DER VILLAIN: Karl Stromberg

  • Und noch ein Todestag: Heute vor 21 Jahren verstarb Curd Jürgens. Sein Karl Stromberg ist für mich eines der Highlights an Villains in der Reihe.

  • :prost:
    Manche nennen es eine karge Darstellung, aber ich mag es wenn er sich so stoisch gibt.
    Er denkt: Was, ich soll mich anstrengen, mich aufregen?
    Ne, lass mal die anderen. Ich befehle und drücke Knöpfchen :thumbup:


    Ps.:
    Ich habe ihn bei TSWLM aber immer etwas älter als 61 eingeschätzt oder Moore eben jünger. Optisch machten die beiden mehr aus als lediglich 12 Jahre Unterschied, finde ich.

  • Richtig! Wer solche großen Pläne hat wie Stromberg (oder auch Drax), der regt sich nicht wie ein Hampelmann (Elliott Carver) über Kleinigkeiten oder gar Geld auf. Er ist eher am "Odium der Ewigkeit" interessiert. 8)

  • Gerade mal wieder TSWLM geschaut: Mit einiger Sicherheit Sir Rogers bester Beitrag! Allerdings erscheint mir, je öfter ich den Film sehe, Jürgens' Stromberg als eher überbewerteter Schurke. Von seiner Anlage her ist er fabelhaft, Jürgens' Präsenz auch super, doch sein - sagen wir mal - minimalistisch-unbeteilgtesSpiel ist zunächst wirkungsvoll, nutzt sich aber schnell ab; nicht umsonst ist Strombergs Tod allenfalls der Auftakt des Showdown. Keine Frage: Jürgens ist nicht schlecht. Aber von Rechts wegen hätte Stromberg ein Blofeld- bzw. Goldfinger-hafter Über-Villain werden müssen! Und das leistet Jürgens trotz bester Voraussetzungen m.E. nicht ...

  • Ähnlich wie bei Drax passt m.M.n. das Spiel Strombergs perfekt zu seinem Plan. Jemand, der eine neue Welt erschaffen will und dabei die verrückte Idee hat, dies im Schoß der Ozeane zu tun, der regt sich nicht mehr über die Übel der Oberwelt auf. Zumal er völlig von seiner Idee überzeugt ist, ja geradezu fanatisch ist, und daher keinen Zweifel am Gelingen seines Vorhabens hat. Für mich ist z.B. Strombergs "Für mich ist das die ganze Welt" einer der besten Villain-Sätze des Franchise. Ich finde Stromberg auch nicht unbedingt als extrem hoch eingeschätzt in der Öffentlichkeit. Im Fandom (wenn wir mal unser Forum als Beispiel nehmen) schneidet er eher mittelmäßig ab, was z.B. das "Heilige Kuh"-Spiel zeigt. Er dürfte da weit hinter Goldfinger, Blofeld, Scaramanga oder Sanchez liegen. Und auch beim "normalen" Publikum scheinen mir andere Villains höher im Kurs zu stehen (ich denke da natürlich auch an Goldfinger und Blofeld, aber auch an Trevelyan oder Silva). Vielleicht sollten wir die Villain-Bondesliga doch bald mal starten. ;) Was ich bei Stromberg aber immer ein wenig lächerlich fand, sind die vermeintlichen Schwimmhäute an seinen Händen (weshalb er ja auch den Handschlag verweigert). Da stimme ich zu: Das ist zu fabelhaft.


  • Was ich bei Stromberg aber immer ein wenig lächerlich fand, sind die vermeintlichen Schwimmhäute an seinen Händen (weshalb er ja auch den Handschlag verweigert). Da stimme ich zu: Das ist zu fabelhaft.


    Ich finde gegen die letztendliche Umsetzung lässt sich nichts sagen. Da ist doch kaum noch ein Unterschied zu "normalen" Händen feststellbar. Es hätte schlimmer kommen können.

  • Mich stört schon das bloße Wissen darum. Hat es dieser Schwimmhäute denn wirklich bedurft, wenn man sie schon so zurückhaltend präsentiert, dass sie nur Eingeweihte kennen?

  • Mich stört schon das bloße Wissen darum.


    Dann musst du das Wissen eben ausblenden. ;)
    Im Film selbst wird doch überhaupt kein Bezug darauf genommen. Außer dass er eben eine Aversion gegen das Händeschütteln hat. Warum das so ist, wird zumindest in der deutschen Version nicht aufgeklärt.

  • Die Schwimmhäute sind deutlich zu Beginn des Showdowns zu sehen, als er die gefangene Anya streichelt, was dieser Abnormität noch eine andere Konnotation verleiht - ganz im Geiste Flemings, möchte man fast sagen ...

  • Wie wird die Sache denn in der OV "erklärt"?


    Im Dialog wird gar nicht darauf eingegangen. Wobei ich die deutsche Version häufiger gesehen habe, deshalb meine Beschränkung darauf.


    Und Kronsteens Standbild ist zwar sehr plakativ, aber im Film achtet man in der Situation sicher auf andere Dinge als gerade auf die Hand. Von daher ist diese Abnormität im Filmverlauf wirklich kaum wahrnehmbar. Wenn er den Helikopter mit den Wissenschaftler in die Luft jagt, sieht man es zwischen Daumen und Zeigefinger auch noch mal. Aber es ist kein Vergleich mehr zu dem Promoshot oder was dieses Schwarzweiß-Bild ist. Wahrscheinlich haben die Macher eingesehen, dass das zu übertrieben ist und sind deshalb selbst zurückgerudert. Daher fällt es oft wirklich erst auf, wenn man es weiß.

  • Also mindestens zweimal sind Strombergs "Schwimmhäute" deutlich zusehen!
    Als er eben Anya streichelt und er mit einer Hand an seinen Bedienpult spielt.
    Beim Erschießen ging es mir etwas zu schnell, als er die Hand hebt.


    Andererseist sind diese "Häute" ja nicht extrem aufdringlich. Haben mich also nie gestört. Hat halt deformierte Hände und Deformationen bei Lebewesen sind jetzt auch gar nicht abwegig. Füße mit sieben Zehen, siamesische Zwillinge etc.
    Vielleicht hat er auch durch diese Deformationen die Liebe zum Wasser, zum Meer gefunden.

  • Mir fällt auf dem Foto nur die Tabasco-Flasche auf. Das ist für einen Gourmet-Milliardär (das Essen wird bei Stromberg ja hervorgehoben) äußerst working-class.

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