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  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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181

Donnerstag, 5. März 2015, 10:11

Den Zuschauern wird halt so das Gefühl gegeben, dass sie nicht nur gute Unterhaltung gesehen haben, sondern auch etwas Tiefgründig-Intelligentes. So was zieht, denn es gibt vielen (sonst eher anspruchslosen) Kino-Vesuchern den Eindruck, sie seien "intellektuell", in dem sie den Film trotz Pseudo-Anspruch begriffen haben.

Das leuchtet ein. Pseudo-Anspruch trifft es wohl gut, ähnlich drückte ich es auch mal aus und glaube nach wie vor daran. Dennoch muss man fairerweise sagen, dass es teilweise auch "richtiger" Anspruch ist. Mutigerweise verleiht man einer für unsterblich geglaubten Kultfigur endlich wieder mehr Menschlichkeit und macht den Super-Protagonisten zum Identifikationssymbol. In der Dalton-Ära war die Welt wohl noch nicht bereit dafür. Wobei ich glaube dass es bei Craig übertrieben und überladen wirkt, daher doch Pseudo. Daniel macht das super, es geht mir eher darum wie es geschrieben ist. Zu gewollt klug durchdacht, was wiederum Authentizität raubt. Die Grundidee aus einem von Superhelden-Klischees überhäuften fiktiven Gewinner eine humane Gestalt von Fehlern und Selbstfindung zu machen ist interessant, aber die Umsetzung wirkt wie ich finde etwas erschreckend, da man merkt dass sich die Macher mit solch einem ganz und gar großem Unterfangen zu leicht überfordern können (was auch verständlich ist). Wie man dies mittelfristig lösen wird bleibt abzuwarten, ich denke dass Sam Mendes in dieser Hinsicht zu ehrgeizig mit sich selbst und der ihm gestellten Aufgabe umgeht, das führt zu Leistungsdruck und führte schlussendlich zu Skyfall...

Ob er wirklich so viel Ehrfurcht vor der Rolle eines Bondregisseurs hat? "American Beauty" finde ich herausragend!, da war er viel jünger und schien sich trotzdem nirgends übernommen zu haben, obwohl der Film zeitweise ebenfalls recht hintergründig ist.
"Loyalität bedeutet mir wesentlich mehr als Geld." - Aus des Problembeseitigers Spiegelbilde sprach die Stimme sanften Verwesens!
Bond '89 - Robert Davi

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Daniel Schweikert 1996« (5. März 2015, 10:16)


Django

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Donnerstag, 5. März 2015, 10:46

Mutigerweise verleiht man einer für unsterblich geglaubten Kultfigur endlich wieder mehr Menschlichkeit und macht den Super-Protagonisten zum Identifikationssymbol.

Also identifizieren konnte ich mit dem SF-Bond weniger als mit den meisten anderen Bonds zuvor... :whistling:

ollistone

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183

Donnerstag, 5. März 2015, 11:50

Also identifizieren konnte ich mit dem SF-Bond weniger als mit den meisten anderen Bonds zuvor... :whistling:


Als Bond nach ein paar Klimmzügen erschöpft zusammenbrach, konnte ich mich hervorragend mit ihm identifizieren. :rolleyes:
"You may be a lover but you ain't no dancer."

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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Donnerstag, 5. März 2015, 11:53





Als Bond nach ein paar Klimmzügen erschöpft zusammenbrach, konnte ich mich hervorragend mit ihm identifizieren. :rolleyes:
Ich mich auch :D
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Django

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Donnerstag, 5. März 2015, 12:21

Couch Potatoes :D

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Donnerstag, 5. März 2015, 13:45

Na, wenn ich den ganzen Kram zur Zeit hier lese, dann schätze ich mich doch glücklich in den Niederungen meiner mangelhaften Intellektualität! SF war bei mir bereits nach der ersten Sichtung recht weit oben, steht auf Rang vier und macht vorerst nicht den Eindruck, diesen zu verlassen. Ein Hochgenuss - nach wie vor!
Wenn ich mir vorstelle, über Intelligenz und Belesenheit Anderer hier zu verfügen, auf den Hochgenuss dafür aber verzichten zu müssen - das wäre wahrlich ein schlechter Tausch!
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Django

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Donnerstag, 5. März 2015, 13:54

Ich hab ja nicht gesagt, dass man den Film toll finden darf. Und schon gar nicht, dass nur geistige Tiefflieger Gefallen an SF finden können :prost: . Auch ich finde, dass SF durchaus gute Unterhaltung bietet.

Wie bei GE habe ich auch bei SF das Gefühl, dass es die Macher einfach möglichst vielen potentiellen Zuschauern recht machen wollten. "Möglichst viele" schliesst mich aber da offenbar nicht wirklich ein...

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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188

Donnerstag, 5. März 2015, 17:11

(...) "Möglichst viele" schliesst mich aber da offenbar nicht wirklich ein...
Dann gibt es wohl zwei Lesarten:
a) "Ich sehe was, was Du nicht siehst..."
oder
b) Ich habe einfach mehr Glück gehabt.

Ob so oder so - ich scheine der Gewinner zu sein, oder?
God save the Queen!

Maibaum

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189

Freitag, 6. März 2015, 10:14

(...) "Möglichst viele" schliesst mich aber da offenbar nicht wirklich ein...
Dann gibt es wohl zwei Lesarten:
a) "Ich sehe was, was Du nicht siehst..."
oder
b) Ich habe einfach mehr Glück gehabt.

Ob so oder so - ich scheine der Gewinner zu sein, oder?


Schon, aber dafür bist du ein QOS Verlierer (wenn ich mich recht erinnere). So gleicht sich alles wieder aus. ;)

AnatolGogol

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190

Freitag, 6. März 2015, 17:19


Schon, aber dafür bist du ein QOS Verlierer (wenn ich mich recht erinnere). So gleicht sich alles wieder aus. ;)
Nicht alles, die Ausnahme dieser Regel lautet: "ein Schwarzer und ein Spinner sind immer die Gewinner" 8)
"Ihr bescheisst ja!?" - "Wir? Äh-Äh!" - "Na Na!"

  • »Mr. Fogg« ist männlich

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Freitag, 6. März 2015, 17:58


Schon, aber dafür bist du ein QOS Verlierer (wenn ich mich recht erinnere). So gleicht sich alles wieder aus. ;)
Nicht alles, die Ausnahme dieser Regel lautet: "ein Schwarzer und ein Spinner sind immer die Gewinner" 8)
Politisch gesehen trifft die eine Hälfte auf mich schon mal zu. Und das zweite Attribut nehme ich auch gern in Kauf, denn:
"Gewinnen macht mehr Spaß als Verlieren." (Hellingers Gesetz, 1981) :D
God save the Queen!

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Samstag, 7. März 2015, 11:25

Ich bin fasziniert, wie viele Gründe man dafür finden kann oder muss, um zu erklären warum die breite Masse einfach nicht verstehen kann, dass man selbst mit seiner Meinung über den Film Recht haben muss :-)

oder anders ansgedrückt:

Besteht nicht auch eine klitzekleine Möglichkeit, dass SF den Menschen jenseits der Bond-Foren Hardcore Fans einfach nur gefallen hat? Ich weiß, dass ist eine sehr provakante Frage und eine fast absurde Idee, wo doch auf der Hand liegt, dass die dumme Masse der Kinozuschauer ganz offenbar von Werbung, dem Titelsong, dem Jubiläum und einer Olympia Einlage geblendet wurde, und über Wochen wie Lemminge in einen Film gelaufen sind, den sie nicht sehen wollten, um dann auch noch entgegen ihrer eigentlichen Meinung eine überwältigend positive Bewerbung abzugeben.

Aber im Ernst:

Man muss doch mal nüchtern die Fakten analysieren und wird sehen, dass der Erfolg von SF nicht allein auf Verblendung des Publikums und einen einmaligen Werbe-Effekt zurückgehen kann.

1. SF war kein "frontloaded" Erfolg. Nehmen wir das US Box Office. Etwa 28% des Gesamtergebnisses stammen vom ersten Wochenende. Das ist wenig mehr als beim unbestritten beliebten CR, der zudem vollkommen positiv überraschte und daher langläufig erfolgreich lief. Daneben war es dann bei QOS 40% (!), was die positive Ausstrahlung von CR zeigt, und beweist, dass dieser Film dann aber weniger gut ankam. Werbung, Jubiläum und Olympia Spot können höchstens Aufmerksamkeit erzeugen aber nach dem ersten Wochenende zählt positive Mund zu Mund Propaganda. Übrigens war die PR auch nötig, um den Enttäuschungseffekt von QOS zu überwinden.

2. SF hat bis heute eine der besten Bewertungen bei imdb, nur hinter CR. Ist es abwegig zu glauben, dass ein gewisser Teil der 434 Tausend Menschen dort eine ehrliche Meinung abgegeben hat?

3. Der Film ist alles andere als eine bloße Anbierderung an die Erwartungshaltung der breiten Masse. Wie ja hier auch oft festgestellt wurde, hat der Film sehr wenig Action und mit der Psychologisierung Bonds, der Kindheits-Thematik und dem "alten und nicht mehr fitten Bond" eher unpopuläre Themen.

Was hier weitestgehend unberücksichtig bleibt, ist die Tatsache, dass das Kinopublikum nicht nur aus Bondfans besteht. Craigs Bonds haben es geschafft, viel mehr Leute für Bond zu interessieren, als es zur Brosnan Zeit der Fall war. Die heutigen Bondfilme bieten viel mehr als nur Bond-Klischees und Action, sie sind vollwertige Filme über echte Charaktere. Dies ist vor allem für ein reiferes Publikum und auch vor allem für Frauen viel spannender als Action, Explosionen und Gadgets. Diese Perspektive von Frauen wird in Foren wie diesem viel zu selten eingenommen. Ich kenne zig Frauen, die erst durch CR überhaupt echtes Interesse an Bondfilmen haben.

Ich halte SF nicht für den besten Bondfilm und ich bin mir auch sicher, dass die nahezu jedem neuen Bondfilm zuteil kommende Euphorie auch im Falle von SF nachlassen wird. Man wird den Film in 20 Jahren anders beurteilen als vor 2 Jahren. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass der Film bei Erscheinen einer sehr großen Masse von Zuschauern sehr gut gefallen hat.

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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Samstag, 7. März 2015, 12:07

Craigs Bonds haben es geschafft, viel mehr Leute für Bond zu interessieren, als es zur Brosnan Zeit der Fall war. Die heutigen Bondfilme bieten viel mehr als nur Bond-Klischees und Action, sie sind vollwertige Filme über echte Charaktere.
In dem Punkt stimme ich Dir vollkommen zu. So gesehen hätte aber schon LTK ein Erfolg sein müssen, für Bondverhältnisse war aber eher das Gegenteil der Fall. Daher schrieb ich in einem ungegenwärtigen Post auch schonmal, dass die Welt damals "noch nicht bereit" dafür war, wie auch immer man dies nun interpretieren möchte.
Womöglich war nach der Dalton-Phase eine weitere Ära im Stil Moore notwendig (Brosnan), um dem aktuellen Konzept endgültig eine Daseinsberechtigung zu verleihen, Dalton ist somit einfach zwei Jahrzehnte zu früh geboren, ansonsten hätte er sicher mehr Filme gedreht. Aber auch bei Brosnan gab es bereits "SF-Ansätze", nämlich in TWINE. Nach, beziehungsweise neben QoS ist das womöglich gar der hintergründigste Bond, doch darüber ließe sich streiten. Damit gewinnen die Craigfilme wie du sagst Anhänger, aber relativiert sich dieser Vorsprung nicht nahezu automatisch, indem Freunde der unbeschwerteren Kost und insbesondere Befürworter von Moore und Brosnan urplötzlich aus Prinzip zur Verweigerung schreiten und die Craig-Bonds ablehnen? Diese Frage drängt sich mir meist auf in in dem Zusammenhang, Menschen die 007 eben nicht mit Dramatik und Tragödien in Verbindung bringen, entweder aus Lust an Action, oder eben weil sie die Romane nicht gelesen haben. Sei´s drum, auf jeden Fall hast du die Diskussion hoffentlich nochmal ordentlich angeregt und in freudiger Erwartung bin ich auf weitere Reaktionen gespannt :)
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Dr. moVe

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  • »Dr. moVe« ist männlich

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Samstag, 7. März 2015, 12:08

Hm, die Diskussion gabs nun ja echt auch schon öfter. Nicht, dass dies die einzige Diskussion in diesem Forum wäre, die sich wiederholt, aber wenn man bedenkt wie neu der Film noch ist, ist das trotzdem bemerkenswert. Wobei ich mit meiner Interpretation der Lösung keinesfalls die alleinige Richtigkeit oder Komplettheit der Beantwortung der Frage für mich beanspruche. :D
Bei Skyfall sind es aber meiner Meinung nach sehr viele Gründe, die für den Erfolg verantwortlich sind. Einerseits die einzelnen Bestandteile von Skyfall:
- ein einerseits relativ klassischer Look im Zusammenspiel mit einer (wohligen?) Vertrautheit die sich beim neutralen Zuschauer gegenüber der verbliebenen Craig-Bond-Elemente so langsam breit machen dürfte
- ein wirklich großer Gegenspieler der im Kopf bleibt (sorry Herr Mikkelsen und vor allem Herr Amalric, den ich speziell sehr verehre) gekoppelt mit:
- M, Q, Moneypenny (alle wirklich sehr geschickt besetzt) + DB5
- Auch wenn die Meinungen diesbezüglich hier wohl geteilt sind: Optisch auch in meinen Augen beeindruckend. Sowohl 'aktiv' (ein Großteil der Action und Effekte) als auch 'passiv' (Biler, Schnitt, Farben usw.)

...und der für mich immer noch entscheidende Punkt:

- ein riesen Werbeffekt durch das Jubiläum und die vom Film losgelöste Berichterstattung, was den Film natürlich nicht besser macht, aber absolut unbezahlbar für hohe Besucherzahlen ist. Einfaches Beispiel: Wenn man über Tage hinweg ständig Berichte über die leckersten Pizzen sieht (in dem Fall verschiedenste Bondfilme) dann geht man am Ende der Woche wohl höchstwahrscheinlich in die nächsten Pizzeria (in dem Fall Skyfall) auch wenn die eventuell gar nicht sooo gut is wie die ganzen Pizzen, die man die Woche über so gesehen hat. Aber man hat halt Bock drauf.
(- der Titelsong rundet das Werbepaket perfekt ab!)

Außerdem hat der Film als Gesamtes durchaus eine gewisse 'Magie' zu bieten. Er ist mehr als die Summe der einzelnen Teile. Vielleicht nicht für das gesamte Publikum, aber zumindest für einen Teil (auch hier im Forum), was ja immerhin schon etwas bedeuten mag. Schön übrigens, in dem Zusammenhang von den Kritikern etwas von pseudo-irgendwas zu lesen. Spätestens bei solchen Formulierungen bin ich mir regelmäßig sicher, dass es um etwas Spannendes geht. :skull:

Schönes Statement, Ahab, dem ich mich komplett anschließen möchte. :prost:
Außerdem zählt zu den Stärken des Films, das er konsequent die moralischen Untiefen der dargestellten Agentenbranche auslotet, wo jeder Geheimdienstler für das große oder kleine Ganze aufgegeben werden kann und nicht einmal die Spitzenkräfte sich des Rückhalts ihres Arbeitgebers sicher sein können.
Fast alles in diesem Film hat einen bitteren Beigeschmack. Selbst das sonst zur allgemeinen Erbauung - sowohl Bonds als auch des männlichen Zuschauers - dienende Bondgirl bringt uns hauptsächlich nur das traurige Schicksal einer versklavten Femme Fatale näher. Die psychischen Schäden scheinen bei den 'Guten' wie 'Bösen' vergleichbar groß. Kaum ein exotischer Schauplatz tröstet über diese Makel hinweg, denn selbst bei den Sets dominiert bald der Zerfall und spiegelt die kaputten Seelen der Figuren. Und das bitterste: Noch nicht mal Bond's Mission führt zu einem Triumph.
Ich denke mal da spielt es in den Augen vieler die Skyfall nicht mögen, keine Rolle wie meisterhaft und erstklassig das alles umgesetzt ist.
Sie wollen eben keinen 'Anti'-Bond in klassischer Franchise-Verpackung. Nach dem - eventuell unbewußten - Motto: "So gefällt mir das nicht, so will ich das nicht sehen. Fazit: Schwacher Film..."

Ich bezweifle allerdings ernsthaft das sich der hier im Thread geäußerte Wunsch der Beschwerdefraktion erfüllen wird, und Skyfall in den kommenden Jahren in der Zuschauergunst einen massiven Einbruch erleben wird, oder die breite Zuschauer- und Kritikermehrheit, die dem Film bei seinem Release mit Topwertungen adelten, ganz plötzlich zur Einsicht kommt, hier etwas maßlos überwertet zu haben. Dazu war der Zuspruch einfach ZU extrem.
DAD mag damals beim Erscheinen ja überraschend gut aufgenommen worden sein, und das war sicher vorallem dem Jubliäum geschuldet, aber dennoch war der Film stets weit davon entfernt in irgendwelchen Kategorien für renommierte Filmpreise in Erwägung gezogen zu werden.
Sykfall wird dagegen auch über 2 Jahre Jahre nach seinem Erscheinen von vielen Filmfans (also nicht nur Bondfans) mit den größten Bondklassikern in einem Atemzug genannt.
Sicher bleibt abzuwarten wie dies nach 'Spectre' und dessen Nachfolgern aussehen wird.
Aber das hier aufeinmal eine massive kollegtive Einsicht über die Zuschauer-, Kritiker- und Fanwelt hereinbricht, hier jahrelang minderwertigen Müll hochgelobt zu haben, will ich doch ernsthaft bezweifeln.

@ Maibaum, Mr. Fogg und AnatolGogol
Tja, nach Eurer Logik bin ich dann der totale Ära-Gewinner: Denn ich liebe alle 3 Craigfilme ! ;)

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Dr. moVe« (7. März 2015, 12:26)


Mister Bond

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Samstag, 7. März 2015, 16:40



Das kann man auch bequem umgekehrt sehen. Bei der visuellen Umsetzung von SF habe ich zumindest die Mehrheit auf meiner Seite. Die Oscar Nominierung spricht da auch für.

Welche Mehrheit? Woher willst du das wissen?
Und ich schrieb doch, eine Schande, dass ein Pfister übergangen wurde und selbst Bondfilme wie TSWLM und der von dir absolut unverständlicherweise gescholtene MR hätten in dieser Kategorie gewinnen müssen. Eigentlich sahen sogar alle ersten 11 Bondfilme besser aus.
Und die von dir kritisierten 80er bieten auch ein Haufen visuell toller Filme. Alleine Slocombes Arbeit zu "Jäger des verlorenen Schatzes" oder "Jenseits von Afrika", selbst das spärliche "Aliens" (Landschaften sind ja nicht alles) und und und.
Ohne Scherz, SF sieht modern aus, mehr nicht. "Casino Royale" ist dagegen ein einziges Augenschmankerl.


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That's it. Deshalb braucht Bond gar nicht erst so ein Kokolores.


@danielcc:
Imdb sollte man nicht zu sehr als Maßstab nehmen. Vor 2 Jahren hätte ich SF ja auch noch 9 Punkte gegeben. Und viele Filme, die früher schlecht wegkamen, werden heute wieder besser gesehen. Ist bei SF vielleicht andersrum, denn der war ja auch ein halbes Jahr lang mit 8.0 auf imdb.

  • »Daniel Schweikert 1996« ist männlich

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Samstag, 7. März 2015, 16:50



Das kann man auch bequem umgekehrt sehen. Bei der visuellen Umsetzung von SF habe ich zumindest die Mehrheit auf meiner Seite. Die Oscar Nominierung spricht da auch für.

Welche Mehrheit? Woher willst du das wissen?
Und ich schrieb doch, eine Schande, dass ein Pfister übergangen wurde und selbst Bondfilme wie TSWLM und der von dir absolut unverständlicherweise gescholtene MR hätten in dieser Kategorie gewinnen müssen. Eigentlich sahen sogar alle ersten 11 Bondfilme besser aus.
Und die von dir kritisierten 80er bieten auch ein Haufen visuell toller Filme. Alleine Slocombes Arbeit zu "Jäger des verlorenen Schatzes" oder "Jenseits von Afrika", selbst das spärliche "Aliens" (Landschaften sind ja nicht alles) und und und.
Ohne Scherz, SF sieht modern aus, mehr nicht. "Casino Royale" ist dagegen ein einziges Augenschmankerl.



Übrigens gehöre ich zu der vermutlich eher kleinen Gruppe von Menschen, die der Ansicht sind dass Doctor No am Besten aussieht, das production design von Ken Adam ließ einen erahnen dass noch Großes folgt, aber ich bin der Meinung dass er sich später nie selbst übertraf, da die Szenen mit Honey, Bond und Dr. No einfach atemberaubend aussehen. Das ist ja schon keine Räumlichkeit mehr, sondern eine realitätsfern individualisierte Residenz wahrer Wunder. Erinnert mich übrigens auch an das Geheimversteck der Comedyversion von Fantomas, "Fantomas gegen Interpol" um genau zu sein. Diese Trilogie mag ich ja weniger als die anderen Verfilmungen, aber die hochmoderne Welt mit Unterwasserelementen war vor 50 Jahren schon recht ansprechend und verliert keineswegs an Reiz.
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Samstag, 7. März 2015, 16:55

Pardon,

der PC spinnt gerade ein wenig und ließ mich ungünstig in den Zeilen verrutschen, das untere Zitat stammt von mir und nicht von Maibaum!, sorry.
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Bond '89 - Robert Davi

Maibaum

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Sonntag, 8. März 2015, 10:27



Das kann man auch bequem umgekehrt sehen. Bei der visuellen Umsetzung von SF habe ich zumindest die Mehrheit auf meiner Seite. Die Oscar Nominierung spricht da auch für.

Welche Mehrheit? Woher willst du das wissen?


Fast alles was ich über SF in Bezug auf seine Photographie gelesen habe sieht dieselbe sehr positiv.

Zitat


Und ich schrieb doch, eine Schande, dass ein Pfister übergangen wurde und selbst Bondfilme wie TSWLM und der von dir absolut unverständlicherweise gescholtene MR hätten in dieser Kategorie gewinnen müssen. Eigentlich sahen sogar alle ersten 11 Bondfilme besser aus.


Das halte ich für einen ... ganz ehrlich .. für einen Witz.

Insgesamt betrachtet sehe ich alle alten Bonds verglichen mit dem was zu der jeweiligen Zeit an Kamerarbeit und Lichtsetzung gemacht wurde als mittelmäßig, bzw als gewöhnlich an. Das wäre aber auch eine Überraschung wenn das nicht so wäre, da die Bonds wenig Interesse an Filmkunst hatten.
Von der Photographie her finde ich die zum Großteil eher langweilig. TSWLM hat hier und da ein paar nette Sachen und GE macht einen schönen Gebrauch von Teleobjektiv Einstellungen (die sehen sogar oft richtig gut aus), und YOLT und OHMSS müsste ich mir noch einmal etwas genauer anschauen. Die meisten Bonds sehen ok aus, aber einige sind auch sehr bieder photographiert, und da gehört MR ganz sicher zu.

Und TDK zu übergehen war vielleicht ganz vernünftig ... ;)

Zitat


Und die von dir kritisierten 80er bieten auch ein Haufen visuell toller Filme. Alleine Slocombes Arbeit zu "Jäger des verlorenen Schatzes" oder "Jenseits von Afrika", selbst das spärliche "Aliens" (Landschaften sind ja nicht alles) und und und.
Ohne Scherz, SF sieht modern aus, mehr nicht. "Casino Royale" ist dagegen ein einziges Augenschmankerl.


Die 80er was Bond betrifft, die sehen visuell sehr langweilig aus. Die beiden Daltons haben aber aufgeholt.

Klar gab es in den 80ern hervorragend photographierte Filme, schließlich entwickelt sich die Photographie ja auchj imer weiter.

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Sonntag, 8. März 2015, 12:04

Maibaum, jetzt muss ich aber doch nochmal nachhaken...

Als ein großer Nichtverehrer von MR nehme ich diesen natürlich ungern in Schutz, aber die Photographie ausgerechnet dieses Films als "bieder" zu bezeichnen, halte ich persönlich für arg weit hergeholt ;)

Das Werk sieht doch zeitweise atemberaubend kunstvoll aus.
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Bond '89 - Robert Davi

Maibaum

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Sonntag, 8. März 2015, 12:28

Finde ich gar nicht. Wenn ich irgendwann noch einmal MR schaue, achte ich mal besonders drauf, aber bislang habe ich auch in der Hinsicht MR eher negativ in Erinnerung. Das schlechteste ist glaube ich die kitschige Szene als Clery von den Hunden gehetzt wird, das sieht in jeder Hinsicht furchtbar aus. Die Weltraumszenen sind aber ganz gut. Für mich ja ohnehin der bessere Teil von MR.

Was wäre denn daran kunstvoll?