Die Zukunft des James Bond-Franchise

  • Hätte ich bevorzugt, ja.


    In der Corona-Zeit sind aber leider viele eher faul geworden, obwohl die Zeit da war. Das sehe ich bei mehreren Musikern, statt zuhause neue Songs zu schreiben oder sogar im Studio paar Sessions aufzunehmen. Mein bester Kumpel sagt auch immer, viele "Stars" wissen eigentlich immer noch nicht, wie privilegiert sie sind und dass der Beruf ihr Hobby ist und Spaß machen soll. Aber wenn man deren Arbeitstempo sieht, fragt man sich, ob man überhaupt noch Spaß an der Sache hat.

  • Hier mal eine Fotostrecke mit neun, teilweise ganz neuen Namen abseits der üblichen Hardy-Middleston-Elba-Gerüchte. Wobei ich mich mit nicht-europäisch-stämmigen Schauspielern immer noch sehr schwer tue.

  • Einfach einen charismatischen, weißen, ja, WEIßEN, Briten...ist das denn so schwer??? Die Auswahl ist da, aber ständig werden so Quarkköpfe mit reingeworfen.
    Und wenn die auf Oscars aus sind, sollen die sich nicht als Bond bewerben. Punkt.

  • Die Zukunft bringt uns erst einmal eine Mischung aus "Schlag den Raab" und "Joko gegen Klaas - Das Duell um die Welt". In "007 Road to a Million" sollen Kandidaten an berühmten Bond-Schauplätzen Aufgaben lösen. Die Dreharbeiten beginnen dieses Jahr, die Ausstrahlung ist für 2023 auf Amazon Prime geplant.


    Zwei Fragen: Beginnt nun der Ausverkauf der Marke, und inwieweit hat Bond 26 für Eon noch Priorität, oder ruhen erst einmal alle Planungen?

  • Frohe Kunde fürs große Jubiläumsjahr:


    "Die langjährige James-Bond-Produzentin Barbara Broccoli hat erneut klargestellt, dass die Filmreihe um den berühmten Geheimagenten fortgesetzt wird. Allerdings werde es noch mindestens zwei Jahre dauern, bis die Dreharbeiten zum nächsten 007-Abenteuer beginnen könnten, sagte Broccoli dem Online-Magazin „Deadline“.


    Nach dem dramatischen Ende des bisher letzten Films „Keine Zeit zu sterben“ gehe es nun darum, James Bond neu zu erschaffen. „Wir erfinden neu, wer er ist“, sagte die 62-Jährige. „Und das braucht Zeit.“


    Die Suche nach einem neuen Hauptdarsteller habe deshalb noch nicht begonnen. „Niemand ist im Rennen“, betonte Broccoli mit Blick auf ständig neu aufkommende Gerüchte über einen Nachfolger von Daniel Craig. „Wir müssen uns überlegen, welche Richtung wir mit ihm einschlagen, darüber sprechen wir. Es gibt kein Drehbuch, und wir können uns auch keins ausdenken, bevor wir entschieden haben, wie wir den nächsten Film angehen wollen. Denn es ist wirklich eine Neuerfindung von Bond.“"


    Ehrlich gesagt habe ich schon damit gerechnet, dass Bond für die nächsten Jahre von der Bildfläche verschwinden wird. Würde auch wetten, dass man den Rekord von 6 Jahren Pause diesmal brechen wird. Wenn überhaupt noch mal was kommt. Die letzten drei Jahre haben gezeigt, wie schnell selbst eine fixe Produktion in der Versenkung verschwinden kann. Mit einer äußerst fragilen Weltwirtschaft habe ich da irgendwie wenig Hoffnugen. Und ich werde das Gefühl nicht los, dass das Broccoli auch so recht wäre. Diese ganze Gequatsche von wegen "zwei Jahre lang nachdenken" klingt für mich eher nach jemanden, der Zeit schinden will, weil er eigentlich keinen Plan und auch keinen Bock hat. Denn einen Plan hatten sie doch nie ansatzweise. Selbst nach dem überraschend gut geglückten CR, für den sie einen der besten Fleming-Romane zur Verfügung hatten, kam ein völlig blindes Trial-and-error. Sie wird die zwei Jahre mit dem verbringen, was sie auch schon die vergangenen zwei Jahre nach der fertigen Produktion gemacht hat: Hier ein Theaterstück, dort eine kleine Filmproduktion. Das einzige, was da mit Bond zu tun haben wird, wird ein Beobachten der Filmbranche sein, wie andere ihre verunglückten Franchises retten. Und das wird man dann wieder kopieren.


    Ich bin ehrlich gesagt froh, dass diese zwei Jahre mit erwartungsgemäß guten Mission-Impossible-Filmen gefüllt sein werden. In der Zeit, die Broccoli mit nachdenken zubringt, kriegen Leute mit Leidenschaft mehrere Spitzenfilme zustande.

  • Das erinnert mich an die Signatur, die ich zeitweilig im alten Forum in Anlehnung an die Tagline von TMWTGG hatte: "The world's greatest villains tried to kill James Bond. Now it's Barbara Broccoli's turn to try...".


    Jedenfalls fürchte ich, dass Martin recht hat. Irgendwie habe ich immer weniger Lust noch großes Herzblut in die Beschäftigung mit einer Filmserie zu investieren, die vordergründig gern ihre eigene Vergangenheit zitiert, sich dieser aber mittlerweile wegen ihrer "Simplizität" zu schämen scheint. Oder wie sonst ist es zu erklären, dass man trotz aller Versprechungen ("Are you ready to get back to work?" - "With pleasure, M. With pleasure.") nie zu der Figur zurückgekehrt ist, die einfach nur mit weltgewandter Gelassenheit ihren Job erledigt? Dass man angeblich schon wieder alles neu erfinden muss?


    So bleibt als Fazit der Aussage von Barbara Broccoli vor allem, dass es ja auch Wichtigeres im Leben gibt als die Beschäftigung mit einer fiktiven Schöpfung. Davon abgesehen verbleiben immer noch einige Romane von Fleming-Nachfolgeautoren, die ich bislang nicht gelesen habe und die mich mittlerweile mehr interessieren als die Weiterentwicklung der Bond-Filme. Und im cineastischen Bereich haben wir ja die großartige, von Martin bereits angesprochene Mission:Impossible-Reihe, die neben James Bond und Indiana Jones stets meine Lieblings-Filmfranchise war. Seit Beginn der 2010er-Jahre hat die M:I-Reihe die Bond-Reihe m.E. denn auch überholt, was Einfallsreichtum und Klasse anbelangt. Und nach SPECTRE und NTTD ist der Punkt erreicht, an dem ich mich mehr auf den neuen M:I als auf den neuen Bond freue.

  • Oder wie sonst ist es zu erklären, dass man trotz aller Versprechungen ("Are you ready to get back to work?" - "With pleasure, M. With pleasure.") nie zu der Figur zurückgekehrt ist, die einfach nur mit weltgewandter Gelassenheit ihren Job erledigt? Dass man angeblich schon wieder alles neu erfinden muss?

    Das Schlimme dabei: Es wurde gar nicht ernsthaft versucht, zu dieser "klassischen" Figur zurückzukehren :thumbdown: . Auch in der Brosnan-Ära war schlussendlich nicht alles stilsicher und gelungen. Aber man merkte trotzdem immer, dass die Macher zumindest bemüht waren, den klassischen Bond auch in den 1990ern aufrecht zu erhalten.

  • Finde den gar nicht so schlecht, obwohl er mir weder in 'Bullet Train' noch in den anderen Filmen sonderlich aufgefallen ist. Aber das war bei Craig vor seiner Ernennung genauso. Wenn es denn eh stimmt, die SUN ist ja nun nicht gerade für ihre Vertrauenswürdigkeit bekannt.

  • Natürlich muss das Haar kürzer und die Rotzbremse weg, aber ansonsten sieht er definitiv mehr nach Bond aus als einige der sonst gehandelten Milchbärte à la Tom Holland:

    https://i2-prod.dailystar.co.uk/incoming/article27538710.ece/ALTERNATES/s615b/0_Aaron-Taylor-Johnson-signed-up-to-new-movie-to-Slap-Brad-Pitt-Around.jpg

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