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ollistone

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Beiträge: 1 111

Registrierungsdatum: 27. Mai 2013

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Montag, 3. Juni 2013, 17:08

DER VILLAIN: Gobinda

Hier die archiverten Beiträge.

[img]http://www.bondmovies.com/henchmen/gobinda.jpg[/img]

Zitat von »Kronsteen«


Der Mann mit dem Turban....



Zitat von »cyrus_poonawalla«


Über GOBINDA habe ich mich schon mal ausführlicher ausgelassen. Leider habe ich das seinerzeit geschriebene jetzt nicht wiederfinden können; ich werde also versuchen, zu rekapitulieren:

Für meine Begriffe ist Gobinda eine der tragischsten Figuren der ganzen Reihe, vergleichbar mit Renard, auch wenn dieser in einer ganz anderen Liga spielt.
Gobinda ist anhand seines Turbans als Angehöriger der Sikh zu erkennen - und kaum ein Nicht-Inder kann ermessen, was das bedeutet:

Sikhs stellten und stellen die Elite der Indischen Armee. Sikhs stellen die Leibwächter des Präsidenten (dummerweise auch die, die seinerzit ihre Schutzbefohlene Indira Gandhi ermodeten, aber das ist eine ganz andere Geschichte) - Sikhs sind gute und tapfere Krieger und Kämpfer. Sie sind stolz, ehrenvoll, loyal und treu ihrem Dienstherren gegenüber - wenn es sein muß, bis in den Tod.

Inder wissen das - und behandeln einen Sikh mit dem entsprechenden Respekt. Kein Inder würde es wagen, einen Sikh zu beleidigen oder herauszufordern: der Zorn des Sikh wäre fürchterlich. So sind die "Spielregeln", die für einen Sikh (erst recht für einen Sikh als Rechte Hand eines reichen und damit mächtigen Prinzen) und den Rest der indischen Bevölkerung gelten, geradezu festgelegt: Ein Sikh handelt respektabel und wird respektvoll behandelt.

Nun ist Gobinda aber nicht der Hellste: Er definiert seinen Ehrbegriff über seine Treue zu seinem Dienstherren und erkennt entweder nicht, daß dieser massivst unehrenhaft handelt oder er stellt seine Treue zu seinem Chef über sein eigenes Ehrgefühl. Und Kamal nutzt dieses leidlich aus. Wer würde sonst auf ein Flugzeugdach steigen, wohl wissend, daß er dabei sterben kann? Nur jemand, dem Treue zu seinem Dienstherren über alles geht. Gobinda ist, an Sikh-Maßstäben gemessen, ein Ehrenmann. Sein einziger Fehler: seine Bedingslose Treue gilt dem Falschen, nämlich einem unehrenhaften Herrn.

Und jetzt kommt James Bond ins Spiel. Er kennt die Regeln nicht, die Inder im Umgang mit Sikhs pflegen, er behandelt Gobinda einfach ohne den Respekt, den dieser gewohnt ist, läßt sich einfach nicht einschüchtern, und Gobinda, mental unfähig, sich auf diese neue Situation einzustellen, reagiert mit den Methoden, zu denen er immer gegriffen hat: Wer einen Sikh nicht respektiert, wird bestraft. Aber Bond spielt dieses Spiel einfach nicht mit: er macht Gobinda lächerlich und Gobinda reagiert mit noch stärkerer körperlicher Gewalt, unfähig, sich aus dem jahrhunderalten Rollenmuster zu lösen. Und so kommt, was kommen muß: aus Treue und aus einem falsch verstandenen Ehrgefühl heraus muß Gobinda mit für die Fehler seines Herrn büßen.

Wie gesagt: Tragisch.



Zitat von »flexxo«


Interessanter Beitrag. Wusste noch nichts über Sikhs. Das stellt Gobinda gleich in ein ganz anderes Licht. An sich ist er für mich eher ein schwacher Henchmen. Am Anfang des Films steht er noch ganz gut da. Aber er wirkt dann immer mehr trottelig, eben weil er auch ständig von Bond übertölpelt wird. Dann noch die Flugzeugszene am schluss wo er noch so blöd fragt "Da raus?" und dann mit der Antenne und weg... naja werd ihn nicht vermissen.



Zitat von »MisterBond«


So trottelig finde ich Gobinda gar nicht?
Was soll ihn trottelig machen?
Nur weil Bond ihm ein paar mal entkommt? Na dann sind aber wohl alle Henchmen und Bösewichter trottel.
Sehe Gobinda auich eher als tragische Figur an, die zu sehr an ihrem "Herrn" festhält.
Manko (weil es schon mal da war): einige Ahnlichkeiten zu Beißer und Odd-Job, nämlich die Physis und das Würfel zerquetschen (Golfball bei GF).
"You may be a lover but you ain't no dancer."

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Kronsteen« (4. Juni 2013, 10:22)