Posts by Django

    18. DIE ANOTHER DAY....da ist er. Ja, Zeit heilt ein wenig.

    Ja, das tut sie. Und was ich nie gedachte hätte ist bei nach den letzten Craig-Filmen auch eingetreten: Plötzlich beurteile ich DAD gar nicht mehr sooooo schlecht. Zumindest bringt er trotz allem einiges an Bond-Feeling rüber :)

    sondern auch durch die hervorragende audiovisuelle Gestaltung.

    Ja, das macht viel aus. So etwa auch gerade die kongeniale musikalische Untermalung der von mir oben erwähnten TB-Szene :love: .


    Und noch eine Ergänzung zur Voodoo-Laden-Szene in LALD: Während heute Harlem sozusagen schon eine Touristenattraktion ist und ein Besuch dort - zumindest tagsüber - völlig "ungefährlich", so war das vor rund 50 Jahren definitiv anders :D

    Eine gute Idee :) (obwohl ich jetzt die Diskussionen im Debilitäts-Thread so schlimm nicht fand... schliesslich waren sich alle einigermassen einig, dass sie mit den Entwicklungen der Bond-Filme in letzter Zeit nicht glücklich sind ;) ).


    Wegen der bondigsten Momente so kommen mir spontan fürs erste folgende Szenen in den Sinn:

    GF: Die ganze PTS. Bond ist einfach eine coole Sau 8)

    TB: Bonds Flucht vor Fiona und ihren Schergen im Junkanoo sowie die der anschliessende Showdown in dem Lokal. So muss für mich eine Verfolgungsszene sein: Man spürt, dass Bond in grosser Gefahr ist, ohne dass es ein endloses Rumgeballere gibt und sich die Gegner zombiemässig ständig "vermehren". Als Zuschauer kann man das Geschehen überschauen. Und Bond rettet sich mit Mut und Cleverness.

    LALD: Bond, wie er in Harlem arschcool und voll den Engländer raushängend diesen Voodoo-Laden besucht. Einfach herrlich

    FYEO: Die Verfolgungsjagd mit der Ente. Da ist Drive drin, da ist Action drin, da ist Humor drin

    TLD: Die Flucht mit dem Aston Martin aus der Tschechoslowakei (ja, ich mag Auto-Verfolgungsjagden)

    TWINE: Die (laaaange) PTS. Fast so cool wie jene von GF

    Das einzig ernsthaft Problematische, was ich dabei sehe ist, dass der Zeitraum, in dem diese Geschichte erzählt wurde, so lange war.


    Das ist echt ein Problem. Wäre der Zweijahresrhythmus - wie er bis 1989 und teilweise auch danach noch - weiter eingehalten worden, hätten wir die Craig-Ära mit 5 Filmen 2014 hinter uns gehabt. Zudem habe ich auch das Gefühl, dass ein eher kurzer Abstand zwischen den Filmen diesen eher gut tut als schaden. Je länger sich die Macher Zeit nehmen, desto grösser die Gefahr, dass sie schwachsinnige Ideen entwickeln :S .

    Dementsprechend würde ich es aber auch begrüßen, wenn es mit einem nun anstehenden Schauspielerwechsel auch wieder etwas Neues/Anderes probiert wird, was gerne auch wieder etwas "klassischer" sein darf.


    Das würde ich auch sehr begrüssen. Leider mache ich mir da jetzt nicht allzu grosse Hoffnungen...


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    Das macht das Leben glaube ich echt einfacher.


    Und keine Sorge: Ich habe keine schlaflosen Nächte und es verursacht bei mir auch keine Depressionen, weil sich die Bond-Reihe in eine Richtung entwickelt hat, die mir nicht zusagt ;) . Aber ich finde, wenn man schon mitdiskutiert, dann darf das durchaus auch mal mit ggf. etwas übertriebener Leidenschaft und "Feuer" sein :D


    Und was vermutlich sogar alle Craig Bonds betrifft: Wäre alle Bond-Filme seit 1962 in diesem Stile gewesen... Abgesehen davon, dass ich nicht glaube, dass es die Franchise lange gemacht hätte - so hätte mich das nicht richtig anfixen können. Ich wäre nie ein Bond-Fan geworden :(

    Zur Zeit ist es einfach so, dass ich auf Craig allgemein keinen Bock habe. Kann man kindisch finden, ist aber so. Vielleicht ändert es sich auch mal wieder. Seltsamerweise hat auch die Brosnan-Ära wieder gewonnen.


    Geht mir genauso. Die (meistens) Brosnan-Bonds sind zwar alles andere als perfekt, zum Teil zu gezwungen, habe ihre Schwächen. Aber: Sie sind noch durch und durch Bond wie man es kannte. Klar - Bond Anno 1995 musste anders/moderner daher kommen als 1965. Aber die Bond-DNA war grundsätzlich noch erkennbar.


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    Wunderbar zusammengefasst!


    Dem schliesse ich mich an :thumbup: !


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    Klar, kann man anzweifeln. Dann frage ich mich allerdings schon, warum er so etwas behauptet.


    Wenn's wirklich so war, würde dies das ganze Geplänkel im Vorfeld zu NTTD mit Craigs "Ich mache keinen weiteren Bond-Film mehr! Niemals!" ja erst recht ad absurdum führen. Denn er musste diesen weiteren Film ja machen, um sein Ende" verwirklichen zu können. Obwohl es mir (und wohl den meisten hier) mehr als recht gewesen wäre, wenn Craig nach SP tatsächlich ausgestiegen wäre, so zeigt das doch, wie sehr wir hier verar***t werden. Da wird mit einem non-binären, schwarzen und was-weiss-ich Bonddarsteller gedroht, um dann Craig als Retter der Serie präsentieren zu können X( .


    PS und um zu eigentlichen Thema zurückzukommen: Bei allen Bond-Filmen, die ich im Kino sah, hatte ich drei Mal das Gefühl, im falschen Film zu sein. Da kam was, das so debil war, dass ich nur noch ungläubig dachte "Leute, das kann doch nicht Euer Ernst sein? Bitte sagt mir, dass das nicht wahr ist!" und mir tatsächlich gewünscht habe, dass dies nur eine "Traumsequenz" war:
    1. Als der Aston Martin Vanish in DAD "erschien". Stört mich heute immer noch, aber weit weniger als damals. Liegt vielleicht auch daran, dass in diesem Bereich tatsächlich grosse Fortschritte gemacht wurden und diese Tarntechnik nicht mehr ganz so extrem Science Fiction-mässig wirkt wie noch vor 20 Jahren.
    2. Als sich Blofeld in SP als Bonds Halbbruder zu erkennen gibt. Darüber werde ich nie hinweg sehen können. Und als ob damit nicht genug wäre...:
    3. Als Blofeld im selben Film dann noch behauptet "Das war alles ich, James" und damit auch noch die vorangehenden drei Filme geschändet wurden :vogel:


    Fairerweise muss ich auch sagen, dass ich ein solches Erlebnis bei NTTD nicht hatte. Vielleicht war ich einfach schon zu abgehärtet (man kann es auch traumatisiert nennen), dass mich nichts mehr erschüttern konnte. Und da ja so ein Voll-Honk Bonds Ableben in NTTD hier gespoilert hat, bevor ich den Film das erste Mal sah, kann ich die Wirkung/¨Überraschung dieser Szene nicht wirklich beurteilen. Dennoch: Da sie erst am Ende des Films stattfindet (sowie auch Tracys Tod in OHMSS), kann ich damit wohl trotz allem besser leben als zumindest mit den beiden No-Gos in SP :ka: .

    Das ist eine sehr interessante Theorie! Wie Du richtig schreibst, war das von den Machern so wohl nicht beabsichtigt... aber ich hätte nix dagegen, wenn der nächste Bond (gefühlt) an die PTS aus SF anknüpfen würde, wie wenn dazwischen nie was gewesen wäre. Etwas Ähnliches - wenn auch in sehr abgeschwächter Form - gab's ja auch schon bei FYEO. Auch hier kann man wenn man möchte die PTS so interpretieren, als würde diese direkt auf OHMSS folgen.

    Danke fürs Teilhaben an Deinen schönen Erinnerungen :) .


    Meinen Namen als "Bondist" machte ich mir Mitte der 1990er (da passte es auch gut, dass 1995 nach langer Zeit endlich wieder mal ein neuer Bond-Film in die Kinos kam). Und noch heute werde ich von den Leuten, die ich von damals kenne (aus der Schule etc.) darauf angesprochen. Und klar: Eines unserer Meerschweinchen heisst "James" :thumbup:

    Eben :prost:


    Und gewisse Parallelen zwischen SF und GF sind - abgesehen davon, dass es sich um die jeweils dritten Filme eines Darstellers handelte - sind nicht von der Hand zu weisen. Beide Filme weichen stilistisch deutlich von den beiden Vorgängern ab und bringen neue Elemente in die Sache (ob man das nun gut findet oder nicht). Beide sind zudem eher Zirkus als Theater (um's mal so zu beschreiben). Aber während die Serie nach GF mit TB wieder eher zum Stil der beiden ersten Filme zurückkehrte, geriet sie nach SF völlig aus der Bahn. Doch dafür kann SF nun wirklich nichts.

    Eine sehr treffende "Zusammenfassung" der Macherabsichten bei den jeweiligen Filmen :thumbup:


    Und ja: Auch ich denke nicht, dass zum Zeitpunkt von CR irgendeine Art von Strategie vorlag, wie sich die Reihe weiter entwickeln sollte. Und dass man sich von Film zu Film hangelt - das war doch schon immer so - selbst als es im Abspann jeweils noch hiess "James Bond will return in '...' ". War und ist ja auch nicht schlimm, zumal das den Machern auch die Gelegenheit gab, Kurskorrekturen vorzunehmen. Aber wenn man drei bis fünf Jahre Zeit braucht für einen neuen Film und einem dabei nichts Besseres einfällt, als die "schlechten" Ideen weiterzuspinnen, mit noch schlechteren Ideen zu ergänzen und die Serie auf ein Himmelfahrtskommando zu senden, dann fragt man sich schon :vogel: .


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    Oder besser: wenn er irgendwann in der Zwangspause nach QOS ausgestiegen wäre, um sein Ego an anderer Stelle walten zu lassen? Hätte „seinem“ Bond bis dahin irgendwas gefehlt? Nein, bis dahin war das Reboot eine runde Sache und in sich weitgehend schlüssig.


    Genau: Craigs erste zwei Filme funktionieren soweit gut. Und auch wenn mir SF nicht sonderlich gefällt, so macht er doch nichts kaputt.... im Gegensatz zu den beiden folgenden Filmen. Wobei ich mich immer noch frage, welchen der beiden ich diesbezüglich schlimmer finde. Ich denke, es ist SP. Anyway: Wäre Craig nach QoS abgesprungen, so hätte man sich wie nach den beiden Dalton-Filmen mit einem neuen Darsteller wieder auf die alten Werte und Traditionen besinnen können. Oder aber, es wäre alles noch schlimmer gekommen :S

    Eigentlich fehlt mir die Lust, es ständig zu wiederholen, aber seis drum:


    Ich will Dir ja nicht Deine Freude an SF verderben und verstehe auch Deine Argumentation. Schön, dass Dir SF zusagt. Bei mir ist das leider nicht der Fall. Und zwar, seit ich diesen Film Ende 2012 erstmals im Kino sah. Das liegt vielleicht auch an meiner Enttäuschung: Nach dem für mich anfänglich grandiosen CR und dem zwar leicht "unfertig" wirkenden, aber rückblickend durchaus gelungenen QoS hoffte ich, dass auch Craig mit seinem dritten Film endgültig seinen Stil finden würde, sein Bond "erwachsen" wird. Ich hoffte auf ein ikonisches Werk... und SF versagte hier bei mir leider kläglich. Auf das hatte ich vier Jahre warten müssen? Wobei ich sagen muss, dass SF bei mir wohl besser wegkommen würde, wenn in SP dann nicht alles noch schlimmer gemacht worden wäre. Denn diese "Das war alles ich"-Sache schändete ja nicht nur CR und QoS, sondern genauso auch SF. Hätte man mit SP die Quantum-Story vernünftig(!) weitergeführt und ggf. gar zum Abschluss gebracht, so würde ich SF als "Solitär" besser akzeptieren können (ähnlich wie auf seine Art GF bei Connery. Dieser Film weicht ja vom Stil her und auch wegen der Abwesenheit von SPECTRE doch ziemlich von den beiden vorangehenden und vom nachfolgenden Werk ab).


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    Für mich ist das etwas krass ausgedrückt ähnlich, wie wenn man ein Tier nur deshalb füttert und pflegt, weil man es irgendwann schlachten will.


    Besser kann man es leider nicht beschreiben ;( !


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    der sollte sich mal ganz nüchtern fragen, wie ein "Goldfinger" noch bestehen soll, nachdem sieben Jahre später der gleiche Regisseur mit "Diamantenfieber" etwas diametral entgegengesetztes geschaffen hatte!


    Klar ist DAF trashiger Schwachsinn (und das vermutlich sogar "gewollt"). Auch YOLT zuvor ist - wenn auch auf eine andere Weise - Schwachsinn. Na und? Diese Werke haben weder Schande über ihre Vorgänger gebracht, noch haben sie ein "Weitermachen wie wenn nichts gewesen wäre" verhindert. Man stelle sich DAF mal 50 Jahre später vor: Da hätte sich wahrscheinlich gezeigt, dass Tracys Tod in OHMSS nur vorgetäuscht war, damit sie danach ungestört mit Blofeld rummachen und einen teuflischen Racheplan gegen Bond ausarbeiten kann. Weil sie Bond eigentlich hasst... warum auch immer. Oder weil eigentlich sie und nicht Blofeld der Kopf von SPECTRE schon immer gewesen ist. Und natürlich auch der Boss von Goldfinger :bleah:

    Fakt ist, dass SP - für Craig-Verhältnisse - durchaus vieles richtig macht und in vielen Punkten sogar besser ist als SF. Aber eben - handkehrum ist SP auch jeder Film, bei dem der Vorschlaghammer beiseite gelegt und stattdessen endgültig die Abrissbirne hervorgeholt wurde.


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    Ich frage mich aber, ob ein solcher Bond heutzutage beim Mainstream noch eine Chance hätte? So bitter es für uns klingt, der Erfolg an den Kinokassen gibt den Machern vollkommen recht, denn OHMSS und LTK waren diesbezüglich ja leider Flops.


    Einfach nicht so erfolgreich wie auch schon. Für mich ist das - vor allem im Falle von OHMSS - vor allem auf die Darsteller zurückzuführen. Und rückblickend ist es ein Wunder, dass die Franchise mit OHMSS nicht bereits endgültig gescheiter ist. Denn: Die Luft war bereits mit YOLT zu einem grossen Teil raus aus der Serie... und dann kam noch ein neuer Darsteller. Das war schon eine Zäsur. Zudem sind ja die Craig-Bonds ja noch weit mehr "anders" (im Vergleich zu den Vorangehenden Filmen) als LTK und OHMMS und sind trotzdem und obwohl Craig jetzt auch nicht so der Frauenschwarm ist (die Frauen, die ich kenne, kommt jedenfalls grösstenteils nicht grad ins Schmachten wegen ihm). Daher wage ich die These, dass die Craig-Filme nicht so erfolgreich waren, weil sie "anders" sind, sondern trotzdem. Von daher bin ich sicher, dass auch heute noch ein "Old School-Bond" mindestens genau ziehen würde wie die (letzten) Craig-Filme.


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    Die Schwäche der letzten drei Bondfilme sind nicht die inszenatorischen Fähigkeiten, sondern klipp und klar die Drehbücher.


    Volle Zustimmung!


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    Aber in DAD ist ihm doch schon Ähnliches widerfahren [...]. Anstelle der Flasche wie in SF ergreift er hier aber augenblicklich die Initiative, die mit dem Betreten der Hotellobby in einen der stärksten Bondauftritten überhaupt mündet. Genau das ist Bond, James Bond. Und diesen Charakterzug vermisse ich in SF.


    Auch in DAD mochte ich Bonds "Wegsein" nie. Das passt für mich einfach nicht zu Bond. Aber ich gebe Dir Recht: Wenn schon, dann sollte man das so lösen wie in DAD und nicht so wie in SF. Denn:
    Zumindest der Film-Bond ist ein "Held", eine coole Sau, ein Womanizer der immer obenauf geht, sich immer hochkämpft, niemals aufgibt und aus jeder Situation das beste macht. Einer, der sich nicht unterkriegen lässt, an sich glaubt und sich nicht aufgibt. Klar, er darf auch mal richtig wütend sein, muss mitunter schlimme Sachen erdulden - aber er ist kein dauernd zweifelnder, gebrochener Antiheld, der bestenfalls durch Dusel weiterkommt.


    So, das war's mal fürs Erste ;)

    In seinen guten Szenen, und die hat er ohne Zweifel, versprüht er sogar mehr Bondfeeling als so mancher spätere Film.


    Definitiv... Insbesondere ach der Craig-Ära muss man attestieren, dass es DAD nicht an klassischem Bond-Feeling mangelt. Vor allem ist Bonds Charakter noch "typisch" Bond. Nicht allzu entfernt vom der "durchschnittlichen" Charakterisierung der 40 Jahre zuvor.

    Vielleicht ein Grund für vorsichtige Hoffnung. Grundsätzlich gilt hier wohl die alte Connery-Weisheit "Sag niemals nie".


    Oh ja - wer weiss.


    Auch ich habe nach DAD übrigens eine Änderung herbeigesehnt und fand CR dann richtig gut. Ich schreibe bewusst "Änderung" - ich brauchte keine Stiländerung wie sie dann mit CR vollzogen wurde, sondern lediglich weniger Schwachsinn als in DAD. Evolution statt Revolution wäre mir im Nachhinein wesentlich lieber gewesen :S . Denn unter dem ganzen Trash war selbst DAD noch ein mehr oder weniger "klassischer" Bond-Film... mehr als alle Craig-Bonds zusammen!

    Ja, bei den Filmen: Das letzte Meisterwerk war TWINE vor 23 Jahren, das letzte Beinahe-Meisterwerk QoS vor 14 Jahren.


    Ich weiss jetzt nicht, ob für mich TWINE ein wirkliches Meisterwerk ist oder QoS ein Beinahe-Meisterwerk... Fakt ist aber, dass ich TWINE einen sehr starken Bond-Film finde (irgendwo im oberen Drittel angesiedelt) und mit Abstand Brosnans besten. Und QoS ist wohl tatsächlich der "klassischste" Film der Craig-Ära.


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    weil ich das mit den 12 bis 17 Jahren seit dem letzten "Kracher", worauf du dich unter meinen Aussagen bezogest, zuvor auf den "interaktiven" Bereich bezogen hatte


    Den interaktiven Bereich kenne ich nicht... und er interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht ;)


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    Nach der enttäuschenden 2. Phase, zu der ich ganz klar die Brosnan-Bonds zähle, kommt mit der 3. Phase der Restart und die damit verbundene Rückbesinnung auf die Klassiker in einem etwas moderneren Gewand.


    Hmmm... wirklich in jeder Linie überzeugen waren die Brosnan-Bond tatsächlich nicht - selbst wenn man DAD ausnimmt. Aber mittlerweile beurteile ich diese Filme wesentlich milder als noch vor 10 Jahren. Denn seien wir ehrlich: Unterhalten tun sie gut, sie sind mehr oder weniger "klassische" Bonds mit allen Elementen, die man erwarten darf (und ein paar neuen, die's zwar nicht braucht, die aber nicht wirklich weh tun) und vor allem haben sie die Reihe nicht pulverisiert, Dinge unwiderruflich kaputt gemacht. Zudem gab es mediokre bis sogar sehr trashige Bond-Filme ja auch schon in der Zeit vor GE - so what ;) ?


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    Ich denke da etwa an diese Strandszenen in GE, die mittels künstlicher Dramatisierung einen auf Melancholie machen, wenn Natalya darüber parliert, warum Bond alleine bliebe. Aber diese Ausrutscher sind noch akzeptabel.


    Eben: Peinlich, aber akzeptabel. Und bereits in TND waren Bond und sein "Umfeld" wieder praktisch die Alten.


    PS: Der Vergleich mit den "Die drei ???" ist sehr interessant. Leider ging diese Serie an mir vorbei, als im entsprechenden Alter war und habe somit den "Einstieg" verpasst. Bei "Die drei ???" gibt es über 200 Folgen (Bücher/Hörspiele) und es kommen laufend weitere dazu. Somit sind das mehrere Neuerscheinungen pro Jahr. Da kann man die alten Pfade schon mal etwas verlassen, um diese dann später - wie wenn nichts gewesen wäre - wieder einzuschlagen. Bei den Bond-Filmen hingegen, wo's mittlerweile nur ca. jedes Schaltjahr einen neuen gibt, sind solche "out of character"-Experimente natürlich extrem einschneidend - insbesondere, wenn sie sich über eine ganze Ära hinziehen. Da wird's schwierig, wieder zurückzugehen :ka:


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    Und analog überlege ich auch, mit den Bondfilmen abzuschließen.


    Das wäre schade, aber verständlich. So habe ich zum Beispiel auch mit einigen Bands mehr oder weniger abgeschlossen, die zwar vor 20, 30 oder mehr Jahren hervorragende Sachen gemacht haben, die aber seither nicht mehr rausgebracht haben, das mir gefällt - das mich ankickt. Und die's auch live nicht mehr wirklich bringen :(

    Also nach Die Welt ist nicht genug und 007 Racing gefiel dir kein Telespiel mehr ?


    Ich weiss zwar nicht, was Du mit "007 Racing Racing" meinst, aber - ja: TWINE ist für mich der bisher (und wohl für immer) letzte, klassische und überzeugende Bond-Film. Alles was danach kam, war entweder total "daneben" (DAD) oder eben nicht mehr klassisch (eigentlich alle Craig-Filme) oder beides. Was nicht heissen will, dass es auch danach noch gute Momente gab. Aber für mich endete die Ära der "schönen" Bond-Filme ziemlich genau im Jahr 2000.

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    und der letzte richtige Kracher liegt sogar schon 12 bis 17 Jahre zurück.


    Nach meiner Zählweise sind's sogar 22 Jahre ;) . Klar: CR '06 war wirklich ein Kracher. So fand ich das damals... und "gut" ist der Film (selbst für einen Bond-Film). Aber heute sehe ich CR leider nicht mehr so positiv. Denn mit diesem Film wurde die Abrissbirne gestartet, die dann irgendwann völlig ausser Kontrolle geriet. Ich frage mich zudem, wie sich die Sache entwickelt hätte, wäre DAD ein "besserer" Film geworden. Dann hätte Brosnan vermutlich noch einen weiteren Bond-Film gemacht und wenn auch der einigermassen passabel ausgefallen wäre, hätte sich ein kompromissloses Reboot nicht aufgedrängt. Vielleicht. Vielleicht wäre trotzdem genauso gekommen, wie's jetzt ist...

    Ja, das kann schon sein. Manchmal frage ich mich schon, weshalb ich mir das noch antue. Das Label "James Bond" stand mal für Exklusivität, für absoluten Kult. Und heute? Irgendwie 08/15-Ware... Handwerklich gut gemachte Filme, aber all das, was Bond wirklich(!) ausgemacht hat, ist weg ;(