    Stimmt! Da ich die Filme seit fast 20 Jahren nur noch im Originalton anschaue, war mir das gar nicht mehr so bewusst. Bei TMWTGG sagt Bond im Original "Heaven, definitely heaven!".


    Interessanterweise sagt er dafür bei TB "for Queen and country".

    Weiß jemand in welchen Bondfilmen außer OHMSS die Queen noch erwähnt wurde oder bildlich in Erscheinung trat? Mir fällt spontan kein weiterer Film ein. Number 10 Downing Street war gefühlt öfter präsent.

    Bei mir waren die Moore-Bonds ja bekanntlich die Einstiegsdroge und damit werde ich wohl auch meine Tochter zuerst mit konfrontieren. Als allererstes mit TMWTGG, weil dort der Body Count nicht ganz so arg hoch ist und der Film auch sonst deutlich seichter, stellenweise sogar komödienhaft daherkommt. Er macht einfach Spaß! Dagegen ist Dr. No schon deutlich schwerere Kost: brutale Ermordung der Sekretärin, Zigaretten-Selbstmord, dazu der in Hälfte 1 sehr angsteinflößend dargestellte Dr. No und natürlich das Niederschießen Prof. Dents.

    LALD: Bond, wie er in Harlem arschcool und voll den Engländer raushängend diesen Voodoo-Laden besucht. Einfach herrlich

    Stimmt, die Szene liebe ich auch! Auch die Musik im Hintergrund passt hervorragend.


    Ergänzen möchte ich noch die Unterwasserszene im Lotus in TSWLM beginnend mit "Let's say Goodbye to an uninvited guest" und das Pendant in MR, wo es hoch hinaus geht: "The animals went in two by two [...] Noah's ark, this operation!". Diese Szenen haben mich von klein auf immens beeindruckt, zeigen sie doch, dass Bond vor nichts Halt macht. Er erforscht wenn nötig die Tiefen des Ozeans und die Weite des Weltalls. Wobei ich zugeben muss, dass diese Szenen nicht nur allein aufgrund Bonds Charakter oder Coolness so stark auf mich wirken, sondern auch durch die hervorragende audiovisuelle Gestaltung.

    Dann mache ich mal weiter. Da ich die Filme schon seit etlichen Jahren nur noch im OT anschaue, mache ich es lieber auf Englisch:


    DN: "Sergeant, make sure he doesn't get away!". Absolut cooler Spruch kurz nach Bonds allererster Prügelei auf der Leinwand.


    TMWTGG: Bond nickt in der Schule den Männern mit dem schwarzen Gürtel nur oberflächlich zu, anstatt sich wie die anderen vor ihnen zu verbeugen.


    MR: "You missed, Mr. Bond!" - "Did I? Like I said, such good sport!". Was für eine Coolness, obwohl nur knapp dem eigenen Tod entkommen.


    TLD: Zu Saunders: "This information is on a need-to-know basis. Sure you understand!" Was für eine coole Retourkutsche!


    CR: Die Schlussszene mit der genialen Kamerafahrt. "My name is Bond, James Bond!"

    In SF überlebt er wie gesagt Schüsse mit Uran-Munition und einen Sturz, den Zorin getötet hat. Das ist für mich eigentlich nicht weniger realistisch oder phantastisch wie Bonds Herz-Anhalten und nach Hong Kong schwimmen in DAD.

    Als ich die Szene das erste Mal sah, habe ich auch nicht mit seinem Überleben gerechnet (die Grabsteine im Main title haben diese Befürchtung noch untermauert) und ich war gespannt, wie es danach weitergehen sollte.


    Aktuell frage ich mich, ob man die gesamte Handlung nach dem Main title als eine Art Nahtoderfahrung oder Wachkoma Bonds interpretieren kann. Besonders die auf mich immer surreal anmutenden Schottland-Szenen sprächen aus meiner Sicht für diese These. Theoretisch ließe sich das sogar auf die Nachfolgerfilme ausdehnen und würde eine Erklärung für deren eklatanteste Schwächen ("Das war alles ich" und Bonds Tod) liefern. Im Augenblick des Todes folgt im Traum ja oft das Erwachen. Hier könnte dann der neue Bondfilm anknüpfen.


    Beim Film "Vertigo" von Hitchcock gibt es ja ähnlich viel Interpretationsspielraum. Auch hier kann man den Film zu 100% auf der "realen" Ebene einordnen, aber es gibt doch etliche Hinweise darauf, dass sich zumindest der letzte Teil - wenn nicht sogar fast der ganze Film - nur in Scotties Phantasie abspielt. Auch "Es war einmal in Amerika" kann in Teilen als Traum in einer Opiumhöhle interpretiert werden.


    Die Vorstellung, dass sich große Teile der Handlung eines Bondfilms nur in der Phantasie des Hauptprotagonisten abspielen könnten, ist schon spannend. Auch wenn das so bestimmt nicht beabsichtigt war.

    Ein hervorragender Beitrag, Mr. Bond!


    Bei OHMSS muss ich am Ende immer wieder eine Träne verdrücken.

    Schön, dass es nicht nur mir so geht!

    Er fährt am Ende mit Dame und Aston Martin weg, das ist doch das einzige klassische Bond-Ende in den Craig-Filmen.

    Genau, und deswegen taugt dieses Ende von allen Craig-Bonds auch für mich am besten als Abschluss eines Bond-Marathons.

    Dieser Bond hat 0 % mit Fleming zu tun und ich rege mich jedes Mal auf, wenn Leute behaupten, dass Craig irgendetwas mit Flemings Bond zu tun hat. JEDER Bonddarsteller vor Craig ist mehr Fleming, insbesondere Dalton (das muss man einfach zugeben).

    Mir ist der Fleming-Bond natürlich auch am liebsten. Ich frage mich aber, ob ein solcher Bond heutzutage beim Mainstream noch eine Chance hätte? So bitter es für uns klingt, der Erfolg an den Kinokassen gibt den Machern vollkommen recht, denn OHMSS und LTK waren diesbezüglich ja leider Flops.

    Mr. Fogg:


    Sicher, der Weg wird aufgezeigt. Aber in DAD ist ihm doch schon Ähnliches widerfahren. Dort wurde er nur aus dem koreanischen Gefängnis geholt, weil er unter Drogeneinfluss zu viele Geheimnisse preisgegeben hat. Und M sagt ihm obendrein noch frech ins Gesicht "Wir haben keine Verwendung mehr für Sie!" Anstelle der Flasche wie in SF ergreift er hier aber augenblicklich die Initiative, die mit dem Betreten der Hotellobby in einen der stärksten Bondauftritten überhaupt mündet. Genau das ist Bond, James Bond. Und diesen Charakterzug vermisse ich in SF.

    Nun ja, für diesen Wechsel vom Jung-Bond zum alten Hasen konnte EON ja nichts – außer dass sie für CR eher einen Twenty- Something als einen Thirty_Something hätten besetzten müssen. M. E. hat EON aus der Zwangspause noch das Beste gemacht.

    Sicherlich ist der Schauspieler älter geworden. Aber seine Figur deshalb gleich als heruntergekommenes, physisches und psychisches Wrack darzustellen, geht mir etwas zu weit. Das hat mit dem Bond, den man in den 22 Filmen davor kennengelernt hat, nicht viel zu tun. Bond muss aus meiner Sicht kein stahlharter Supermann sein, und ich genieße sogar die Momente, wo bei ihm ein wenig Verletzlichkeit aufblitzt. Solche Szenen erfolgten aber immer wohldosiert und nicht wie in SF mit dem Holzhammer.


    Bis zu diesem Film bringt es Deine Lieblingsband in einem ihrer besten sträflich unbekannten Songs auf den Punkt: Yes, it was a worthwhile experience!

    :thumbup:

    Die ersten zwei Craig-Bonds bereiteten den Boden für die Zukunft des Franchise, die letzten beiden hinterließen nur verbrannte Erde.

    Der Wechsel von QOS (der ja zeitlich direkt auf CR folgt) zu SF ist schon extrem: Bond wandelt sich damit quasi von einem Film auf den anderen vom blutigen Anfänger (CR & QOS) hin zum gealterten Wrack (SF). Das ist auch eine der "debilen" Ideen, um mal beim Hauptthema zu bleiben.


    Als Abschiedsfilme fürs Franchise taugen beide nichts, das ist für mich bis auf Weiteres SF.

    SF hat sich als Marathon-Abschluss tatsächlich besser angefühlt als SP. Ein episches Werk, das sehr bildgewaltig daherkommt und den Abschluss der Ära von Judi Dench darstellt. Hier wurde ganz bewusst ein Kapitel geschlossen (von den Hauptdarstellern hat meines Wissens sonst nur Desmond Llewelyn einen vergleichbaren Abschied bekommen), aber gleichzeitig ein Neues geöffnet, das - wie Du richtig sagst - sogar wieder zu DN zurückführen könnte.


    Trotzdem kann ich mit der Schlussszene in SP auch gut leben. Ich kann mir einfach gut vorstellen, dass Bond mit Madeleine in eine glückliche, gemeinsame Zukunft aufbricht. Ich gönne es ihm sogar, den Beruf an den Nagel zu hängen und nach all den Abenteuern von nun an ein ruhigeres Leben zu führen. Seine Entscheidung, Blofeld am Ende nicht zu töten finde ich außergewöhnlich und stellt für mich einen würdigen Schlusspunkt dar.

    Dabei ist doch SP ein wirklich denkbar schlechter Abschluss...

    Naja, im Vergleich zu den letzten Filmen der anderen Bonddarsteller steht SP noch recht gut da:


    DAF: Trashig
    AVTAK: Langatmig und handwerklich teilweise schlecht gemacht
    LTK: gut gemachter Film, aber einfach zu düster
    DAD: DAF-Parodie


    Bei mir liegt SP im Mittelfeld. Die drei Vorgängerfilme sind tatsächlich besser platziert, aber der Film hat durchaus seine Momente: der erste Teil bis zum Auftritt des Bruders ist wirklich gut gemacht. Auch der Schluss bietet etwas Einzigartiges: der Bösewicht wird am Leben gelassen und Bond fährt mit dem Mädel in eine glückliche gemeinsame Zukunft. Das kann ich als Schlusspunkt eines chronologischen Bond-Marathons so stehen lassen. Aber ich kann auch die Kritiker von SP verstehen: "Das war alles ich" ist natürlich hanebüchen.


    Was heißt denn für dich "abschließen"?

    Einfach nichts Neues mehr zu sammeln und sich nur noch an dem erfreuen, was da ist. Und das ist bei den Bondfilmen, den drei ??? (bis Folge 121 habe ich gesammelt) und Queen eine ganze Menge :thumbup:

    Das wäre schade, aber verständlich. So habe ich zum Beispiel auch mit einigen Bands mehr oder weniger abgeschlossen, die zwar vor 20, 30 oder mehr Jahren hervorragende Sachen gemacht haben, die aber seither nicht mehr rausgebracht haben, das mir gefällt - das mich ankickt. Und die's auch live nicht mehr wirklich bringen

    Tja, mit meiner Lieblingsband Queen musste ich mangels neuem Material leider auch abschließen. Bei Bond warte ich jetzt einfach mal ab. NTTD kommt mir jedenfalls nicht in die Sammlung. SP ist für mich also der Craig-Abschluss, genauso wie TWINE für Brosnan.

    Hmmm... wirklich in jeder Linie überzeugen waren die Brosnan-Bond tatsächlich nicht - selbst wenn man DAD ausnimmt. Aber mittlerweile beurteile ich diese Filme wesentlich milder als noch vor 10 Jahren. Denn seien wir ehrlich: Unterhalten tun sie gut, sie sind mehr oder weniger "klassische" Bonds mit allen Elementen, die man erwarten darf (und ein paar neuen, die's zwar nicht braucht, die aber nicht wirklich weh tun) und vor allem haben sie die Reihe nicht pulverisiert, Dinge unwiderruflich kaputt gemacht. Zudem gab es mediokre bis sogar sehr trashige Bond-Filme ja auch schon in der Zeit vor GE - so what ?

    Ja, auch die Brosnan Bonds bieten durchaus Unterhaltungswert und weisen ein paar tolle Momente auf. Im Vergleich zu den Klassikern wirken die Schauplätze aber total blass und schlecht in Szene gesetzt. Vergleich einmal die Tanker-Szenen von TSWLM mit denen auf dem TND-Stealth ship. Auch in Punkto Darsteller/Charaktere wirken die Brosnan-Bonds sehr blass. Brosnan selbst kann ich schon noch etwas abgewinnen, aber solche Ikonen wie Klebb, Grant, Golfdinger, Oddjob, Stromberg, Jaws (um nur ein paar herauszugreifen) findet man in den 90er Filmen einfach nicht mehr.


    Ich habe mal meine Film-Bewertungen (max. 10 Punkte) nach Bond-Darsteller ausgewertet:


    Connery: 7,0 (7,5 ohne DAF; 8,4 für FRWL, GF, TB)
    Moore: 7,7 (8,5 ohne TMWTGG und AVTAK)
    Brosnan: 4,8 (5,5 ohne DAD)


    Und ja, wie man sieht es gab auch vor Brosnan schon nicht so gut gelungene Bondfilme, die ich mir nicht jedes Jahr anschaue. Diese liegen aber bis auf DAF immer noch über dem Brosnan-Durchschnitt.

    Interessanterweise erkenne ich starke Parallelen zwischen der Entwicklung der Bondfilme und der Hörspiel- und Buchserie "Die drei ???". Beide besitzen eine Ära mit unumstrittenen Klassikern, über deren durchaus vorhandene Unzulänglichkeiten von den Fans oft großzügig hinweggesehen wird. Für mich persönlich endet diese Ära bei den Bondfilmen mit TLD.


    Danach erfahren beide Universen eine Modernisierung: die drei ??? lassen sich nicht mehr stilvoll mit Chauffeur im edlen Rolls Royce umherkutschieren, sondern fahren selbst Auto und haben obendrein Freundinnen. Und James Bond muss sich plötzlich von einer Psychologin beurteilen lassen und ist in den Augen seiner neuen Chefin nur noch ein Relikt vergangener Zeiten. Und die Frauen, die ihn sonst sehnsuchtsvoll mit "Oh James" angeschmachtet haben, üben auf einmal Kritik an seinem Lebensstil und lassen ihn sogar stehen.


    Nach der enttäuschenden 2. Phase, zu der ich ganz klar die Brosnan-Bonds zähle, kommt mit der 3. Phase der Restart und die damit verbundene Rückbesinnung auf die Klassiker in einem etwas moderneren Gewand. Bei James Bond eingeläutet durch CR und bei den drei ??? der Einstieg der deutschen Autoren (die Freundinnen waren auf einmal weg und der Chauffeur Morton tauchte plötzlich wieder auf). In beiden Universen haben die Fans den Restart bejubelt.


    Ab einem gewissen Punkt hat die 3. Phase jedoch eine gewisse Eigendynamik entwickelt und ist vom ursprünglichen "Back to the roots"-Kurs abgedriftet. Ab Skyfall ist das deutlich zu beobachten. Und schließlich wurde über das Ziel hinaus geschossen (NTTD bei James Bond), was den anfänglichen Jubel komplett verstummen lies. Bei den drei ??? stelle ich einen Übersättigungseffekt fest und habe inzwischen sogar aufgehört, die Hörspiele zu sammeln und erfreue mich lieber an den Klassikern (gerne auch den modernen). Und analog überlege ich auch, mit den Bondfilmen abzuschließen. Hier stelle ich fest, dass ich die Filme der 2. Phase nur noch selten bis gar nicht mehr (DAD) anschaue und lieber die Connery-, Moore- und frühen Craig-Bonds in den Player lege. Die Sehnsucht nach Neuem ist komplett erloschen. Ich halte es wie der Jorge aus "Der Name der Rose" und setze lieber auf eine "wunderbare Wiederholung" :D


    Bezüglich der debilsten Idee kann ich Feirefiz nur voll zustimmen :thumbup:

    Come on - MR ist von Anfang an (der PTS!) so was von nicht ernst zunehmen. Zum Beispiel: Klar, Space Shuttels werden/wurden durchaus Huckepack auf grossen Verkehrsflugzeugen transportiert. Aber doch sicher nicht startklar(!) und vollbetankt(!) ! Aber: Selbst das stört mich in MR nicht - weil es halt trotzdem passt !

    Komisch, der Start des Spaceshuttles hat mich überhaupt nie gestört - ich finde die Szene einfach unglaublich spannend gemacht und mit grandioser Musik unterlegt!

    Der Film ist brillant, in vielen Punkten die letzte GROßE Schau der gesamten Reihe -- und somit zumindest als visuelles K unstwerk durchaus ernstnehmbar.
    Aber dennoch: Das Alberne beginnt für mich nicht erst mit dem Sarge , bereits die L andung in dem Zirkuszelt ruiniert mir die sonst so grandiose PTS

    Ich bin ja auch ein großer MR-Fan! Audiovisuell für mich sogar der beste Film der Reihe - einfach großes Kino. Er hätte nur noch etwas besser werden können, wenn man auf einige plumpe Albernheiten wie den Sarg verzichtet hätte. Das ist für mich auch nicht bond-like. Als bond-like würde ich dagegen die Gondelfahrt über den Markusplatz mit dem Zwinkern der Taube oder das Fassanschießen bezeichnen. Das trifft genau meinen Humor und hätte für den Film völlig ausgereicht.

    Momente zum Fremdschämen - da stehen seltsamerweise die bei mir sonst sehr beliebten Moore-Bonds recht hoch im Kurs:


    TMWTGG: Schnickschnack schlägt Bond ohne große Ausholbewegung mit einem Dreizack auf Anhieb K.o. :bamm:
    TSWLM: Der Beißer überlebt den Absturz des Autos in die Hütte ohne nennenswerten Kratzer, wogegen seine Helfer alle tot oder schwer verletzt zu sein scheinen :autsch:
    MR: Der Moment des Aufklappens des Sarges auf den Kanälen in Venedig. Ein bis dahin ernst zu nehmender Film gleitet in trashige Unterhaltung ab. X(
    MR: Wieder der Beißer, gleiche Kritik wie in TSWLM nur diesmal anderes Szenario (Seilbahnabsturz).
    OP: Mit einem Pferd ein startendes Flugzeug, das gerade beschleunigt, einholen und draufspringen. Und das in dem Alter (gemeint ist hier nicht das Pferd ;))!

    Gestern mal wieder "Zwei bärenstarke Typen" mit Bud Spencer und Terence Hill gesehen. Dabei wandelt das Duo zum ersten und einzigen Mal auf den Spuren von James Bond. Der zunächst gesichtslose Gangsterboss K1 will mit seiner K-Bombe das Zahlenverständnis der Menschheit auslöschen. Im Kontrollraum seines Schiffes drückt er am Ende auf den roten Knopf zum Abschuss einer Rakete auf ein Spaceshuttle (warum, ist mir im Nachhinein auch nicht mehr klar :D).

    Für mich der schrägste aller Spencer/Hill Filme. Die Bondanleihen sind unübersehbar: Q taucht auf, beim Aston Martin wurde das per Knopfdruck ausspritzende Öl abgekupfert, ein Henchwoman gibt es sowie natürlich Blofeld (hier ein irrer Fettsack dargestellt durch Buffy Dee). Neu ist ein starker Kleber, der aus dem Agentenauto ebenfalls per Knopfdruck auf die Straße auf die Straße gespritzt wird, so dass alle 4 Räder des Verfolgerautos am Boden kleben bleiben und die Karosserie TLD-mäßig abfliegt. Witzigerweise ist dieser Film von 1983, also hat TLD hier abgekupfert :D

    Die 1. Filmhälfte von DN hat diese wirklich grottig gemachte Verfolgungsjagd (selbst für damalige Zeiten) mit dem Leichenwagen bzw. vor der Leinwand

    Stimmt! Zum Glück ist die Szene nicht sonderlich lang. Davor hat die 1. Hälfte aber schon einige herausragende Momente zu bieten: man denke nur an Bonds Einführung im Casino, seine Ankunft in Jamaika, den genial in Szene gesetzten Raum mit der Spinne, die kultigen Szenen im Club und überhaupt das jamaikanische Feeling. Hälfte 1 ist für mich zudem mit einer Agentenatmosphäre durchzogen, mit der die Szenen auf Crab Key nicht mehr mithalten können. Pluspunkte von Hälfte 2 sind für mich die schönen Szenen am Strand inkl. Honey Rider, die eiskalte Ermordung des Handlangers im Fluss (Spannung pur) und die beklemmende Atmosphäre in Dr. No's mit Nerzen gepolsterten Kellerräumen. Das Finale bietet abgesehen von der Flucht aus den Tunnels keine Highlights. Unterm Strich gewinnt bei mir immer ganz klar die 1. Hälfte :)

    Eine einfache Antenne, etwas Radioaktives (muss ja sein...) und fertig ist das Bedrohungsszenario.

    Das Ausfahren der Antenne wirkt leider auch sehr billig. Kein Vergleich zu dem im 1. Teil des Films hervorragend aufgebauten Bedrohungsszenario: man denke nur an den genial in Szene gesetzten Verhörraum mit der Spinne, wo man nur die ruhige und gleichzeitig bedrohlich wirkende Stimme des Doktors hört. Oder die unfassbare Angst, die alle seine Handlanger vor ihm haben. Das alles weckt hohe Erwartungen, die sich in der 2. Filmhälfte leider nicht erfüllen.


    In Hälfte 2 taucht stattdessen der lächerlich wirkende "Drache" auf, es wird ein bisschen mit Radioaktivität herumgespielt und eine billig aussehende Antenne ausgefahren. Auch Dr. No selbst wirkte auf mich gesichtslos deutlich angsteinflößender. Ähnlich habe ich es übrigens auch bei Blofeld empfunden.