Posts by Django

    Ein gesungener Song mit Filmtitel ist wohl am erfolgreichsten. Daher präferiere ich auch diese Variante. Man stelle sich etwa den GF-Titelsong vor, ohne dass das Wort "Goldfinger" so prominent vorkommt. Undenkbar - das wäre nicht dasselbe ;) .


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    aber ohne Filmtitel im Text (TSWLM, QoS, SP)

    Also in der ersten Strophe von "Nobody Does It Better" kommt zumindest die Textzeile "But like heaven above me, the spy who loved me" vor :schlau: .


    Nächste Frage: Lieber ein Bond mit Selbstdisziplin und einem gewissen Ernst oder ein Bond, der sich der kindlichen Freude hingibt (so wie vor allem in den Brosnan-Filmen. Man denke hier etwa an die Parkhaus-Szene in Hamburg in TND oder an das "Rennen" im DB5 in Monaco in GF)?

    Ich habe grad Bruce Dickinsons Autobiografie "What does this button do?". Ich muss sagen, dass mich das Ganze etwas ratlos zurück lässt. Unterhaltsam und kurzweilig zu lesen ist es zwar. Meistens jedenfalls, denn einige Langatmigkeiten gibt es schon. Aber auch hier lässt er vieles offen. Insgesamt habe ich so nach der Lektüre das Gefühl, als hätte ich ein Buch gelesen, bei dem jeden zweite Kapitel fehlt. Als positiv bewerte ich zudem, dass er uns irgendwelche "Ich bin der Geilste"-Groupie-Exzess-Storys und dergleichen erspart. Aber sonst: Vieles - was mich jetzt noch interessiert hätte - ist sehr Bruchstückhaft und im Eiltempo geschildert. So ist es mir nach wie vor nicht klar, was wirklich(!) die Gründe für seinen Ausstieg bei Iron Maiden 1993 waren. Er macht zwar ein paar Andeutungen, aber hier hätte ich mir doch Konkreteres gewünscht. Und das zieht sich durch: Immer, wenn es interessant wird, kommt ein Schnitt und es geht zum nächsten - oft weniger interessanten - Thema. Andere Dinge wiederum wie die Fliegerei oder das Fechten werden doch seeeeeehr ausgiebig geschildert. Keine Einwände, dass Bruce über seine Hobbies und seine Leidenschaften schreibt. Grad das mit dem Fliegen hat ja durchaus spannende Aspekte. Aber bei einem Rockstar würde mich doch Anderes (noch) mehr interessieren. Apropos Leidenschaft: Vieles was mit der Musik zu tun hat, mit seinem Job als Sänger, mit Konzerten, Arbeiten im Studio beschreibt er - wenn überhaupt - geradezu emotionslos. Als wäre es irgendein Job als Buchhalter oder so: Nicht der Rede wert - man macht es halt, um Geld zu verdienen. Auch scheint sein Verhältnis zu seinen Band-Kollegen eher distanziert bis desinteressiert zu sein. Jedenfalls gibt's zu diesem Thema kaum mehr als ein paar Zeilen im ganzen Buch. Über "Familiäres" und Beziehungen schreibt er schon mal gar nichts (was im Nachwort als bewusster Entscheid festgehalten ist). Zumindest ein paar Worte dazu wären aber zur Einordnung trotzdem hilfreich gewesen, denn es ist ja schliesslich eine Autobiografie. Umso erstaunlicher, dass er dennoch recht ausführlich und ehrlich über das angespannte Verhältnis zu seinem Vater schreibt.


    Auf der Habenseite steht dafür sein Bericht über ein Konzert (und den wahrlich lebensgefährlichen Weg dorthin), das er 1994 während der Belagerung in Sarajevo gegeben hat. Respekt! Und dann der Kampf gegen seinen Zungenkrebs. Selbst zum Lesen schmerzhaft, aber solch ehrliche Einblicke hätte ich mir öfters gewünscht. Auch Bruce' professionelle Einstellung zu seiner Tätigkeit als Sänger beeindruckt. Er weiss, dass er Talent hat, dass es aber auch harte Arbeit ist, Disziplin und viel "Training" bedeutet, seine Stimme immer auf allerhöchstem Niveau zu halten. Das hört man ja auch beider jeder seiner Aufnahmen, bei jeder seiner Live-Performances. Würde man hingegen nur seine Autobiografie kennen, würde man wohl nicht mal erahnen, welch grossartiger und professioneller Sänger er ist.

    Da bin ich 100% bei Dir. So sehr ich die Qualitäten von CR auch schätze. Aber schon bei der Erstsichtung vor 19 war mir irgendwo im Unterbewusstsein klar, dass es schwer sein wird, von diesem eingeschlagenen Weg wieder wegzukommen. Gut - mittlerweile muss man sich die Frage stellen, wie man einen toten Bond wieder erwecken will. Mir aber ziemlich egal und die Gelegenheitsgucker werden sicher auch das alles gut finden (siehe auch meinen Beitrag im SF-Thread von gerade eben).


    oder daß überhaupt ein Zwang bestand, Craigs Ära mit irgendwelchen Knalleffekten zu beenden

    Das kam offenbar mit SF. War angeblich eine Bedingung von Craig, nach QoS noch weitere Bond-Filme zu drehen. Somit kann man auch der Meinung sein, dass DAD der Anfang vom Ende war, denn dieser führte zum Rauswurf von Brosnan und damit zu Craig. Damit für man dem Film (und erst recht dem Hauptdarsteller) aber unrecht tun. Denn einerseits ist DAD grad rückblickend so schlecht nicht, als dass es keinen "Ausweg" gegeben hätte als ein völliger Bruch mit allem Bewährten. Und andererseits waren es dieselben Leute, die Bond haben sterben lassen, die 19 Jahre zuvor auch für DAD verantwortlich waren X/

    Das sehe und empfinde ich leider alles genau so wie Du :( . Aber eben: Dem "Gelegenheitsgucker" scheint das offenbar ziemlich egal zu sein. Wie auch Bonds Tod in NTTD. Das heisst es dann nur "Boah - krass. Aber so innovativ. Muss gut sein!"


    Sehe das wie Don Corleone. Das Jubiläum pusht das gesamte Franchise ein bisschen, ich denke da nur an die ganzen Sonderausgaben, sogar von Spiegel und Co., und dementsprechend nehmen viele die Jubiläumsfilme dann wohl etwas wohlwollender wahr.

    Ich habt wohl recht. Aber verstehen tue ich es trotzdem nicht 🤷. Ich erinnere mich hingegen noch an den Hype 1995 im Zusammenhang mit GF. Das war dann schon berechtigt - schliesslich ist da die schon fast tot geglaubte Franchise nach über sechs Jahr endlich wieder zum Leben erwacht :thumbup:. Kommt hinzu, dass es damals wirklich eine Zwangspause war, für die die Macher nichts konnten und eine "wir sind so gut, brauchen aber nun viel Zeit um neue Ideen zu finden, wie wir das Vermächtnis weiter demontieren können" :thumbdown:.


    Übringens grad realisiert: Seit NTTD sind auch schon wieder mehr als 4 Jahre vergangen... Und das, obwohl der Start von NTTD aus bekannten Gründen ja mehrfach verschoben wurde. Ist wohl auch eine Taktik: Nur alle Jubeljahre mal ein neuer Bond-Film - so kann dann auch jeder Beitrag entsprechend zelebriert und gehypt werden :rolleyes:

    "IPVE" - muss ich mir merken :D !

    Warum der Film nach wie vor bei vielen Fans, vor allem aber Gelegenheitsfans und Normalos so einen guten Ruf genießt, ist und bleibt mir ein Rätsel.

    Ich habe mich auch gefragt, ob ich mit meiner Meinung zu SF alleine dastehe 🤷. Der Film hat ja hier im Forum zumindest einige "Unterstützer". Aber nachdem ich Eure neuerlichen Beiträge gelesen habe, bin ich doch beruhigt ;).


    Ist es das Jubiläum?

    Das mit dem Jubiläum halte ich eh' für überbewertet. Auch schon zehn Jahre zuvor bei DAD. Warum denn bitte soll ein Film besonders gut sein, weil es die Reihe nun seit einer runden Jahreszahl gibt :rolleyes: ? Und ich denke auch nicht, dass das beim Gelegenheitsgucker zieht. "Hey Mann, Bond-Filme gibt's jetzt seit 50 Jahren. Ich schaue sonst nie Bond-Filme im Kono, aber wenn das so ist, ändere ich nun meine Meinung!" :wacko:.


    das ganze Setting mit dem Modigliani-Bild (das dann in SP nochmal auftaucht)

    Sorry - was war da(s) schon wieder? Ich weiss, ich hab das hier mal gelesen, aber leider offenbar wieder vergessen... oder verdrängt :S

    Fragen über Fragen ;) . Und alles berechtigt und möglicherweise ein Hinweis darauf, dass CR doch nicht so "perfekt" ist, wie man gemeint hat. Ich stimme Dir aber zu:

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    Bleibt ein sehr guter Film

    Dennoch ist die Rewatchability bei mir nicht sonderlich hoch. Der Wow-Effekt, den ich damals - vor ziemlich genau 19 Jahren - bei der Erstsichtung im Kino hatte, ist weg. Obwohl dieser Effekt grad nach dem für mich unterirdischen DAD (auch diesbezüglich habe ich meine Meinung ja etwas revidiert) damals voll und ganz berechtigt war. Aber was mit/ab SF kam und das Wissen darum, dass Craig, der eben in CR seinen Einstand feierte, dafür massgeblich mitverantwortlich war, hinterlässt bei mir mittlerweile auch einen schalen Nachgeschmack. Schade drum.


    Zu Solange (siehe Diskussion mit Martin und Django im SF-Thread): Nach der erneuten Sichtung finde ich eigentlich nicht, dass er sich bei ihrem Tod kalt verhält.

    Ich finde das wie Du auch wesentlich weniger schlimm als das mit Séverine in SF. In CR geht das mit Solange noch halbwegs durch mit dem Begründung, dass Bond da eben ein völliger Rookie war und deswegen auch Fehler macht. In SF hätte er es aber besser wissen und machen müssen...

    Und selbst wenn: (Warum) muss man das zeigen :thumbdown: ?


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    Ah, ich seh grade, ich habe Solange mit Bérénice verwechselt...Inhalt bleibt aber gleich :P

    Ich offenbar auch... mit demselben Ergebnis wie bei Dir ;):S

    Passt zum Umgang mit dem Tod von Matthis.

    Wobei ich das im Vergleich noch weniger schlimm finde. Bei Solange hätte Bond noch etwas tun können (müssen!), um sie zu retten, bei Mathis nicht. Trotzdem finde ich auch diese Szene daneben. Obwohl ich QoS insgesamt im Vergleich zu den folgenden Filme noch recht gut finde. Mir kommt es so vor, als seien die Macher der Ansicht, müsse man Bond zuweilen als "Ar***l*ch" oder als versoffenen Versager zeigen, damit er menschlicher wirkt als seine souveränen Vorgänger :wacko:

    Das wirkt letztlich soziopathischer und auch misogyner als Connery jemals war. Mich wundert es immer wieder, wenn viele Fans das so nahe an Flemings Bond finden.

    Ich denke, genau deswegen. So nach dem Motto: Der Connery/Moore/Brosnan-Bond wird so als ohne Makel und Fehler dargestellt - das ist ja völlig unrealistisch. Der Craig-Bond hingegen zeigt Gefühle, hat Fehler noch und noch und ist am Schluss doch der siegreiche Held. Also muss er sicher auch näher am Fleming-Bond sein.


    Einfach damit's klar ist: Ich teile diese Ansicht nicht. Und die meisten "Siege" des craigschen Bonds sind schlussendlich nichts weiter als Pyrrhussiege: M tot in SF, Blofeld "nur" verhaftet in SP und was in NTTD geschah, muss ich wohl hier nicht erwähnen. Und in SF, SP und NTTD war schlussendlich stets das Unvermögen des MI6 die Ursache der Bedrohung. Wobei Bond hier oft nicht hilfreich war. Und noch schlimmer: Er war es wohl - wenn auch nicht mit Absicht - der Oberhauser in SF zu Blofeld gemacht hat. Und hat damit seine Nemesis sozusagen selber geschaffen.

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    Witzig auch, daß Pierce hier schon all die kleinen Marotten zeigt, die er dann auch in den Bondfilmen zeigte.

    Und das wären? ;)


    Kenne den Film bisher nicht. Interessant, was es so alles gab/gibt :/

    Vielen Dank - das hast Du sehr treffend formuliert!

    Wie gehts euch mit SF?

    Ziemlich genau wie Dir. Für mich der wohl am meisten überbewertete Bond-Film überhaupt. Während man z.B. bei SP zumindest noch sagen kann "Wenn dies und jenes nicht wäre, wäre der Film eigentlich halbwegs annehmbar", stimmt SF für mich schon vom Grundtenor nicht. Und das zieht sich dann leider durch den ganzen Film :thumbdown: .


    Aber ist er ein guter Bondfilm? Definitiv nein! Ich weiß nicht mal, ob er für mich überhaupt ein Bondfilm ist.....

    Besser könnte ich es nicht auf den Punkt bringen :prost:

    Die Diskussion hier hat mich gerade inspiriert, mal wieder in meinem Coffee Table Book "James Bond - 50 Years of Movie Posters" zu blättern. Schon genial, was es da alles gab und wie sich auch die Versionen nach Ländern unterschieden.


    Edit: Eigentlich hätte ich hier gerne ein Bild des Buchs gezeigt, aber irgendwie habe ich beim Upload (Verlinkung über externen Hoster war mein Plan) versagt. Wie geht das bzw. was ist der geeignete Thread, um solche Fragen zu stellen bzw. beantwortet zu kriegen?

    Für mich war das beim ersten Mal im Kino tatsächlich der erste richtig große WTF-Moment, als Cleese mit dem Bein an der Kamera des Autos vorbeigeht. Der unsichtbare Aston ist aus heutiger Sicht tatsächlich nicht mehr der Haupt-Störfaktor im Film, aber ich hatte hier zum ersten Mal das Gefühl, daß diese feine Grenze zwischen Science-Fact und Science-Fiction hier krass überschritten wurde.

    Das ging mir damals genauso. Und das war das erste Mal, als ich ernsthaft die Option in Erwägung gezogen habe, die Kino vorzeitig zu verlassen. Denn das war so eine Nocturne-Vorstellung und nach Mitternacht war die Option heim ins Bett zu gehen in Anbetracht des Gebotenen nicht ohne Reiz ;)

    Och... ich hab's ja schon mehrfach hier geschrieben. DAD war bei mir lange zuunterst auf meiner Bestenliste. Mittlerweile (leider) nicht mehr. Ich war zwar regelrecht schockiert als ich den Film damals im Kino gesehen habe... Bonds unrühmliche Gefangenschaft in Nordkorea, der Vanish, das ewige Eis... alles einfach schrecklich und nicht mal die erste Hälfte fand ich akzeptabel. Nach dem Trauma der letzten ca. 3 Bond-Filme hat DAD für mich aber doch - und das hätte ich nie gedacht - die rote Laterne deutlich hinter sich gelassen. Klar: Der Film ist misslungen, peinlich und es ist kein guter Bond-Film. Aber: Er versucht zumindest, sich dem klassischen Bond-Schema anzubiedern: Over the top, Bond immer cool drauf, Happy End gibt's auch. Das mit der CGI ist mir auch nie negativ aufgefallen - immer noch das kleinere Übel als die trashigen sichtbar vor Leinwand gedrehten Szenen der 60er, 70er und 80er. Diesbezüglich passt DAD schon. Und selbst mit dem unsichtbaren Aston Martin kann ich mittlerweile leben, denn mittlerweile wirkt selbst der nicht mehr ganz so unrealistisch wie vor 23 Jahren. Auch frage ich mich, wie z.B. ein MR bei mir "eingefahren" wäre, wenn ich ca. 20 alter wäre und den damals im Kino gesehen hätte. Vermutlich etwa ähnlich schräg wie DAD im Dezember 2002. Der Unterschied zu damals: Leider hatte Pierce keine Gelegenheit mehr, noch einen (oder auch mehr) "geerdeten" und würdigen Bond-Film zu seinem Abschluss zu drehen. Fies! Grad wenn man bedenkt, dass Daniel Craig sich durchsetzen konnte und Bond am Ende sterben lassen durfte :thumbdown:

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    Dazu kommt auch, daß es heute viel verbreiteter ist, sich Plakate von Kultfilmen in die Wohnung oder ins Büro zu hängen. Deshalb glaube ich schon, daß ein Film auch heute noch von einem guten Plakat profitieren würde.

    Habe auch ein paar (wobei jetzt nicht alles 1:1 Filmplakate sind). Bei mir ist es aber so, dass das Plakat eher vom Film profitiert :S . Denn ich würde mir ja nicht ein Plakat von einem Film aufhängen, den ich Müll finde oder gar nicht kenne ;) . Aber auch bei mir ist es so, dass mir die Plakate von einst besser gefallen als die der neueren Zeit.

    Ich finde auch, dass sie in TND und TWINE fantastisch aussieht! :love:

    Ja, mit Samantha Bond habe die Verantwortlichen eine gute Wahl getroffen. Obwohl ich mich outen muss, dass ich Caroline Bliss auch recht niedlich fand. Damit stehe ich wohl eher alleine da ;)

    Da ist für mich der Fall klar ;) . Bei Unterwasserszenen fehlt mir einfach der Drive.


    Der "bessere" Q: Ben Whishaw oder John Cleese?