Posts by Django

    Dem stimme ich zu: DN ist ein unterhaltsamer Film und ein sehr guter Erstling (wobei es wohl keine weiteren EON-Bonds gegeben hätte, wäre DN nicht so gut gewesen). Und die (auch im Roman vorhandene) Pulp-Atmosphäre mag auch ich einfach sehr.


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    Carvers Tod

    Da wurde ich grad auf dem falschen Fuss erwischt. Kann mich echt nicht mehr erinnern, wie Carver schlussendlich das Zeitlich gesegnet hat :S . Ich erinnere mich bloss an eine vieeeeeel zu lange und monotone Schlussszene auf einem Stealth Schiff :sleeping: . Aber ansonsten muss auch ich mich als Fan des Brosnan-Bonds outen (für die teilweise mediokren Drehbücher, Regiearbeiten, Schauplätze und Dialoge kann er ja nicht viel)

    Gerüchte um die Handlung und erste Testvorführungen lassen leider nicht so Gutes erahnen.

    Ich kenne diese Gerüchte (noch) nicht und werde mich wohl einfach mal überraschen lassen :) . Nach den letzten Bond-Filmen habe ich mittlerweile leider eine diesbezüglich eine recht dicke Haut gekriegt X/ . Jedoch finde ich den Trailer von der Stimmung her recht "düster" - zumindest für einen Indy-Film :/

    Meine Güte. Kannte den Film nicht bzw. nur vom Namen her. Habe daher auf Wikipedia mal die Handlungszusammenfassung gelesen... das ist ja wirklich so dermassen grottig, dass man sich fragen muss, ob die Macher da noch alle Tassen im Schrank hatten. Ganz übel finde ich vor allem, dass mit diesem Film auch der eigentlich gute Vorgänger "umgeschrieben" wird. Ein absolutes No-Go! Das ist ja noch schlimmer als die ganze "das war alles ich"-Sache in SP :thumbdown:

    Meine Watchlist hat diverse Lücken (wenn Ihr wüsstet, welche und die gross die sind, würdet Ihr mich wahrscheinlich des Forums verweisen :P ), so dass ich hier leider nicht vollumfänglich mitdiskutieren kann. Viele der genannten Filme kenne ich nicht beziehungsweise nur dem Namen nach (vor allem jene aus der Zeit vor 1960). Und auch bei den Filmen der letzten etwa 10 Jahre bin ich sehr Lückenhaft unterwegs... irgendwie hat sich mein Interesse daran, neue Filme kennenzulernen stark gelegt. Keine Ahnung, warum.


    Dennoch ein paar Anmerkungen zu Euren sehr interessanten und umfangreichen Posts:

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    The Godfather ist allerdings eins dieser Werke, dessen Qualität ich immer nur theoretisch und mit sehr viel mehr Respekt als Liebe wahrgenommen habe. Die allgemeine Faszination für Filme über Psychopathen-Familien habe ich ehrlich gesagt nie so ganz nachvollziehen können, weshalb auch Filme wie GoodFellas oder Heat in der Liste fehlen, und mir bei Scorsese eher die untypischeren Sachen wie Shutter Island gefallen.

    "Der Pate" gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen und ja - ich kann den auch tatsächlich auch immer wieder angucken (das war zudem wohl der einzige Film, bei dem ich vor ca. 12 Jahren sogar die Kommentare des Regisseurs reingezogen habe). Für mich schlicht Kult. Ganz anders "GoodFellas": Da sind wirklich alle Protagonisten dermassen unsympathisch und tatsächlich "psychopathische Gewalttäter" - das muss ich mir jetzt auch nicht allzu oft antun.


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    Ich glaube jeder von uns kann auch Filmklassiker benennen, die einen nie persönlich so faszinierten oder nahe standen, wie man es aufgrund des popkulturellen oder kommerziellen Echo das ihnen wiederfuhr vermuten würde. So kann das gefühlt 'ewige' Glorrifizieren der Allgemeinheit von den entsprechenden Werken dann auch einen recht nervigen Beigeschmack bekommen, da die persönliche Antwort ja lautet: Not really my cup of tea.

    Auch ich kenne/habe solche Filme. Wäre vielleicht sogar mal einen eigenen Thread wert.

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    und [trotz des grottigen Teils 4] Indiana Jones

    Auch für mich wohl der bisher schwächste Teil der Reihe. Dennoch möchte ich diesen Film keinesfalls missen. Er hat ein paar wirklich hervorragende Momente und trotz einiger Schwächen vermag er das nicht zu tun, was zumindest einige Beiträge der Filmreihe, nach der dieses Forum hier benannt ist, vollbracht haben: DAs Erbe und die Tradition zu zerstören. In diesem Sinne: Ich freue mich auf Indy 5, da Indy bisher immer Indy geblieben ist. Mal besser, mal schlechter, aber nie frevlerisch

    Auch hier im Forum wurde ja diese abergläubische Naivität von Quarrel und Honey betreffend des Drachens schon kritisiert. Aber nicht aus "Woke-Günden", sondern weil's aus heutiger Sicht einfach lächerlich und unglaubwürdig wirkt. Wie vieles Andere auch. Und es stimmt schon: Das wohl Unethischste in DN ist die Szene, in der er den mittlerweile wehrlosen Dent abknallt. Wurde damals (und auch noch viele Jahre später) kritisiert - heute hingegen interssiert diese Szene keine Sau mehr, weil da in DN ja angeblich noch viel "unkorrektere" Dinge passieren X(

    Habe noch was zum Thema "60 Jahre DN" gefunden. Der Beitrag hat nicht unrecht, dass gewisse Szenen aus DN trotzdem heute gar nicht mehr gehen ... man kann allerdings gewisse Sachen auch übertreiben. Seien wir ehrlich: Die James Bond-Filme wurden auch gerade deswegen zum Erfolg, weil sie eben voller Klischees und politisch inkorrekt waren. Weil man damals (sogar bis knapp Anfang des aktuellen Jahrtausends) Filme machen wollte, die in erster Linie die beste Unterhaltung der binären Zuschauer zum Ziel hatten. Und daran sehe ich auch heute noch nichts Verwerfliches.

    60 Jahre Bondfilm – wie rassistisch und sexistisch ist «Dr. No»? (watson.ch)

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    Pirerce ist ein bewundernswert höflicher Mensch, doch die Botschaft könnte klarer nicht sein.

    Wobei da eventuell auch noch etwas Groll mitschwingt, dass Pierce nach DAD mehr oder weniger "grundlos" vorzeitig abgesägt wurde. Sowas gab's ja zuvor in der Bon-Geschichte (der Abgang von George beruhte wohl zumindest einigermassen auf Gegenseitigkeit). Und dass ausgerechnet er durch einen Darsteller ersetzt wurde, der sich offenbar alles erlauben konnte bzw. dem eben wie erwähnt jeder Wunsch erfüllt wurde. Trotzdem verstehe ich Pierce nur zu gut und Recht hat er natürlich sowieso.

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    Ich habe da eher das Gefühl, dass schönen und jungen Menschen grundsätzlich gern abgesprochen wird, als Wissenschaftler glaubwürdig zu sein.

    Genau. Und daher sind solche Kritiken wie jene von Richards' Darstellung in TWINE noch weit chauvinistischer als das, was da eigentlich kritisiert werden soll.


    Dass GE im Vergleich zu TWINE immer so viel besser wegkommt, wundert mich auch regelmäßig.

    GE war damals der erste Bond-Film nach 6 Jahren und zugleich auch das Debut eines neuen Darstellers, der extrem viele Vorschusslorbeeren erhielt. Im Gegensatz dazu war TWINE bereits wieder "Routine" - kein spezielles Ereignis mehr nachdem sich wieder ein Zweijahresrhythmus eingestellt hatte und klar war, dass das Franchise gesichert ist. Apropos: genau diese Routine wünschte ich mir in den letzten Jahren sehnlichst zurück. Dass man spürt, dass sich die Macher fragten "Wie können wir das Etablierte noch besser machen?" und nicht "Was können wir noch draufhauen und demontieren um zu schockieren?".

    die beiden ikonischen Motive Staudammsprung und Panzerfahrt und den populäreren Titelsong. Dies alles fehlt TWINE mit seinen schlichten, geradezu spartanischen, konventionell ausgeleuchteten Bildern und weitesgehend beliebigen Bildmotiven und kostet ihn verständlicher Weise somit viel an Publikumswertschätzung. ;)

    Das mit den Motiven habe ich mir so noch gar nie überlegt. Da ist definitiv was dran. Allerdings finde ich da TND noch deutlich schwächer als TWINE... graues Hamburg ist jetzt nicht gerade das, was (positiv) in Erinnerung bleibt. Die dort stattfindende Verfolgungsjagd im Parkhaus schon eher ;)

    Deshalb sind die Jahre im Geheimdienst IHRER Majestät für eine voraussichtlich sehr lange Zeit erstmal vorbei.

    Ach - bei der Pace bei der in letzter Zeit jeweils ein neuer Bond-Film rauskam, ist es doch gut möglich, dass England bis zum nächsten Bond Film wieder eine Königin hat ;)

    Oder wie sonst ist es zu erklären, dass man trotz aller Versprechungen ("Are you ready to get back to work?" - "With pleasure, M. With pleasure.") nie zu der Figur zurückgekehrt ist, die einfach nur mit weltgewandter Gelassenheit ihren Job erledigt? Dass man angeblich schon wieder alles neu erfinden muss?

    Das Schlimme dabei: Es wurde gar nicht ernsthaft versucht, zu dieser "klassischen" Figur zurückzukehren :thumbdown: . Auch in der Brosnan-Ära war schlussendlich nicht alles stilsicher und gelungen. Aber man merkte trotzdem immer, dass die Macher zumindest bemüht waren, den klassischen Bond auch in den 1990ern aufrecht zu erhalten.